Lençois Maranhenses: Brasiliens weiße Wüste mit Lagunen bei Barreirinhas
20.05.2026 - 00:39:17 | ad-hoc-news.deStellen Sie sich eine endlose Wellenlandschaft aus schneeweißen Sanddünen vor, dazwischen tausende türkisfarbene Süßwasserlagunen – wie verstreute Spiegel, in denen der Himmel des brasilianischen Nordostens glitzert. Genau das ist Lençois Maranhenses, der Parque Nacional dos Lencois Maranhenses (auf Deutsch etwa „Nationalpark der Bettlaken von Maranhão“) unweit der Stadt Barreirinhas an der Atlantikküste Brasiliens.
Lençois Maranhenses: Das ikonische Wahrzeichen von Barreirinhas
Lençois Maranhenses gilt als eine der surrealsten Landschaften Brasiliens und als natürliche Ikone des Bundesstaats Maranhão. Der Name „Lençois“ – zu Deutsch „Bettlaken“ – beschreibt das Bild ziemlich treffend: Aus der Luft wirkt das Gebiet wie ein Meer aus weißen, gewellten Tüchern, das sich vom Atlantik mehrere Dutzend Kilometer ins Landesinnere zieht. Barreirinhas, Ausgangspunkt der meisten Touren, hat sich dadurch zu einem der wichtigsten Naturreiseziele im Nordosten des Landes entwickelt.
Der Nationalpark umfasst ein weitläufiges Dünenfeld in Küstennähe, das sich über eine Fläche von hunderten Quadratkilometern erstreckt und von unzähligen natürlichen Lagunen durchzogen ist, die sich in der Regenzeit mit Süßwasser füllen. Die brasilianische Umweltbehörde IBAMA und das Umweltministerium ordnen Lençois Maranhenses als eines der sensibelsten und zugleich spektakulärsten Ökosysteme des Landes ein. Deutsche Medien wie GEO und National Geographic Deutschland berichten regelmäßig über die Region und heben die Besonderheit hervor, dass es sich trotz der Wüstenoptik nicht um eine klassische Wüste handelt, sondern um eine Küstenlandschaft mit hohem Niederschlag.
Für Reisende aus Deutschland ist Lençois Maranhenses ein Fernziel, das sich deutlich von klassischem Strandurlaub in Brasilien abhebt: Statt nur Kokospalmen und Atlantikwellen erleben Besucher hier eine Kombination aus Dünenwanderung, Badestopp in warmen Lagunen und Begegnungen mit der nordostbrasilianischen Kultur. Gerade für Menschen, die schon Rio de Janeiro oder die Iguazú-Wasserfälle kennen, bietet der Nationalpark einen völlig anderen Blick auf das Land.
Geschichte und Bedeutung von Parque Nacional dos Lencois Maranhenses
Der Parque Nacional dos Lencois Maranhenses wurde in den 1980er-Jahren als brasilianischer Nationalpark ausgewiesen, um das empfindliche Dünen- und Lagunensystem vor unkontrollierter Nutzung zu schützen. Offizielle brasilianische Quellen wie das Umweltministerium und die Verwaltung der Nationalparks betonen, dass das Gebiet sowohl ökologisch als auch landschaftsästhetisch von nationaler Bedeutung ist. Der Schutzstatus umfasst nicht nur die spektakulären Dünen, sondern auch angrenzende Mangroven, Strände und Flusslandschaften.
Die Entstehung der Dünenlandschaft ist geologisch durch das Zusammenspiel von Meeresströmungen, Flussablagerungen und Windbewegungen über lange Zeiträume erklärbar. Sedimente, die Flüsse aus dem Landesinneren an die Küste transportieren, werden durch Meeresströmungen verteilt und durch starke Passatwinde landeinwärts verfrachtet. Über Jahrtausende bildeten sich so die markanten, langgestreckten Dünenzüge. In den Senken zwischen den Dünen sammelt sich während der Regenzeit Wasser, das durch den relativ undurchlässigen Untergrund gehalten wird und so die typischen Lagunen entstehen lässt.
Aus historischer Sicht lebten in der Region um Lençois Maranhenses traditionelle Gemeinschaften, darunter Fischerfamilien und Kleinbauern, die sich an das wechselvolle Zusammenspiel aus Dünen, Lagunen und Flüssen angepasst haben. Sie nutzen beispielsweise bestimmte Bereiche saisonal für kleinräumige Landwirtschaft, wenn die Lagunen zurückgehen, und leben ansonsten vom Fischfang in Flüssen und im küstennahen Meer. Laut Berichten von Organisationen für nachhaltige Entwicklung im Nordosten Brasiliens spielt der Schutz dieser traditionellen Lebensweisen im Rahmen der Parkverwaltung eine Rolle, etwa durch geregelte Nutzungsrechte.
International ist Lençois Maranhenses längst als Naturwunder etabliert. Der Nationalpark wird häufig in einem Atemzug mit ikonischen Landschaften wie der Atacama-Wüste in Chile oder den Dünen von Sossusvlei in Namibia genannt – allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass hier regelmäßig Regen fällt und Süßwasserlagunen entstehen. Reisepublikationen wie National Geographic und Merian beschreiben den Park als eines der außergewöhnlichsten Dünengebiete weltweit. Er ist bislang kein UNESCO-Welterbe, wird jedoch im Kontext besonders schützenswerter Ökosysteme Südamerikas regelmäßig erwähnt.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Auch wenn der Parque Nacional dos Lencois Maranhenses kein Bauwerk im klassischen Sinn ist, besitzt er eine „Architektur“ der Natur, die fast grafisch wirkt. Aus Perspektive vieler Fotografen und Geografen sind es drei Elemente, die das besondere Erscheinungsbild bestimmen: der extrem helle, feine Quarzsand, die geometrisch wirkenden Dünenzüge und die Lagunen mit ihren Farbverläufen von tiefem Blau bis Smaragdgrün. Luftbilder zeigen ein Muster, das an abstrakte Kunst erinnert – nicht zufällig werden Aufnahmen aus Lençois Maranhenses häufig auf Titelseiten von Bildbänden und Magazinen verwendet.
Die Dünen selbst können Höhen von mehreren Dutzend Metern erreichen. Sie verlaufen meist parallel zur Küste und bilden lange, sanft geschwungene Rücken. Dazwischen liegen die „Vazantes“, Senken, in denen sich das Regenwasser sammelt. Die Lagunen existieren nur saisonal in voller Größe: In den Monaten nach der Regenzeit sind sie am tiefsten und klarsten. Später im Jahr verdunstet ein Teil des Wassers wieder, sodass sich Größe und Tiefe der einzelnen Lagunen ständig verändern. Reiseführer wie Marco Polo und der ADAC Reiseführer Brasilien weisen darauf hin, dass gerade diese Vergänglichkeit Teil der Faszination ausmacht – kein Besuch gleicht dem anderen.
Besonders bekannt sind einige namentlich benannte Lagunen, etwa „Lagoa Azul“ (Blaue Lagune) und „Lagoa Bonita“ (Schöne Lagune), die häufig in Bildstrecken deutscher und internationaler Medien erscheinen. Daneben gibt es viele weniger bekannte Lagunen, die auf Touren erschlossen werden. Offizielle Tourismusinformationen des Bundesstaats Maranhão empfehlen, sich von lizenzierten lokalen Guides führen zu lassen, da sich Wege und Wasserspiegel ständig ändern und einige Bereiche zum Schutz des Ökosystems reguliert sind.
Die Lichtstimmung im Nationalpark gilt als besonders eindrucksvoll. Am späten Nachmittag und in der goldenen Stunde vor Sonnenuntergang bekommen die weißen Dünen einen warmen Ton, während die Lagunen die wechselnden Farben des Himmels spiegeln. Viele Reisejournalisten beschreiben die Atmosphäre als fast außerirdisch – ein Eindruck, der durch die relative Abgeschiedenheit und die Abwesenheit großer Bauwerke noch verstärkt wird. Nachts, bei klarem Himmel, sind hier eindrucksvolle Sternenhimmel und die Milchstraße zu sehen, da die Lichtverschmutzung gering ist.
Kunsthistorisch hat die Region zwar keine monumentalen Gebäude hervorgebracht, doch in der brasilianischen Fotografie und in der Reiseliteratur ist Lençois Maranhenses zu einem wiederkehrenden Motiv geworden. Fotografen nutzen die grafischen Linien der Dünen und die Spiegelungen der Lagunen, um minimalistische Landschaftsbilder zu schaffen. Deutsche Magazine wie GEO Saison setzen den Nationalpark immer wieder als Sinnbild für „unberührte Natur“ und „versteckte Paradiese“ ein – ein Bild, das mit der Realität steigender Besucherzahlen jedoch in Balance gehalten werden muss.
Lençois Maranhenses besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
Eine Reise zum Parque Nacional dos Lencois Maranhenses erfordert etwas Planung, belohnt aber mit Eindrücken, die weit über einen klassischen Strandaufenthalt hinausgehen. Im Folgenden die wichtigsten Punkte für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland im Überblick.
- Lage und Anreise (inkl. Flug/Bahn/Auto-Optionen ab Deutschland)
Lençois Maranhenses liegt im Nordosten Brasiliens im Bundesstaat Maranhão, etwa 250 km östlich der Hauptstadt São Luís. Zentraler Ausgangspunkt für Touren ist die Stadt Barreirinhas am Fluss Rio Preguiças. Von Deutschland aus gibt es nach aktuellem Stand keine Direktflüge nach São Luís; Reisende fliegen in der Regel mit großen internationalen Airlines via São Paulo, Rio de Janeiro, Lissabon oder andere Drehkreuze. Die gesamte Flugzeit ab Frankfurt, München oder Berlin, inklusive Umstieg, liegt im Regelfall im Bereich von deutlich über 12 Stunden, je nach Verbindung. Von São Luís nach Barreirinhas fahren Linienbusse und Minivans, die Fahrt dauert mehrere Stunden. Alternativ bieten Agenturen private Transfers an. Eine Anreise per Bahn ist nicht sinnvoll, da es keine direkte Fernzugverbindung in diese Region gibt. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, muss sich auf längere Fahrzeiten, tropische Bedingungen und teils einfache Straßen einstellen. - Öffnungszeiten
Der Parque Nacional dos Lencois Maranhenses ist als Naturschutzgebiet grundsätzlich ganzjährig zugänglich, bestimmte Bereiche können jedoch saisonal oder aus Sicherheitsgründen gesperrt sein. Es gibt keine klassische Eintrittspforte wie bei einem Museum, aber für viele Touren sind registrierte Geländewagen und offizielle Zugänge vorgesehen. Öffnungszeiten einzelner Besucherzentren, Touranbieter und Bootsanleger können variieren. Es empfiehlt sich, vor der Reise die aktuellen Hinweise bei lokalen Tourismusbehörden, der Stadt Barreirinhas oder offiziellen Informationsstellen des Nationalparks zu prüfen. Kurzfristige Änderungen, etwa wegen Witterung oder Naturschutzauflagen, sind möglich. - Eintritt
Für den Zugang zum Schutzgebiet selbst wurde in verschiedenen Quellen berichtet, dass kein klassischer Eintritt wie an einer Kasse erhoben wird, zugleich fallen für organisierte Touren Kosten an. Da sich Preisstrukturen für Ausflüge und Transporte ändern können und von Anbieter, Saison und Gruppengröße abhängen, sollten Reisende aktuelle Informationen direkt bei seriösen Agenturen oder ihrem Hotel einholen. Es ist sinnvoll, einen finanziellen Spielraum einzuplanen, da Exkursionen mit Geländewagen, Booten oder Kleinflugzeugen zu den Hauptkostenpunkten vor Ort gehören. Für eine erste Orientierung können deutschsprachige Reiseführer und Informationen internationaler Reiseveranstalter dienen, konkrete Beträge sollten aber zeitnah vor der Buchung abgefragt werden. - Beste Reisezeit (Saison, Tageszeit, Andrang)
Das Klima in Lençois Maranhenses ist tropisch mit einer ausgeprägten Regen- und Trockenzeit. Allgemein gilt: Die spektakulärsten Lagunenbilder ergeben sich in den Monaten nach der Hauptregenzeit, wenn die Becken gut gefüllt sind. Zwischen Jahresanfang und Mitte des Jahres fällt in der Region üblicherweise besonders viel Regen, während in der zweiten Jahreshälfte die Trockenzeit dominiert. Viele Reiseexpertinnen und -experten empfehlen daher einen Besuch in einer Phase, in der die Lagunen gut gefüllt, aber das Wetter bereits stabiler ist. Da Niederschlagsmuster schwanken können, sollten aktuelle Einschätzungen bei lokalen Anbietern, brasilianischen Wetterdiensten oder aktuellen Reiseberichten seriöser Medien eingeholt werden. Innerhalb eines Tages sind die frühen Morgenstunden und später Nachmittag beziehungsweise der Sonnenuntergang besonders beliebt, da Licht und Temperaturen angenehmer sind. In den Ferienzeiten Brasiliens kann der Andrang an den bekanntesten Zugängen steigen. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren
In Barreirinhas und der Region Maranhão wird Portugiesisch gesprochen. Englisch ist in touristischen Strukturen teilweise verbreitet, insbesondere bei Reiseagenturen, Hotels und einigen Guides, aber nicht flächendeckend. Deutsch wird nur selten gesprochen. Für Reisende aus Deutschland kann ein Grundwortschatz Portugiesisch oder eine Übersetzungs-App hilfreich sein.
Brasilien nutzt die Währung Real (BRL). In vielen Hotels, Restaurants und bei etablierten Agenturen werden internationale Kreditkarten akzeptiert. Kleinere Betriebe und lokale Angebote bevorzugen häufig Bargeld. Es ist ratsam, neben einer Kreditkarte auch etwas lokale Währung dabei zu haben. Girocard (früher EC-Karte) kann je nach Bank und Netzunterstützung an einigen Geldautomaten funktionieren, entscheidend sind aber international nutzbare Karten (z. B. Visa, Mastercard). Mobile Payment per Smartphone ist in brasilianischen Großstädten verbreitet; in kleineren Orten kann die Nutzung eingeschränkt sein.
Trinkgeld („gorjeta“) ist in Brasilien üblich. In vielen Restaurants ist eine Servicepauschale von etwa 10 Prozent bereits auf der Rechnung ausgewiesen. Wenn kein Service vermerkt ist und der Service gut war, wird häufig ein Trinkgeld in ähnlicher Höhe gegeben. Bei Guides und Fahrern sind freiwillige Trinkgelder je nach Zufriedenheit verbreitet.
Für den Besuch der Dünen sind leichte, schnell trocknende Kleidung, eine Kopfbedeckung, Sonnenbrille sowie ausreichend Sonnenschutz (hoher Lichtschutzfaktor) wichtig. Barfußgehen im Sand ist möglich, kann jedoch je nach Tageszeit aufgrund der Hitze unangenehm sein; leichte Sandalen oder Wasserschuhe können hilfreich sein. Wegen der starken Sonneneinstrahlung sollte genügend Trinkwasser mitgenommen werden. Beim Baden in den Lagunen ist Rücksicht auf die Umwelt geboten, der Einsatz von umweltfreundlichen Sonnenschutzmitteln ist empfehlenswert.
Fotografieren ist am und im Park generell erlaubt, doch sollten Drohnen nur mit vorheriger Genehmigung genutzt werden, da Naturschutzbestimmungen und Sicherheitsaspekte zu beachten sind. Zudem ist die Privatsphäre anderer Besucher und der lokalen Bevölkerung zu respektieren. - Einreisebestimmungen
Brasilien liegt außerhalb der EU und des Schengenraums. Einreisebestimmungen können sich ändern. Deutsche Staatsbürger sollten vor einer Reise nach Barreirinhas und in den Parque Nacional dos Lencois Maranhenses die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich Informationen zu Visaregeln, erforderlichen Reisedokumenten, Gesundheits- und Impfempfehlungen sowie Hinweise zur Sicherheitslage. Für Reisen außerhalb Europas ist in der Regel eine separate Auslandskrankenversicherung sinnvoll, da die deutsche gesetzliche Krankenversicherung Behandlungen in Brasilien meist nicht oder nur eingeschränkt abdeckt.
Zusätzlich ist die Zeitverschiebung zu beachten: Der Bundesstaat Maranhão liegt in einer Zeitzone westlich Mitteleuropas. Je nach Jahreszeit (Mitteleuropäische Zeit / Mitteleuropäische Sommerzeit sowie potenzielle brasilianische Regelungen) kann die Differenz einige Stunden betragen. Es empfiehlt sich, kurz vor der Abreise die aktuelle Zeitdifferenz über seriöse Zeitzonen-Tools oder Fluggesellschaften zu kontrollieren.
Warum Parque Nacional dos Lencois Maranhenses auf jede Barreirinhas-Reise gehört
Wer einmal vor einer der Lagunen von Lençois Maranhenses steht, versteht schnell, warum dieser Nationalpark für viele als Höhepunkt einer Brasilienreise gilt. Der Moment, in dem man nach einer kurzen Wanderung über die Dünen auf die erste türkisfarbene Wasserfläche blickt, ist für zahlreiche Reisende der Inbegriff von „Once-in-a-lifetime-Erlebnis“. Die Kombination aus Stille, Windgeräuschen im Sand und dem Kontrast der Farben sorgt für eine Atmosphäre, die viele Besucher als meditativer beschreiben als den Trubel bekannter Großstädte wie Rio de Janeiro.
Aus deutscher Perspektive ist der Vergleich mit heimischen Landschaften schwierig, da es nichts wirklich Ähnliches gibt. Während die Nord- und Ostseestrände etwa flach und vegetationsreich sind, präsentiert sich Lençois Maranhenses als beinahe abstrakte Landschaft. Höchstens wer schon auf den höchsten Wanderdünen der Ostsee oder in der Wüste Erg Chegaga in Marokko war, kann sich eine vage Vorstellung machen – doch die Süßwasserlagunen sind ein Alleinstellungsmerkmal, das diese brasilianische Region stark von anderen Dünengebieten abgrenzt.
Neben dem Naturerlebnis spielt auch die Begegnung mit der lokalen Kultur eine Rolle. In Barreirinhas und den Dörfern entlang des Rio Preguiças, etwa im Ort Mandacaru mit seinem Leuchtturm, erleben Gäste das Alltagsleben im Nordosten Brasiliens: einfache Häuser, kleine Restaurants mit regionaler Küche, Boote entlang des Flusses. Typische Gerichte der Region, die in Reiseberichten hervorgehoben werden, sind etwa Fisch- und Meeresfrüchtegerichte, Reis-Bohnen-Kombinationen und lokale Spezialitäten wie „arroz de cuxá“ aus Maranhão.
Ein beliebtes Element vieler Reisen ist die Kombination von Dünen und Flusslandschaft: Bootsausflüge auf dem Rio Preguiças führen durch Mangroven und an kleinen Siedlungen vorbei bis zu Küstenorten wie Atins, wo sich Strand und Kitesurfen mit dem Zugang zu entlegeneren Dünenbereichen verbinden lassen. Renommierte deutsche Reiseverlage heben hervor, dass die Region sich zunehmend zu einem Hotspot für Wassersport entwickelt, gleichzeitig aber ihr eher entspanntes, wenig urbanes Gesicht behält.
Für nachhaltig orientierte Reisende stellt sich die Frage, wie sich der Besuch des Nationalparks möglichst umweltschonend gestalten lässt. Die Verwaltung des Parks und Umweltorganisationen raten dazu, geführte Touren zertifizierter Anbieter zu wählen, keine Abfälle im Gebiet zu hinterlassen, sensible Vegetation nicht zu betreten und Lärm zu vermeiden. Auch sollte beim Baden darauf geachtet werden, die Lagunen nicht zu verschmutzen und keine Seifen oder Chemikalien zu verwenden. Die Wahl lokaler Anbieter und Unterkünfte unterstützt zudem direkt die Bevölkerung vor Ort.
Insgesamt lässt sich sagen: Wer bereit ist, den längeren Anreiseweg von Deutschland aus auf sich zu nehmen, wird mit einem Naturerlebnis belohnt, das weit über das hinausgeht, was klassische Strandziele bieten. Der Besuch von Lençois Maranhenses lässt sich gut mit weiteren Stationen im Nordosten Brasiliens kombinieren, etwa mit São Luís, den Stränden von Jericoacoara oder einem Abstecher in andere Bundesstaaten. Je nach Reisestil können Individualreisen, Bausteine über Spezialveranstalter oder geführte Gruppenrundreisen gute Optionen sein.
Lençois Maranhenses in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien hat sich der Parque Nacional dos Lencois Maranhenses zu einem der beliebtesten Fotomotive Brasiliens entwickelt. Reise-Influencer, Fotografen und Individualreisende teilen regelmäßig Aufnahmen von Dünenkämmen, Lagunen und Sonnenuntergängen – oft aus Perspektiven, die eher an Kunstfotografie als an klassische Urlaubsbilder erinnern. Hashtags mit dem Namen des Parks erzielen beachtliche Reichweiten, und viele Nutzer entdecken die Region überhaupt erst durch virale Clips auf Plattformen wie Instagram oder TikTok.
Lençois Maranhenses — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Lençois Maranhenses
Wo liegt Lençois Maranhenses genau?
Lençois Maranhenses liegt im Nordosten Brasiliens im Bundesstaat Maranhão, an der Atlantikküste östlich der Hauptstadt São Luís. Der wichtigste Zugangsort für Besucher ist die Stadt Barreirinhas, die am Fluss Rio Preguiças liegt. Von dort aus starten die meisten Geländewagen- und Bootstouren in den Parque Nacional dos Lencois Maranhenses.
Ist Lençois Maranhenses eine echte Wüste?
Obwohl das Dünenmeer von Lençois Maranhenses wie eine Wüste aussieht, handelt es sich geologisch nicht um eine klassische Wüste. Der Nationalpark erhält deutlich mehr Niederschlag als typische Wüstengebiete, weshalb sich in den Senken zwischen den Dünen während der Regenzeit Süßwasserlagunen bilden. Fachinstitutionen in Brasilien bezeichnen das Gebiet deshalb häufig als besondere Küstendünenlandschaft mit ungewöhnlich hoher Regenmenge.
Wann ist die beste Reisezeit für den Parque Nacional dos Lencois Maranhenses?
Als besonders lohnend gelten generell die Monate nach der Regenzeit, wenn die Lagunen gut mit Wasser gefüllt sind, aber bereits stabilere Wetterbedingungen herrschen. Die Regenzeit konzentriert sich in der Region im ersten Halbjahr, während das zweite Halbjahr trockener ist. Da das Klima schwanken kann, sollten Reisende vor der Planung aktuelle Empfehlungen bei lokalen Anbietern und seriösen Informationsquellen einholen. Innerhalb eines Tages sind Morgen- und späte Nachmittagsstunden wegen Licht und Temperatur besonders angenehm.
Wie erreicht man Lençois Maranhenses von Deutschland aus?
Von Deutschland aus führt der Weg in der Regel per Flug über internationale Drehkreuze wie São Paulo, Rio de Janeiro oder europäische Hubs nach São Luís im Bundesstaat Maranhão. Direkte Flugverbindungen zwischen deutschen Flughäfen und São Luís sind derzeit unüblich. Ab São Luís geht es meist mit Bus, Minivan oder organisiertem Transfer mehrere Stunden landeinwärts nach Barreirinhas. Eine Bahnreise bis in die Region ist praktisch nicht möglich, da es kein vergleichbares Fernzugnetz gibt wie in Europa.
Ist ein Besuch von Lençois Maranhenses für Familien geeignet?
Viele Familien besuchen den Parque Nacional dos Lencois Maranhenses, da die Lagunen bei ruhigen Bedingungen zum Baden geeignet sein können und Kinder die Dünen als „natürlichen Abenteuerspielplatz“ erleben. Allerdings sollten Eltern beachten, dass Sonneneinstrahlung, Hitze und Transfers im Geländewagen oder Boot für kleinere Kinder anstrengend sein können. Ausreichender Sonnenschutz, Wasser, Pausen und eine realistische Einschätzung der Belastbarkeit sind wichtig. Es empfiehlt sich, familienfreundliche Touren bei erfahrenen, lizenzierten Anbietern zu buchen.
Mehr zu Lençois Maranhenses auf AD HOC NEWS
Mehr zu Lençois Maranhenses auf AD HOC NEWS:
Alle Beiträge zu „Lençois Maranhenses" auf AD HOC NEWS ansehen ?Alle Beiträge zu „Parque Nacional dos Lencois Maranhenses" auf AD HOC NEWS ansehen ?
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
