Leshan Da Fo, Leshan

Leshan Da Fo zwischen Felswand und Flusslandschaft

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 15:03 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Leshan Da Fo bei Leshan in China ist ein monumentaler Buddha im Fels über dem Zusammenfluss dreier Flüsse und verbindet Landschaft und Skulptur auf besondere Weise.

Fotorealistische Ansicht von Leshan Großer Buddha in Leshan, China im Abendlicht
Fotorealistische Panoramaaufnahme von Leshan Großer Buddha in Leshan China, warmes Abendlicht auf Wahrzeichen, Illustration mit AI erstellt.

Leshan Da Fo ist eine monumentale Buddhafigur, die bei der Stadt Leshan in der chinesischen Provinz Sichuan direkt aus einer steilen Felswand herausgearbeitet wurde und über dem Zusammenfluss dreier Flüsse steht. Die Statue entstand in der Tang-Dynastie zwischen dem frühen 8. und dem Beginn des 9. Jahrhunderts und prägt die Flusslandschaft an dieser Stelle bis heute als überdimensionale Skulptur im roten Sandstein.

Leshan Da Fo als Felsbuddha über den Flüssen

Leshan Da Fo ist eine sitzende Darstellung des Maitreya-Buddha, die direkt in die Klippe von Lingyunshan bei Leshan gehauen wurde und sich über den Flusslauf erhebt. Die Figur steht an der Stelle, an der Min Jiang, Qingyi Jiang und Dadu He zusammenführen und eine breite Wasserfläche bilden, deren Ufer von Felsbänken und Hängen eingefasst werden.Der Standort am Zusammenfluss der drei Flüsse macht den Buddha zu einem landschaftlich klar gefassten Punkt zwischen Wasser und Fels.

Die Statue erreicht eine Höhe von etwa 71 m und ist damit eine der größten vorindustriellen Steinfiguren der Welt.Die Dimensionen mit rund 71 Metern Höhe lassen sich an den einzelnen Körperteilen ablesen, deren Maße sich an den Felswänden abzeichnen. Die Schultern sind so breit, dass sie fast die Fläche eines kleineren Spielfelds decken, und die Hände liegen als eigene Terrassen vor dem Körper, auf denen Menschen im Vergleich zur Figur sehr klein wirken.

Tang-Dynastie und UNESCO-Welterbe

Der Bau von Leshan Da Fo begann im Jahr 713 während der Tang-Dynastie und wurde nach mehreren Jahrzehnten Arbeit im Jahr 803 abgeschlossen.Die Bauzeit von 713 bis 803 erstreckt sich über etwa neunzig Jahre, in denen mehrere Generationen von Bildhauern und Helfern an der Felswand arbeiteten. Die Anlage entstand in einer Epoche, in der der Buddhismus in China bereits fest verankert war und monumentale Felsbauten in verschiedenen Regionen entstanden.

Die Figur gehört zur Maitreya-Tradition und zeigt den Buddha in sitzender Haltung mit leicht nach vorn geneigtem Oberkörper, den Händen auf den Knien und einem ruhigen Gesichtsausdruck.Die Einordnung in die Tang-Dynastie macht Leshan Da Fo zu einem Beispiel für religiöse Skulptur dieser Zeit. Der Felsbuddha ist Teil des Landschaftsgebiets mit dem Emei Shan, das seit 1996 als gemischtes Natur- und Kulturerbe in der Welterbeliste verzeichnet ist, wobei die Kombination aus Gebirge, Wald und Felsfiguren als charakteristisch gilt.

Figur, Felswand und Details im Maßstab

Die Figur ist in den roten Sandstein einer hohen Klippe eingeschnitten, deren Oberfläche in unterschiedlichen Felsterrassen gegliedert ist, und füllt fast die gesamte sichtbare Wandfläche zwischen oberen Plattformen und dem Uferbereich. Kopf, Schultern, Knie und Füße bilden eine klare vertikale Staffelung, die den Verlauf der Felswand strukturiert und gleichzeitig eine Achse zwischen der oberen Kante und der Wasserlinie bildet.

Die einzelnen Partien des Körpers sind jeweils monumental ausgearbeitet: Die Ohren sind mehrere Meter lang und liegen eng an der Felswand an, die Nase verläuft über einen großen Teil des Gesichts, und die Augen sind als breite Öffnungen in der Fassade erkennbar. Die Hände ruhen vor den Knien auf einer vorgelagerten Felsbank, in deren Nähe Treppen und Wege verlaufen, die durch in den Fels geschlagene Passagen und Stufen erreichbar sind.Die Klippe mit dem in den roten Sandstein geschnittenen Buddha zeigt an manchen Stellen zusätzliche Vertiefungen und Nischen, die zum Gesamtbild der Skulptur gehören.

Leshan Da Fo besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Leshan Da Fo liegt am Rand der Stadt Leshan in der Provinz Sichuan, südlich von Chengdu, und ist über Straßenverbindungen sowie Bahnstrecken erreichbar, die beide Städte verbinden.
  • Der Zugang zur Felswand erfolgt über Wege mit zahlreichen Stufen, die entlang des Hangs verlaufen und teilweise schmal sind, sodass auf dem Gelände mit Treppen und Wechseln in der Höhenniveau gerechnet werden muss.
  • Der Buddha ist in ein größeres Landschafts- und Tempelgebiet eingebettet, in dem weitere Bauwerke und Aussichtspunkte an den Hängen des Lingyunshan liegen, die teils direkt auf Felsbändern oberhalb der Flüsse angeordnet sind.
  • Amtssprache ist Chinesisch, gezahlt wird in Renminbi.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Leshan Da Fo auf Social-Media-Plattformen

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Leshan Da Fo: häufige Fragen

Wo liegt Leshan Da Fo genau?

Der Buddha liegt bei der Stadt Leshan in der Provinz Sichuan in China an einer Felswand des Lingyunshan über dem Zusammenfluss von Min Jiang, Qingyi Jiang und Dadu He.

Was bietet ein Besuch von Leshan Da Fo?

Ein Besuch führt entlang von Wegen und Treppen an der Felswand vorbei zu verschiedenen Aussichtspunkten auf die monumentale Buddhafigur und die Flusslandschaft darunter.

Was kennzeichnet Leshan Da Fo besonders?

Leshan Da Fo ist ein in roten Sandstein gehauener, sitzender Maitreya-Buddha aus der Tang-Dynastie mit einer Höhe von rund 71 m an einem markanten Zusammenfluss dreier Flüsse.

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