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Li-Fluss Guilin: Wie Li Jiang Chinas Märchenlandschaft formt

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 07:40 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Zwischen Nebel, Karstbergen und stillen Dörfern: Der Li-Fluss Guilin, lokal Li Jiang genannt, gilt als eine der poetischsten Landschaften Chinas und prägt seit Jahrhunderten Kunst, Literatur und Reisen – was macht ihn für Besucher aus Deutschland so besonders?

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Wenn sich der Morgennebel über den Karstbergen rund um Guilin hebt, gleitet der Li-Fluss Guilin – auf Chinesisch Li Jiang (sinngemäß „Li-Fluss“) – fast lautlos an Zuckerhutbergen, Reisterrassen und kleinen Fischerdörfern vorbei. Es ist eine Landschaft, die seit Jahrhunderten Dichter, Maler und Reisende begeistert und heute zu den ikonischen Naturkulissen Chinas zählt. Für viele gilt sie als Inbegriff der romantischen chinesischen Flusslandschaft, die man von Tuschezeichnungen und traditionellen Rollbildern kennt.

Li-Fluss Guilin: Das ikonische Wahrzeichen von Guilin

Der Li-Fluss Guilin gilt als eine der bekanntesten Flusslandschaften Chinas und erstreckt sich zwischen der Stadt Guilin und der Kleinstadt Yangshuo durch eine Kette spektakulärer Karstberge. Der Fluss entspringt in den südchinesischen Bergen und schlängelt sich dann über viele Kilometer durch die Provinz Guangxi. Für den deutschsprachigen Raum ist er vor allem als landschaftliches Wahrzeichen und als klassisches Motiv chinesischer Landschaftsmalerei bekannt.

Reiseführer wie der deutschsprachige Marco-Polo- und der Dumont-Reiseführer zu China sowie Magazine wie GEO und National Geographic Deutschland betonen übereinstimmend, dass die Fahrt auf dem Li-Fluss zwischen Guilin und Yangshuo zu den eindrücklichsten Naturerlebnissen des Landes gehört. Sie beschreiben, wie sich entlang des Flusses teils freistehende, steil aufragende Karstfelsen aus Kalkstein erheben, die oft von Bambus, Buschwerk und Terrassenfeldern eingerahmt sind. Diese besondere Geologie macht die Region zu einem wiedererkennbaren Symbol chinesischer Naturästhetik.

Auch die chinesischen Tourismusbehörden, unter anderem die offizielle Verwaltung für Kultur und Tourismus in Guangxi sowie die Stadt Guilin, bewerben den Li-Fluss als eine der bedeutendsten Attraktionen des Landes. Sie heben hervor, dass die Landschaft des Li Jiang auf Banknoten der chinesischen Währung und in zahllosen Kunstwerken verewigt wurde. Damit nimmt der Fluss im nationalen Selbstbild eine ähnliche Rolle ein wie etwa der Rhein oder die Mosel in Deutschland als romantisierte Landschaften in Literatur und Kunst.

Für Reisende aus Deutschland ist der Li-Fluss Guilin gleich in mehrfacher Hinsicht relevant: Er steht für eine andere Naturwahrnehmung, für eine long etablierte Verbindung von Landschaft und Kultur und bietet zugleich einen gut erschlossenen Zugang in die südchinesische Provinz Guangxi, die sich touristisch deutlich von Metropolen wie Beijing oder Shanghai unterscheidet. Wer eine Rundreise durch China plant, inkludiert häufig den Abschnitt Guilin–Yangshuo als Kontrast zu den großen Städten.

Geschichte und Bedeutung von Li Jiang

Die Geschichte des Li Jiang ist eng mit der Entwicklung der Stadt Guilin und der südchinesischen Kultur verbunden. Schon in der Zeit der Qin- und Han-Dynastie (3. Jahrhundert v. Chr. bis 3. Jahrhundert n. Chr.) war die Region ein wichtiger Schnittpunkt zwischen Nord- und Südchina. Flüsse wie der Li Jiang dienten als Transportwege für Salz, Reis und andere Handelsgüter und waren zugleich Lebensgrundlage für die ländliche Bevölkerung.

Chinesische Geschichtsdarstellungen und kulturhistorische Abhandlungen, etwa in Werken über die Geschichte Guangxis oder in Einführungen zur chinesischen Landschaftsmalerei, verweisen darauf, dass die Karstberge rund um den Li-Fluss bereits während der Tang-Dynastie (618–907) als besonders malerisch galten. Dichter und Gelehrte widmeten ihnen Gedichte und Reiseberichte, die im chinesischen Kanon einen festen Platz haben. Kunsthistoriker betonen, dass die sanft fließenden Wasser, die nebelverhangenen Berge und die einfachen Boote auf vielen klassischen Tuschzeichnungen direkt auf Vorbildern am Li Jiang basieren.

Auch im 20. Jahrhundert blieb der Fluss symbolträchtig: Mit dem Aufkommen des, für chinesische Touristen populären, Binnenreiseverkehrs wurde die Strecke Guilin–Yangshuo zu einem der früh erschlossenen Ausflugsziele. Staatliche Tourismusstrategien in der Volksrepublik China, insbesondere seit den Reformen ab Ende der 1970er-Jahre, förderten die Region als Beispiel „traditioneller chinesischer Natur“. Deutsche und internationale Reiseführer berichten übereinstimmend, dass Guilin damit schon relativ früh auf den touristischen Landkarten westlicher Reisender auftauchte und sich als Name eingeprägt hat.

Der Li-Fluss ist kulturgeschichtlich nicht nur als Naturkulisse bedeutend, sondern auch als Projektionsfläche für philosophische und literarische Traditionen. Daoistische und konfuzianische Texte sowie später buddhistisch geprägte Landschaftsdarstellungen nutzen Fluss- und Bergmotive, um die Harmonie zwischen Mensch und Natur zu symbolisieren. Diese Harmonie wird in der Region Guilin–Yangshuo bis heute bewusst inszeniert – etwa über kleine Dörfer, Reisterrassen und noch verbliebene traditionelle Fischerei mit Kormoranen.

Für Leserinnen und Leser aus Deutschland lohnt es sich, diese kulturelle Dimension mitzudenken: Der Blick auf den Li Jiang ist auch ein Blick auf eine jahrhundertelang gepflegte Idee von Landschaft, die sich deutlich von europäischen Traditionen unterscheidet. Während der Rhein etwa oft mit Burgen, Weinbau und romantischer Literatur verknüpft ist, steht der Li-Fluss eher für Stille, Nebel, Meditation und das Zusammenspiel von Wasser, Berg und menschlicher Arbeit in den Reisfeldern.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Streng genommen ist der Li-Fluss Guilin keine architektonische Sehenswürdigkeit, sondern ein natürliches Landschaftsbild. Dennoch ist er untrennbar mit menschlichen Bauwerken verbunden: Dörfer, kleine Tempel, einfache Brücken und Uferbefestigungen säumen seinen Verlauf. Viele dieser Strukturen folgen regionalen Bautraditionen, etwa Schindeldächer auf einfachen Holzhäusern, kleine Pagoden oder mit Steinplatten belegte Uferwege.

Kunsthistorische Darstellungen, etwa in Publikationen aus dem Umfeld von National Geographic oder GEO, betonen, dass der Li Jiang zu den prägenden Motiven der chinesischen Landschaftsmalerei zählt. Typisch ist die Darstellung von sanft fließendem Wasser vor stilisierten, fast abstrakt wirkenden Karstbergen. Die Bilder arbeiten oft mit Negativraum – leeren Flächen, die Nebel suggerieren – und setzen wenige, gezielte Pinselstriche für Boote oder Bäume. So entsteht eine ruhige, fast kontemplative Stimmung.

Ein markantes Merkmal der Region ist die geologische Form der Karstlandschaft. Die steilen, aus Kalkstein bestehenden Berge entstehen über lange Zeiträume durch Lösungsvorgänge im Gestein und Erosion. Die chinesische Provinz Guangxi gehört zu den weltweit bekannten Karstgebieten; internationale Fachliteratur vergleicht die Formationen rund um Guilin und Yangshuo mit anderen Karstregionen in Südostasien. Für Reisende wirkt die Landschaft fast wie eine Bühnenkulisse: Die Berge stehen häufig einzeln oder in kleinen Gruppen im Flusstal, zwischen ihnen liegen Felder, Dörfer und Wasserflächen.

Ein künstlerisch besonders herausgestelltes Detail ist der sogenannte „Nine-Horse Fresco Hill“, ein Karstfelsen, in dem die natürliche Struktur so interpretiert wird, dass sie neun Pferde in Bewegung zeigt. Solche visuellen Deutungen sind typisch für die chinesische Wahrnehmung von Landschaft und werden auch in lokalen Führungen thematisiert. Sie verdeutlichen, wie stark kulturelle Vorstellungskraft in die Betrachtung der Natur einfließt.

Der Li-Fluss Guilin ist zudem in modernen Medien präsent. China-Reisereportagen in deutschen und internationalen Zeitungen wie der Süddeutschen Zeitung oder der FAZ greifen die Region regelmäßig als Beispiel für die Spannung zwischen gewachsenem Landschaftsbild und touristischer Erschließung auf. Fotoserien in Magazinen zeigen meist Boote mit flachen Rümpfen, die ruhig über das Wasser gleiten, während im Hintergrund schmale Berge aufragen – ein Motiv, das in sozialen Medien tausendfach reproduziert wird.

Für Reisende aus Deutschland ist ein weiterer besonderer Aspekt die Abendstimmung auf dem Fluss und in Orten wie Yangshuo. Dort wird die Landschaft oft mit Lichtinstallationen, Shows und Bootstouren inszeniert. Diese moderne Inszenierung hebt sich deutlich von der traditionellen, stilleren Wahrnehmung ab und zeigt, wie stark sich touristische Erwartungen verändern.

Li-Fluss Guilin besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Li-Fluss liegt in der südchinesischen Provinz Guangxi, die Stadt Guilin dient als wichtigste Ausgangsbasis. Aus Deutschland ist Guilin in der Regel über große Drehkreuze wie Beijing, Shanghai, Guangzhou oder Hongkong erreichbar. Flüge von Frankfurt, München oder Berlin führen meist zunächst in eine dieser Metropolen, von dort geht es mit Inlandsflügen oder der Bahn weiter nach Guilin. Die Gesamtflugzeit inklusive Umstieg liegt häufig im Bereich von rund 14 bis 18 Stunden, je nach Verbindung. Innerhalb Chinas ist Guilin über das Hochgeschwindigkeitsbahnnetz angebunden, was für Reisende, die mehrere Städte kombinieren, interessant ist.
  • Bootsfahrten und Zugänglichkeit
    Die klassische Art, den Li-Fluss zu erleben, ist eine Bootsfahrt zwischen Guilin und Yangshuo. Verschiedene Anbieter – von größeren Ausflugsschiffen bis zu kleineren Booten – bedienen diese Strecke. Deutsche und internationale Reiseführer berichten, dass organisierte Tagesfahrten den Standard bilden: Start am Vormittag in Guilin, Ankunft am Nachmittag in Yangshuo. Alternativ gibt es kürzere Abschnitte und Flussfahrten näher an Guilin oder Ausflüge mit Bambusflößen auf Nebenarmen und angrenzenden Flüssen.
  • Öffnungszeiten
    Der Li-Fluss selbst hat keine klassischen Öffnungszeiten, da er ein Naturraum ist. Konkrete Bootsfahrten, Anlegestellen und Besucherzentren folgen jedoch festen Zeiten, die je nach Jahreszeit und Anbieter variieren können. Es gilt: Informationen zu Abfahrtszeiten und Verfügbarkeit sollten direkt bei lokalen Anbietern oder offiziellen Tourismusstellen in Guilin und Yangshuo eingeholt werden, da sich Fahrpläne und Betriebszeiten ändern können. Formulierungen in Reiseführern unterstreichen, dass sich gerade in Ferienzeiten und an Wochenenden die Angebote verdichten, während es außerhalb der Hauptsaison weniger Abfahrten geben kann.
  • Eintritt und Kosten
    Für den Fluss selbst wird kein Eintritt erhoben, wohl aber für organisierte Bootstouren und bestimmte Aussichtspunkte oder Parks entlang des Ufers. Deutschsprachige Reiseinformationen und internationale Medien berichten, dass reguläre Schifffahrten zwischen Guilin und Yangshuo typischerweise im Bereich einiger Dutzend Euro liegen, abhängig von Bootsgröße, Komfortklasse und Buchungsweg. Konkrete Preise schwanken und sollten aktuell geprüft werden; eine Umrechnung erfolgt meist von chinesischen Yuan (CNY) in Euro. Wegen Währungsschwankungen ist es sinnvoll, von ungefähren Kosten auszugehen und vor Reiseantritt aktuelle Angaben zu recherchieren.
  • Beste Reisezeit
    Die Region Guilin–Yangshuo hat ein subtropisches Klima mit warmen, teils heißen Sommern und relativ milden Wintern. Reise- und Wetterportale sowie deutschsprachige Reiseführer empfehlen häufig Frühling und Herbst als besonders angenehme Zeit für eine Flussfahrt: Die Temperaturen liegen dann moderat, häufig im Bereich von etwa 20 bis 25 °C, und die Landschaft ist entweder frisch grün oder in mildes Herbstlicht getaucht. Der Sommer kann schwül und regenreich sein, was zu höherem Wasserstand führt; der Winter ist meist trockener, kann aber kühl wirken. Nebel und Dunst, die das Landschaftsbild erst richtig mystisch erscheinen lassen, treten besonders in den Übergangszeiten auf.
  • Sprache vor Ort
    In Guilin und Yangshuo wird überwiegend Hochchinesisch (Mandarin) gesprochen, daneben existieren regionale Dialekte. Englisch ist in touristischen Bereichen wie Hotels, Reisebüros und bei organisierten Touranbietern vergleichsweise verbreitet, aber außerhalb des touristischen Umfelds weniger selbstverständlich. Deutsch wird nur selten gesprochen. Viele Reisende aus Deutschland verlassen sich auf Englisch als Verkehrssprache, die auf Beschilderungen und Informationsmaterial zunehmend berücksichtigt wird.
  • Zahlung und Trinkgeld
    China hat in den letzten Jahren massiv auf digitale Bezahlformen umgestellt. Mobile Payment per Apps ist sehr verbreitet, jedoch für ausländische Gäste häufig nur eingeschränkt nutzbar. Internationale Kreditkarten werden in größeren Hotels und bei etablierten Reiseveranstaltern zunehmend akzeptiert, während Bargeld in chinesischen Yuan (CNY) im Alltag nach wie vor wichtig bleibt. Für deutsche Reisende empfiehlt sich eine Kombination aus Kreditkarte und Bargeld. Trinkgeld ist in China traditionell weniger verbreitet als in Europa, hat aber in touristischen Kontexten an Bedeutung gewonnen. In Restaurants und bei einfachen Dienstleistungen ist Trinkgeld jedoch nicht zwingend erwartet, während bei individuellen Führungen oder besonderen Dienstleistungen eine kleine Anerkennung durchaus üblich sein kann.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Deutsche Staatsbürger sollten vor einer Reise nach China die aktuellen Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Visaregelungen, Gesundheitsanforderungen und Sicherheitsaspekte können sich ändern, und offizielle Informationen liefern den verlässlichsten Stand. Für Reisen nach China wird meist empfohlen, zusätzlich zu einer regulären Krankenversicherung eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, die medizinische Versorgung und Rücktransport abdeckt. Innerhalb der EU gilt die europäische Krankenversicherungskarte, für China jedoch müssen gesonderte Vorkehrungen getroffen werden.
  • Zeitverschiebung
    China nutzt eine einheitliche Landeszeit. Im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) liegt die Zeit in China in der Regel mehrere Stunden voraus. Für die Planung von Flügen und Kommunikation ist es sinnvoll, diese Zeitdifferenz zu berücksichtigen, insbesondere bei Telefonaten oder Online-Meetings mit Deutschland während einer Reise.

Warum Li Jiang auf jede Guilin-Reise gehört

Für viele Reisende ist der Li-Fluss Guilin der emotionale Höhepunkt einer Südchina-Reise. Die Kombination aus langsam ziehenden Booten, oft nebelverhangenen Karstbergen und traditionellen Dörfern erzeugt eine Atmosphäre, die sich deutlich von europäischen Flusslandschaften unterscheidet. Während man am Rhein Burgen und Städte passiert, blickt man hier auf Felder, Bambuswälder und spärlich bebaute Ufer.

Berichte in Reisemagazinen wie dem ADAC Reisemagazin oder GEO zeigen immer wieder, wie liiert das Naturerlebnis mit kulturellen Eindrücken ist: Fischer mit Kormoranen, Landwirte auf Feldern, kleine Garküchen in den Orten am Ufer. Gerade für Besucher aus Deutschland entstand daraus ein Bild von „traditionellem China“, das gleichzeitig von der Realität eingeholt wird: Moderne Hotels, touristische Shows, Cafés und Bars in Yangshuo gehören heute ebenso zum Erlebnis wie die Bootsfahrt selbst.

Ein wesentlicher Grund, den Li Jiang in eine Guilin-Reise zu integrieren, ist seine Rolle als Verbindung zwischen Stadt und Land. Guilin als Ausgangspunkt bietet städtische Infrastruktur, Museen und Parks; Yangshuo ist kleiner, stärker auf Tourismus ausgerichtet und fungiert als Basis für Radtouren, Wanderungen und Flussfahrten. Wer den Fluss erlebt, versteht schnell, warum chinesische Kunst und Literatur ihn über Jahrhunderte idealisiert haben.

Aus deutscher Perspektive ist zudem spannend, wie sich die Region positioniert: Die chinesischen Tourismusbehörden betonen in ihren Materialien die „typisch chinesische“ Ästhetik der Landschaft und stellen sie teils ikonisch dar, etwa auf Geldscheinen oder in großformatigen Werbeplakaten. Das offenbart ein Selbstverständnis, das man mit europäischen Entsprechungen vergleichen kann – ähnlich, wie das Matterhorn für die Schweiz oder das Brandenburger Tor für Deutschland als Wahrzeichen stehen.

Reisende, die über Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte nachdenken, finden im Li-Fluss Guilin ein ambivalentes Bild: Einerseits ist die Landschaft spektakulär und in Teilen noch relativ traditionell geprägt; andererseits führt der starke touristische Druck zu Veränderungen, etwa in Form großer Ausflugsschiffe, Infrastrukturprojekten und kommerzieller Inszenierung. Für ein bewusstes Reiseerlebnis lohnt es sich, neben der klassischen Bootsfahrt auch ruhigere Momente zu suchen – etwa frühmorgendliche Spaziergänge am Ufer oder den Blick von weniger frequentierten Aussichtspunkten.

Li-Fluss Guilin in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken ist der Li-Fluss Guilin seit Jahren ein motivstarkes Reiseziel. Kurzvideos zeigen meist dramatische Karstkulissen im ersten Morgenlicht oder Drohnenaufnahmen, die die Flusswindungen aus der Luft nachzeichnen. Viele Nutzerinnen und Nutzer präsentieren Momentaufnahmen von Bootsfahrten, Kormoranfischern oder Nachtmärkten, wodurch der Li Jiang als eine Mischung aus Naturerlebnis und kultureller Inszenierung wahrgenommen wird.

Häufige Fragen zu Li-Fluss Guilin

Wo liegt der Li-Fluss Guilin genau?

Der Li-Fluss Guilin verläuft in der Provinz Guangxi im Süden Chinas und verbindet die Stadt Guilin mit der kleineren Stadt Yangshuo. Guilin dient dabei als wichtiges touristisches Zentrum und Ausgangspunkt für Flussfahrten. Die Region liegt südlich von größeren Metropolen wie Wuhan oder Chengdu und ist per Inlandsflug oder Hochgeschwindigkeitsbahn erreichbar.

Warum ist der Li Jiang so berühmt?

Der Li Jiang ist berühmt für seine spektakuläre Karstlandschaft, die seit Jahrhunderten in chinesischer Kunst und Literatur dargestellt wird. Er gilt als eine der ikonischen Naturkulissen des Landes und ist auf zahlreichen Fotos, Gemälden und sogar chinesischen Banknoten zu sehen. Viele Reisende verbinden mit ihm das Bild der „klassischen“ chinesischen Flusslandschaft mit nebelverhangenen Bergen und ruhigem Wasser.

Wie kann man den Li-Fluss Guilin am besten erleben?

Die klassische Art des Erlebens ist eine Bootsfahrt zwischen Guilin und Yangshuo, meist im Rahmen einer organisierten Tagesreise. Ergänzend bieten sich kurze Flussfahrten auf Teilstücken, Fahrten mit Bambusflößen und Ausflüge zu Aussichtspunkten auf den Karstbergen an. Viele Reisende kombinieren die Bootsfahrt mit Übernachtungen in Yangshuo, von wo aus Wanderungen, Radtouren und weitere Ausflüge möglich sind.

Wann ist die beste Reisezeit für den Li Jiang?

Viele Reiseexperten empfehlen Frühling und Herbst als besonders angenehme Reisezeit, da Temperaturen und Luftfeuchtigkeit dann moderat sind und Nebel oder Dunst die Karstlandschaft häufig besonders atmosphärisch erscheinen lassen. Der Sommer ist meist wärmer und feuchter, während der Winter trockener, aber cooler ausfallen kann. Die Wahl der Reisezeit hängt auch von persönlichen Vorlieben und weiteren Zielen in China ab.

Ist eine Reise zum Li-Fluss Guilin für deutsche Reisende gut machbar?

Ja, der Li-Fluss Guilin lässt sich gut in eine China-Reise integrieren. Über internationale Flughäfen und das chinesische Hochgeschwindigkeitsbahnnetz ist Guilin von großen Städten aus erreichbar. Die touristische Infrastruktur in Guilin und Yangshuo ist vergleichsweise gut entwickelt, englischsprachige Angebote sind vorhanden. Deutsche Staatsbürger sollten vor der Reise die Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt prüfen und eine passende Auslandskrankenversicherung abschließen.

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