Longji Titian, Guilin

Longji Titian in Guilin: Terrassen zwischen Wald und Dörfern

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 15:05 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Longji Titian bei Guilin verbindet schmale Reisterrassen, BergwÀlder und Dörfer zu einer Landschaft, deren Linien sich stetig verÀndern.

Bauhaus-Poster als Abstraktion von Longji-Reisterrassen in Guilin, China
Bauhaus-Poster als geometrische Abstraktion von Longji-Reisterrassen in Guilin China, kraeftige Grundfarben und harte Formkanten, Illustration mit AI erstellt.

Longji Titian liegt im Kreis Longsheng nördlich von Guilin in der chinesischen Provinz Guangxi. Die Reisterrassen ziehen sich ĂŒber BerghĂ€nge, zwischen WĂ€ldern, Dörfern und WasserlĂ€ufen. Ihr prĂ€gendes Bild entsteht aus langen Kurven, kleinen Parzellen und der vertikalen Ordnung der Landschaft.

Longji Titian und die Linien am Berghang

Der Name Longji bedeutet „DrachenrĂŒcken“. Auf den HĂ€ngen von Longji folgt jede Parzelle dem GelĂ€nde. Die FeldrĂ€nder bilden geschwungene Linien, die sich an kleinen Erhebungen entlangziehen und grĂ¶ĂŸere Bergformen umkreisen.

Die Terrassen liegen in einem Gebiet mit mittleren und niedrigen Bergen. Das ausgewiesene System umfasst rund 237,70 Quadratkilometer. Die Höhenlage reicht im Terrassenraum von ungefÀhr 300 bis 1.916 Metern; die bewirtschafteten Felder konzentrieren sich auf die unteren und mittleren HÀnge.

Die FlĂ€chen sind nicht gleichförmig angelegt. Manche Felder erscheinen lang und schmal, andere schließen sich um kleine Kuppen. Zwischen den Parzellen verlaufen schmale DĂ€mme und WasserkanĂ€le. Gemeinsam bilden sie ein Muster, das aus der NĂ€he kleinteilig und aus der Ferne zusammenhĂ€ngend wirkt.

Longji Terraces in Guangxi gehören zum Landkreis Longsheng in der Stadt Guilin.

Longji Titian als landwirtschaftliches Kulturerbe

Die Geschichte der Anlage reicht ĂŒber viele Jahrhunderte zurĂŒck. FĂŒr Longji sind Bewirtschaftung und Terrassenbau seit mindestens rund 800 Jahren dokumentiert; die Entwicklung wird mit der Zeit der Yuan- und Ming-Dynastie verbunden.

Die Terrassen wurden von lokalen Gemeinschaften der Zhuang und Yao geprÀgt. Im vorgeschlagenen Gebiet stellen diese Bevölkerungsgruppen die Mehrheit. Han, Miao und Dong gehören ebenfalls zur regionalen Bevölkerung.

Longji ist deshalb nicht nur eine Abfolge von Reisfeldern. Zur Landschaft gehören Dörfer, Holz- und SteinhÀuser, Wege, BÀche, WÀlder und landwirtschaftliche FlÀchen. Die Felder liegen an den BerghÀngen, Siedlungen befinden sich zwischen oder oberhalb der AnbauflÀchen, wÀhrend WaldflÀchen die höheren Bereiche bedecken.

Die traditionelle Landwirtschaft kennt mehrere Reissorten. Tonghe-Reis, Longji-Duftklebreis und Diling-Rotklebreis werden im Zusammenhang mit dem regionalen Anbau genannt. Hinzu kommen Mais, SĂŒĂŸkartoffeln, Taro, Pfeffer und Tee.

Longji Terraces als Agrarsystem verbinden Reisbau, Waldnutzung, Viehzucht und regionale Kultur.

Longji Titian zwischen Wald, Wasser und Dörfern

Die Landschaft ist vertikal gegliedert. In den oberen Bereichen stehen WÀlder, an den mittleren HÀngen liegen Dörfer und Felder, wÀhrend BÀche und WasserlÀufe die unteren Bereiche durchziehen.

Die WĂ€lder bestehen aus BĂ€umen, Bambus, StrĂ€uchern, GrĂ€sern, Farnen und Moosen. FĂŒr das Gebiet werden mehr als 1.000 Pflanzenarten genannt. Zu den aufgefĂŒhrten Pflanzen gehören Kampfer, Ginkgo, Bambus, Tee, Pflaume, Birne und ZitrusgewĂ€chse.

Wasser gelangt ĂŒber Quellen, NiederschlĂ€ge und KanĂ€le in die Felder. An den TerrassenrĂ€ndern verlaufen Haupt- und NebenkanĂ€le. In einzelnen Bereichen kommen Bambusleitungen und weitere traditionelle Vorrichtungen zur Wasserverteilung hinzu.

Die FeldflĂ€chen speichern Wasser in den einzelnen Stufen. ÜberlĂ€ufe verbinden benachbarte Parzellen, sodass Wasser von höheren Bereichen in tiefer liegende Felder weitergegeben wird. Das System ist Teil der sichtbaren Landschaft und gehört zur landwirtschaftlichen Nutzung.

Das GelĂ€nde zeigt im Jahreslauf unterschiedliche ZustĂ€nde. Nach der BewĂ€sserung spiegeln die gefĂŒllten Felder den Himmel. Mit dem Wachstum des Reises erscheinen die HĂ€nge grĂŒn. Zur Ernte fĂ€rben sich die Parzellen goldgelb. In der kalten Jahreszeit prĂ€gen kahle DĂ€mme, Wald und Berglinien das Bild.

die Terrassen bei Guilin werden vor allem mit Ping’an, Dazhai, Jinkeng und weiteren Bergdörfern verbunden.

Longji Titian besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Longji Titian liegt nördlich von Guilin im Kreis Longsheng. Die Anreise fĂŒhrt ĂŒber Straßen von Guilin oder Longsheng in die Bergregion.
  • Das GelĂ€nde besteht aus steilen HĂ€ngen, schmalen Wegen, unregelmĂ€ĂŸigen Stufen und TerrassendĂ€mmen. SpaziergĂ€nge verlaufen zwischen Dörfern, WaldflĂ€chen und Reisfeldern.
  • Zu den regionalen Bereichen gehören Ping’an, das alte Zhuang-Dorf, Dazhai und die Jinkeng-Terrassen. Die Dörfer liegen in unterschiedlichen Höhenlagen.
  • Amtssprache ist Mandarin, gezahlt wird in Chinesischen Yuan.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Longji Titian auf Social-Media-Plattformen

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Longji Titian: hÀufige Fragen

Wo liegt Longji Titian?

Longji Titian liegt im Kreis Longsheng nördlich von Guilin in Guangxi, China. Die Terrassen verteilen sich ĂŒber eine Berglandschaft mit Dörfern und WĂ€ldern.

Was bietet ein Besuch?

Ein Besuch verbindet Landschaftsbeobachtung mit Wegen durch Terrassen, Dörfer und Wald. Sichtbar sind außerdem KanĂ€le, FeldrĂ€nder, HolzgebĂ€ude und landwirtschaftlich genutzte FlĂ€chen.

Was kennzeichnet Longji Titian?

Charakteristisch sind die geschwungenen Terrassenlinien an den BerghĂ€ngen. Zur Anlage gehören außerdem die Verbindung von Wald, Wasser, Reisfeldern und Siedlungen sowie die Kultur der Zhuang und Yao.

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