Longshan Si, Taipeh

Longshan Si in Taipeh: Hoftempel mit geschnitzten DĂ€chern

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 16:04 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Longshan Si in Taipeh gehört zu den Ă€ltesten Tempelanlagen der Stadt und verbindet klassische Qing-Zeit-Architektur mit dicht geschmĂŒckten Innenhöfen.

Fotorealistische Ansicht von Longshan-Tempel Taipeh in Taipeh, Taiwan im Abendlicht
Fotorealistische Panoramaaufnahme von Longshan-Tempel Taipeh in Taipeh Taiwan, warmes Abendlicht auf Wahrzeichen, Illustration mit AI erstellt.

Longshan Si in Taipeh ist ein historischer Tempelkomplex im Stadtteil Wanhua, dessen erste Anlage im 18. Jahrhundert in der Qing-Zeit entstand und der bis heute als klassischer Hoftempel mit reich verzierten DĂ€chern und Hallen erhalten ist.

Longshan Si: Tempelhof im alten Stadtteil Wanhua

Longshan Si liegt im heutigen Stadtbezirk Wanhua, der frĂŒher unter dem Namen Mengjia oder Bangka als einer der frĂŒhesten Siedlungskerne von Taipeh galt.Bang-ka als erster Teil Taipehs Der Tempel wurde im Jahr 1738 wĂ€hrend der Herrschaft der Qing-Dynastie von Han-chinesischen Siedlern aus der Provinz Fujian gegrĂŒndet, die sich im damaligen Manka angesiedelt hatten und einen zentralen Ort fĂŒr ihre religiösen Rituale und Versammlungen schufen.im Jahr 1738 wĂ€hrend der Qing-Dynastie Die Anlage ist vor allem der buddhistischen Bodhisattva Avalokiteshvara, im chinesischen Raum als Guanyin verehrt, gewidmet; daneben finden sich AltĂ€re fĂŒr weitere Gottheiten der chinesischen Volksreligion wie Mazu und Guan Yu.AltĂ€re fĂŒr weitere Gottheiten

Der Name Longshan Si geht auf einen Ă€lteren Longshan-Tempel im Kreis Jinjiang in Fujian zurĂŒck, der bereits im 7. Jahrhundert bestand und fĂŒr die Einwanderer aus den Kreisen Jinjiang, Nan’an und Hui’an ein Bezugspunkt war.Ă€lteren Longshan-Tempel im Kreis Jinjiang Longshan Si in Wanhua wurde als Zweigtempel dieser Herkunftsanlage verstanden und diente nicht nur als KultstĂ€tte, sondern auch als lokaler Versammlungsort und Zentrum der Gemeindestrukturen im damaligen Mengjia.Zentrum der Gemeindestrukturen

Architektur: SĂŒdfujianischer Hofgrundriss und geschnitzte DĂ€cher

Architektonisch folgt Longshan Si dem Bautyp eines traditionellen sĂŒdchinesischen Hoftempels aus der Minnan-Region, bei dem sich mehrere Hallen entlang einer zentralen Achse aneinanderreihen und durch offene Innenhöfe miteinander verbunden sind.Bautyp eines traditionellen Hoftempels Die Anlage ist als mehrteiliger Komplex mit einem vorderen Saal, weiteren Hallen und flankierenden Seitenbereichen angelegt; die Gesamtform entspricht einem geschlossenen, geradlinigen Tempelhof, wie er fĂŒr klassische Tempelbauten aus Fujian ĂŒberliefert ist.geschlossenem Tempelhof

Die DĂ€cher von Longshan Si sind in traditioneller Weise geschwungen ausgebildet und mit zahlreichen plastischen Verzierungen versehen, darunter Drachenfiguren, mystische Tiere und Reliefs aus der chinesischen Mythologie, die entlang der Firste und Dachkanten angeordnet sind.Drachenfiguren und Reliefs Besonders prĂ€gend ist die Holzbauweise mit fein geschnitzten TrĂ€gern, Sparren und Querbalken, die in den Innenhöfen und unter den VordĂ€chern sichtbar bleibt und die ÜbergĂ€nge zwischen den Hallen und den offenen Bereichen betont.Holzbauweise mit geschnitzten TrĂ€gern

Geschichtliche Schichten und spÀtere Erneuerungen

Die ursprĂŒnglichen GebĂ€ude aus der Zeit um 1738 wurden im Laufe der Jahrhunderte mehrfach beschĂ€digt, unter anderem durch starke Erdbeben und BrĂ€nde, sodass Longshan Si wiederholt umfassend instandgesetzt und in Teilen neu errichtet werden musste.Erdbeben und BrĂ€nde Zwischen 1919 und 1924 erfolgte eine groß angelegte Neugestaltung und Wiederherstellung des Tempelkomplexes unter der Leitung des aus Fujian stammenden Tempelbaumeisters Wang Yi-shun, der die heute sichtbare Struktur maßgeblich prĂ€gte und den klassischen Stil der Qing-Zeit in einer zusammenhĂ€ngenden Anlage ausformte.Neugestaltung unter Wang Yi-shun

In der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts wurde Longshan Si als bedeutendes historisches Bauwerk eingestuft; die Stadt Taipeh fĂŒhrte den Tempel als eine ihrer wichtigen historischen StĂ€tten, und die Anlage erhielt zusĂ€tzlich den Status eines nationalen Kulturguts in Taiwan.Status als historische StĂ€tte Damit ist Longshan Si heute sowohl als religiös genutzte Tempelanlage als auch als BaudenkmĂ€ler der Qing-Zeit und der frĂŒhen Stadtgeschichte von Taipeh anerkannt.

Longshan Si besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Longshan Si liegt im Stadtteil Wanhua im Westen von Taipeh; der Tempel befindet sich an der Guangzhou Street und ist mit der U-Bahn ĂŒber die Station Longshan Temple der Taipeh Metro sowie mit Stadtbussen erreichbar.
  • Der Zugang zu den Innenhöfen fĂŒhrt ĂŒber einige Stufen von der Straße in den Vorhof; innerhalb der Anlage gibt es weitere Treppen zwischen den Ebenen und Hallen, die einen sicheren Umgang mit Stufen erfordern.
  • In der Umgebung von Longshan Si liegen traditionelle MĂ€rkte und Ă€ltere StraßenzĂŒge von Wanhua, sodass ein Besuch des Tempels sich gut mit einem Rundgang durch das historische Stadtviertel verbinden lĂ€sst.
  • Amtssprache ist Chinesisch, gezahlt wird in Neuen Taiwan-Dollar.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Longshan Si auf Social-Media-Plattformen

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Longshan Si: hÀufige Fragen

Wo liegt Longshan Si in Taipeh?

Longshan Si steht im Stadtbezirk Wanhua im Westen von Taipeh, unweit des alten Siedlungskerns Mengjia und in der NĂ€he der Guangzhou Street.

Was bietet ein Besuch von Longshan Si?

Ein Besuch fĂŒhrt durch mehrere Innenhöfe und Hallen eines historischen Hoftempels mit reich dekorierten DĂ€chern, AltĂ€ren fĂŒr Guanyin und andere Gottheiten sowie zahlreichen Holzschnitzereien.

Was kennzeichnet Longshan Si besonders?

PrĂ€gend sind die Entstehung im Jahr 1738 durch Siedler aus Fujian, der klassische sĂŒdchinesische Hofgrundriss mit offenen Höfen und die mehrfach ĂŒberarbeitete Dachlandschaft mit Drachen- und Figurenreliefs.

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