Louvre Abu Dhabi, Abu Dhabi

Louvre Abu Dhabi: Wo Wüstenlicht auf Weltkunst trifft

25.05.2026 - 00:43:35 | ad-hoc-news.de

Im Louvre Abu Dhabi verschmelzen arabisches Wüstenlicht, moderne Architektur und Meisterwerke aus Jahrhunderten zu einem Museum, das Abu Dhabi und die VAE neu definiert – was macht diesen Ort für Reisende aus Deutschland so besonders?

Louvre Abu Dhabi, Abu Dhabi, Reise
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Wenn das Sonnenlicht durch die filigrane Kuppel des Louvre Abu Dhabi fällt, wirkt es, als würde ein künstlicher Sternenhimmel aus Lichtpunkten über dem Persischen Golf schweben. Das Museum Louvre Abu Dhabi verwandelt die Küstenlinie von Abu Dhabi in eine Bühne für Weltkunst – und erzählt zugleich eine Geschichte, in der sich Orient und Okzident ungewöhnlich harmonisch begegnen.

Louvre Abu Dhabi: Das ikonische Wahrzeichen von Abu Dhabi

Der Louvre Abu Dhabi ist mehr als ein Ableger des berühmten Pariser Louvre. Das Museum auf der Kulturinsel Saadiyat in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ist eine eigenständige Institution mit globalem Anspruch. Die offizielle Website des Museums und die französische Agentur Agence France-Muséums betonen, dass es als „erstes Universalmuseum der arabischen Welt“ konzipiert wurde – ein Haus, das Kunst und Artefakte aller Epochen und Kulturen nebeneinander zeigt.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist der Louvre Abu Dhabi gleich in mehrfacher Hinsicht spannend: Er vereint europäische und arabische Architektur, zeigt Meisterwerke aus dem Louvre in Paris und anderen großen französischen Museen und macht zugleich deutlich, wie stark Abu Dhabi in Kultur investiert. Medien wie „Die Zeit“ und „Süddeutsche Zeitung“ heben regelmäßig hervor, dass das Museum zu den wichtigsten Kulturprojekten der Golfregion zählt.

Atmosphärisch ist der Louvre Abu Dhabi kaum mit einem klassischen Stadtmuseum zu vergleichen. Die Anlage liegt direkt am Wasser, die Gebäude erscheinen wie ein weißes Museumsdorf unter einer gewaltigen, 180 Meter breiten Kuppel, durch deren geometrisches Muster das Licht fällt. Die Beschreibung als „Regen aus Licht“, wie sie etwa „National Geographic Deutschland“ und der Architekt Jean Nouvel selbst verwenden, trifft die Wirkung erstaunlich gut.

Geschichte und Bedeutung von Louvre Abu Dhabi

Die Geschichte des Louvre Abu Dhabi beginnt mit einem bemerkenswerten Kulturabkommen: 2007 unterzeichneten die Vereinigten Arabischen Emirate und Frankreich ein langfristiges Kooperationsabkommen. Laut Angaben des französischen Kulturministeriums und der Regierung von Abu Dhabi umfasst dieses Abkommen neben der Nutzung des Namens „Louvre“ auch Leihgaben aus 13 führenden französischen Museen, darunter der Louvre in Paris, das Musée d’Orsay und das Centre Pompidou.

Der Name „Louvre Abu Dhabi“ ist damit lizenziert, bleibt aber zeitlich begrenzt. Französische Medien wie „Le Monde“ und deutsche Leitmedien wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ verweisen darauf, dass die Namenslizenz nach einem abgestuften Modell über mehrere Jahrzehnte läuft. Parallel baut der Louvre Abu Dhabi seine eigene Sammlung systematisch aus, sodass das Museum langfristig weniger von Leihgaben abhängig ist.

Die Eröffnung des Museums fand nach mehreren Bau- und Planungsphasen am 11. November 2017 statt. Sowohl die staatliche Nachrichtenagentur der VAE (WAM) als auch internationale Agenturen wie Reuters berichteten damals ausführlich über den Festakt, an dem unter anderem der französische Präsident Emmanuel Macron teilnahm. Die Eröffnung wurde weltweit als Symbol gelesen: Ein muslimisches Land positioniert sich bewusst als Ort des globalen Kunstdialogs.

Schon in den ersten Jahren nach der Eröffnung wurde der Louvre Abu Dhabi zu einem zentralen Baustein der Tourismusstrategie von Abu Dhabi. Die lokale Tourismusbehörde „Department of Culture and Tourism – Abu Dhabi“ betont in ihren Publikationen, dass Kulturreisende ein besonders wichtiges Segment darstellen. Reiseführer wie „Marco Polo Abu Dhabi & Dubai“ und das „ADAC Reisemagazin“ führen das Museum inzwischen als eine der Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Auch auf der Ebene der Soft Power ist die Bedeutung erheblich. Kulturpolitische Analysen in „Der Spiegel“ und der „NZZ“ verweisen darauf, dass das Museum nicht nur Kunst zeigt, sondern das Image der VAE als moderner, weltoffener Staat prägen soll. Die kuratorische Idee, Werke aus verschiedenen Kulturen gemeinsam zu präsentieren, spiegelt politisch den Anspruch wider, Brücken zwischen arabischer Welt und Westen zu bauen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Entworfen wurde der Louvre Abu Dhabi vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel, der unter anderem auch das Institut du Monde Arabe in Paris gestaltet hat. Offizielle Projektunterlagen aus Abu Dhabi und Porträts in Architekturmagazinen wie „Detail“ und „Bauwelt“ betonen, dass Nouvel bewusst auf ein horizontales Ensemble setzte, das an eine traditionelle arabische Medina erinnert – allerdings vollständig aus hellem Beton und Aluminium.

Das markanteste Merkmal ist die enorme Kuppel, die den Großteil der Museumsgebäude überdeckt. Sie misst etwa 180 Meter im Durchmesser und ist laut Angaben des Museums und von „National Geographic“ aus acht Schichten strukturierten Metallgitters aufgebaut. Die Öffnungen dieser Gitterschichten sind so versetzt, dass das Sonnenlicht in tausenden Strahlen hindurchfällt und ein sich ständig veränderndes Schattenmuster erzeugt – der berühmte „Regen aus Licht“ („rain of light“). Dieser Effekt ist inspirert von traditionellen Mashrabiya-Gittern, wie sie in arabischer Architektur üblich sind.

Unter der Kuppel liegen mehrere pavillonartige Ausstellungsgebäude, die über Gänge, Plätze und Wasserbecken miteinander verbunden sind. Besucher bewegen sich zwischen Innenräumen und offenen Passagen, immer wieder mit Blick auf das Meer. Im Vergleich zu europäischen Museen wirkt die Anlage fast wie eine kleine Stadt, die sich langsam erkunden lässt. Architekturkritiken in der „Süddeutschen Zeitung“ und in der britischen „Guardian“ hoben hervor, dass der Bau trotz seiner Größe überraschend kontemplativ wirkt.

Die Dauerausstellung des Louvre Abu Dhabi folgt einem zeit- und themenübergreifenden Ansatz. Statt die Kunst streng nach Regionen getrennt zu ordnen, werden laut Museumsführung und offiziellen Ausstellungstexten Werke aus verschiedenen Kulturen nebeneinander gezeigt: ein buddhistischer Kopf neben einer römischen Statue, islamische Handschriften neben mittelalterlicher christlicher Kunst. Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker, etwa in Beiträgen der „BBC“ und von „GEO Epoche“, betonen, dass dieser universelle Blick den üblichen eurozentrischen Kunstkanon bewusst aufbricht.

Zu den bekanntesten Werken, die immer wieder in internationalen Medien erwähnt werden, gehören unter anderem Gemälde von Leonardo da Vinci, Monet, Manet und van Gogh, Skulpturen aus der Antike, islamische Kunst sowie bedeutende Werke aus Asien und Afrika. Welche Leihgaben gerade zu sehen sind, variiert, da die Kooperation mit den französischen Museen rotierende Ausstellungen vorsieht. Das Museum selbst weist darauf hin, dass sich die Hängung regelmäßig ändert – wer eine bestimmte Leihgabe sehen möchte, sollte vorab den aktuellen Katalog auf der offiziellen Website überprüfen.

Eine besondere Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung spielte das Gemälde „Salvator Mundi“, das Leonardo da Vinci zugeschrieben wird und 2017 bei einer Auktion von Christie’s für einen Rekordpreis versteigert wurde. Mehrere internationale Medien, unter anderem „New York Times“ und „BBC“, berichteten, dass das Bild für den Louvre Abu Dhabi vorgesehen war. Gleichzeitig weisen dieselben Medien darauf hin, dass das Gemälde bis heute nicht regulär in der Dauerausstellung zu sehen ist und seine genaue Präsentationsstrategie von den Verantwortlichen zurückhaltend kommuniziert wird. Für Reisende empfiehlt sich daher, den Fokus nicht auf ein einzelnes Werk zu legen, sondern auf das Gesamterlebnis.

Neben der Dauerausstellung gibt es regelmäßig große Sonderausstellungen, die oft gemeinsam mit französischen Partnerinstitutionen kuratiert werden. Themen reichen von frühislamischer Kunst über klassische Moderne bis zu zeitgenössischen Positionen. Die Ausstellungen werden in der Regel auf der Website des Museums und über internationale Agenturen angekündigt, sodass sich eine Planung von Deutschland aus gut vorbereiten lässt.

Louvre Abu Dhabi besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Louvre Abu Dhabi liegt auf der Kulturinsel Saadiyat, wenige Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums von Abu Dhabi. Die Insel ist über Straßen und Brücken mit der Stadt verbunden. Offizielle Stadtpläne und die Tourismusbehörde Abu Dhabi zeigen, dass die Fahrzeit vom Stadtzentrum oder von der berühmten Corniche meist zwischen 10 und 20 Minuten liegt, je nach Verkehr.
    Für Reisende aus Deutschland ist der wichtigste Ankunftspunkt der internationale Flughafen Abu Dhabi (AUH). Von Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf bestehen – je nach Saison und Airline – meist Direkt- oder Umsteigeverbindungen, häufig mit der Nationalairline Etihad Airways oder anderen großen Gesellschaften über Drehkreuze wie Istanbul, Doha oder Frankfurt. Die reine Flugzeit auf Nonstop-Strecken beträgt in der Regel etwa 6 bis 7 Stunden. Vom Flughafen sind es dann je nach Verkehr etwa 30 bis 40 Minuten mit Taxi oder Transfer zum Museum.
    Zwischen Abu Dhabi und Dubai verkehren regelmäßig Linienbusse und Shuttleverbindungen; die offizielle Dubai–Abu-Dhabi-Strecke wird etwa von der Straßenverkehrsbehörde (RTA Dubai) ausgewiesen. Wer eine Kombination aus Strand, Stadt und Kultur plant, kann daher auch Dubai als Basis wählen und für einen Tagesausflug in etwa 1,5 Stunden nach Abu Dhabi fahren.
  • Öffnungszeiten
    Der Louvre Abu Dhabi ist laut Museumskommunikation grundsätzlich an den meisten Tagen der Woche geöffnet, typischerweise vormittags bis in den Abend. Mehrere seriöse Reiseführer und die Tourismusbehörde geben an, dass Öffnungszeiten je nach Wochentag und Saison variieren können und gelegentliche Schließtage (z. B. für Wartung oder besondere Anlässe) möglich sind. Öffnungszeiten können variieren — aktuellste Zeiten sollten direkt beim Louvre Abu Dhabi geprüft werden, idealerweise über die offizielle Website oder die Kanäle der Tourismusbehörde.
  • Eintritt
    Das Museum erhebt einen regulären Eintrittspreis, der je nach Besuchergruppe (Erwachsene, Kinder, Studierende, Personen mit Wohnsitz in den VAE) unterschiedlich sein kann. Angaben auf der offiziellen Website und in seriösen Reiseführern zeigen, dass die Preise in den letzten Jahren gelegentlich angepasst wurden. Daher ist es sinnvoll, die aktuell gültigen Eintrittspreise vorab online zu prüfen. Bezahlt werden kann in der Landeswährung VAE-Dirham (AED); häufig wird bei Onlinebuchung eine Preisanzeige in Euro angeboten. Da Wechselkurse schwanken, empfiehlt sich eine grobe Umrechnung: Die Preise entsprechen meist einem mittleren Museumsniveau, wie man es auch aus größeren europäischen Häusern kennt.
  • Beste Reisezeit und Besuchszeitpunkt
    Das Klima in Abu Dhabi ist subtropisch und sehr trocken. Laut Wetterdiensten wie dem UAE National Center of Meteorology und deutschen Anbietern (z. B. Deutscher Wetterdienst in Hintergrundberichten) sind die Sommermonate häufig extrem heiß, mit Tageshöchstwerten deutlich über 35 °C, teilweise über 40 °C. Angenehmer sind in der Regel die Monate von etwa November bis März, wenn die Temperaturen tagsüber oft zwischen rund 20 und 30 °C liegen. Für einen Museumsbesuch kann prinzipiell jede Jahreszeit geeignet sein, da die Räume klimatisiert sind; wer aber auch die Außenbereiche und die Stadt erkunden will, erlebt den Winter meist als deutlich angenehmer.
    Innerhalb eines Tages lohnt sich häufig ein Besuch am späten Nachmittag. Dann ist das Licht unter der Kuppel besonders stimmungsvoll, und je nach Jahreszeit lässt sich der Sonnenuntergang über dem Wasser erleben. Viele Reiseführer empfehlen, mindestens einen halben Tag für das Museum einzuplanen – wer die Dauerausstellung, eine Sonderausstellung und die Außenbereiche in Ruhe erleben möchte, sollte eher mit 4 bis 5 Stunden rechnen.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleiderordnung, Fotografieren
    In Abu Dhabi ist Arabisch Amtssprache, im Alltag ist Englisch jedoch sehr weit verbreitet, insbesondere im Tourismussektor. Laut Deutscher Zentrale für Tourismus und Berichten von „Deutsche Welle“ kommen die meisten Reisenden mit Englisch problemlos zurecht. Deutsch wird in großen Hotels oder bei manchen Reiseveranstaltern teilweise gesprochen, sollte aber nicht vorausgesetzt werden.
    Zum Bezahlen werden internationale Kreditkarten in der Regel breit akzeptiert, sowohl beim Online-Ticketkauf als auch im Museumsshop und in Cafés. Bargeld in VAE-Dirham ist dennoch sinnvoll, etwa für kleinere Ausgaben oder Taxi. Girocards deutscher Banken können nicht überall wie innerhalb der EU eingesetzt werden, weshalb eine Kreditkarte (Visa, Mastercard) empfehlenswert ist. Mobile Payment (Apple Pay, Google Pay) wird in vielen modernen Einrichtungen zunehmend angeboten, kann aber nicht garantiert werden.
    Trinkgeld ist in den VAE nicht strikt reglementiert. In Restaurants sind 10 % als Anerkennung für guten Service weit verbreitet, wenn nicht bereits ein Servicezuschlag auf der Rechnung steht. Im Museum selbst wird kein Trinkgeld erwartet; für Servicepersonal (z. B. Taxifahrer) sind kleine Aufrundungen üblich.
    Kleiderordnung: Im Louvre Abu Dhabi ist keine spezielle Kleidung vorgeschrieben, doch empfiehlt sich eine respektvolle, eher zurückhaltende Garderobe, die Schultern und Knie bedeckt – eine Empfehlung, die viele seriöse Reiseführer für den gesamten Aufenthalt in den VAE geben. Da die Klimaanlagen im Museum teils recht kühl sind, ist ein leichter Schal oder eine dünne Jacke praktisch.
    Fotografieren ist in weiten Teilen des Museums erlaubt, jedoch ohne Blitz und ohne Stativ, insbesondere bei empfindlichen Kunstwerken. Einige Sonderausstellungen oder Leihgaben können laut Museumsangaben fotografische Beschränkungen haben. Entsprechende Piktogramme und Schilder sollten unbedingt beachtet werden.
  • Einreisebestimmungen und Zeitverschiebung
    Für Staatsbürgerinnen und Staatsbürger Deutschlands gelten bei Reisen in die VAE eigene Einreisebestimmungen, die sich ändern können. Deutsche Reisende sollten aktuelle Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort sind auch Informationen zu Visa, Reisedokumenten, Sicherheitslage und medizinischer Versorgung zu finden.
    Medizinisch empfiehlt sich bei Reisen außerhalb der EU der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, da die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland Behandlungen in den VAE in der Regel nicht automatisch abdeckt. Das Auswärtige Amt weist wiederholt darauf hin, dass medizinische Leistungen in den Golfstaaten qualitativ gut, aber kostenintensiv sein können.
    Die Vereinigten Arabischen Emirate liegen in der Zeitzone Gulf Standard Time (GST), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in der Regel 3 Stunden voraus ist. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt der Unterschied meist 2 Stunden. Dies erleichtert die Umstellung aus deutscher Sicht, da kein extrem langer Jetlag zu erwarten ist.

Warum Louvre Abu Dhabi auf jede Abu Dhabi-Reise gehört

Für eine Reise nach Abu Dhabi ist der Louvre Abu Dhabi inzwischen ein ähnlich prägendes Wahrzeichen wie die Scheich-Zayid-Moschee oder die Skyline entlang der Corniche. Mehrere deutschsprachige Medienberichte, darunter ein Beitrag auf AD HOC NEWS über die Scheich-Zayid-Moschee, verweisen darauf, dass sich ein Besuch des Museums ideal mit anderen Highlights der Stadt kombinieren lässt. Wer etwa vormittags die Moschee besichtigt, kann den Nachmittag im Louvre Abu Dhabi verbringen und so religiöse Architektur und moderne Kultur in einem Tag erleben.

Ein Reiz für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland liegt in der Mischung aus Vertrautem und Neuem. Vertraut sind die Namen der Künstler und vieler ausgestellter Epochen, von der europäischen Renaissance über den Impressionismus bis zur Moderne. Neu ist der Kontext: Die Werke treffen auf islamische Kunst, auf Objekte aus Afrika, Asien und Ozeanien und auf eine Erzählung, die deutlich macht, wie sehr Kulturen miteinander verflochten sind. Kunsthistorische Kommentare in Publikationen wie „GEO“ oder „FAZ“ loben gerade diese kuratorische Perspektive als zeitgemäß.

Gleichzeitig eröffnet die Architektur einen ungewohnten Blick auf Museumsbesuche generell. Statt nur in geschlossenen Sälen unterwegs zu sein, wechseln Gäste immer wieder zwischen Innen- und Außenräumen, spüren den Wind vom Meer, sehen Boote vorbeiziehen und erleben, wie sich das Licht unter der Kuppel im Laufe des Tages verändert. Dieser fließende Übergang erinnert eher an einen Spaziergang im Freien als an einen strengen Museumsbesuch und macht den Louvre Abu Dhabi auch für weniger „museumsaffine“ Mitreisende attraktiv.

In unmittelbarer Nähe entstehen weitere große Kulturprojekte, darunter das geplante Guggenheim Abu Dhabi und das Zayed National Museum. Seriöse Branchenmedien und offizielle Verlautbarungen betonen, dass Saadiyat Island langfristig als umfassendes Kulturquartier gedacht ist. Für Reisende aus Deutschland bedeutet das: Wer jetzt den Louvre Abu Dhabi erlebt, besucht einen Ort, der sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird und bei zukünftigen Reisen neue Facetten bieten dürfte.

Auch Familien finden im Louvre Abu Dhabi ein gut abgestimmtes Angebot. Das Museum betreibt ein eigenes Kindermuseum mit interaktiven Elementen, wechselnden Themen und speziell auf junge Besucher zugeschnittenen Ausstellungen. Offizielle Informationen des Museums und Erfahrungsberichte in seriösen Familienreiseführern heben hervor, dass Kinder hier spielerisch an Kunst und Geschichte herangeführt werden. Damit eignet sich das Museum auch als Programmpunkt für einen mehrtägigen Familienaufenthalt in den VAE.

Louvre Abu Dhabi in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Netzwerken ist der Louvre Abu Dhabi längst zu einem visuellen Fixpunkt geworden. Reise-Influencer, Architekturbegeisterte und Kunstliebhaber teilen Bilder des Lichtspiels unter der Kuppel, Aufnahmen von Spiegelungen im Wasser und Detailfotos der Kunstwerke. Viele der verbreiteten Motive – etwa Silhouetten unter dem „Regen aus Licht“ oder Nachtaufnahmen der beleuchteten Kuppel – sind inzwischen zu regelrechten Ikonen geworden und prägen das globale Bild von Abu Dhabi als Kulturmetropole.

Häufige Fragen zu Louvre Abu Dhabi

Wo liegt der Louvre Abu Dhabi genau?

Der Louvre Abu Dhabi befindet sich auf Saadiyat Island, einer künstlich aufbereiteten Kultur- und Freizeitinsel vor der Küste von Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Insel ist über Brücken mit dem Stadtzentrum verbunden; von der Corniche oder der Innenstadt aus erreichen Besucher das Museum in der Regel in 10 bis 20 Minuten mit Taxi oder Auto.

Seit wann gibt es den Louvre Abu Dhabi?

Die Grundsatzvereinbarung zwischen Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Louvre Abu Dhabi wurde 2007 getroffen. Nach einer längeren Planungs- und Bauphase wurde das Museum offiziell am 11. November 2017 eröffnet. Seither hat es sich zu einem der wichtigsten Kulturprojekte der Golfregion entwickelt.

Wie unterscheidet sich Louvre Abu Dhabi vom Louvre in Paris?

Der Louvre Abu Dhabi ist ein eigenständiges Museum mit eigener Sammlung und einem universellen, kulturübergreifenden Ausstellungskonzept. Zwar nutzt es den Namen „Louvre“ und arbeitet eng mit französischen Museen zusammen, doch die Präsentation und die Architektur sind auf den Standort Abu Dhabi zugeschnitten. Im Gegensatz zum Louvre in Paris liegt der Fokus weniger auf einem nationalen Kanon, sondern auf Dialog und Verflechtung zwischen verschiedenen Kulturen.

Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?

Für einen ersten Besuch des Louvre Abu Dhabi empfehlen viele seriöse Reiseführer mindestens drei bis vier Stunden. Wer sowohl die Dauerausstellung als auch Sonderausstellungen sehen und die Architektur unter der Kuppel in Ruhe erleben möchte, sollte einen halben Tag einplanen. Für kunstinteressierte Reisende, die intensiv lesen und sich mit Details beschäftigen, kann auch ein ganzer Nachmittag schnell vergehen.

Welche Reisezeit eignet sich für einen Besuch aus Deutschland?

Grundsätzlich ist der Louvre Abu Dhabi ganzjährig geöffnet, und die klimatisierten Ausstellungsräume sind in jeder Jahreszeit angenehm. Angenehmer für die Kombination aus Stadtbesichtigung und Museumsbesuch sind in der Regel die Monate von etwa November bis März, wenn die Temperaturen in Abu Dhabi moderater sind. Wer die heiße Sommerzeit nutzt, profitiert von vergleichsweise ruhigen Museen, sollte aber die große Hitze draußen bedenken.

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