Mailänder Dom: Warum der Duomo di Milano so unter die Haut geht
20.05.2026 - 12:46:42 | ad-hoc-news.deWer zum ersten Mal auf die Piazza del Duomo tritt, bleibt unwillkürlich stehen: Der Mailänder Dom, der lokal „Duomo di Milano“ (wörtlich: Dom von Mailand) genannt wird, wirkt wie eine steinerne Spitze aus Licht, die aus dem Gewimmel der Metropole in den Himmel wächst. Zwischen flirrendem Tramverkehr, eleganten Mailänder:innen und Straßenmusikern erscheint die Kathedrale zugleich überwältigend und überraschend fein.
Mailänder Dom: Das ikonische Wahrzeichen von Mailand
Der Mailänder Dom ist das Herz von Mailand und eines der bekanntesten Wahrzeichen Italiens. Die Kathedrale dominiert die zentrale Piazza del Duomo und ist eines der größten Kirchengebäude Europas. Nach Einschätzung von Kunsthistoriker:innen und Reiseführern wie dem „ADAC Reisemagazin“ und „GEO Saison“ zählt er zu den eindrucksvollsten Bauwerken der europäischen Gotik, auch wenn er über Jahrhunderte hinweg immer wieder verändert wurde.
Charakteristisch sind die unzähligen filigranen Fialen und Turmspitzen, die aus hellem Marmor in den Himmel ragen. Laut der offiziellen Domverwaltung „Veneranda Fabbrica del Duomo di Milano“ sind es mehrere Tausend Skulpturen und Figuren, die die Fassaden, Strebewerke und Türme schmücken. Gerade bei tiefstehender Sonne, wenn das Licht an den weiß-rosafarbenen Marmorflächen bricht, wirkt der Dom fast wie eine Kulisse aus einem Film – und gleichzeitig wie ein steinernes Geschichtsbuch der Stadt.
Für Reisende aus Deutschland ist der Duomo di Milano meist der erste große Anlaufpunkt in der Stadt. Er ist mit der U-Bahn leicht erreichbar, viele Hotels und Geschäfte liegen in unmittelbarer Nähe. Doch wer nur schnell ein Foto von der Fassade macht, verpasst das Entscheidende: die Atmosphäre im Inneren, den Blick von den Dächern und die langsam wachsende Einsicht, wie lange und mit welchem Aufwand an diesem Monument gebaut wurde.
Geschichte und Bedeutung von Duomo di Milano
Die Geschichte des Mailänder Doms beginnt im späten 14. Jahrhundert. Um 1386 – so geben es die Domverwaltung und große Nachschlagewerke wie „Encyclopaedia Britannica“ und nationale Kulturführer übereinstimmend an – wurde mit dem Bau begonnen. Der Auftrag ging zurück auf Gian Galeazzo Visconti, den mächtigen Herzog von Mailand, der die Stadt politisch und kulturell aufwerten wollte. Anstelle mehrerer älterer Kirchen entstand ein neuer Kathedralbau, der das Selbstbewusstsein des damals aufstrebenden Stadtstaates verkörperte.
Über Jahrhunderte war der Duomo di Milano ein Symbol für Macht und Glauben. Mailand war nicht nur ein wichtiges Handelszentrum, sondern auch ein kirchliches Machtzentrum. Schon früh wurde das Projekt europäisch: Finanziert und unterstützt wurde der Dom nicht nur von lokalen Eliten, sondern auch von Handwerkern und Künstlern aus weiten Teilen Europas. Laut Kunsthistorikern der Universität Mailand und Berichten von „National Geographic Deutschland“ arbeiteten Baumeister aus Deutschland, Frankreich und anderen Regionen am Dom mit, was erklärt, warum Einflüsse verschiedener gotischer Traditionen erkennbar sind.
Die Bauzeit des Mailänder Doms zog sich außergewöhnlich lange hin. Immer wieder wurden Planungen geändert, technische Herausforderungen mussten gelöst, politische und religiöse Umbrüche bewältigt werden. Auch Napoleon Bonaparte spielte eine Rolle: Er ließ sich 1805 im Dom zum König von Italien krönen und drängte gleichzeitig auf die Fertigstellung der Fassade, um die gewaltige Kulisse für seine Inszenierung zu vollenden. Dennoch wurde der Dom erst im 19. Jahrhundert offiziell als „vollendet“ erklärt – also rund 500 Jahre nach Baubeginn. Die genaue Jahreszahl variiert je nach Quelle und Bezug (Weihe, Fassade, Turmabschluss); Kunsthistoriker betonen daher, dass der Dom eher als „langsam gereiftes Projekt“ verstanden werden sollte als als einmalige Baumaßnahme.
Im 20. Jahrhundert überstand der Duomo di Milano Kriege und Modernisierungsschübe. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Mailand stark bombardiert, doch der Dom blieb im Vergleich zu anderen Gebäuden relativ unbeschädigt. Restaurierungen und Reinigungen, über die italienische Medien wie „Corriere della Sera“ regelmäßig berichten, sind allerdings bis heute notwendig, um den empfindlichen Marmor zu erhalten, der durch Luftverschmutzung und Witterung leidet. Dadurch befindet sich der Dom praktisch permanent in einem Zustand subtiler Erneuerung – ein lebendiges Monument, das nie ganz fertig ist.
Religiös gesehen ist der Mailänder Dom die Kathedrale des Erzbistums Mailand. Das Erzbistum zählt zu den bedeutendsten in Italien und pflegt mit dem sogenannten „Ambrosianischen Ritus“ eine liturgische Tradition, die sich in Details vom römischen Ritus unterscheidet. Für deutsche Besucher ist das mitunter überraschend: Gottesdienste können anders strukturiert sein, und die Musik – etwa in Form von Chören und Orgelspiel – sorgt für eine spezifische Atmosphäre, die sich von vielen deutschen Kathedralen unterscheidet.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch ist der Mailänder Dom ein Sonderfall. Er wird meist als „gotische Kathedrale“ beschrieben, doch tatsächlich handelt es sich um einen Mischtyp aus Spätgotik, Elementen der Renaissance und neoklassizistischen Ergänzungen. Laut Fachbeiträgen in Architekturzeitschriften und Angaben der Domverwaltung ist der Dom rund 157 m lang; damit ist er länger als viele große Kathedralen in Deutschland und Europa. Die Hauptfassade wird von einem dichten Wald aus Fialen und Skulpturen geprägt.
Besonders markant ist die höchste Turmspitze, auf der die berühmte „Madonnina“ steht – eine vergoldete Kupferstatue der Jungfrau Maria. Sie wurde im 18. Jahrhundert aufgestellt und ist mittlerweile zu einem inoffiziellen Symbol Mailands geworden. Für lange Zeit galt die ungeschriebene Regel, dass in Mailand kein Gebäude höher sein durfte als die Madonnina; moderne Hochhäuser erhielten deshalb symbolisch verkleinerte Repliken der Figur auf ihren Dächern, um diesen Respekt auszudrücken.
Im Inneren überrascht der Mailänder Dom mit einer ganz anderen Wirkung als außen. Der erste Eindruck ist dunkel und monumental: Hohe, schlanke Säulen tragen das Gewölbe, das in der Ferne zu verschwimmen scheint. Die Raumhöhe gehört zu den größten in europäischen Kirchenbauten und wird durch die kräftigen, zum Teil fast wehrhaft wirkenden Pfeiler betont. Farbige Glasfenster durchbrechen das Dunkel und werfen – besonders bei Sonnenschein – bunte Lichtflecken auf den Steinboden.
Diese Glasfenster (Vitragen) sind kunsthistorisch bedeutend. Sie zeigen biblische Szenen, Heilige und moralische Geschichten, die im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit den Gläubigen als „Bilderbibel“ dienten. Einige der Fenster stammen tatsächlich aus der frühen Bauzeit, andere wurden später ersetzt oder ergänzt. Konservatoren, auf die sich beispielsweise Berichte des katholischen Kulturbüros und der italienischen Denkmalpflege berufen, betonen, dass die Erhaltung dieser Fenster eine der sensibelsten Aufgaben am Dom ist.
Der Fußboden des Doms besteht aus geometrisch gemusterten Marmorplatten, die eine strenge, fast moderne Wirkung haben. Besonders auffällig ist eine in den Boden eingelassene Meridianlinie, die wie eine astronomische „Sonnenuhr“ funktioniert. Durch ein kleines Loch in der Decke fällt das Sonnenlicht zu bestimmten Zeiten genau auf diese Linie und markiert den Stand der Sonne – ein Hinweis darauf, dass der Dom nicht nur ein religiöser, sondern auch ein wissenschaftlicher Ort war.
Auch die zahlreichen Seitenkapellen verdienen Aufmerksamkeit. Sie beherbergen Altäre, Gemälde und Skulpturen, darunter einige Werke, die in Kunstführern und Museumskatalogen hervorgehoben werden. Dazu zählt etwa die Statue des Heiligen Bartholomäus, die den Heiligen mit seiner über die Schultern geworfenen Haut zeigt – ein Werk, das sowohl kunsthistorisch bewundert als auch von empfindlicheren Besucher:innen als verstörend empfunden wird. Dieser starke körperliche Realismus ist typisch für bestimmte Strömungen der Renaissance- und Barockkunst in Italien und erinnert daran, dass Heiligengeschichten damals ebenso als drastische Mahnung wie als tröstliche Erzählung verstanden wurden.
Ein weiteres besonderes Merkmal sind die Dächer des Duomo di Milano. Anders als bei vielen anderen Kathedralen können Besucher:innen hier zwischen den Strebepfeilern und Turmspitzen spazieren gehen. Die Domverwaltung und Reiseführer wie „Merian Mailand“ weisen darauf hin, dass dieser Rundgang nicht nur spektakuläre Ausblicke über die Stadt bietet, sondern auch einen selten nahen Blick auf die Architektur. Aus der Nähe werden Details sichtbar, die vom Platz aus kaum zu erkennen sind: plastisch gearbeitete Heiligenfiguren, florale Ornamente, groteske Gesichter und die feinen Nuancen des Carrara-Marmors.
Für Architekturinteressierte aus der DACH-Region ist der Vergleich mit anderen gotischen Kathedralen aufschlussreich. Während der Kölner Dom in Deutschland mit seinen dunklen Basaltsteinen und den zwei massiven Türmen eine eher vertikal konzentrierte Wirkung entfaltet, wirkt der Mailänder Dom wie ein horizontales Geflecht aus Stein, das sich über die gesamte Fläche ausbreitet und in zahllosen Spitzen nach oben ausläuft. Beides sind Meisterwerke der Gotik, aber sie erzählen unterschiedliche Geschichten: Köln von der mittelalterlichen Domstadt am Rhein, Mailand von einer europäischen Handelsmetropole, in der weltliche und kirchliche Macht eng verschränkt waren.
Mailänder Dom besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Der Mailänder Dom liegt im historischen Zentrum von Mailand, direkt an der Piazza del Duomo. Für Reisende aus Deutschland ist er über mehrere Wege gut erreichbar. Große Fluggesellschaften fliegen von Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf nach Mailand; je nach Verbindung beträgt die reine Flugzeit meist rund 1 bis 1,5 Stunden. Die Stadt verfügt mit Milano Malpensa, Linate und Bergamo (Orio al Serio) über mehrere Flughäfen. Vom Flughafen führen S-Bahn-, Bus- oder Shuttleverbindungen ins Stadtzentrum. Vom Hauptbahnhof Milano Centrale erreicht man die Station „Duomo“ mit der Metro in wenigen Minuten. Aus Süddeutschland sind zudem Bahnverbindungen via Zürich oder über die Schweiz und Österreich möglich; direkte Hochgeschwindigkeitsverbindungen können sich jedoch je nach Fahrplan ändern. Für Autofahrer aus Süddeutschland ist Mailand über die Autobahnen durch die Schweiz oder Österreich erreichbar; es fällt in der Regel Maut in der Schweiz/Österreich und in Italien an, und in Mailand ist eine Innenstadt-Zone mit Zufahrtsbeschränkungen („Area C“) eingerichtet. - Öffnungszeiten
Der Mailänder Dom sowie die Dachterrassen und das Dommuseum haben gestaffelte Öffnungszeiten. Die offizielle Domverwaltung weist darauf hin, dass Zeiten je nach Saison, Wochentag, Gottesdiensten und besonderen Veranstaltungen variieren können. In vielen Reiseführern wird darauf hingewiesen, dass der Dom meist tagsüber durchgehend geöffnet ist und die Dachterrassen in den hellen Stunden zugänglich sind. Verlässlich sind jedoch nur die Angaben der offiziellen Website des Doms oder der örtlichen Tourismusbehörde. Es empfiehlt sich daher, vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten direkt dort zu prüfen – insbesondere, wenn der Besuch mit einer Messfeier, einer Führung oder einem Abstecher auf das Dach kombiniert werden soll. - Eintritt und Tickets
Der Zugang zu Gottesdiensten im Hauptschiff ist in der Regel kostenfrei, da der Dom ein aktiver Gottesdienstort bleibt. Für touristische Besichtigungen, insbesondere für die Dachterrassen, den Aufzug, die Krypta oder das Dommuseum, werden Eintrittsgebühren erhoben. Die Höhe der Tickets kann sich jedoch ändern und ist von Ticketart, eventuellen Kombitickets und Ermäßigungen abhängig. Seriöse Quellen wie die Domverwaltung und größere Reiseführer empfehlen, Tickets idealerweise vorab online zu reservieren, um Wartezeiten zu verkürzen. Als Währung gilt der Euro (€); Preisangaben variieren über die Jahre, deshalb ist es sinnvoll, die aktuell gültigen Tarife direkt beim Dom oder bei der offiziellen Mailänder Tourismusinformation zu prüfen. - Beste Reisezeit und Tageszeit
Mailand kann ganzjährig besucht werden. Für einen Dom-Besuch sind das Frühjahr (April bis Juni) und der Herbst (September und Oktober) besonders angenehm, da die Temperaturen milder sind und die Stadt weniger von Hitzeperioden geprägt ist als im Hochsommer. In den Sommermonaten kann es in Mailand deutlich über 30 °C warm werden, was lange Warteschlangen im Freien unangenehm macht. Viele erfahrene Reisende aus Deutschland empfehlen deshalb Frühbesuche direkt nach Öffnung oder späte Nachmittagszeiten, wenn die größten Gruppen bereits wieder abgereist sind. Wer die Dachterrassen besuchen möchte, erlebt bei klarer Sicht am späten Nachmittag und kurz vor Sonnenuntergang ein besonders eindrucksvolles Licht. - Sprache, Zahlungs- und Trinkgeldkultur
Die meisten Mitarbeiter:innen des Duomo di Milano sprechen Italienisch und zumindest grundlegendes Englisch. In touristischen Bereichen der Stadt sind Englischkenntnisse weit verbreitet; Deutsch wird vereinzelt verstanden, sollte aber nicht vorausgesetzt werden. In Italien ist die Kartenzahlung inzwischen sehr üblich, insbesondere in Städten wie Mailand. Gängige Kreditkarten werden in der Regel akzeptiert; bei deutschen Girokarten kann es je nach Bank und System Unterschiede geben, weshalb eine Kreditkarte oder Debitkarte einer internationalen Marke hilfreich ist. Kontaktlose Zahlungen via Smartphone werden zunehmend akzeptiert. Trinkgeld ist in Italien zwar nicht in gleicher Weise institutionalisiert wie etwa in den USA, wird aber als Anerkennung geschätzt: In Cafés und Restaurants sind einige Prozent oder das Aufrunden des Betrags üblich, bei Führungen oder besonderen Dienstleistungen kann ein kleines Extra-Trinkgeld gegeben werden, sofern der Service überzeugt hat. - Kleiderordnung und Verhalten
Als aktive Kathedrale legt der Mailänder Dom Wert auf eine angemessene Kleidung. Reiseführer und die offizielle Domverwaltung weisen darauf hin, dass Schultern und Knie bedeckt sein sollten. Strandkleidung, sehr kurze Hosen und auffällige Party-Outfits führen mitunter dazu, dass Besucher:innen abgewiesen oder gebeten werden, einen Schal oder Umhang zu benutzen. Hüte sollten im Innenraum abgenommen werden. Laute Gespräche, Telefonate und das Essen im Kirchenraum werden nicht gern gesehen; die Kathedrale ist trotz ihrer touristischen Bedeutung in erster Linie ein Ort des Gebets. - Fotografieren und Mobiltelefone
Fotografieren ist im Dom in der Regel erlaubt, teils jedoch nur ohne Blitz und ohne Stativ. Für professionelle Foto- oder Videoaufnahmen können spezielle Genehmigungen erforderlich sein. Aus Respekt vor Betenden ist es ratsam, das Smartphone lautlos zu stellen und auf Selfies während laufender Gottesdienste zu verzichten. Auf den Dachterrassen ist Fotografieren ein zentraler Bestandteil des Besuchs, dennoch gelten Sicherheitsregeln: Geländer dürfen nicht überstiegen, Drohnen nicht eigenmächtig gestartet werden. - Einreise und Formalitäten für Reisende aus Deutschland
Italien ist Mitglied der Europäischen Union und des Schengen-Raums. Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass möglich. Da sich Einreisebestimmungen und sicherheitsbezogene Hinweise ändern können, sollten Reisende vor der Abreise die aktuellen Informationen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für Notfälle und gesundheitliche Fragen kann innerhalb der EU die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), häufig auf der Rückseite der deutschen Krankenversicherungskarte, hilfreich sein. Eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung kann dennoch sinnvoll sein, insbesondere für Rücktransporte oder besondere Leistungen. - Zeitzone und Klima
Mailand liegt wie Deutschland in der mitteleuropäischen Zeitzone. Es besteht im Normalfall keine Zeitverschiebung zu Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) beziehungsweise zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ), da Italien und Deutschland ihre Uhren zur gleichen Zeit umstellen. Das Klima ist in Mailand leicht wärmer als in den meisten Regionen Deutschlands, mit feuchten Sommern und teilweise nebligen Herbst- und Wintertagen. Für einen Dom-Besuch empfiehlt sich in der kühleren Jahreszeit eine Jacke, da das Innere der Kathedrale auch bei sonnigem Wetter eher kühl bleibt.
Warum Duomo di Milano auf jede Mailand-Reise gehört
Viele Reisende berichten, dass sie den Mailänder Dom ursprünglich nur als Pflichtstopp eingeplant hatten – und dann überraschend berührt waren. Ein Grund dafür ist der Kontrast zwischen der lebhaften, modernen Stadt und der stillen, zeitlosen Atmosphäre der Kathedrale. Während draußen Luxusmarken, Designläden und Start-ups um Aufmerksamkeit konkurrieren, erzählt der Dom von einer Zeit, in der Glauben, Gemeinschaft und Handwerk mit enormem Aufwand verbunden waren.
Der Besuch lässt sich gut mit anderen Sehenswürdigkeiten kombinieren: Direkt neben dem Dom schließt sich die Galleria Vittorio Emanuele II an, eine der ältesten Einkaufspassagen der Welt mit Glasdach und Mosaikboden. In Laufweite liegt das weltberühmte Opernhaus „Teatro alla Scala“, das zusätzlich zur Musikgeschichte Italiens einen eigenen Besuch lohnt. Wer sich für Kunst interessiert, findet im Dommuseum und in den zahlreichen Kirchen der Stadt – etwa Santa Maria delle Grazie mit dem „Abendmahl“ Leonardo da Vincis – weitere Highlights.
Für Reisende aus Deutschland kann der Duomo di Milano auch ein Ausgangspunkt sein, um italienische Geschichte besser zu verstehen. Er verbindet mittelalterliche Stadtstaaten mit der Herrschaft der Visconti und Sforza, die napoleonische Epoche mit der modernen italienischen Republik. Wer beim Blick in die Höhe daran denkt, wie viele Generationen an diesem Bau gearbeitet, gebetet und gelitten haben, bekommt ein Gefühl für die Dimension von Zeit, die hier in Stein eingeschrieben ist.
Emotionale Momente ergeben sich oft in den Details: wenn das Sonnenlicht durch die bunten Fenster fällt, wenn die Orgel während einer Messe einsetzt, wenn man vom Dach aus die Alpenkette am Horizont erkennt oder wenn man in einer Seitenkapelle eine Kerze anzündet. Viele Reiseführer für spirituelles Reisen und Pilgerfahrten beschreiben den Mailänder Dom daher als Ort, der auch für weniger religiöse Besucher:innen innere Ruhe und Staunen erzeugen kann.
Praktisch betrachtet gehört der Duomo di Milano zu den imposantesten Fotomotiven einer Mailand-Reise, aber er bietet mehr als das schnelle Bild für soziale Netzwerke. Er ist ein Kultur- und Identitätsort, an dem deutlich wird, wie sehr Architektur, Religion, Politik und Kunst ineinandergreifen. Wer die Zeit investiert, nicht nur die Fassade, sondern auch das Innere, das Dach und vielleicht eine Führung zu erleben, wird Mailand mit anderen Augen sehen.
Mailänder Dom in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
Die Präsenz des Mailänder Doms in den sozialen Medien ist enorm. Reisende aus aller Welt teilen täglich ihre Eindrücke: vom klassisch komponierten Foto der Fassade bis zu kreativen Perspektiven aus der Menschenmenge oder von den Dachterrassen. Hashtags rund um den Duomo di Milano sammeln nicht nur Bilder, sondern auch persönliche Geschichten – von Heiratsanträgen auf den Dächern bis zu stillen Momenten in einer Seitenkapelle.
Mailänder Dom — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Mailänder Dom
Wo genau befindet sich der Mailänder Dom?
Der Mailänder Dom steht im Zentrum von Mailand an der Piazza del Duomo. Die Kathedrale ist mit der Metro (Station „Duomo“) sowie zu Fuß aus vielen Innenstadtvierteln sehr gut erreichbar und bildet das räumliche und symbolische Herz der Stadt.
Wie alt ist der Duomo di Milano?
Mit dem Bau des Duomo di Milano wurde im späten 14. Jahrhundert begonnen. Über mehrere Jahrhunderte hinweg wurde weitergebaut, ergänzt und restauriert. Ein offizieller „Fertigstellungstermin“ ist daher eher symbolisch zu verstehen; die heutige Gestalt ist das Ergebnis eines langen Entwicklungsprozesses, der vom Mittelalter bis in die Neuzeit reicht.
Kann man auf das Dach des Mailänder Doms hinauf?
Ja, Besucher:innen können die Dachterrassen des Mailänder Doms besichtigen. Der Aufstieg ist je nach Ticketwahl zu Fuß oder mit einem Aufzug möglich. Von oben bietet sich ein weiter Blick über Mailand; bei klarer Sicht können am Horizont sogar die Alpen zu erkennen sein. Die genauen Zugangsregeln und Öffnungszeiten sollten im Vorfeld auf der offiziellen Website des Doms geprüft werden.
Welche Kleidung ist fĂĽr einen Besuch im Dom angemessen?
Als aktive Kathedrale erwartet der Mailänder Dom eine respektvolle Kleidung. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, sehr kurze Hosen, bauchfreie Tops oder Strandkleidung sind nicht geeignet. Wer unsicher ist, kann einen leichten Schal oder ein Tuch mitnehmen, um die Schultern bei Bedarf zu bedecken.
Wann ist die beste Zeit fĂĽr einen Besuch des Duomo di Milano?
Viele Reisende empfinden die Monate April bis Juni sowie September und Oktober als ideale Reisezeit, weil es nicht zu heiß ist. Innerhalb des Tages sind frühmorgens oder spätnachmittags meist angenehmer, da dann die größten Besucherströme abgenommen haben. Wer die Dachterrassen besuchen möchte, erlebt am späten Nachmittag oft besonders schönes Licht.
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