Markthal Rotterdam: Architektur-Ikone und Genussmarkt entdecken
Veröffentlicht am: 09.07.2026 um 16:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSUnter einem gewaltigen Bogen aus Glas und Beton schimmern ĂŒberdimensionale FrĂŒchte, Blumen und Fische an einer bunten Decke â die Markthal Rotterdam (âMarkthalle Rotterdamâ), kurz Markthal, empfĂ€ngt Besucherinnen und Besucher wie ein moderner Dom des Essens und der Architektur. Schon beim Betreten mischen sich der Duft frischer Stroopwafels, gereifter KĂ€sesorten und exotischer GewĂŒrze mit dem Stimmengewirr der MarktstĂ€nde.
Markthal Rotterdam: Das ikonische Wahrzeichen von Rotterdam
Die Markthal Rotterdam gilt als eines der markantesten Wahrzeichen der niederlĂ€ndischen Hafenstadt und symbolisiert eindrucksvoll, wie sich Rotterdam nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zu einem Labor fĂŒr moderne Architektur entwickelt hat. Der monumentale Bogenbau vereint in einem einzigen volumenstarken GebĂ€udekörper Markthalle, Wohnungen, Gastronomie und Supermarkt.
Rotterdam ist traditionell als gröĂter Seehafen Europas bekannt und lange eher fĂŒr ContainerkrĂ€ne als fĂŒr Kunst und Kulinarik berĂŒhmt gewesen. Mit der Markthal hat sich das Bild verĂ€ndert: Das GebĂ€ude wird in Reise- und Architekturberichten immer wieder als âĂŒberdachter Lebensmittelmarkt mit spektakulĂ€rem Kunsthimmelâ beschrieben und steht in einem Atemzug mit anderen modernen Ikonen der Stadt wie der ErasmusbrĂŒcke, dem Bahnhof Rotterdam Centraal oder den KubushĂ€usern.
FĂŒr Reisende aus Deutschland bietet die Markthal einen niedrigschwelligen Zugang zu Rotterdams Experimentierfreude: Sie ist gleichzeitig Alltagsort fĂŒr Einheimische, designstarke SehenswĂŒrdigkeit und kulinarische BĂŒhne. Anders als klassische Markthallen des 19. Jahrhunderts, etwa die Markthalle Neun in Berlin oder die Wiener Naschmarkt-Zone, kombiniert die Markthal konsequent zeitgenössische Architektur mit innerstĂ€dtischem Wohnen und touristischem Erlebnis.
Geschichte und Bedeutung von Markthal
Die Geschichte der Markthal spiegelt den strukturellen Wandel Rotterdams wider. Rotterdam wurde im Mai 1940 im Zuge des Zweiten Weltkriegs schwer bombardiert; groĂe Teile der historischen Innenstadt verschwanden. In den Jahrzehnten danach setzte die Stadt auf radikale Stadterneuerung und moderne Bauten statt historisierender Rekonstruktionen. Die Markthal gehört zu dieser neuen Generation von Projekten, bei denen Wohnen, Einkaufen und Freizeit eng miteinander verknĂŒpft werden.
Das GebĂ€ude wurde nach mehreren Jahren Planung im Herbst der 2010er-Jahre eröffnet. Seither hat es sich zu einem Magneten fĂŒr Einheimische und internationale Besucher entwickelt. Offizielle Tourismusorganisationen der Stadt Rotterdam und der Niederlande stellen die Markthal in ihren Materialien regelmĂ€Ăig als einen der meistbesuchten innerstĂ€dtischen Orte vor und betonen den Modellcharakter des Projekts fĂŒr urbane Verdichtung und den Umgang mit begrenztem Raum.
StĂ€dteplaner und Architekturkritiker heben dabei vor allem die Mehrfachnutzung hervor: Unter dem Bogen pulsiert das Marktleben mit frischen Lebensmitteln, Feinkost und Streetfood, in den RĂ€ndern und an den LĂ€ngsseiten befinden sich Restaurants, BĂŒros und ein Supermarkt. DarĂŒber sind in den Bogen integriert zahlreiche Wohnungen, von denen einige Fenster direkt in den Hallenraum blicken. Die Markthal ist damit nicht nur Kulisse fĂŒr Touristenfotos, sondern auch ein echtes WohngebĂ€ude, in dem Rotterdamerinnen und Rotterdamer ihren Alltag verbringen.
Die offizielle Tourismusorganisation von Rotterdam beschreibt das Quartier rund um die Markthal als einen der Dreh- und Angelpunkte des neuen Stadtzentrums. Die Lage nahe dem Oude Haven (Alter Hafen) und unweit der KubushĂ€user macht die Halle zu einem idealen Ausgangspunkt fĂŒr Stadterkundungen. In vielen deutschsprachigen ReisefĂŒhrern wird die Markthal als Pflichtstopp bezeichnet, wenn es um einen ersten Ăberblick ĂŒber Rotterdams urbane Transformation geht.
Im kulturellen Kontext der Niederlande schlieĂt die Markthal an eine lange Tradition der MarktplĂ€tze und WochenmĂ€rkte an, ĂŒbersetzt diese aber in eine zeitgenössische Form. Anders als die klassischen FreiluftmĂ€rkte in vielen niederlĂ€ndischen StĂ€dten schafft der ĂŒberdachte Raum eine wetterunabhĂ€ngige Infrastruktur â ein nicht zu unterschĂ€tzender Faktor in einem Land mit hĂ€ufig wechselhaftem, windigem und niederschlagsreichem Nordseewetter.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch gehört die Markthal zu den auffĂ€lligsten GebĂ€uden der jĂŒngeren europĂ€ischen Stadtentwicklung. GeprĂ€gt wird sie von ihrem gigantischen bogenförmigen Volumen, das die Markthalle ĂŒberspannt. Das Design folgt der Idee, die traditionellen offenen MĂ€rkte mit dem Bedarf an innerstĂ€dtischem Wohnraum zu kombinieren. So entstand ein U-förmiger Wohnblock, dessen Innenraum als Markthalle genutzt wird, wĂ€hrend sich an der AuĂenseite Apartments mit Blick auf die Stadt reihen.
Besonders ins Auge fallen die beiden gigantischen Glasfassaden an den Stirnseiten. Sie schlieĂen den Bogen wie transparente VorhĂ€nge und lassen viel Tageslicht in den Innenraum strömen. Gleichzeitig geben sie Passantinnen und Passanten auf dem Platz vor der Halle Einblick in das Geschehen im Inneren. Die Konstruktion aus Glas und Stahl sorgt fĂŒr eine helle, luftige AtmosphĂ€re, die sich deutlich von der oft eher dunklen Stimmung traditioneller Markthallen unterscheidet.
Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal der Markthal ist die monumentale Innenwand- und Deckenverkleidung, die hĂ€ufig als âKunsthimmelâ beschrieben wird. Das Werk zeigt vergröĂerte Motive von Obst, GemĂŒse, Blumen und anderen Lebensmitteln sowie Tieren und AlltagsgegenstĂ€nden. Diese farbintensive Bildwelt erinnert an niederlĂ€ndische Stillleben des Goldenen Zeitalters, ĂŒbersetzt sie aber in eine digitale, vergröĂerte Collage, die den gesamten Innenraum optisch umschlieĂt.
Die Gestaltung der Markthal wird in ArchitekturfĂŒhrern regelmĂ€Ăig als Paradebeispiel fĂŒr âmixed-use architectureâ hervorgehoben. StĂ€dtebau-Expertinnen betonen, dass die Kombination aus Wohnen und Markt ein Modell fĂŒr kompakte, dichte Stadtentwicklung darstellt, wie sie auch in anderen europĂ€ischen Metropolen diskutiert wird. FĂŒr Besucherinnen und Besucher ist dieser Ansatz vor allem visuell erfahrbar: Auf Augenhöhe reihen sich MarktstĂ€nde, darĂŒber sind in den Bogen Apartments angeordnet, deren Fenster teilweise in die Halle blicken, und an den Stirnseiten öffnet sich der Bau ĂŒber die Glasfassaden zur Stadt.
Der Innenraum der Markthal wirkt zugleich monumental und intim. Monumental durch die schiere Höhe und den riesigen Kunsthimmel, intim durch die kleinteilige Struktur der StĂ€nde, CafĂ©s und Sitzbereiche. Der GerĂ€uschpegel erinnert an belebte MarktplĂ€tze, wird aber durch die geschlossene Struktur und die Akustik des Baus gebĂŒndelt. Die Lichtstimmung verĂ€ndert sich im Tagesverlauf deutlich: morgens klar und kĂŒhl, nachmittags warm, abends ergĂ€nzt durch Kunstlicht. Viele Reisefotografen empfehlen die Stunde vor Sonnenuntergang, wenn das AuĂenlicht die Glasfassaden in ein weiches Leuchten taucht.
Ein weiterer Aspekt, der hÀufig hervorgehoben wird, ist die Rolle der Markthal als kulinarischer Schmelztiegel. Rotterdam ist eine multikulturelle Stadt mit Einwohnern aus vielen Teilen der Welt. Diese Vielfalt spiegelt sich in den Angeboten der StÀnde und Restaurants wider: Neben klassischen niederlÀndischen Speisen wie Haring (Matjes), KÀsevariationen und Poffertjes (kleine Pfannkuchen) finden sich asiatische Streetfood-Konzepte, mediterrane SpezialitÀten und nordafrikanische Gerichte.
Viele Besucherinnen und Besucher nutzen die Markthal gezielt, um in kurzer Zeit einen Querschnitt durch die kulinarische Landschaft Rotterdams zu erleben. Anders als auf reinen TouristenmĂ€rkten mischen sich hier Einheimische, die ihre EinkĂ€ufe erledigen, mit StĂ€dtereisenden, die probieren und fotografieren. Dieser Mix trĂ€gt wesentlich zur AtmosphĂ€re bei und macht die Markthal fĂŒr viele Reisende authentischer als rein touristisch kuratierte Food-Hallen.
Auch in der internationalen Medienlandschaft sorgt das GebĂ€ude immer wieder fĂŒr Aufmerksamkeit. Renommierte Architektur- und Reisepublikationen stellen die Markthal in Fotostrecken und Hintergrundreportagen vor, hĂ€ufig in Verbindung mit der ErzĂ€hlung von Rotterdams Wiederaufbau und seiner Rolle als âArchitekturstadtâ der Niederlande. Die Halle wird dabei oft neben Ikonen wie De Rotterdam am Ufer der Maas oder der Marktplatzgestaltung rund um die KubushĂ€user genannt.
Markthal Rotterdam besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
FĂŒr GĂ€ste aus Deutschland ist die Markthal Rotterdam vergleichsweise leicht zu erreichen. Rotterdam liegt in der Randstad, der dicht besiedelten Metropolregion der Niederlande, und ist hervorragend an das europĂ€ische Verkehrsnetz angebunden.
- Lage und Anreise: Die Markthal befindet sich im Zentrum Rotterdams, in unmittelbarer NĂ€he der Station Blaak, unweit des Oude Haven und der KubushĂ€user. Vom Hauptbahnhof Rotterdam Centraal sind es mit der S-Bahn-Ă€hnlichen Verbindung (bzw. Metro, Tram oder Bus, je nach Linie) nur wenige Minuten. Aus Deutschland ist Rotterdam per Zug gut erreichbar: Von Köln aus verkehrt der ICE/IC ĂŒber Utrecht nach Rotterdam, von Frankfurt am Main besteht eine Umsteigeverbindung ĂŒber Utrecht oder Duisburg; aus dem Raum Berlin oder MĂŒnchen werden in der Regel ein bis zwei Umstiege benötigt. FĂŒr Autofahrer fĂŒhrt der Weg meist ĂŒber das Ruhrgebiet, dann weiter ĂŒber niederlĂ€ndische Autobahnen in Richtung Randstad; es gilt das niederlĂ€ndische Tempolimit, und in vielen InnenstĂ€dten sind ParkhĂ€user kostenpflichtig.
- Flugverbindungen: Rotterdam verfĂŒgt ĂŒber einen kleineren Flughafen (Rotterdam The Hague Airport), der zeitweise von europĂ€ischen Airlines bedient wird. Viele Reisende aus Deutschland nutzen jedoch den gröĂeren Flughafen Amsterdam Schiphol und fahren von dort mit dem Zug in rund einer knappen Stunde nach Rotterdam. Von Frankfurt, MĂŒnchen, Berlin, DĂŒsseldorf oder Hamburg bestehen regelmĂ€Ăige Flugverbindungen nach Amsterdam, die Fahrzeit mit dem Zug zwischen Amsterdam Schiphol und Rotterdam Centraal ist kurz und wird von Intercity- und HochgeschwindigkeitszĂŒgen bedient.
- Ăffnungszeiten: Die Markthal fungiert als Markthalle, Gastronomie- und WohngebĂ€ude, weshalb unterschiedliche Bereiche unterschiedliche Ăffnungszeiten haben können. In der Regel sind die MarktstĂ€nde tagsĂŒber bis in den frĂŒhen Abend geöffnet, viele gastronomische Betriebe und Restaurants haben verlĂ€ngerte Ăffnungszeiten. Da sich Zeiten je nach Wochentag, Feiertagen und besonderen Veranstaltungen Ă€ndern können, empfiehlt es sich, die aktuellen Ăffnungszeiten direkt auf der offiziellen Website der Markthal oder bei der Tourismusorganisation von Rotterdam zu prĂŒfen. Ăffnungszeiten können variieren â direkt bei Markthal Rotterdam prĂŒfen.
- Eintritt: Der Zugang zum GebĂ€ude und zur Halle ist in der Regel kostenlos. Kosten fallen nur fĂŒr EinkĂ€ufe, Speisen und GetrĂ€nke sowie optionale FĂŒhrungen an. Informationen ĂŒber besondere Veranstaltungen oder gefĂŒhrte Touren sollten vorab bei der offiziellen Informationsstelle oder ĂŒber seriöse Reiseanbieter eingeholt werden.
- Beste Reisezeit: Rotterdam liegt im maritimen Klima der Nordsee. Milde, aber oft windige Winter und gemĂ€Ăigte Sommer mit gelegentlichen Regenschauern sind typisch. FĂŒr einen Besuch der Markthal eignen sich FrĂŒhjahr und Herbst ebenso wie die Sommermonate. Da die Halle ĂŒberdacht ist, bietet sie sich auch an regnerischen Tagen an. Wer Menschenmassen vermeiden möchte, besucht den Markt vorzugsweise unter der Woche am Vormittag oder frĂŒhen Nachmittag. Am Wochenende und in den Ferienzeiten kommt es zu deutlich höherem Besucheraufkommen, wenn auch die AtmosphĂ€re dann besonders lebendig ist.
- Praxis-Tipps: Sprache: In der Markthal und in Rotterdam allgemein wird NiederlĂ€ndisch gesprochen. Englisch ist in den Niederlanden weit verbreitet, und viele BeschĂ€ftigte an StĂ€nden und in Restaurants können sich gut auf Englisch verstĂ€ndigen. Deutsch wird durchaus verstanden, insbesondere in touristischen Bereichen, ist aber weniger verbreitet als Englisch. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist Englisch daher meist die praktikabelste lingua franca.
- Zahlung und Trinkgeld: Die Niederlande gelten als sehr kartenfreundliches Land. In der Markthal sind Debit- und Kreditkartenzahlungen weit verbreitet, kontaktloses Bezahlen inklusive Smartphone-Wallets wird vielerorts akzeptiert. Kleinere BetrĂ€ge werden hĂ€ufig ebenfalls per Karte bezahlt. Trinkgeld ist nicht so ausgeprĂ€gt wie in manchen anderen LĂ€ndern, ein freiwilliger Aufschlag von rund 5â10 % in Restaurants oder das Aufrunden kleiner BetrĂ€ge im Servicebereich wird jedoch geschĂ€tzt, ist aber nicht zwingend.
- Sicherheit und Verhalten: Die Markthal ist ein stark frequentierter öffentlicher Raum. Ăbliche VorsichtsmaĂnahmen wie Aufmerksamkeit gegenĂŒber Taschendiebstahl in dichtem GedrĂ€nge sind sinnvoll. Fotografieren ist grundsĂ€tzlich erlaubt, vor allem der Kunsthimmel ist ein beliebtes Motiv. In einzelnen gastronomischen Bereichen oder bei Veranstaltungen kann es spezifische Regeln geben; Hinweisschilder vor Ort sollten beachtet werden. RĂŒcksicht auf andere GĂ€ste wird besonders geschĂ€tzt, etwa beim Fotografieren oder bei der Nutzung von SitzplĂ€tzen zur StoĂzeit.
- Einreisebestimmungen: Die Niederlande gehören zum Schengen-Raum. FĂŒr deutsche StaatsbĂŒrger genĂŒgt zur Einreise in der Regel ein gĂŒltiger Personalausweis oder Reisepass. Da sich Bestimmungen Ă€ndern können, sollten deutsche StaatsbĂŒrger die aktuellen Einreisebestimmungen, Sicherheits- und Gesundheitshinweise beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen.
- Zeitzone: Die Niederlande liegen in derselben Zeitzone wie Deutschland (MitteleuropÀische Zeit, MEZ, sowie MitteleuropÀische Sommerzeit, MESZ). Es besteht daher keine Zeitverschiebung, was die Reiseplanung erleichtert.
Warum Markthal auf jede Rotterdam-Reise gehört
Die Markthal Rotterdam ist weit mehr als nur ein Fotomotiv fĂŒr soziale Medien. Sie verdichtet gleich mehrere Erlebnisse, die eine StĂ€dtereise ausmachen: architektonische Entdeckung, kulinarische Exploration und das Eintauchen in eine lokale Alltagskultur. Wer zum ersten Mal unter dem farbigen Deckenbogen steht, erlebt hĂ€ufig einen kurzen Moment des Staunens, bevor der Blick ĂŒber die StĂ€nde schweift.
Gerade fĂŒr Reisende aus Deutschland, die Rotterdam als Wochenendziel oder als Zwischenstopp auf dem Weg zur niederlĂ€ndischen KĂŒste wĂ€hlen, eignet sich die Markthal als kompakter Einstieg in die Stadt. Sie liegt zentral, ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden und befindet sich in unmittelbarer NĂ€he weiterer Highlights wie den KubushĂ€usern, dem Alten Hafen und der Laurenskerk, einer der wenigen historischen Kirchen Rotterdams, die den Krieg ĂŒberstanden hat oder spĂ€ter rekonstruiert wurde.
Die Markthal erlaubt es, niederlĂ€ndische Klassiker und internationale KĂŒche direkt miteinander zu vergleichen: ein StĂŒck KĂ€se von einem traditionellen Stand, danach ein indonesisches oder surinamisches Gericht â KĂŒchen, die durch die koloniale Geschichte und Migrationsbewegungen in den Niederlanden besonders prĂ€sent sind. Gerade diese kulinarische Vielfalt vermittelt ein GefĂŒhl fĂŒr die heutige, multikulturelle Gesellschaft Rotterdams.
FĂŒr Architekturinteressierte ist die Markthal ein Paradebeispiel dafĂŒr, wie konsequent Rotterdam neue Wege im StĂ€dtebau geht. Das GebĂ€ude zeigt, dass zeitgenössische Architektur keine glatte, unnahbare HĂŒlle sein muss, sondern zum stĂ€dtischen Wohnzimmer werden kann. Der direkte Vergleich mit anderen europĂ€ischen Markthallen â etwa der Markthalle in Budapest mit historischer Stahlkonstruktion oder den MarktgebĂ€uden in Barcelona â macht deutlich, dass Rotterdam bewusst eine sehr moderne, fast futuristische Lösung gewĂ€hlt hat.
ReisefĂŒhrer und kulturjournalistische Berichte betonen, dass sich ein Besuch der Markthal zu unterschiedlichen Tageszeiten lohnt. Am Vormittag dominieren Menschen, die frische Lebensmittel kaufen, mittags und am frĂŒhen Abend rĂŒckt das gastronomische Angebot stĂ€rker in den Vordergrund. Nach Einbruch der Dunkelheit verwandeln die Beleuchtung des Kunsthimmels und die erleuchteten Glasfassaden das GebĂ€ude in eine leuchtende Skulptur im Stadtraum, die sich besonders gut von den umliegenden PlĂ€tzen, BrĂŒcken oder aus den angrenzenden StraĂen fotografieren lĂ€sst.
Wer mit Kindern reist, findet in der Markthal einen vergleichsweise unkomplizierten Ort: Es gibt viel zu sehen, zu probieren und zu entdecken, und der geschĂŒtzte Innenraum ist unabhĂ€ngig von Wetter und Jahreszeit. Gleichzeitig bietet die Umgebung genĂŒgend Möglichkeiten fĂŒr kurze SpaziergĂ€nge, etwa zum Wasser des Oude Haven oder zu den markanten KubushĂ€usern, die hĂ€ufig ebenfalls die Aufmerksamkeit jĂŒngerer Besucher auf sich ziehen.
Auch fĂŒr Kurzaufenthalte â etwa wĂ€hrend eines geschĂ€ftlichen Termins oder eines Messebesuchs in Rotterdam â eignet sich die Markthal als Ort fĂŒr ein schnelles, aber qualitativ hochwertiges Essen. In der Mittagspause oder am frĂŒhen Abend lĂ€sst sich dort in kurzer Zeit eine groĂe Auswahl an Speisen finden, ohne die Stadt weitlĂ€ufig erkunden zu mĂŒssen.
Markthal Rotterdam in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke
Auf Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube ist die Markthal Rotterdam lĂ€ngst ein wiederkehrendes Motiv: Der bunte Kunsthimmel, die Glaskuppeln und das geschĂ€ftige Treiben der MarktstĂ€nde bieten unzĂ€hlige Perspektiven fĂŒr Fotos, Reels und Vlogs. Viele Reisende teilen ihre persönlichen âFood-Tourenâ durch die Halle, andere fokussieren sich auf architektonische Details oder Zeitrafferaufnahmen des Besucherstroms. Wer vorab EindrĂŒcke sammeln oder nach dem Besuch in Erinnerungen schwelgen möchte, findet in den sozialen Medien eine FĂŒlle an authentischen Bildern und Videos.
Markthal Rotterdam â Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
HĂ€ufige Fragen zu Markthal Rotterdam
Wo befindet sich die Markthal Rotterdam genau?
Die Markthal Rotterdam liegt im Stadtzentrum von Rotterdam in den Niederlanden, in unmittelbarer NÀhe der Station Blaak, des Alten Hafens (Oude Haven) und der KubushÀuser. Die Lage ist hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden und vom Hauptbahnhof Rotterdam Centraal aus in wenigen Minuten erreichbar.
Was macht die Markthal Rotterdam so besonders?
Die Markthal kombiniert einen ĂŒberdachten Lebensmittel- und Genussmarkt mit Wohnungen, Gastronomie und einem Supermarkt in einem spektakulĂ€ren Bogenbau. Besonders ist auch der farbenprĂ€chtige Kunsthimmel an der Innenwand und Decke, der vergröĂerte FrĂŒchte, Blumen und andere Motive zeigt und dem Raum eine einzigartige AtmosphĂ€re verleiht.
Kostet der Besuch der Markthal Rotterdam Eintritt?
Der Zugang zur Markthal Rotterdam ist in der Regel kostenlos. Kosten entstehen nur fĂŒr EinkĂ€ufe, Speisen und GetrĂ€nke oder fĂŒr optional angebotene FĂŒhrungen und Veranstaltungen. Informationen zu speziellen Events sollten vorab bei offiziellen Stellen eingeholt werden.
Wann ist die beste Zeit fĂŒr einen Besuch der Markthal?
FĂŒr einen entspannten Besuch bieten sich Wochentage am Vormittag oder frĂŒhen Nachmittag an, wenn der Andrang geringer ist. Am Wochenende und in den Ferienzeiten ist die Stimmung besonders lebendig, die Halle kann dann aber deutlich voller sein. Da die Markthal ĂŒberdacht ist, eignet sie sich auch gut bei schlechtem Wetter.
Wie kommen Reisende aus Deutschland am besten zur Markthal?
Reisende aus Deutschland erreichen die Markthal am bequemsten per Zug ĂŒber Rotterdam Centraal und weiter mit Metro, Tram oder einem kurzen Spaziergang bis zur Station Blaak. Alternativ sind die Anreise mit dem Auto ĂŒber das niederlĂ€ndische Autobahnnetz oder per Flug nach Amsterdam Schiphol mit anschlieĂender Zugfahrt nach Rotterdam gĂ€ngige Optionen.
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