Ministerium verstärkt Schutzarbeiten an Chan Chan am 30. Oktober
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 08:07 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSSchutz und Wege im November
- Das Kulturministerium meldete am 30. Oktober 2026 in Trujillo zusätzliche Schutzmaßnahmen für Chan Chan.
- Drei Notfallpläne betreffen die besuchbaren Bereiche Nik An, Arco Iris und La Esmeralda.
- Die Welterbestätte wurde 1986 in die UNESCO-Liste aufgenommen und steht zugleich unter besonderem Schutz.
Das Kulturministerium verstärkt am 30. Oktober 2026 in Trujillo den Schutz von Chan Chan vor möglichen Starkregen im Zusammenhang mit dem El Niño 2026-2027. Die Maßnahmen betreffen sowohl die Lehmarchitektur als auch die für Besichtigungen geöffneten Bereiche des archäologischen Komplexes.
Schutzarbeiten laufen bis Mitte November
Die Direktion für Kultur von La Libertad und das Sonderprojekt für den archäologischen Komplex Chan Chan setzen die vorbeugende Konservierung um. Der Bericht vom 30. Oktober 2026 nennt als Auslöser die erwarteten intensiven Niederschläge des Wetterphänomens.
Seit März laufen Notfall- und Wartungsarbeiten mit einer Frist bis Mitte November. Zwei Arbeitsgruppen kümmern sich um unterschiedliche Bereiche: Eine ist im ummauerten Komplex Nik An tätig, der auch als Palast Tschudi bezeichnet wird. Die andere arbeitet an den Huacas des archäologischen Geländes.
Zum Programm gehören die Ausbesserung von Schäden durch Wasserläufe, Feuchtigkeit und abgeplatztes Schutzmaterial. Außerdem werden Abdeckungen und Entwässerungssysteme gewartet, Kontrollschächte gereinigt und Ablagerungen aus den Dachrinnen entfernt. Die Besucherwege werden durch Geländemodellierung, neues Material und angepasste Neigungen für den Wasserabfluss hergerichtet.
Für die drei besuchbaren Sektoren Huaca Arco Iris, Huaca La Esmeralda und Nik An wurden Notfallpläne erstellt. Sie legen Maßnahmen vor, während und nach intensiven Regenfällen fest und beziehen den Schutz der Besucher und des Personals ein. Die amtliche Meldung zu den Arbeiten nennt zudem eine geplante Verbesserung der Regenentwässerung im Nordwesten von Nik An.
Warum die Lehmstadt besonders gefährdet ist
Chan Chan liegt an der peruanischen Nordküste zwischen dem Pazifik und der Stadt Trujillo. Die Anlage war die Hauptstadt des alten Chimú-Reiches und zählt zu den größten vorspanischen Städten mit Lehmarchitektur in Amerika.
Die UNESCO nahm Chan Chan 1986 in die Welterbeliste auf. Das zentrale Monumentalgebiet umfasst etwa sechs Quadratkilometer und besteht aus neun großen, von hohen Lehmwänden umgebenen Anlagen. Die gesamte historische Stadt erstreckte sich über ungefähr 20 Quadratkilometer.
Gerade diese Bauweise erklärt den Schwerpunkt der aktuellen Arbeiten. Wasser kann Lehmwände, Reliefs und Schutzschichten beschädigen, während funktionierende Abdeckungen und Abflüsse den direkten Eintrag von Regen begrenzen. Die nun bearbeiteten Wege verbinden damit den Schutz der Substanz mit den Bedingungen für den Besuch.
Die Welterbestätte steht außerdem auf der UNESCO-Liste des gefährdeten Welterbes. Als Gründe gelten unter anderem die Empfindlichkeit der Lehmarchitektur gegenüber extremen Klimaereignissen und die besondere Belastung durch El Niño. Die UNESCO beschreibt die Gefährdung und die Bedeutung der Schutzmaßnahmen für das Gelände.
Chan Chan besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Die am 30. Oktober 2026 bekannt gemachten Schutzarbeiten laufen bis Mitte November und betreffen Chan Chan in Trujillo.
- Besucherwege, Entwässerungen und Schutzdächer werden instandgesetzt; die drei Notfallpläne beziehen Nik An, Arco Iris und La Esmeralda ein.
- Die Anlage liegt an der peruanischen Nordküste zwischen dem Pazifik und Trujillo.
- Zum Gelände gehören hohe Lehmwände, ummauerte Anlagen und Wege durch eine ausgedehnte archäologische Zone.
- In Peru gelten Spanisch als Amtssprache und der Sol als Landeswährung.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Chan Chan auf Social-Media-Plattformen
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Chan Chan: häufige Fragen
Was hat sich am Chan Chan geändert?
Am 30. Oktober 2026 wurden verstärkte Schutz- und Wartungsarbeiten gegen mögliche El-Niño-Regen bekannt gemacht. Sie betreffen unter anderem Wege, Entwässerungen und Abdeckungen.
Welche Bereiche sind von den Notfallplänen erfasst?
Die Pläne gelten für Nik An, die Huaca Arco Iris und die Huaca La Esmeralda. Diese Bereiche sind für die touristische Besichtigung vorgesehen.
Wo liegt Chan Chan und wie kommt man hin?
Chan Chan liegt an der Nordküste Perus zwischen dem Pazifik und Trujillo. Die archäologische Zone befindet sich damit im Umfeld der Stadt Trujillo.
