Musee d'Orsay Paris, Paris, Frankreich

Musee d'Orsay Paris: Wie ein Bahnhof zum Kunsttempel wurde

06.07.2026 - 10:14:20 | ad-hoc-news.de

Das Musee d'Orsay Paris, einst ein eleganter Bahnhof an der Seine, ist heute eines der wichtigsten Museen Frankreichs. Warum dieser Ort deutsche Paris-Reisende besonders fasziniert.

Musee d'Orsay Paris, Paris, Frankreich, Reise
Musee d'Orsay Paris, Paris, Frankreich, Reise

Wer das Musee d'Orsay Paris zum ersten Mal betritt, steht unter einer mĂ€chtigen Glaswölbung, durch die das Licht auf alte Bahnhofsuhr, Eisenkonstruktion und Meisterwerke von Monet, Van Gogh und Degas fĂ€llt – ein ehemaliger Kopfbahnhof, der sich in einen der poetischsten Kunstorte der Welt verwandelt hat. Das Musee d'Orsay (auf Deutsch sinngemĂ€ĂŸ „Museum d'Orsay“) verbindet Industriearchitektur der Belle Époque mit der wohl berĂŒhmtesten Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer Kunst in Paris.

Musee d'Orsay Paris: Das ikonische Wahrzeichen von Paris

Das Musee d'Orsay Paris gehört zu den berĂŒhmtesten Museen der französischen Hauptstadt und bildet mit dem Louvre und dem Centre Pompidou ein Dreieck der Kunstgeschichte entlang der Seine. Untergebracht in einem ehemaligen BahnhofsgebĂ€ude direkt gegenĂŒber der Tuilerien-GĂ€rten zeigt es vor allem Kunst von etwa 1848 bis 1914 – also jene Zeit, in der Paris zur Metropole der Moderne wurde.

Besucher:innen erleben hier nicht nur weltbekannte GemĂ€lde, sondern auch Skulpturen, Möbel, Fotografie und Architekturmodelle, die die Epoche zwischen Revolution, Industrialisierung und Belle Époque greifbar machen. Die große Bahnhofshalle mit ihrem 138 Meter langen Mittelschiff, den Galerien und der ikonischen riesigen Uhr bietet dabei eine BĂŒhne, die sich deutlich von klassischen Museumsbauten unterscheidet.

FĂŒr Reisende aus Deutschland ist das Musee d'Orsay ein idealer Ort, um die Entwicklung der europĂ€ischen Kunst von der akademischen Malerei hin zu Impressionismus, Symbolismus und Jugendstil im Original zu verfolgen – und gleichzeitig einen architektonischen Zeitzeugen der Weltausstellung in Paris zu entdecken.

Geschichte und Bedeutung von Musee d'Orsay

Die Geschichte des Musee d'Orsay beginnt lange vor seiner Eröffnung als Museum. Ende des 19. Jahrhunderts beschloss die Eisenbahngesellschaft Compagnie des chemins de fer d'OrlĂ©ans einen neuen reprĂ€sentativen Bahnhof am linken Seine-Ufer zu errichten. Anlass war die Weltausstellung 1900 in Paris, fĂŒr die die Stadt zahlreiche Großprojekte realisierte – Ă€hnlich wie spĂ€tere Weltmetropolen zu Olympischen Spielen oder Expos ihre Infrastruktur erneuern.

Der Gare d'Orsay, so der ursprĂŒngliche Name, wurde 1900 eröffnet und war als Kopfbahnhof fĂŒr ZĂŒge aus SĂŒdwestfrankreich vorgesehen. Seine Stahlkonstruktion war damals nach außen hin verkleidet, um sich harmonisch in die historische Umgebung nahe der AssemblĂ©e Nationale und der Louvre-Achse einzufĂŒgen. Die Fassade im neobarocken Stil, die heute noch zu sehen ist, sollte bewusst an ein klassisches Stadtpalais erinnern.

Mit der Elektrifizierung des Bahnverkehrs blĂŒhte der Bahnhof zunĂ€chst auf, verlor aber im 20. Jahrhundert rasch an Bedeutung, als lĂ€ngere ZĂŒge und neue Strecken andere, moderner ausgelegte Bahnhöfe in Paris benötigten. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente der Gare d'Orsay zeitweise als Abfahrtsort fĂŒr ZĂŒge, die Kriegsgefangene und Deportierte zurĂŒckbrachten, spĂ€ter als Postbahnhof, Kulisse fĂŒr Filmproduktionen und sogar als Ort politischer Parteitage.

In den 1960er- und 1970er-Jahren stand das GebĂ€ude zeitweise vor dem Abriss – ein Schicksal, das viele Bahnhöfe und Industrieanlagen der GrĂŒnderzeit ereilte. Der damalige französische Kulturminister und spĂ€tere StaatsprĂ€sident ValĂ©ry Giscard d’Estaing unterstĂŒtzte jedoch die Idee, den Bahnhof in ein Museum umzuwandeln, das die ZeitlĂŒcke zwischen Louvre (mit Schwerpunkt auf Ă€lterer Kunst) und dem damals neu geplanten Centre Pompidou (Moderne und zeitgenössische Kunst) schließen sollte.

1978 wurde das GebĂ€ude offiziell als historisches Monument unter Denkmalschutz gestellt. In den folgenden Jahren entstand ein Konzept, das die historische Architektur bewahren und gleichzeitig eine moderne Museumslandschaft schaffen sollte. Die französische Regierung beauftragte ein Architektenteam um Gae Aulenti fĂŒr den Innenausbau; das Ă€ußere Erscheinungsbild blieb weitgehend erhalten, wurde jedoch restauriert und technisch aktualisiert.

1986 öffnete das Musee d'Orsay seine TĂŒren als Nationalmuseum. Seitdem ist es zu einer der wichtigsten Kulturinstitutionen Frankreichs geworden und verzeichnet regelmĂ€ĂŸig mehrere Millionen Besucher pro Jahr. In der internationalen Museumslandschaft gilt es als Referenz fĂŒr die PrĂ€sentation des 19. Jahrhunderts, insbesondere der Übergangszeit zur Moderne.

FĂŒr deutsche Besucher:innen ist auch die historische ParallelitĂ€t interessant: WĂ€hrend in Frankreich der Gare d'Orsay als Symbol der Weltausstellung 1900 entstand, wurde im Deutschen Kaiserreich zur gleichen Zeit etwa der Berliner Lehrter Bahnhof, ein VorlĂ€ufer des heutigen Berliner Hauptbahnhofs, ausgebaut. So lĂ€sst sich am Musee d'Orsay auch ein StĂŒck europĂ€ische Infrastrukturgeschichte ablesen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist das Musee d'Orsay ein Musterbeispiel fĂŒr die Verbindung von Industrie und ReprĂ€sentation. Die Ă€ußere Fassade im Stil der Beaux-Arts-Architektur, mit reich geschmĂŒckten SteinoberflĂ€chen, Skulpturen und einer markanten Dachlinie, verbirgt das Innenleben aus StahltrĂ€gern und Glas. Dieses Prinzip war um 1900 typisch fĂŒr Prestige-Bauten in Paris, die moderne Technik hinter traditionell wirkenden HĂŒllen verbargen.

Im Inneren prĂ€gt vor allem die große ehemalige Bahnhofshalle das Erlebnis. Die LĂ€ngsachse, einst von Gleisen und Bahnsteigen dominiert, wurde in eine zentrale Skulpturengalerie verwandelt. Oberlichter sorgen fĂŒr Tageslicht, das auf die weißen und beigefarbenen SteinoberflĂ€chen fĂ€llt und die Kunstwerke weich ausleuchtet. Mehrere Ebenen mit Galerien und AusstellungsrĂ€umen öffnen sich zu dieser Halle, was ein rĂ€umlich sehr offenes, theatralisches MuseumsgefĂŒhl erzeugt.

Die riesige Bahnhofsuhr an der Seine-Seite ist eines der meistfotografierten Details des Hauses. Von innen können Besucher:innen durch die Schatten der Uhrzeiger auf die Stadt blicken – mit einem Panorama auf die Seine, das Louvre-GebĂ€ude und das rechte Ufer. Dieser Blick gehört zu den ikonischen Motiven auf Instagram und in ReisefĂŒhrern und vermittelt ganz unmittelbar das Zusammenspiel von Architekturgeschichte und moderner Nutzung.

Die Kunstsammlung des Musee d'Orsay konzentriert sich auf die Zeit von etwa 1848 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914. In dieser Epoche entstanden die großen UmbrĂŒche in Politik, Gesellschaft und Kunst, die Europa nachhaltig prĂ€gten. Wichtige Sammlungsbereiche sind:

  • Impressionismus: Werke von Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Camille Pissarro, Alfred Sisley, Berthe Morisot und anderen, die mit freier PinselfĂŒhrung und Lichtstudien die akademische Malerei ablösten.
  • Postimpressionismus: Bilder von Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Paul CĂ©zanne, Georges Seurat, die Farbe und Form weiter radikalisierten.
  • Realismus und Naturalismus: GemĂ€lde von Gustave Courbet, Jean-François Millet und HonorĂ© Daumier, die soziale Themen und das Leben einfacher Menschen ins Zentrum rĂŒckten.
  • Symbolismus und Jugendstil: Werke von Odilon Redon, Gustave Moreau und anderen, Möbel und Kunsthandwerk der Art Nouveau, die ideal zu den Linien des Bahnhofs passen.
  • Skulpturen: Bedeutende Werke von Auguste Rodin sowie Arbeiten anderer Bildhauer des 19. Jahrhunderts.

Die Museumsleitung betont, dass das Musee d'Orsay nicht nur ein Ort fĂŒr „schöne Bilder“ ist, sondern auch ein Schaufenster gesellschaftlicher Debatten des 19. Jahrhunderts: Industrialisierung, Urbanisierung, die Rolle der Frau, Kolonialismus und die Entstehung moderner GroßstĂ€dte. Viele Ausstellungen greifen diese Themen explizit auf und stellen historische Kontexte dar – ein wichtiger Aspekt fĂŒr Besucher:innen, die Kunst nicht losgelöst von Geschichte betrachten möchten.

Ein weiteres besonderes Merkmal ist die Verbindung zum benachbarten Musee de l'Orangerie im Tuilerien-Garten, in dem Monets großformatige Seerosen-Zyklen zu sehen sind. Zusammen bieten beide HĂ€user einen nahezu vollstĂ€ndigen Überblick ĂŒber den Impressionismus und seine Nachwirkungen, was gerade fĂŒr Kunstinteressierte aus Deutschland eine seltene Dichte an Hauptwerken bedeutet.

Musee d'Orsay Paris besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

FĂŒr Besucher:innen aus Deutschland ist das Musee d'Orsay relativ leicht in eine Paris-Reise zu integrieren. Das Museum liegt im 7. Arrondissement, direkt am linken Seine-Ufer, gegenĂŒber dem Louvre auf der anderen Seite des Flusses. Die zentrale Lage macht es gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

  • Lage und Anreise (inkl. Flug/Bahn/Auto-Optionen ab Deutschland, soweit sinnvoll): Von den großen FlughĂ€fen Frankfurt, MĂŒnchen, Berlin, DĂŒsseldorf oder Hamburg gibt es tĂ€gliche DirektflĂŒge nach Paris-Charles de Gaulle (CDG) und Paris-Orly (ORY). Die Flugzeit liegt in der Regel bei etwa 1–1,5 Stunden, hinzu kommt der Transfer mit RER, Bus oder Taxi ins Stadtzentrum. Aus vielen deutschen StĂ€dten ist Paris auch bequem mit dem Hochgeschwindigkeitszug erreichbar: ICE- und TGV-Verbindungen bestehen unter anderem ab Frankfurt, Stuttgart, Karlsruhe, MĂŒnchen (ĂŒber Umstieg) und vereinzelt aus NRW. Die Fahrzeiten liegen hĂ€ufig zwischen 3 und 6 Stunden, abhĂ€ngig von Startbahnhof und Verbindung. FĂŒr Reisende aus SĂŒdwestdeutschland ist die Bahn oft eine attraktive Alternative zum Flug. Mit dem Auto erreicht man Paris ĂŒber das französische Autobahnnetz, unter anderem ĂŒber die A4 von Straßburg kommend. In Frankreich herrscht auf vielen Autobahnen Mautpflicht. In der Stadt selbst empfiehlt sich jedoch der Verzicht auf das Auto; die Pariser Metro und Busse sind dicht getaktet.
  • Öffnungszeiten (mit Hinweis: „Öffnungszeiten können variieren — direkt bei Musee d'Orsay Paris prĂŒfen.): Das Museum ist in der Regel an mehreren Tagen pro Woche von Vormittag bis spĂ€tem Nachmittag oder frĂŒhen Abend geöffnet, hĂ€ufig mit einem lĂ€ngeren Abend („Nocturne“) an einem Wochentag. Montags bleibt das Haus traditionell geschlossen, wie viele große Museen in Paris. Da sich Öffnungszeiten aufgrund von Feiertagen, Sonderveranstaltungen oder Sicherheitslagen Ă€ndern können, sollten Besucher:innen die jeweils aktuellen Angaben unmittelbar vor dem Besuch auf der offiziellen Website des Musee d'Orsay prĂŒfen. Dort finden sich auch Informationen zu letzten Einlasszeiten und möglichen Schließungen einzelner Bereiche.
  • Eintritt (nur bei Doppel-Verifikation; sonst zeitlos; Euro zuerst, LokalwĂ€hrung in Klammern): Das Musee d'Orsay erhebt einen Eintrittspreis, der sich nach Alter, ErmĂ€ĂŸigungsstatus und möglichen Sonderausstellungen richtet. Üblicherweise gibt es regulĂ€re Tickets fĂŒr Erwachsene, ermĂ€ĂŸigte Tarife und teilweise kostenfreien Eintritt fĂŒr bestimmte Personengruppen (z.?B. junge Menschen aus der EU bis zu einem bestimmten Alter). Da sich Preise im Laufe der Zeit regulĂ€r anpassen und Sonderausstellungen ZuschlĂ€ge verursachen können, empfiehlt es sich, die aktuellen Ticketkonditionen und Online-Reservierungsmöglichkeiten direkt bei Musee d'Orsay Paris zu prĂŒfen. FĂŒr Reisende aus Deutschland kann sich ein Zeitslot-Ticket lohnen, um lange Wartezeiten zu vermeiden.
  • Beste Reisezeit (Saison, Tageszeit, Andrang): Paris ist ganzjĂ€hrig ein beliebtes Reiseziel, entsprechend gut besucht ist auch das Musee d'Orsay. In den Sommermonaten sowie rund um Ostern, Pfingsten und Weihnachten ist mit erhöhtem Besucherandrang zu rechnen. Wer es ruhiger mag, wĂ€hlt möglichst Wochentage außerhalb der französischen Ferien und kommt eher morgens zum Einlass oder nutzt einen spĂ€ten Einlass am Abend eines „Nocturne“-Tages. In den Wintermonaten außerhalb der Feiertage ist es im Museum oft etwas leerer, was sich hervorragend fĂŒr intensive Kunstbetrachtung eignet.
  • Praxis-Tipps: Sprache vor Ort, Zahlung, Trinkgeld, Kleiderordnung, Fotografieregeln: Im Musee d'Orsay wird primĂ€r Französisch gesprochen, allerdings sprechen Mitarbeiter:innen im Besucherservice und an den Kassen in der Regel auch Englisch. Deutschsprachige Hinweisschilder sind nicht flĂ€chendeckend, daher ist ein grundlegendes VerstĂ€ndnis von Englisch oder Französisch hilfreich. Zahlungsarten: In Paris ist Kartenzahlung weit verbreitet, insbesondere Kreditkarten (Visa, Mastercard, teilweise auch andere Systeme). Viele Museen akzeptieren kontaktlose Bezahlung ĂŒber Smartphone-Services wie Apple Pay oder Google Pay. Klassische deutsche Girokarten funktionieren nicht immer zuverlĂ€ssig, eine Kreditkarte ist empfehlenswert. Trinkgeld: Im Museum selbst ist kein Trinkgeld ĂŒblich, in CafĂ©s und Restaurants innerhalb oder in der NĂ€he des Museums ist ein Trinkgeld von rund 5–10?% auf den Rechnungsbetrag ĂŒblich, sofern der Service nicht bereits inbegriffen ist. Kleiderordnung: Es gibt keine formelle Kleiderordnung, ĂŒbliche, gepflegte Freizeitkleidung ist ausreichend. Da Garderoben und Sicherheitskontrollen bei starkem Betrieb Zeit kosten, sollten große RucksĂ€cke vermieden werden. Fotografieren ist meist in vielen Bereichen fĂŒr private Zwecke ohne Blitz erlaubt; in Sonderausstellungen oder bei bestimmten Leihgaben können EinschrĂ€nkungen gelten. Entsprechende Hinweise vor Ort sind unbedingt zu beachten.
  • Einreisebestimmungen: Deutsche StaatsbĂŒrger:innen können nach Frankreich im Rahmen der EU-FreizĂŒgigkeit in der Regel mit gĂŒltigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Frankreich gehört zum Schengenraum, Grenzkontrollen können jedoch in Ausnahmesituationen vorĂŒbergehend verstĂ€rkt werden. Da sich Einreise- und Sicherheitsbestimmungen Ă€ndern können, sollten Reisende die aktuellen Hinweise beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen. FĂŒr Österreich und die Schweiz gelten Ă€hnliche Regelungen im Rahmen des Schengen-Abkommens; auch hier empfiehlt sich ein Blick auf die offiziellen AuskĂŒnfte der jeweiligen Außenministerien.

ZusĂ€tzlich ist die Zeitverschiebung fĂŒr die Reiseplanung relevant: Paris liegt wie Deutschland in der MitteleuropĂ€ischen Zeitzone (MEZ) und stellt ebenfalls auf MitteleuropĂ€ische Sommerzeit (MESZ) um. Es besteht also keine Zeitdifferenz – praktisch fĂŒr die Kommunikation und das Planen von An- und Abreise.

Wer mit Kindern reist, kann das Musee d'Orsay als familienfreundliches Museum erleben: Viele GemĂ€lde sind farbenfroh, die Skulpturenhalle wirkt oft wie ein begehbares BĂŒhnenbild. Gleichzeitig ist zu beachten, dass große Besucherströme fĂŒr kleinere Kinder anstrengend sein können; Pausen im Museumsrestaurant oder in den CafĂ©s am Seine-Ufer sind daher sinnvoll einzuplanen.

Warum Musee d'Orsay auf jede Paris-Reise gehört

Das Musee d'Orsay ist mehr als nur ein weiterer Pflichtpunkt auf einer Liste von SehenswĂŒrdigkeiten. Es bildet einen emotionalen und kĂŒnstlerischen Kontrapunkt zum Louvre: WĂ€hrend der Louvre die großen Epochen von Antike bis Mitte des 19. Jahrhunderts erzĂ€hlt, widmet sich das Musee d'Orsay der Geburt der Moderne – jener Zeit, in der Paris zur Hauptstadt der Kunst avancierte.

Wer hier vor Monets „Kathedrale von Rouen“, vor den nĂ€chtlichen Szenen von Van Gogh oder vor Degas' BalletttĂ€nzerinnen steht, spĂŒrt, wie eng die Motive mit Frankreichs Landschaften, StĂ€dten und Menschen verbunden sind. Viele Reisende kombinieren einen Besuch im Musee d'Orsay bewusst mit AusflĂŒgen in französische Regionen wie die Normandie oder die Provence, um die dargestellten Orte spĂ€ter in der RealitĂ€t wiederzuerkennen.

Die AtmosphĂ€re im Museum ist einzigartig: Die offene Halle, das Licht, die Mischung aus Eisenkonstruktion und Kunstobjekten, das leise Summen der Besucherströme – all das unterscheidet sich deutlich von klassisch-geschlossenen MuseumsrĂ€umen, etwa im Louvre oder in manchen deutschen Kunstmuseen. FĂŒr Besucher:innen aus Deutschland, die beispielsweise Kunsttempel wie die Alte Nationalgalerie in Berlin oder die Pinakothek der Moderne in MĂŒnchen kennen, ist die Raumwirkung des Musee d'Orsay eine bemerkenswerte ErgĂ€nzung.

Auch die Lage an der Seine macht das Museum zu einem idealen Ausgangs- oder Endpunkt eines Spaziergangs: In wenigen Minuten erreicht man zu Fuß den Louvre, das Musee de l'Orangerie, den Jardin des Tuileries oder ĂŒber die BrĂŒcken das rechte Seine-Ufer mit seinen Bouquinisten und historischen GebĂ€uden. Gerade bei einem verlĂ€ngerten Wochenende in Paris lĂ€sst sich das Musee d'Orsay somit hervorragend in eine Stadterkundung einbinden.

FĂŒr Kulturinteressierte mit besonderem Fokus auf Malerei und Architektur ist das musee d'Orsay hĂ€ufig ein Höhepunkt der Reise, nicht selten sogar der emotionalste Moment, wenn vertraute Bilder aus BildbĂ€nden, SchulbĂŒchern oder Filmen zum ersten Mal im Original gesehen werden. Der Besuch bietet zudem einen guten Einstieg in die französische Kulturgeschichte, der sich durch weitere Museen, StadtspaziergĂ€nge und Gastronomie vertiefen lĂ€sst.

Musee d'Orsay Paris in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In den sozialen Medien gehört das Musee d'Orsay zu den besonders prĂ€senten Pariser SehenswĂŒrdigkeiten. Vor allem die große Bahnhofsuhr, die Haupttreppe, die Skulpturengalerie und die Aussicht auf die Seine werden hĂ€ufig geteilt. Reiseblogger:innen, Kunstliebhaber:innen und Fotografie-Fans nutzen die lichtdurchfluteten RĂ€ume, um EindrĂŒcke zwischen Kunst und Architektur festzuhalten. Viele Besucher:innen zeigen zudem ihr persönliches „Wiedersehen“ mit berĂŒhmten GemĂ€lden, etwa von Van Gogh, Monet oder Renoir.

HĂ€ufige Fragen zu Musee d'Orsay Paris

Wo liegt das Musee d'Orsay Paris genau?

Das Musee d'Orsay befindet sich im 7. Arrondissement von Paris am linken Ufer der Seine, gegenĂŒber den Tuilerien-GĂ€rten und in unmittelbarer NĂ€he zum Louvre. Die zentrale Lage macht es einfach, den Besuch mit einem Spaziergang entlang des Flusses oder weiteren SehenswĂŒrdigkeiten im historischen Zentrum zu verbinden.

Was ist das Besondere an Musee d'Orsay im Vergleich zum Louvre?

WĂ€hrend der Louvre Kunst von der Antike bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts zeigt, konzentriert sich das Musee d'Orsay auf die Zeit von 1848 bis 1914 mit einem Schwerpunkt auf Impressionismus und Postimpressionismus. DarĂŒber hinaus ist das Museum in einem ehemaligen Bahnhof untergebracht, dessen beeindruckende Halle und Bahnhofsuhr eine ganz eigene AtmosphĂ€re schaffen.

Wie viel Zeit sollte man fĂŒr den Besuch des Musee d'Orsay einplanen?

FĂŒr einen Überblick ĂŒber die Hauptwerke und die wichtigsten SĂ€le empfiehlt sich mindestens ein halber Tag, also etwa drei bis vier Stunden. Kunstinteressierte, die einzelne Epochen intensiver studieren möchten oder auch Sonderausstellungen besuchen, planen besser einen ganzen Nachmittag ein und kombinieren den Museumsbesuch mit Pausen im CafĂ© oder einem Spaziergang an der Seine.

Ist das Musee d'Orsay fĂŒr Kinder geeignet?

Ja, das Musee d'Orsay kann fĂŒr Kinder sehr spannend sein, insbesondere wegen der beeindruckenden RĂ€ume, der großen Skulpturen und der farbenfrohen GemĂ€lde. Eltern sollten jedoch die teilweise hohe Besucherzahl und die LĂ€nge eines Museumsbesuchs berĂŒcksichtigen und ausreichend Pausen einplanen. Einige Angebote und Materialien richten sich speziell an junge Besucher:innen; Details finden sich auf der offiziellen Website des Museums.

Welche Jahreszeit eignet sich besonders fĂŒr einen Besuch?

GrundsĂ€tzlich ist das Musee d'Orsay das ganze Jahr ĂŒber gut besuchbar, da es ein Indoor-Museum ist. Wer GedrĂ€nge vermeiden möchte, wĂ€hlt bevorzugt Wochentage außerhalb der französischen Schulferien und Feiertage. In den Wintermonaten abseits der Festtage ist es oft etwas ruhiger, wĂ€hrend FrĂŒhling und Sommer mehr Besucher:innen anziehen, sich dafĂŒr aber ideal fĂŒr die Kombination mit SpaziergĂ€ngen und weiteren Outdoor-AktivitĂ€ten eignen.

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