Mykines in Griechenland die befestigte Stadt der Bronzezeit
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 19:34 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Mykines in Griechenland steht als Name fĂŒr eine der bedeutendsten archĂ€ologischen StĂ€tten des Landes, deren gewaltige Mauern und monumentale GrĂ€ber bis in die spĂ€te Bronzezeit zurĂŒckreichen. Auf einer Anhöhe in der Region Argolis gelegen, verbindet der Ort Ruinen einer befestigten Stadt mit Blicken ĂŒber die umliegende Ebene und gehört seit 1999 gemeinsam mit Tiryns zum UNESCO-Welterbe.
Mykines und die mykenische Epoche
Mykines liegt im Nordosten der Peloponnes in der Region Argolis und erhebt sich auf einem HĂŒgel ĂŒber der Landschaft. Die Ruinen markieren den Kern einer befestigten Siedlung, die zwischen etwa 1600 und 1100 v. Chr. eine zentrale Rolle auf dem griechischen Festland spielte, einer Zeit, die nach dieser StĂ€tte als mykenische Epoche bezeichnet wird.Die mykenische Zivilisation prĂ€gte weite Teile der ĂgĂ€is und gilt als eine der frĂŒhesten Hochkulturen Europas. In Mykines sind Reste von Palastanlagen, Wohnbebauung und Verteidigungswerken erhalten, die einen Eindruck von der Organisation einer spĂ€tbronzezeitlichen Residenz vermitteln.
Die Anlage ist von massiven Mauern umgeben, deren groĂe Steinquader hĂ€ufig als Zyklopenmauern bezeichnet werden. Innerhalb dieser Befestigung lagen der Palastbereich, Höfe und verschiedene GebĂ€ude, die in mehreren Bauphasen entstanden. Die Stellung von Mykines im Netzwerk der mykenischen Zentren zeigt sich auch in Funden von LuxusgĂŒtern und Importen, die den Kontakt zu anderen Regionen des Mittelmeerraums belegen.Die Ruinen in der Argolis verbinden diese archĂ€ologischen Spuren mit der topografischen Lage auf einem strategisch gĂŒnstigen HĂŒgel.
Monumentale Tore, GrÀber und Mauern
Zu den bekanntesten Bauwerken von Mykines gehört das sogenannte Löwentor, ein monumentales Eingangstor in der Umfassungsmauer mit einer Reliefplatte ĂŒber der Ăffnung. Hinter diesem Tor öffnet sich der Zugang zum inneren Bereich der Befestigung, in dem sich unter anderem ein kreisförmig angeordneter SchachtgrĂ€berkomplex befindet.Die archĂ€ologische StĂ€tte von Mykines umfasst neben diesen GrĂ€bern auch weitere Bestattungsanlagen, darunter monumentale KuppelgrĂ€ber, die hĂ€ufig als TholosgrĂ€ber bezeichnet werden.
Ein besonders bekanntes Kuppelgrab ist der sogenannte Schatz des Atreus, dessen Eingangstunnel in einen hohen, ĂŒberdeckten Grabraum fĂŒhrt.Die KuppelgrĂ€ber von Mykines gelten als herausragende Beispiele spĂ€tbronzezeitlicher Grabarchitektur. Zusammen mit den Zyklopenmauern und dem Löwentor vermitteln sie ein Bild von der monumentalen Bauweise, mit der die Herrscher der mykenischen Zeit ihre Macht inszenierten. In unmittelbarer NĂ€he zur archĂ€ologischen StĂ€tte zeigt ein Museum Funde aus Mykines und der Umgebung, darunter Keramik, Waffen, Schmuck und andere Objekte aus den GrĂ€bern.
UNESCO-Welterbe und archÀologische Erforschung
Mykines wurde 1999 gemeinsam mit der Festungsanlage von Tiryns in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen, weil die StĂ€tten die mykenische Kultur in besonderer Dichte dokumentieren.Die Aufnahme als UNESCO-Welterbe unterstreicht die Bedeutung der erhaltenen Mauern, GrĂ€ber und Palastreste fĂŒr das VerstĂ€ndnis der spĂ€tbronzezeitlichen Geschichte Griechenlands. Die archĂ€ologische Erforschung von Mykines begann im 19. Jahrhundert und wurde im 20. Jahrhundert systematisch fortgesetzt, sodass heute groĂe Teile der Befestigung und der Innenbebauung freigelegt sind.
Die StĂ€tte verbindet sichtbare Ruinen mit einem weitgehend offenen GelĂ€nde, in dem Wege an Mauern, GrĂ€berfeldern und Fundamenten vorbeifĂŒhren. Von der Anhöhe aus reicht der Blick ĂŒber die Ebene der Argolis bis zu den Bergen am Horizont. Die Lage von Mykines in dieser Landschaft verdeutlicht, wie eng befestigte Zentren der Bronzezeit mit landwirtschaftlich geprĂ€gten Gebieten und Verkehrswegen verknĂŒpft waren.Die Beschreibung als Herz der mykenischen Hochkultur verweist auf diese Verbindung von Architektur, Topografie und historischer Bedeutung.
Mykines besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Mykines liegt im Nordosten der Peloponnes in der Region Argolis, erreichbar ĂŒber die StraĂenverbindungen, die von Athen in Richtung Korinth und weiter in die Argolis fĂŒhren.
- Das GelĂ€nde der archĂ€ologischen StĂ€tte erstreckt sich ĂŒber einen HĂŒgel mit Wegen, die ĂŒber unbefestigte Abschnitte und Steigungen fĂŒhren, sowie ĂŒber Treppen innerhalb und entlang der Mauern.
- In der Umgebung von Mykines liegen StÀdte wie Argos und Nafplio, sodass ein Besuch der StÀtte mit weiteren Zielen in der Argolis kombiniert werden kann.
- Amtssprache ist Griechisch, gezahlt wird in Euro; die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Mykines auf Social-Media-Plattformen
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Mykines: hÀufige Fragen
Wo liegt Mykines in Griechenland?
Mykines liegt im Nordosten der Peloponnes in der Region Argolis auf einem HĂŒgel ĂŒber einer Ebene, unweit von StĂ€dten wie Argos und Nafplio.
Was bietet ein Besuch in Mykines?
Ein Besuch fĂŒhrt durch eine archĂ€ologische StĂ€tte mit massiven Befestigungsmauern, dem Löwentor, SchachtgrĂ€bern, KuppelgrĂ€bern und einem Museum mit Funden der mykenischen Zeit.
Was kennzeichnet Mykines besonders?
Besonders kennzeichnend sind die monumentalen Zyklopenmauern, das Löwentor und die groĂen KuppelgrĂ€ber, die die Baukunst und Bestattungssitten der mykenischen Epoche greifbar machen.
