Nami-seom: Flussinsel mit Baumalleen bei Chuncheon
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 07:05 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Nami-seom bei Chuncheon in Sudkorea ist eine halbmondförmige Flussinsel im Tal des Bukhan-gang, deren dicht bepflanzte Alleen und kleine Kulturinseln wie ein eigener Park im Fluss wirken. Auf der Insel erinnern der Name und eine Gedenkstätte an General Nami aus der frühen Joseon-Dynastie, während die heutige Landschaft das Ergebnis systematischer Aufforstung seit den 1960er Jahren ist.
Nami-seom als Insel im Flusstal des Bukhan-gang
Die Flussinsel Nami-seom liegt im Bukhan-gang, dem nördlichen Arm des Han-Flusssystems, im Verwaltungsgebiet von Chuncheon in der Provinz Gangwon-do. Ihre heutige Inselgestalt geht auf den Bau des Cheongpyeong-Damms im Jahr 1944 zurück, durch den sich der Wasserspiegel des Flusses anhob und ein zuvor nur bei Hochwasser abgetrennter Landrücken dauerhaft von Wasser umgeben wurde.Cheongpyeong-Damm im Jahr 1944 Nami-seom liegt im Grenzbereich zwischen den Regionen Gyeonggi-do und Gangwon-do und erscheint vom Ufer aus als niedrige, dicht bewachsene Insel im Strom.
Die Form der Insel wird häufig als Halbmond beschrieben, was im Gelände an einem sanft geschwungenen Uferverlauf zu erkennen ist.Halbmondförmige Insel im Bukhan-gang Die Fläche der Insel liegt im Bereich einiger hunderttausend Quadratmeter, was im Vergleich zu Stadtparks einen kompakten, aber klar wahrnehmbaren eigenständigen Landschaftsraum ergibt. Vom Flussufer führen kleine Boote und andere Verkehrsmittel hinüber, sodass der eigentliche Besuch auf Nami-seom ohne motorisierten Straßenverkehr auf der Insel stattfindet.
Vom aufgeforsteten Land zur Kulturinsel Naminara Republic
Die heutige Waldlandschaft von Nami-seom geht auf die Aufforstung durch Min Byeong-do zurück, der das Gelände Mitte der 1960er Jahre erwarb und auf vormals sandigem Boden systematisch unterschiedliche Baumarten pflanzen ließ.Aufforstung durch Min Byeong-do ab 1965 Bereits 1966 wurde mit der Gründung von Gyeongchun Tourism Development Co., Ltd. die Grundlage für einen touristisch genutzten Erholungsort gelegt, dessen Wege und Freiflächen sich zwischen die zunehmend dichter werdenden Baumgruppen schoben. Aus der anfänglichen Entwicklung als allgemeine Ferieninsel entstand später ein Park, der nicht nur Erholung, sondern auch Kulturangebote in den Mittelpunkt stellt.
Im späten 20. Jahrhundert wurde Nami-seom unter der Bezeichnung Naminara Republic als Kulturinsel mit eigenem symbolischen „Republik“-Motiv gestaltet. Dazu gehören thematische Bereiche wie kleine Museen, Ausstellungsräume und gestaltete Zonen, die Begriffe wie „Fairy Tale Village“ oder „Song Village“ aufnehmen und zwischen die Baumalleen gesetzt sind.Naminara Republic als Kulturinsel mit Themenbereichen Die Insel ist damit weniger ein einzelnes Bauwerk als ein zusammenhängender Parkraum, in dem Vegetation, kleinere Gebäude und Kunstwerke gemeinsam einen Ort mit eigenem Charakter bilden.
Baumalleen, General-Nami-Gedenkstätte und Winter-Sonata-Spuren
Ein prägendes Merkmal von Nami-seom sind die langen Baumalleen, die in geraden Achsen und geschwungenen Wegen über die Insel geführt wurden. Entlang breiter Wege stehen Reihen hoher Metasequoien, Ginkgos und Kiefern, deren Kronen in der Höhe einen geschlossenen Eindruck erzeugen, während darunter breite Spazierwege verlaufen.Baumreihen aus Metasequoien und Ginkgos Zwischen den Alleen öffnen sich Rasenflächen, kleine Gärten und Plätze, auf denen Skulpturen, Installationen und Pavillons stehen, sodass sich bei einem Rundgang ständig der Wechsel von dichtem Baumbestand und offenen Räumen ergibt.
Der Name Nami-seom verweist auf General Nami, einen Militärführer der frühen Joseon-Dynastie, dessen Leben im 15. Jahrhundert durch einen Hochverratsvorwurf unter König Sejo ein tragisches Ende fand.General Nami der Joseon-Dynastie Auf einem Hügel im Norden der Insel markiert eine Steinanlage den Ort, der mit der Erinnerung an General Nami verbunden wird, und bildet damit einen historischen Bezugspunkt innerhalb der ansonsten jüngeren Parklandschaft. Zusätzlich ist Nami-seom eng mit der koreanischen Fernsehserie „Winter Sonata“ verbunden, die 2002 auf der Insel gedreht wurde und mehrere Alleen sowie den Flussblick als Hintergrund nutzte, was der Insel eine besondere Rolle in der Geschichte des koreanischen Fernsehens und der populären Kultur gab.Drehort der TV-Serie „Winter Sonata“ im Jahr 2002
Nami-seom besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Nami-seom liegt im Bukhan-gang bei Chuncheon in Gangwon-do; der Zugang zur Insel beginnt in der Umgebung des Flussufers, von dem aus Boote und andere Verkehrsmittel zur Insel übersetzen.
- Das Gelände der Insel ist weitgehend flach, die Wege verlaufen überwiegend eben, einzelne Abschnitte führen jedoch über Treppen und leichte Böschungen, die beim Rundgang zu Fuß zu berücksichtigen sind.
- Auf der Insel prägen dichte Baumalleen, offene Wiesenflächen und kleinere Gebäude das Bild; Wege können mit festem Belag oder unbefestigt angelegt sein, was je nach Witterung unterschiedliche Trittsicherheit bedeutet.
- In der Umgebung von Nami-seom liegen weitere Ausflugsziele im Tal des Bukhan-gang, darunter Ortschaften am Flussufer und landschaftlich geprägte Uferabschnitte, die einen Besuch der Insel mit weiteren Eindrücken des Flusstals verbinden.
- Amtssprache ist Koreanisch, gezahlt wird in Südkoreanischen Won. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Nami-seom auf Social-Media-Plattformen
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Nami-seom: häufige Fragen
Wo liegt Nami-seom genau?
Nami-seom liegt im Bukhan-gang im Verwaltungsgebiet von Chuncheon in der Provinz Gangwon-do in Sudkorea.
Was bietet ein Besuch auf Nami-seom?
Ein Besuch auf Nami-seom führt durch dichte Baumalleen, gestaltete Parkräume, kleinere Museen und Themenbereiche der Kulturinsel Naminara Republic.
Was kennzeichnet Nami-seom besonders?
Besonders kennzeichnend für Nami-seom sind die halbmondförmige Flusslage, die systematisch aufgeforsteten Baumreihen und die Verbindung von General-Nami-Gedenkstätte und Spuren der TV-Serie „Winter Sonata“.
