Nationalpark Triglav, Triglavski narodni park

Nationalpark Triglav: Sloweniens wilder Schatz bei Bled

21.05.2026 - 00:09:12 | ad-hoc-news.de

Der Nationalpark Triglav (Triglavski narodni park) bei Bled ist das alpine Herz Sloweniens – mit türkisfarbenen Flüssen, dramatischen Gipfeln und stillen Tälern. Was macht ihn für Reisende aus Deutschland so besonders?

Nationalpark Triglav, Triglavski narodni park, Slowenien
Nationalpark Triglav, Triglavski narodni park, Slowenien

Am Morgen liegt feiner Dunst ĂĽber den Karawanken, wenn sich die ersten Sonnenstrahlen ĂĽber die Gipfel des Nationalparks Triglav schieben. Unterhalb des Triglav, mit 2.864 m der höchste Berg Sloweniens, glitzern klare Gebirgsseen, und aus den Tälern dringen die Stimmen der FlĂĽsse So?a und Sava Bohinjka herauf. Der Nationalpark Triglav, auf Slowenisch „Triglavski narodni park“ (sinngemäß „Nationalpark Dreikopf“), ist das alpine Herz des Landes – und eines der spannendsten Naturreiseziele SĂĽdosteuropas fĂĽr Besucherinnen und Besucher aus Deutschland.

Nationalpark Triglav: Das ikonische Wahrzeichen von Bled

Der Nationalpark Triglav ist der einzige Nationalpark Sloweniens und umfasst weite Teile der Julischen Alpen im Nordwesten des Landes. Offizielle Informationen des Parks und der slowenischen Tourismuszentrale bestätigen, dass das Schutzgebiet rund 880 km² umfasst und damit etwa vier Prozent der Fläche Sloweniens einnimmt – ungefähr so groĂź wie das Bundesland Hamburg. Durch seine Nähe zu Bled und Bohinj ist der Park fĂĽr Reisende aus Deutschland besonders leicht zugänglich und oft das erste Naturerlebnis im Land.

Bled selbst ist vielen durch den malerischen Bleder See mit seiner Kircheninsel bekannt. Nur eine kurze Fahrt entfernt beginnt der Triglavski narodni park mit seinen tief eingeschnittenen Tälern, hohen Karstplateaus und schroffen Kalkgipfeln. Das offizielle Parkmanagement und die Deutsche Zentrale für Tourismus heben hervor, dass der Triglav ein nationales Symbol ist: Er ziert die slowenische Flagge und das Staatswappen. Für slowenische Alpinisten gehört es deshalb fast zur kulturellen Pflicht, mindestens einmal im Leben auf dem Triglav-Gipfel zu stehen.

Für Besucherinnen und Besucher aus der DACH-Region ist der Nationalpark Triglav ein vertraut und doch fremd wirkender Alpenraum: landschaftlich vergleichbar mit Teilen der Hohen Tauern oder des Berchtesgadener Lands, aber mit deutlich weniger dichter Bebauung, einem eigenen kulturellen Erbe und einer sichtbaren Tradition der Almwirtschaft und Bergfrömmigkeit.

Geschichte und Bedeutung von Triglavski narodni park

Die Idee, die Region um den Triglav zu schützen, reicht weit ins frühe 20. Jahrhundert zurück. Laut Informationen des Nationalparks und des slowenischen Umweltministeriums wurden bereits in den 1920er-Jahren erste Schutzbestimmungen für das Gebiet um den Triglav-Seeplan (Triglavska jezera) erlassen. 1924 entstand ein erstes, noch kleines Schutzgebiet, das als „Alpen-Schutzpark“ begann. Damit gehört der Naturraum rund um den Triglav zu den älteren Schutzgebieten der Alpen, auch wenn er damals noch nicht den Status eines Nationalparks trug.

Die umfassende Ausweisung als Nationalpark erfolgte schrittweise nach dem Zweiten Weltkrieg. Offizielle Dokumente aus Slowenien und Darstellungen in internationalen NaturfĂĽhrern zeigen, dass 1961 ein größerer „Triglav-Nationalpark“ geschaffen wurde, der sich jedoch zunächst auf rund 200 km² beschränkte. Erst 1981 wurde das Schutzgebiet deutlich erweitert und erhielt annähernd seine heutige Größe. Diese Entwicklung fällt in eine Zeit, in der auch andere Alpenländer ihre Schutzgebiete ausbauten, etwa die Erweiterung des Nationalparks Hohe Tauern in Ă–sterreich.

Heute ist Triglavski narodni park ein anerkanntes Schutzgebiet im europäischen Netzwerk Natura 2000. Die UNESCO fĂĽhrt die Julischen Alpen – mit dem Triglavski narodni park als Kern – als Biosphärenreservat und Teil des internationalen Schutzverbundes transnationaler Alpenräume. Die grenzĂĽberschreitende Zusammenarbeit mit Italien spielt dabei eine wichtige Rolle, da sich die Julischen Alpen bis in die italienische Region Friaul-Julisch Venetien erstrecken.

Kulturell ist der Park eng mit der Geschichte Sloweniens verknüpft. Während der Habsburger Zeit gehörte das Gebiet zur österreichisch-ungarischen Monarchie, was sich noch in Ortsnamen, historischen Berghütten und alpiner Infrastruktur widerspiegelt. In der Zwischenkriegszeit und während Jugoslawiens prägten wiederum andere politische Rahmenbedingungen den Umgang mit der Natur. Naturkundliche Institutionen wie das slowenische Forstamt und die Alpenvereine haben maßgeblich dazu beigetragen, dass der Schutzgedanke trotz wechselnder Regime erhalten blieb.

Für Slowenien ist der Nationalpark Triglav ein identitätsstiftender Raum. Schulklassen, Wandervereine und Familien besuchen ihn regelmäßig. Internationale Medien wie die Deutsche Welle und GEO Special Slowenien betonen, dass das Land seinen einzigen Nationalpark als nationales Erbe versteht, das zugleich eine wichtige Rolle für den sanften Tourismus spielt.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Der Nationalpark Triglav ist in erster Linie ein Naturraum. Trotzdem finden sich im und am Rand des Parks zahlreiche Bauwerke, kulturelle Zeugnisse und kleine Architekturen, die vom Leben im Hochgebirge erzählen. Typisch sind einfache Berghütten (Ko?e und Dom) im alpinen Stil, die von slowenischen Alpenvereinen betrieben werden. Ihre Architektur ist funktional: massive Steinsockel, hölzerne Aufbauten, steile Dächer für starke Schneelasten. Die Hütten erinnern an Berghäuser in den österreichischen oder bayerischen Alpen, sind aber oft etwas schlichter gehalten.

Ein markantes Beispiel ist das Triglavski dom na Kredarici, die höchstgelegene Schutzhütte Sloweniens unterhalb des Triglav-Gipfels. Offizielle Informationen des slowenischen Alpenvereins (Planinska zveza Slovenije) beschreiben, dass sie als zentraler Stützpunkt für Gipfelbesteigungen dient und zugleich meteorologische Messungen beherbergt. Die Kombination aus Schutzhütte und Wetterstation macht sie zu einem funktionalen Schlüsselbauwerk im Hochgebirge.

Im Tal fallen zudem sakrale Kleinarchitekturen auf: Wegekreuze, Kapellen und Kirchen, die vielfach der Schutzpatronin der Bergleute und Reisenden, aber auch lokalen Heiligen gewidmet sind. In den Dörfern rund um Bled und im Bohinj-Tal finden sich alte Bauernhöfe mit Holzschindeldächern und hohen Heustadeln (Heustadln), die an den traditionellen Alpenbau in Kärnten oder Tirol erinnern. Architekturpublikationen und Reiseführer wie Merian und Marco Polo Slowenien weisen darauf hin, dass diese bäuerliche Bautradition als Teil des kulturellen Erbes gilt und zunehmend liebevoll restauriert wird.

Neben der gebauten Umwelt sind es vor allem geologische und naturkundliche Besonderheiten, die den Park prägen. Kalkstein- und Dolomitformationen bilden markante Felswände und Karstformationen. Große Teile des Parks sind von Gletschern der letzten Eiszeiten geformt worden, was sich an U-förmigen Tälern, Trogtälern und zahlreichen Karseen ablesen lässt. Bekannte Beispiele sind der Bohinjer See (Blejsko jezero) am Ostrand des Parks sowie der Triglav-Seenweg mit seinen hochgelegenen Bergseen.

Expertinnen und Experten der slowenischen Nationalparkverwaltung betonen, dass Triglavski narodni park eine bemerkenswerte Biodiversität aufweist. In den offiziellen Unterlagen sowie in Darstellungen von Naturschutzorganisationen wie WWF und BirdLife wird hervorgehoben, dass hier Braunbären, Gämsen, Steinböcke, Luchse und Auerhähne vorkommen. Die genaue Populationsdichte dieser Tierarten schwankt und wird regelmäßig wissenschaftlich erfasst, weshalb öffentlich vor allem allgemeine Aussagen zur Artenvielfalt gemacht werden. Zudem sind zahlreiche Orchideenarten, alpine Blumen und endemische Pflanzen im Park dokumentiert.

Künstlerisch inspirierte der Nationalpark Triglav seit dem 19. Jahrhundert Maler, Schriftsteller und Fotografen. Slowenische Literatur und Landschaftsmalerei des 19. und 20. Jahrhunderts griffen die Bergwelt des Triglav häufig als Symbol für Freiheit und nationale Identität auf. Moderne Bildbände, etwa aus Verlagen wie National Geographic Deutschland und GEO, zeigen den Park in intensiven Farben – türkisfarbene Flüsse, weiße Felswände, tiefgrüne Wälder – und haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich das Bild eines „geheimen Alpenparadieses“ in den Köpfen deutschsprachiger Reisender etabliert hat.

Nationalpark Triglav besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Nationalpark Triglav liegt im Nordwesten Sloweniens, nahe der Grenze zu Ă–sterreich und Italien. Der Zugang erfolgt meist ĂĽber Orte wie Bled, Bohinj, Kranjska Gora oder das So?a-Tal. FĂĽr Reisende aus Deutschland bieten sich mehrere Wege an:
    – Flug: Der nächstgelegene internationale Flughafen ist Ljubljana (Letališ?e JoĹľe Pu?nik). Von Frankfurt, MĂĽnchen oder Berlin bestehen in der Regel Direkt- oder Umsteigeverbindungen ĂĽber europäische Drehkreuze. Vom Flughafen Ljubljana sind es je nach Route etwa 35–50 km bis Bled, mit dem Auto in rund 30–45 Minuten erreichbar. Von Bled oder Bohinj aus fĂĽhren StraĂźen und Wanderwege in den Nationalpark.
    – Bahn: Mit der Deutschen Bahn und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) kann über Villach oder Klagenfurt nach Jesenice oder direkt nach Bled jezero/Bled mesto gereist werden. Es bestehen saisonal und fahrplanabhängig Umsteigeverbindungen, die in der Regel einen ganztägigen Reisetag von Süddeutschland aus erfordern. Von Wien und München aus gibt es regelmäßige Zugverbindungen nach Ljubljana, von dort weiter Richtung Bled und Jesenice. Fahrpläne ändern sich, daher empfiehlt sich eine aktuelle Prüfung bei DB, ÖBB und Slovenske železnice (slowenische Bahn).
    – Auto: Von MĂĽnchen sind es je nach Route rund 350–400 km bis Bled, meist ĂĽber die A8/A10 via Salzburg und Villach und weiter ĂĽber den Karawankentunnel nach Slowenien. Auf slowenischen Autobahnen ist eine Vignette nötig. Diese kann digital oder an Verkaufsstellen in der Nähe der Grenze erworben werden. Die Fahrzeit von SĂĽddeutschland liegt – je nach Verkehr – bei etwa 4–6 Stunden. Aus Ă–sterreich und der Schweiz bestehen ebenfalls gute Autobahnanbindungen.
  • Ă–ffnungszeiten
    Der Nationalpark Triglav ist als großflächiger Naturraum grundsätzlich ganzjährig zugänglich. Es gibt keine „Einlasszeiten“ für das Gebiet als Ganzes. Jedoch können einzelne Einrichtungen wie Besucherzentren, Museen, Seilbahnen, Berghütten oder Parkplätze saisonabhängige Öffnungszeiten haben. Die Parkverwaltung und die slowenische Tourismuszentrale empfehlen, aktuelle Informationen vor der Reise direkt bei offiziellen Stellen zu prüfen. Besonders in der Nebensaison und im Winter können Hütten geschlossen sein und Wege gesperrt werden. Formulierungen wie „nur im Sommer geöffnet“ sind daher stets im Zusammenhang mit der jeweiligen Einrichtung zu sehen und sollten zeitnah verifiziert werden.
  • Eintritt
    Für den Eintritt in den Nationalpark Triglav als Landschaftsraum wird nach Angaben der offiziellen Parkverwaltung kein genereller Eintritt erhoben. Gebührentatbestände können jedoch für bestimmte Parkplätze, Mautstraßen, Seilbahnen oder besondere Einrichtungen anfallen. Preise und Gebührenstrukturen werden in regelmäßigen Abständen angepasst und können je nach Saison variieren. Verlässliche Richtpreise lassen sich deshalb nur kurzfristig nennen und sollten über die offizielle Website oder örtliche Tourismusinformationen kurz vor der Reise abgefragt werden.
  • Beste Reisezeit
    Die beste Reisezeit hängt von den eigenen Interessen ab. Nach übereinstimmenden Empfehlungen von Reiseführern wie Marco Polo und ADAC sowie der slowenischen Tourismuszentrale eignen sich besonders späte Frühjahrsmonate und der Frühsommer (je nach Schneelage etwa von Mai bis Juni) sowie der Frühherbst (September, oft auch Oktober). In diesen Zeiten sind die Temperaturen angenehm, die Sicht ist oft klar, und der Besucherandrang ist geringer als im Hochsommer. Juli und August sind wegen der Schulferien in vielen Ländern deutlich stärker frequentiert, sowohl von internationalen Gästen als auch von Einheimischen. Für anspruchsvolle Hochgebirgstouren ist ein schneearmer Sommer nötig, während das Frühjahr eher für Talwanderungen und Wasserfälle geeignet ist. Der Winter bietet die Möglichkeit für Skilanglauf, Tourenski und Schneeschuhwanderungen, erfordert aber alpine Erfahrung und entsprechende Ausrüstung.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten
    In der Region sprechen viele Menschen neben Slowenisch auch Englisch; in touristischen Zentren wie Bled und Bohinj sind Deutschkenntnisse durchaus verbreitet, insbesondere in Hotels, Restaurants und bei Outdoor-Anbietern. Auch die slowenische Tourismuszentrale weist darauf hin, dass man mit Englisch sehr gut zurechtkommt.
    In Slowenien wird mit Euro gezahlt. Kartenzahlung (Kreditkarte und meist auch Debitkarte) ist in Städten, größeren Geschäften, Hotels und vielen Restaurants weit verbreitet. In kleineren Gasthäusern, Berghütten oder ländlichen Regionen ist Bargeld weiterhin wichtig. Mobile Payment wie Apple Pay oder Google Pay ist zunehmend verfügbar, aber nicht garantiert. Ein moderater Bargeldbetrag ist daher empfehlenswert.
    Beim Trinkgeld orientieren sich viele Reisende an mitteleuropäischen Gepflogenheiten: In Restaurants sind 5–10 Prozent ĂĽblich, wenn man mit Service zufrieden ist. Im CafĂ© wird oft aufgerundet. In Taxis oder bei gefĂĽhrten Touren ist ein kleines Trinkgeld ebenfalls willkommen, aber nicht zwingend.
    In Bezug auf das Verhalten im Nationalpark bittet die Verwaltung ausdrücklich um Rücksicht auf Natur und lokale Bevölkerung. Offizielle Verhaltensregeln umfassen unter anderem: auf markierten Wegen bleiben, Wildtiere nicht füttern, Lärm vermeiden, Müll wieder mitnehmen und offenes Feuer nur an ausgewiesenen Stellen oder gar nicht entfachen. Wildcampen ist in vielen Teilen des Parks nicht gestattet oder stark reglementiert; es empfiehlt sich, ausgewiesene Campingplätze oder Berghütten zu nutzen.
  • Sicherheit, Gesundheit, Versicherung
    Der Nationalpark Triglav ist ein alpiner Raum mit allen entsprechenden Risiken: Wetterumschwünge, Gewitter, Steinschlag, Schneefelder und Absturzgefahr. Die slowenische Bergrettung und alpine Verbände empfehlen, Touren sorgfältig zu planen, auf angemessene Ausrüstung zu achten und die eigene Kondition realistisch einzuschätzen. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten in Slowenien als EU-Mitglied grundlegende Regelungen zur medizinischen Versorgung. Innerhalb der EU sollte die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) mitgeführt werden. Eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung kann – insbesondere für alpine Rettungen – sinnvoll sein, da nicht alle Kosten von gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.
  • Einreisebestimmungen
    Slowenien ist Mitglied der Europäischen Union und Teil des Schengen-Raums. Für Staatsangehörige Deutschlands, Österreichs und der Schweiz sind Reisen nach Slowenien in der Regel unkompliziert. Da sich Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen jedoch ändern können, sollten deutsche Staatsbürger und andere Reisende aus der DACH-Region die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den zuständigen Behörden ihres Landes prüfen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf Reisedokumente, eventuelle gesundheitliche Anforderungen oder besondere Regelungen für längere Aufenthalte.
  • Zeitzone
    Slowenien befindet sich – wie Deutschland, Österreich und die Schweiz – in der Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ) und stellt im Sommer auf Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) um. Es besteht damit normalerweise keine Zeitverschiebung zur DACH-Region. Das erleichtert Reiseplanung, Bahnverbindungen und die Abstimmung von Aktivitäten mit Veranstaltern vor Ort.

Warum Triglavski narodni park auf jede Bled-Reise gehört

Wer Bled besucht, erlebt mit dem berühmten See und der Inselkirche bereits ein ikonisches Motiv. Doch erst der Abstecher in den Nationalpark Triglav eröffnet die ganze Dimension der slowenischen Alpen. Reiseführer wie Merian und National Geographic Deutschland betonen übereinstimmend, dass der wahre Reiz der Region in der Kombination aus sanftem Tourismus in Bled und der Wildheit des Triglavski narodni park liegt.

Von Bled aus ist der Bohinjer See in kurzer Fahrzeit erreichbar. Er gilt vielen Sloweninnen und Slowenen als mindestens ebenso schön wie Bled, aber weniger touristisch geprägt. Von hier führen Wanderwege zu Wasserfällen wie dem Savica-Wasserfall, zu Almen und Aussichtspunkten. Im Sommer bieten sich Bootsfahrten, Stand-up-Paddling und Baden an, im Winter verwandelt sich die Umgebung in eine stille, verschneite Landschaft.

Auf der Nordseite des Parks lockt das Gebiet um Kranjska Gora und den Vrši?-Pass. Die Bergstraße über den Vrši? ist eine der spektakulärsten Alpenstraßen der Region mit zahlreichen Kehren und Ausblicken auf die Felswände der Julischen Alpen. Für Vergleich: Die Passstraße weckt ähnliche Emotionen wie hochalpine Routen in den Hohen Tauern oder im Engadin, ist aber eingebettet in slowenische Kultur und Geschichte, einschließlich Denkmälern etwa für russische Kriegsgefangene, die beim Bau der Straße beteiligt waren.

Im So?a-Tal zeigt sich der Nationalpark von seiner „wasserreichen“ Seite. Der Fluss So?a ist für sein intensives Türkis bekannt und gehört laut Outdoor-Magazinen und Kajakführern zu den schönsten Wildflüssen Europas. Rafting, Kajakfahren und Canyoning werden unter Führung erfahrener Anbieter angeboten. Dennoch bleibt die So?a ein sensibles Ökosystem, dessen Nutzung streng geregelt ist. Besucherinnen und Besucher sollten nur mit lizenzierten Unternehmen unterwegs sein und örtliche Regeln beachten.

Für Menschen aus Deutschland, die die Alpen bereits gut kennen, bietet der Triglavski narodni park eine spannende Mischung aus Vertrautheit und Entdeckung. Die alpine Landschaft erinnert an Teile Tirols oder Kärntens, doch Sprache, Kulinarik und Kultur sind eigenständig. In den Gasthäusern stehen Gerichte wie „žganci“ (Buchweizensterz), „jota“ (Eintopf) oder Forellen aus klaren Gebirgsbächen auf der Karte. Slowenische Weine und lokale Biere ergänzen das Erlebnis. Die Kombination aus Outdoor-Aktivitäten, Kulinarik und kulturellen Eindrücken macht den Park zu einem vielseitigen Reiseziel – sowohl für Aktivurlauber als auch für Familien.

Nicht zuletzt spielt das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Die Parkverwaltung und die slowenische Tourismuszentrale kommunizieren verstärkt Konzepte des „Green Tourism“. Dazu gehört etwa die Förderung öffentlicher Verkehrsmittel, Shuttlebusse in stark frequentierten Tälern, die Unterstützung von regionalen Produkten und die Sensibilisierung für naturverträgliches Verhalten. Deutsche Reisende, denen nachhaltiger Tourismus wichtig ist, finden hier zahlreiche Anknüpfungspunkte.

Nationalpark Triglav in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

Der Nationalpark Triglav ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern in sozialen Medien prominent vertreten. Auf Instagram, YouTube und TikTok teilen Reisende Fotos und Videos von Gipfeltouren, türkisfarbenen Flüssen, Nebelstimmungen über dem Bohinjer See oder Panoramaaufnahmen vom Triglav-Gipfel. Dieser digitale Blick prägt zunehmend das Bild, das sich Menschen in Deutschland von Slowenien machen – und trägt dazu bei, dass der Park als modernes, gut erreichbares und gleichzeitig naturnahes Reiseziel wahrgenommen wird.

Häufige Fragen zu Nationalpark Triglav

Wo liegt der Nationalpark Triglav genau?

Der Nationalpark Triglav liegt im Nordwesten Sloweniens in den Julischen Alpen, nahe der Grenzen zu Österreich und Italien. Er erstreckt sich um den höchsten Berg des Landes, den Triglav, und umfasst Regionen rund um Bled, Bohinj, Kranjska Gora und das So?a-Tal. Für Reisende aus Deutschland ist der Park über Ljubljana und die Karawanken-Autobahn gut erreichbar.

Wie alt ist der Triglavski narodni park und seit wann ist er geschĂĽtzt?

Die Anfänge des Schutzgebiets gehen auf die 1920er-Jahre zurück, als ein erstes, kleineres Reservat eingerichtet wurde. Ein größerer Nationalpark wurde 1961 geschaffen, und 1981 erfolgte eine deutliche Erweiterung auf annähernd die heutige Fläche. Recherchen in offiziellen Unterlagen und bei renommierten Reisepublikationen bestätigen diese zeitliche Entwicklung, ohne dass ein einzelnes „Gründungsjahr“ alle Etappen des Schutzstatus vollständig abbildet.

Welche Aktivitäten sind im Nationalpark Triglav besonders beliebt?

Beliebt sind Wandern, Bergsteigen, Klettersteige, Mountainbiken auf ausgewiesenen Strecken sowie Wassersport im So?a-Tal wie Rafting oder Kajakfahren mit lizenzierten Anbietern. Im Winter kommen Skifahren, Tourenski, Schneeschuhwandern und Langlauf hinzu. Viele Besucher kombinieren entspannte Tage am Bohinjer oder Bleder See mit TagesausflĂĽgen in hochalpine Regionen des Parks.

Ist der Nationalpark Triglav auch fĂĽr Familien geeignet?

Ja, viele Abschnitte des Triglavski narodni park eignen sich gut für Familien mit Kindern. Rund um Bled und Bohinj gibt es einfache Wanderwege, gut gesicherte Aussichtsplattformen und familienfreundliche Badeplätze. Hochalpine Touren sollten jedoch erfahrenen Bergsteigerinnen und Bergsteigern vorbehalten bleiben. Familien profitieren von klar markierten Wegen, Picknickplätzen und zahlreichen Informationsmöglichkeiten in Besucherzentren.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr Besucher aus der DACH-Region?

Für die meisten Besucher sind späte Frühjahrsmonate und Frühsommer sowie der Frühherbst ideal, da dann Temperaturen und Besucherandrang meist angenehm sind. Der Hochsommer bietet zwar stabile Wetterlagen, kann aber in beliebten Tälern und an Seen sehr belebt sein. Wer Winteraktivitäten wie Skitouren oder Schneeschuhwanderungen plant, sollte sich sorgfältig über Schnee- und Lawinensituation informieren und alpine Erfahrung mitbringen.

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