Thailand streicht 60-Tage-Visafreiheit für Touristen
20.05.2026 - 06:10:22 | dpa.deSchlechte Nachrichten für Thailand-Fans: Das Königreich schafft die erst vor zwei Jahren eingeführte 60-tägige visafreie Einreise für Touristen wieder ab. Das Kabinett beschloss eine Rückkehr zu den früheren Einreiseregeln. Künftig dürfen Besucher aus 54 Ländern - darunter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz - wieder nur noch 30 Tage ohne Visum im Land bleiben, berichtete die Zeitung «Bangkok Post» unter Berufung auf die Regierung.
Die 60-Tage-Regel war im Juli 2024 eingeführt worden, um den wichtigen Tourismus-Sektor nach der Corona-Pandemie anzukurbeln. Nach Angaben der Regierung führte die Lockerung jedoch auch zu Problemen. Behörden beklagten vermehrt Fälle von Ausländern, die die langen Aufenthaltsmöglichkeiten genutzt hätten, um illegal Geschäfte zu betreiben oder dauerhaft im Land zu leben.
Ab wann gelten die neuen Regeln?
Tourismusminister Surasak Phancharoenworakul sagte, der Beschluss werde nun an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Ein genaues Datum für das Inkrafttreten wurde zunächst nicht bekannt. Nach Angaben des Außenministeriums sollen die Änderungen jedoch 15 Tage nach Veröffentlichung im thailändischen Gesetzblatt wirksam werden.
Reisende, die sich bereits in Thailand aufhalten oder noch vor Inkrafttreten der neuen Regeln einreisen, dürfen aber bis zum Ablauf ihrer bisherigen Aufenthaltsgenehmigung im Land bleiben. Das wurde nach der Kabinettssitzung am Dienstagabend (Ortszeit) bekannt.
Touristenzahlen gehen zurück
Thailand verzeichnet seit Monaten schwächere Touristenzahlen. Nach offiziellen Angaben lagen die internationalen Ankünfte bis Mitte Mai um 3,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Regierung rechnet auch im Gesamtjahr mit einem deutlichen Rückgang der Besucherzahlen: Kamen 2025 noch 33 Millionen ausländische Besucher, werden für dieses Jahr nur 32 Millionen erwartet.
Besonders deutlich ist der Rückgang bei chinesischen Besuchern – traditionell die wichtigste Touristengruppe des Landes. Allgemein führen Branchenvertreter das schwächere Interesse auf gestiegene Reisekosten sowie geopolitische Spannungen zurück. Auch höhere Flugpreise infolge der Krise rund um den Iran belasten den Tourismussektor.
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