Nyhavn Kopenhagen, Reise

Nyhavn Kopenhagen: Farben, Geschichte und Hafenflair

24.06.2026 - 05:16:27 | ad-hoc-news.de

Nyhavn Kopenhagen, der historische Hafen von Kopenhagen in DĂ€nemark, verbindet farbenfrohe HĂ€user, maritimes Erbe und dĂ€nische Hygge. Warum dieser Ort fĂŒr Reisende aus Deutschland so besonders wirkt, zeigt dieser Guide.

Nyhavn Kopenhagen, Reise, Wahrzeichen
Nyhavn Kopenhagen, Reise, Wahrzeichen

Nyhavn Kopenhagen – auf Deutsch sinngemĂ€ĂŸ „Neuer Hafen“ – ist heute kein nĂŒchterner Umschlagplatz mehr, sondern eine der lebendigsten Kulissen Skandinaviens: bunte GiebelhĂ€user spiegeln sich im Wasser, historische Holzschiffe liegen dicht an dicht, und CafĂ©s verwandeln den ehemaligen Handelshafen Nyhavn in eine BĂŒhne fĂŒr dĂ€nische Hygge.

Nyhavn Kopenhagen: Das ikonische Wahrzeichen von Kopenhagen

Nyhavn liegt direkt im Herzen von Kopenhagen, wenige Schritte vom zentralen Kongens Nytorv entfernt, und gilt als eine der wichtigsten SehenswĂŒrdigkeiten der dĂ€nischen Hauptstadt. Die Kombination aus historischen Fassaden, der Wasserlage und dem dichten Angebot an Restaurants und Bars macht den ehemaligen Handelshafen zu einem Symbol fĂŒr das moderne, lebensfrohe DĂ€nemark.

Tourismusorganisationen wie VisitDenmark und Wonderful Copenhagen bezeichnen Nyhavn als eine der meistfotografierten Ecken des Landes, nicht zuletzt wegen der berĂŒhmten Reihe von schmalen HĂ€usern in Gelb-, Rot- und Blautönen entlang des SĂŒdufers. Besonders bei Abendlicht, wenn die Sonne tief ĂŒber dem Øresund steht und sich die Farben im Wasser brechen, entsteht jene AtmosphĂ€re, die viele ReisefĂŒhrer mit dem dĂ€nischen Begriff „Hygge“ – GemĂŒtlichkeit, Wohlbefinden, NĂ€he – verbinden.

FĂŒr Reisende aus Deutschland spielt Nyhavn gleich doppelt eine Rolle: als klassischer Fotospot und als Ausgangspunkt fĂŒr Bootstouren durch die KanĂ€le und den Hafen von Kopenhagen, die oft direkt an den berĂŒhmten Holzschiffen im inneren Becken starten. Damit ist der Ort zugleich Visitenkarte der Stadt und praktischer Einstiegspunkt in ihre Wasserwege.

Geschichte und Bedeutung von Nyhavn

Nyhavn wurde im 17. Jahrhundert als Handels- und Kriegshafen angelegt, um eine direkte Wasserverbindung vom Øresund ins Stadtzentrum zu schaffen. Laut Angaben des dĂ€nischen Kulturministeriums und von Wonderful Copenhagen begann der Bau unter König Christian V. in den 1670er-Jahren; der Hafen wurde 1673–1675 ausgehoben und gegen Ende des Jahrhunderts fertiggestellt. Damit entstand rund 200 Jahre vor der GrĂŒndung des Deutschen Kaiserreichs ein neues maritimes Tor der Stadt, das DĂ€nemarks Rolle als Seefahrernation festigte.

In dieser Zeit war Kopenhagen eine Handelsmacht im Ostseeraum. Nyhavn diente als Anlegeplatz fĂŒr Schiffe, die aus aller Welt Waren brachten – vom Baltikum ĂŒber die kolonialen Besitzungen bis zu anderen nordeuropĂ€ischen HĂ€fen. Die schmale, fast kanalartige Form mit direkter Verbindung zum zentralen Platz Kongens Nytorv erleichterte das Löschen der Ladung und den Transport in die Innenstadt. Entsprechend waren die HĂ€user entlang des Hafens lange von HĂ€ndlern, Gastwirten und Seeleuten geprĂ€gt.

Im 18. und frĂŒhen 19. Jahrhundert entwickelte sich Nyhavn zugleich zu einem Ort des stĂ€dtischen Lebens – inklusive der dunkleren Seiten eines Hafenviertels. Historische Berichte und StadtfĂŒhrer schildern Nyhavn als Gegend mit Kneipen, einfachen UnterkĂŒnften und Bordellen, in der der Alkohol floss und Seeleute nach langen Reisen ihre Heuer ausgaben. Diese Vergangenheit ist heute vor allem in der Literatur prĂ€sent, denn der weltberĂŒhmte dĂ€nische Schriftsteller Hans Christian Andersen lebte zeitweise in mehreren HĂ€usern direkt am Hafen.

Andersen soll in Nyhavn 20 unter anderem MĂ€rchen wie „Die kleine Meerjungfrau“ und „Der Zinnsoldat“ geschrieben haben, wie VisitDenmark und die dĂ€nische Tourismuszentrale hervorheben. Mehrere GebĂ€ude – etwa Nyhavn Nr. 20, 67 und 18 – sind mit Gedenktafeln versehen, die seine Anwesenheit markieren. FĂŒr deutsche Besucher, die Andersen oft eher ĂŒber die Figur der Kleinen Meerjungfrau am Langelinie-Ufer kennen, lĂ€sst sich so eine direkte Verbindung zwischen Literatur und konkretem Ort herstellen.

Im 20. Jahrhundert verlor der Hafen nach und nach seine Rolle als zentraler Umschlagplatz. Moderne Industrie- und ContainerhĂ€fen ĂŒbernahmen den Großteil des Frachtverkehrs, und die traditionellen Holzschiffe wurden durch neue Schiffstypen verdrĂ€ngt. Mitte des 20. Jahrhunderts war Nyhavn weitgehend heruntergekommen: die HĂ€user verfielen, der Hafenarm galt als vernachlĂ€ssigte Ecke der Stadt.

Ab den 1960er- und 1970er-Jahren begann ein Wandel: BĂŒrgerinitiativen, die Stadtverwaltung und Denkmalschutzorganisationen setzten sich fĂŒr die Erhaltung der historischen Substanz ein, die Hafenbecken wurden von Autos und Verkehr befreit, und die Restaurierung der Fassaden setzte ein. Laut der Stadt Kopenhagen wurde Nyhavn schließlich zu einem FußgĂ€ngerbereich, in dem der öffentliche Raum neu gestaltet wurde – mit Fokus auf AufenthaltsqualitĂ€t, Gastronomie und Tourismus. Heute gilt der Hafen als Beispiel fĂŒr gelungene Umnutzung eines historischen Arbeitsortes zu einem urbanen Freizeitquartier.

Kulturhistoriker betonen, dass Nyhavn damit auch eine ErzĂ€hlung ĂŒber den Wandel europĂ€ischer HafenstĂ€dte bietet: weg vom Schwerverkehr hin zu Kultur, Tourismus und WohnqualitĂ€t. FĂŒr deutsche Leser lĂ€sst sich der Vergleich etwa mit Teilen der Hamburger Speicherstadt oder der DĂŒsseldorfer MedienHafen-Transformation ziehen – nur dass Nyhavn deutlich Ă€lter ist und seine Fassaden einen wesentlich kleinteiligeren, barocken und frĂŒhklassizistischen Charakter haben.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Nyhavn geprĂ€gt von schmalen, mehrgeschossigen StadthĂ€usern, die ursprĂŒnglich als Wohn- und GeschĂ€ftshĂ€user dienten. Viele der GebĂ€ude stammen aus dem spĂ€ten 17. und 18. Jahrhundert und zeigen typisch nordische Merkmale: steile DĂ€cher, schlicht gegliederte Fassaden und eine eher zurĂŒckhaltende Ornamentik, kombiniert mit krĂ€ftigen Farbanstrichen. Diese Farben – Gelb, Orange, Rot, Blau – sind heute wesentlicher Teil der ikonischen Ansicht.

Die HĂ€userzeilen entlang des SĂŒdufers (der „Sonnenseite“ von Nyhavn) sind besonders bekannt: hier reihen sich Restaurants, Bars und CafĂ©s dicht an dicht, viele mit Außenterrassen direkt am Wasser. ReisefĂŒhrer wie Marco Polo und Merian heben hervor, dass diese Seite bei guter Witterung schnell ĂŒberfĂŒllt sein kann, weil sowohl Touristen als auch Einheimische die Lichtlage am Nachmittag und Abend bevorzugen.

Auf der Nordseite, die eher im Schatten liegt, finden sich mehrere denkmalgeschĂŒtzte HĂ€user in etwas ruhigeren Straßenabschnitten. Hier liegen auch Teile des historischen Segelschiffhafens: traditionelle Holzschiffe, viele davon restaurierte ehemalige Fischerboote oder Frachtschiffe, liegen dauerhaft im Becken und werden teils als Museumsschiffe betrieben. Die dĂ€nische Denkmalschutzbehörde und der Verein fĂŒr historische Schiffe betonen, dass Nyhavn damit eine seltene Konzentration historischer kleinerer Schiffe im Zentrum einer Hauptstadt bietet.

Kunst und Literatur prĂ€gen Nyhavn ebenfalls. Neben den einstigen Wohnorten von Hans Christian Andersen finden sich in den Straßen rund um den Hafen Galerien, kleine DesignlĂ€den und kulturelle Einrichtungen. Einige Fassaden sind mit Reliefs oder Inschriften versehen, die an frĂŒhere Besitzer oder Funktionen erinnern – etwa an HĂ€ndler, Reeder oder Zunftzeichen. Die Urbanistik-Forschung in DĂ€nemark verweist darauf, dass Nyhavn ein LehrstĂŒck fĂŒr die Erhaltung eines historischen Stadtraums bei gleichzeitiger touristischer Übernutzung ist.

Aus Sicht deutscher Architekturinteressierter ist Nyhavn kein einzelnes Monument wie der Kölner Dom, sondern ein Ensemble: Die architektonische QualitĂ€t liegt im Zusammenspiel der Giebel, der MaterialitĂ€t und der MaßstĂ€blichkeit, die den Raum trotz starker touristischer Nutzung menschlich und ĂŒberschaubar wirken lĂ€sst. Im Vergleich zu vielen modernen Wasserlagen in europĂ€ischen StĂ€dten wirkt Nyhavn gerade deshalb authentisch, weil seine Substanz weitgehend historisch ist und die GebĂ€udetypen ĂŒber die Jahrhunderte hinweg angepasst statt radikal ersetzt wurden.

Auch die Beleuchtung trĂ€gt zur Stimmung bei: Am Abend setzen Laternen und Leuchtreklamen warme Akzente, die sich im ruhigen Wasser spiegeln. In ReisefĂŒhrern wird Nyhavn darum oft als „Postkartenmotiv“ beschrieben, das sich zu jeder Jahreszeit anders prĂ€sentiert – mit hellen, klaren Farben im Sommer, nebligen Stimmungen im Herbst und winterlicher GemĂŒtlichkeit, wenn Lichtdeko und WeihnachtsmĂ€rkte die Ufer beleben.

Nyhavn Kopenhagen besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Nyhavn liegt zentral in Kopenhagen, am östlichen Ende der FußgĂ€ngerzone StrĂžget und direkt am Platz Kongens Nytorv. Von hier ist es nur ein kurzer Weg zum königlichen Theater und zur Einkaufsstraße. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist Kopenhagen ĂŒber verschiedene Verkehrsmittel gut erreichbar: Große deutsche FlughĂ€fen wie Frankfurt (FRA), MĂŒnchen (MUC), Berlin (BER), DĂŒsseldorf (DUS) oder Hamburg (HAM) bieten DirektflĂŒge zum Flughafen Kopenhagen-Kastrup (CPH) mit Flugzeiten von rund 1,5 bis 2 Stunden, wie große Airlines und die Deutsche Zentrale fĂŒr Tourismus angeben. Vom Flughafen ist Nyhavn mit Metro oder S-Bahn in etwa 20–30 Minuten zu erreichen.
  • Anreise per Bahn und Auto
    FĂŒr eine klimafreundliche Anreise kann die Zugfahrt eine Alternative sein: ICE- und Intercity-Verbindungen fĂŒhren beispielsweise ĂŒber Hamburg und Flensburg nach Kopenhagen, hĂ€ufig mit einem Umstieg, wobei die gesamte Reisezeit von Deutschland aus je nach Startpunkt zwischen etwa 5 und 8 Stunden liegen kann, wie Deutsche-Bahn-Informationen und europĂ€ische Fahrplanportale zeigen. Mit dem Auto fĂŒhrt eine verbreitete Route von Hamburg ĂŒber die Autobahn A7 und die dĂ€nische E45/E20 Richtung Kopenhagen, mit einer Gesamtstrecke von rund 350–400 km und MautgebĂŒhren etwa auf der StorebĂŠlt-BrĂŒcke, wie der ADAC und der dĂ€nische Mautbetreiber berichten. Wer per Fernbus reist, findet von mehreren deutschen StĂ€dten Verbindungen nach Kopenhagen; Anbieter wie FlixBus nennen Fahrzeiten von z. B. etwa 5–7 Stunden zwischen Kiel und Kopenhagen.
  • Öffnungszeiten
    Nyhavn selbst ist ein öffentlicher Stadtraum und rund um die Uhr zugĂ€nglich. Restaurants, Bars und CafĂ©s haben individuelle Öffnungszeiten, die je nach Saison variieren können; viele KĂŒchen sind mittags und abends geöffnet, wĂ€hrend einige Lokale abends bis in die spĂ€ten Stunden bedienen. Öffnungszeiten können sich Ă€ndern – Reisende sollten sie direkt bei Nyhavn Kopenhagen beziehungsweise bei den jeweiligen Betrieben oder ĂŒber aktuelle StadtfĂŒhrer prĂŒfen.
  • Eintritt
    Der Zugang zu Nyhavn ist kostenlos, da es sich um ein öffentliches Hafenviertel handelt. Kosten entstehen lediglich fĂŒr gastronomische Angebote, Bootstouren oder Museumsbesuche. Kanalfahrten ab Nyhavn werden von verschiedenen Reedereien angeboten; nach Angaben von VisitDenmark und großen Anbietern liegen die Preise grob im Bereich von etwa 15–20 € (ca. 110–150 DKK), abhĂ€ngig von Saison und Anbieter. Da sich Wechselkurse und Tarife Ă€ndern, sollten aktuelle Preise vor der Buchung geprĂŒft werden.
  • Beste Reisezeit
    Die dĂ€nische Tourismusorganisation empfiehlt Kopenhagen besonders fĂŒr Reisen zwischen spĂ€ten FrĂŒhling und frĂŒhem Herbst, wenn die Temperaturen angenehme Werte zwischen etwa 15 und 22 °C erreichen und die Tage lang sind. Nyhavn ist in dieser Zeit sehr belebt, insbesondere nachmittags und abends, wenn viele Menschen am Wasser sitzen. Wer das Viertel ruhiger erleben möchte, sollte frĂŒh am Morgen oder außerhalb der klassischen Sommerferien kommen. Im Winter hat Nyhavn trotz kĂŒhler Temperaturen seinen eigenen Reiz: WeihnachtsmĂ€rkte, Beleuchtung und die dĂ€nische Vorliebe fĂŒr Kerzen und warme GetrĂ€nke schaffen eine besondere Stimmung, auch wenn es frĂŒher dunkel wird.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    In DĂ€nemark ist die Landessprache DĂ€nisch; in Kopenhagen sprechen viele Menschen sehr gut Englisch, und im touristischen Umfeld von Nyhavn sind Informationen hĂ€ufig zweisprachig (DĂ€nisch/Englisch). Deutsch wird punktuell verstanden, ist aber nicht so verbreitet wie Englisch. Die WĂ€hrung ist die DĂ€nische Krone (DKK); Kartenzahlung ist sehr weit verbreitet, und viele Betriebe akzeptieren internationale Kreditkarten sowie Mobile-Payment-Lösungen wie Apple Pay und Google Pay. Bargeld wird immer weniger genutzt, allerdings ist es fĂŒr kleinere Ausgaben weiterhin hilfreich. Trinkgeld ist in DĂ€nemark nicht zwingend erwartet, da Service meist im Preis enthalten ist; ein Aufrunden oder ein kleiner Betrag von etwa 5–10 % wird aber als freundliche Geste geschĂ€tzt.
  • Kleiderordnung und Fotografieregeln
    Nyhavn ist ein informelles Stadtviertel ohne spezielle Kleiderordnung. Empfohlen sind bequeme Schuhe und wetterangepasste Kleidung, da der Wind vom Wasser her kĂŒhl sein kann. Fotografieren im öffentlichen Raum ist erlaubt, und Nyhavn zĂ€hlt zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt. Bei InnenrĂ€umen, Restaurants oder Bootstouren können jedoch eigene Regelungen gelten – hier empfiehlt es sich, Personal im Zweifel kurz zu fragen.
  • Einreisebestimmungen und Zeitzone
    DĂ€nemark gehört zur EU und zum Schengen-Raum. FĂŒr deutsche StaatsbĂŒrger reicht in der Regel ein gĂŒltiger Personalausweis oder Reisepass zur Einreise, wobei sich Bestimmungen Ă€ndern können. Deutsche StaatsbĂŒrger sollten aktuelle Einreisehinweise beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen. Kopenhagen liegt in der mitteleuropĂ€ischen Zeitzone: im Winter gilt MitteleuropĂ€ische Zeit (MEZ), im Sommer MitteleuropĂ€ische Sommerzeit (MESZ), sodass grundsĂ€tzlich keine Zeitverschiebung gegenĂŒber Deutschland besteht. FĂŒr Reisen außerhalb der EU empfiehlt sich eine Auslandskrankenversicherung; bei DĂ€nemark können gesetzlich Versicherte mit der EuropĂ€ischen Krankenversicherungskarte (EHIC) bestimmte Leistungen im staatlichen Gesundheitssystem nutzen, wie europĂ€ische Gesundheitsstellen erlĂ€utern.

Warum Nyhavn auf jede Kopenhagen-Reise gehört

Nyhavn ist ein Ort, der architektonische Geschichte, maritimes Erbe und urbanes Leben auf engem Raum bĂŒndelt – Ă€hnlich wie eine kompakte BĂŒhne, auf der Kopenhagen sich selbst inszeniert. Wer vom Kongens Nytorv in Richtung Hafen lĂ€uft, erlebt den Wechsel vom eher klassischen Stadtbild zu einer jahrhundertealten Hafenfront, die heute fĂŒr FußgĂ€nger und Flaneure reserviert ist.

FĂŒr deutsche Reisende bildet Nyhavn oft den ersten Eindruck von Kopenhagen, insbesondere wenn eine Kanalfahrt gebucht wird. Die Bootstouren fĂŒhren von hier aus vorbei an der Oper, der Kleinen Meerjungfrau, der Festung Kastellet und anderen Wahrzeichen – eine Übersicht ĂŒber die Stadt vom Wasser aus, die in ReisefĂŒhrern regelmĂ€ĂŸig empfohlen wird. Nyhavn bleibt dabei der Ausgangs- und RĂŒckkehrpunkt, an dem man danach in einem der Lokale einkehren kann.

Auch kulinarisch ist Nyhavn ein Ort, an dem Besucher dĂ€nische KĂŒche kennenlernen können: von SmĂžrrebrĂžd – reich belegten Broten – bis zu Fischgerichten und modernen Interpretationen nordischer KĂŒche. Die Preise liegen durchaus im touristischen Bereich, doch viele ReisefĂŒhrer betonen, dass man auch abseits der direkt am Wasser gelegenen Lokale gute QualitĂ€t findet, wenn man einige Schritte in die Seitenstraßen geht.

Der Vergleich mit deutschen StĂ€dten zeigt, warum Nyhavn so prĂ€gend ist: WĂ€hrend viele Hafenfronten in Deutschland erst in den letzten Jahrzehnten neu gestaltet wurden, trĂ€gt Nyhavn einen historischen Kern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, der sichtbar geblieben ist. FĂŒr architekturinteressierte Reisende lohnt sich ein genauerer Blick auf Details wie Dachformen, Fensterachsen und die Struktur der Parzellen, die den Maßstab des Viertels definieren.

Zugleich erfĂŒllt Nyhavn viele Erwartungen, die deutsche Besucher an eine skandinavische Metropole haben: Wasser, Licht, offene Gesellschaft und einen entspannten Umgang mit öffentlichen RĂ€umen. Hier wird im Freien gegessen, getrunken, musiziert, und Kinder spielen am Ufer – eine LebensqualitĂ€t, die in Rankings zur LebensqualitĂ€t in StĂ€dten immer wieder hervorgehoben wird, etwa wenn Kopenhagen als besonders fahrrad- und fußgĂ€ngerfreundlich ausgezeichnet wird.

Damit ist Nyhavn mehr als ein Fotomotiv. Es ist ein Scharnier zwischen Kopenhagens Vergangenheit als Handelshafen und seiner Gegenwart als lebenswerte Hauptstadt, die sich bewusst ihrer Geschichte bedient, um einen attraktiven Stadtraum zu schaffen. FĂŒr Reisende aus Deutschland, die Stadtentwicklung und Kultur vergleichen, bietet Nyhavn einen anschaulichen Blick darauf, wie eine alte Infrastruktur neu gedacht werden kann, ohne ihre Seele zu verlieren.

Nyhavn Kopenhagen in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

Nyhavn ist in sozialen Medien omniprĂ€sent: Reisende teilen Fotos von den farbigen Fassaden, SonnenuntergĂ€ngen ĂŒber dem Hafenbecken und von Bootstouren, die hier starten. Hashtags wie #Nyhavn und #Copenhagen erscheinen auf Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube regelmĂ€ĂŸig in Reisefeeds; Tourismusorganisationen nutzen das Viertel gezielt als visuelles AushĂ€ngeschild, um die Stadt international zu bewerben. FĂŒr deutsche Nutzer sind diese Bilder oft Einstieg in eine Reiseplanung, weil sie die AtmosphĂ€re gut vermitteln und zugleich zeigen, wann der Ort am stĂ€rksten frequentiert ist.

HĂ€ufige Fragen zu Nyhavn Kopenhagen

Wo liegt Nyhavn Kopenhagen genau?

Nyhavn liegt im Zentrum von Kopenhagen, östlich des Platzes Kongens Nytorv und in der NĂ€he der berĂŒhmten Einkaufsstraße StrĂžget. Der Hafenarm verbindet das Stadtinnere mit dem inneren Hafenbecken und ist zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per öffentlichem Nahverkehr gut erreichbar.

Wie alt ist Nyhavn und warum heißt der Hafen „Neuer Hafen“?

Nyhavn wurde im spĂ€ten 17. Jahrhundert unter König Christian V. als neue Zufahrt vom Øresund in die Innenstadt gebaut, mit Bauarbeiten in den 1670er-Jahren und Fertigstellung gegen Ende des Jahrhunderts. Der Name „Nyhavn“ – „Neuer Hafen“ – bezog sich damals auf die damals neu geschaffene Hafenanlage im Vergleich zu Ă€lteren Kaianlagen.

Lohnt sich eine Kanalfahrt ab Nyhavn fĂŒr Reisende aus Deutschland?

Ja, viele ReisefĂŒhrer empfehlen eine Kanalfahrt ab Nyhavn als kompakten Einstieg, um Kopenhagens Wasserwege und SehenswĂŒrdigkeiten zu erleben. Die Fahrten dauern meist etwa 1 Stunde, passieren unter anderem die Oper, die Kleine Meerjungfrau und verschiedene BrĂŒcken, und bieten dabei einen anschaulichen Überblick ĂŒber die Stadt.

Was macht Nyhavn im Vergleich zu anderen Hafenvierteln besonders?

Nyhavn kombiniert ein weitgehend historisches HÀuserensemble aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit aktiver Nutzung als Gastro- und Freizeitviertel und einem lebendigen historischen Schiffshafen. Im Unterschied zu vielen neu gebauten Wasserlagen bleibt hier die historische Parzellenstruktur sichtbar, wodurch das Viertel einen besonders authentischen Charakter behÀlt.

Wann ist die beste Tageszeit fĂŒr einen Besuch von Nyhavn?

FĂŒr Fotos und AtmosphĂ€re empfehlen viele ReisefĂŒhrer den spĂ€ten Nachmittag und frĂŒhen Abend, wenn die Sonne tief steht und die Fassaden warm beleuchtet. Wer Nyhavn ruhig erleben möchte, sollte eher frĂŒh am Morgen kommen, bevor der Andrang der TagesgĂ€ste und Bootstouren einsetzt.

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