Opera Garnier: Prunkvolle BĂŒhne des 19. Jahrhunderts in Paris
Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 06:22 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Opera Garnier in Paris, auch Palais Garnier genannt, gehört zu den monumentalen OpernhĂ€usern des 19. Jahrhunderts und prĂ€gt bis heute das Stadtbild an der Place de lâOpĂ©ra im 9. Arrondissement. Entworfen von Charles Garnier und im Jahr 1875 eröffnet, verbindet das GebĂ€ude reprĂ€sentative Theaterarchitektur mit einem auĂergewöhnlich reich dekorierten Innenraum.
Opera Garnier: Architektur im Stil des Zweiten Kaiserreichs
Die Opera Garnier entstand im Auftrag von Kaiser Napoleon III als neuer Sitz der Pariser Oper und wurde zwischen den frĂŒhen 1860er-Jahren und 1875 nach PlĂ€nen des Architekten Charles Garnier errichtet.Die Opera Garnier entstand im Auftrag von Kaiser Napoleon III Die Architektur gilt als charakteristisches Beispiel des sogenannten Napoleon-III-Stils beziehungsweise des Zweiten Kaiserreichs, einer eklektischen Richtung, die historische Formen mischt und mit moderner Bautechnik verbindet.Die Architektur gilt als charakteristisches Beispiel des sogenannten Napoleon-III-Stils
Der Baukörper nimmt eine GrundflĂ€che von rund 12.000 mÂČ ein und erreicht eine Gesamthöhe von etwa 79 m, mit einer LĂ€nge von 172 m und einer Breite von 101 m.Der Baukörper nimmt eine GrundflĂ€che von rund 12.000 mÂČ ein Die Fassade zur Place de lâOpĂ©ra zeigt Arkaden, SĂ€ulen, Figuren und vergoldete Details, die zusammen eine BĂŒhnenfront nach auĂen bilden. Hinter dieser reich gegliederten Schauseite verbirgt sich ein Tragwerk aus Eisen, das die groĂen Spannweiten und Raumhöhen trĂ€gt, wĂ€hrend Stein und Stuck die sichtbaren OberflĂ€chen formen.Hinter dieser reich gegliederten Schauseite verbirgt sich ein Tragwerk aus Eisen
InnenrĂ€ume: GroĂer Saal, Grand Foyer und Treppenhaus
Im Inneren der Opera Garnier liegt ein italienischer Zuschauerraum mit RĂ€ngen und Logen, der knapp 2.000 Besucher aufnehmen kann und in eine komplexe Folge von Foyers, Galerien und Umgangszonen eingebettet ist.Im Inneren der Opera Garnier liegt ein italienischer Zuschauerraum Der Saal ist von roten Stoffen, vergoldeten Ornamenten und einem groĂen Kronleuchter geprĂ€gt, darĂŒber spannt sich eine Decke, die im 20. Jahrhundert von Marc Chagall neu bemalt wurde.Eine Decke, die im 20. Jahrhundert von Marc Chagall neu bemalt wurde
Vor dem Saal öffnet sich das berĂŒhmte Haupttreppenhaus mit breit gefĂŒhrten Stufen, MarmorsĂ€ulen und Balustraden, das den Besuchern den Weg zu den höheren Ebenen weist. DarĂŒber liegt das langgestreckte Grand Foyer, dessen Dimensionen an eine Galerie eines Stadtpalastes erinnern und dessen WĂ€nde und Decke von Malereien, Spiegeln und Blattgold bedeckt sind. Weitere RĂ€ume der Opera Garnier sind eine Rotonde fĂŒr Abonnenten, Salons fĂŒr Pausenaufenthalte, eine Museumsbibliothek sowie ProbenrĂ€ume und WerkstĂ€tten fĂŒr die Compagnie.Weitere RĂ€ume der Opera Garnier sind eine Rotonde fĂŒr Abonnenten
BĂŒhnenhaus, technische Dimensionen und heutige Nutzung
Das BĂŒhnenhaus der Opera Garnier gehört zu den groĂen Theatermaschinen des 19. Jahrhunderts und wurde mit einer breiten und hohen BĂŒhne fĂŒr aufwendige Produktionen konzipiert. Die BĂŒhne erreicht eine Breite von annĂ€hernd 49 m, eine Tiefe von rund 26 bis 27 m und eine Höhe von ĂŒber 70 m, womit sie zum Zeitpunkt der Fertigstellung zu den gröĂten BĂŒhnen der Welt zĂ€hlte.Die BĂŒhne erreicht eine Breite von annĂ€hernd 49 m Unter und hinter der BĂŒhne liegen technische Ebenen, LagerrĂ€ume und Mechaniken, die den schnellen Wechsel von Dekorationen ermöglichen.
Im 19. und frĂŒhen 20. Jahrhundert fungierte die Opera Garnier als HauptspielstĂ€tte der Pariser Oper und des Balletts; mit der Eröffnung der OpĂ©ra Bastille erhielt sie einen Schwerpunkt im Bereich Tanz und reprĂ€sentative AuffĂŒhrungen. Neben Abendvorstellungen ist das GebĂ€ude ein eigenstĂ€ndiges Besuchsziel, dessen reprĂ€sentative Bereiche, die Museumsbibliothek und Teile des technischen Bereichs zugĂ€nglich gemacht werden. Die Opera Garnier ist als historisches Monument geschĂŒtzt und gehört zu den stark wahrgenommenen Theaterbauten Frankreichs.
Opera Garnier besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Die Opera Garnier steht an der Place de lâOpĂ©ra im 9. Arrondissement von Paris und ist ĂŒber mehrere MĂ©tro-Linien mit der Station OpĂ©ra sowie ĂŒber Busverbindungen erreichbar.
- Der Zugang zu den öffentlichen Bereichen fĂŒhrt ĂŒber das groĂe Haupttreppenhaus mit zahlreichen Stufen, die sich ĂŒber mehrere Ebenen verteilen, sodass ein Besuch erhöhte Trittsicherheit verlangt.
- In der unmittelbaren Umgebung der Opera Garnier liegen GeschĂ€ftsstraĂen und weitere GebĂ€ude des 19. Jahrhunderts, darunter das Kaufhaus Galeries Lafayette an der Boulevardachse in Blickweite.
- Amtssprache ist Französisch, gezahlt wird in Euro.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Opera Garnier auf Social-Media-Plattformen
Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Opera Garnier.
Opera Garnier: hÀufige Fragen
Wo liegt die Opera Garnier in Paris?
Die Opera Garnier befindet sich an der Place de lâOpĂ©ra im 9. Arrondissement und ist von den groĂen Boulevards der Innenstadt umgeben.
Was bietet ein Besuch der Opera Garnier?
Ein Besuch fĂŒhrt durch das monumentale Treppenhaus, die reich ausgestatteten Foyers und Galerien sowie, je nach Angebot, in den Opernsaal und ausgewĂ€hlte Bereiche der BĂŒhne.
Was kennzeichnet die Opera Garnier besonders?
PrĂ€gend sind der Napoleon-III-Stil mit seiner Mischung historischer Formen, die Verbindung von Eisenkonstruktion und reicher Dekoration sowie der groĂe italienische Saal mit Chagalls Decke.
