Perito-Moreno-Gletscher, Glaciar Perito Moreno

Perito-Moreno-Gletscher: Argentiniens eisige BĂĽhne in Bewegung

20.05.2026 - 15:28:16 | ad-hoc-news.de

Der Perito-Moreno-Gletscher bei El Calafate in Argentinien, lokal Glaciar Perito Moreno genannt, fasziniert mit donnernden Eisabbrüchen – und birgt Details, die viele Patagonien-Reisende überraschen.

Perito-Moreno-Gletscher, Glaciar Perito Moreno, Argentinien
Perito-Moreno-Gletscher, Glaciar Perito Moreno, Argentinien

Wenn der Perito-Moreno-Gletscher – lokal „Glaciar Perito Moreno“ (sinngemäß „Gletscher Perito Moreno“) – in den tĂĽrkisblauen Lago Argentino kalbt, donnert es wie bei einem entfernten Gewitter. Tonnenweise Eis brechen von einer bis zu 70 Meter hohen Wand ab, stĂĽrzen in Zeitlupe ins Wasser und lassen Wellen ĂĽber Patagoniens vielleicht berĂĽhmteste NaturbĂĽhne rollen.

Perito-Moreno-Gletscher: Das ikonische Wahrzeichen von El Calafate

Der Perito-Moreno-Gletscher ist das Aushängeschild des Nationalparks Los Glaciares im äußersten Südwesten Argentiniens und eines der bekanntesten Naturwahrzeichen Südamerikas. Offizielle Informationen des argentinischen Nationalparkamts Administración de Parques Nacionales und des Weltnaturerbe-Komitees der UNESCO beschreiben den Gletscher als aktiven Ausläufer des Südpatagonischen Eisfelds, der sich bis an den Lago Argentino vorschiebt und dort eine spektakuläre, gut zugängliche Eisfront bildet.

Anders als viele andere Gletscher weltweit gilt der Perito-Moreno-Gletscher nach Angaben von GEO und National Geographic Deutschland als vergleichsweise stabil: Seine Fläche schwankt, doch langfristig zeigt er keine so deutliche Rückzugsbewegung wie viele Alpengletscher. Für Reisende aus Deutschland ist er daher zu einem Symbol geworden – für die große, noch weitgehend unberührte Natur Patagoniens, für die Wucht der Elemente und für einen Kontinent, der weiter entfernt kaum sein könnte.

El Calafate, eine Kleinstadt mit etwa 25.000 Einwohnern am SĂĽdufer des Lago Argentino, lebt heute fast vollständig vom Tourismus. Argentinische Medien wie „La NaciĂłn“ und das Tourismussekretariat der Provinz Santa Cruz bezeichnen den Ort als „Tor zum Perito-Moreno-Gletscher“. Vom Stadtzentrum sind es rund 80 km bis zur Gletscherfront – eine Strecke, die Busse, Mietwagen und gefĂĽhrte Touren täglich zurĂĽcklegen.

Geschichte und Bedeutung von Glaciar Perito Moreno

Der Glaciar Perito Moreno ist nach Francisco Pascasio Moreno benannt, einem argentinischen Forscher und Geografen des 19. Jahrhunderts. Laut dem argentinischen Ministerio de Turismo y Deportes und der Deutschen Welle spielte Moreno eine zentrale Rolle bei der Erforschung Patagoniens und bei Grenzverhandlungen mit Chile. Der Ehrentitel „Perito“ bedeutet in etwa „Sachverständiger“ – daher die heute gebräuchliche Bezeichnung.

Das Eis selbst ist wesentlich älter als der Name. Gletschereis im Südpatagonischen Eisfeld kann mehrere Hundert bis Tausend Jahre alt sein. Wissenschaftliche Beiträge, auf die sich unter anderem der Nationalpark Los Glaciares und Fachportale der UNESCO beziehen, verorten die Entstehung im Kontext der letzten Kaltzeiten. In der heutigen Form ist der Gletscher aus geologischer Sicht jedoch jung – seine Zunge reagiert dynamisch auf Niederschläge und Temperaturen.

Der Nationalpark Los Glaciares wurde 1937 gegründet, um die einzigartigen Gletscherlandschaften am Andenrand zu schützen. 1981 nahm die UNESCO die Region als „Los Glaciares National Park“ in die Liste des Weltnaturerbes auf. In den Begründungen wird der Perito-Moreno-Gletscher ausdrücklich als eines der herausragenden Beispiele dieser Gletscherlandschaft erwähnt, zusammen mit dem Upsala- und Spegazzini-Gletscher. Für den internationalen Natur- und Landschaftsschutz steht der Gletscher somit exemplarisch für die enorme Süßwasserressource des Südpatagonischen Eisfelds.

In der jüngeren Geschichte rückte der Glaciar Perito Moreno immer dann besonders ins mediale Rampenlicht, wenn sich seine Eisfront quer über einen Arm des Lago Argentino schob und den „Brazo Rico“ abriegelte. Argentinische Medien wie Clarín und internationale Agenturen wie AFP berichten seit Jahrzehnten wiederkehrend über diese sogenannten „rupturas“, bei denen der Wasserdruck schließlich ein spektakuläres Durchbrechen des Eisdams auslöst – ein Naturschauspiel, das sich in unregelmäßigen Abständen ereignet und nie exakt prognostiziert werden kann.

Für Argentinien hat der Gletscher zugleich eine identitätsstiftende Funktion. Die argentinische Tourismusbehörde bezeichnet ihn als Symbol nationaler Naturschätze, ähnlich ikonisch wie die Iguazú-Wasserfälle im subtropischen Norden des Landes. In Reiseberichten deutschsprachiger Medien – etwa im ADAC Reisemagazin oder in Reportagen von ZDF und ARD – wird der Perito-Moreno-Gletscher häufig als Höhepunkt einer Patagonien-Reise beschrieben, als Ort, an dem man die Dimensionen des Kontinents in einer einzigen Szene erleben kann.

Architektur, „Eisdesign“ und besondere Merkmale

Auch wenn es sich beim Perito-Moreno-Gletscher nicht um ein Bauwerk, sondern um ein Naturphänomen handelt, wirkt seine Erscheinung wie eine von der Natur geformte Architektur. Experten der UNESCO sprechen von „kathedralenartigen Eisformationen“, und GEO beschreibt die bis zu 70 Meter hohe Front als „Fassade eines palastartigen Bauwerks“. Die Struktur des Gletschers zeigt vertikale TĂĽrme, spitze Zinnen und tiefe Spalten – Formen, die durch das Zusammenspiel von Schwerkraft, Spaltenbildung und Schmelzwasserkanälen entstehen.

Der Gletscher ist rund 30 km lang; seine Oberfläche reicht von ungefähr 200 m ĂĽber dem Meeresspiegel an der Front bis in Höhen von ĂĽber 1.500 m im Nährgebiet am Andenhauptkamm. Laut Angaben des Nationalparks und Fachpublikationen zur Glaziologie misst die Front am Lago Argentino etwa 5 km Breite. Die Eiswand ragt im Schnitt 60 bis 70 m ĂĽber den Wasserspiegel hinaus – darunter verbirgt sich noch einmal ein ähnlich mächtiger Eisblock unter Wasser.

Die charakteristische blaue Farbe entsteht, weil das stark verdichtete Eis des Glaciar Perito Moreno vor allem kurzwelliges, blaues Licht streut und längere Wellenlängen absorbiert. In Schattenzonen und Spalten wirkt das Eis daher fast tiefblau, während frische Bruchkanten in der Sonne weißlich schimmern. Bei bedecktem Himmel oder in der Abendsonne verändert sich der Eindruck: Die Front kann dann milchig, graublau oder sogar fast golden wirken – ein Grund, warum Fotograf:innen immer wieder betonen, dass sich ein Besuch zu verschiedenen Tageszeiten lohnt.

Besonders bekannt ist der Gletscher für seine Kalbungsaktivität. Der Nationalpark Los Glaciares weist darauf hin, dass fortlaufend kleinere und größere Eisbrocken abbrechen, wenn sich der Gletscher langsam vorwärts schiebt. Fachartikel, auf die sich auch der argentinische Wetterdienst beruft, beschreiben den Perito-Moreno-Gletscher als nahezu im Gleichgewicht: Der jährliche Eisnachschub aus dem Nährgebiet wird in etwa durch Kalbung und Schmelze ausgeglichen. Für Besucher:innen bedeutet das: Eine gewisse Chance auf Donnern und herabstürzende Eismassen besteht fast immer, ohne dass es zu unkontrollierbaren Großabbrüchen im Besucherbereich kommen soll – deshalb sind Sicherheitsabstände und Beobachtungsstege entscheidend.

Die Infrastruktur rund um die Gletscherfront ist klar strukturiert. Metallene Laufstege und Panorama-Plattformen ziehen sich entlang einer bewaldeten Hangflanke gegenüber der Eiswand. Nach Angaben der Parkverwaltung wurden sie so angelegt, dass sie die Vegetation möglichst wenig beeinträchtigen und gleichzeitig mehreren Tausend Besucher:innen am Tag sichere Sicht bieten. Die Wege sind in verschiedene Routen unterteilt; Informationstafeln erläutern auf Spanisch und Englisch die Geologie, Flora und Fauna der Region.

Rundfahrten mit Booten führen entlang der Nordseite der Front, ohne den Sicherheitsabstand zu unterschreiten. Zusätzlich bieten lizenzierte Anbieter geführte Eiswanderungen an, die sich laut offiziellen Tourismusinformationen in kürzere „Mini-Trekking“-Touren und längere „Big Ice“-Touren unterteilen. Beide Varianten sind reguliert und an Alters- sowie Fitnessanforderungen gebunden, wodurch der Gletscher zugleich erlebbar und geschützt bleibt.

Perito-Moreno-Gletscher besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise

Der Perito-Moreno-Gletscher liegt im SĂĽdwesten der argentinischen Provinz Santa Cruz, etwa 80 km westlich von El Calafate und rund 2.700 km Luftlinie sĂĽdwestlich von Buenos Aires. FĂĽr Reisende aus Deutschland fĂĽhrt der ĂĽbliche Weg zunächst nach Buenos Aires (Flughäfen Ezeiza EZE oder Aeroparque AEP) und dann per Inlandsflug weiter nach El Calafate (FTE). Größere Fluggesellschaften verbinden Frankfurt, MĂĽnchen oder Berlin ĂĽber Drehkreuze wie Madrid, Paris oder SĂŁo Paulo mit Argentinien. Die Gesamtflugzeit von Deutschland nach Buenos Aires liegt – je nach Route – meist zwischen 14 und 18 Stunden, exklusive Umsteigezeiten.

Von Buenos Aires nach El Calafate planen Reisende zusätzlich rund 3 bis 4 Stunden Inlandsflug ein. Direkt vor dem Ort liegt der kleine Flughafen Comandante Armando Tola. Von dort fahren Taxis und Shuttlebusse in das Stadtzentrum. Die Weiterfahrt zum Perito-Moreno-Gletscher erfolgt ĂĽblicherweise ĂĽber TagesausflĂĽge: Entweder ĂĽber organisierte Touren (inklusive Transfer) oder mit einem Mietwagen auf der gut ausgebauten, asphaltierten Ruta Provincial 11.

Eine Anreise aus Europa über Chile – etwa via Santiago und dann weiter nach Punta Arenas mit anschließender Fahrt nach El Calafate – ist möglich, aber logistisch aufwendiger. Für die Mehrheit der Deutschland-Reisenden ist die Kombination aus internationalem Flug nach Buenos Aires plus Inlandsflug nach El Calafate die praktikabelste Option. Für genaue Flugpläne und Preise ist der Blick auf die Websites der Airlines oder gängiger Buchungsportale ratsam; sie ändern sich regelmäßig.

  • Ă–ffnungszeiten und Besuchsorganisation

Der Nationalpark Los Glaciares und die Zufahrt zum Perito-Moreno-Gletscher sind ganzjährig geöffnet, wobei sich die täglichen Öffnungszeiten je nach Saison und Tageslichtdauer ändern können. Offizielle Stellen wie die Parkverwaltung und die Tourismusbehörde der Provinz Santa Cruz betonen, dass Besucher:innen die jeweils aktuellen Öffnungszeiten kurz vor der Reise direkt auf den Websites des Parks oder der zuständigen Behörden prüfen sollten.

Der Eintritt zum Nationalpark wird am Zugang kontrolliert, einige Kilometer bevor man die Gletscherfront erreicht. Die Gebühren werden in der Regel in argentinischen Pesos erhoben; zusätzlich geben viele deutschsprachige Reiseführer und Medien die ungefähren Kosten in Euro an. Da sich Wechselkurs und Tarife in Argentinien häufig ändern können, empfiehlt sich eine zeitnahe Recherche kurz vor dem Besuch, etwa über das argentinische Tourismusministerium oder seriöse Reiseführer-Verlage. Wichtig ist, dass der Eintritt pro Tag erhoben wird und separate Leistungen wie Bootsfahrten oder Eiswanderungen extra berechnet werden.

Öffnungszeiten können variieren – Reisende sollten daher direkt bei der Verwaltung des Perito-Moreno-Gletschers beziehungsweise beim Nationalpark Los Glaciares den jeweils aktuellen Stand prüfen.

  • Beste Reisezeit

Patagonien liegt auf der SĂĽdhalbkugel. Das bedeutet: Wenn in Deutschland Winter ist, herrscht in El Calafate Sommer. Die Hauptsaison fĂĽr Besuche am Perito-Moreno-Gletscher reicht nach Angaben der Tourismusbehörden von etwa November bis März. In diesen Monaten sind die Tage lang, die Temperaturen vergleichsweise mild (oft zwischen 10 und 20 Â°C, gelegentlich auch darĂĽber), und es fahren mehr Ausflugsboote sowie Touren.

Frühjahr (Oktober, November) und Herbst (März, April) gelten in vielen Reiseführern als besonders reizvolle Übergangszeiten: Die Vegetation zeigt Farbakzente, und der Besucherandrang ist etwas geringer als im Hochsommer. Im Winter (Juni bis August) kann es deutlich kälter werden, Straßen sind stärker wetterabhängig, und einige Angebote sind eingeschränkt. Dafür ist das Licht oft klar und die Landschaft wirkt besonders rau.

Als Tageszeit empfehlen viele erfahrene Reiseführer zwei Fenster: den frühen Vormittag, wenn die Stege noch weniger überlaufen sind, oder den späten Nachmittag, wenn das Licht weicher wird. Die Kalbung des Gletschers lässt sich nicht zuverlässig auf eine bestimmte Uhrzeit festlegen, doch Beobachtungen deuten darauf hin, dass wärmere Stunden des Tages die Aktivität tendenziell erhöhen – ein garantierter „Showtime“-Moment lässt sich daraus aber nicht ableiten.

  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Foto-Regeln

Sprache: Amtssprache in Argentinien ist Spanisch. In El Calafate und im Umfeld des Perito-Moreno-Gletschers sprechen viele Menschen, die im Tourismus arbeiten, grundlegendes bis gutes Englisch. Deutschkenntnisse sind seltener, kommen aber in einigen Hotels oder bei spezialisierten Reiseleitungen vor. Ein paar spanische Höflichkeitsfloskeln wirken in jedem Fall sympathisch und erleichtern Begegnungen.

Zahlung: Argentinien ist ein Land mit ausgeprägter Bargeldkultur, zugleich nimmt die Nutzung von Kreditkarten in touristischen Regionen stetig zu. In El Calafate akzeptieren die meisten Hotels, Restaurants und Touranbieter internationale Kreditkarten (Visa, Mastercard; teilweise auch American Express). EC-/Girocards aus Deutschland funktionieren je nach Bank und Kartenart nicht immer zuverlässig, insbesondere an Geldautomaten. Reisende sollten sich vorab bei ihrer Hausbank erkundigen und im Zweifel auf Kreditkarten und etwas Bargeld in Pesos setzen. Mobile Payment (Apple Pay, Google Pay) verbreitet sich, ist aber außerhalb großer Städte noch kein Standard.

Trinkgeld: In Argentinien ist ein Trinkgeld von etwa 10 % in Restaurants ĂĽblich, sofern es nicht bereits als Servicepauschale verrechnet ist. FĂĽr Reiseleiter:innen, Fahrer:innen oder Guides bei Boots- und Gletschertouren sind kleine Trinkgelder ebenfalls ĂĽblich, wenn man mit der Leistung zufrieden war. Ein Richtwert sind einige hundert Pesos oder ein Betrag, der dem Niveau anderer sĂĽdamerikanischer Destinationen entspricht; konkrete Summen ändern sich durch Inflation und Wechselkursentwicklung und sollten aktuell recherchiert werden.

Kleidung: Das Klima in Patagonien ist launisch, selbst im Sommer. Starke Winde, schnelle Wetterwechsel und Temperaturstürze sind häufig. Für Besucher:innen aus Deutschland empfiehlt sich ein Zwiebelsystem: Funktionsunterwäsche oder T-Shirt, Fleece oder Pullover, dazu eine wind- und wasserdichte Außenschicht. Mütze, Handschuhe und Sonnenbrille gehören ebenfalls ins Gepäck. Stabiles Schuhwerk ist wichtig, vor allem bei Eiswanderungen, bei denen zusätzlich Steigeisen gestellt werden.

Fotografieren: Auf den Stegen und Panorama-Plattformen ist Fotografieren und Filmen grundsätzlich erlaubt. Drohnenflüge sind im Nationalpark Los Glaciares nach Angaben der Parkverwaltung ohne spezielle Genehmigung untersagt – sowohl aus Gründen des Naturschutzes als auch zur Sicherheit anderer Besucher:innen. Wer professionelle Film- oder Fotoaufnahmen plant, sollte vorab eine Genehmigung bei den zuständigen Behörden einholen.

  • Einreisebestimmungen und Gesundheit

Für deutsche Staatsbürger gelten für Argentinien je nach Reisedauer und -zweck unterschiedliche Einreisebestimmungen. Da sich Vorgaben ändern können, empfiehlt das Auswärtige Amt, die jeweils aktuelle Lage und die genauen Bestimmungen vor Reiseantritt auf seiner Website unter auswaertiges-amt.de zu prüfen. Dort finden sich auch Hinweise zu erforderlichen Reisedokumenten, Impfschutzempfehlungen und Sicherheitshinweisen für Patagonien.

Argentinien ist kein Mitglied der Europäischen Union; die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bietet hier keine Abdeckung. Eine private Auslandskrankenversicherung wird von Verbraucherzentralen und Reiseverbänden ausdrücklich empfohlen – insbesondere für abgelegene Regionen wie Patagonien, wo medizinische Versorgung zwar vorhanden, aber mitunter weit entfernt sein kann.

Die Zeitverschiebung zu Mitteleuropa beträgt in der Regel mehrere Stunden: Argentinien verwendet keine Sommerzeit. Je nach Jahreszeit besteht ein Unterschied von etwa 4 bis 5 Stunden zu MEZ/MESZ (Beispiele: Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr ist, kann es in El Calafate je nach Saison etwa 7:00 oder 8:00 Uhr sein). FĂĽr Flug- und Tourenplanung ist es wichtig, die exakte aktuelle Zeitverschiebung vor der Reise zu checken.

Warum Glaciar Perito Moreno auf jede El-Calafate-Reise gehört

Der Glaciar Perito Moreno ist mehr als nur ein Fotomotiv. Wer auf den Stegen gegenüber der Eisfront steht, erlebt eine seltene Kombination: Die Landschaft wirkt wild und ungezähmt, zugleich ist sie vergleichsweise leicht zugänglich. Anders als viele andere Gletscher der Welt lässt sich hier die Front aus nächster Nähe – aber dennoch sicher – bestaunen. Der Kontrast zwischen dunklen Anden, grünem Südbuchenwald, türkisfarbenem See und der hellen Eiswand bleibt vielen Besucher:innen lange im Gedächtnis.

Die Atmosphäre verändert sich im Tagesverlauf. Morgens liegt häufig noch ein Hauch von Kälte und Stille über dem See, nur unterbrochen von fernem Donnern, wenn irgendwo Eis bricht. Mittags, wenn die Sonne höher steht und mehr Besucher:innen unterwegs sind, wirkt der Ort lebhafter – die Eisfront präsentiert sich dann als Bühne, auf die alle Blicke gerichtet sind. Am Nachmittag tauchen warmes Licht und lange Schatten noch einmal andere Strukturen im Eis auf. Wer genügend Zeit hat, verbringt mehrere Stunden und bewegt sich über verschiedene Stege, um die Front aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu sehen.

Für Reisende aus Deutschland ist der Perito-Moreno-Gletscher häufig Teil einer größeren Patagonien-Route: von Bariloche im Norden über El Chaltén mit dem markanten Fitz-Roy-Massiv bis hinunter nach Ushuaia am Beagle-Kanal. In diesem Kontext bildet der Gletscher einen Höhepunkt, der die Dimensionen der Region besonders deutlich macht. Viele Menschen berichten in Reportagen und Reiseinterviews, dass sie hier zum ersten Mal die Größe eines Gletschers wirklich „gefühlt“ haben – trotz Alpen-Erfahrung.

Rund um El Calafate bieten sich zusätzliche Ausflüge an: Bootstouren über den Lago Argentino führen zu weiteren Gletschern; das Glaciarium, ein modernes Informationszentrum am Stadtrand, vermittelt Hintergrundwissen zu Gletscherkunde und Klimawandel. Das Zusammenspiel aus unmittelbarem Naturerlebnis am Perito-Moreno-Gletscher und vertiefender Ausstellung im Glaciarium wird von vielen Reisejournalist:innen als besonders gelungen beschrieben, weil es Emotion und Information verbindet.

Ob Fernreise-Einsteiger:in oder Patagonien-Fan – der Glaciar Perito Moreno ist ein Ziel, das unterschiedliche Erwartungen erfüllt: spektakuläre Natur, klare Strukturen für den Besuch, gute Kombination mit anderen Highlights Argentiniens und ein lehrreicher Blick auf globale Fragen wie Wasserreserven und Klimaveränderungen.

Perito-Moreno-Gletscher in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Netzwerken ist der Perito-Moreno-Gletscher längst zu einem visuellen Fixpunkt geworden. Zeitraffer-Videos von kalbenden Eiswänden, Drohnenaufnahmen (in genehmigten Bereichen) und klassische Panoramen gehören zu den am häufigsten geteilten Motiven Patagoniens. Reisende aus Deutschland nutzen Instagram, YouTube oder TikTok nicht nur zur Inspiration, sondern auch, um sich einen Eindruck von Jahreszeit, Lichtverhältnissen und typischen Tourenabläufen zu verschaffen.

Häufige Fragen zu Perito-Moreno-Gletscher

Wo liegt der Perito-Moreno-Gletscher genau?

Der Perito-Moreno-Gletscher liegt im Nationalpark Los Glaciares in der Provinz Santa Cruz im SĂĽdwesten Argentiniens. Die nächstgelegene Stadt ist El Calafate am Lago Argentino, etwa 80 km östlich der Gletscherfront. Von dort fahren täglich Busse, Tourfahrzeuge und Mietwagen auf einer asphaltierten StraĂźe zum Besucherzentrum.

Warum heißt der Gletscher „Perito Moreno“?

Der Name erinnert an den argentinischen Forscher und Geografen Francisco Pascasio Moreno, dem der Ehrentitel „Perito“ (Sachverständiger) verliehen wurde. Er erforschte im 19. Jahrhundert große Teile Patagoniens und spielte eine wichtige Rolle bei der Grenzziehung zwischen Argentinien und Chile. Zu seinen Ehren erhielt der Gletscher den Namen „Glaciar Perito Moreno“.

Was macht den Perito-Moreno-Gletscher so besonders?

Der Gletscher ist einer der wenigen groĂźen Gletscher weltweit, die sich nach heutigem Wissensstand in einem relativen Gleichgewicht befinden und nicht deutlich schrumpfen. AuĂźerdem ist seine bis zu 70 Meter hohe Front leicht zugänglich und ĂĽber Stege aus nächster Nähe sichtbar. Regelmäßige Kalbungen, das intensive Blau des Eises und die Lage im UNESCO-geschĂĽtzten Nationalpark Los Glaciares machen ihn zu einem auĂźergewöhnlich eindrucksvollen Reiseziel.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr den Perito-Moreno-Gletscher?

Die beliebteste Reisezeit sind die Sommermonate auf der Südhalbkugel, also etwa von November bis März. Dann sind die Tage lang, die Temperaturen milder und viele touristische Angebote verfügbar. Übergangszeiten wie Oktober oder April locken mit etwas weniger Andrang und teils intensivem Licht. Im Winter ist es ruhiger, aber kälter und mitunter witterungsanfälliger.

Wie plane ich einen Besuch von Deutschland aus?

Die meisten Reisenden fliegen von Deutschland über internationale Drehkreuze nach Buenos Aires und von dort weiter nach El Calafate. Von El Calafate aus wird der Perito-Moreno-Gletscher üblicherweise im Rahmen eines Tagesausflugs besucht. Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise, Sicherheitslage und eventuelle gesundheitliche Empfehlungen vor der Reise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen und eine Auslandskrankenversicherung abschließen.

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