Petra, Wadi Musa

Petra: Felsenstadt aus rotem Sandstein in Jordaniens Bergen

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 13:06 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Petra bei Wadi Musa in Jordanien ist die ehemalige Hauptstadt der NabatĂ€er, in roten Sandstein gemeißelt und ĂŒber eine schmale Schlucht erreichbar.

Isometrisches Diorama von Petra in Wadi Musa, Jordanien in Pastell
Isometrisches Diorama von Petra und Umgebung in Wadi Musa Jordanien, verspielte Low-Poly-Kulisse in Pastellfarben, Illustration mit AI erstellt.

Petra in den Bergen bei Wadi Musa in Jordanien ist eine antike Felsenstadt der NabatÀer, deren Monumente direkt in den roten Sandstein geschlagen wurden und seit 1985 als UNESCO-Welterbe anerkannt sind.

Petra: Hauptstadt der NabatÀer in einer verborgenen Felsenlandschaft

Die Ruinen von Petra liegen in einem gebirgigen Trockental im SĂŒden Jordaniens, zwischen dem Roten Meer und dem Toten Meer, abseits der großen Ebenen des Landes.Zwischen Rotem Meer und Totem Meer Die Stadt war in der Antike die Hauptstadt des Reiches der NabatĂ€er, einer arabischen Handelsmacht, die ihre BlĂŒte im 1. Jahrhundert v. Chr. und im 1. Jahrhundert n. Chr. erreichte.Hauptstadt des Reiches der NabatĂ€er Petra entwickelte sich zu einem bedeutenden Karawanenknotenpunkt fĂŒr Weihrauch aus Arabien, GewĂŒrze aus Indien und Seide aus dem östlichen Mittelmeerraum, was den Reichtum der Stadt begrĂŒndete.Karawanenzentrum fĂŒr HandelsgĂŒter

Der Name Petra geht auf das griechische Wort fĂŒr „Felsen“ zurĂŒck und verweist auf das dominierende Material, in das die Monumente gemeißelt sind.Name aus dem Griechischen fĂŒr Felsen Die NabatĂ€er nutzten den rötlich gefĂ€rbten Sandstein des Tals, um Fassaden, Tempel und GrĂ€ber direkt aus dem anstehenden Fels herauszuarbeiten, wodurch ganze StraßenzĂŒge nicht aus freistehenden GebĂ€uden, sondern aus FelswĂ€nden bestehen.Grabtempel im Fels des Sandsteins Seit dem 20. Jahrhundert gilt Petra als eines der herausragenden KulturdenkmĂ€ler des Vorderen Orients und ist sowohl UNESCO-Welterbe als auch Teil der sogenannten „Neuen Sieben Weltwunder“.

Vom Siq zum Schatzhaus: der monumentale Zugang in die Felsenstadt

Der Zugang zur eigentlichen Stadt erfolgt durch den Siq, eine schmale Schlucht im Sandstein, die sich ĂŒber einen lĂ€ngeren Weg in das Bergmassiv einschneidet.Schlucht Siq als Zugang An manchen Stellen rĂŒcken die FelswĂ€nde bis auf wenige Meter aneinander heran, steigen steil in die Höhe und lassen den Weg wie einen natĂŒrlichen Gang wirken, der sich durch gebĂ€nderte, rötliche und gelbliche Gesteinsschichten windet.Schmale hohe FelswĂ€nde des Siq Im Boden der Schlucht finden sich Spuren antiker Pflasterung, und entlang der WĂ€nde verlaufen Reste von Wasserleitungen, die auf das ausgeklĂŒgelte Wassersystem der Stadt hinweisen.

Am Ende des Siq öffnet sich der Blick auf das Schatzhaus Al Khazneh, die berĂŒhmteste Fassade Petras, die als Grabmal aus dem Fels geschlagen wurde.Al Khazneh als Schatzhaus Die fast 40 Meter hohe Front mit SĂ€ulen, Giebelfeldern und plastisch ausgearbeiteten Ornamenten ist im hellenistischen Stil gestaltet und zeigt, wie die NabatĂ€er EinflĂŒsse der griechisch-römischen Architektur mit ihrer eigenen Tradition verbanden.Fast 40 Meter hohe Fassade Vor der Fassade liegt ein Platz, von dem aus sich weitere Wege in die Felsenstadt verzweigen und von dem die Besucher die Details der in den Sandstein gemeißelten Gliederung erkennen können.

Tempel, GrÀber und Wasseranlagen: die Stadtstruktur von Petra

Hinter dem Schatzhaus breitet sich ein weites Tal mit Monumenten und Wohnbereichen aus, das den Kern der antiken Stadt bildet.Weites Tal mit Stadtbereich Entlang einer Hauptstraße finden sich FelsengrĂ€ber mit monumentalen Fassaden, freistehende Tempel, Überreste von SĂ€ulenstraßen sowie die Fundamente öffentlicher GebĂ€ude aus der römischen Phase der Stadt.Tempel und öffentliche Bauten In den HĂ€ngen ĂŒber dem Tal sind zahlreiche kleinere GrĂ€ber und Kammern eingelassen, die die Nutzung des Felsens als Baugrund konsequent fortfĂŒhren.

Die Wasserwirtschaft war eine Voraussetzung fĂŒr das Leben in Petra, und die NabatĂ€er legten ein System aus KanĂ€len, Tunnel, Zisternen und StaudĂ€mmen an, um die winterlichen RegenfĂ€lle zu sammeln und ĂŒber die trockene Jahreszeit zu verteilen.KanĂ€le und Zisternen zur Wasserversorgung Noch heute sind an den FelswĂ€nden Rinnen und ausgesparte Leitungswege erkennbar, wĂ€hrend im Boden des Tals Zisternen und Becken liegen, die frĂŒher zur Speicherung des Wassers dienten.WasserkanĂ€le und Anlagen ErgĂ€nzt werden diese Anlagen durch Reste von landwirtschaftlichen Terrassen, die belegen, dass Petra neben dem Karawanenhandel auch lokale Produktion kannte.

Das Kloster Ad Deir und weitere Monumente im Fels

Eine der bekanntesten Anlagen außerhalb des zentralen Tals ist Ad Deir, oft als „Kloster“ bezeichnet, das mit einer breiten, hohen Fassade als grĂ¶ĂŸtes in den Fels gehauenes Einzelbauwerk der Region gilt.Ad Deir als großes Felsbauwerk Die Front ist mit Pilastern, Nischen und einem zentralen Aufsatz gegliedert und fĂŒhrt in einen schlichten Innenraum, dessen spĂ€tere Nutzung in byzantinischer Zeit durch eingekerbte Kreuze bezeugt ist.Byzantinische Kreuze im Innenraum Der Weg zu Ad Deir verlĂ€uft ĂŒber einen langen Aufstieg mit zahlreichen Felsstufen, der sich durch karge, von Sandstein dominierten HĂ€nge zieht und immer wieder Ausblicke auf das Tal von Petra öffnet.

Zu den weiteren markanten Monumenten gehören das sogenannte Obeliskengrab mit seiner Kombination aus aufragenden Felselementen und einem darunterliegenden Grabkomplex sowie FelsengrĂ€ber mit mehrstöckigen Fassaden entlang der sogenannten Königswand.Obeliskengrab und andere FelsengrĂ€ber An verschiedenen Stellen finden sich Überreste von Kirchen aus spĂ€tantiker Zeit, die belegen, dass das Gebiet von Petra auch in der christlichen Epoche weiter genutzt wurde, wenn auch mit verĂ€nderter Funktion.Kirchen und spĂ€tere Nutzung Die Vielfalt der Bauwerke macht Petra zu einem Archiv unterschiedlicher Epochen, das in den SandsteinwĂ€nden wie in einem geologischen und kulturellen Querschnitt ablesbar ist.

Petra besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Petra liegt bei Wadi Musa im SĂŒden Jordaniens und ist von der nĂ€chstgelegenen Stadt ĂŒber Straßen mit Fahrzeugen sowie ĂŒber Wege zu Fuß erreichbar, der Zugang zur antiken Stadt erfolgt durch den Siq als schmale Felsenschlucht.
  • Das GelĂ€nde innerhalb der Felsenstadt umfasst lĂ€ngere Wege auf unebenem Untergrund, mehrere Aufstiege ĂŒber Felsstufen und Treppen sowie steile HĂ€nge, insbesondere auf dem Weg zum Kloster Ad Deir.
  • Im Umfeld von Petra liegen weitere archĂ€ologische Bereiche und Aussichtspunkte, von denen aus sich das Tal mit seinen Felsfassaden ĂŒberblicken lĂ€sst.
  • Amtssprache ist Arabisch, gezahlt wird in Jordanischen Dinar.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Petra auf Social-Media-Plattformen

Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Petra.

Petra: hÀufige Fragen

Wo liegt Petra genau?

Petra liegt bei Wadi Musa im SĂŒden Jordaniens in einem von Sandsteinbergen eingerahmten Tal, zwischen dem Roten Meer und dem Toten Meer.

Was bietet ein Besuch in Petra?

Ein Besuch fĂŒhrt durch die Schlucht des Siq zu monumentalen Felsfassaden wie dem Schatzhaus Al Khazneh und weiter in ein Tal mit Tempeln, GrĂ€bern, Wasseranlagen und aussichtsreichen Wegen zu Bauwerken wie Ad Deir.

Was kennzeichnet Petra besonders?

Kennzeichnend sind die in roten Sandstein gemeißelten Monumente, die Rolle als Hauptstadt der NabatĂ€er und der Status als UNESCO-Welterbe mit einer Vielzahl von FelsengrĂ€bern, Tempeln und technisch anspruchsvollen Wasseranlagen.

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