Petra in Jordanien: Felsstadt zwischen Mythos und Moderne
20.05.2026 - 18:47:51 | ad-hoc-news.deWer zum ersten Mal durch die enge Schlucht „Siq“ auf die rosarote Fassade des Schatzhauses von Petra blickt, versteht, warum die Felsstadt seit Jahrzehnten als eine der eindrucksvollsten Stätten der antiken Welt gilt. In der Stille der jordanischen Wüste, unweit der Stadt Wadi Musa, trifft hier spektakuläre Naturkulisse auf die Kunstfertigkeit der Nabatäer.
Petra: Das ikonische Wahrzeichen von Wadi Musa
Petra (sinngemäß aus dem Griechischen „der Fels“) ist eine antike Felsenstadt im Süden Jordaniens und liegt in unmittelbarer Nähe der heutigen Stadt Wadi Musa. Die UNESCO bezeichnet Petra seit 1985 als Weltkulturerbe und spricht von einem der „wertvollsten Kulturgüter des kulturellen Erbes der Menschheit“; 2007 wurde die Stätte zusätzlich in die Liste der „Neuen sieben Weltwunder“ aufgenommen. Damit steht Petra in einer Reihe mit weltbekannten Monumenten wie der Chinesischen Mauer oder dem Kolosseum in Rom.
Was Petra so besonders macht, ist die Kombination aus monumentaler Architektur und der dramatischen Felslandschaft. Tempel, Gräber, ganze Fassaden wurden direkt in den rötlichen Sandstein gemeißelt, der je nach Tageszeit rosa, rot, ocker oder sogar violett zu leuchten scheint. Besucherinnen und Besucher aus Deutschland erleben hier nicht nur ein Fotomotiv, sondern ein ganzes Tal voller antiker Zeugnisse, das sich zu Fuß Schritt für Schritt erschließt.
Gleichzeitig ist Petra ein lebendiger Ort: Beduinenfamilien bieten Ausritte an, in Wadi Musa haben sich Hotels und Restaurants entwickelt, und archäologische Teams aus der ganzen Welt arbeiten an immer neuen Funden. Laut der jordanischen Tourismusbehörde gehört Petra mit weit über einer Million Gästen pro Jahr zu den wichtigsten Säulen des Tourismus im Land – ein zentraler Grund, warum Jordanien die Erhaltung der Stätte besonders betont.
Geschichte und Bedeutung von Petra
Die Geschichte von Petra ist eng verbunden mit den Nabatäern, einem arabischen Volk, das im 1. Jahrtausend v. Chr. im Nahen Osten als Handelsmacht aufstieg. Laut der UNESCO und dem „Jordan Tourism Board“ entwickelte sich Petra spätestens im 4. Jahrhundert v. Chr. zu einem wichtigen Zentrum der Nabatäer, die durch den Handel mit Gewürzen, Weihrauch und Myrrhe reich wurden. Strategisch lag die Stadt an Kreuzungen wichtiger Karawanenrouten zwischen Arabien, Syrien und dem Mittelmeer.
Zwischen etwa dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr. erlebte Petra seine Blütezeit. Die Nabatäer bauten komplexe Wasserkanäle, Zisternen und Speicher, um das trockene Wüstenklima zu beherrschen. Archäologische Untersuchungen, unter anderem von der Universität Tübingen und anderen europäischen Forschungseinrichtungen, belegen ein beeindruckendes System von Wasserleitungen und Staudämmen, das Überschwemmungen bändigte und die Stadt versorgte. Diese technische Meisterleistung war ein Schlüssel für den Wohlstand der Felsstadt.
106 n. Chr. wurde das nabatäische Königreich in die römische Provinz Arabia Petraea integriert. Die Römer bauten Straßen und ein Theater mit heute sichtbaren Sitzreihen, die sich in den Fels hineinziehen. Dennoch verlor Petra allmählich an wirtschaftlicher Bedeutung, als Karawanenrouten verlagert und neue Seewege etabliert wurden. Erdbeben im 4. und 6. Jahrhundert n. Chr. trugen nach Angaben von Archäologen zusätzlich zur Zerstörung wichtiger Bauten bei.
Im Mittelalter geriet Petra in Europa nahezu in Vergessenheit. Arabische Quellen erwähnten den Ort, doch für westliche Reisende blieb er lange ein Mythos. Erst 1812 gelang es dem Schweizer Forscher Johann Ludwig Burckhardt, verkleidet als muslimischer Pilger, die „verlorene Stadt“ wieder in den Fokus der europäischen Öffentlichkeit zu rücken. Seine Berichte über die Felsfassaden von Petra lösten eine Welle von Forschungsreisen aus und machten die Stadt zu einem Sehnsuchtsort für Entdecker und später für Touristinnen und Touristen.
Heute gilt Petra als Symbol für den Reichtum und die kulturelle Eigenständigkeit der Nabatäer. Historiker betonen, dass die Stadt nicht nur ein Handelszentrum war, sondern auch ein Ort religiöser Vielfalt, in dem nabatäische, hellenistische und später römische Einflüsse nebeneinander existierten. Für Jordanien ist Petra ein nationales Wahrzeichen, das auf Banknoten, Briefmarken und in offiziellen Imagekampagnen präsent ist – vergleichbar mit der Rolle des Brandenburger Tors für Deutschland.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Das auffälligste Merkmal von Petra ist die Felsarchitektur, die direkt aus dem Sandstein herausgearbeitet wurde. Das berühmte Schatzhaus „Al-Khazneh“ ist nur eines von Hunderten von Monumenten. Nach Angaben der UNESCO und jordanischer Archäologen wurden in Petra mehr als 800 eingemeißelte Gräber und Bauten identifiziert, hinzu kommen freistehende Tempel, ein Theater und Ruinen von Wohnhäusern.
Al-Khazneh, dessen Fassade hinter der engen Schlucht plötzlich auftaucht, ist etwa 40 m hoch. Die Proportionen erinnern an griechisch-römische Tempel, doch detaillierte Studien, unter anderem in Fachpublikationen der Deutschen Orient-Gesellschaft, zeigen eine Mischung verschiedener Stilelemente: korinthische Säulen, Skulpturen von Fabelwesen, florale Ornamente und nabatäische Symbolik. Der Name „Schatzhaus“ geht auf lokale Legenden zurück, denen zufolge in der oberen Urne Gold eines Pharaos versteckt sei – archäologisch belegt ist diese Geschichte nicht.
Neben dem Schatzhaus ist die „Königswand“ mit mehreren monumentalen Gräbern ein weiteres Highlight. Hier reihen sich das Palastgrab, das Korinthische Grab und das Seidengrab aneinander, deren Fassaden in der Nachmittagssonne in intensiven Rottönen leuchten. Das „Seidengrab“ verdankt seinen Namen den farbigen Steinadern, die wie schimmernde Seidenbahnen wirken.
Ein weiterer Höhepunkt ist das sogenannte „Kloster“ (Ad-Deir), ein riesiger Fassadenbau hoch über dem Haupttal. Um es zu erreichen, müssen Besucher Hunderte in den Fels geschlagene Stufen erklimmen. Fachautoren im „ADAC Reisemagazin“ und bei „GEO Saison“ weisen darauf hin, dass die Wanderung zwar anstrengend ist, aber mit spektakulären Ausblicken über die umliegenden Berge belohnt. Das Kloster selbst wirkt schlichter als das Schatzhaus, dafür gewaltiger – etwa 45 m breit und um die 50 m hoch, je nach Messmethode.
Archäologisch bedeutend sind auch die Reste der Hauptstraße mit Säulen (Cardo), das römische Theater, Tempelruinen und Wohnquartiere. Untersuchungen internationaler Forschungsteams haben gezeigt, dass Petra keineswegs nur eine „Totenstadt“ war, wie man früher glaubte. Es handelte sich um eine lebendige Stadt mit Marktplätzen, Handwerksbetrieben und religiösen Kultplätzen. Die Nabatäer verstanden es, lokale Traditionen mit dem Einfluss der damals dominierenden Mittelmeerkultur zu verbinden – sichtbar in Kapitellen, Reliefs und Inschriften.
Ein besonderes Augenmerk legen Denkmalpfleger auf das Wassermanagement: Kanäle, Zisternen und Dämme durchziehen das Gelände. Laut ICOMOS (International Council on Monuments and Sites) ist dieses System ein Schlüsselbeispiel antiker Ingenieurskunst in ariden Regionen. Für heutige Klimaforscher liefert Petra damit auch Hinweise darauf, wie eine Gesellschaft mit knappen Wasserressourcen umgehen kann.
Gleichzeitig ist die Felsarchitektur empfindlich. Die weichen Sandsteine erodieren durch Wind, Regen und die Berührung unzähliger Hände. Die jordanische Antikenbehörde (Department of Antiquities) arbeitet deshalb gemeinsam mit internationalen Partnern an Konservierungsprojekten, bei denen unter anderem Wegeführung, Besucherlenkung und Restaurierungen aufeinander abgestimmt werden. Für Gäste aus Deutschland bedeutet dies: bestimme Bereiche sind temporär gesperrt oder nur eingeschränkt zugänglich, was dem langfristigen Schutz dient.
Petra besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Petra liegt im Süden Jordaniens, rund 230 km südlich von Amman und etwa 120 km nördlich von Aqaba am Roten Meer. Ausgangspunkt für einen Besuch ist meist die Stadt Wadi Musa direkt am Eingang des archäologischen Parks. Für Reisende aus Deutschland bietet sich die Anreise per Flugzeug über Amman (Queen Alia International Airport) oder Aqaba an. Von Frankfurt am Main, München oder Berlin gibt es je nach Saison Direkt- oder Umsteigeverbindungen, häufig über Drehkreuze wie Istanbul, Wien oder Doha. Die Flugzeit von Deutschland nach Amman liegt in der Regel bei etwa 4 bis 5 Stunden, je nach Route.
Vom Flughafen Amman fahren Linienbusse und private Transfers nach Wadi Musa; die Fahrzeit liegt bei ungefähr 3 Stunden. Von Aqaba aus dauert die Fahrt meist rund 2 Stunden. Vor Ort nutzen viele Reisende organisierte Touren, Taxis oder Mietwagen. In Jordanien herrscht Rechtsverkehr, ähnlich wie in Deutschland. Allerdings sollten Besucher auf teils kurvige Bergstraßen vorbereitet sein, besonders auf der landschaftlich spektakulären „Kings’ Highway“.
- Öffnungszeiten (Hinweis: können sich ändern – vor Reiseantritt auf der offiziellen Petra-Website oder beim „Petra Development and Tourism Region Authority“ prüfen.)
In vielen Reiseführern und bei der jordanischen Tourismusbehörde wird angegeben, dass Petra grob von den frühen Morgenstunden bis zum späten Nachmittag geöffnet ist; der genaue Einlass kann saisonabhängig variieren. Es empfiehlt sich, früh morgens zu starten, um das weiche Licht und geringeren Andrang zu nutzen. Abends finden an ausgewählten Tagen Veranstaltungen wie „Petra by Night“ statt, bei denen der Siq und das Schatzhaus mit Kerzen beleuchtet werden. Die Termine und Uhrzeiten sollten aktuell vor Ort oder online abgefragt werden, da sie sich ändern können.
- Eintritt
Die Eintrittspreise nach Petra werden in jordanischen Dinar (JOD) erhoben und variieren nach Aufenthaltsdauer in Jordanien sowie nach Anzahl der Besuchstage. Informationen des „Jordan Tourism Board“ und etablierter Reiseveranstalter zeigen, dass es sich um eine der höherpreisigen Sehenswürdigkeiten des Landes handelt, was der Bedeutung und dem Erhaltungsaufwand entspricht. Für Besucher, die in Jordanien übernachten, gibt es in der Regel günstigere Tarife als für Tagesgäste. Viele Reisende nutzen den „Jordan Pass“, der bei vorab online Erwerb den Eintritt in Petra sowie das Visum für Jordanien kombiniert; die genauen Konditionen schwanken und sollten vorab über die offiziellen Kanäle geprüft werden.
Da Wechselkurse schwanken und Tarife angepasst werden, empfiehlt die Redaktion, sich kurz vor der Reise auf der offiziellen Website von Petra oder dem Jordanischen Tourismusministerium ĂĽber aktuelle Preise zu informieren. Als grobe Orientierung ist pro Besuchstag mit einem zweistelligen Euro-Betrag zu rechnen, umgerechnet von den lokalen Preisen in jordanischen Dinar.
- Beste Reisezeit
Jordanien hat ein überwiegend trockenes Klima mit heißen Sommern und milden bis kühlen Wintern. Nach Einschätzung von Reiseführern wie Marco Polo, ADAC und offiziellen Tourismusinformationen gelten Frühling (März bis Mai) und Herbst (Oktober und November) als besonders angenehme Reisezeiten für Petra. Dann liegen die Tageshöchsttemperaturen häufig zwischen 20 und 30 °C, die Nächte können jedoch deutlich kühler sein.
Im Sommer kann es in Petra tagsüber deutlich über 35 °C heiß werden, was lange Wanderungen anstrengend macht. Im Winter sind Temperaturen im einstelligen Bereich und gelegentliche Regenfälle möglich, selten kommt es sogar zu Schneefall. Wer flexibel ist, wählt einen Zeitraum außerhalb der Hauptferienwochen in Europa, um die größten Besucherströme zu vermeiden. Unabhängig von der Jahreszeit ist es ratsam, frühmorgens zu starten, um die Mittagshitze zu meiden und bekannte Spots wie das Schatzhaus oder das Kloster vor den größten Gruppen zu erleben.
- Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotos
Die offiziellen Sprachen in Jordanien sind Arabisch; in touristisch geprägten Regionen wie Wadi Musa und Petra wird Englisch weit verbreitet gesprochen. Deutschkenntnisse sind eher die Ausnahme, allerdings sind viele Hinweisschilder auch auf Englisch vorhanden. Ein paar arabische Höflichkeitsfloskeln werden von Einheimischen positiv aufgenommen.
Als Währung dient der Jordanische Dinar (JOD). In Hotels, größeren Restaurants und bei einigen Geschäften in Wadi Musa ist Kartenzahlung mit gängigen Kreditkarten meist möglich. In kleineren Läden, bei Beduinenständen oder für Trinkgelder ist Bargeld empfehlenswert. Geldautomaten finden sich im Ort, dennoch ist es sinnvoll, rechtzeitig ausreichend Bargeld abzuheben. Girokarten (Debitkarten deutscher Banken) werden nicht immer akzeptiert; Kreditkarten sind zuverlässiger. Mobile Payment via Smartphone ist weniger verbreitet als in Deutschland, aber in einigen modernen Einrichtungen vorhanden.
Trinkgeld gilt in Jordanien als wichtiges Element der Dienstleistungskultur. In Restaurants sind 5–10 % üblich, sofern kein Servicezuschlag ausgewiesen ist. Für Guides, Fahrer oder Hilfsleistungen (z. B. Gepäcktransport) wird ebenfalls ein kleines Trinkgeld erwartet. Bei Kutschfahrten oder Tierbeförderungen in Petra ist ein vorher vereinbarter Preis plus moderates Trinkgeld sinnvoll, um Missverständnisse zu vermeiden.
Was die Kleidung betrifft, empfiehlt sich leichte, atmungsaktive, aber respektvolle Kleidung. Schulterbedeckende Oberteile und knielange Hosen oder Röcke sind im kulturellen Kontext angemessen, insbesondere außerhalb der touristischen Kernbereiche. Feste Schuhe sind ein Muss, da die Wege in Petra lang, staubig und teils steil sind. Eine Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor sollten in keiner Tasche fehlen.
Beim Fotografieren gilt Petra als sehr fotogen, dennoch sollten Hinweise der Aufsichtspersonen unbedingt beachtet werden. Drohnen sind in der Regel nur mit spezieller Genehmigung erlaubt. Personen sollten nur mit deren Zustimmung fotografiert werden, vor allem Beduinen und Kinder. In religiösen Kontexten oder Museen können zusätzliche Beschränkungen gelten.
- Sicherheit, Gesundheit und Einreise
Jordanien gilt nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes und anderer europäischer Außenministerien als vergleichsweise stabiles Reiseland in der Region. Gleichwohl kann sich die Sicherheitslage ändern. Deutsche Staatsbürger sollten deshalb vor Reiseantritt die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dies gilt insbesondere wegen der Lage Jordaniens in einer politisch sensiblen Nachbarschaft.
Für die Einreise ist für deutsche Staatsbürger in der Regel ein Reisepass erforderlich, der noch ausreichend lange gültig ist. Visabestimmungen können sich ändern; häufig werden Visa bei Einreise oder vorab online erteilt, unter anderem in Kombination mit dem Jordan Pass. Konkrete Vorgaben zu Gültigkeitsdauer, Gebühren oder Verlängerungsoptionen sind stets aktuell beim Auswärtigen Amt oder der jordanischen Botschaft in Berlin zu recherchieren.
Aus gesundheitlicher Sicht sind für Jordanien meist keine speziellen Pflichtimpfungen vorgeschrieben, dennoch empfehlen Institutionen wie das Centrum für Reisemedizin je nach Person und Reiseprofil bestimmte Standard- und Reiseimpfungen. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption ist ratsam, da die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland Kosten außerhalb der EU nur eingeschränkt abdeckt. Die medizinische Versorgung in Amman ist im regionalen Vergleich gut, im ländlichen Raum entsprechend einfacher; in Wadi Musa stehen grundlegende Einrichtungen zur Verfügung.
Vor Ort ist auf ausreichend Flüssigkeitsaufnahme zu achten; Trinkwasser sollte aus versiegelten Flaschen stammen. Kopfschutz und Sonnenschutz sind angesichts der intensiven Strahlung unerlässlich. Bei längeren Wanderungen in Petra ist realistisches Einschätzen der eigenen Kondition wichtig – die Strecken sind weit, und es gibt nur punktuell Schatten.
- Zeitverschiebung
Jordanien liegt in der Regel eine Stunde vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Während der europäischen Sommerzeit kann sich der Unterschied je nach jordanischer Zeitregelung anpassen. Es lohnt sich, vor Abflug die aktuellen Angaben zu prüfen, um etwaige Zeitumstellungen zu berücksichtigen – insbesondere bei Umsteigeverbindungen und gebuchten Touren.
Warum Petra auf jede Wadi Musa-Reise gehört
Für viele Reisende aus Deutschland ist Petra der Hauptgrund, überhaupt nach Jordanien zu fliegen. Die Felsstadt ist weit mehr als das viel zitierte Fotomotiv des Schatzhauses. Wer sich Zeit nimmt, erlebt ein komplettes Tal voller Spuren eines untergegangenen Königreichs, eingebettet in eine Wüstenlandschaft, die mit dem Licht spielt. Es ist ein Ort, an dem man Geschichte nicht nur betrachtet, sondern buchstäblich durchschreitet.
Ein klassischer Besuchsablauf beginnt früh am Morgen am Besucherzentrum von Petra in Wadi Musa. Von dort führt ein breiter Weg bis zum Eingang des Siq. Die etwa 1,2 km lange Felsschlucht verengt sich stellenweise auf nur wenige Meter Breite, während die Felswände über 100 m hoch aufragen. Am Ende öffnet sich plötzlich der Blick auf die Fassade von Al-Khazneh – ein Moment, der auch abgeklärte Vielreisende beeindruckt und zu den meistfotografierten Szenen Jordaniens gehört.
Doch erst dahinter beginnt die eigentliche Ausdehnung der Stadt. Auf dem sogenannten „Outer Siq“ und der breiten ehemaligen Prozessionsstraße geht es vorbei am Theater und an Felsgräbern Richtung Stadtzentrum. Wer mehrere Tage einplant, kann verschiedene Wanderwege kombinieren: hinauf zur Opferstätte „High Place of Sacrifice“, hoch zum Kloster, oder zu weniger bekannten Aussichtspunkten mit Blick auf das Schatzhaus von oben. Reisereportagen in Medien wie der „Süddeutschen Zeitung“ oder der „FAZ“ empfehlen, mindestens zwei volle Tage einzuplanen, um die Atmosphäre wirklich aufzunehmen.
In der Umgebung von Petra lassen sich weitere Ziele kombinieren: die Wüste Wadi Rum, die mit ihren Felsformationen als Kulisse für zahlreiche Filme diente, das Tote Meer oder die römischen Ruinen von Jerash im Norden des Landes. So entsteht eine abwechslungsreiche Rundreise, bei der Petra als Höhepunkt in der Mitte oder am Ende steht.
Für kulturinteressierte Besucher bietet Petra zudem einen Einblick in die nabatäische Religion und Symbolik. Felsreliefs, Nischen und Stelen deuten auf vielfältige Kultpraktiken hin. In Wadi Musa informieren kleine Museen und Besucherzentren über den Hintergrund. Wer sich tiefer einlesen möchte, findet im deutschsprachigen Buchhandel zahlreiche Titel über Petra, etwa im Programm von National Geographic Deutschland oder spezialisierten Archäologie-Verlagen.
Nicht zuletzt ist ein Besuch in Petra auch eine Begegnung mit der heutigen jordanischen Gesellschaft. Beduinenfamilien aus der Region bieten Reit- und Kamelritte, Handwerksprodukte oder Tee an. Seriöse Reiseführer empfehlen, respektvoll zu handeln, realistische Preise zu zahlen und die Lebensweise der lokalen Gemeinschaften nicht als „Kulisse“ zu betrachten. Nachhaltiger Tourismus ist ein viel diskutiertes Thema – sowohl jordanische Stellen als auch internationale Organisationen arbeiten daran, den Spagat zwischen Schutz des Erbes und wirtschaftlicher Nutzung zu meistern.
Petra in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke
In sozialen Medien ist Petra längst ein globaler Star. Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube sind voll von spektakulären Aufnahmen des Schatzhauses im ersten Morgenlicht, Zeitraffer-Videos der wandernden Schatten im Siq oder Drohnenflügen über die umliegende Bergwelt (letztere oft von professionellen Teams mit Genehmigung). Dies prägt die Erwartungen vieler Reisender – und motiviert zugleich, den Ort mit eigenen Augen zu sehen.
Petra — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Petra
Wo liegt Petra genau?
Petra liegt im Süden Jordaniens in einem Gebirgstal am Rand der Wüste, unmittelbar bei der Stadt Wadi Musa. Die Entfernung zur Hauptstadt Amman beträgt rund 230 km, zum Hafen- und Badeort Aqaba am Roten Meer etwa 120 km.
Wie alt ist Petra?
Die Ursprünge von Petra reichen nach heutigen Erkenntnissen bis mindestens ins 4. Jahrhundert v. Chr. zurück. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr., als sie Hauptstadt des nabatäischen Königreichs und wichtiges Handelszentrum auf Karawanenrouten war.
Wie viel Zeit sollte man fĂĽr Petra einplanen?
Für einen ersten Eindruck ist ein ganzer Tag möglich, doch zahlreiche Reiseführer und Fachautoren empfehlen zwei bis drei volle Tage, um die wichtigsten Routen wie das Schatzhaus, die Königswand, das römische Theater und das Kloster in Ruhe zu erkunden. Die Distanzen sind groß, und viele Wege führen über unebenes Gelände mit Steigungen.
Was ist das Besondere an Petra?
Petra verbindet einzigartige Felsarchitektur – in den rosaroten Sandstein geschlagene Fassaden, Gräber und Tempel – mit einer spektakulären Wüstenlandschaft. Dazu kommt die historische Bedeutung als Hauptstadt der Nabatäer und Knotenpunkt des antiken Handels. Diese Kombination aus Natur, Geschichte und Kultur ist weltweit selten und führte dazu, dass Petra UNESCO-Welterbe und eines der „Neuen sieben Weltwunder“ wurde.
Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr Petra?
Als beste Reisezeit gelten Frühling (März bis Mai) und Herbst (Oktober und November), wenn die Temperaturen meist angenehm sind und sich Wanderungen gut bewältigen lassen. Im Sommer kann es sehr heiß werden, im Winter kühl und vereinzelt regnerisch. Unabhängig von der Saison lohnt es sich, die Besuche früh morgens zu beginnen.
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