Phi-Phi-Inseln, Thailand Reise

Phi-Phi-Inseln: Thailands Traumarchipel jenseits der Postkarte

31.05.2026 - 10:33:22 | ad-hoc-news.de

Die Phi-Phi-Inseln (Phi Phi Islands) vor Krabi in Thailand sind Ikone und Problemkind zugleich – Zwischen Traumstränden, Massentourismus und sensibler Natur.

Phi-Phi-Inseln, Thailand Reise, Krabi
Phi-Phi-Inseln, Thailand Reise, Krabi

Türkises Wasser, steil aufragende Kalksteinfelsen, dichtes Grün bis an den Strand – die Phi-Phi-Inseln, international unter dem Namen Phi Phi Islands bekannt, sind das vielleicht berühmteste Inselarchipel Thailands. Wer aus Krabi oder Phuket mit dem Boot ankommt, versteht sofort, warum diese Kulisse seit Jahren auf Reisemagazinen und Social Media weltweit omnipräsent ist.

Phi-Phi-Inseln: Das ikonische Wahrzeichen von Krabi

Die Phi-Phi-Inseln liegen in der Andamanensee vor der Küste der Provinz Krabi im Süden von Thailand und bestehen aus mehreren Inseln, von denen Ko Phi Phi Don und Ko Phi Phi Leh die bekanntesten sind. Ko Phi Phi Don ist die einzige dauerhaft bewohnte Insel des Archipels und bildet das touristische Zentrum mit Unterkünften, Restaurants und Infrastruktur, während Ko Phi Phi Leh als unbewohnte Naturkulisse mit geschützten Buchten und steilen Felswänden gilt.

Internationale Reiseführer wie „GEO Saison“ und „Merian“ beschreiben Phi Phi seit Jahren als Inbegriff tropischer Trauminseln, weisen aber zugleich auf die Schattenseiten hin: Der rasante Ausbau des Tourismus, die hohe Zahl an Tagesausflüglern aus Phuket und Krabi sowie die Belastung der sensiblen Meeresökosysteme gehören zu den zentralen Herausforderungen. Die offizielle thailändische Tourismusbehörde TAT betont deshalb immer wieder Maßnahmen für nachhaltigere Besuchslenkung und Schutz bestimmter Zonen.

Für Reisende aus Deutschland ist das Archipel heute ein Klassiker auf jeder Thailand-Rundreise: gut erreichbar, landschaftlich spektakulär und dank einer breiten Palette an Unterkünften vom einfachen Bungalow bis zum komfortablen Resort sehr flexibel zu planen. Zugleich ist es ein Ort, an dem man den Wandel des Massentourismus im 21. Jahrhundert in Südostasien hautnah erlebt.

Geschichte und Bedeutung von Phi Phi Islands

Die Geschichte der Phi-Phi-Inseln ist eng mit der maritimen Kultur der Andamanensee verbunden. Lange bevor der moderne Tourismus einsetzte, nutzten Fischer, Seezigeuner-Gruppen (die sogenannten Chao Leh) und Händler die geschützten Buchten als Ankerplätze. Berichte thailändischer Behörden und kulturhistorischer Studien zeichnen ein Bild von kleinen Siedlungen, die vom Fischfang, vom Sammeln von Meeresfrüchten und vom Kokosanbau lebten.

Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts rückten die Inseln langsam in den Fokus internationaler Reisender. In den 1980er- und 1990er-Jahren begann eine stärkere touristische Entwicklung, zunächst vor allem durch Rucksacktouristen, die von Krabi oder Phuket aus anreisten. Mit dem weltweiten Erfolg des Films „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio, der im Jahr 2000 in die Kinos kam und unter anderem in der Maya Bay auf Ko Phi Phi Leh gedreht wurde, stieg die Bekanntheit des Archipels sprunghaft an. Reisejournalistische Analysen in renommierten Medien wie der BBC und „The Guardian“ betonen, dass dieser Film entscheidend zum Image der Inseln als „geheimes Paradies“ beigetragen hat – mit allen Konsequenzen für Besucherzahlen und Umweltdruck.

Ein einschneidendes Ereignis war der Tsunami im Indischen Ozean am 26. Dezember 2004. Die Flutwelle traf auch die Phi-Phi-Inseln und richtete erhebliche Schäden an. Berichte internationaler Nachrichtenagenturen wie Reuters und der deutschen Tagesschau schilderten damals zerstörte Infrastruktur und viele Opfer. In den Jahren nach der Katastrophe wurden die Inseln mit Unterstützung thailändischer Behörden und internationaler Organisationen wiederaufgebaut. Die Wiederaufbauphase bot zwar Chancen für eine nachhaltigere Planung, doch der Tourismus wuchs bald wieder dynamisch an.

Heute stehen die Phi-Phi-Inseln exemplarisch für die Debatte um Overtourism, Korallenschutz und nachhaltige Nutzung mariner Nationalparks in Südostasien. Offizielle Stellen wie das thailändische Umweltministerium und die Nationalparkverwaltung haben in den vergangenen Jahren wiederholt temporäre Sperrungen und strengere Regeln eingeführt, insbesondere für die Maya Bay, um geschädigte Korallenriffe und Strände zu regenerieren. Diese Maßnahmen werden regelmäßig in internationalen Medien und Fachpublikationen zu nachhaltigem Tourismus aufgegriffen.

Architektur, Natur und besondere Merkmale

Architektonisch sind die Phi-Phi-Inseln nicht durch monumentale Bauwerke geprägt, sondern durch die spektakuläre Naturkulisse. Die steilen Karstfelsen, die direkt aus dem Meer ragen, gehören geologisch zu den markanten Kalksteinformationen der Andamanensee, die auch Regionen wie Phang Nga Bay prägen. Wissenschaftliche Beschreibungen in geologischen Fachpublikationen und populärwissenschaftlichen Magazinen wie „National Geographic Deutschland“ heben insbesondere die steilen Wände, Höhlen und kleinen Strände hervor, die im Laufe von Millionen Jahren durch Erosion entstanden sind.

Ko Phi Phi Don ist in der Mitte durch eine schmale Landbrücke mit zwei gegenüberliegenden Buchten – Ton Sai Bay und Loh Dalum Bay – geprägt. Dieser Isthmus, der bei Flut besonders schmal wirkt, ist dicht bebaut: Hier konzentrieren sich die meisten Hotels, Gästehäuser, Restaurants, Tauchschulen und Geschäfte. Stadtplanerische Analysen und Reisereportagen verweisen darauf, dass genau diese dichte Bebauung im Tsunami 2004 besonders verwundbar war, da die Flutwellen von beiden Seiten auf die Landbrücke trafen.

Die unbewohnte Insel Ko Phi Phi Leh ist hingegen Teil eines marinen Nationalparks und wird vor allem wegen ihrer dramatischen Felswände und der Buchten wie der Maya Bay oder der Pileh-Lagune besucht. Behördenangaben der Nationalparkverwaltung betonen, dass die Besucherzahlen pro Tag limitiert und der Zugang zu bestimmten Bereichen geregelt werden, um Korallen, Seegraswiesen und die Küstenlinie zu schützen. Motorisierte Boote dürfen vielerorts nicht mehr direkt an den Strand fahren, sondern müssen in ausgewiesenen Zonen ankern.

Neben der Landschaft sind die Unterwasserwelt und die Strände zentrale Merkmale der Phi-Phi-Inseln. Schnorchel- und Tauchspots rund um das Archipel bieten mit ihren Korallenformationen, bunten Rifffischen und gelegentlichen Begegnungen mit Schwarzspitzen-Riffhaien oder Schildkröten ein intensives Naturerlebnis. Umweltorganisationen und Tauchverbände weisen jedoch darauf hin, dass der Zustand der Korallen in den letzten Jahrzehnten aufgrund von Klimawandel, erhöhter Wassertemperatur und mechanischen Schäden durch Anker und Flossen gelitten hat. Zahlreiche lokale Initiativen organisieren heute Beach-Clean-Ups, Korallenaufforstungsprojekte und Informationskampagnen für verantwortungsbewusstes Verhalten im Meer.

Architektur im klassischen Sinn findet sich vor allem in Form von Resorts und Bungalowanlagen, die sich in unterschiedlichem Maß an die topografischen Gegebenheiten anpassen. Hochhäuser oder große Betonkomplexe sind durch lokale Bauvorschriften und die begrenzten Flächen kaum vorhanden; stattdessen dominieren mehrgeschossige, aber vergleichsweise niedrige Gebäude aus Beton, Holz und Bambus, häufig mit traditionellen Dächern oder modernen Interpretationen davon. Einige Anlagen versuchen, sich optisch in die Vegetation einzufügen, während andere die knappe Fläche im Zentrum von Ko Phi Phi Don möglichst dicht nutzen.

Phi-Phi-Inseln besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Phi-Phi-Inseln liegen in der Andamanensee zwischen Phuket und Krabi im Süden von Thailand. Für Reisende aus Deutschland bietet sich in der Regel ein Langstreckenflug über ein großes Drehkreuz (zum Beispiel Bangkok, Singapur, Doha oder Dubai) an. Die Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Bangkok liegt – je nach Verbindung – typischerweise bei rund 10 bis 12 Stunden, Umsteigezeiten nicht eingerechnet. Von Bangkok aus geht es weiter per Inlandsflug nach Krabi oder Phuket (Flugdauer meist rund 1 bis 1,5 Stunden). Von den Häfen in Krabi (zum Beispiel Klong Jilad Pier oder Ao Nang) sowie von Phuket (Rassada Pier) verkehren Linienfähren und Schnellboote zu den Phi-Phi-Inseln. Die Überfahrt dauert je nach Bootstyp ungefähr 1,5 bis 2,5 Stunden. Diese Angaben sind Richtwerte; konkrete Verbindungen und Fahrpläne sollten vor Reiseantritt aktuell geprüft werden.
  • Fortbewegung vor Ort
    Auf Ko Phi Phi Don gibt es keine Autos im klassischen Sinn; der Verkehr findet zu Fuß, mit Karren und per Longtailboot statt. Die meisten Wege in der zentralen Zone sind fußläufig erreichbar. Für Strände, die nicht direkt am Hauptort liegen, wie Long Beach oder einige abgelegene Buchten, werden Longtailboote als Wassertaxis genutzt. Offizielle Tourismusinformationen empfehlen, Fahrpreise vorab klar zu vereinbaren.
  • Ă–ffnungszeiten und Zugang
    Die Inseln selbst sind frei zugänglich, doch bestimmte Bereiche – insbesondere auf Ko Phi Phi Leh – unterliegen den Regeln des Meeresnationalparks. Die Öffnungszeiten und Zugangsregeln, etwa für die Maya Bay, können sich saisonal und aufgrund von Schutzmaßnahmen ändern. Offizielle Stellen weisen darauf hin, dass temporäre Sperrungen zum Schutz der Natur möglich sind. Reisende sollten die jeweils aktuellen Hinweise der Nationalparkverwaltung und der örtlichen Touranbieter beachten. Generell gilt: Der Besuch erfolgt tagsüber, nachts sind die meisten Ausflugsziele im Nationalpark nicht zugänglich.
  • GebĂĽhren und Eintritt
    Für den Besuch der zum Nationalpark gehörenden Gebiete, darunter Ko Phi Phi Leh, wird in der Regel eine Nationalparkgebühr erhoben. Die Höhe dieser Gebühr wird von den thailändischen Behörden festgelegt und gelegentlich angepasst. Viele Bootstouren beinhalten die Gebühr bereits im Paketpreis, andere erheben sie vor Ort separat. Da sich Preise ändern können, sollten Reisende bei Buchung der Tour explizit nach den inkludierten Leistungen und etwaigen Zusatzgebühren fragen.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima in der Region ist tropisch. Die trockenere Hauptsaison liegt in der Regel zwischen etwa November und April, wenn in vielen Teilen Deutschlands Winter herrscht. In dieser Zeit ist das Wetter oft sonnig und die See vergleichsweise ruhig, allerdings sind Strände und Boote entsprechend stärker frequentiert. In der Regenzeit, grob von Mai bis Oktober, muss häufiger mit Schauern, Wind und zeitweise rauerer See gerechnet werden, was auch zu eingeschränkten Fährverbindungen führen kann. Reisemedien wie das ADAC-Reisemagazin empfehlen, bei der Planung nicht nur das Niederschlagsrisiko, sondern auch die persönliche Toleranz gegenüber höheren Temperaturen und Luftfeuchtigkeit zu berücksichtigen.
  • Andrang und Tageszeit
    Viele Tagesgäste reisen morgens von Phuket oder Krabi an, was dazu führt, dass bekannte Buchten wie die Maya Bay, Pileh-Lagune oder reine Schnorchelspots zur Mittagszeit stark frequentiert sind. Je nach Tour und Wetterlage kann ein Besuch in den Randzeiten am Vormittag oder später am Nachmittag als angenehmer empfunden werden. Einige Anbieter bieten sogenannte Early-Morning- oder Sunset-Touren an, deren genaue Zeiten und Abläufe jedoch von Saison und Regelungen abhängen.
  • Sprache und Kommunikation
    Die Landessprache in Thailand ist Thai. Auf den Phi-Phi-Inseln ist Englisch aufgrund der internationalen Gästestruktur weit verbreitet, insbesondere in Hotels, Tauchschulen, Restaurants und bei Touranbietern. Deutsch wird vereinzelt gesprochen, ist aber nicht flächendeckend anzutreffen. Reiseführer und offizielle Informationsmaterialien liegen teilweise auch in Englisch vor. Ein paar einfache Höflichkeitsfloskeln auf Thai werden in der Regel positiv aufgenommen.
  • Zahlung und Währung
    Die Landeswährung ist der thailändische Baht. In vielen Unterkünften, größeren Restaurants und Tauchschulen werden internationale Kreditkarten akzeptiert; kleinere Lokale, Straßenstände oder einfache Unterkünfte bevorzugen häufig Bargeld. Geldautomaten sind im zentralen Bereich von Ko Phi Phi Don vorhanden, dennoch empfiehlt es sich, ausreichend Bargeld für kleinere Ausgaben mitzuführen. Für deutsche Reisende ist zu beachten, dass die klassische Girocard (früher EC-Karte) außerhalb Europas nur eingeschränkt funktioniert; Kreditkarten werden meist zuverlässiger akzeptiert. Mobile Payment wie Apple Pay oder Google Pay setzt die Unterstützung durch das jeweilige Kartensystem und den Händler voraus, was nicht überall garantiert ist.
  • Trinkgeldkultur
    Trinkgeld ist in Thailand nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird in touristischen Regionen jedoch geschätzt. In Restaurants mit Tischservice sind bei Zufriedenheit etwa 5 bis 10 Prozent des Rechnungsbetrags üblich, sofern nicht bereits eine Servicegebühr ausgewiesen ist. Für Kofferträger, Zimmerreinigung oder Bootsführer sind kleine Beträge als Anerkennung verbreitet. Reisemedien und Ratgeber betonen, dass Trinkgeld stets freiwillig und an die Servicequalität gekoppelt bleiben sollte.
  • Gesundheit und Sicherheit
    Reiseinformationen des Auswärtigen Amts empfehlen insbesondere für Aufenthalte in tropischen Regionen eine ausreichende Reiseapotheke, Sonnenschutz und sorgfältige Hygiene. Leitungswasser sollte in der Regel nicht direkt getrunken werden; abgefülltes Wasser ist weit verbreitet. Beim Baden und Schnorcheln ist auf Strömungen, Bootverkehr und mögliche Berührungen mit Korallen oder Seeigeln zu achten. In der Hauptsaison sind Rettungsschwimmer nicht an allen Stränden präsent, sodass Eigenverantwortung eine große Rolle spielt.
  • Einreisebestimmungen
    Thailand liegt außerhalb der Europäischen Union. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen, Visa-Regelungen und etwaige gesundheitliche Vorgaben wie Impf- oder Testanforderungen vor Reisebeginn beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Da sich Regelungen ändern können, ist eine tagesaktuelle Information unmittelbar vor der Abreise empfehlenswert.
  • Zeitzone
    Die Phi-Phi-Inseln liegen in der Zeitzone Indochina Time (ICT), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um in der Regel 6 Stunden voraus ist. Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt der Zeitunterschied meist 5 Stunden. Diese Angaben sind allgemein; individuelle Unterschiede durch Zeitumstellungen in Europa sind zu beachten.
  • Kleiderordnung und kultureller Respekt
    An den Stränden und in touristischen Orten ist Freizeitkleidung üblich. Beim Besuch von Tempeln auf dem Festland oder in der Region sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Auch wenn die Phi-Phi-Inseln sehr touristisch geprägt sind, wird respektvolles Verhalten gegenüber der lokalen Kultur geschätzt.
  • Fotografie und Drohnen
    Fotografieren ist an Stränden und in öffentlichen Bereichen in der Regel erlaubt. Bei Aufnahmen von Personen sollte um Erlaubnis gebeten werden. Für den Einsatz von Drohnen gelten in Thailand spezifische gesetzliche Regelungen; unter anderem kann eine Registrierung erforderlich sein, und in bestimmten Zonen ist das Fliegen untersagt. Reisende sollten sich vorab bei offiziellen Stellen oder vertrauenswürdigen Informationsquellen über die aktuellen Vorschriften informieren.

Warum Phi Phi Islands auf jede Krabi-Reise gehört

Für viele Reisende aus Deutschland ist der Besuch der Phi-Phi-Inseln ein emotionaler Höhepunkt einer Südthailand-Reise. Die Kombination aus dramatischer Felsküste, feinem Sand, dichtem Grün und intensivem Blau des Meeres wirkt in der Realität oft noch stärker als auf bekannten Bildern. Bootstouren führen in versteckte Buchten, in denen man beim Schnorcheln unmittelbar zwischen Fischschwärmen und Korallenformationen schwimmt, während über einem die Felsen steil in den Himmel ragen.

Gleichzeitig sind die Inseln ein Ort, an dem sich die Dynamik des internationalen Tourismus sehr unmittelbar zeigt. In den Gassen von Ko Phi Phi Don reihen sich Restaurants mit internationaler Küche, Bars mit Livemusik und Tauchschulen aus aller Welt. Abends verwandelt sich der Hauptort in eine lebhafte Szene aus Streetfood, Musik und Strandbars. Reisereportagen etwa in der „Süddeutschen Zeitung“ und im „Spiegel“ weisen darauf hin, dass genau dieser Kontrast zwischen paradiesischer Naturkulisse und dichtem Partyleben für viele Besucher Teil der Faszination ist – für andere aber auch Anlass, bewusst ruhigere Inselteile oder alternative Ziele zu suchen.

Wer abseits des Trubels unterwegs sein möchte, findet auf Ko Phi Phi Don auch ruhigere Ecken. Spazierwege führen zu Aussichtspunkten, von denen aus man den charakteristischen Doppelbuchten-Blick über Ton Sai und Loh Dalum Bay hat – eine Ansicht, die in vielen Reiseprospekten zu sehen ist. Frühmorgens oder bei Sonnenuntergang liegen manche Strände merklich leerer, die Geräuschkulisse wird vom Rauschen der Wellen und Vogelstimmen bestimmt. Für deutschsprachige Besucher, die Thailand vielleicht zum ersten Mal erleben, sind die Phi-Phi-Inseln so etwas wie ein komprimiertes Panorama vieler Facetten des Landes: vom Straßenstand mit Pad Thai über die Longtailboote bis hin zu der Frage, wie fragile Ökosysteme unter dem Druck der globalen Reisefreiheit geschützt werden können.

Nicht zuletzt sind die Inseln eine Art Schaufenster für nachhaltigkeitsorientierte Angebote. Tauchschulen, die auf umweltfreundliches Verhalten unter Wasser achten, Resorts mit einfachen Energiesparmaßnahmen und lokale Initiativen, die Müll sammeln oder Einwegplastik reduzieren, zeigen, wie sich Tourismus schrittweise verändern kann. Für Reisende aus der DACH-Region, in der Nachhaltigkeit in der Reiseplanung inzwischen eine deutlich größere Rolle spielt, bieten die Phi-Phi-Inseln daher nicht nur spektakuläre Fotomotive, sondern auch Denkanstöße, wie sich der eigene Urlaub verantwortungsvoll gestalten lässt.

Phi-Phi-Inseln in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

Auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok gehören die Phi-Phi-Inseln seit Jahren zu den meistgezeigten Reisezielen in Thailand. Kurzvideos von Sprüngen ins türkisfarbene Wasser, Drohnenaufnahmen über der Maya Bay oder Zeitraffer vom Sonnenuntergang über den Felsen erzeugen starke visuelle Reize und prägen das kollektive Bild vom „Paradies“. Gleichzeitig tauchen in den Feeds zunehmend Beiträge auf, die sich kritisch mit Themen wie Plastikmüll, Korallenbleiche oder Overtourism auseinandersetzen. Viele Creator thematisieren bewusst die Balance zwischen Traumkulisse und Verantwortung, etwa durch Hinweise auf „Leave no trace“-Prinzipien oder die Empfehlung, lokal geführte Unternehmen zu unterstützen.

Häufige Fragen zu Phi-Phi-Inseln

Wo liegen die Phi-Phi-Inseln genau?

Die Phi-Phi-Inseln liegen in der Andamanensee im Süden von Thailand, zwischen Krabi und Phuket. Administrativ gehören sie zur Provinz Krabi. Sie sind nur per Boot erreichbar; der nächstgelegene Flughafen befindet sich auf dem Festland in Krabi, alternativ in Phuket.

Welche Inseln gehören zum Phi-Phi-Archipel?

Zum Archipel gehören unter anderem die bewohnte Hauptinsel Ko Phi Phi Don sowie die unbewohnte Insel Ko Phi Phi Leh, auf der sich bekannte Buchten wie die Maya Bay befinden. Daneben existieren kleinere Inseln und Felsen, die meist im Rahmen von Bootstouren angefahren werden. Die genaue Zuordnung orientiert sich an offiziellen Karten und der Nationalparkverwaltung.

Wie kommt man von Deutschland auf die Phi-Phi-Inseln?

Von Deutschland aus erfolgt die Anreise in der Regel per Langstreckenflug über internationale Drehkreuze nach Bangkok, Phuket oder Krabi. Von Krabi oder Phuket aus fahren Linienfähren und Schnellboote zu den Phi-Phi-Inseln. Die Kombination aus Flug und Bootstransfer lässt sich über Reiseveranstalter oder individuell organisieren; aktuelle Flug- und Schiffsverbindungen sollten vor der Reise geprüft werden.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr einen Besuch?

Als angenehm gilt meist die trockenere Saison von ungefähr November bis April, wenn die Niederschläge geringer und die See ruhiger sind. In der Regenzeit von etwa Mai bis Oktober können häufiger Schauer, Wind und eingeschränkte Fährverbindungen auftreten. Die Entscheidung hängt jedoch von persönlichen Vorlieben ab; wer weniger Trubel möchte, nimmt teils bewusst einen Besuch in der Nebensaison in Kauf.

Was ist das Besondere an Phi Phi Islands im Vergleich zu anderen Zielen in Thailand?

Die Kombination aus dramatischen Kalksteinfelsen, türkisfarbenem Wasser, geschützten Buchten und der kompakten, autofreien Struktur von Ko Phi Phi Don macht das Archipel einzigartig. Hinzu kommt die mediale Prägung durch Filme und soziale Medien, die die Inseln zu einem Symbolbild für tropische Traumstrände gemacht haben. Gleichzeitig stehen die Phi-Phi-Inseln stellvertretend für die Diskussion um nachhaltigen Tourismus in sensiblen Naturgebieten.

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