Piazza del Campo Siena, Siena Italien

Piazza del Campo Siena: Italiens dramatischster Platz

20.05.2026 - 07:06:55 | ad-hoc-news.de

Die Piazza del Campo Siena in Siena, Italien, gilt als einer der schönsten mittelalterlichen Plätze Europas. Warum dieser muschelförmige Platz Reisende aus Deutschland seit Jahrhunderten fasziniert, zeigt dieser Guide.

Piazza del Campo Siena, Siena Italien, Städtereise
Piazza del Campo Siena, Siena Italien, Städtereise

Wenn sich die warmen Farben des toskanischen Abends auf den alten Backsteinen der Piazza del Campo Siena spiegeln, versteht man, warum dieser Platz als Herz und Bühne von Siena gilt. Die Piazza del Campo (auf Deutsch sinngemäß „Feldplatz“) ist mehr als nur ein Stadtplatz – sie ist ein steinernes Amphitheater, in dem sich seit Jahrhunderten das öffentliche Leben, große Feste und stille Alltagsmomente abspielen.

Piazza del Campo Siena: Das ikonische Wahrzeichen von Siena

Die Piazza del Campo Siena ist das unverwechselbare Wahrzeichen der Stadt Siena in der Toskana und wird in Reiseführern wie „Marco Polo Toskana“ und dem „ADAC Reisemagazin Toskana“ übereinstimmend als einer der schönsten Plätze Italiens beschrieben. Die Besonderheit: Statt einer rechteckigen Form wie viele andere Plätze ist sie muschelförmig angelegt und fällt leicht zum Palazzo Pubblico, dem historischen Rathaus, ab. Das erzeugt eine fast theatralische Wirkung – Besucher fühlen sich, als säßen sie in einer riesigen Freilichtbühne.

Die Atmosphäre ist zugleich monumental und intim: Rundherum reihen sich mittelalterliche Paläste, Loggien, Cafés und Restaurants aneinander, während in der Mitte des Platzes Menschen sitzen, Kinder spielen und Reisende aus aller Welt ihre Eindrücke festhalten. Deutsche Medien wie die „Süddeutsche Zeitung“ und „Die ZEIT“ heben immer wieder hervor, wie authentisch mittelalterlich Siena trotz des Tourismus geblieben ist – die Piazza del Campo ist dabei der sichtbarste Ausdruck dieser Kontinuität.

Für Reisende aus Deutschland ist der Platz nicht nur ein Fotomotiv, sondern ein idealer Einstieg in die toskanische Lebensart: Hier lässt sich mit einem Espresso oder einem Glas Chianti in der Hand erleben, wie Geschichte, Architektur und Alltagsleben ineinandergreifen. Die UNESCO führt Sienas Altstadt, inklusive Piazza del Campo, als Weltkulturerbe und betont in ihren Unterlagen die außergewöhnliche Erhaltung des mittelalterlichen Stadtgefüges.

Geschichte und Bedeutung von Piazza del Campo

Die Ursprünge der Piazza del Campo reichen ins Mittelalter zurück. Fachliteratur wie „GEO Special: Toskana“ und Veröffentlichungen der Stadt Siena erklären, dass sich an diesem Ort zunächst ein freies Feld vor der ursprünglichen Siedlung befand – daher der Name „Campo“. Im 12. und 13. Jahrhundert, als Siena zu einer wohlhabenden, unabhängigen Stadtrepublik aufstieg, begannen die Bürger, diesen Raum systematisch zu einem kommunalen Zentrum auszubauen.

Entscheidend war die Zeit des sogenannten „Governo dei Nove“ („Regierung der Neun“), einer oligarchischen Stadtherrschaft, die Siena von Ende des 13. bis Mitte des 14. Jahrhunderts prägte. In dieser Phase erhielt der Platz seine charakteristische Form. Historiker betonen, dass der muschelförmige Grundriss bewusst gewählt wurde, um alle Blicklinien auf das Rathaus, den Palazzo Pubblico, zu lenken – ein Symbol der bürgerlichen Selbstverwaltung. In einem Zeitalter, in dem in vielen Regionen Europas Fürsten, Bischöfe oder Kaiser dominierten, setzte Siena damit ein sichtbares Zeichen für die Macht der Bürgerschaft.

Die Pflasterung, die sich in neun „Keile“ gliedert, verweist der Forschung zufolge auf diese „Regierung der Neun“. Jede der leicht ansteigenden Ziegel-Segmente symbolisiert einen Regierungsvertreter. Kunsthistorische Studien, die unter anderem in Publikationen des italienischen Kulturministeriums referenziert werden, bestätigen diese Deutung als gängige Interpretation, auch wenn exakte schriftliche Belege aus dem Mittelalter selten sind.

Die Piazza del Campo war von Beginn an Mehrzweckraum: Hier fanden Märkte statt, Gerichtstage, öffentliche Debatten, religiöse Prozessionen und Feste. Zeitgenössische Chroniken berichten, dass Siena große Siegesfeiern nach gewonnenen Schlachten sowie Empfänge für wichtige Gäste auf dem Campo inszenierte. Der Platz war also nicht nur alltäglicher Marktraum, sondern auch Bühne der Selbstdarstellung der Republik.

Im 14. Jahrhundert erreichte Siena seinen kulturellen Höhepunkt. Der berühmte Maler Ambrogio Lorenzetti schuf im Palazzo Pubblico seine Fresken zum „Guten und schlechten Regiment“, die bis heute als Schlüsselwerke der politischen Ikonografie gelten. Auch wenn sich diese Kunstwerke im Inneren des Rathauses und nicht im Freien befinden, reflektiert die Gestaltung der Piazza del Campo dieselben Ideen von Ordnung, Gemeinsinn und bürgerlicher Verantwortung. Kunsthistoriker – etwa in Beiträgen von „National Geographic Deutschland“ – ziehen deshalb häufig eine direkte Verbindung zwischen der urbanistischen Planung des Platzes und Lorenzettis politischen Bildprogrammen.

Im Laufe der Jahrhunderte überstand Siena – und mit ihr die Piazza del Campo – Pestepidemien, politische Umbrüche und den Übergang unter florentinische beziehungsweise später italienische Herrschaft. Während in anderen Städten Plätze großflächig modernisiert oder barockisiert wurden, blieb die Piazza del Campo in ihrer mittelalterlichen Grundstruktur erstaunlich unverändert. Das ist einer der Gründe, warum die UNESCO die Altstadt Sienas 1995 in die Liste des Welterbes aufgenommen hat. Die Organisation betont dabei die „außergewöhnliche Homogenität“ der Stadtanlage.

Aus deutscher Perspektive lässt sich die Piazza del Campo historisch etwa zwischen die Entstehung des Kölner Doms (Baubeginn im 13. Jahrhundert) und der Gründung des Deutschen Reichs 1871 einordnen. Während in Deutschland im späten Mittelalter viele Dom- oder Marktplätze von Kirche und Adel geprägt waren, steht in Siena der kommunale Palazzo Pubblico im Mittelpunkt – ein interessanter, anschaulicher Unterschied, der sich auf dem Campo quasi „ablesen“ lässt.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist die Piazza del Campo ein Musterbeispiel für mittelalterliche Stadtplanung. Ihr muschelförmiger Grundriss und die leicht abfallende Topografie schaffen eine natürliche Arena. Der Platz ist mit roten Ziegelsteinen in Fischgrätmuster gepflastert, die durch helle Travertin-Streifen in neun Segmente unterteilt werden. Diese gliedern den Raum klar, ohne ihn zu zerstückeln – ein beeindruckender Effekt, den Architekturhistoriker in Fachartikeln immer wieder hervorheben.

Dominiert wird die Piazza vom Palazzo Pubblico, dessen Fassade aus Ziegel und hellem Stein besteht und an die Typologie toskanischer Stadtpaläste erinnert. Der Turm Torre del Mangia ragt mit rund 87 m Höhe deutlich über die umliegenden Gebäude hinaus und ist damit nur wenig niedriger als der Turm des Kölner Rathauses. Die „Süddeutsche Zeitung“ und italienische Tourismusbehörden verweisen darauf, dass der Turm im 14. Jahrhundert so hoch gebaut wurde, um in Konkurrenz zu den Kirchtürmen zu treten. Sein Name „Mangia“ bezieht sich angeblich auf den ersten Turmwächter Giovanni di Balduccio, der wegen seiner angeblichen Esslust den Spitznamen „Mangiaguadagni“ („jemand, der seinen Verdienst aufisst“) trug.

Ein weiterer Blickfang ist die Fonte Gaia („Glückliche Quelle“) an der oberen Seite der Piazza. Es handelt sich um einen Brunnen, der im frühen 15. Jahrhundert errichtet wurde, nachdem eine aufwendige Wasserleitung (sogenannte „Bottini“) frisches Wasser in die Stadt gebracht hatte. Die ursprünglichen Marmorskulpturen von Jacopo della Quercia gelten als Meisterwerke der Frührenaissance und werden heute aus konservatorischen Gründen im Museo Santa Maria della Scala aufbewahrt, wie Museumsangaben und italienische Kulturbehörden übereinstimmend erklären. Auf der Piazza stehen hochwertige Kopien, die das ursprüngliche Erscheinungsbild vermitteln.

Rings um den Platz reiht sich eine Folge von Palazzi, die meist im 13. bis 15. Jahrhundert entstanden sind. Dazu zählen etwa der Palazzo Sansedoni mit seiner geschwungenen Fassade oder der Palazzo Chigi-Zondadari. Fachbeiträge in Architekturzeitschriften betonen, dass diese Gebäude trotz unterschiedlicher Entstehungszeiten eine erstaunliche stilistische Einheit bilden: Ziegel, Spitzbogenfenster, Wappen – alles fügt sich zu einem harmonischen Ganzen.

Kunst- und Architekturhistoriker loben die Piazza del Campo daher als seltenes Beispiel für eine in sich geschlossene, bis heute fast unveränderte städtische Komposition. Die UNESCO spricht von einer „außerordentlichen Verbindung zwischen Stadtlandschaft und gebauter Form“. Anders als bei vielen späteren Plätzen der Renaissance oder des Barock gibt es hier keine monumentale Achse, die einen Fürstenpalast inszeniert; stattdessen umschließen die Bürgerhäuser und das Rathaus gleichberechtigt den öffentlichen Raum.

Auch akustisch entfaltet die Piazza eine besondere Wirkung. Aufgrund der Form und der umgebenden Gebäude entsteht eine Art Resonanzraum, in dem Stimmen und Klänge angenehm getragen werden. Besucher berichten – und Reiseführer wie „Merian Toskana“ bestätigen dies – von einer fast theaterartigen Stimmung bei Konzerten oder Aufführungen, die gelegentlich auf dem Campo stattfinden.

Piazza del Campo Siena besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Piazza del Campo liegt im historischen Zentrum von Siena, das weitgehend autofrei ist. Vom Norden Deutschlands aus erfolgt die Anreise meist per Flug nach Florenz oder Pisa. Von Frankfurt am Main, München oder Berlin gibt es je nach Saison Direkt- oder Umsteigeverbindungen nach Florenz beziehungsweise Pisa, mit Flugzeiten von rund 1,5 bis 2 Stunden nach Italien, plus Umsteigezeiten. Von Florenz aus ist Siena mit dem Regionalzug oder mit Überlandbussen in etwa 1,5 bis 2 Stunden erreichbar. Wer mit dem Auto aus Deutschland anreist, fährt meist über die Schweiz oder Österreich Richtung Mailand und weiter nach Florenz; von dort sind es rund 70 km nach Siena. In Italien besteht auf vielen Autobahnen Mautpflicht, worauf unter anderem der ADAC hinweist.
  • Mobilität vor Ort
    Die Altstadt von Siena ist eine sogenannte ZTL-Zone (verkehrsberuhigte Zone mit Zufahrtsbeschränkung). Parken ist in ausgeschilderten Parkhäusern außerhalb der historischen Mauern möglich, von dort gelangt man zu Fuß in etwa 10 bis 15 Minuten zur Piazza del Campo. Öffentliche Busse verbinden die Außenviertel mit dem Zentrum, laufen aber meist in der Nähe der Stadtmauern und nicht direkt auf den Campo.
  • Ă–ffnungszeiten
    Die Piazza del Campo ist ein öffentlicher Platz und grundsätzlich jederzeit zugänglich. Bestimmte Bereiche wie der Palazzo Pubblico und der Torre del Mangia haben festgelegte Öffnungszeiten, die je nach Saison variieren können. Offizielle Stellen der Stadt Siena weisen darauf hin, dass Öffnungszeiten an Feiertagen oder während des Palio angepasst werden. Es empfiehlt sich daher, vor dem Besuch die aktuellen Angaben auf der offiziellen Website der Stadt Siena oder der zuständigen Museen zu prüfen.
  • Eintritt
    Der Aufenthalt auf der Piazza del Campo selbst ist kostenlos. Für den Besuch des Palazzo Pubblico, des Museo Civico oder den Aufstieg auf den Torre del Mangia werden Eintrittsgebühren erhoben, die sich je nach Kombiticket und Ermäßigungen unterscheiden. Da die Preise regelmäßig angepasst werden können, empfehlen Stadtverwaltung und Reiseführer, die Tarife direkt vor Ort oder auf den offiziellen Online-Auftritten zu überprüfen. Typischerweise liegen die Eintrittspreise im mittleren Rahmen üblicher europäischer Museumsgebühren.
  • Beste Reisezeit
    Die Toskana ist ganzjährig ein beliebtes Ziel. Für einen Besuch der Piazza del Campo bieten sich besonders das Frühjahr (April bis Juni) und der Frühherbst (September, Oktober) an, wenn die Temperaturen meist angenehm sind und die Stadt nicht ganz so voll wie in den Hochsommermonaten. Im Juli und August kann es tagsüber deutlich über 30 °C warm werden, zudem reisen viele italienische und internationale Urlauber an. Reiseführer und Tourismusämter empfehlen, die Piazza früh am Morgen oder am späten Nachmittag zu besuchen, um das besondere Licht und eine etwas ruhigere Atmosphäre zu genießen.
  • Der Palio di Siena
    Besondere Aufmerksamkeit erhält die Piazza del Campo durch den Palio di Siena, ein historisches Pferderennen, das traditionell zweimal im Jahr stattfindet (in der Regel im Sommer). Dabei wird die Piazza in eine Rennbahn mit festem Sandbelag verwandelt, die Zuschauer drängen sich auf den Tribünen und im Platzinneren. Der Palio ist ein tief verwurzeltes Stadtfest mit strengen Regeln, die von den „Contrade“ (Stadtvierteln) Sienas getragen werden. Da Termine und genaue Abläufe jedes Jahr erneut von der Stadt festgelegt und bestätigt werden, sollten Interessierte aktuelle Informationen bei offiziellen Stellen oder etablierten Medien einholen. Wer den Palio besuchen möchte, muss mit sehr großem Andrang und deutlich höheren Übernachtungspreisen rechnen und sollte frühzeitig planen.
  • Sprache und Verständigung
    Amtssprache in Siena ist Italienisch. Im touristischen Bereich – insbesondere rund um die Piazza del Campo – sprechen viele Menschen zumindest grundlegendes Englisch, oft auch gut verständlich. Deutsch wird gelegentlich verstanden, vor allem in Hotels oder an touristisch stark frequentierten Orten, ist aber nicht selbstverständlich. Ein paar italienische Höflichkeitsfloskeln (bitte, danke, guten Tag) werden erfahrungsgemäß sehr geschätzt.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeld
    In Italien ist der Euro (€) Landeswährung, es entfällt also für Reisende aus Deutschland der Währungsumtausch. In Cafés und Restaurants rund um die Piazza del Campo werden gängige Kreditkarten und oft auch kontaktlose Zahlungen mit Smartphone akzeptiert, kleinere Beträge werden aber weiterhin gern bar beglichen. Trinkgeld ist kein Muss, aber bei gutem Service üblich – etwa durch Aufrunden oder einige zusätzliche Euro. Servicepauschalen („coperto“) können auf der Rechnung erscheinen; seriöse Reiseführer empfehlen, diese Position zu prüfen und sie bei der Trinkgeldentscheidung mitzuberücksichtigen.
  • Sicherheit und Gesundheit
    Siena gilt laut Berichten deutscher Reiseanbieter und Medien als vergleichsweise sichere Stadt. Wie an allen touristischen Hotspots sollte man auf Taschendiebe achten, vor allem bei großem Andrang oder Veranstaltungen wie dem Palio. Innerhalb der EU können deutsche Staatsbürger in der Regel ihre europäische Krankenversicherungskarte nutzen, dennoch raten Verbraucherschützer oft zu einer ergänzenden Auslandsreisekrankenversicherung. Für aktuelle Hinweise empfiehlt sich ein Blick auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.
  • Einreisebestimmungen
    Italien gehört zum Schengen-Raum. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Einreisehinweise und eventuelle Besonderheiten beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen, bevor sie ihre Reise antreten.
  • Zeitzone
    Siena liegt wie ganz Italien in der Mitteleuropäischen Zeitzone. Das bedeutet: In der Regel gibt es keine Zeitverschiebung zu Deutschland, Österreich oder der deutschsprachigen Schweiz. Während der Sommerzeit gilt in allen genannten Ländern MESZ.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Für die Piazza del Campo selbst gibt es keine besondere Kleiderordnung. Beim Besuch von Kirchen und religiösen Orten in der Umgebung (etwa dem Dom von Siena) ist jedoch auf bedeckte Schultern und knieumspielende Kleidung zu achten, wie es in italienischen Kirchen üblich ist. Auf der Piazza ist es üblich, sich auf den Boden zu setzen, solange Durchgänge frei bleiben und keine Veranstaltungen oder Aufbauarbeiten stattfinden. Rücksicht auf Anwohner und Gastrobetriebe – etwa durch moderate Lautstärke in den späten Abendstunden – wird geschätzt.
  • Fotografieren
    Das Fotografieren auf der Piazza del Campo ist im öffentlichen Raum grundsätzlich erlaubt. In Museen oder im Inneren des Palazzo Pubblico können dagegen Einschränkungen gelten, etwa Fotografie ohne Blitz oder fotografieren nur in bestimmten Bereichen. Offizielle Hinweise vor Ort sind zu beachten.

Warum Piazza del Campo auf jede Siena-Reise gehört

Wer Siena besucht, wird unweigerlich auf der Piazza del Campo landen – und meist kehrt man mehrmals am Tag zurück. Der Platz ist Navigationspunkt, Treffpunkt und Wohnzimmer der Stadt in einem. Deutsche Reisende berichten in Berichten und Reiseblogs etablierter Medien immer wieder, wie schnell sich hier ein Gefühl von Vertrautheit einstellt: Morgens ein Cappuccino an einem der historischen Cafés, mittags ein kurzer Stopp im Schatten der Palazzi, abends ein Aperitivo mit Blick auf den beleuchteten Torre del Mangia.

Die Piazza del Campo eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt, um die weiteren Sehenswürdigkeiten Sienas zu erkunden: Der Dom mit seiner schwarz-weißen Fassade und die Bibliothek Piccolomini, das Museo dell’Opera del Duomo, enge Gassen mit kleinen Geschäften, Handwerk, Delikatessenläden und Enotecas liegen nur wenige Gehminuten entfernt. Die kompakte Altstadt ermöglicht es, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß zu erreichen – ein Vorteil, den auch die Deutsche Zentrale für Tourismus in ihren Informationen zur Toskana betont.

Aus kultureller Sicht ist der Campo ein idealer Ort, um italienische Alltagskultur zu studieren: Familien mit Kindern, ältere Sieneser, Studierende, Touristen aus aller Welt, Straßenkünstler – sie alle teilen sich diesen Raum. Gerade für Besucher aus Deutschland, wo öffentliche Plätze oft stärker durch Verkehr oder Kommerz dominiert werden, wirkt die Piazza del Campo wie eine Einladung, sich Zeit zu nehmen und einfach nur zuzuschauen.

Auch kulinarisch lohnt sich das Verweilen. Rund um den Campo werden regionale Spezialitäten serviert, darunter Pici (eine Art dicke Spaghetti), Wildschweinragout, Ribollita (toskanische Gemüsesuppe) und Süßspeisen wie Ricciarelli oder Panforte, die in Siena eine lange Tradition haben. Viele gastronomische Betriebe sind auf Touristen eingestellt, dennoch gibt es – laut Empfehlungen etablierter Reiseführer – auch Lokale mit hohem Anspruch, die regionale Küche modern interpretieren.

Für Fotografierende ist der Platz ein Geschenk: Die verschiedenen Tageszeiten liefern völlig unterschiedliche Stimmungen. Am frühen Morgen wirkt die Piazza fast intim, mittags strahlt sie in hellem Licht, abends taucht die Sonne den Backstein in warme Töne, bevor die künstliche Beleuchtung einsetzt. Panoramaaufnahmen vom Rand oder vom Torre del Mangia aus zeigen die besondere Geometrie des Platzes und die dichte Dachlandschaft der umliegenden Altstadt.

Wer die Toskana auf einer Rundreise oder im Rahmen eines längeren Urlaubs besucht, findet in Siena einen spannenden Kontrast zu florentinischer Renaissancepracht oder den ländlichen Weinbergen des Chianti. Die Piazza del Campo kann sozusagen als „Scharnier“ zwischen Stadt- und Landurlaub dienen – ein Tag in Siena lässt sich gut mit Ausflügen ins Umland kombinieren.

Piazza del Campo Siena in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

Auf Social Media gehört die Piazza del Campo zu den meistfotografierten Motiven der Toskana. Reisende teilen Drohnenaufnahmen der Muschelform, Zeitraffer des Sonnenuntergangs oder Clips vom Palio, wenn dieser stattfindet. Hashtags wie #piazzadelcampo, #siena und #visititaly bündeln Millionen von Bildern und Videos, die einen lebendigen Eindruck davon vermitteln, wie unterschiedlich Menschen diesen Platz erleben.

Häufige Fragen zu Piazza del Campo Siena

Wo befindet sich die Piazza del Campo genau?

Die Piazza del Campo liegt im historischen Zentrum von Siena in der Toskana, Italien. Sie bildet den zentralen Platz der Altstadt, die von mittelalterlichen Stadtmauern umgeben ist, und ist von allen wichtigen SehenswĂĽrdigkeiten Sienas wie dem Dom oder dem Palazzo Pubblico in wenigen Gehminuten erreichbar.

Warum gilt die Piazza del Campo als besonders?

Die Piazza del Campo wird von Kunsthistorikern und Institutionen wie der UNESCO als außergewöhnlich bewertet, weil sie zu den bestbewahrten mittelalterlichen Plätzen Europas gehört. Ihre muschelförmige, nach unten geneigte Form, die neun Segmente der Pflasterung und die einheitliche Backsteinarchitektur rundherum schaffen eine einzigartige, theatralische Raumwirkung, die sich deutlich von vielen anderen italienischen Stadtplätzen unterscheidet.

Kann man die Piazza del Campo kostenlos besuchen?

Ja, der Zugang zur Piazza del Campo ist kostenlos, da es sich um einen öffentlichen Platz handelt. Lediglich für umliegende Sehenswürdigkeiten wie den Palazzo Pubblico, das Museo Civico oder den Torre del Mangia werden Eintrittsgebühren erhoben, die je nach Ticketart variieren und direkt vor Ort oder online auf den offiziellen Seiten der Stadt Siena einsehbar sind.

Wann ist die beste Zeit fĂĽr einen Besuch der Piazza del Campo?

Für viele Reisende aus Deutschland sind das Frühjahr (April bis Juni) und der Frühherbst (September, Oktober) ideal, da die Temperaturen angenehmer und die Besucherzahlen etwas moderater sind als im Hochsommer. Innerhalb eines Tages bieten sich die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag beziehungsweise Abend an, um stimmungsvolle Lichtverhältnisse und eine entspanntere Atmosphäre zu erleben.

Wie erreicht man die Piazza del Campo von Deutschland aus am besten?

Von Deutschland aus führt der schnellste Weg in der Regel per Flug nach Florenz oder Pisa und von dort weiter mit Zug oder Bus nach Siena. Alternativ ist eine Anreise mit dem Auto über die Alpen (Schweiz oder Österreich) möglich, was sich besonders bei einem längeren Toskana-Roadtrip anbietet. In Siena selbst wird die Altstadt zu Fuß erkundet; Parkmöglichkeiten befinden sich in Parkhäusern außerhalb der ZTL-Zone.

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