Pitons St. Lucia, St. Lucia

Pitons St. Lucia: Vulkan-Giganten über dem Karibikblau

20.05.2026 - 04:18:42 | ad-hoc-news.de

Die Pitons St. Lucia bei Soufriere sind mehr als Postkartenmotiv: Das UNESCO-Welterbe vereint Karibik-Romantik, Vulkan-Drama und Wanderabenteuer – was Reisende aus Deutschland wissen sollten.

Pitons St. Lucia, St. Lucia, Reise
Pitons St. Lucia, St. Lucia, Reise

Wenn sich vor Soufriere zwei steile Vulkankegel fast senkrecht aus dem Karibikblau erheben, wirken die Pitons St. Lucia wie eine Fantasielandschaft aus einem Film – und doch sind sie ganz real: ein Naturwunder, das seit Jahrhunderten die Silhouette der Insel prägt.

Die „Pitons“ (französisch für „Felsspitzen“) sind zugleich spirituelles Symbol, geologisches Lehrbuch und Sehnsuchtsort für Reisende, die die Karibik abseits der reinen Strandklischees erleben wollen.

Pitons St. Lucia: Das ikonische Wahrzeichen von Soufriere

Kaum ein anderes Bild steht so sehr für St. Lucia wie die beiden Vulkankegel Gros Piton und Petit Piton, die sich südlich der kleinen Küstenstadt Soufriere aus dem Meer erheben. Von vielen Aussichtspunkten entlang der Westküste erscheinen sie wie eine doppelte Pyramide, im Gegenlicht des Sonnenuntergangs nur noch als dunkle Silhouetten – ein Motiv, das sich tief in die Erinnerung einprägt.

Die UNESCO beschreibt das „Pitons Management Area“, zu der die beiden Berge und ihr umgebendes Land- und Meeresgebiet gehören, als „herausragendes Beispiel einer vulkanischen Landschaft“. Die Organisation der Vereinten Nationen hat das Areal im Jahr 2004 als Weltnaturerbe eingetragen und hebt besonders den außergewöhnlichen Mix aus dramatischer Topografie, aktiver Geologie und hoher Artenvielfalt hervor.

Für Reisende aus Deutschland sind die Pitons St. Lucia doppelt faszinierend: Einerseits ist das Paar aus Gros Piton (rund 770 m) und Petit Piton (rund 740 m) deutlich niedriger als etwa die Alpen – andererseits wirkt der direkte Aufstieg vom Meeresspiegel so steil, dass die Berge subjektiv höher erscheinen. Dazu kommen warme 25–30 °C, tropische Wälder und das intensive Blau der Karibik – eine Kombination, die man in Europa so nicht findet.

Geschichte und Bedeutung von Pitons

Die Geschichte der Pitons beginnt lange vor jeder menschlichen Besiedlung. Geologen, darunter Expertinnen und Experten, die für die UNESCO-Berichte gearbeitet haben, gehen davon aus, dass die beiden Kegel Überreste eines vulkanischen Systems sind, das über mehrere Hunderttausend Jahre aktiv war. Das Gebiet gehört zum sogenannten Soufriere-Vulkankomplex, der die Südwestküste St. Lucias prägt. Heiße Quellen, Fumarolen und Schwefeldämpfe im benachbarten „Sulphur Springs“-Gebiet zeigen, dass die Erde hier bis heute aktiv ist – auch wenn es derzeit keine Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Vulkanausbruch gibt.

Bereits die indigenen Völker der Region, die Arawak und später die Kariben, schrieben den Bergen eine besondere spirituelle Bedeutung zu. Konkrete Rituale sind historisch schwer zu rekonstruieren, doch Archäologen und Historiker weisen darauf hin, dass markante Landschaftsformen wie Vulkankegel in vielen karibischen Kulturen als Sitz von Geistern oder Göttern galten. Die Pitons dürften daher weit mehr gewesen sein als bloße Orientierungspunkte an der Küste.

Mit der Ankunft europäischer Kolonialmächte, zuerst Franzosen, später auch Briten, erhielten die Berge ihren heutigen Namen: „Pitons“ – Felsspitzen. Soufriere, die heutige nächstgelegene Stadt, verdankt ihren Namen den schwefelhaltigen Dämpfen der nahegelegenen Quellen („Soufrière“ bedeutet auf Französisch „Schwefelquelle“). Während der kolonialen Epoche dienten die Pitons Seefahrern als markante Landmarken. Sie signalisierten, dass die Schiffsrouten entlang der „Inseln über dem Winde“ die fruchtbaren, aber auch umkämpften Küsten St. Lucias erreicht hatten.

Im 20. Jahrhundert änderte sich die Wahrnehmung der Pitons erneut. Mit dem Aufkommen des internationalen Tourismus wurden sie zunehmend als Nationalsymbol inszeniert. Die Regierung von St. Lucia und der nationale Tourismusverband nutzen die Silhouette für Logos, Markenauftritte und Werbekampagnen. In offiziellen Materialien der Tourismusbehörden wird häufig betont, dass die Berge heute als identitätsstiftendes Symbol für St. Lucia gelten – ähnlich wie das Matterhorn für die Schweiz oder der Kölner Dom für Deutschland.

2004 erfolgte schließlich die Aufnahme der Pitons St. Lucia in die Liste des UNESCO-Welterbes. Die UNESCO und das Welterbe-Komitee stellen in ihren Unterlagen heraus, dass nicht nur die beiden Gipfel, sondern eine gesamte Managementzone geschützt werden: Sie umfasst terrestrische Regenwälder, Küstenlinien, Korallenriffe und ein Meeresschutzgebiet. Damit soll sichergestellt werden, dass das Ökosystem als Ganzes erhalten bleibt und zukünftige Generationen die Landschaft in vergleichbarer Schönheit erleben können.

Die deutschen Reiseführer von Verlagen wie Marco Polo oder Dumont sowie das ADAC Reisemagazin ordnen die Pitons regelmäßig als „Highlight“ oder „Wahrzeichen“ der Insel ein. In aktuellen Ausgaben wird betont, dass sich St. Lucia im Vergleich zu anderen Karibikinseln überdurchschnittlich stark als Natur- und Wanderziel positioniert – und dass die Pitons dabei eine zentrale Rolle spielen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Pitons selbst sind natürlich keine Architektur im klassischen Sinn, sondern vulkanische Naturformen. Dennoch haben sie eine Art „natürliche Architektur“, die Geologen und Landschaftsplaner fasziniert. Laut Beschreibungen des UNESCO-Welterbezentrums und Berichten von Organisationen wie der International Union for Conservation of Nature (IUCN) sind die beiden Kegel Teil eines komplexen Systems aus Lavadomen, Kratern und massiven Gesteinsschichten.

Gros Piton ist der größere der beiden und erreicht eine Höhe von rund 770 m. Sein Profil wirkt etwas breiter und weniger spitz, doch der Aufstieg ist trotzdem anspruchsvoll, da der Weg in Serpentinen steil ansteigt. Offizielle Wanderführer und Tourenanbieter, die von der zuständigen Parkverwaltung lizenziert werden, begleiten Besucher auf einem markierten Trail. Die Route bietet mehrere Aussichtspunkte, von denen sich spektakuläre Blicke auf die Westküste und den kleineren Petit Piton öffnen.

Petit Piton ist mit rund 740 m nur geringfügig niedriger, aber deutlich steiler. Expertenberichte, unter anderem Hinweise in seriösen Reiseführern und von lokalen Behörden, betonen, dass der Aufstieg auf den Petit Piton deutlich technischer und riskanter ist als auf den Gros Piton. Offizielle Stellen raten in der Regel von individuellen Besteigungen ohne autorisierte Führer ab. Für den regulären Tourismus ist der Gros Piton daher der „offizielle“ Wanderberg, während der Petit Piton vor allem als dramatische Kulisse dient.

Ein besonderes Merkmal der Pitons St. Lucia ist, dass sie direkt an ein geschütztes Meeresgebiet angrenzen. Das Welterbe umfasst laut UNESCO-Unterlagen Korallenriffe und Seegraswiesen, in denen zahlreiche Fischarten, Meeresschildkröten und andere Meeresbewohner vorkommen. Für Schnorchler und Taucher bedeutet das: Unterhalb der dramatischen Felskulisse setzt sich das Naturerlebnis fort – nur eben unter Wasser. Deutsche Tauchmagazine und internationale Titel wie „National Geographic“ heben die Kombination aus Land- und Unterwasserlandschaft als Alleinstellungsmerkmal hervor.

Auch in der bildenden Kunst und in der Populärkultur spielen die Pitons eine Rolle. St. Lucia ist Heimat und Inspirationsquelle des Literaturnobelpreisträgers Derek Walcott. Obwohl seine Werke nicht ausschließlich die Berge thematisieren, tauchen die Landschaften der Insel regelmäßig in seinen Gedichten und Theaterstücken auf. Die pittoreske Kulisse hat zudem internationale Filmproduktionen und Werbespots angezogen, die die Pitons als Synonym für die „unberührte Karibik“ inszenieren.

Architektur im engeren Sinne findet sich in den Resorts und Hotels rund um Soufriere, die ihre Lage bewusst im Dialog mit der Landschaft gestalten. Einige gehobene Anlagen orientieren ihre Bungalows und Suiten so, dass sich von Terrassen und Infinity-Pools ein ungestörter Blick auf die beiden Berge bietet. Renommierte Reiseportale und Magazine würdigen diese Integration in die Landschaft immer wieder – auch wenn der Spagat zwischen Naturschutz, lokaler Bevölkerung und Luxus-Tourismus durchaus Diskussionen auslöst.

Die lokale Kunstszene rund um Soufriere und im restlichen St. Lucia greift die Pitons häufig in Gemälden, Holzschnitzereien und Textilien auf. Auf Märkten und in Galerien sind stilisierte Darstellungen der Berge ein wiederkehrendes Motiv – oft bunt und abstrahiert, manchmal mit Anspielungen auf die indigene und afrikanisch-karibische Kulturgeschichte der Insel.

Pitons St. Lucia besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Pitons St. Lucia ein Ziel, das sich meist in eine Karibikreise mit Fokus auf Natur, Wanderungen und Strand einfügt. Weil es sich um ein Fernreiseziel außerhalb Europas handelt, lohnt eine gute Vorbereitung.

  • Lage und Anreise: Die Pitons liegen an der Südwestküste von St. Lucia, nahe der Kleinstadt Soufriere. St. Lucia ist Inselstaat in der östlichen Karibik und gehört zu den sogenannten Kleinen Antillen. Direkte Linienflüge aus Deutschland sind eher die Ausnahme; meist erfolgt die Anreise mit Umstieg über große internationale Drehkreuze, zum Beispiel London, Paris, Amsterdam oder nordamerikanische Hubs. Die gesamte Reisezeit ab Frankfurt, München oder Berlin liegt je nach Verbindung häufig bei rund 10–14 Stunden reiner Flugzeit, zuzüglich Umsteigezeiten. Auf St. Lucia gibt es zwei Flughäfen: Der internationale Flughafen Hewanorra im Süden bedient die meisten Langstreckenflüge, von dort sind es per Auto oder Transferbus etwa 45–60 Minuten bis Soufriere. Alternativ können Kreuzfahrtgäste oder Inselhopper über den nördlicher gelegenen Flughafen George F. L. Charles anreisen.
  • Fortbewegung vor Ort: Zwischen dem Flughafen und Soufriere verkehren Taxis, private Transfers und Mietwagen. Die Straßen sind überwiegend asphaltiert, aber kurvig und teils eng. Es herrscht Linksverkehr, was für viele Reisende aus Deutschland etwas Eingewöhnung erfordert. Reisemagazine und Automobilclubs wie der ADAC empfehlen, Fahrten im Dunkeln – insbesondere auf unbekannten Küstenstraßen – möglichst zu vermeiden.
  • Öffnungszeiten und Zugänge: Die Berge selbst haben keine „Öffnungszeiten“ im klassischen Sinn, doch Wanderungen auf den Gros Piton erfolgen in der Regel mit lizenzierten lokalen Guides. Treffpunkt ist meist ein Besucherzentrum oder ein ausgewiesener Startpunkt in einem der umliegenden Dörfer. Da es sich um ein Welterbe-Gebiet und Schutzgebiet handelt, können Zugangsregeln, Routen oder Sicherheitsvorgaben variieren. Es empfiehlt sich, aktuelle Informationen bei offiziellen Quellen – etwa dem Tourismusbüro von St. Lucia oder direkt bei lokalen Guides und Unterkünften – zu prüfen. Für den Besuch des nahegelegenen „Sulphur Springs“-Areals und anderer Attraktionen gelten teils separate Eintrittsgebühren und Besuchszeiten.
  • Eintritt und Gebühren: Für geführte Wanderungen auf den Gros Piton sowie für bestimmte Teile des Managementgebiets wird in der Regel eine Gebühr erhoben. Die genauen Beträge können je nach Anbieter, Saison und Leistungsumfang (zum Beispiel inklusive Transfer, Verpflegung) variieren. Für Reisende aus der DACH-Region ist es sinnvoll, bei der Planung mit einem niedrigen zweistelligen Betrag in Euro zu rechnen, um ein Gefühl für die Budgetierung zu bekommen. Konkrete Beträge sollten vor Ort oder bei seriösen Reiseanbietern aktuell geprüft werden, da sich Preise und Wechselkurse ändern.
  • Beste Reisezeit: St. Lucia liegt in den Tropen. Allgemein wird die trockeneren Monate von etwa Dezember bis April häufig als angenehmste Reisezeit beschrieben. In diesen Monaten sind Temperaturen und Luftfeuchtigkeit etwas gemäßigter, und es regnet tendenziell seltener als in den Sommermonaten. Allerdings gilt auch hier: Wetter ist nie garantiert, und kurze, kräftige Schauer gehören das ganze Jahr über zum Alltag. Für Wanderungen auf den Pitons empfiehlt sich eine frühe Startzeit am Morgen, um die große Hitze der Mittagsstunden zu vermeiden und die beste Fernsicht zu nutzen. Deutsche Reiseführer weisen darauf hin, dass die Atlantik-Hurrikansaison offiziell etwa von Juni bis November reicht; St. Lucia wird nicht jedes Jahr direkt getroffen, aber erhöhte Aufmerksamkeit ist in diesen Monaten ratsam.
  • Klima und Ausrüstung: Erwartbar sind Tagestemperaturen meist um 28–30 °C, nachts kühlt es nur leicht ab. Hohe Luftfeuchtigkeit kann körperliche Anstrengungen intensiver wirken lassen als in gemäßigten Breiten. Für Wanderungen sind feste Schuhe mit Profil, Sonnenschutz (Hut, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor), ausreichend Trinkwasser und leichte, atmungsaktive Kleidung wichtig. Regenschutz in Form einer leichten, schnell trocknenden Jacke ist sinnvoll, da kurze Schauer jederzeit auftreten können.
  • Sprache vor Ort: Amtssprache ist Englisch. Im Alltag ist außerdem ein französischbasierter Kreol-Dialekt („Kwéyòl“) weit verbreitet. Viele Menschen, die im Tourismus arbeiten – etwa in Hotels, Restaurants, bei Touranbietern – sprechen fließend Englisch. Deutschkenntnisse sind eher selten. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, grundlegende englische Redewendungen für Alltagssituationen zu beherrschen. Englischsprachige Beschilderung ist im Pitons-Gebiet der Regelfall.
  • Zahlung und Währung: Offizielle Währung ist der Ostkaribische Dollar (EC$). In vielen touristisch geprägten Bereichen werden gängige internationale Kreditkarten akzeptiert, insbesondere in Hotels, Restaurants und bei Touranbietern. Für kleinere Beträge, lokale Märkte oder Trinkgeld ist Bargeld empfehlenswert. Euro können vor Ort in Banken und Wechselstuben getauscht werden; Karten mit Visa- oder Mastercard-Logo funktionieren meist an Geldautomaten, wobei mögliche Gebühren der eigenen Hausbank zu beachten sind. Mobile Payment über Apple Pay oder Google Pay wird zunehmend angeboten, ist aber nicht überall selbstverständlich.
  • Trinkgeldkultur: In Restaurants und Bars wird ein Trinkgeld in Höhe von etwa 10–15 % des Rechnungsbetrags üblicherweise geschätzt, sofern nicht bereits eine Servicepauschale auf der Rechnung ausgewiesen ist. Für Gepäckträger, Zimmerpersonal oder Guides sind kleine Anerkennungen in bar üblich. Seriöse Reiseführer für die Karibik empfehlen, Trinkgeld angemessen, aber nicht übertrieben zu geben – und stets zu prüfen, ob Servicegebühren bereits inkludiert sind.
  • Gesundheit und Sicherheit: Für Reisen in die Karibik wird allgemein empfohlen, rechtzeitig vor Abreise den Impfstatus mit einer Ärztin oder einem Arzt zu besprechen. Eine Auslandskrankenversicherung, die auch einen medizinisch notwendigen Rücktransport abdeckt, ist für Ziele außerhalb der EU dringend angeraten. Für Wanderungen im Pitons-Gebiet gilt: Ausreichend Wasser, Sonnenschutz und realistische Selbsteinschätzung sind wichtiger als ein sportlicher Ehrgeiz, unbedingt den Gipfel zu erreichen.
  • Einreisebestimmungen: St. Lucia ist kein Mitglied der Europäischen Union und kein Schengen-Staat. Deutsche Staatsbürger sollten daher vor Reiseantritt die aktuellen Einreise- und Visabestimmungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de und gegebenenfalls auf den Seiten der Behörden von St. Lucia prüfen. Reisepass, gegebenenfalls Rück- oder Weiterreiseticket und andere Dokumente sind in der Regel erforderlich. Bestimmungen können sich ändern, weshalb aktuelle Informationen entscheidend sind.
  • Zeitzone: St. Lucia liegt in der Zeitzone Atlantic Standard Time (AST). Der Zeitunterschied zu Mitteleuropa beträgt in der Regel –5 Stunden gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ). Während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) verkürzt sich der Unterschied üblicherweise auf –6 Stunden. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 14:00 Uhr ist, ist es in St. Lucia normalerweise früher Vormittag.

Warum Pitons auf jede Soufriere-Reise gehört

Wer Soufriere besucht, begegnet den Pitons St. Lucia ständig – mal im Rückspiegel einer Taxifahrt, mal als Hintergrundkulisse beim Frühstück, mal als Monument, das sich in der Fensterfront des Hotelzimmers spiegelt. Doch die Berge erschließen sich erst wirklich, wenn man ihnen näherkommt.

Ein beliebtes Erlebnis ist die geführte Wanderung auf den Gros Piton. Der Aufstieg führt zunächst durch dichte Vegetation, vorbei an tropischen Pflanzen, Vögeln und gelegentlich Eidechsen, die über die Steine huschen. Laut Einschätzung von Reiseautoren und Outdoor-Experten sollten Besucher für die Tour eine durchschnittliche körperliche Fitness mitbringen. Der Weg ist steil und kann bei Nässe rutschig werden. Wer sich jedoch Zeit nimmt und immer wieder anhält, wird mit spektakulären Ausblicken belohnt: auf den Petit Piton, auf die Westküste und bei klarer Sicht auf weite Teile der Insel.

Für weniger sportliche Reisende bieten sich Bootsausflüge an, bei denen die Pitons vom Wasser aus bewundert werden können. Zahlreiche Anbieter fahren entlang der Küste, teilweise mit Badestopps und Schnorchelgängen in den geschützten Buchten rund um die Berge. Aus der Distanz wird deutlich, wie steil die Felshänge ins Meer stürzen – ein Anblick, der stark an dramatische Felsen in Norwegen oder auf den Kanaren erinnert, nur eben in tropischer Ausprägung.

In der Umgebung von Soufriere gibt es zudem eine Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten, die sich gut mit einem Besuch der Pitons kombinieren lassen. Dazu gehören die bereits erwähnten „Sulphur Springs“, oft als „Drive-in Volcano“ beworben, weil man mit dem Auto recht nah an Fumarolen und heiße Quellen heranfahren kann. Auch botanische Gärten, Wasserfälle und kleine Strände mit dunklem, vulkanischem Sand liegen in Reichweite.

Aus Sicht vieler deutscher Reisender sind die Pitons St. Lucia ein ideales Ziel, um eine klassische Bade- oder Kreuzfahrtreise in der Karibik um ein aktives Element zu ergänzen. Wer nur an Bord eines Kreuzfahrtschiffs bleibt, erlebt die Berge meist nur von weitem. Ein Landgang mit Ausflug in das Welterbegebiet oder eine individuelle Reise mit mehreren Übernachtungen in Soufriere eröffnet eine andere Perspektive: Man spürt, riecht und hört die Insel anders – vom Zikadengesang am Abend bis zum Duft feuchter Erde nach einem tropischen Schauer.

Ein weiteres Argument für einen Besuch: Der internationale Tourismus trägt in St. Lucia erheblich zur Wirtschaft bei. Offizielle Stellen und internationale Organisationen betonen, dass nachhaltige Reiseformen, bei denen lokale Guides, kleinere Gästehäuser, Restaurants und Dienstleister eingebunden werden, einen wichtigen Beitrag leisten können. Wer bewusst Anbieter wählt, die Umweltstandards und faire Arbeitsbedingungen respektieren, unterstützt direkt die Bemühungen, das empfindliche Ökosystem der Pitons langfristig zu schützen.

Auch kulturell lohnt ein genauerer Blick: In Soufriere und den umliegenden Gemeinden gibt es kleine Kirchen, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen, in denen Feste, Musik und Sport eine große Rolle spielen. Wer sich respektvoll und interessiert zeigt, erhält nicht selten Einblicke in das Alltagsleben abseits der klassischen Touristenpfade. Die Pitons sind für viele Einwohner nicht nur Dekoration, sondern ein Teil ihrer persönlichen Geschichte – als Hintergrund ihrer Kindheit, als Orientierungspunkt bei der Fischerei oder als Symbol für den Wandel vom agrarischen Alltag hin zu einem stärker tourismusgeprägten Wirtschaftsmodell.

Pitons St. Lucia in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien haben sich die Pitons St. Lucia zu einem der meistfotografierten Motive der Insel entwickelt. Auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube finden sich unzählige Bilder und Videos, die das Spiel von Licht, Meer und Fels dokumentieren – von dramatischen Drohnenaufnahmen bis zu Selfies am Gipfel des Gros Piton.

Häufige Fragen zu Pitons St. Lucia

Wo liegen die Pitons St. Lucia genau?

Die Pitons befinden sich an der Südwestküste der Karibikinsel St. Lucia, in unmittelbarer Nähe der Kleinstadt Soufriere. Sie ragen direkt hinter der Küstenlinie in die Höhe und sind sowohl von Land als auch vom Meer aus gut sichtbar.

Wie hoch sind Gros Piton und Petit Piton?

Gros Piton erreicht eine Höhe von rund 770 m über dem Meeresspiegel, Petit Piton liegt bei etwa 740 m. Da beide Berge fast direkt aus dem Meer aufragen, wirken sie jedoch deutlich höher, als es die Zahlen vermuten lassen.

Kann man die Pitons St. Lucia besteigen?

Eine geführte Wanderung auf den Gros Piton wird von der lokalen Verwaltung und lizenzierten Guides angeboten und gilt als anspruchsvoll, aber für viele sportliche Reisende machbar. Der Petit Piton ist deutlich steiler und wird wegen seiner technischen Schwierigkeit meist nicht als reguläre Tour für ungeübte Wanderer empfohlen.

Was ist das Besondere an den Pitons St. Lucia?

Die Pitons kombinieren eine spektakuläre vulkanische Landschaft mit tropischem Regenwald und einem geschützten Meeresgebiet. Die UNESCO hat das Gebiet als Weltnaturerbe anerkannt, weil es geologisch interessant, landschaftlich außergewöhnlich und ökologisch vielfältig ist.

Wann ist die beste Zeit, die Pitons zu besuchen?

Viele Reiseführer empfehlen die trockeneren Monate von etwa Dezember bis April als besonders angenehme Reisezeit für St. Lucia. Für Wanderungen auf den Pitons sind zudem die frühen Morgenstunden günstig, um Hitze und stärkeren Andrang zu vermeiden. Unabhängig von der Jahreszeit sollten Reisende aber immer mit kurzen, kräftigen Regenschauern rechnen.

Mehr zu Pitons St. Lucia auf AD HOC NEWS

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | unterhaltung | 69378143 |