Place de la Concorde Paris: Geschichte, Macht und Magie eines Platzes
31.05.2026 - 12:14:41 | ad-hoc-news.deWer zum ersten Mal auf der Place de la Concorde Paris (auf Deutsch sinngemäß „Platz der Eintracht“) steht, spürt sofort die Wucht der Geschichte: golden glänzende Obelisken-Spitze, rauschender Verkehr, Blickachsen bis zum Louvre, zu den Champs-Élysées und zur Seine – hier schlägt bis heute ein Herz der französischen Hauptstadt.
Gleichzeitig ist die Place de la Concorde einer der geschichtsträchtigsten Plätze Europas: einst königliche Bühne, dann Schauplatz der Französischen Revolution, später Symbol der nationalen Versöhnung. Heute ist sie ein offener Stadtraum, durch den täglich Pariserinnen, Pendler und Reisende aus aller Welt strömen – und der sich für Besucher aus Deutschland ideal als Ausgangspunkt für eine Entdeckung von Paris eignet.
Place de la Concorde Paris: Das ikonische Wahrzeichen von Paris
Die Place de la Concorde liegt im 8. Arrondissement von Paris, am westlichen Ende des Jardin des Tuileries und am östlichen Beginn der Champs-Élysées. Sie gehört zu den größten Stadtplätzen der französischen Hauptstadt und wird von vielen Reiseführern neben Eiffelturm, Louvre und Notre-Dame als eine der prägenden Sehenswürdigkeiten von Paris beschrieben.
Was diesen Platz so einzigartig macht, ist die Kombination aus monumentaler Stadtplanung, politischer Symbolkraft und alltäglichem Stadtleben. Die Place de la Concorde ist kein museales Areal, sondern ein lebendiger Verkehrsknoten und zugleich eine Freiluftbühne für Staatsakte, Demonstrationen, Feiern und touristische Fotomomente. Damit ähnelt sie in ihrer Bedeutung eher einem politischen Machtzentrum wie dem Pariser Platz am Brandenburger Tor in Berlin – allerdings mit deutlich älterer Geschichte.
Auch atmosphärisch ist der Platz besonders: Tagsüber blenden die goldenen Verzierungen der Straßenleuchter, der Obelisk wirft einen langen Schatten auf das Straßenrund, und die Wasserfontänen der beiden monumentalen Brunnen setzen kühle Akzente. Abends spiegelt sich das Licht der Stadt in den nassen Fahrbahnen, die Silhouetten des Eiffelturms und des Louvre zeichnen sich in der Ferne ab. Für viele Besucher gehört ein Spaziergang über die Place de la Concorde zu den Momenten, in denen Paris als „Stadt der Lichter“ besonders spürbar wird.
Geschichte und Bedeutung von Place de la Concorde
Die Geschichte der Place de la Concorde ist eng mit den Umbrüchen Frankreichs vom absolutistischen Königreich zur Republik verbunden. Ursprünglich entstand der Platz im 18. Jahrhundert als repräsentativer Raum vor der damaligen königlichen Residenz im Tuilerienpalast. Er wurde in der Zeit des Ancien Régime entworfen, also der alten Gesellschafts- und Herrschaftsordnung, die vor der Französischen Revolution bestand.
Zunächst trug der Platz den Namen „Place Louis XV“, benannt nach dem gleichnamigen König. In seiner Mitte stand eine Reiterstatue des Monarchen – ein typisches Symbol absolutistischer Macht. Die Anlage des Platzes folgte dem damaligen Ideal der monumentalen Stadtplanung: große, klare Raumachsen, symmetrische Bebauung, Blickbeziehungen zu bedeutenden Gebäuden und zur Seine. Für heutige Besucher aus Deutschland lässt sich dieser Gestus mit Plätzen wie dem Schlossplatz in Stuttgart oder dem Residenzplatz in München vergleichen, allerdings in deutlich größerer Dimension und mit stärkerer politischer Aufladung.
Mit Ausbruch der Französischen Revolution veränderte sich die Bedeutung des Platzes radikal. Die Reiterstatue von König Ludwig XV. wurde gestürzt, der Platz zunächst in „Place de la Révolution“ umbenannt. In dieser Phase wurde hier eine Guillotine errichtet. Dies machte den Ort zu einer Bühne des revolutionären Terrors, auf der bedeutende Persönlichkeiten der damaligen Zeit hingerichtet wurden – ein dunkles Kapitel, das bis heute nachwirkt.
Zu den bekanntesten Opfern dieser Zeit zählt der frühere König Ludwig XVI., der nach der Abschaffung der Monarchie hier enthauptet wurde. Auch Königin Marie-Antoinette, verschiedene adelige und politische Gegner der Revolution fanden auf der damaligen Place de la Révolution den Tod. Damit wurde der Platz zu einem Symbol der radikalen Umbrüche in Frankreich, vergleichbar mit umkämpften Plätzen anderer Revolutionen weltweit.
Nach dem Ende der revolutionären Gewalt bekam der Platz schließlich den Namen „Place de la Concorde“. Der Begriff „Concorde“ steht im Französischen für Eintracht, Harmonie und Versöhnung. Der neue Name war bewusst gewählt: Er sollte die nationalen Spannungen überdecken und einen Neuanfang markieren. Die symbolische Umbenennung von einem Platz der Revolution zu einem Platz der Eintracht spiegelt den Wunsch Frankreichs wider, nach Phasen von Terror und Bürgerkrieg zu Stabilität zurückzukehren.
Das 19. Jahrhundert brachte weitere Veränderungen: Mit der Errichtung des Luxor-Obelisken, der Neugestaltung der Brunnen und der umgebenden Fassaden wurde die Place de la Concorde zu einem Musterbeispiel neoklassizistischer Stadtraumgestaltung. In dieser Zeit entwickelte sich auch die berühmte Sichtachse, die vom Louvre über den Jardin des Tuileries, den Platz selbst und die Champs-Élysées bis zum Triumphbogen und darüber hinaus zur Grande Arche im Geschäftsviertel La Défense führt. Für deutsche Reisende ist diese Achse ein anschauliches Beispiel dafür, wie stark Paris auf monumentale Stadtbilder setzt.
Im 20. Jahrhundert war die Place de la Concorde mehrfach Bühne politischer Demonstrationen, Militärparaden und nationaler Feiern. Während der Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg marschierten hier deutsche Truppen ein; nach der Befreiung Paris’ 1944 war der Platz Schauplatz von Jubelfeiern. In der Nachkriegszeit ist er zum Symbol einer modernen, republikanischen Hauptstadt geworden, die ihre Geschichte nicht verleugnet, sondern sichtbar im Stadtbild trägt.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch ist die Place de la Concorde ein Lehrstück europäischer Stadtplanung. Der Platz ist annähernd achteckig angelegt und von bedeutenden Bauwerken gerahmt. Auf der Nordseite stehen zwei nahezu symmetrische Palastfassaden im klassizistischen Stil, die das Stadtbild entscheidend prägen. In einem dieser Gebäude ist heute das Hôtel de Crillon untergebracht, eines der berühmtesten Luxushotels der Stadt. Das andere Gebäude beherbergt Institutionen und Büros, unter anderem das französische Außenministerium in einem benachbarten Gebäudekomplex.
Besonders ins Auge fällt der Obelisk von Luxor in der Mitte des Platzes. Dabei handelt es sich um einen altägyptischen Obelisken aus rotem Granit, der ursprünglich vor dem Luxor-Tempel in Oberägypten stand. Er wurde im 19. Jahrhundert von Ägypten an Frankreich „geschenkt“ und nach Paris transportiert. Der Obelisk ist rund 23 m hoch; mit Sockel wird häufig eine Gesamthöhe von etwa 33 m angegeben. Seine Spitze ist mit einem goldfarbenen Kapitell versehen, das modern ersetzt wurde, um den Eindruck der ursprünglichen Vergoldung zu vermitteln.
Für heutige Besucher symbolisiert der Obelisk mehrere Ebenen: Einerseits verweist er auf das europäische Interesse an altägyptischer Kultur im 19. Jahrhundert. Andererseits erinnert er an die koloniale und machtpolitische Dimension solcher „Geschenke“. Ähnliche Obelisken finden sich auch in Rom, London oder Istanbul – allesamt Zeugnisse der Aneignung antiker Monumente durch europäische Mächte.
Flankiert wird der Obelisk von zwei großen Brunnenanlagen, die im 19. Jahrhundert gestaltet wurden und nautische Motive aufgreifen. Einer der Brunnen bezieht sich auf maritime Themen, der andere auf Flussschifffahrt und Binnengewässer Frankreichs. Ihre reich verzierten Bronze-Figuren, Delfine, Muscheln und allegorischen Gestalten sind beliebte Fotomotive, besonders bei Sonnenuntergang und während der Weihnachtszeit, wenn die Lichter der Stadt reflektiert werden.
Ein weiteres markantes Element der Place de la Concorde sind die schmiedeeisernen Laternen und Balustraden mit vergoldeten Verzierungen. Sie verleihen dem Platz auch bei dichtem Verkehr eine gewisse Eleganz. Diese Detailgestaltung steht exemplarisch für den Pariser Anspruch, selbst funktionale Elemente wie Straßenbeleuchtung gestalterisch zu inszenieren. In Reiseführern wird dieser Stil häufig als Ausdruck des „Haussmann’schen Paris“ beschrieben, benannt nach dem Stadtplaner Georges-Eugène Haussmann, der im 19. Jahrhundert weite Teile der Stadt umgestaltete.
Rund um den Platz fallen zudem mehrere wichtige Gebäude ins Auge: In Richtung Westen beginnen die Champs-Élysées, eine der bekanntesten Prachtstraßen der Welt. Richtung Osten erstreckt sich der Jardin des Tuileries, der bis zum Louvre reicht. Nach Süden öffnet sich der Blick auf die Seine mit der Brücke Pont de la Concorde, im Hintergrund ist das Palais Bourbon zu sehen, Sitz der französischen Nationalversammlung. Diese räumliche Nachbarschaft macht deutlich, wie eng politische Macht, Kultur und Alltag in diesem Teil von Paris verknüpft sind.
Kunsthistorisch betrachtet ist die Place de la Concorde ein Knotenpunkt verschiedener Epochen: Der Grundriss stammt aus dem 18. Jahrhundert, die klassizistischen Fassaden verweisen auf den Übergang von Barock zu klarer Linienführung, der Obelisk bringt altägyptische Formen ein, die Brunnen verkörpern die dekorative Pracht des 19. Jahrhunderts. Für architekturinteressierte Reisende aus Deutschland bietet der Platz daher eine kompakte Einführung in die Pariser Stadtgeschichte – direkt unter freiem Himmel.
Place de la Concorde Paris besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Erreichbarkeit: Die Place de la Concorde liegt zentral im 8. Arrondissement von Paris, am Übergang zwischen Jardin des Tuileries und Champs-Élysées. Mit der Metro ist sie über die Station „Concorde“ erreichbar, die von mehreren Linien angefahren wird. Von vielen Hotels im Zentrum ist der Platz zu Fuß erreichbar, insbesondere wenn man in der Nähe der Oper, an der Rue de Rivoli oder im Viertel um den Louvre wohnt.
- Anreise aus Deutschland: Von Frankfurt am Main, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg bestehen regelmäßige Flugverbindungen nach Paris, in der Regel zu den Flughäfen Charles de Gaulle oder Orly. Die reine Flugzeit zwischen großen deutschen Drehkreuzen und Paris liegt meist bei rund 1,5 Stunden, zuzüglich Transfer in die Stadt. Für eine nachhaltigere Anreise bietet sich von vielen Städten in West- und Süddeutschland die Bahn an: Hochgeschwindigkeitszüge wie TGV oder ICE verbinden etwa Frankfurt, Stuttgart oder München mit Paris. Ab Frankfurt ist Paris per Direktzug in deutlich unter 4 Stunden erreichbar, von Köln aus ebenfalls in wenigen Stunden. Von Süddeutschland gibt es oft Umsteigeverbindungen über Karlsruhe oder Straßburg.
- Bahn, Auto, Fernbus: Wer mit dem Zug anreist, kommt meist am Gare de l’Est, Gare du Nord oder Gare de Lyon an. Von dort gelangen Reisende mit Metro oder Bus in kurzer Zeit zur Place de la Concorde. Die Fahrt mit dem Auto von Deutschland nach Paris führt in der Regel über französische Autobahnen, auf denen Maut fällig sein kann. Fernbusanbieter wie FlixBus verbinden zahlreiche deutsche Städte mit Paris, die Fahrtzeiten liegen – je nach Ausgangspunkt – zwischen etwa 7 und 14 Stunden. Aufgrund des dichten Verkehrs und der begrenzten Parkmöglichkeiten in der Innenstadt wird für einen Besuch der Place de la Concorde eher die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs empfohlen.
- Öffnungszeiten: Als öffentlicher Platz ist die Place de la Concorde grundsätzlich rund um die Uhr zugänglich. Der Verkehr fließt auch abends und nachts, wobei die Atmosphäre je nach Tageszeit variiert. Da sich in unmittelbarer Nähe Museen, Hotels und Restaurants befinden, ist der Platz fast immer belebt. Öffnungszeiten können sich bei Veranstaltungen, Demonstrationen oder offiziellen Anlässen kurzfristig ändern – etwa wenn bestimmte Bereiche abgesperrt werden. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch offizielle Hinweise der Stadt Paris oder der Tourismusbehörden zu berücksichtigen.
- Eintritt: Für den Besuch der Place de la Concorde selbst wird kein Eintritt erhoben, der Platz ist frei zugänglich. Lediglich für angrenzende Sehenswürdigkeiten wie den Jardin des Tuileries (in der Regel kostenlos, einzelne Veranstaltungen ausgenommen), den Louvre oder das Musée de l’Orangerie fallen gesonderte Eintrittspreise an, die je nach Ausstellung und Tarif variieren. Reisende sollten aktuelle Preise direkt bei den jeweiligen Institutionen prüfen.
- Beste Reisezeit: Paris kann ganzjährig besucht werden, und die Place de la Concorde hat zu jeder Saison ihren eigenen Reiz. Im Frühling, wenn die Bäume im Jardin des Tuileries austreiben und die Temperaturen mild sind, wirkt der Platz besonders einladend. Im Sommer kann es tagsüber sehr voll und heiß werden, dann lohnt sich ein Besuch am frühen Morgen oder späteren Abend. Im Herbst besticht die Umgebung durch warme Farben, und im Winter sorgen Weihnachtsbeleuchtung und ein häufig in der Nähe stattfindender Wintermarkt für besondere Stimmung. Für viele Reisende aus Deutschland sind die Übergangsjahreszeiten Frühling und Herbst ideal, um die Stadt entspannt zu erleben.
- Tageszeit und Andrang: Wer die Place de la Concorde in Ruhe fotografieren möchte, sollte früh am Morgen kommen, wenn der Verkehr langsam anläuft und noch vergleichsweise wenige Touristen unterwegs sind. Tagsüber steigt der Andrang spürbar, vor allem wenn Gruppen von der Champs-Élysées oder vom Louvre herüberströmen. In den Abendstunden nimmt die Intensität des Verkehrs zwar nicht zwingend ab, aber die Lichter der Stadt erzeugen eine besondere Atmosphäre, die viele Besucher bevorzugen.
- Sicherheit und Verkehr: Die Place de la Concorde ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit mehreren Fahrbahnen und Kreisverkehr. Fußgänger sollten nur die ausgewiesenen Übergänge nutzen und ausreichend Zeit zum Überqueren einplanen. Wie in anderen touristischen Zentren großer Städte ist auch hier auf Taschendiebe zu achten, besonders wenn man fotografiert oder sich auf Karten und Smartphones konzentriert. Grundsätzlich gilt die Zone als belebter, zentraler Bereich mit sichtbarer Polizeipräsenz.
- Sprache vor Ort: Amtssprache in Frankreich ist Französisch. In touristisch geprägten Bereichen wie der Place de la Concorde sprechen viele Beschäftigte im Gastgewerbe zumindest grundlegendes Englisch. Deutschkenntnisse sind seltener, können aber in Hotels höherer Kategorien oder bei Stadtführungen vorkommen. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt sich, einige französische Höflichkeitsfloskeln zu beherrschen; dies wird in Frankreich häufig positiv aufgenommen.
- Zahlung und Trinkgeld: In Paris ist Kartenzahlung weit verbreitet, insbesondere mit Kreditkarten (Visa, Mastercard) und zunehmend auch mit kontaktlosen Verfahren wie Apple Pay oder Google Pay. Die deutsche Girocard wird nicht überall akzeptiert, besonders außerhalb großer Ketten kann es je nach Bankverbindung Einschränkungen geben. Bargeld in Euro ist daher nach wie vor sinnvoll. Trinkgeld ist in Frankreich in Restaurants in der Regel im Preis enthalten, dennoch ist ein kleines zusätzliches Trinkgeld von etwa 5–10 % bei Zufriedenheit mit dem Service üblich. Für einen Kaffee oder eine Kleinigkeit im Café rundet man häufig auf den nächsten sinnvollen Betrag auf.
- Zeitzone: Paris liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ) und stellt im Sommer ebenfalls auf Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) um. Für Reisende aus Deutschland besteht daher keine Zeitverschiebung – praktisch für Kurztrips und Wochenenden.
- Gesundheit und Versicherung: Für Reisen innerhalb der Europäischen Union können gesetzlich Versicherte aus Deutschland ihre Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) nutzen, die meist auf der Rückseite der eigenen Krankenversicherungskarte integriert ist. Sie erleichtert im Notfall den Zugang zu medizinischer Versorgung. Zusätzlich kann eine private Auslandsreise-Krankenversicherung sinnvoll sein, um etwaige Eigenbeteiligungen oder Rücktransporte abzudecken.
- Einreisebestimmungen: Frankreich gehört zum Schengen-Raum. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Regelungen ändern können, sollten Reisende die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de prüfen, insbesondere vor längeren Aufenthalten oder bei besonderen Reiseumständen.
- Fotografie und Verhalten: Das Fotografieren auf der Place de la Concorde ist für private Zwecke erlaubt und sehr üblich. Professionelle Foto- oder Filmaufnahmen können genehmigungspflichtig sein, vor allem wenn größere Technik oder Absperrungen nötig sind. Generell wird ein respektvolles Verhalten erwartet: Den Verkehr nicht behindern, keine historischen Elemente besteigen und keine Graffiti oder Beschädigungen anbringen. Wer Menschen fotografiert, sollte – wie überall – deren Privatsphäre respektieren.
Warum Place de la Concorde auf jede Paris-Reise gehört
Für viele Reisende aus Deutschland ist die Place de la Concorde zunächst ein Durchgangsort: Man läuft vom Louvre über den Jardin des Tuileries, überquert den Platz und flaniert weiter über die Champs-Élysées Richtung Arc de Triomphe. Doch es lohnt sich, hier bewusst stehenzubleiben und sich auf die Umgebung einzulassen.
Zum einen ist die Place de la Concorde ein idealer Punkt, um die Geografie von Paris zu verstehen. Von hier aus lassen sich mehrere wichtige Achsen der Stadt mit einem Blick erfassen: nach Westen zu den Champs-Élysées und weiter zum Triumphbogen, nach Osten in Richtung Louvre, nach Süden über die Seine zum Palais Bourbon und nach Norden zu den klassizistischen Fassaden der Rue Royale, an deren Ende die Kirche La Madeleine liegt. Wer sich hier Zeit nimmt, kann die Stadt wie auf einem unsichtbaren Plan vor sich ausgebreitet sehen.
Zum anderen erzählt der Platz viel über die politische und gesellschaftliche Entwicklung Frankreichs. Dass ein Ort, an dem König und Königin hingerichtet wurden, heute „Platz der Eintracht“ heißt und zu einem der beliebtesten Fotomotive der Stadt geworden ist, zeigt, wie sich Gesellschaften mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzen. Für Besucher aus Deutschland, wo ebenfalls zentral gelegene Orte wie das Brandenburger Tor oder der Reichstag multiple historische Schichten tragen, ist das ein spannender Vergleich.
Darüber hinaus ist die Place de la Concorde ein perfekter Ausgangspunkt für thematische Spaziergänge: Ein Rundgang könnte etwa vom Platz über den Jardin des Tuileries zum Louvre führen – eine Tour unter dem Zeichen von Kunst und Museumskultur. Eine andere Route führt über die Champs-Élysées zum Arc de Triomphe, vorbei an Theatern, Kinos, Boutiquen und Cafés. Wieder eine andere Tour überquert die Seine über die Pont de la Concorde und führt zum Sitz der Nationalversammlung und weiter ins Viertel Saint-Germain-des-Prés.
Auch kulinarisch bietet die Umgebung viel: In den angrenzenden Straßen finden sich klassische Pariser Cafés, Konditoreien und Restaurants unterschiedlicher Preiskategorien. Wer die Atmosphäre der Stadt in Ruhe auf sich wirken lassen möchte, kann nach einem Besuch des Platzes in einem Café in der Nähe einkehren, einen Café crème oder ein Glas Wein bestellen und das vorbeiziehende Stadtleben beobachten.
Schließlich spielt die Place de la Concorde auch bei vielen Großereignissen eine Rolle. Nationale Feiertage, Sportveranstaltungen, politische Demonstrationen oder kulturelle Events nutzen den Platz oder seine Umgebung als Bühne. Selbst wenn man während eines ruhigeren Zeitraums anreist, ist spürbar, dass dieser Ort im kollektiven Gedächtnis Frankreichs eine besondere Rolle einnimmt.
Place de la Concorde Paris in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke
In sozialen Medien taucht die Place de la Concorde immer wieder in Reisebildern, Architekturaufnahmen und historischen Kontexten auf. Viele Nutzer zeigen den Obelisken bei Sonnenuntergang, Langzeitbelichtungen der Autolichter oder Panoramaaufnahmen, die den Platz mit Eiffelturm, Louvre oder Champs-Élysées verbinden. Damit ist der Platz nicht nur ein realer Verkehrsknoten, sondern auch ein digitaler Fixpunkt für die Inszenierung von Paris.
Place de la Concorde Paris — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Place de la Concorde Paris
Wo liegt die Place de la Concorde in Paris genau?
Die Place de la Concorde befindet sich im 8. Arrondissement von Paris, zwischen dem Jardin des Tuileries im Osten und dem Beginn der Champs-Élysées im Westen. Nach Süden ist sie durch die Seine begrenzt, über die die Brücke Pont de la Concorde führt, nach Norden schließen sich die klassizistischen Fassaden der Rue Royale mit der Kirche La Madeleine im Hintergrund an.
Was macht die Place de la Concorde historisch so bedeutend?
Historisch war die Place de la Concorde zunächst ein repräsentativer königlicher Platz, später unter dem Namen „Place de la Révolution“ Schauplatz zahlreicher Hinrichtungen während der Französischen Revolution. Später wurde sie in „Place de la Concorde“ umbenannt, um Eintracht und Versöhnung zu symbolisieren. Diese verschiedenen Rollen machen den Platz zum Spiegel zentraler politischer Umbrüche in Frankreich.
Kostet der Besuch der Place de la Concorde Eintritt?
Nein, der Besuch der Place de la Concorde ist kostenlos. Es handelt sich um einen öffentlichen Platz, der rund um die Uhr zugänglich ist. Lediglich für benachbarte Sehenswürdigkeiten wie den Louvre oder das Musée de l’Orangerie gelten eigene Eintrittspreise, die je nach Ausstellung und Tarif variieren.
Wie komme ich von Deutschland aus am besten zur Place de la Concorde?
Von Deutschland aus erreichen Reisende Paris wahlweise per Flugzeug, Bahn, Auto oder Fernbus. Ab großen deutschen Städten gibt es direkte Flüge nach Paris, die reine Flugzeit liegt meist bei etwa 1,5 Stunden. Umweltfreundlicher ist die Anreise mit dem Zug: TGV und ICE verbinden etwa Frankfurt oder Köln direkt mit Paris. In Paris selbst erreicht man die Place de la Concorde am bequemsten mit der Metro über die Station „Concorde“ oder zu Fuß von nahegelegenen Vierteln.
Wann ist die beste Zeit, die Place de la Concorde zu besuchen?
Die Place de la Concorde ist ganzjährig ein lohnendes Ziel. Viele Reisende aus Deutschland bevorzugen Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen angenehm und die Besucherströme etwas geringer sind als in der Hochsaison im Sommer. Für ruhige Eindrücke und gute Fotos eignen sich besonders die frühen Morgenstunden, während der Abend stimmungsvolle Lichtstimmungen mit Blick auf die beleuchtete Stadt bietet.
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