Playa de las Catedrales, Praia das Catedrais

Playa de las Catedrales: Spaniens spektakuläre Felskathedrale

31.05.2026 - 10:55:47 | ad-hoc-news.de

Die Playa de las Catedrales bei Ribadeo in Spanien, lokal Praia das Catedrais genannt, ist ein Strand wie aus einer anderen Welt. Warum sein Besuch genau geplant werden muss.

Playa de las Catedrales, Praia das Catedrais, Ribadeo, Spanien
Playa de las Catedrales, Praia das Catedrais, Ribadeo, Spanien

Wenn sich an der Playa de las Catedrales die Atlantikwellen zurückziehen, öffnet sich vor Ribadeo in Spanien eine andere Welt: Torbögen wie gotische Kirchenschiffe, steile Felswände, natürliche Tunnel und Höhlen formen die berühmte Praia das Catedrais („Strand der Kathedralen“ auf Galicisch). Für wenige Stunden am Tag wird aus einem scheinbar gewöhnlichen Küstenabschnitt eine eindrucksvolle Naturkathedrale – ein Küstenschauspiel, das es so nur hier an der galicischen Nordküste gibt.

Playa de las Catedrales: Das ikonische Wahrzeichen von Ribadeo

Die Playa de las Catedrales liegt an der Küste der Provinz Lugo in Galicien, rund zehn Kilometer westlich der Kleinstadt Ribadeo am sogenannten Costa Cantábrica, der kantabrischen Küste. Der Strand gilt als eine der bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Nordspaniens und ist zu einem Wahrzeichen der Region geworden. Spanische und galicische Tourismusbehörden stellen die Playa de las Catedrales als herausragendes Beispiel spektakulärer Meereserosion vor und bewerben sie als landschaftliches Aushängeschild der Provinz Lugo.

Charakteristisch sind die bis zu mehrere Dutzend Meter hohen Felsbögen und Pfeiler aus schichtweise angeordnetem Sedimentgestein, die bei Ebbe frei begehbar sind. Bei Flut hingegen verschwindet der Strand fast vollständig im Wasser und die Felsformationen werden vom Atlantik umspült. Genau dieses Wechselspiel macht den Ort so einzigartig: Er zwingt Besucherinnen und Besucher, den Rhythmus der Natur – konkret die Gezeiten – zu respektieren und ihren Besuch auf das tägliche Tidenfenster auszurichten.

Die galicische Regionalverwaltung hat die Playa de las Catedrales als Naturschutzgebiet ausgewiesen und betont in offiziellen Informationen sowohl den landschaftlichen Wert als auch die Notwendigkeit eines behutsamen Besuchermanagements. Renommierte Reiseführer wie das deutschsprachige „ADAC Reisemagazin Galicien“ sowie internationale Reiseportale großer Verlage ordnen den Strand regelmäßig unter die eindrucksvollsten Küstenlandschaften Europas ein. Das steigende mediale Interesse hat die Playa de las Catedrales in den letzten Jahren zu einem Magneten für Individualreisende und Busgruppen aus ganz Spanien und zunehmend auch aus Mitteleuropa gemacht.

Geschichte und Bedeutung von Praia das Catedrais

Geologisch betrachtet ist die Geschichte der Praia das Catedrais wesentlich älter als die Geschichte des Tourismus: Die mächtigen Felswände bestehen aus Sedimentgesteinen, die über sehr lange Zeiträume unter dem Einfluss von Druck, tektonischen Bewegungen und der Erosion durch Wind und Wasser geformt wurden. In Fachpublikationen zur galicischen Küste wird beschrieben, dass die heutige Küstenlinie das Ergebnis eines Zusammenspiels von Hebungsbewegungen des Festlands und Abtragung durch den Atlantik ist. Über Jahrtausende hat insbesondere die Brandung Schwachstellen in der Felsstruktur ausgenutzt, Höhlen ausgespült, Tunnelsysteme geformt und schließlich Bögen stehen lassen, während das Material dazwischen kollabierte.

Der Name „Playa de las Catedrales“ ist relativ jung und touristisch geprägt. Lokal wird die Bucht traditionell als „Praia de Aguas Santas“ („Strand der heiligen Wasser“) bezeichnet. Die Bezeichnung „Praia das Catedrais“ hat sich im 20. Jahrhundert als poetischer Name eingebürgert, weil die Felsbögen in der Vorstellung vieler an gotische Kathedralen erinnern. In spanischen und galicischen Medienberichten wird erklärt, dass sich diese Bezeichnung zunächst unter Einheimischen und später in Reiseführern verbreitete, bevor sie zum offiziellen touristischen Namen wurde.

Für die Region Ribadeo hat der Strand enorme symbolische Bedeutung: Er steht für die wilde, oft raue Atlantikküste Galiciens, zugleich aber auch für eine Art Naturheiligtum. Die lokalen Behörden in Lugo und Ribadeo betonen, dass die Felsformationen nicht nur ein Fotomotiv, sondern ein empfindliches Naturerbe sind, das durch Erosion, Klimawandel und Massentourismus verwundbar ist. In Pressemitteilungen und Informationsbroschüren wird deshalb immer wieder auf die Verantwortung der Besuchenden hingewiesen, sich respektvoll zu verhalten, keinen Müll zu hinterlassen und die gekennzeichneten Wege nicht zu verlassen.

Seit den 2010er-Jahren ist die Playa de las Catedrales verstärkt in den Fokus von Naturschutzdebatten geraten. Berichte in spanischen Qualitätsmedien schildern, wie die Besucherzahlen zeitweise stark angestiegen sind, was zu erheblichen Belastungen für die Dünenvegetation und die empfindlichen Felsbereiche geführt hat. Als Reaktion darauf wurden Zugangsbeschränkungen eingeführt und ein Registrierungs- beziehungsweise Reservierungssystem etabliert, um die tägliche Zahl der Gäste einzuschränken und besser zu steuern. Fachleute für Küstenökologie und Vertreter der Regionalregierung erklären dieses System als zentralen Baustein, um die langfristige Erhaltung des Naturmonuments sicherzustellen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn es sich bei der Playa de las Catedrales nicht um ein von Menschen geschaffenes Bauwerk handelt, wirkt der Strand wie eine natürliche Kathedrale. Die teilweise bogenförmigen Felsformationen erinnern an Strebebögen und Arkaden gotischer Kirchen – ein Grund, warum in Bildbänden und Fotoreportagen oft Vergleiche zu Sakralbauten wie dem Kölner Dom gezogen werden. Die „Architektur“ des Strandes ist das Ergebnis vor allem zweier Prozesse: der mechanischen Einwirkung der Brandung und der chemischen Verwitterung des Gesteins.

Bei Ebbe bilden sich entlang des Strands Gänge, die wie Seitenschiffe wirken. Hohe Felsbögen spannen sich über den feinen Sand, während die Atlantikwellen in der Ferne gegen neue, noch nicht durchbrochene Felswände schlagen. Manche Bögen sind so hoch, dass sie in ihrer Wirkung an mehrgeschossige Fassaden erinnern. In Reisepublikationen der spanischen Tourismusbehörden wird hervorgehoben, wie sich Licht und Schatten im Tagesverlauf verändern und das Naturtheater immer wieder neu inszenieren: Morgens streifen flache Sonnenstrahlen die Felswände, am Nachmittag spiegelt sich das Licht intensiver auf der Wasseroberfläche, bei bewölktem Himmel verstärken sich die Kontraste der Gesteinsschichten.

Ein besonderes Merkmal sind die klar erkennbaren horizontalen Schichtungen in den Felsen, die auf unterschiedliche Ablagerungsphasen der Sedimente hindeuten. Geowissenschaftliche Beschreibungen der Region erläutern, dass diese Schichten aus verschieden harten Gesteinslagen bestehen, was zu ungleichmäßiger Erosion führt. Weicheres Material wird schneller abgetragen, während härtere Lagen länger widerstehen. Daraus entstehen Vorsprünge, Vorsprünge kollabieren, und es bleiben freistehende Pfeiler und Bögen zurück. Einige dieser Bögen sind so schmal an ihrer Basis, dass sie an filigrane Strebegestänge erinnern.

Künstlerisch ist die Playa de las Catedrales zu einem beliebten Motiv geworden. Spanische und internationale Fotografen, darunter auch Reporter renommierter Magazine wie „National Geographic“, nutzen den Strand immer wieder für Bildserien über spektakuläre Küstenlandschaften. In Fotowettbewerben spanischer Zeitungen tauchen Motive aus Ribadeo regelmäßig auf – meist bei tiefem Wasserstand und weichem Abendlicht, wenn sich die Felsbögen im nassen Sand spiegeln. Das Spiel von Wasser, Steinen, Himmel und Wolken erzeugt eine visuelle Dramaturgie, die an Landschaftsgemälde der Romantik erinnert.

Auch in der Popkultur hat der Strand Spuren hinterlassen: In spanischen Fernsehproduktionen und Werbefilmen wird die Playa de las Catedrales als Kulisse für emotionale Szenen genutzt. Offizielle Tourismusvideos des Regionaltourismusbüros greifen diesen Effekt auf und setzen auf langsame Kamerafahrten unter den Bögen sowie Nahaufnahmen der Gesteinsstrukturen, um den Kathedralenvergleich zu verstärken. Kulturjournalistische Analysen betonen, dass solche Bilder auch die Idee von Spiritualität und Einkehr transportieren: Viele Reisende beschreiben das Gefühl, beim Durchschreiten der Felsbögen in eine Art natürliches Kirchenschiff einzutreten.

Playa de las Catedrales besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Playa de las Catedrales liegt an der Nordküste Galiciens in der Provinz Lugo, etwa 10 km westlich von Ribadeo. Für Reisende aus Deutschland bieten sich mehrere Wege an. Mit dem Flugzeug sind die nächstgelegenen Flughäfen A Coruña und Santiago de Compostela, etwas weiter entfernt auch Asturias (bei Oviedo). Von Frankfurt, München oder Berlin bestehen in der Regel saisonabhängige Verbindungen in spanische Großstädte wie Madrid oder Barcelona, von denen aus Inlandsflüge nach Galicien möglich sind. Von Santiago de Compostela oder A Coruña dauert die Autofahrt an die Playa de las Catedrales je nach Route etwa 1,5 bis 2,5 Stunden. Eine Anreise mit Mietwagen ist für die Erkundung der Küste besonders flexibel, da der Strand direkt an der Autobahn A-8 liegt, von der eine Ausfahrt zu einem ausgeschilderten Parkplatz führt.
  • Bahn- und Busverbindungen
    Von Deutschland aus ist Galicien per Bahn nur mit mehreren Umstiegen erreichbar, etwa über Paris und Irún oder Hendaye an der französisch-spanischen Grenze, anschließend mit spanischen Fernzügen nach A Coruña oder Lugo und weiter regional nach Ribadeo. Für eine reine Bahnanreise sollte genügend Zeit eingeplant werden, sie kann – je nach Verbindung – deutlich über 24 Stunden liegen. Innerhalb Galiciens und Asturiens verbinden regionale Buslinien und Bahnen viele Orte entlang der Küste. Von Ribadeo aus verkehren lokale Busse in die Nähe der Playa de las Catedrales, allerdings nicht immer im dichten Takt; daher lohnt ein aktueller Blick in lokale Fahrpläne.
  • Zugang, Reservierung und Besuchszeiten
    Die Zugänglichkeit der Playa de las Catedrales hängt zwingend von den Gezeiten ab. Der Strand ist bei Ebbe begehbar und bei Flut weitgehend vom Wasser bedeckt. Reisende sollten daher unbedingt den Gezeitenkalender (Maree) der Region Lugo für den gewünschten Tag prüfen und ihren Besuch so legen, dass sie die Phase rund um Niedrigwasser nutzen können. Aufgrund des hohen Besucherandrangs hat die Regionalregierung von Galicien in der Hauptsaison (in der Regel in den Sommermonaten und an Feiertagen) ein Reservierungssystem für den Strandbereich eingerichtet. Dann ist der Zugang zur eigentlichen Praia das Catedrais nur mit kostenloser, aber obligatorischer Voranmeldung möglich. Die genauen Zeiträume und Modalitäten können sich ändern, weshalb die offiziellen Informationen der Regionalverwaltung oder des regionalen Tourismusbüros vor Reiseantritt geprüft werden sollten. Öffnungszeiten im klassischen Sinne gibt es nicht, doch Sicherheitskräfte und Ranger überwachen während der Hochsaison bestimmte Zeitfenster und sperren Zugänge, wenn es aus Sicherheits- oder Naturschutzgründen erforderlich ist.
  • Eintritt und Kosten
    Für den Besuch der Playa de las Catedrales wird grundsätzlich kein klassischer Eintrittspreis erhoben, da es sich um einen natürlichen Strand handelt. In intensiven Besuchszeiten kann jedoch – je nach Regelung der Regionalregierung – ein kontrollierter Zugang mit kostenfreier Registrierung vorgesehen sein, um Besucherzahlen zu begrenzen. Reisende sollten darauf achten, dass private oder inoffizielle Webseiten keine zusätzlichen „Ticketgebühren“ anbieten, da die offiziellen Reservierungen in der Regel kostenlos sind. Kosten entstehen vielmehr durch Anreise, Parken (falls Gebühren erhoben werden) sowie gegebenenfalls für geführte Touren, die lokale Anbieter im Umfeld von Ribadeo offerieren. Da sich Details ändern können, empfiehlt sich vorab ein Blick auf die aktuellen Hinweise der zuständigen Tourismusbehörden.
  • Beste Reisezeit und Tageszeit
    Für einen Besuch der Playa de las Catedrales sind vor allem zwei Faktoren entscheidend: Jahreszeit und Gezeiten. Wetterdienste und Reiseführer betonen, dass die nördliche Atlantikküste Galiciens auch im Sommer deutlich kühler und feuchter sein kann als der Süden Spaniens. In den Monaten Juni bis September ist die Wahrscheinlichkeit für stabile, trockene Tage am höchsten, gleichzeitig sind dies die am stärksten frequentierten Monate. Wer große Menschenmengen meiden möchte, findet im späten Frühling und frühen Herbst – etwa im Mai, Ende September oder Anfang Oktober – oft ruhigere Bedingungen vor, wobei das Wetter wechselhaft sein kann. Gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit gibt es in Spanien keinen Zeitunterschied; Spanien verwendet wie Deutschland die mitteleuropäische Zeitzone. Für die Tageszeit gilt: Besonders eindrucksvoll wirkt der Strand im weichen Licht am Morgen oder späteren Nachmittag, jedoch ist der entscheidende Parameter immer die jeweilige Niedrigwasserzeit. Es lohnt sich, die Reiseplanung so auszurichten, dass die Ebbe auf die Stunden mit günstigem Sonnenstand fällt.
  • Sicherheit am Strand
    Die Behörden und Rettungsdienste warnen regelmäßig davor, die Macht des Atlantiks zu unterschätzen. Besucherinnen und Besucher sollten nie zu nah an den Felswänden gehen, da sich Gesteinsbrocken lösen können, und sich niemals in Höhlen aufhalten, wenn die Flut einsetzt. Offizielle Beschilderungen weisen auf Gefahren hin; diese Hinweise sollten unbedingt beachtet werden. Es ist ratsam, sich spätestens 1 bis 1,5 Stunden nach Niedrigwasser wieder in Richtung Treppenaufgang oder Kliffausgang zu bewegen, um nicht von der schnell auflaufenden Flut überrascht zu werden. Festes Schuhwerk hilft außerdem, auf nassem Fels sicheren Halt zu behalten; Flip-Flops sind für das Erkunden der Felsbereiche nur eingeschränkt geeignet.
  • Sprache, Zahlung und Trinkgeld
    In Ribadeo und Umgebung werden Spanisch (Kastilisch) und Galicisch gesprochen. In touristischen Kontexten – etwa in Hotels, in gut besuchten Restaurants oder bei geführten Touren – wird häufig auch Englisch verstanden und gesprochen; Deutschkenntnisse sind eher die Ausnahme. In Bezug auf Zahlungsmittel ist Spanien flächendeckend an Kartenzahlung gewöhnt. In der Region sind Kreditkarten (Visa, Mastercard) weit verbreitet, viele Geschäfte akzeptieren auch gängige Debitkarten. Mobile Payment via Smartphone ist zunehmend verbreitet, kann aber nicht überall garantiert werden. Es empfiehlt sich, dennoch etwas Bargeld dabei zu haben, etwa für kleinere Cafés, ländliche Lokale oder Parkgebühren. Beim Trinkgeld orientieren sich Reisende aus Deutschland an der in Spanien üblichen Praxis: In Restaurants sind 5 bis 10 Prozent üblich, wenn man zufrieden ist; bei kleinen Beträgen reicht es oft, auf- oder abzurunden. In Bars und Cafés sind ein bis zwei Euro oder das Belassen von Münzgeld angemessen, sofern der Service überzeugt hat.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Spanien ist Mitglied der Europäischen Union und Teil des Schengen-Raums. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da Einreise- und Gesundheitsbestimmungen sich ändern können – etwa durch politische Entscheidungen oder gesundheitliche Ausnahmesituationen – sollten deutsche Staatsbürger vor Reiseantritt die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für medizinische Grundversorgung in Spanien ist die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), in Deutschland meist auf der Rückseite der Krankenkassenkarte, relevant. Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung kann sinnvoll sein, insbesondere wenn längere Aufenthalte oder besondere Aktivitäten wie Wassersport geplant sind.
  • Parken und Infrastruktur vor Ort
    In der Nähe der Playa de las Catedrales steht ein ausgeschilderter Parkplatz zur Verfügung, dessen Kapazität in der Hochsaison stark beansprucht werden kann. An besucherstarken Tagen empfiehlt es sich, frühzeitig anzureisen. Die Infrastruktur umfasst je nach Saison sanitäre Einrichtungen, einfache Gastronomieangebote sowie Informationspunkte. In unmittelbarer Umgebung des Strands gibt es zudem Aussichtspunkte entlang der Kliffkante, die auch bei ungünstigen Gezeiten einen Blick auf die Felsformationen von oben ermöglichen. Barrierefreiheit kann aufgrund des steilen Abgangs und der naturbelassenen Strukturen am Strand selbst eingeschränkt sein, auch wenn entlang der Kliffkante teilweise befestigte Wege existieren.

Warum Praia das Catedrais auf jede Ribadeo-Reise gehört

Wer nach Ribadeo reist, erlebt mit der Playa de las Catedrales eine der eindrucksvollsten Küstenlandschaften der Iberischen Halbinsel. Die Kombination aus rauem Atlantik, weichem Sand und den monumentalen Felsbögen sorgt für einen Naturmoment, der sich deutlich von den typischen Bildern des sonnigen Mittelmeerstrands abhebt. Die Atmosphäre ist häufig von starkem Wind, Gischt und einem sich schnell verändernden Himmel geprägt – eine Szenerie, die an die Nordsee oder den Atlantik bei der Bretagne erinnert, nur mit einem deutlich dramatischeren Felsrelief.

Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Praia das Catedrais zudem eine hervorragende Ergänzung zu einem Galicien-Roadtrip, bei dem sich Städte wie Santiago de Compostela, A Coruña oder Lugo mit den Küstenabschnitten von Ribadeo bis Fisterra kombinieren lassen. Anders als viele touristisch stark erschlossene Strände Spaniens bietet dieser Küstenabschnitt noch vergleichsweise authentische Dörfer, Fischereihäfen und wenig verbaute Landschaften. Der Besuch der Playa de las Catedrales lässt sich ideal mit einem Abstecher in die Altstadt von Ribadeo, einem Spaziergang entlang der Steilküste oder einer Fahrt über die nahe gelegene Brücke Ponte dos Santos verbinden, die Galicien mit Asturien verbindet.

Die offizielle Tourismusorganisation von Galicien stellt die Playa de las Catedrales immer wieder als Symbol für nachhaltige Besucherlenkung vor: Der Strand zeigt exemplarisch, wie ein ikonisches Naturwahrzeichen durch ein gemeinsames Konzept aus Schutz, klaren Regeln und Besucherinformation bewahrt werden soll. Für naturinteressierte Reisende aus dem deutschsprachigen Raum bietet sich damit nicht nur ein spektakuläres Fotomotiv, sondern auch ein Einblick in den Umgang mit sensiblen Küstenökosystemen. Viele Besucherinnen und Besucher berichten, dass sie nach dem Durchschreiten der Felsbögen mit mehr Bewusstsein für die Verletzlichkeit solcher Landschaften abreisen.

Auf emotionaler Ebene wirkt die Playa de las Catedrales wie eine Inszenierung von Stille und Kraft zugleich. Zwischen den Felsbögen kann es – trotz des tosenden Meeres im Hintergrund – Augenblicke geben, in denen nur das sanfte Plätschern in kleinen Wasserbecken zu hören ist. Dann fühlt sich der Strand tatsächlich wie eine Art Naturkathedrale an, in der die hohen Felswände das Auge nach oben leiten, ähnlich wie die Gewölbe historischer Kirchen. Wer sich Zeit nimmt, findet hier Motive für Langzeitfotografie, Muße für einen kontemplativen Spaziergang und Orte, an denen sich die Kräfte von Wind, Wasser und Stein eindrucksvoll beobachten lassen.

Playa de las Catedrales in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien hat sich die Playa de las Catedrales zu einem regelrechten „Instagram-Spot“ entwickelt. Bilder von Besucherinnen und Besuchern, die zwischen den Felsbögen stehen oder aus den Höhlen heraus auf das Meer fotografieren, sind weit verbreitet. Gleichzeitig nutzen Naturschutzorganisationen und lokale Initiativen Social Media, um auf sensible Bereiche, Sicherheitsfragen und die Bedeutung des Reservierungssystems hinzuweisen. Die Mischung aus klassischen Urlaubsfotos, professionellen Landschaftsaufnahmen und informativen Beiträgen macht den Strand zu einem spannenden Fallbeispiel dafür, wie digitale Aufmerksamkeit sowohl Chancen als auch Herausforderungen für Naturziele schafft.

Häufige Fragen zu Playa de las Catedrales

Wo liegt die Playa de las Catedrales genau?

Die Playa de las Catedrales befindet sich an der Nordküste Spaniens in der autonomen Gemeinschaft Galicien, Provinz Lugo, rund 10 km westlich der Stadt Ribadeo. Der Strand liegt direkt an der Autobahn A-8 und ist über eine ausgeschilderte Ausfahrt erreichbar. Der nächste größere Ort ist Ribadeo, das sowohl per Auto als auch mit regionalen Bussen und Zügen angebunden ist.

Warum heißt die Praia das Catedrais „Strand der Kathedralen“?

Der Name „Praia das Catedrais“ („Strand der Kathedralen“) bezieht sich auf die markanten Felsbögen und Pfeiler, die bei Ebbe sichtbar werden und an gotische Kirchenschiffe erinnern. Diese natürliche „Architektur“ entsteht durch die Erosion von Sedimentgestein durch die Atlantikbrandung. Der vergleichende Name hat sich im 20. Jahrhundert eingebürgert und wird heute offiziell im Tourismus verwendet.

Wann ist die beste Zeit, um die Playa de las Catedrales zu besuchen?

Die beste Zeit ist immer rund um die Niedrigwasserphase, da der Strand dann begehbar ist und die Felsformationen vollständig sichtbar sind. Jahreszeitlich bieten sich die Monate Juni bis September für stabiles Wetter an, wobei in dieser Zeit der größte Andrang herrscht. Wer es ruhiger mag, kann auf den späten Frühling oder frühen Herbst ausweichen, sollte dann aber mit wechselhaften Bedingungen rechnen.

Benötigt man eine Reservierung für den Besuch?

In der Hochsaison und an besonders frequentierten Tagen haben die Behörden ein Reservierungssystem für den Zugang zur Playa de las Catedrales eingeführt. In diesen Zeiträumen ist eine kostenlose, aber obligatorische Voranmeldung für den Strandbereich erforderlich, um die Besucherzahlen zu begrenzen. Da sich die Regelungen ändern können, sollten die offiziellen Informationen der Regionalregierung oder des regionalen Tourismusbüros vorab geprüft werden.

Wie gelangt man am einfachsten von Deutschland zur Playa de las Catedrales?

Am einfachsten ist die Anreise per Flug nach Santiago de Compostela, A Coruña oder Asturias (bei Oviedo) und von dort weiter mit einem Mietwagen entlang der Küste nach Ribadeo. Direktflüge von Deutschland nach Galicien sind saisonabhängig und können variieren; alternativ bieten sich Verbindungen mit Umstieg in Madrid oder Barcelona an. Eine komplette Bahnanreise ist grundsätzlich möglich, erfordert aber mehrere Umstiege und viel Reisezeit.

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