Plitvicer Seen, Kroatien Reise

Plitvicer Seen: Kroatiens smaragdgrĂŒnes Naturwunder entdecken

Veröffentlicht am: 07.06.2026 um 09:34 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Plitvicer Seen (Plitvicka jezera) bei Plitvice in Kroatien gehören zu den eindrucksvollsten Naturwundern Europas. Was macht dieses UNESCO-Welterbe fĂŒr Reisende aus Deutschland so besonders – und wie erlebt man es am besten?

Plitvicer Seen, Kroatien Reise, UNESCO-Welterbe, Illustration mit AI erstellt.
Plitvicer Seen, Kroatien Reise, UNESCO-Welterbe, Illustration mit AI erstellt.

TĂŒrkis schimmernde Seen, dazwischen weiße Kalksinterterrassen und WasserfĂ€lle, die ĂŒber moosbewachsene Felsen in die Tiefe rauschen: Die Plitvicer Seen, lokal Plitvicka jezera („Plitwitzer Seen“) genannt, wirken wie eine Landschaft aus einem MĂ€rchenfilm. Wer zum ersten Mal auf die Kaskaden hinabblickt, versteht sofort, warum dieser Nationalpark als eine der schönsten NatursehenswĂŒrdigkeiten Europas gilt.

Plitvicer Seen: Das ikonische Wahrzeichen von Plitvice

Die Plitvicer Seen liegen in der bergigen Region Zentralkroatiens zwischen Zagreb und der dalmatinischen KĂŒste. Der Nationalpark ist Kroatiens Ă€ltester und bekanntester Nationalpark und seit 1979 Teil des UNESCO-Welterbes. Die UNESCO hebt besonders das außergewöhnliche Zusammenspiel von Wasser, Kalkgestein, Vegetation und Zeit hervor, das zu einem einzigartigen System aus terrassenförmig angeordneten Seen und WasserfĂ€llen gefĂŒhrt hat.

Statt eines einzelnen Sees erwartet Besucher ein Geflecht aus insgesamt 16 grĂ¶ĂŸeren, stufenartig angeordneten Seen sowie zahlreichen kleineren GewĂ€ssern und BĂ€chen. Sie sind durch natĂŒrliche Barrieren aus Travertin, also porösem Kalksintergestein, voneinander getrennt. Diese Barrieren wachsen stetig weiter, wodurch sich das Landschaftsbild ĂŒber Jahrzehnte und Jahrhunderte sichtbar verĂ€ndert. Fachleute des Nationalparks und Geowissenschaftler betonen, dass dieser Prozess bis heute im Gange ist und Plitvicka jezera zu einem „lebenden Labor“ fĂŒr die Entstehung von Karstlandschaften macht.

FĂŒr Reisende aus Deutschland sind die Plitvicer Seen zudem relativ gut erreichbar. Viele kombinieren den Besuch mit einer Rundreise durch Kroatien – etwa entlang der AdriakĂŒste mit Stopps in Zadar, Split oder Dubrovnik. Im Vergleich zu bekannten deutschen Naturregionen wie der SĂ€chsischen Schweiz oder dem Berchtesgadener Land wirken die Plitvicer Seen exotischer: Das intensive Farbspiel der Seen, das je nach Sonneneinfall zwischen SmaragdgrĂŒn, TĂŒrkis und Tiefblau wechselt, ist in dieser Form in Mitteleuropa selten.

Geschichte und Bedeutung von Plitvicka jezera

Die Geschichte des Gebiets reicht weit zurĂŒck, doch als Nationalpark sind die Plitvicer Seen noch relativ jung. In der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts gewannen sie zunehmend an Bekanntheit, unter anderem durch Berichte von Reisenden und Naturforschern. 1949 wurde das Gebiet schließlich von den damaligen jugoslawischen Behörden offiziell zum Nationalpark erklĂ€rt. Damit gehört Plitvice zu den Ă€ltesten großflĂ€chig geschĂŒtzten Naturgebieten in SĂŒdosteuropa. Historiker ordnen die GrĂŒndung des Parks in den Kontext einer wachsenden internationalen Naturschutzbewegung ein, die nach dem Zweiten Weltkrieg an Fahrt aufnahm.

1979 folgte ein weiterer Meilenstein: Die UNESCO nahm den Nationalpark Plitvicer Seen in die Liste des Welterbes auf. In den BegrĂŒndungen der UNESCO wird vor allem die geologische und geomorphologische Bedeutung hervorgehoben, aber auch die außergewöhnliche Schönheit der Karstlandschaft. Der Park stellt ein herausragendes Beispiel fĂŒr laufende geologische Prozesse dar, insbesondere fĂŒr die Bildung von Travertinbarrieren und -terrassen in einem Karstflusssystem. Diese EinschĂ€tzung wird von naturwissenschaftlichen Studien und internationalen Naturschutzorganisationen gestĂŒtzt, die die Plitvicer Seen immer wieder als Referenzgebiet fĂŒr Karsthydrologie nennen.

In den 1990er-Jahren geriet das Gebiet in den Hintergrund, als der Kroatienkrieg die Region erreichte. Zeitweise war der Nationalpark Schauplatz von KÀmpfen, und der Tourismus kam fast vollstÀndig zum Erliegen. Nach Ende der Kampfhandlungen wurden Minen gerÀumt, Infrastruktur erneuert und Wanderwege instand gesetzt. Heute gilt das Gebiet nach Angaben der kroatischen Behörden und des Nationalparkmanagements wieder als sicher erschlossenes Touristenziel.

Die kulturelle Bedeutung von Plitvicka jezera geht ĂŒber den Naturschutz hinaus: Der Park ist im kollektiven GedĂ€chtnis Kroatiens fest verankert und wird hĂ€ufig als Nationalsymbol dargestellt. Kroatische Medien und offizielle Tourismusorganisationen bezeichnen die Plitvicer Seen regelmĂ€ĂŸig als „Naturjuwel“ und „AushĂ€ngeschild des Landes“. FĂŒr den internationalen Tourismus sind die Seen ein SchlĂŒsselmotiv in der Vermarktung Kroatiens, Ă€hnlich wie das Matterhorn fĂŒr die Schweiz oder das Neuschwanstein-Motiv fĂŒr Bayern.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auf den ersten Blick mag es ungewöhnlich wirken, bei einem Nationalpark von „Architektur“ zu sprechen. Doch die Plitvicer Seen besitzen eine Art natĂŒrliche Architektur, geformt aus Wasser, Kalk und Zeit. Die terrassenförmige Anordnung der Seen erinnert an ein Amphitheater, die Travertinbarrieren wirken wie von Bildhauern modellierte Mauern. Naturfotografen und Landschaftsplaner sprechen deshalb hĂ€ufig von einer „geformten Landschaft“, in der natĂŒrliche und menschliche Elemente zusammenspielen.

Die eigentlichen Bauwerke im Park sind bewusst zurĂŒckhaltend gestaltet. Die Holzstege, auf denen sich Besucher durch das Feuchtgebiet bewegen, sind so angelegt, dass sie möglichst wenig in die Natur eingreifen und dennoch ein intensives Naturerlebnis ermöglichen. Sie fĂŒhren knapp ĂŒber der WasseroberflĂ€che entlang, manchmal direkt an WasserfĂ€llen vorbei. Architektonisch handelt es sich um einfache, funktionale Konstruktionen aus Holz, die regelmĂ€ĂŸig erneuert und an den Wasserstand angepasst werden. Ziel der Parkverwaltung ist es, die Balance zwischen ZugĂ€nglichkeit und Schutz der sensiblen Ökosysteme zu halten.

Die Farbenspiele der Seen gehören zu den herausragenden Besonderheiten. Die intensiven TĂŒrkis- und GrĂŒntöne entstehen durch das Zusammenspiel von gelösten Kalkverbindungen, Mikroorganismen, Algen und der Reflexion des Lichts am hellen Untergrund. Geowissenschaftliche Untersuchungen und ErlĂ€uterungen des Nationalparks weisen darauf hin, dass sich die Wasserfarbe je nach Sonneneinstrahlung, Jahreszeit und Wassermenge deutlich verĂ€ndern kann. An sonnigen Tagen leuchten die Seen besonders krĂ€ftig, bei bedecktem Himmel wirken sie dunkler und mystischer.

Ein weiteres markantes Merkmal sind die zahlreichen WasserfĂ€lle. Einige sind eher breit und flach, andere stĂŒrzen spektakulĂ€r in Kaskaden in die Tiefe. Zu den bekanntesten WasserfĂ€llen zĂ€hlen die sogenannten „Großen WasserfĂ€lle“ im Bereich der unteren Seen. Je nach Jahreszeit variiert ihre Wassermenge deutlich: Im FrĂŒhling nach der Schneeschmelze sind sie besonders eindrucksvoll, im Hochsommer kann der Wasserstand geringer sein. Fachleute des Parks weisen regelmĂ€ĂŸig darauf hin, dass es sich um ein dynamisches System handelt, bei dem sich Strömungen und Wasserwege im Laufe der Zeit Ă€ndern können.

Auch kĂŒnstlerisch haben die Plitvicer Seen Spuren hinterlassen. Die spektakulĂ€re Kulisse diente als Drehort fĂŒr internationale Filmproduktionen – besonders bekannt sind einige Szenen aus den Karl-May-Verfilmungen der 1960er-Jahre, die im damaligen Jugoslawien entstanden. In deutschen Kinos sahen viele Zuschauer die WasserfĂ€lle von Plitvice, ohne den Ort bewusst zu kennen. Reisejournalisten und BildbĂ€nde, etwa von renommierten Verlagen und Magazinen wie GEO oder National Geographic Deutschland, greifen die Plitvicer Seen immer wieder auf, weil sie als besonders fotogen gelten.

Plitvicer Seen besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

FĂŒr Besucher:innen aus Deutschland sind die Plitvicer Seen ein gut planbares Reiseziel – entweder als eigenstĂ€ndiger Naturtrip oder als Zwischenstopp auf einer grĂ¶ĂŸeren Kroatienreise. Im Folgenden die wichtigsten Praxispunkte in kompakter Form:

  • Lage und Anreise: Die Plitvicer Seen liegen ungefĂ€hr auf halber Strecke zwischen der kroatischen Hauptstadt Zagreb und der KĂŒstenstadt Zadar. Von Zagreb betrĂ€gt die Entfernung rund 130 bis 140 km, von Zadar etwa 120 bis 130 km. Aus Deutschland fĂŒhren die meisten Routen ĂŒber Autobahnen in Richtung Österreich und Slowenien nach Kroatien. Mit dem Auto ist der Park von MĂŒnchen aus bei ruhigem Verkehr in etwa 7 bis 9 Stunden erreichbar, von Frankfurt in rund 9 bis 11 Stunden, von Berlin eher in 11 bis 13 Stunden, abhĂ€ngig von Route, Pausen und Verkehrslage. FlĂŒge aus Deutschland gehen ĂŒblicherweise nach Zagreb, Zadar oder Split; von dort aus ist eine Weiterreise mit Mietwagen oder Fernbus möglich. Internationale Bahnverbindungen fĂŒhren vor allem nach Zagreb; von dort verkehren Linienbusse Richtung Plitvice.
  • Öffnungszeiten: Der Nationalpark ist ganzjĂ€hrig zugĂ€nglich, die konkreten Öffnungszeiten der EingĂ€nge und Serviceeinrichtungen können jedoch saisonabhĂ€ngig variieren. Die Verwaltung des Nationalparks passt die Zeiten an Tageslicht, Wetter und Besucheraufkommen an. Daher sollten Reisende die aktuellen Angaben direkt auf den offiziellen InformationskanĂ€len des Nationalparks prĂŒfen. Besonders im Winter können einzelne Wege oder Stege je nach Wetterlage gesperrt sein.
  • Eintritt: FĂŒr den Besuch der Plitvicer Seen wird ein Eintrittspreis erhoben, der nach Saison und teilweise nach Tageszeit gestaffelt ist. In der Hauptsaison liegen die Preise deutlich höher als in der Nebensaison oder im Winter. Aufgrund regelmĂ€ĂŸiger Anpassungen empfiehlt die Parkverwaltung, Tickets vorab online zu reservieren und sich dort ĂŒber die aktuelle Preislage zu informieren. Die Bezahlung ist in der Regel sowohl in Euro (€) als auch in der kroatischen LandeswĂ€hrung (Kuna wurde inzwischen durch den Euro ersetzt) nicht mehr notwendig; Ă€ltere Hinweise zu Kuna-Preisen sind daher ĂŒberholt. Reisende sollten beachten, dass die Preissituation sich Ă€ndern kann und die offiziellen KanĂ€le maßgeblich sind.
  • Beste Reisezeit: Die Plitvicer Seen sind zu jeder Jahreszeit reizvoll, bieten aber sehr unterschiedliche EindrĂŒcke. Im FrĂŒhling fĂŒhren die WasserfĂ€lle meist besonders viel Wasser, und die Landschaft wirkt frisch und grĂŒn. Der Sommer bringt stabile Wetterlagen, warme Temperaturen und damit allerdings auch die grĂ¶ĂŸten Besucherströme. Herbsttage können mit farbintensiver LaubfĂ€rbung und ruhigerem Besucherverkehr punkten. Im Winter verwandeln sich einige WasserfĂ€lle bei Frost in bizarre Eisformationen, und der Park wirkt fast mĂ€rchenhaft still – allerdings ist dann nicht immer das komplette Wegenetz geöffnet. FĂŒr viele Reisende aus Deutschland ist die Zeit außerhalb der Ferien und Feiertage attraktiv, um den grĂ¶ĂŸten Andrang zu vermeiden.
  • Besucherlenkung und Routen: Die Verwaltung des Nationalparks hat mehrere markierte Rundwege unterschiedlicher LĂ€nge ausgewiesen, die mit Buchstaben und Nummern gekennzeichnet sind. Sie fĂŒhren zu den oberen oder unteren Seen oder kombinieren beide Bereiche. Teile der Strecke können mit Elektrobussen oder Booten auf dem grĂ¶ĂŸten See ĂŒberbrĂŒckt werden, was besonders fĂŒr Familien und weniger geĂŒbte Wandernde hilfreich ist. Die offiziellen Karten und Wegbeschreibungen sind vor Ort und online verfĂŒgbar. Es empfiehlt sich, frĂŒh am Tag zu starten, um Staus auf den Stegen zu vermeiden.
  • Sprache und Beschilderung: Kroatisch ist Amtssprache, doch im touristischen Umfeld der Plitvicer Seen sind Englischkenntnisse weit verbreitet. Viele Beschilderungen, Informationstafeln und BroschĂŒren stehen zusĂ€tzlich auf Englisch zur VerfĂŒgung. Deutsch wird zum Teil in Hotels und bei Reiseveranstaltern verstanden, ist aber weniger flĂ€chendeckend als Englisch. Wer Basisbegriffe auf Kroatisch kennt, zeigt WertschĂ€tzung gegenĂŒber der lokalen Kultur, kommt aber mit Englisch sehr gut zurecht.
  • Zahlung und Trinkgeld: In Kroatien ist der Euro (€) offizielle WĂ€hrung. In der Praxis sind Kartenzahlungen mit gĂ€ngigen Kreditkarten weit verbreitet, auch kontaktloses Zahlen per Smartphone ist vielerorts möglich. Kleinere BetrĂ€ge fĂŒr Kioske, ParkplĂ€tze oder Toiletten lassen sich jedoch weiterhin gut in bar begleichen. Trinkgeld ist ĂŒblich, aber nicht so streng geregelt wie in manchen anderen LĂ€ndern: In Restaurants und CafĂ©s sind 5 bis 10 Prozent oder das Aufrunden des Betrags eine verbreitete Geste. FĂŒr gefĂŒhrte Touren freuen sich Guides ĂŒber ein kleines zusĂ€tzliches Trinkgeld, sofern der Service zufriedenstellend war.
  • Kleiderordnung und AusrĂŒstung: Der Besuch der Plitvicer Seen ist ein Naturerlebnis. Entsprechend sinnvoll sind bequemes, rutschfestes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung und gegebenenfalls Regen- oder Sonnenschutz. In der Hauptsaison kann es sehr warm werden, gleichzeitig verlaufen viele Wege nahe am Wasser, sodass die Luft angenehm kĂŒhl bleibt. Wer empfindlich auf Sonne reagiert, sollte an Hut und Sonnencreme denken. Baden ist im Nationalpark selbst nicht erlaubt, um das empfindliche Ökosystem zu schĂŒtzen. Das sollte bei der Planung berĂŒcksichtigt werden.
  • Fotografieregeln: Fotografieren ist grundsĂ€tzlich erlaubt und gehört zu den HauptaktivitĂ€ten vieler Besucher. DrohnenflĂŒge sind jedoch in der Regel nur mit spezieller Genehmigung gestattet, um Wildtiere und andere GĂ€ste nicht zu stören. Das Nationalparkmanagement bittet offiziell darum, auf den Stegen keine langen Stative so zu platzieren, dass Wege blockiert werden, und beim Fotografieren RĂŒcksicht auf den Besucherstrom zu nehmen.
  • Einreisebestimmungen: Kroatien ist Mitglied der EuropĂ€ischen Union und Teil des Schengen-Raums. Deutsche StaatsbĂŒrger können in der Regel mit gĂŒltigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich rechtliche Rahmenbedingungen Ă€ndern können, sollten Reisende vor der Abreise die aktuellen Einreisehinweise beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen.
  • Zeitzone und Gesundheitsvorsorge: Kroatien liegt wie Deutschland in der MitteleuropĂ€ischen Zeit (MEZ) beziehungsweise in der MitteleuropĂ€ischen Sommerzeit (MESZ). Eine Zeitverschiebung besteht daher nicht. Gesetzlich Versicherte aus Deutschland sollten ihre europĂ€ische Krankenversicherungskarte mitfĂŒhren; dennoch empfehlen viele Verbraucherzentralen und Reiseexperten eine ergĂ€nzende Auslandsreisekrankenversicherung, um eventuelle Kosten fĂŒr RĂŒcktransport oder private Behandlungen abzudecken.

Warum Plitvicka jezera auf jede Plitvice-Reise gehört

Die Plitvicer Seen sind nicht einfach nur ein Fotomotiv fĂŒr Social Media – auch wenn sich ihre Bilder wie von selbst in Feeds und Storys einfĂŒgen. Sie sind ein Ort, an dem man die Kraft natĂŒrlicher Prozesse unmittelbar erlebt. Wer auf den Holzstegen ĂŒber dem klaren Wasser wandert, hört das Rauschen der WasserfĂ€lle, sieht Fische und manchmal sogar Wasservögel vorbeiziehen und nimmt den typischen Duft feuchter WĂ€lder wahr.

Viele Reisende aus Deutschland kombinieren den Besuch mit weiteren Zielen in Kroatien. Beliebt ist etwa eine Route von Zagreb zu den Plitvicer Seen und weiter an die AdriakĂŒste nach Zadar oder Split. So lĂ€sst sich ein StĂ€dtetrip mit Naturerlebnis und Badeurlaub verbinden. Die Plitvicer Seen bieten dabei einen atmosphĂ€rischen Kontrast zur KĂŒste: Statt Meer und StrĂ€nden dominieren WĂ€lder, Felsen und SĂŒĂŸwasser. Wer bereits bekannte deutsche Seenlandschaften wie den Königssee oder den Eibsee schĂ€tzt, wird in Plitvice eine noch stĂ€rker dramatisierte Version von Wasser und Fels erleben.

FĂŒr Familien sind die klar markierten Routen und die Kombination aus Bootsfahrt, leichten Wanderwegen und spektakulĂ€ren Ausblicken attraktiv. Gleichzeitig eignet sich der Park auch fĂŒr Individualreisende, Fotografiebegeisterte und Naturfreunde, die gezielt ruhigere Ecken abseits der Hauptwege suchen. Die offizielle Parkverwaltung empfiehlt, frĂŒh morgens oder am spĂ€ten Nachmittag zu kommen, um ein etwas stilleres Naturerlebnis zu haben und das harte Mittagslicht zu vermeiden, das Fotos oft flacher wirken lĂ€sst.

In unmittelbarer oder nĂ€herer Umgebung finden sich weitere Ausflugsziele, die den Aufenthalt abrunden können. Dazu gehören kleinere, weniger bekannte Naturgebiete in der Region Lika oder StĂ€dte wie Karlovac und Rastoke mit ihren Flusslandschaften. Offizielle kroatische Tourismusorganisationen weisen darauf hin, dass die Region abseits der Hauptreiserouten liegt und sich eignet, um eine eher ursprĂŒngliche Seite des Landes kennenzulernen.

Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, kann die Reise so planen, dass sie möglichst umweltvertrĂ€glich ist: etwa durch lĂ€ngere Aufenthalte statt vieler kurzer Etappen, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, wenn möglich, und einen respektvollen Umgang mit der Natur vor Ort. Der Nationalpark betont in seinen Kommunikationsmitteln immer wieder, wie wichtig es ist, auf den markierten Wegen zu bleiben, keinen MĂŒll zurĂŒckzulassen und Tiere nicht zu fĂŒttern.

Plitvicer Seen in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In den sozialen Medien gehören die Plitvicer Seen zu den meistgeteilten Naturmotiven Kroatiens. Reisende posten vor allem Fotos von den Holzstegen, Panoramaaufnahmen der Seenlandschaft und Videos von den WasserfĂ€llen in Bewegung. HĂ€ufig wird betont, dass die Farben „in echt“ noch intensiver wirken als auf den Bildern. Gleichzeitig machen viele Nutzer:innen auf die Notwendigkeit aufmerksam, RĂŒcksicht auf die Natur zu nehmen und sich nicht fĂŒr das perfekte Foto in gefĂ€hrliche Situationen zu begeben.

HĂ€ufige Fragen zu Plitvicer Seen

Wo liegen die Plitvicer Seen genau?

Die Plitvicer Seen befinden sich im binnenlĂ€ndischen Teil Kroatiens, in der Region Lika, etwa zwischen Zagreb und der KĂŒstenstadt Zadar. Der nĂ€chstgelegene grĂ¶ĂŸere Ort ist Plitvicka Jezera, hĂ€ufig wird die Gegend allgemein als Plitvice bezeichnet.

Warum sind die Plitvicer Seen so berĂŒhmt?

BerĂŒhmt sind die Plitvicer Seen vor allem wegen ihrer außergewöhnlichen Karstlandschaft mit 16 grĂ¶ĂŸeren, terrassenartig angeordneten Seen, zahlreichen WasserfĂ€llen und Travertinbarrieren. Die intensive tĂŒrkisgrĂŒne Farbe des Wassers und die Kombination aus Holzstegen, Wald und WasserfĂ€llen machen den Nationalpark zu einem der bekanntesten Naturwahrzeichen Kroatiens und einem UNESCO-Welterbe.

Wie viel Zeit sollte man fĂŒr den Besuch einplanen?

Viele Reisende planen einen Tagesausflug ein und verbringen etwa 4 bis 6 Stunden im Park. Wer beide Hauptbereiche – die oberen und unteren Seen – in Ruhe erkunden möchte, kann eher einen ganzen Tag einrechnen. In der Hauptsaison und bei starkem Andrang verlĂ€ngern sich die Wege durch Wartezeiten auf Stegen oder an Aussichtspunkten.

Welche Jahreszeit eignet sich am besten fĂŒr einen Besuch?

Jede Jahreszeit bietet eigene Reize: Im FrĂŒhling sind die WasserfĂ€lle besonders wasserreich, im Sommer ist das Wetter stabil und warm, im Herbst sorgen bunte WĂ€lder fĂŒr intensive Farben, und im Winter wirken vereiste WasserfĂ€lle und verschneite WĂ€lder besonders stimmungsvoll. Wer große Menschenmengen vermeiden möchte, wĂ€hlt oft FrĂŒhling oder Herbst außerhalb der Ferienzeiten.

Wie erreicht man die Plitvicer Seen am besten aus Deutschland?

Aus Deutschland bieten sich Autofahrten ĂŒber Österreich und Slowenien nach Kroatien an, mit Ziel Zagreb oder direkt in Richtung Plitvice. Alternativ ist eine Anreise per Flug nach Zagreb, Zadar oder Split möglich, mit anschließendem Mietwagen oder Fernbus. Bahnreisende fahren meist zunĂ€chst nach Zagreb und nutzen von dort regionale Busverbindungen.

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