Puente Romano de Cordoba: Steinbogen über dem Guadalquivir
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 18:24 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Puente Romano de Cordoba überspannt den Guadalquivir mit einer langen Folge von Steinbogen. Die Brücke gehört zum historischen Zentrum von Cordoba und verbindet die Stadtseite an der Mezquita-Catedral mit dem Südufer.
Eine römische Querung über den Guadalquivir
Die Geschichte des Puente Romano de Cordoba reicht in das 1. Jahrhundert v. Chr. zurück. Damals entstand unter römischer Herrschaft eine steinerne Querung des Guadalquivir. Cordoba trug in dieser Epoche den Namen Colonia Patricia und lag an wichtigen Verkehrswegen der römischen Provinz Hispania.
Die Brücke stand in Verbindung mit der Via Augusta, dem römischen Straßennetz zwischen Tarraco und Gades. Ihre Funktion als feste Querung prägte die Lage der Stadt am Fluss. Der heutige Bau zeigt jedoch nicht nur römische Substanz, sondern auch die Spuren späterer Umbauten.
Sechzehn Bogen und eine lange Steinlinie
Der Puente Romano de Cordoba führt über etwa 331 Meter durch den Flussraum. Sechzehn Steinbogen tragen die Brücke; zwischen den Pfeilern öffnen sich die Durchgänge zum Wasser. Die Folge der Bogen verleiht dem Bau eine klare horizontale Gliederung.
Das Bauwerk ist als Steinbogenbrücke ausgeführt und steigt über dem Guadalquivir leicht an. Niedrige steinerne Brüstungen fassen den Weg an beiden Seiten. In der Mitte steht eine Statue des Erzengels Rafael, die im 16. Jahrhundert von Bernabé Gómez del Río geschaffen wurde. Sechzehn Steinbogen prägen das Erscheinungsbild der Querung.
Römische Linie, islamischer Wiederaufbau
Im frühen 8. Jahrhundert wurde die Brücke unter dem umayyadischen Statthalter Al-Samh ibn Malik al-Khawlani umfassend erneuert. Dieser Wiederaufbau gab dem Bau einen großen Teil seines mittelalterlichen Erscheinungsbildes. Weitere Eingriffe veränderten einzelne Bereiche in späteren Jahrhunderten.
Der Puente Romano de Cordoba ist deshalb kein unverändert erhaltenes Bauwerk aus der Antike. Seine sichtbare Gestalt verbindet römische Gründung, islamische Baugeschichte und spätere Reparaturen. Das historische Zentrum von Cordoba mit der Brücke gehört seit 1994 zum UNESCO-Welterbe.
Die Lage macht die verschiedenen Ebenen der Stadtgeschichte unmittelbar lesbar. Am nördlichen Brückenkopf liegen die Mezquita-Catedral und die Altstadt. Am südlichen Ende steht der Torre de la Calahorra, eine mittelalterliche Befestigungsanlage. Zwischen beiden Ufern verläuft der Weg als geradlinige Verbindung über den Guadalquivir.
Puente Romano de Cordoba besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Der Puente Romano de Cordoba liegt südlich der Altstadt von Cordoba über dem Guadalquivir. Der Zugang von der Stadtseite befindet sich nahe der Mezquita-Catedral, am anderen Ende steht der Torre de la Calahorra.
- Der Weg führt über eine lange Steinbrücke mit leichtem Anstieg, niedrigen Brüstungen und ungeschützten Abschnitten über dem Fluss. Die Strecke verläuft zu Fuß über die gesamte Querung.
- In der Umgebung liegen der Guadalquivir, das historische Zentrum von Cordoba, die Mezquita-Catedral und der Torre de la Calahorra. Die Brücke bildet die Verbindung zwischen dem Stadtgebiet und dem südlichen Ufer.
- Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Euro.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Puente Romano de Cordoba: häufige Fragen
Wo liegt der Puente Romano de Cordoba?
Die Brücke überspannt den Guadalquivir im Süden der Altstadt von Cordoba. Sie verbindet den Bereich der Mezquita-Catedral mit dem Torre de la Calahorra am Südufer.
Was bietet ein Besuch auf der Brücke?
Der Weg führt über eine lange Steinbogenbrücke mit Blick auf den Guadalquivir, die Altstadt und die Bauwerke an beiden Brückenköpfen. Zur Ausstattung gehören steinerne Brüstungen und die Statue des Erzengels Rafael.
Was kennzeichnet den Puente Romano de Cordoba?
Die Brücke geht auf das 1. Jahrhundert v. Chr. zurück und wurde im frühen 8. Jahrhundert unter Al-Samh ibn Malik al-Khawlani umfassend erneuert. Sechzehn Steinbogen tragen die etwa 331 Meter lange Querung.
