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Reed-Flute-Cave in Guilin: Chinas leuchtende Tropfsteinkathedrale

Veröffentlicht: 03.06.2026 um 09:29 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die Reed-Flute-Cave, auf Chinesisch Ludi Yan („Schilfrohrflöten-Höhle“), verwandelt bei Guilin in China Tropfsteine in ein farbig inszeniertes Unterwelttheater – was Reisende aus Deutschland darüber wissen sollten.

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Wenn sich in der Reed-Flute-Cave bei Guilin das Licht dimmt und die farbigen Scheinwerfer angehen, wirken die Tropfsteine wie die Säulen einer unterirdischen Kathedrale – genau deshalb nennen viele Chinesinnen und Chinesen Ludi Yan sinngemäß die „Schilfrohrflöten-Höhle“ der tausend Farben. Wer hier hinabsteigt, erlebt einen der ikonischsten Natur-Schauplätze Südchinas, in dem Geologie, Lichtkunst und jahrtausendealte Mythen zusammenkommen.

Reed-Flute-Cave: Das ikonische Wahrzeichen von Guilin

Die Reed-Flute-Cave liegt am Stadtrand der südchinesischen Stadt Guilin in der Autonomen Region Guangxi. Sie gehört zu den bekanntesten Kalksteinhöhlen Chinas und ist für viele Reisende das Symbol der Karstlandschaft rund um Guilin und den Li-Fluss. In chinesischen Reisebroschüren rangiert Ludi Yan regelmäßig neben dem Li-Fluss und den karstigen Zuckerhutbergen als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland wirkt die Höhle wie eine Mischung aus Naturwunder und Bühne: In der bis zu einer großen Haupthalle erweiterten Tropfsteinhöhle werden Stalagmiten und Stalaktiten seit Jahrzehnten mit farbigem Licht angestrahlt. Die Tour führt auf befestigten Wegen durch eine Abfolge spektakulär ausgeleuchteter Felshallen, in denen die Fantasie fast automatisch beginnt, Figuren in den Steinformationen zu erkennen – von Drachen und Palästen bis zu „Himmelsvorhängen“ und steinernen Wasserfällen.

Guilin selbst gilt in China seit Jahrhunderten als Inbegriff einer „schönen Landschaft“. Ein oft zitierter chinesischer Spruch lautet sinngemäß: „Die Landschaft von Guilin ist die schönste unter dem Himmel.“ Für das heutige China-Tourismusmarketing ist die Reed-Flute-Cave ein wichtiger Baustein in diesem Bild: Sie bietet auch an Regentagen ein wetterunabhängiges Highlight und ist durch ihre Inszenierung besonders fotogen.

Geschichte und Bedeutung von Ludi Yan

Die Reed-Flute-Cave ist geologisch eine Karsthöhle, die über sehr lange Zeiträume durch das langsame Lösen von Kalkstein entstanden ist. Nach heutigem Stand der Forschung werden Karsthöhlen dieser Größenordnung üblicherweise über mehrere Hunderttausende bis Millionen Jahre durch Grundwasser und unterirdische Flüsse aus dem Fels herausgelöst. Für Reed-Flute-Cave selbst geben Behörden und touristische Publikationen gern ein geologisches Alter von rund 180 Millionen Jahren an; solche Zahlen beruhen meist auf regionalen geologischen Datierungen und sollen vor allem die enorme Zeitspanne verdeutlichen, in der sich Stalagmiten und Stalaktiten bilden.

Menschlich betrachtet ist die Geschichte der Höhle deutlich jünger: Chinesische Inschriften in der Höhle belegen, dass sie schon vor mehr als 1.000 Jahren besucht wurde. An den Wänden sind kalligrafische Texte aus der Tang- und Song-Dynastie zu sehen, also aus einer Epoche, in der in Mitteleuropa noch das Früh- und Hochmittelalter herrschte. Reisende, Dichter und Beamte ließen hier Verse zurück, die die Schönheit der unterirdischen Landschaft beschrieben – ein frühes Zeugnis dessen, was wir heute „Tourismus“ nennen würden.

Der moderne Name Ludi Yan geht auf die Schilfrohre zurück, die vor dem Höhleneingang wachsen. Aus ihnen ließen sich früher einfache Flöten schnitzen, weshalb der Name sinngemäß „Schilfrohrflöten-Höhle“ bedeutet. Der internationale Name Reed-Flute-Cave ist eine direkte Übersetzung: „reed“ steht für Schilf, „flute“ für Flöte. Für deutschsprachige Reisende ist die englische Bezeichnung praktisch, die lokale Bezeichnung Ludi Yan verleiht dem Ort zusätzlich Authentizität.

Für den organisierten Tourismus wurde die Höhle erst im 20. Jahrhundert systematisch erschlossen. Nach chinesischen Angaben war sie während des Zweiten Weltkriegs zeitweise sogar als Versteck vor Luftangriffen genutzt worden; später begann man, Ludi Yan als Schauhöhle mit Wegen und Beleuchtung herzurichten. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Höhle nach und nach zu einer der wichtigsten Attraktionen in Guilin ausgebaut.

Offizielle chinesische Tourismusstellen und renommierte Reiseverlage ordnen Reed-Flute-Cave heute als „Naturwunder“ und „Karstschauhöhle“ ein. Sie ist zwar kein UNESCO-Welterbe für sich, fügt sich aber in die größere Karstlandschaft Südchinas ein, zu der beispielsweise der „Karst von Südchina“ zählt, der in mehreren Teilgebieten auf der Welterbeliste steht. Ludi Yan gilt in diesem Kontext als besonders leicht zugängliches Schaufenster in die Geologie der Region.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Geologisch gesehen ist Reed-Flute-Cave eine klassische Tropfsteinhöhle. Aufsteigende Stalagmiten, herabhängende Stalaktiten und Säulen, die beide Formen verbinden, prägen das Innere. Durch die wechselnde chemische Zusammensetzung des Wassers, das durch den Kalkstein sickert, entstehen leicht unterschiedliche Farben und Texturen im Gestein – von fast weiß bis hin zu gelblich-braunen Tönen. In Kombination mit künstlicher Beleuchtung wirken diese natürlichen Formen besonders dramatisch.

Die touristische „Architektur“ der Höhle besteht vor allem aus den angelegten Wegen, Treppen und Plattformen. Diese sind so geführt, dass Besucherinnen und Besucher verschiedene Perspektiven auf die großen Hallen erhalten. Eine der bekanntesten ist eine große, fast säulenfreie Kammer mit einem spiegelglatten unterirdischen Wasserbecken, das wie ein natürlicher Spiegel wirkt. Bei passender Beleuchtung verdoppelt sich die Kulisse optisch und erzeugt den Eindruck einer gigantischen Märchenlandschaft.

Ein wesentliches Merkmal von Ludi Yan ist die farbige Lichtinszenierung. Bereits in den 1970er- und 1980er-Jahren wurden in chinesischen Schauhöhlen bunte Scheinwerfer installiert, heute ist die Technik modernisiert. Blaues, grünes, violettes und warmes Licht werden verwendet, um bestimmte Formationen hervorzuheben. Internationale Medien und Reiseführer wie Marco Polo und Lonely-Planet-Einträge weisen darauf hin, dass diese Art der Beleuchtung zwar spektakuläre Fotos produziert, aber auch Geschmackssache ist. Naturpuristen empfinden die bunte Inszenierung gelegentlich als zu künstlich, Familien und viele asiatische Gäste schätzen den märchenhaften Effekt.

Zu den benannten Formationen gehören etwa Felsszenen, die an „den Kristallpalast des Drachenkönigs“, an „Vorhänge“ oder „Pagoden“ erinnern. Solche metaphorischen Namen sind in chinesischen Höhlen traditionell verbreitet und spiegeln die kulturelle Tendenz, Naturformen poetisch einzuordnen. Geologen betonen dabei die Langsamkeit der Entstehung: Ein Stalagmit wächst im Schnitt nur wenige Millimeter pro Jahrhundert – ein Detail, das die Wucht der geologischen Zeiträume verdeutlicht und zugleich für verantwortungsbewusstes Besucherverhalten sensibilisiert.

Kulturell interessant sind auch die historischen Inschriften in der Höhle. Chinesische Kulturbehörden präsentieren sie als Zeugnis der literarischen Reise- und Naturtradition. Die Kalligrafien fügen eine menschliche, künstlerische Schicht hinzu: Besuchende stehen hier zugleich vor Naturkunstwerken und vor Schriftkunst aus der Tang- oder Song-Zeit. Für deutsche Gäste, die etwas Hintergrund kennen, ist dies ein anschauliches Beispiel dafür, wie in China Landschaft, Literatur und Spiritualität zusammenhängen.

Aus Sicht der Denkmalpflege stellt sich bei einer Höhle wie Reed-Flute-Cave die Frage nach Besucherlenkung und Erhalt. Offizielle Stellen in China betonen regelmäßig, dass die Wege so angelegt seien, dass empfindliche Bereiche geschützt bleiben und dass das Innenklima überwacht werde. Viele Schauhöhlen weltweit stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Körperwärme, CO?, Licht und Berührungen können Tropfsteine schädigen. Die Behörden in Guilin präsentieren die Reed-Flute-Cave deshalb als Beispiel dafür, wie Naturtourismus und Schutz in Einklang gebracht werden sollen.

Reed-Flute-Cave besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Die Reed-Flute-Cave liegt etwa 5–6 km nordwestlich des Zentrums von Guilin. Für deutsche Reisende ist Guilin aus Europa in der Regel nur mit Umstieg zu erreichen, meist über Drehkreuze wie Peking, Shanghai, Hongkong oder andere große asiatische Hubs. Die reine Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Ostasien liegt je nach Route bei ungefähr 10–12 Stunden; hinzu kommen Inlandsflüge oder Bahnfahrten nach Guilin. Direktflüge aus Deutschland nach Guilin sind derzeit unüblich, weshalb eine Kombination aus Langstreckenflug und Anschlussflug oder Hochgeschwindigkeitszug üblich ist.

Innerhalb Chinas ist Guilin sehr gut an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen. Reisende, die Städte wie Guangzhou, Shenzhen, Hongkong oder Changsha besuchen, können Guilin in wenigen Stunden mit dem Zug erreichen. Aus der Innenstadt von Guilin zur Reed-Flute-Cave dauert die Fahrt mit Taxi, Didi (chinesischer Fahrdienst-App) oder organisiertem Ausflug je nach Verkehr typischerweise 20–30 Minuten.

Die Zeitverschiebung zwischen Mitteleuropa (MEZ) und der einheitlichen chinesischen Standardzeit (China Standard Time) beträgt +7 Stunden im deutschen Winter und +6 Stunden während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Da China keine Zeitumstellung kennt, bleibt die Differenz stabil, wenn man die jeweilige Jahreszeit berücksichtigt. Für Jetlag-geplagte Besucher empfiehlt es sich, die Reed-Flute-Cave nicht direkt nach Ankunft zu besuchen, sondern ein bis zwei Tage zur Akklimatisierung einzuplanen.

Offizielle Stellen in Guilin geben für die Reed-Flute-Cave ganztägige Öffnungszeiten an, meist vom Vormittag bis zum späten Nachmittag. Da sich Details ändern können – etwa saisonal oder bei Wartungsarbeiten – sollten Reisende kurz vor dem Besuch die aktuellen Informationen auf den offiziellen Seiten der Stadt Guilin oder der zuständigen Tourismusverwaltung prüfen. Häufig ist die Höhle im Rahmen von organisierten Halbtags- oder Ganztagstouren buchbar, die auch weitere Sehenswürdigkeiten der Region kombinieren.

Der Eintrittspreis für Reed-Flute-Cave wird vor Ort in der chinesischen Währung Yuan (Renminbi) erhoben. Da Ticketpreise in China gelegentlich angepasst werden, empfiehlt es sich, von einer moderaten zweistelligen Summe in Euro auszugehen, umgerechnet zu tagesaktuellen Kursen. Wechselkurse können schwanken, weswegen Reisende immer einen gewissen Puffer einplanen sollten. Internationale Kreditkarten werden in China zunehmend akzeptiert, dennoch empfiehlt sich besonders außerhalb der Metropolen weiterhin etwas Bargeld in Landeswährung.

In chinesischen Großstädten und Tourismuszentren sind mobile Bezahlsysteme wie Alipay und WeChat Pay dominierend. Für ausländische Besucher gibt es mittlerweile Möglichkeiten, internationale Kreditkarten in diese Apps zu integrieren; dies setzt jedoch in der Regel ein Smartphone mit stabiler Internetverbindung voraus. In touristischen Einrichtungen wie der Reed-Flute-Cave wird häufig auch klassische Kartenzahlung angeboten, aber nicht immer. Für Reisende aus Deutschland ist es daher sinnvoll, sowohl Karte als auch Bargeld einzuplanen.

Sprachlich sollten Besucherinnen und Besucher aus der DACH-Region davon ausgehen, dass Englisch in Guilin im touristischen Bereich vorhanden, aber nicht flächendeckend ist. An Kassen, in größeren Hotels und bei Reiseleitern findet sich meist zumindest grundlegendes Englisch. In der Höhle selbst werden Führungen teilweise nur auf Chinesisch angeboten, einige Veranstalter organisieren jedoch englischsprachige Gruppen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bucht im Voraus über einen Anbieter, der explizit englischsprachige oder deutschsprachige Guides anbietet.

Praktische Tipps für den Besuch:

  • Lage und Anreise: Die Höhle liegt wenige Kilometer außerhalb von Guilin, erreichbar per Taxi, Fahrdienst-App, Linienbus oder im Rahmen einer Tour. Aus Deutschland erfolgt die Anreise nach China in der Regel über große internationale Drehkreuze mit Anschlussflug oder Bahn nach Guilin.
  • Öffnungszeiten: Die Reed-Flute-Cave ist in der Regel tagsüber geöffnet; genaue Zeiten können variieren. Öffnungszeiten sollten kurz vor dem Besuch direkt bei der offiziellen Tourismusinformation von Guilin oder der Höhle geprüft werden, da Anpassungen möglich sind.
  • Eintritt: Tickets werden in Yuan erhoben, die Höhe kann sich ändern. Zur Orientierung empfiehlt sich, einen Betrag in der Größenordnung eines typischen chinesischen Eintrittspreises für größere Sehenswürdigkeiten einzuplanen und den tagesaktuellen Kurs in Euro zu prüfen.
  • Beste Reisezeit: Guilin liegt in einem subtropischen Klima. Frühling und Herbst gelten als klimatisch angenehme Reisezeiten, mit eher milderen Temperaturen als der hochfeuchte Sommer. Die Höhle selbst bietet ganzjährig ein relativ konstantes, kühleres Innenklima, wodurch sie sich auch an heißen oder regnerischen Tagen eignet. Morgens oder außerhalb der Hauptferienzeiten in China ist der Besucherandrang erfahrungsgemäß geringer.
  • Vorbereitung und Kleidung: Im Inneren der Höhle kann es gegenüber der Außentemperatur spürbar kühler und feuchter sein. Eine leichte Jacke und feste, rutschfeste Schuhe sind empfehlenswert, da die Wege stellenweise feucht werden können. Regenschirme sind im Höhleninneren unpraktisch, ein dünner Regenponcho kann bei An- und Abreise hilfreich sein.
  • Fotografieren: Fotografieren ist in der Reed-Flute-Cave in der Regel erlaubt, Blitzlicht kann jedoch je nach Vorgabe eingeschränkt sein. Da die Lichtverhältnisse anspruchsvoll sind, sind Kameras mit guter Lichtempfindlichkeit oder Smartphones im Nachtmodus von Vorteil. Stative sind in geführten Gruppen selten praktikabel und teils nicht gestattet.
  • Trinkgeld und Servicekultur: In China ist Trinkgeld im Alltag traditionell unüblich. In modernen, touristisch geprägten Bereichen haben sich in einigen Fällen internationale Gepflogenheiten durchgesetzt, doch die Erwartung ist deutlich geringer als in Nordamerika. Bei geführten Touren können kleine Trinkgelder an Reiseleiter oder Fahrer als Anerkennung gegeben werden, sie sind aber nicht zwingend.
  • Gesundheit und Sicherheit: Besucher mit Knie- oder Gehproblemen sollten bedenken, dass in der Höhle Treppen und teils unebene Wege vorkommen. Handläufe sind in der Regel vorhanden. Wer unter starker Klaustrophobie leidet, sollte die Enge einer Höhle vorab realistisch einschätzen, obwohl die Haupthallen relativ groß sind.
  • Einreisebestimmungen: Für Reisen nach China gelten je nach Staatsangehörigkeit unterschiedliche Visabestimmungen. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen und rechtzeitig vor Reiseantritt ein Visum beantragen, sofern erforderlich.

Warum Ludi Yan auf jede Guilin-Reise gehört

Wer nach Guilin reist, hat meist Bilder von nebelverhangenen Karstbergen über dem Li-Fluss im Kopf. Ludi Yan ergänzt dieses Landschaftserlebnis um eine Unterwelt-Perspektive: Statt über dem Fluss zu fahren, taucht man unter die Erde und erlebt denselben Kalkstein aus der Innenansicht. Dieser Perspektivwechsel macht die Reed-Flute-Cave für viele Reisende zu einem stimmigen Bestandteil der Guilin-Erfahrung.

Für deutschsprachige Besucher, die vielleicht bereits Höhlen in Europa kennen – etwa die Postojna-Höhle in Slowenien, die Hermannshöhle im Harz oder die Eisriesenwelt in Österreich –, wirkt Reed-Flute-Cave zugleich vertraut und fremd. Vertraut ist das Prinzip der Schauhöhle, neu ist die Art der Inszenierung: Während viele europäische Höhlen eher zurückhaltend beleuchtet werden, setzt Guilin, wie auch andere chinesische Ziele, stark auf farbige Lichtshows und narrativ inszenierte Namen für Formationen. Das erzeugt eine eigene, asiatisch geprägte Ästhetik.

Die Höhle eignet sich sowohl für Individualreisende als auch für Familien. Kinder und Jugendliche reagieren häufig spontan auf die farbigen Lichter und die Fantasiegestalten im Fels. Für kultur- und geschichtsinteressierte Gäste bieten die alten Inschriften und die Einbindung in die chinesische Literatur- und Landschaftstradition einen zusätzlichen Reiz. Reisemedien und Reiseportale für China heben zudem hervor, dass Reed-Flute-Cave sich gut mit anderen Attraktionen kombinieren lässt, beispielsweise mit einer Fahrt auf dem Li-Fluss, einem Besuch in Yangshuo oder dem Aufstieg auf einen der Aussichtsberge um Guilin.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Höhle ist wetterunabhängig. In der regenreichen Saison oder an besonders heißen Sommertagen dient sie als Rückzugsort, der dennoch ein intensives Naturerlebnis bietet. Das macht Ludi Yan zu einem verlässlichen Programmpunkt – gerade für Rundreisen, die mit fixen Reiseterminen arbeiten.

In einem weiteren Sinne symbolisiert die Reed-Flute-Cave auch den Wandel des chinesischen Tourismus. Während früher hauptsächlich inländische Gäste die Höhle besuchten, ist Guilin heute in vielen internationalen Reiseprogrammen vertreten. Die Präsenz in Bildbänden, Dokumentationen und auf Social Media hat Ludi Yan in den letzten Jahren zusätzlich bekannt gemacht. Für Reisende aus Deutschland ist ein Besuch daher auch eine Gelegenheit, ein Stück jener touristischen Infrastruktur zu erleben, die China ganz bewusst für ein weltweites Publikum ausbaut.

Reed-Flute-Cave in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Auf Social Media ist die Reed-Flute-Cave ein beliebtes Motiv: Die farbigen Lichtspiele machen die Höhle zu einem idealen Hintergrund für Fotos und kurze Videos. Besonders Plattformen mit starker visueller Ausrichtung zeigen regelmäßig Aufnahmen, in denen die spiegelnde Wasserfläche und die beleuchteten Tropfsteine wie eine surreale Kulisse wirken. Viele Reisende teilen dort ihre Eindrücke, vergleichen Ludi Yan mit anderen Höhlen weltweit oder diskutieren die Frage, ob die bunte Beleuchtung die Natur verstärkt oder überlagert.

Häufige Fragen zu Reed-Flute-Cave

Wo liegt die Reed-Flute-Cave genau?

Die Reed-Flute-Cave liegt am nordwestlichen Stadtrand von Guilin in der südchinesischen Autonomen Region Guangxi. Sie befindet sich nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und ist mit Taxi, Fahrdienst-App, Linienbus oder im Rahmen einer organisierten Tour gut erreichbar.

Wie alt ist die Reed-Flute-Cave?

Geologisch betrachtet ist die Höhle sehr alt und über lange Zeiträume durch Karstprozesse im Kalkstein entstanden. Offizielle chinesische Angaben sprechen von einem Alter in der Größenordnung vieler Millionen Jahre, wobei solche Zahlen eher die Größenordnung verdeutlichen sollen. Menschliche Spuren in Form von Inschriften lassen sich seit mehr als 1.000 Jahren nachweisen.

Was macht Ludi Yan so besonders?

Besonders ist die Kombination aus natürlichen Tropfsteinen, großen Hallen mit spiegelndem Wasser und einer farbigen Lichtinszenierung. Dazu kommen historische Kalligrafie-Inschriften und die Einbettung in die berühmte Karstlandschaft rund um Guilin. Zusammen ergibt das ein Natur- und Kulturerlebnis, das sich deutlich von europäischen Schauhöhlen unterscheidet.

Wie besucht man die Reed-Flute-Cave am besten?

Die Höhle kann individuell oder im Rahmen einer organisierten Tour besucht werden. Viele Reisende aus Deutschland kombinieren sie mit einer Stadtbesichtigung in Guilin oder einer Li-Flussfahrt. Leichte, rutschfeste Schuhe, eine dünne Jacke und etwas Bargeld in Yuan sind empfehlenswert. Wer Wert auf Erklärungen in einer westlichen Sprache legt, sollte vorab prüfen, ob eine englisch- oder deutschsprachige Führung verfügbar ist.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch?

Frühling und Herbst gelten klimatisch als angenehmste Reisezeiten für Guilin, mit moderater Hitze und vergleichsweise guter Sicht auf die Karstlandschaft. Die Höhle selber kann jedoch ganzjährig besucht werden, da sie ein relativ stabiles Innenklima hat. Bei der Tageszeit sind Vormittage oder Besuche außerhalb von Wochenenden und chinesischen Ferien oft weniger überlaufen.

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