Registon, Samarkand

Registon in Samarkand: Platz der drei Madrasas

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 17:37 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Registon in Samarkand bildet mit drei prächtigen Madrasas den historischen Mittelpunkt der Stadt und erzählt von der Blüte der Timuren und Janiden.

Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Registan Samarkand, Samarkand Usbekistan
Extreme Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Registan Samarkand in Samarkand Usbekistan, taktile Struktur und weiches, Illustration mit AI erstellt.

Registon in Samarkand ist der historische Hauptplatz der Stadt und ein geschlossenes Ensemble dreier islamischer Hochschulen, die zu den bekanntesten Bauwerken Usbekistans zählen. Der Platz steht im Zusammenhang mit der Stadtentwicklung der Timuren und später der Janiden und gehört als Teil des historischen Zentrums von Samarkand zum UNESCO-Welterbe „Samarkand: Crossroad of Cultures“.

Registon als Herzstück der Timurenstadt

Der Name Registon leitet sich aus dem Persischen ab und bedeutet „Ort des Sandes“, ein Hinweis darauf, dass die Fläche ursprünglich eine sandige, offene Platzanlage war.Der Name Registon Der Platz lag im Zentrum der Stadt Samarkand und diente über Jahrhunderte als Schauplatz für öffentliche Verkündungen, militärische Aufstellungen, Märkte und religiöse Feste.Das städtische Zentrum

Im 15. Jahrhundert erhielt Registon seine erste monumentale Randbebauung, als Ulugh Beg, Enkel von Amir Timur und Herrscher aus der Timuren-Dynastie, eine große Madrasa an der Westseite des Platzes errichten ließ.Ulugh Beg als Bauherr Die Ulugh-Beg-Madrasa wurde zwischen 1417 und 1420 fertiggestellt und gilt als eines der bedeutenden Beispiele timuridischer Architektur in Zentralasien.Bauzeit der Ulugh-Beg-Madrasa

Die drei Madrasas um den Platz

Die architektonische Wirkung von Registon entsteht vor allem durch die drei Madrasas, die den Platz an drei Seiten rahmen: die Ulugh-Beg-Madrasa, die Sher-Dor-Madrasa und die Tilla-Kari-Madrasa.Das Ensemble dreier Madrasas Alle drei Bauten zeigen hohe Portale mit Iwan, türkisfarbene Kuppeln und Fassaden mit feinen Mosaiken aus glasierter Keramik, geometrischen Mustern und kalligrafischen Bändern.

Die Ulugh-Beg-Madrasa an der Westseite ist die älteste der drei Anlagen und wird auf das Jahr 1420 datiert.Die Ulugh-Beg-Madrasa von 1420 Ihr Dekor greift astronomische und geometrische Motive auf, was zur Gelehrtentätigkeit Ulugh Begs als Astronom und Mathematiker passt, ohne dass die Bauform selbst erklärt werden muss. Gegenüber, an der Ostseite, steht die Sher-Dor-Madrasa aus den Jahren 1619 bis 1636, erkennbar an ihren Portalmosaiken mit Löwenfiguren und Sonnendarstellungen, die in der islamischen Baukunst Zentralasiens selten sind.Bauzeit der Sher-Dor-Madrasa Die dritte Madrasa, Tilla-Kari, wurde zwischen 1646 und 1660 an der Nordseite errichtet und beherbergt neben Unterrichtsräumen eine Moschee mit reich vergoldetem Innenraum, was sich bereits im Namen „Tilla-Kari“, „mit Gold geschmückt“, widerspiegelt.Die Tilla-Kari-Madrasa

Architektur und Atmosphäre des Platzes

Registon ist als großer rechteckiger Platz angelegt, dessen Bodenfläche sich zu den drei monumentalen Baukörpern öffnet. Die Portale der Madrasas bilden eine Abfolge hoher, leicht vorspringender Fassaden, sodass die Platzkante wie eine Bühne wirkt, vor der sich der offene Raum ausbreitet.Die Platzanlage Die Fassaden sind überwiegend aus Ziegelmauerwerk errichtet und tragen Verkleidungen aus farbiger Keramik, deren Blau- und Türkistöne sich mit Ocker- und Weißnuancen mischen.

In den Innenhöfen der Madrasas öffnen sich Arkaden mit Unterrichts- und Wohnräumen, die sich um den Hof gruppieren. Die Tilla-Kari-Madrasa enthält zusätzlich eine Moschee mit einer Innenausstattung aus vergoldeten Ornamenten, die nach historischen Beschreibungen den Eindruck eines durchgehend vergoldeten Raumes vermitteln. Zusammen dokumentiert das Ensemble die Entwicklung islamischer Architektur in Samarkand vom 15. bis zum 17. Jahrhundert und verbindet timuridische Formen mit Elementen späterer zentralasiatischer Bautraditionen.Architektur des 15. bis 17. Jahrhunderts

Registon besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Registon liegt im historischen Zentrum von Samarkand in Usbekistan und ist von den zentralen Stadtvierteln aus erreichbar; der Platz befindet sich in der Nähe weiterer bedeutender Bauwerke der Altstadt.
  • Die Platzfläche ist eben angelegt, die Madrasas verfügen jedoch über mehrere Stufen und Treppen, insbesondere im Zugang zu den Innenhöfen und oberen Geschossen.
  • In der Umgebung von Registon liegen weitere historische Anlagen wie Moscheen und Mausoleen, die sich zu Fuß miteinander verbinden lassen.
  • Amtssprache ist Usbekisch, gezahlt wird in Usbekischen Sum. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Registon auf Social-Media-Plattformen

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Registon: häufige Fragen

Wo liegt Registon?

Registon liegt im Stadtzentrum von Samarkand in Usbekistan und bildet den historischen Hauptplatz der Altstadt.

Was bietet ein Besuch von Registon?

Ein Besuch führt auf einen großen Platz, der von drei reich dekorierten Madrasas des 15. bis 17. Jahrhunderts umgeben ist und die Architekturgeschichte der Region anschaulich macht.

Was kennzeichnet Registon besonders?

Besonders kennzeichnend ist die geschlossene Platzanlage mit den drei gegenüberliegenden Madrasas, deren Portale, Kuppeln und Keramikmosaiken ein zusammenhängendes architektonisches Ensemble bilden.

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