Reichstag Berlin, Reichstagsgebaude

Reichstag Berlin: Warum das Reichstagsgebaude uns bis heute bewegt

20.05.2026 - 22:37:36 | ad-hoc-news.de

Reichstag Berlin, das Reichstagsgebaude im Herzen von Berlin, Deutschland, ist politisches Zentrum und architektonisches Symbol zugleich – und birgt mehr Geschichten, als viele Besucher ahnen.

Reichstag Berlin, Reichstagsgebaude, Berlin
Reichstag Berlin, Reichstagsgebaude, Berlin

Wenn sich die gläserne Kuppel des Reichstag Berlin im Abendlicht verfärbt und Berlin zu Füßen des Reichstagsgebaude (historischer Parlamentsbau des Deutschen Reichs) in Gold und Blau schimmert, wird spürbar, warum dieser Ort für Deutschland so viel mehr ist als nur ein Regierungsgebäude.

Zwischen Brandenburger Tor und Spree gelegen, verbindet der Reichstag Berlin dramatische Geschichte, moderne Architektur und den Alltag der Demokratie – und ist damit ein Pflichtziel für jede Berlin-Reise aus Deutschland und der DACH-Region.

Reichstag Berlin: Das ikonische Wahrzeichen von Berlin

Kaum ein anderes Gebäude in Berlin steht so sehr für das politische Selbstverständnis der Bundesrepublik wie der Reichstag Berlin. Das Reichstagsgebaude ist Sitz des Deutschen Bundestags und damit der zentrale Ort der parlamentarischen Demokratie in Deutschland. Zugleich hat es sich zu einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes entwickelt.

Die Kuppel von Stararchitekt Sir Norman Foster ist längst zu einem modernen Wahrzeichen geworden. GEO und das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz beschreiben das Ensemble aus historischer Sandsteinfassade und transparenter Glasarchitektur als „sichtbare Versöhnung von Vergangenheit und Gegenwart“. Wer in der Kuppel nach oben steigt, erlebt Politik im Wortsinn von oben und gleichzeitig ganz nah: Durch die Glasöffnungen können Besucher in den Plenarsaal blicken.

Für Reisende aus Deutschland ist der Reichstag Berlin dabei doppelt spannend: Einerseits, weil hier über Gesetze entschieden wird, die den Alltag direkt betreffen. Andererseits, weil das Gebäude selbst ein komprimiertes Geschichtsbuch der wechselvollen deutschen Geschichte vom Kaiserreich über die Weimarer Republik und die NS-Diktatur bis zur Wiedervereinigung darstellt.

Geschichte und Bedeutung von Reichstagsgebaude

Der Reichstag Berlin wurde in den Jahren nach der Gründung des Deutschen Reichs als neues Parlamentsgebäude geplant. Laut Deutscher Bundestag und Deutscher Zentrale für Tourismus (DZT) wurde das Reichstagsgebaude von 1884 bis 1894 errichtet, nach Plänen des Architekten Paul Wallot. Es sollte dem gewachsenen Selbstverständnis des jungen Nationalstaats Ausdruck verleihen – repräsentativ, monumental und deutlich sichtbar im damaligen Regierungsviertel.

Schon mit seiner ursprünglichen gewaltigen Kuppel und der Inschrift „Dem deutschen Volke“ (angebracht 1916) symbolisierte das Reichstagsgebaude einen Anspruch auf nationale Einheit und parlamentarische Repräsentation. Historikerinnen und Historiker, etwa im Haus der Geschichte und in Publikationen der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), betonen zugleich, dass die demokratische Praxis im Kaiserreich noch stark eingeschränkt war – der Reichstag war zwar gewähltes Parlament, aber der Kaiser und sein Kanzler bestimmten die Politik.

Die Weimarer Republik (1919–1933) machte den Reichstag dann zum Zentrum einer echten parlamentarischen Demokratie. Doch die politische Instabilität, Straßenschlachten, Putschversuche und eine Vielzahl kurzer Kabinette ließen das Haus zum Schauplatz dramatischer Debatten werden. Die große Zäsur kam mit dem Reichstagsbrand am 27. Februar 1933, dessen Folgen für die Demokratie verheerend waren.

Nach Recherchen der Bundeszentrale für politische Bildung und des Deutschen Bundestags nutzte die NS-Führung den Brand als Vorwand für die „Reichstagsbrandverordnung“, die Grundrechte außer Kraft setzte und den Weg zur Diktatur ebnete. Bis heute ist die Täterschaft historisch umstritten, doch der Brand markiert einen Wendepunkt auf dem Weg in den totalitären Staat. Der Reichstag selbst wurde schwer beschädigt; das Parlament zog für seltene Sitzungen in die Krolloper um, das Reichstagsgebäude verlor seine Funktion.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Reichstagsgebaude bei Luftangriffen und in den Endkämpfen um Berlin stark zerstört. Fotos aus der Schlacht um Berlin, die u. a. das Deutsche Historische Museum und die Bundesbildstelle dokumentieren, zeigen sowjetische Soldaten auf dem Dach des Gebäudes – ein Symbol des Sieges über das NS-Regime. In der DDR-Zeit lag der Bau direkt an der innerdeutschen Grenze, wenige Meter vom späteren Verlauf der Berliner Mauer entfernt, und war damit Teil der Frontlinie zwischen Ost und West.

Nach 1945 stand der Reichstag im Westteil Berlins. Die Bundesrepublik tagte allerdings in Bonn, weshalb das Reichstagsgebaude zunächst keine Parlamentsfunktion hatte. In den 1960er-Jahren wurde es in vereinfachter Form wieder aufgebaut, jedoch ohne ursprüngliche Kuppel. Ausstellungen und Veranstaltungen erinnerten hier an die deutsche Geschichte und die Spaltung des Landes. Laut Informationen des Deutschen Bundestags und der Stiftung Berliner Mauer war der Reichstag zugleich ein Symbol für den Wunsch nach Wiedervereinigung, weil er direkt neben der Grenze stand.

Erst mit der Wiedervereinigung wurde der Weg für eine neue Rolle des Reichstag Berlin frei. Nach dem Beschluss des Deutschen Bundestags von 1991, den Regierungssitz von Bonn nach Berlin zu verlegen, wurde das Reichstagsgebaude zum zukünftigen Parlamentssitz bestimmt. Es folgte ein grundlegender Umbau: Von 1995 bis 1999 wurde das Haus nach Plänen von Norman Foster kernsaniert und architektonisch neu interpretiert.

Seit 1999 tagt der Deutsche Bundestag im Reichstag Berlin. Die Rückkehr des Parlaments in das historische Gebäude verstehen Historiker und Institutionen wie die Stiftung Haus der Geschichte und die Bundeszentrale für politische Bildung als bewusste Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Der Ort des Reichstagsbrands und der Untergang der Weimarer Demokratie wurde zum Zentrum einer stabilen, transparenten und wehrhaften Demokratie – ein starkes Symbol, das auch Besucher aus allen Regionen Deutschlands und der DACH-Region anzieht.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die heutige Erscheinung des Reichstag Berlin ist das Ergebnis eines umfangreichen Umbaus, den der britische Architekt Sir Norman Foster verantwortete. Laut offiziellen Angaben des Deutschen Bundestags und Fachberichten in Architekturzeitschriften wie „Bauwelt“ bestand Fosters Ziel darin, historische Substanz zu bewahren und gleichzeitig eine moderne, transparente Architektur zu integrieren, die die demokratische Idee sichtbar macht.

Auffälligstes Element ist die gläserne Kuppel, die in etwa 23 Meter über dem Dachfirst thront und selbst rund 40 Meter hoch ist (genaue Angaben variieren leicht; wesentliche Eckdaten werden von Bundestag und DZT übereinstimmend kommuniziert). Die Kuppel ist über eine sanft ansteigende Rampe zugänglich, auf der Besucher spiralförmig nach oben gehen und durch die Panoramafenster einen 360-Grad-Blick über Berlin genießen.

Im Inneren der Kuppel befindet sich ein kegelförmiger Spiegelkörper aus Metall und Glaslamellen, der Tageslicht in den Plenarsaal lenkt. Der Bundestag beschreibt dieses System als Teil des energieeffizienten Konzepts des Gebäudes: Licht wird gezielt nach unten gelenkt, während bewegliche Blenden direkte Sonneneinstrahlung und Aufheizung verhindern. Laut Berichten des Umweltbundesamts und energiebezogener Fachpublikationen gilt der Reichstag als Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Umgang mit historischer Bausubstanz.

Ein weiteres wichtiges Symbol ist die bereits erwähnte Inschrift „Dem deutschen Volke“ über dem Hauptportal. Sie stammt aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und wurde 1916 angebracht. Der Deutsche Bundestag weist darauf hin, dass die Entscheidung dafür damals umstritten war, weil konservative Kräfte befürchteten, der Schriftzug könnte demokratische oder republikanische Ansprüche symbolisieren. Heute wird er oft als Mahnung verstanden, dass das Parlament dem souveränen Volk verpflichtet ist.

Im Inneren des Reichstagsgebaude sind mehrere Kunstwerke und Spuren der Geschichte bewusst sichtbar gelassen. Besonders eindrucksvoll sind die russischen Graffiti aus den letzten Kriegstagen 1945. Foster und sein Team entschieden, Teile der von sowjetischen Soldaten angebrachten Schriftzüge zu bewahren. Laut Deutschem Bundestag und bpb sollen sie an die Zerstörung durch Krieg und Diktatur erinnern – und daran, dass Demokratie immer wieder verteidigt werden muss.

Ein weiteres künstlerisches Highlight ist die große, abstrakte Skulptur im Innenhof mit der Form einer wirbelnden, roten Schleife, häufig „Reichstagsschleife“ genannt. Sie stammt von der Künstlerin Dani Karavan und soll die Einheit von Vergangenheit und Zukunft symbolisieren. Kunsthistorische Publikationen und der Deutsche Bundestag weisen darauf hin, dass im Gebäude zahlreiche weitere Kunstwerke platziert wurden, die sich mit Themen wie Freiheit, Erinnerung und parlamentarischer Kultur beschäftigen.

In unmittelbarer Nähe zum Reichstag Berlin liegt der Platz der Republik als großer Vorplatz, auf dem sich touristische Gruppen, Berlinerinnen und Berliner, Schulklassen und Demonstrationen regelmäßig mischen. Hinter dem Gebäude fließt die Spree, entlang derer sich das so genannte „Band des Bundes“ erstreckt – ein Ensemble moderner Regierungsbauten wie das Paul-Löbe-Haus und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Zusammen bildet dieses Areal das politische Herz Deutschlands, das für Besucher aus München, Hamburg, Wien oder Zürich gleichermaßen leicht erfahrbar ist.

Reichstag Berlin besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Reichstag Berlin liegt im Berliner Regierungsviertel im Ortsteil Mitte, westlich des Brandenburger Tors und nördlich des Tiergartens. Die Adresse des Reichstagsgebaude wird von Bundestag und Berliner Senat übereinstimmend mit Platz der Republik 1 angegeben.

    FĂĽr Besucher aus Deutschland ist die Anreise in der Regel unkompliziert:
    • Mit der Bahn: Vom Berliner Hauptbahnhof sind es zu FuĂź etwa 10–15 Minuten entlang der Spree. Alternativ fahren mehrere Buslinien (z. B. Linie 100/200, Stand: allgemeine Information) in wenigen Minuten bis in die Nähe des Brandenburger Tors; von dort sind es rund 5–10 Gehminuten. Fernverkehrsverbindungen nach Berlin bestehen per ICE von nahezu allen groĂźen deutschen Städten, etwa aus Frankfurt am Main und MĂĽnchen meist in 4–6 Stunden.
    • Mit dem Flugzeug: Von den Flughäfen Frankfurt (FRA), MĂĽnchen (MUC), DĂĽsseldorf (DUS) oder Hamburg (HAM) gibt es in der Regel DirektflĂĽge nach Berlin-Brandenburg (BER). Die Flugzeit liegt im Schnitt zwischen 1 und 1,5 Stunden. Vom Flughafen BER fährt die S-Bahn oder der Regionalzug in etwa 30–40 Minuten Richtung Hauptbahnhof, von dort geht es wie oben beschrieben weiter.
    • Mit dem Auto: Berlin ist ĂĽber mehrere Autobahnen (u. a. A10, A100) gut angebunden. Rund um das Regierungsviertel sind Parkplätze jedoch begrenzt und oft kostenpflichtig. Aufgrund des dichten Verkehrs und der Umweltzone empfiehlt sich fĂĽr den Besuch des Reichstag Berlin die Nutzung von Bahn oder öffentlichem Nahverkehr.
    • Fernbus: Anbieter wie FlixBus verbinden viele deutsche Städte mit Berlin. Vom ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) gelangt man mit der S-Bahn und U-Bahn in etwa 30–40 Minuten Richtung Brandenburger Tor/Reichstag.
  • Ă–ffnungszeiten und Besuchsmodalitäten
    Besichtigungen von Kuppel und Dachterrasse des Reichstag Berlin sind grundsätzlich möglich, aber an ein strenges Anmeldeverfahren gebunden. Nach Angaben des Deutschen Bundestags und der Deutschen Zentrale für Tourismus ist eine vorherige Anmeldung mit persönlichen Daten erforderlich, u. a. aus Sicherheitsgründen. Die Öffnungszeiten können je nach Sitzungstagen, Veranstaltungen und Sicherheitslage variieren. Daher gilt:

    Öffnungszeiten und Besuchsregeln können sich ändern — aktuelle Informationen sollten direkt auf der offiziellen Website des Deutschen Bundestags (bundestag.de) im Bereich „Besuch“ geprüft werden.

    Kurzfristige Restplätze für Kuppelbesuche werden zeitweise angeboten, sind jedoch nicht garantiert. Schulklassen und Gruppen können zudem Informationsvorträge oder Plenarsitzungen von der Besuchertribüne aus verfolgen; auch hierfür gelten besondere Anmeldeformalitäten, die beim Bundestag direkt abgefragt werden sollten.
  • Eintritt und Kosten
    Der Besuch von Kuppel und Dachterrasse des Reichstagsgebaude ist nach Angaben des Deutschen Bundestags und der Deutschen Zentrale für Tourismus kostenfrei. Für Führungen, Vorträge oder besondere Angebote können separate Regelungen gelten. Da sich Konditionen langfristig ändern können, empfiehlt sich vorab der Blick in den Besuchsbereich auf bundestag.de.
  • Beste Reisezeit und Tageszeit
    Berlin ist ganzjährig ein beliebtes Städtereiseziel. Für den Besuch des Reichstag Berlin bieten sich besonders das Frühjahr (April bis Juni) und der frühe Herbst (September, Oktober) an, wenn die Temperaturen mild sind und die Stadt nicht ganz so überfüllt wirkt wie in der Hochsaison.

    Besonders reizvoll sind Kuppelbesuche in den frühen Morgenstunden oder kurz vor Sonnenuntergang: Dann ist der Andrang tendenziell geringer und die Lichtstimmung über Berlin beeindruckend. In der Hochsaison (insbesondere während der Schulferien in Deutschland und an langen Wochenenden) sollten Zeitfenster für die Kuppel möglichst früh gesichert werden.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Sicherheit
    • Sprache: Die Arbeitssprache im Bundestag ist Deutsch. Informationsmaterialien und Audioguides zur Kuppel werden laut Deutschem Bundestag in mehreren Sprachen angeboten, darunter Deutsch und Englisch. Sicherheitspersonal und Besucherbetreuung sprechen in der Regel Deutsch und häufig Englisch.
    • Zahlung: Da der Eintritt fĂĽr die Kuppel kostenfrei ist, fallen direkt vor Ort keine EintrittsgebĂĽhren an. In der Umgebung (CafĂ©s, Restaurants, Souvenirshops) werden in der Regel Bargeld in Euro und Kartenzahlung (Kreditkarte, teilweise auch Girocard) akzeptiert. Mobile Payment mit Apple Pay und Google Pay ist in Berlin relativ verbreitet, variiert aber von Betrieb zu Betrieb.
    • Trinkgeld: In Deutschland ist ein Trinkgeld von etwa 5–10 % in Restaurants und CafĂ©s ĂĽblich, gerundet auf den nächsten sinnvollen Betrag. In der Gastronomie rund um den Reichstag Berlin entspricht dies den ĂĽblichen Gepflogenheiten im restlichen Land.
    • Sicherheitskontrollen: Analog zu Flughafen-Kontrollen erfolgt vor dem Besuch von Reichstagsgebaude-Sicherheitsbereichen (z. B. Kuppel, Plenarsaal-Besuch) eine Personen- und Gepäckkontrolle. Es ist sinnvoll, nur das Nötigste mitzunehmen und ausreichend Zeit einzuplanen.
    • Barrierefreiheit: Kuppel und Dachterrasse sind grundsätzlich barrierefrei zugänglich. Der Bundestag stellt Informationen zur Barrierefreiheit bereit; bei spezifischen Anforderungen (Rollstuhl, Sehhilfen, Hörhilfen) empfiehlt sich vorab die Kontaktaufnahme ĂĽber die offiziellen Kanäle.
  • Einreisebestimmungen und Zeitzone
    Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten innerhalb Deutschlands keine Grenzformalitäten. Berlin liegt in der Zeitzone Mitteleuropäische Zeit (MEZ), im Sommer gilt die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Für Besucher aus anderen Ländern gilt:

    Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise und eventuelle Visabestimmungen bei Auslandsreisen grundsätzlich beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für Aufenthalte innerhalb Deutschlands ist ein gültiger Personalausweis oder Reisepass erforderlich.

Warum Reichstagsgebaude auf jede Berlin-Reise gehört

Viele Berlin-Besucher kommen wegen des Brandenburger Tors, der Museumsinsel oder der East Side Gallery. Doch kaum ein anderer Ort bietet eine so dichte Mischung aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft wie der Reichstag Berlin. FĂĽr Reisende aus Deutschland, Ă–sterreich und der Schweiz ist das Reichstagsgebaude besonders nahbar, weil es direkt mit dem eigenen politischen Alltag verknĂĽpft ist.

Wer die Kuppel besteigt, sieht nicht nur die berühmte Silhouette von Fernsehturm, Berliner Dom und Potsdamer Platz, sondern blickt sinnbildlich auch auf die demokratischen Prozesse des Landes. Durch die Öffnung in der Kuppelmitte fällt der Blick hinunter in den Plenarsaal – ein bewusst gewähltes Zeichen, dass die Öffentlichkeit über der Politik steht und Parlamentarierinnen und Parlamentarier im Auftrag des Volkes arbeiten.

Medien wie die Süddeutsche Zeitung und DIE ZEIT betonen in Hintergrundberichten zum Reichstag immer wieder, dass die Architektur des Gebäudes Transparenz, Offenheit und Verantwortlichkeit symbolisiert. Glas statt Stein, Licht statt Dunkelheit, Rundgänge statt abgesperrter Bereiche – all dies soll vermitteln, dass Demokratie Beteiligung und Einblick ermöglicht. Für Schulklassen, Studiengruppen und politisch Interessierte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ist der Besuch damit auch eine Art lebendiger Politikunterricht.

Gleichzeitig vermittelt das Reichstagsgebaude eine emotionale Dimension, die sich kaum in Zahlen fassen lässt. Die sichtbaren Einschusslöcher aus dem Zweiten Weltkrieg, die Graffiti aus dem Jahr 1945, die Nähe zur ehemaligen Mauerlinie und die Aussicht auf ein wiedervereinigtes Berlin machen deutlich, welche Wandlungen dieses Land in etwas mehr als 100 Jahren durchlaufen hat. Der Vergleich mit anderen europäischen Parlamentsgebäuden – etwa dem Palais du Luxembourg in Paris oder dem Palace of Westminster in London – zeigt, dass nur wenige Häuser eine ähnlich dramatische Geschichte in ihrer Bausubstanz tragen.

Auch im Kontext eines verlängerten Wochenendes in Berlin fügt sich der Reichstag ideal ein. In kurzer Gehdistanz liegen:

  • das Brandenburger Tor, Symbol der Teilung und Wiedervereinigung;
  • das Mahnmal fĂĽr die ermordeten Juden Europas (Holocaust-Mahnmal);
  • das Denkmal fĂĽr die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen;
  • die StraĂźe des 17. Juni und der GroĂźe Tiergarten als grĂĽne Lunge der Stadt;
  • der Boulevard Unter den Linden mit Staatsoper, Humboldt-Universität und Museumsinsel.

Damit lässt sich ein Besuch des Reichstag Berlin hervorragend mit einem Kulturspaziergang kombinieren, der viele Schichten der deutschen Geschichte erfahrbar macht – vom preußischen Königreich über das Kaiserreich und die Weimarer Republik bis zur Gegenwart.

Reichstag Berlin in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Netzwerken gilt der Reichstag Berlin längst als visueller Fixpunkt jeder Berlin-Reise: Von der nächtlich beleuchteten Kuppel über Zeitraffer-Videos von Plenarsitzungstagen bis hin zu politisch engagierten Posts von Demonstrationen vor dem Reichstagsgebaude – die Bildsprache ist vielfältig.

Häufige Fragen zu Reichstag Berlin

Wo liegt der Reichstag Berlin genau?

Der Reichstag Berlin steht im Berliner Ortsteil Mitte, direkt im Regierungsviertel. Das Reichstagsgebaude befindet sich am Platz der Republik 1, westlich des Brandenburger Tors und nördlich des Tiergartens, unweit der Spree und des Berliner Hauptbahnhofs.

Was ist das Besondere am Reichstagsgebaude?

Das Reichstagsgebaude ist sowohl historisch als auch architektonisch besonders: Es war Sitz des Reichstags im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, Schauplatz des Reichstagsbrands 1933 und Symbol der deutschen Teilung. Nach der Wiedervereinigung wurde es von Sir Norman Foster grundlegend umgebaut, erhielt eine gläserne Kuppel und ist heute Sitz des Deutschen Bundestags. Die Kombination aus historischer Fassade, moderner Glasarchitektur und der Möglichkeit, Politik aus unmittelbarer Nähe zu erleben, macht den Reiz des Reichstag Berlin aus.

Kann man die Kuppel des Reichstag Berlin besichtigen?

Ja, die Kuppel und die Dachterrasse des Reichstag Berlin können grundsätzlich kostenfrei besichtigt werden. Eine vorherige Anmeldung mit persönlichen Daten ist jedoch zwingend erforderlich, da der Zutritt aus Sicherheitsgründen stark geregelt ist. Die konkreten Besuchszeiten und das Anmeldeverfahren sind auf der offiziellen Website des Deutschen Bundestags unter dem Bereich „Besuch“ abrufbar.

FĂĽr wen eignet sich ein Besuch des Reichstagsgebaude besonders?

Ein Besuch des Reichstagsgebaude lohnt sich für politisch Interessierte, Geschichtsbegeisterte, Schulklassen, Familien und Städtereisende gleichermaßen. Die Kombination aus architektonischem Erlebnis, Panoramablick über Berlin und Einblick in die Arbeit des Parlaments macht den Reichstag Berlin zu einem vielseitigen Ziel – auch für Wiederholungsbesucher, die unterschiedliche Tageszeiten und Jahreszeiten erleben möchten.

Welche Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe des Reichstag Berlin?

In fußläufiger Entfernung vom Reichstag Berlin liegen das Brandenburger Tor, das Holocaust-Mahnmal, der Große Tiergarten, das Kanzleramt, die Straße des 17. Juni sowie der Boulevard Unter den Linden mit zahlreichen historischen Gebäuden und Museen. Damit lässt sich der Besuch des Reichstagsgebaude gut in einen kulturhistorischen Rundgang durch die Berliner Mitte integrieren.

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