Ring of Kerry: Irlands legendäre Küstenstraße neu entdecken
20.05.2026 - 16:36:36 | ad-hoc-news.deWindgepeitschte Klippen, smaragdgrüne Hügel, einsame Strände und plötzlich ein Regenbogen über dem Atlantik: Wer den Ring of Kerry (auf Deutsch sinngemäß „Ring von Kerry“) entlangfährt, versteht schnell, warum diese Panoramastraße in Irland seit Jahrzehnten Reisende aus aller Welt anzieht.
Zwischen dem lebhaften Killarney und der rauen Atlantikküste entfaltet sich auf gut 170 Kilometern eine Landschaft, die wie ein Filmset wirkt – nur echter, wilder und wechselhafter. Für Gäste aus Deutschland ist der Ring of Kerry längst ein Sehnsuchtsort geworden, an dem Natur, Geschichte und keltische Mythen dicht nebeneinander liegen.
Ring of Kerry: Das ikonische Wahrzeichen von Killarney
Der Ring of Kerry ist eine touristische Panoramastraße auf der Halbinsel Iveragh im Südwesten Irlands, rund um die Stadt Killarney im County Kerry. Verschiedene renommierte Reisemedien wie GEO Saison und das ADAC Reisemagazin zählen die Route seit Jahren zu den beeindruckendsten Küstenstraßen Europas. Sie gilt vielen als Sinnbild der „grünen Insel“: Berge, Moore, Atlantikbuchten, uralte Steinmauern, Schafe auf der Straße und kleine, farbenfrohe Ortschaften.
Offizielle Informationsstellen wie Tourism Ireland und die regionale Organisation Discover Ireland beschreiben den Ring of Kerry als eine Rundstrecke von etwa 170 bis 180 Kilometern Länge, die meist über die Nationalstraße N70 verläuft. Start- und Endpunkt ist häufig Killarney, eine lebhafte Kleinstadt am Rand des Killarney National Park, die als Basis für Tagesausflüge ideal ist.
Als Wahrzeichen von Killarney ist der Ring of Kerry nicht ein einzelnes Monument, sondern eine komplette Kulturlandschaft. Er vereint den Killarney National Park mit Seen und Bergen, die Atlantikküste mit der Dingle Bay und der Kenmare Bay sowie historische Stätten wie Staigue Stone Fort oder Derrynane House. Für Reisende aus Deutschland lässt sich die Dimension gut einordnen: Die Rundtour entspricht in etwa der Entfernung Köln–Koblenz–Köln, aber mit permanentem Panoramablick.
Geschichte und Bedeutung von Ring of Kerry
Der Ring of Kerry ist als touristische Bezeichnung deutlich jünger als die Landschaft, durch die er führt. Die Region Iveragh war bereits in der Steinzeit besiedelt; laut dem irischen Nationalmuseum sowie archäologischen Überblicken der Universität Cork finden sich auf der Halbinsel zahlreiche neolithische Grabstätten, Steinkreise und Ringforts. Das Staigue Stone Fort bei Sneem, dessen Entstehung Fachleute meist grob in die Zeit zwischen 300 v. Chr. und 400 n. Chr. datieren, gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele frühkeltischer Befestigungsanlagen in Irland.
Im Mittelalter war das Gebiet Teil des Königreichs Desmond, das von gälischen Clans beherrscht wurde. Burgruinen wie Ballycarbery Castle nahe Cahersiveen erinnern an diese Zeit. Später, in der frühen Neuzeit, gerieten die Landbesitzverhältnisse mit der englischen Kolonialpolitik in Bewegung – ein Aspekt, der für das Verständnis vieler Herrenhäuser und Ländereien entlang der Strecke wichtig ist.
Touristisch an Bedeutung gewann die Region im 19. Jahrhundert. Der Bau der Eisenbahn bis nach Killarney ab den 1850er-Jahren machte den Ort erreichbar; Reiseführer aus dieser Epoche priesen die „Killarney Lakes“ und die umliegenden Berge als romantische Landschaft, ähnlich wie zur gleichen Zeit der Rhein mit Loreley und Burgen in Deutschland europaweit vermarktet wurde. Die Entwicklung einer zusammenhängenden Küstenstraße um die Iveragh-Halbinsel erfolgte schrittweise – erst mit dem Ausbau der N70 entstand jene Panoramaroute, die seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Ring of Kerry beworben wird.
Heute spielt der Ring of Kerry eine zentrale Rolle im irischen Tourismus. Tourism Ireland betont, dass die Strecke Teil des „Wild Atlantic Way“ ist, einer rund 2.500 Kilometer langen Küstenroute von Donegal bis Cork, die Irlands Atlantikküste touristisch bündelt. Der Ring of Kerry gilt innerhalb dieses Systems als eine der „Signature Points“, also als besonders hervorstechender Abschnitt. Für die Region County Kerry ist der Tourismus ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor; laut Berichten irischer Medien entstehen in und um Killarney Tausende Arbeitsplätze direkt oder indirekt durch die Besucherströme.
Architektur, Natur und besondere Merkmale
Architektonisch ist der Ring of Kerry kein homogener Stilraum, sondern ein Mosaik aus keltischen, mittelalterlichen, georgianischen und viktorianischen Elementen, eingebettet in eine spektakuläre Naturlandschaft. Kulturhistorische Magazine wie National Geographic Traveller heben vor allem den Kontrast hervor: uralte Steinfeste am Hang, einfache Farmhäuser am Meer und elegante Herrenhäuser im üppigen Grün des Killarney National Park.
Killarney National Park und Muckross House
Der Killarney National Park, Irlands erster Nationalpark, wurde Anfang der 1930er-Jahre offiziell eingerichtet, nachdem das viktorianische Anwesen Muckross House mit seinem Park dem irischen Staat übertragen wurde. Der Nationalpark mit seinen Seen, Eichenwäldern und der Bergkette der Macgillycuddy’s Reeks bildet den östlichen Einstieg in den Ring of Kerry. Muckross House ist ein Herrenhaus im Tudorstil aus dem 19. Jahrhundert; laut Informationen des irischen Amtes für Kulturerbe diente es zeitweise als repräsentatives Jagd- und Landhaus wohlhabender Familien. Für Besucher aus Deutschland erinnert die Atmosphäre entfernt an Herrenhäuser in England oder an feudale Gutshöfe in Norddeutschland – nur mit Atlantiklicht.
Staigue Stone Fort und frühkeltisches Erbe
Eines der markantesten Zeugnisse der frühen Besiedlung ist Staigue Stone Fort, ein ringförmiges Trockensteinfort mit mehreren Metern starken Mauern. Archäologische Publikationen und die offiziellen Tafeln vor Ort verweisen darauf, dass die Funktion nicht abschließend geklärt ist – Verteidigung, Statussymbol oder Schutzanlage für Menschen und Vieh liegen nahe. Die Bauweise ohne Mörtel und mit sorgfältig gefügten Steinen fasziniert bis heute, ähnlich wie die prähistorischen Steinreihen in der Bretagne oder die keltischen Wallanlagen in Süddeutschland.
Skellig Michael in Sichtweite
Bei klarem Wetter reicht der Blick von bestimmten Punkten des Ring of Kerry hinaus zu den Skellig Islands – vor allem Skellig Michael, einer spitzen Felsinsel im Atlantik. Skellig Michael steht seit den 1990er-Jahren auf der UNESCO-Welterbeliste, weil sich dort ein außergewöhnlich gut erhaltenes frühmittelalterliches Kloster mit charakteristischen Bienenkorbhütten (Trockensteinbauten) befindet. UNESCO und das irische Denkmalschutzamt betonen den außergewöhnlichen universellen Wert dieser Klosteranlage, die die asketische Tradition der frühen keltisch-christlichen Mönche am Rand der bekannten Welt verkörpert.
Viele Besucher verbinden einen Tag auf dem Ring of Kerry mit einem Bootsausflug nach Skellig Michael (bei geeignetem Wetter), der von Häfen wie Portmagee angeboten wird. Aufgrund strenger Zugangsbeschränkungen und Sicherheitsauflagen ist eine frühzeitige Planung erforderlich; UNESCO und irische Behörden weisen auf die empfindliche Natur und die Absturzgefahr hin. Die Insel wurde durch Dreharbeiten der neueren „Star Wars“-Filme zusätzlich bekannt, was die Nachfrage weiter erhöht hat.
Derrynane House und irische Identität
Derrynane House nahe Caherdaniel war der Wohnsitz von Daniel O’Connell, einem der wichtigsten irischen Politiker des 19. Jahrhunderts. O’Connell setzte sich für die katholische Emanzipation ein und wird in Irland teilweise als „The Liberator“ bezeichnet. Das Haus ist heute ein Museum, das vom Office of Public Works (OPW), einer staatlichen Institution, betreut wird. Ausstellungen dort erklären, wie eng das Leben O’Connells mit der irischen Identitätsbildung verbunden ist. Für Gäste aus Deutschland bietet sich ein historischer Vergleich mit Persönlichkeiten wie Friedrich Ebert oder anderen frühen demokratischen Akteuren an – mit allen Unterschieden der jeweiligen Geschichte.
Landschaftliche Highlights
Neben den kulturellen Punkten lebt der Ring of Kerry von seinen landschaftlichen Perspektiven. Reiseberichte etablierter Medien wie dem britischen Guardian und der BBC heben immer wieder folgende Abschnitte hervor:
- die Passstraße über den Moll’s Gap mit Blick auf die Macgillycuddy’s Reeks,
- die Aussichtspunkte über der Dingle Bay nahe Glenbeigh,
- die Bucht von Kenmare und die Küstenabschnitte rund um Sneem,
- die sandigen Strände bei Caherdaniel und Waterville.
Die Berge der Macgillycuddy’s Reeks beherbergen mit Carrauntoohil den höchsten Gipfel Irlands, der in vielen Quellen mit rund 1.038 Metern Höhe angegeben wird. Zum Vergleich: Er ist niedriger als die Zugspitze (2.962 m), aber durch das atlantische Wetter oft deutlich rauer zu erleben.
Ring of Kerry besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise (inkl. Flug/Bahn/Auto-Optionen ab Deutschland, soweit sinnvoll)
Der Ring of Kerry liegt im Südwesten der Republik Irland auf der Iveragh-Halbinsel im County Kerry. Nächster größerer Verkehrsknotenpunkt ist Killarney, etwa 80 Kilometer westlich von Cork und rund 300 Kilometer südwestlich von Dublin.
Flug
Von großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC), Berlin (BER), Düsseldorf (DUS) oder Hamburg (HAM) führen in der Regel Flüge nach Dublin oder zeitweise auch nach Cork. Nonstop-Flüge nach Dublin dauern grob 2 bis 2,5 Stunden; nach Cork werden sie meist saisonal und teilweise mit Umstieg angeboten. Von Dublin aus erreicht man Killarney per Mietwagen oder Bahn/Bus in etwa 3,5 bis 4,5 Stunden, von Cork in rund 1,5 bis 2 Stunden. Die tatsächlichen Verbindungen und Reisezeiten können variieren; aktuelle Optionen sollten direkt bei Fluggesellschaften und Bahnunternehmen geprüft werden.
Bahn und Bus
Irland ist vom europäischen Festland aus per Bahn nur mit Fährverbindung erreichbar. Für eine nachhaltigere Anreise kann eine Kombination aus Zugfahrt über Paris oder Brüssel, Weiterfahrt nach Cherbourg oder Roscoff und Fähre nach Irland gewählt werden, was aber mehrere Reisetage erfordert. Innerhalb Irlands verbindet der nationale Bahnbetreiber Iarnród Éireann (Irish Rail) Dublin mit Killarney; ergänzend verkehren Buslinien, etwa von Bus Éireann, zwischen Cork, Killarney und den Ortschaften entlang des Rings.
Auto
Viele Reisende aus Deutschland entscheiden sich vor Ort für einen Mietwagen, um den Ring of Kerry flexibel zu befahren. Wichtig ist: In Irland herrscht Linksverkehr, was besondere Aufmerksamkeit erfordert. Die Straßen auf der Iveragh-Halbinsel sind teilweise schmal und kurvig, mit Hecken und Steinmauern direkt am Straßenrand. Regionale Tourismusorganisationen empfehlen daher, den Ring im Uhrzeigersinn zu fahren, da die großen Reisebusse traditionell gegen den Uhrzeigersinn unterwegs sind. So lassen sich manche Engstellen mit Gegenverkehr entzerren.
- Öffnungszeiten (mit Hinweis: „Öffnungszeiten können variieren — direkt bei Ring of Kerry prüfen.“)
Der Ring of Kerry selbst ist eine öffentliche Straße, also prinzipiell jederzeit befahrbar. Einzelne Sehenswürdigkeiten, Besucherzentren und Museen entlang der Strecke haben jedoch feste Öffnungszeiten, die saisonal schwanken. Dazu gehören etwa Muckross House und Muckross Traditional Farms im Killarney National Park sowie Derrynane House oder manche Besucherzentren nahe der Skelligs.
Da sich Zeiten und Tage ändern können, sollten Reisende die aktuellen Öffnungszeiten unmittelbar vor der Reise auf den offiziellen Webseiten der jeweiligen Einrichtungen oder bei Tourism Ireland und Fáilte Ireland prüfen. Vor allem in der Nebensaison von Herbst bis Frühling sind reduzierte Öffnungszeiten verbreitet.
- Eintritt (nur bei Doppel-Verifikation; sonst zeitlos; Euro zuerst, Lokalwährung in Klammern)
Das Befahren des Ring of Kerry ist kostenfrei. Einzelne Attraktionen, wie Herrenhäuser, Museen oder Parkplätze, können jedoch Eintritts- oder Parkgebühren verlangen. Konkrete Beträge ändern sich regelmäßig; sie sollten direkt bei den Betreibern abgefragt werden. In Irland wird mit Euro (€) bezahlt, eine Umrechnung in andere Währungen ist für Gäste aus Deutschland in der Regel nicht nötig.
- Beste Reisezeit (Saison, Tageszeit, Andrang)
Irland hat ein maritimes Klima mit vergleichsweise milden Wintern und eher kühlen Sommern. Die Region Kerry ist regenreich, doch gerade die wechselnden Lichtstimmungen machen den Reiz aus. Reiseführer wie Marco Polo und Lonely Planet empfehlen häufig die Monate Mai, Juni und September als besonders angenehm: Die Tage sind lang, die Natur ist sattgrün, und der Besucherandrang ist etwas geringer als im Hochsommer.
Juli und August sind Hauptsaison. Dann kann es vor allem auf den engen Straßen zu Stoßzeiten durch Reisebusse und Mietwagen recht voll werden. Ein Tipp etablierter Reisejournalisten: möglichst früh am Morgen oder am späten Nachmittag starten, um die Mittagsstunden mit den meisten Bussen zu umgehen. In der Nebensaison von November bis März herrscht deutlich weniger Betrieb, allerdings sind manche Angebote eingeschränkt, und das Wetter kann rau und stürmisch sein.
Generell sollten Reisende täglich mit raschem Wetterwechsel rechnen: Sonne, Regen, Wind und wieder Sonne innerhalb weniger Minuten sind normal. Mehrere Kleidungsschichten, eine wind- und wasserabweisende Jacke sowie festes Schuhwerk sind empfehlenswert.
- Praxis-Tipps: Sprache vor Ort, Zahlung (Karte vs. Bargeld, EC/Girocard, Mobile Payment), Trinkgeld-Gepflogenheiten, Kleiderordnung, Fotografieregeln
Sprache
Amtssprache ist Englisch; Irisch (Gaeilge) ist ebenfalls Nationalsprache und in vielen Ortsnamen oder auf Schildern präsent. In ländlichen Regionen des County Kerry wird Irisch teilweise aktiv gesprochen, doch praktisch alle Einheimischen verstehen und sprechen gut Englisch. Deutschkenntnisse sind eher sporadisch, in touristischen Betrieben jedoch nicht ungewöhnlich. Für Reisende aus Deutschland genügt ein grundlegendes Englisch; Beschilderungen sind meist zweisprachig (Englisch/Irisch).
Zahlung
In Irland sind Kredit- und Debitkarten weit verbreitet. Visa und Mastercard werden in Hotels, Restaurants, Tankstellen und vielen Geschäften akzeptiert. Kontaktloses Bezahlen mit Smartphone (Apple Pay, Google Pay) ist üblich. Klassische deutsche Girokarten können, je nach Bank und System, eingeschränkt funktionieren; eine Kreditkarte oder Debitkarte auf Visa-/Mastercard-Basis ist sehr empfehlenswert.
In kleineren Pubs, auf Parkplätzen oder bei lokalen Anbietern kann Barzahlung sinnvoll sein. Geldautomaten sind in Killarney und größeren Ortschaften entlang des Rings zu finden. Ein großer Vorteil für Gäste aus Deutschland: Irland nutzt den Euro, sodass keine Währungsumrechnung nötig ist.
Trinkgeld
Trinkgelder sind in Irland üblich, aber weniger formalisiert als in manchen anderen Ländern. In Restaurants mit Bedienung sind 10 % üblich, wenn der Service nicht bereits als Servicegebühr auf der Rechnung auftaucht. In Pubs wird eher aufgerundet oder „keep the change“ gesagt. Bei Taxifahrten kann ebenfalls aufgerundet werden.
Kleiderordnung und Fotografieren
Eine spezielle Kleiderordnung gibt es am Ring of Kerry nicht – praktische Outdoor-Kleidung ist der Standard. In Kirchen und historischen Innenräumen wird respektvolle Kleidung erwartet, ähnlich wie in Deutschland. Fotografieren ist im Freien generell unproblematisch; bei Museen, Herrenhäusern oder sakralen Räumen sollten die jeweiligen Hinweise beachtet werden. Viele Innenräume erlauben Fotos ohne Blitz, andere verbieten jegliche Aufnahmen.
- Einreisebestimmungen: „Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen."
Irland ist Mitglied der Europäischen Union, aber nicht Teil des Schengen-Raums. Für deutsche Staatsbürger reicht nach aktuellen allgemeinen Informationen in der Regel ein gültiger Reisepass oder Personalausweis für touristische Kurzaufenthalte. Da sich Einreise- und Sicherheitsbestimmungen ändern können, sollten Reisende vor der Buchung unbedingt die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de konsultieren.
Die Zeit in Irland entspricht in der Regel der Westeuropäischen Zeit (WEZ) bzw. Westeuropäischen Sommerzeit (WESZ). Damit liegt sie meist eine Stunde hinter der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ/MESZ). Wenn es in Deutschland 15:00 Uhr ist, ist es in Irland in der Regel 14:00 Uhr.
Warum Ring of Kerry auf jede Killarney-Reise gehört
Wer Killarney besucht, wird dem Ring of Kerry kaum entkommen – und das ist ein Glücksfall. Die Rundtour bietet eine seltene Verdichtung aus Natur, Geschichte, Kulinarik und regionaler Kultur. Während der Killarney National Park eher Wälder, Seen und Berge erschließt, öffnet der Ring of Kerry die Bühne zur Atlantikküste und zu abgeschiedenen Dörfern, die vom Tourismus und der Landwirtschaft leben.
Für Reisende aus Deutschland ist der Ring of Kerry auch deshalb attraktiv, weil er sich gut in eine längere Irland-Reise einbetten lässt. In wenigen Autostunden sind andere Highlights erreichbar: Die Dingle-Halbinsel nördlich von Killarney, der Burren und die Cliffs of Moher im County Clare oder im Osten Städte wie Cork, Limerick und Dublin. Der Ring of Kerry fungiert damit als zentraler Baustein jeder Rundreise durch den Westen Irlands.
Ein besonderer Reiz liegt in der Möglichkeit, die Route flexibel zu gestalten. Viele Reisende fahren sie in einem Tag ab, doch Reiseexperten und Irland-Spezialisten aus großen Verlagen empfehlen oft, zwei bis drei Tage einzuplanen. So lassen sich Abstecher einbauen – etwa Wanderungen auf der alten Handelsroute „Kerry Way“, Bootsausflüge zu Inseln, Strandspaziergänge oder Besuche in Pubs, in denen am Abend traditionelle Musik gespielt wird.
Emotionale Momente entstehen gerade dort, wo man die Straße kurz verlässt: Ein kurzer Stopp an einem unbeschilderten Parkplatz, ein Pfad durch die Dünen hinab zu einem menschenleeren Strand oder eine spontane Rast an einem Aussichtspunkt, während ein Regenschauer vorbeizieht und hinterher das Sonnenlicht auf dem Meer glitzert. Diese Mischung aus Unberechenbarkeit und Verlässlichkeit – der Ring ist da, aber jede Fahrt fühlt sich anders an – macht seinen Charme aus.
Auch kulturell lohnt sich der Blick: Viele Orte entlang der Route pflegen traditionelle Musik, Tanz und Festivals. Lokale Pubs in Sneem, Cahersiveen oder Waterville sind Treffpunkte, an denen Touristen und Einheimische miteinander in Kontakt kommen. Reisereportagen seriöser Medien betonen, dass gerade diese Alltagskultur, fernab der großen Sehenswürdigkeiten, das Verständnis für Irland vertieft – ähnlich wie ein Abend in einer fränkischen Weinstube oder einem Tiroler Wirtshaus mehr vermittelt als jede Broschüre.
Ring of Kerry in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien gehört der Ring of Kerry zu den meistgezeigten irischen Landschaften: Drohnenaufnahmen von Klippenstraßen, Zeitraffer-Videos von vorbeiziehenden Wolken und Selfies an Aussichtspunkten prägen den digitalen Eindruck dieser Küstenstraße. Reisende teilen dort nicht nur Fotospots, sondern auch konkrete Tipps, wie man Stoßzeiten umgehen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln einzelne Etappen erleben kann.
Ring of Kerry — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Ring of Kerry
Wo liegt der Ring of Kerry genau?
Der Ring of Kerry befindet sich im Südwesten der Republik Irland auf der Halbinsel Iveragh im County Kerry. Die Rundstrecke verläuft hauptsächlich über die Nationalstraße N70 und verbindet Orte wie Killarney, Killorglin, Glenbeigh, Cahersiveen, Waterville, Caherdaniel, Sneem und Kenmare. Killarney, am östlichen Rand des Killarney National Park, ist ein typischer Startpunkt für Touren.
Wie lang ist der Ring of Kerry und wie viel Zeit sollte man einplanen?
Die meisten offiziellen Quellen geben die Länge des Ring of Kerry mit etwa 170 bis 180 Kilometern an, je nach gewählter Variante und Abstechern. Theoretisch lässt sich die Strecke in einem Tag befahren, doch aufgrund schmaler Straßen, Fotostopps und möglicher Staus ist dafür ein ganzer Tag mit frühem Start empfehlenswert. Wer Wanderungen, Museumsbesuche oder einen Bootsausflug einplanen möchte, sollte besser zwei oder mehr Tage vorsehen.
Was ist das Besondere am Ring of Kerry im Vergleich zu anderen Küstenstraßen?
Der Ring of Kerry kombiniert auf relativ kurzer Distanz sehr unterschiedliche Landschaftstypen: Hochgebirge, Seen, Flüsse, Moore, Dörfer und Atlantikküste mit Stränden und Klippen. Gleichzeitig ist die Region reich an historischen Stätten von der Vor- und Frühgeschichte über das Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Diese Verdichtung, zusammen mit der Nähe zum Killarney National Park und der Anbindung an den Wild Atlantic Way, macht den Ring of Kerry zu einer Art „Irland in Miniatur“.
Kann man den Ring of Kerry auch ohne Mietwagen erleben?
Ja, der Ring of Kerry lässt sich auch ohne eigenes Auto entdecken. Von Killarney aus bieten verschiedene Unternehmen organisierte Tages- und Halbtagestouren per Bus oder Minibus an. Zudem existieren Linienbusse, die einzelne Orte entlang der Strecke miteinander verbinden, wenn auch mit begrenzter Taktung. Für Wanderer gibt es mit dem „Kerry Way“ einen ausgeschilderten Weitwanderweg, der weite Teile der Region erschließt. Wer flexibel sein möchte, hat mit einem Mietwagen aber die größte Freiheit bei Fotostopps und Abstechern.
Wann ist die beste Reisezeit für den Ring of Kerry aus deutscher Sicht?
Für Reisende aus Deutschland gelten Frühling und Frühherbst als besonders attraktiv: Im Mai und Juni blüht die Vegetation, die Tage sind lang, und die Straßen sind noch nicht so überfüllt wie im Hochsommer. September bietet oft stabiles Wetter und warmes Atlantikwasser, während der Andrang bereits abnimmt. Im Juli und August sind Wetter und Veranstaltungen attraktiv, allerdings muss mit mehr Verkehr und höheren Preisen gerechnet werden. In der Nebensaison von November bis März ist es ruhiger, doch manche Angebote sind eingeschränkt, und Stürme können Wege temporär unpassierbar machen.
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