Ring of Kerry, Irland Reise

Ring of Kerry: Irlands legendäre Küstenstraße neu entdecken

14.06.2026 - 11:43:55 | ad-hoc-news.de

Der Ring of Kerry bei Killarney in Irland gilt als eine der spektakulärsten Panoramarouten Europas. Was die Straße so besonders macht – und wie Reisende aus Deutschland sie entschleunigt erleben.

Ring of Kerry, Irland Reise, Killarney
Ring of Kerry, Irland Reise, Killarney

Grüne Hügel stürzen ins Meer, Schafe stehen wie Skulpturen im Wind und immer wieder öffnet sich der Blick auf den Atlantik: Der Ring of Kerry (sinngemäß „Ring von Kerry“) rund um die Halbinsel Iveragh bei Killarney in Irland ist eine der ikonischsten Küstenstraßen Europas. Die rund 170 Kilometer lange Rundstrecke gilt seit Jahrzehnten als Sehnsuchtsziel für Reisende, Fotografen und Naturliebhaber.

Ring of Kerry: Das ikonische Wahrzeichen von Killarney

Für viele Irland-Besucher beginnt der Ring of Kerry in Killarney, einer lebendigen Kleinstadt im County Kerry, die als Tor zu den gleichnamigen Nationalparks und Küstenrouten gilt. Von hier schlängelt sich die Straße durch Dörfer wie Kenmare, Sneem und Waterville, vorbei an einsamen Buchten, Sandstränden und steilen Klippen.

Der Ring of Kerry ist weniger ein einzelnes Bauwerk als eine Gesamterfahrung aus Landschaft, Kultur und Geschichte. Die Route verbindet spektakuläre Natur mit pittoresken Ortschaften, Ruinen aus frühchristlicher Zeit, Herrenhäusern des 19. Jahrhunderts und traditionellen Farmen. Wer sie in Ruhe und mit genügend Zwischenstopps befährt, erlebt ein Konzentrat dessen, was viele mit dem „typischen“ Irland verbinden: dramatische Küsten, wechselndes Licht, Regenbögen, Musik in Pubs und eine ausgeprägte Willkommenskultur.

Irische und internationale Reiseführer wie das ADAC Reisemagazin oder National Geographic zählen den Ring of Kerry immer wieder zu den schönsten Panoramastraßen Europas. Reiseberichte betonen dabei, dass nicht Geschwindigkeit, sondern bewusstes Langsamreisen den besonderen Reiz der Strecke ausmacht. Statt in einem Tag „abzuhaken“, empfehlen Expertinnen und Experten, mindestens zwei bis drei Tage für die Region einzuplanen, um Wanderungen, Bootsfahrten und kulturelle Stopps einbauen zu können.

Geschichte und Bedeutung von Ring of Kerry

Die heutige Panoramastraße folgt in weiten Teilen alten Wegen, die über Jahrhunderte von Bewohnern der Halbinsel Iveragh genutzt wurden. Mit der Ausbesserung und dem Ausbau der Küstenstraße im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden immer mehr Dörfer rund um den Atlantik zuverlässig erreichbar. Aus einer einfachen Verbindungslinie zwischen verstreuten Gemeinden wurde Schritt für Schritt eine touristische Route.

Die touristische Erschließung der Region nahm im 19. Jahrhundert Fahrt auf, als wohlhabende Reisende aus Großbritannien und vom europäischen Festland die „romantischen Landschaften“ Irlands für sich entdeckten. Killarney entwickelte sich durch seine Seen, Wälder und Bergkulissen früh zu einem beliebten Ausflugsziel; Reisende unternahmen Kutschfahrten in die umliegende Landschaft, die als besonders malerisch galt. Mit der Verbreitung von Eisenbahn und später der Automobilreise wurde die Idee einer geschlossenen Rundstrecke um die Halbinsel attraktiv.

Im 20. Jahrhundert etablierte sich die Bezeichnung Ring of Kerry als fester Begriff für die Küstenrunde. Tourismusverbände wie Fáilte Ireland (die nationale Tourismusbehörde Irlands) und regionale Initiativen im County Kerry begannen, die Route international zu bewerben. Broschüren, Karten und spätere Online-Auftritte legten nahe, den Ring im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn zu befahren und auf bestimmte Aussichtspunkte zu achten.

Der wirtschaftliche Stellenwert des Rings ist bis heute enorm: Pensionen, Bed & Breakfasts, Hotels, Cafés, Pubs, Outdoor-Anbieter und Kunsthandwerksbetriebe in Orten wie Killorglin, Cahersiveen, Waterville oder Caherdaniel profitieren stark vom stetigen Besucherstrom. Parallel dazu wuchs das Bewusstsein dafür, die empfindliche Küsten- und Moorlandschaft zu schützen und touristische Nutzung mit Naturschutz zu verbinden.

Historisch gesehen berührt der Ring of Kerry zahlreiche Schichten irischer Geschichte: Steinforts aus der Eisenzeit, frühchristliche Klöster, Ruinen normannischer Burgen, Landgüter aus der Kolonialzeit und Spuren der Großen Hungersnot im 19. Jahrhundert finden sich entlang der Strecke. Viele dieser Orte liegen etwas abseits der Hauptstraße und erschließen sich nur, wenn man bereit ist, Seitenwege zu nehmen oder ein Stück zu Fuß zu gehen.

Für die irische Identität steht der Ring of Kerry symbolisch für die Kombination aus „rugged beauty“ – rauer Schönheit – und kultureller Kontinuität in einer Region, in der Gälisch, traditionelle Musik und Landwirtschaft bis heute präsent sind. Für deutsche Besucher ist die Route auch ein historisches Panorama: Von prähistorischen Steinen über mittelalterliche Kirchen bis zu Villen aus der Viktorianischen Epoche spannt sich ein zeitlicher Bogen, der weit vor der Industrialisierung Mitteleuropas beginnt.

Architektur, Natur und besondere Merkmale

Auch wenn der Ring of Kerry nicht von einem einzelnen Bauwerk geprägt ist, reiht sich entlang der Strecke eine Vielzahl architektonischer und landschaftlicher Highlights aneinander. Sie verleihen der Route ihre besondere Tiefe und machen sie mehr als nur eine schöne Küstenstraße.

Killarney National Park bildet für viele die spektakuläre Einstimmung auf den Ring. Dichte Wälder, Seenlandschaften und die Berge der Macgillycuddy's Reeks mit Irlands höchstem Gipfel, dem Carrauntoohil, rahmen die Stadt. Herrenhäuser wie Muckross House – ein im 19. Jahrhundert errichtetes Landhaus im viktorianischen Stil – erinnern an die Zeit, in der wohlhabende Familien aus Großbritannien hier Sommerfrische suchten. Der Park ist Irlands erster Nationalpark und wurde eingerichtet, um die einzigartige Kombination aus Eichenwäldern, Torfmooren und Seen zu schützen.

Weiter entlang des Rings prägen kleine Dörfer mit pastellfarbenen Häusern, Pubs und Kirchen das Bild. In Orten wie Kenmare oder Sneem fällt die kompakte, farbenfrohe Bauweise auf, die typisch für irische Kleinstädte ist: zweigeschossige Häuser mit bunten Fassaden, Pub-Schildern und teils gälischen Beschriftungen. Diese Architektur ist funktional und robust, aber zugleich ein wichtiger Teil der visuellen Identität der Region.

Zu den eindrucksvollsten Landschaftsabschnitten gehören die Küstenabschnitte bei Caherdaniel, Waterville und Glenbeigh. Hier fällt die Straße teils steil zum Meer ab, während auf der anderen Seite Berge und Hügel ansteigen. Aussichtspunkte bieten Blicke auf vorgelagerte Inseln, Sandbuchten und den offenliegenden Atlantik. Gerade bei wechselhaftem Wetter, wenn Licht und Wolken im Minutentakt die Stimmung wechseln, entstehen eindrucksvolle Fotomotive.

Einer der bekanntesten Abstecher vom Ring ist die Bootsfahrt zu den Skellig Islands, insbesondere Skellig Michael, einer felsigen Insel mit einem frühmittelalterlichen Klosterkomplex. Die Anlage, die von Mönchen zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert gegründet wurde, gehört zum UNESCO-Welterbe. Sie liegt zwar nicht direkt am Ring of Kerry, wird aber von vielen Reisenden im Rahmen eines Aufenthalts in der Region besucht. Die steilen Treppen und die Beehive-Hütten (Bienenkorbhütten) der Mönche gelten als außergewöhnliches Beispiel frühchristlicher Askese in Europa.

Auch archäologische Stätten wie Steinforts aus der Eisenzeit – etwa das Staigue Fort – liegen in Reichweite der Route. Diese runden Trockenmauern, teils mehrere Meter hoch, zeugen von einer frühen, hoch entwickelten Steinbaukunst in Irland. Sie dienten vermutlich als befestigte Wohnsitze lokaler Herrscher. Für Besucher aus Deutschland wirken sie wie eine keltische Antwort auf frühmittelalterliche Burgen und Wallanlagen Mitteleuropas, allerdings deutlich älter.

Charakteristisch für den Ring sind zudem die unzähligen Weideflächen, begrenzt von niedrigen Steinmauern und Hecken. Schafe, häufig mit farbigen Markierungen am Fell, sind allgegenwärtig. Sie prägen nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch die lokale Wirtschaft: Lammfleisch und Wolle sind wichtige Produkte der Region, und viele Höfe haben sich auf Agrotourismus spezialisiert.

In jüngeren Jahren rücken nachhaltige Mobilitätsangebote in den Vordergrund. Neben Mietwagen nutzen Reisende zunehmend Linienbusse, geführte Bustouren, E-Bikes oder klassische Fahrräder, um den Ring zu erkunden. Radfahrfreundliche Initiativen, ausgeschilderte Routen und Verleihstationen nehmen zu, was den CO?-Fußabdruck der Reise reduzieren und den Verkehr entlasten soll. Die teils schmalen Straßen der Halbinsel profitieren von jeder Form des entschleunigten Reisens.

Ring of Kerry besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Ring of Kerry ein gut erreichbares, zugleich aber deutlich „anders“ wirkendes Reiseziel innerhalb Europas. Klima, Fahrbedingungen und Kultur unterscheiden sich in einigen Punkten deutlich von mitteleuropäischen Gewohnheiten. Eine gute Vorbereitung erhöht den Genuss.

  • Lage und Anreise: Der Ring of Kerry liegt im Südwesten Irlands im County Kerry. Ausgangs- und Endpunkt ist für viele der Ort Killarney, etwa 80 km westlich von Cork und rund 300 km südwestlich von Dublin. Aus Deutschland erfolgt die Anreise in der Regel per Flug nach Dublin, Cork oder – saisonabhängig – direkt nach Kerry Airport bei Farranfore. Von Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf bestehen je nach Saison Direkt- oder Umsteigeverbindungen zu irischen Flughäfen, meist mit einer Gesamtflugzeit von etwa 2,5 bis 3,5 Stunden, zuzüglich Umsteigezeit, falls nötig. Von Dublin geht es weiter per Mietwagen, Bus oder Bahn nach Killarney; von Cork und Kerry Airport existieren Busverbindungen und Straßenanbindungen, die eine Weiterreise in 1 bis 2,5 Stunden ermöglichen.
  • Anreise per Bahn und Bus: Innerhalb Irlands verbinden Züge der staatlichen Bahn Iarnród Éireann Dublin mit Killarney, häufig mit Umstieg in Mallow. Von Killarney aus verkehren regionale Buslinien und touristische Anbieter entlang des Rings, oft mit Hop-on-Hop-off-Konzept oder festen Foto-Stopps. Für Reisende, die nicht links fahren möchten, sind diese Angebote eine entspannte Alternative zum Mietwagen.
  • Linksverkehr und Fahrpraxis: In Irland herrscht Linksverkehr. Viele Straßenabschnitte des Ring of Kerry sind schmal, kurvig und von Hecken oder Steinmauern gesäumt. Reiseveranstalter und lokale Behörden empfehlen, die Route in einem kleineren Fahrzeug zu befahren und sich Zeit zu nehmen. Fahranfänger im Linksverkehr sollten möglichst nicht in der Hauptsaison mit sehr hohem Verkehrsaufkommen starten. Busreise-Angebote können ein guter Einstieg sein, um zunächst ein Gefühl für Entfernungen und Straßenverhältnisse zu entwickeln.
  • Beste Reisezeit: Das Klima im Südwesten Irlands ist vom Golfstrom geprägt: relativ mild, aber wechselhaft. Der Ring of Kerry kann ganzjährig befahren werden, die klassische Saison liegt jedoch zwischen April und Oktober. Im Frühling blühen Hecken und Wiesen, im Sommer sind die Tage besonders lang, und im Herbst taucht warmes Licht die Hügel in goldene Töne. In den Sommermonaten Juli und August ist der Andrang am größten; wer weniger Verkehr und ein etwas ruhigeres Erlebnis sucht, wählt eher Mai/Juni oder September. Regen ist zu jeder Jahreszeit möglich, kurze Schauer wechseln sich häufig mit sonnigen Abschnitten ab.
  • Öffnungszeiten: Der Ring of Kerry als Straße ist frei befahrbar; es gibt keine „Eintrittstore“ mit festen Öffnungszeiten. Einzelne Sehenswürdigkeiten entlang der Route – etwa Häuser, Museen, Besucherzentren, Gärten oder Bootsbetreiber – haben jedoch eigene Öffnungszeiten, die sich je nach Saison ändern können. Es ist ratsam, die aktuellen Zeiten direkt bei den jeweiligen Attraktionen oder über lokale Tourist-Informationen zu prüfen, insbesondere außerhalb der Hochsaison.
  • Eintrittspreise: Für die Befahrung des Rings fallen keine Mautgebühren an. Einzelne Sehenswürdigkeiten erheben jedoch Eintritt, etwa Herrenhäuser, Gärten, Museen oder Bootstouren zu den Skellig Islands. Die Preise variieren je nach Angebot und Saison und werden häufig in Euro ausgewiesen, da Irland den Euro als Währung nutzt. Da sich Eintrittspreise ändern können, sollten aktuelle Angaben direkt bei Betreibern und Tourismusstellen eingeholt werden. Es ist sinnvoll, pro größerer Attraktion ein Budget im mittleren zweistelligen Eurobereich einzuplanen, je nach Art der Aktivität.
  • Währung und Zahlung: In Irland ist der Euro (€) offizielles Zahlungsmittel. In der Region Kerry sind Kartenzahlungen weit verbreitet, insbesondere mit gängigen Kreditkarten und Debitkarten. Auch kontaktlose Zahlungen über Mobiltelefone (Apple Pay, Google Pay) werden in vielen Betrieben akzeptiert, vor allem in Städten und in touristisch geprägten Orten. In kleineren Pubs, ländlichen Geschäften oder auf Märkten kann jedoch weiterhin Bargeld sinnvoll sein. Deutsche Girokarten funktionieren nicht immer reibungslos, sodass eine Kreditkarte empfehlenswert ist.
  • Sprache: Amtssprache ist Englisch, ergänzt durch Irisch-Gälisch, das insbesondere auf Schildern und in Ortsnamen präsent ist. In der Praxis kommen Reisende mit Englisch sehr gut zurecht; Deutschkenntnisse sind punktuell in touristischen Betrieben vorhanden, aber nicht flächendeckend. Es lohnt sich, grundlegende englische Wendungen bereit zu halten und sich bei Ortsnamen nicht von der gälischen Schreibweise irritieren zu lassen.
  • Trinkgeld: In irischen Restaurants und Pubs ist Trinkgeld üblich, aber nicht obligatorisch. Bei gutem Service sind rund 10 % des Rechnungsbetrags üblich. In Pubs, in denen nur Getränke bestellt werden, lässt man bei Barzahlung manchmal das Wechselgeld in kleinen Münzen zurück oder rundet auf. In Hotels und bei geführten Touren wird ein kleines Trinkgeld für Reinigungskräfte oder Guides geschätzt, ist aber stets freiwillig.
  • Einreisebestimmungen: Irland gehört zur Europäischen Union, aber nicht zum Schengen-Raum. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen, erforderliche Reisedokumente und etwaige Hinweise zu Sicherheitslage oder Gesundheit beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. In der Regel genügt ein gültiger Reisepass; Änderungen sind möglich, daher ist eine zeitnahe Information vor Reiseantritt wichtig.
  • Zeitzone: Irland liegt in der Westeuropäischen Zeit (WET) und entspricht damit im Winter der mitteleuropäischen Zeit (MEZ minus eine Stunde). Während der Sommerzeit (Irish Standard Time) liegt Irland eine Stunde hinter Mitteleuropa. Für Reisende aus Deutschland bedeutet dies: In den Sommermonaten ist es in Irland in der Regel eine Stunde früher als in Deutschland.
  • Gesundheit und Versicherung: Als EU-Bürger können deutsche Reisende die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) nutzen, um im Notfall medizinische Leistungen im öffentlichen System zu erhalten. Dennoch empfiehlt sich eine ergänzende Auslandskrankenversicherung, die etwa Rücktransporte abdeckt. Insbesondere bei Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Radfahren oder Bootsfahrten ist ein ausreichender Versicherungsschutz wichtig.
  • Packliste und Kleidung: Das Wetter am Atlantik kann schnell wechseln. Empfehlenswert sind mehrere Schichten (Zwiebelprinzip), eine wind- und wasserdichte Jacke, robuste Schuhe für kurze Wanderungen und ein Pullover oder Fleece, auch im Sommer. Sonnenschutz und Sonnenbrille sollten ebenfalls nicht fehlen, da die Reflexion auf Wasser und hellen Felsen intensiv sein kann. Eine dünne Mütze oder ein Schal sind oft nützlicher als erwartet, insbesondere an exponierten Aussichtspunkten.
  • Fotografie und Drohnen: Der Ring of Kerry ist ein Paradies für Fotografen. Grundsätzlich ist das Fotografieren für private Zwecke an den meisten Orten erlaubt, ausgenommen sind Bereiche, in denen Betreiber ausdrücklich Einschränkungen ausweisen (etwa in bestimmten Innenräumen von Herrenhäusern oder Museen). Für Drohnen gelten in Irland spezifische Regeln; bestimmte Gebiete, insbesondere in der Nähe von Flughäfen, Naturschutzarealen oder Vogelschutzgebieten, können Flugverbotszonen sein. Wer eine Drohne nutzen möchte, sollte die aktuellen Bestimmungen der irischen Luftfahrtbehörde prüfen.

Warum Ring of Kerry auf jede Killarney-Reise gehört

Der Ring of Kerry ist weit mehr als eine Liste von Aussichtspunkten. Die Route erzählt von einem Irland, das trotz moderner Infrastruktur seine ländliche Prägung und kulturelle Eigenart bewahrt hat. Gerade für Reisende aus Deutschland, die möglicherweise vergleichsweise dichte Besiedlung und stark ausgebaute Verkehrswege gewöhnt sind, wirkt die Kombination aus Weite, Meer und wenigen, aber lebendigen Orten besonders eindrucksvoll.

Ein wesentlicher Reiz liegt in der Abwechslung: Kaum ein anderer Tagesausflug kann Küstenlandschaft, Berge, Seen, Moore, kleine Städte, archäologische Stätten und Herrenhäuser in dieser Dichte verbinden. Wer morgens in Killarney aufbricht, kann mittags an einem Atlantikstrand stehen, nachmittags eine alte Steinbefestigung erkunden und den Tag in einem Pub mit Live-Musik ausklingen lassen. Zwischenstationen mit regionaler Küche – von Fischgerichten bis zu Eintöpfen – runden das Erlebnis ab.

Für viele Besucher ist die Begegnung mit der lokalen Bevölkerung ein weiterer Höhepunkt. Pubs, kleine Bäckereien und Familienbetriebe entlang des Rings pflegen häufig eine ausgeprägte Gastfreundschaft. Fragen nach Herkunft, Route und Reiseplänen werden oft mit persönlichen Tipps beantwortet. Gerade in der Nebensaison, wenn es ruhiger ist, entstehen intensive Gespräche über das Leben in ländlichen Regionen Irlands, über Emigration, Landwirtschaft, Tourismus und Tradition.

In Kombination mit Killarney und dem Killarney National Park lässt sich der Ring of Kerry ideal in eine ein- bis zweiwöchige Irlandreise einfügen. Wer aus Deutschland anreist, kombiniert die Region häufig mit einem Aufenthalt in Dublin oder mit anderen Küstenlandschaften wie dem Wild Atlantic Way. Der Ring of Kerry bildet dabei eine komprimierte Essenz der westirischen Küste, die vielen als besonders charakteristisch für das Land gilt.

Auch für Familien ist die Route gut geeignet: kurze Wanderungen, Strände, Aussichtspunkte und Tierbeobachtungen (Schafe, Vögel, gelegentlich Delfine oder Seevögel vom Boot aus) bieten abwechslungsreiche Programmpunkte. Wichtig ist, genügend Pausen einzuplanen und nicht zu viele Kilometer an einem Tag zurückzulegen – gerade bei Kindern macht die Mischung aus Autofahrten und Aktivitäten den Unterschied zwischen Stress und entspanntem Erleben.

Für kulturinteressierte Reisende öffnen sich entlang des Rings zahlreiche Türen: kleine Kirchen mit einfacher Ausstattung, örtliche Museen, Gedenkstätten zur Großen Hungersnot und Kunsthandwerksläden, in denen Töpferei, Textilien und Schmuck mit regionalen Motiven angeboten werden. Dabei lohnt es sich, neugierig zu bleiben und auch weniger offensichtliche Einrichtungen zu besuchen, die nicht auf jeder Standardkarte stehen.

Ökologisch denkende Reisende können die Region zunehmend auch mit einem gewissen Bewusstsein für Nachhaltigkeit erkunden: längere Aufenthalte statt schneller Rundfahrten, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Unterstützung lokaler Anbieter und respektvoller Umgang mit Natur- und Kulturerbe sind zentrale Stichworte. Initiativen in Kerry und Killarney setzen verstärkt auf naturschonenden Tourismus, von geführten Wanderungen in kleinen Gruppen bis zu Programmen, die traditionelle Landnutzung vermitteln.

Ring of Kerry in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien erscheint der Ring of Kerry als eine Bühne für Weitwinkelaufnahmen, Drohnenperspektiven und stimmungsvolle Reisemomente. Unter Hashtags mit Bezug zu Kerry und Killarney finden sich Bilder von Regenbögen, dramatischen Himmelsszenen, engen Küstenstraßen und klassischen Selfies an Aussichtspunkten. Viele Beiträge betonen den „magischen“ Wechsel von Licht und Wetter, der innerhalb weniger Minuten völlig neue Stimmungen erzeugt.

Häufige Fragen zu Ring of Kerry

Wo genau liegt der Ring of Kerry?

Der Ring of Kerry verläuft als Rundstrecke über die Halbinsel Iveragh im County Kerry im Südwesten Irlands. Ausgangs- und Endpunkt ist für viele Reisende die Stadt Killarney, von der aus sich die Route entlang der Küste und durch das Binnenland erschließt.

Wie lange braucht man für den Ring of Kerry?

Rein fahrtechnisch lässt sich der Ring of Kerry an einem Tag bewältigen. Um die zahlreichen Aussichtspunkte, Wanderungen, Strände und kulturellen Orte in Ruhe zu erleben, empfehlen viele Reiseführer jedoch mindestens zwei Tage, idealerweise drei oder mehr, mit Übernachtungen in Killarney oder in den Orten entlang der Strecke.

Welche Jahreszeit eignet sich am besten für eine Reise aus Deutschland?

Die Monate Mai, Juni und September bieten oft eine gute Balance aus relativ mildem Wetter und weniger Andrang. Im Juli und August ist der Ring besonders belebt, was Vorteile bei der Infrastruktur, aber mehr Verkehr mit sich bringt. Der Winter kann ruhig und atmosphärisch sein, birgt aber kürzere Tage und häufiger unbeständiges Wetter.

Ist der Ring of Kerry auch ohne Mietwagen zu bereisen?

Ja, es gibt geführte Bustouren ab Killarney sowie Linienbusverbindungen, die Teile der Strecke abdecken. Zudem werden organisierte Fahrrad- und E-Bike-Touren angeboten. Wer nicht selbst links fahren möchte, kann so dennoch große Teile des Rings erleben.

Wodurch unterscheidet sich der Ring of Kerry von anderen irischen Küstenrouten?

Der Ring of Kerry kombiniert spektakuläre Atlantikküsten mit Bergen, Seen, historischen Stätten und lebendigen Orten auf vergleichsweise kompakter Strecke. In Verbindung mit Killarney und dem Killarney National Park ergibt sich eine besonders dichte Mischung aus Natur- und Kulturerlebnissen, die viele Reisende als „klassisches Irland“ wahrnehmen.

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