Sakkara bei Gizeh: Ägyptens stille Wüste der Pyramiden
20.05.2026 - 10:26:27 | ad-hoc-news.deDer Wind weht feinsten Wüstensand über verwitterte Steine, irgendwo ruft ein Muezzin – und vor Ihnen wächst in der Ferne die Stufenpyramide von Sakkara aus der Ebene. Saqqara, wie der Ort auf Arabisch heißt (sinngemäß „Friedhof“), wirkt im ersten Moment karg, doch wenige Kilometer südlich von Gizeh öffnet sich hier eine der faszinierendsten Landschaften des Alten Ägypten.
Sakkara: Das ikonische Wahrzeichen von Gizeh
Sakkara liegt am westlichen Nilufer südlich von Gizeh und Kairo und bildet den ältesten ausgedehnten Totenbezirk des Alten Ägypten. Statt einer einzigen monumentalen Pyramide wie auf dem Plateau von Gizeh erwartet Besuchende hier ein ganzes Band aus Gräbern, Schächten, Tempelanlagen und Pyramiden, das sich über mehrere Kilometer entlang der Wüste zieht. Die bekannteste Silhouette ist die Stufenpyramide des Königs Djoser, die oft als erste Großpyramide der Menschheitsgeschichte bezeichnet wird.
Die ägyptische Altertümerverwaltung und das ägyptische Tourismusministerium betonen regelmäßig, dass Sakkara einen Schlüssel zum Verständnis der altägyptischen Kultur liefert: Hier lassen sich mehr als 3.000 Jahre Geschichte verfolgen – von den Anfängen des pharaonischen Staates bis in die Zeit der griechisch-römischen Herrschaft. Deutsche Medien wie die „Süddeutsche Zeitung“ und GEO Epoche haben Sakkara deshalb mehrfach als „Freiluft-Archiv“ der ägyptischen Geschichte beschrieben.
Für Reisende aus Deutschland ist Sakkara zugleich ein Gegenpol zum trubeligen Gizeh: weniger überlaufen, atmosphärischer, ursprünglicher. Während Reisehandbücher von Verlagen wie Marco Polo oder Merian Gizeh oft als Pflichtprogramm einstufen, wird Sakkara zunehmend als Ort empfohlen, an dem man die Monumente des Alten Ägypten in vergleichsweise ruhiger Umgebung erleben kann – mit weiter Sicht über das Niltal, das bei klarer Luft bis zu den modernen Hochhäusern Kairos reicht.
Geschichte und Bedeutung von Saqqara
Archäologisch belegt ist, dass Saqqara bereits in der Frühzeit des pharaonischen Ägypten als Begräbnisstätte diente. Laut dem „Egyptian Museum and Papyrus Collection“-Projekt in Berlin und der ägyptischen Altertümerbehörde begann die Nutzung des Plateaus als königlicher Friedhof spätestens in der 1. und 2. Dynastie, also im 3. Jahrtausend v. Chr. Für deutsche Leser hilft die Einordnung: Diese Gräber entstanden weit mehr als 2.000 Jahre vor dem Bau des Kölner Doms und rund 4.500 Jahre vor der Gründung des Deutschen Reichs.
Seine epochale Bedeutung erhielt Saqqara mit König Djoser aus der 3. Dynastie. Nach Angaben des ägyptischen Antikenministeriums und wissenschaftlichen Darstellungen, etwa in Publikationen des Deutschen Archäologischen Instituts, ließ Djoser um etwa 2.650 v. Chr. ein bis dahin einmaliges Grabmonument errichten: die Stufenpyramide. Sie stellte einen radikalen Bruch mit der bisherigen Tradition flacher Mastabagräber dar und gilt vielen Ägyptologen als „Prototyp“ für die späteren Pyramiden von Gizeh.
Die UNESCO führt seit 1979 den „Memphis- und Sakkara-Friedhof“ zusammen mit Gizeh und Dahschur als Bestandteil der Welterbestätte „Memphis und seine Nekropolen“. In den Begründungen des Welterbekomitees, die sowohl auf der UNESCO-Website als auch in Broschüren der Deutschen UNESCO-Kommission nachzulesen sind, wird Sakkara als „außergewöhnliches Zeugnis einer der bedeutendsten frühen Hochkulturen der Menschheit“ hervorgehoben. Besonders betont wird die Kontinuität der Nutzung: vom Alten Reich über das Mittlere und Neue Reich bis hinaus in die Ptolemäerzeit.
Über Jahrtausende hinweg bestatteten Pharaonen, hohe Beamte, Priester und Handwerker in Sakkara ihre Toten. Archäologische Missionen aus Ägypten, Frankreich, Deutschland und anderen Ländern haben hier seit dem 19. Jahrhundert unzählige Gräber geöffnet. Deutsche Leser begegnen manchen der spektakulärsten Funde heute in europäischen Museen, etwa in Berlin, München oder Turin, doch der ursprüngliche Kontext bleibt in Sakkara sichtbar: Reliefs, Grabkapellen, Pyramidentempel und Schachtgräber bilden ein enges Geflecht aus Architektur und Ritual.
Aktuelle Ausgrabungen – über die regelmäßig unter anderem Deutsche Welle, ZDF und große internationale Agenturen wie AP und Reuters berichten – zeigen, dass Saqqara noch längst nicht „fertig erforscht“ ist. Immer wieder werden neue Gräber mit farbigen Reliefs, gut erhaltenen Holzsärgen oder Statuen gefunden. Diese Funde führten in den vergangenen Jahren mehrfach zu internationaler Aufmerksamkeit und zu Sonderausstellungen, teilweise auch in Deutschland. So verdeutlicht Saqqara heute, dass selbst nach mehr als 150 Jahren Forschung noch Überraschungen aus dem Sand auftauchen können.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Im Zentrum von Sakkara steht die Stufenpyramide des Djoser. Nach übereinstimmenden Aussagen der ägyptischen Altertümerverwaltung und wissenschaftlicher Publikationen von Institutionen wie dem British Museum wurde sie von dem legendären Baumeister Imhotep entworfen, der später in Ägypten fast wie ein Heiliger verehrt wurde. Die Pyramide ragt etwa 60 m in die Höhe und besteht aus sechs übereinanderliegenden Stufen – ein Konzept, das sich klar von der glatten Außenfläche der späteren Pyramiden von Gizeh unterscheidet.
Besonders bemerkenswert ist der Baustoff: Die Stufenpyramide gilt als eines der frühesten Monumente aus großen Steinblöcken, die dauerhaft miteinander verbunden wurden. Kunsthistorische Analysen, etwa in „GEO Epoche – Ägypten“, weisen darauf hin, dass Imhotep bei der Gestaltung bewusst mit der Form traditioneller Holz- und Schilfbauten spielte. Viele Details, wie Pfeiler, Girlanden oder Türen, sind in Stein nachgebildet, obwohl sie ursprünglich aus vergänglichen Materialien bestanden. So markiert Sakkara einen Wendepunkt in der Architekturgeschichte: vom Holzhaus zum Steinmonument.
Rund um die Djoser-Anlage erstreckt sich ein komplexer Bezirk mit Höfen, Scheintoren, Kapellen und Umfassungsmauern. Deutsche Reiseführer von ADAC und Marco Polo empfehlen, genügend Zeit für einen Rundgang einzuplanen, da sich hinter nahezu jedem Mauerdurchgang eine neue Perspektive auf die Pyramide und die umgebenden Bauten eröffnet. An klaren Tagen erscheint die Pyramide wie ein Relief vor dem blauen Himmel, und der Schatten der Stufen zeichnet scharfe Linien auf den Boden – eine Kombination, die auch auf Fotos und Social-Media-Bildern oft zu sehen ist.
Sakkara beschränkt sich jedoch nicht auf Djoser. In späteren Dynastien entstanden weitere Pyramiden, unter anderem für die Könige Unas, Teti oder Pepi II. Einige dieser Pyramiden enthalten im Inneren sogenannte Pyramidentexte: religiöse Sprüche, Hymnen und magische Formeln, die den verstorbenen König auf seinem Weg ins Jenseits begleiten sollten. Angaben zu diesen Texten finden sich sowohl in Veröffentlichungen der UNESCO als auch in Ausstellungen etwa des Ägyptischen Museums in Kairo und des Ägyptischen Museums in Berlin.
Ein weiteres architektonisches Highlight sind die zahlreichen Mastabas – rechteckige Grabbauten hoher Beamter und Priester. Ihre Innenräume sind oft mit farbigen Reliefs und Wandmalereien verziert, die alltägliche Szenen zeigen: Landwirtschaft, Jagd im Papyrussumpf, Handwerk, Tanz und Musik. So wie Merian und National Geographic Deutschland betonen, ermöglichen diese Darstellungen einen erstaunlich direkten Blick in das Alltagsleben der alten Ägypter. Anders als in den Pyramiden, die auf das Jenseits des Königs fokussiert sind, geben die Mastabas einen „sozialen Querschnitt“ der damaligen Gesellschaft.
Zu den besonders bekannten Gräbern zählen die Mastaba des Ti, des Kagemni oder des Mereruka, von denen viele über Jahrzehnte Gegenstand deutscher und internationaler Forschung waren. In Reiseführern werden diese Gräber häufig hervorgehoben, weil ihre Reliefs noch kräftige Farben zeigen und sich Details wie Frisuren, Gewänder oder hieroglyphische Beschriftungen relativ klar erkennen lassen. Damit wird Sakkara nicht nur zum Ort der großen Architektur, sondern auch zu einem Museum der altägyptischen Kunst im Originalkontext.
In der neueren Forschung und in Berichten etwa von ARD und ZDF erhält auch das Tierfriedhofs-Areal von Saqqara besondere Aufmerksamkeit. Hier wurden in Heiligtümern des Gottes Anubis und anderer Gottheiten zahllose Tiermumien gefunden: Katzen, Ibisse, Krokodile, Falken und andere Tiere, die im Glauben der alten Ägypter mit bestimmten Göttern verbunden waren. Diese Funde beleuchten den religiösen Alltag und die Pilgerkultur der späten Zeit, in der Gläubige Tiermumien als Votivgaben darbrachten.
Um den Schutz der Anlagen zu gewährleisten, arbeitet Ägypten nach eigenen Angaben und nach Informationen der UNESCO eng mit internationalen Partnern zusammen, darunter deutsche und französische Forschungseinrichtungen. Restaurierungsprojekte an der Djoser-Pyramide, die in den 2000er- und 2010er-Jahren stattfanden, wurden kritisch begleitet, etwa von ICOMOS (Internationaler Rat für Denkmalpflege), der auf die Balance zwischen Stabilisierung und Erhalt der ursprünglichen Substanz hinwies. Die Wiedereröffnung der Pyramide für Besucher nach umfangreichen Arbeiten wurde in internationalen Medien breit besprochen – ein Hinweis darauf, wie bedeutend Sakkara für die weltweite Wahrnehmung des Alten Ägypten ist.
Sakkara besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Sakkara liegt südlich von Gizeh und Kairo am westlichen Nilufer. Von der Innenstadt Kairos bis zum Eingang des archäologischen Gebietes sind es je nach Route etwa 30–35 km. Für Reisende aus Deutschland bietet sich die Anreise in der Regel per Flug nach Kairo an. Von Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf gibt es – je nach Saison und Flugplan – Nonstop-Verbindungen großer Airlines nach Kairo mit einer Flugzeit von ungefähr 4 bis 4,5 Stunden. Aktuelle Verbindungen sollten direkt bei den Airlines oder Reiseportalen geprüft werden. Vom Stadtgebiet Kairo fährt man meist mit einem privaten Fahrer, Taxi oder im Rahmen einer organisierten Tour nach Saqqara; der Weg führt entlang des Nils durch Vororte und landwirtschaftliche Flächen, bevor man die Wüste erreicht. - Öffnungszeiten
Die offiziellen Öffnungszeiten der archäologischen Stätte werden vom ägyptischen Ministerium für Tourismus und Altertümer festgelegt. Viele deutschsprachige Reiseführer und die ägyptische Tourismusbehörde geben an, dass große Stätten wie Sakkara üblicherweise tagsüber geöffnet sind, oft von den frühen Morgenstunden bis zum späten Nachmittag. Da Öffnungszeiten saisonal, aus Sicherheitsgründen oder wegen Restaurierungsarbeiten variieren können, sollten sie unmittelbar vor dem Besuch auf den offiziellen Seiten des Ministeriums oder bei seriösen Reiseveranstaltern geprüft werden. - Eintrittspreise
Eintrittsgelder für ägyptische Altertümer-Stätten werden in der Regel in der Landeswährung ägyptisches Pfund (EGP) erhoben. Für Sakkara gibt es häufig unterschiedliche Tarife für den allgemeinen Zugang zum Gelände und für einzelne Pyramiden oder besonders bedeutende Gräber, die separat geöffnet werden. Da die genauen Beträge und Umrechnungskurse regelmäßig angepasst werden, ist es sinnvoll, sich kurz vor der Reise über aktuelle Preise zu informieren. Erfahrungsberichte und offizielle Informationsblätter zeigen, dass der Gesamtpreis für einen Besuch – inklusive einiger Zusatztickets – meist im unteren zweistelligen Euro-Bereich liegt. Grundsätzlich gilt: immer etwas Bargeld in ägyptischen Pfund bereithalten, auch wenn an manchen Kassen Kartenzahlung möglich ist. - Beste Reisezeit
Für Besucher aus Deutschland empfehlen Reiseexperten und Institutionen wie die Deutsche Zentrale für Tourismus in ihren allgemeinen Hinweisen zu Nordafrika meist die Monate von Herbst bis Frühjahr. In Ägypten sind die Temperaturen zwischen etwa November und März oft angenehmer als im Hochsommer, wenn das Thermometer am Tage deutlich über 35 °C steigen kann. Wer Sakkara besucht, sollte idealerweise die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag wählen, um der größten Hitze zu entgehen und das weichere Licht zu genießen, das sich auch für Fotos gut eignet. In den Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst ist es tagsüber warm bis heiß, die Nächte können aber spürbar kühler sein – eine leichte Jacke kann dann sinnvoll sein. - Sprache und Kommunikation
Amtssprache in Ägypten ist Arabisch. In touristisch geprägten Regionen wie Kairo, Gizeh und Sakkara sprechen viele Menschen, die im Tourismus arbeiten, zumindest grundlegendes Englisch, teils auch Französisch. Deutsch wird deutlich seltener gesprochen, aber besonders bei Reiseleitern, die mit deutschen Gruppen arbeiten, sind deutsche Sprachkenntnisse verbreitet. Wer einige arabische Höflichkeitsfloskeln lernt – etwa „Schukran“ (Danke) oder „Salam alaikum“ (Friedensgruß) – erlebt meist eine positive Resonanz. Für die Orientierung im Gelände sind zweisprachige Schilder (Arabisch/Englisch) üblich, was auch in Berichten von ARD-Korrespondenten und im ADAC-Reisemagazin bestätigt wird. - Zahlung, Trinkgeld und Kosten vor Ort
In Ägypten wird vor allem mit Bargeld in ägyptischen Pfund bezahlt, vor allem bei Eintritten, kleinen Läden oder Trinkgeldern. In Hotels, größeren Restaurants und bei manchen Reiseveranstaltern wird auch Kreditkarte akzeptiert; girocard (frühere EC-Karte) funktioniert nicht überall zuverlässig. Mobile Payment wie Apple Pay oder Google Pay ist weniger verbreitet als in Deutschland. Trinkgeld, auf Arabisch „Bakschisch“, gehört zur Alltagskultur: Für kleine Dienste – etwa ein Foto, eine kurze Führung, Hilfe beim Treppensteigen – ist ein kleines Trinkgeld üblich. Reiseanbieter empfehlen oft, dafür kleine Banknoten in Pfund bereitzuhalten. In vielen deutschen Reiseführern wird geraten, Trinkgeld bewusst, aber nicht unreflektiert zu geben und sich bei Unsicherheiten an den Richtwerten der Reiseleitung zu orientieren. - Kleidung und Verhalten
Als muslimisch geprägtes Land legt Ägypten generell Wert auf angemessene Kleidung. Für Sakkara empfehlen Reiseveranstalter leichte, aber nicht zu freizügige Kleidung: Schultern und Knie sollten idealerweise bedeckt sein, nicht nur aus Respekt, sondern auch als Sonnenschutz. Ein Hut oder Tuch für den Kopf, Sonnenbrille und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sind angesichts der intensiven Sonne nahezu unverzichtbar. Festes Schuhwerk ist ratsam, da Wege uneben, staubig und teils steinig sind. Beim Betreten von Gräbern sollte man sehr vorsichtig sein, nichts berühren und keine Reliefs anlehnen, um die empfindlichen Oberflächen zu schützen. Die ägyptische Antikenverwaltung weist immer wieder darauf hin, dass Beschädigungen durch unsachgemäßes Verhalten irreparable Verluste für das Weltkulturerbe darstellen. - Fotografieren
Fotografierregeln können sich ändern. In vielen Bereichen von Sakkara ist Fotografieren im Freien heute erlaubt, in manchen Gräbern und Innenräumen bestehen Einschränkungen, oder es wird eine gesonderte Gebühr für Kameras erhoben. Einige Gräber untersagen Blitzlicht, um Farben und Oberflächen zu schützen. Reisende sollten Hinweise auf Schildern und die Anweisungen der Aufsichtspersonen beachten. Medienberichte und Erfahrungsberichte betonen, dass Verstöße gegen die Regeln zu Verwarnungen oder in Einzelfällen zu Bußgeldern führen können. Drohnen sind in der Regel genehmigungspflichtig und sollten ohne ausdrückliche Erlaubnis nicht eingesetzt werden. - Gesundheit und Sicherheit
Für Ägypten empfiehlt sich grundsätzlich eine Auslandskrankenversicherung, da gesetzliche Krankenversicherungen aus Deutschland dort nicht automatisch vollumfänglich gelten. Das Auswärtige Amt rät in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen zu einem Basisschutz gegen Sonne und Hitze: ausreichend Wasser trinken, Kopfbedeckung, Sonnenschutz, leichte Kleidung. In der Wüste von Sakkara kann die Sonne im Tagesverlauf sehr intensiv sein, und Schattenplätze sind selten. Sicherheitshinweise zu Ägypten – etwa zur politischen Lage oder zu bestimmten Regionen – können sich ändern; daher sollten Reisende vor der Abreise die aktuellen Informationen auf auswaertiges-amt.de prüfen. Viele deutsche Medien verweisen darauf, dass große touristische Stätten wie Sakkara in der Regel durch Polizei und Sicherheitsdienste sichtbar geschützt werden. - Einreisebestimmungen
Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Ägypten in der Regel einen Reisepass, der noch eine bestimmte Zeit über den Rückreisetermin hinaus gültig ist, sowie ein Visum. Dieses kann – je nach aktueller Regelung – vorab oder bei Ankunft beantragt werden; Details ändern sich jedoch gelegentlich. Die verbindlichen, jeweils aktuellen Bestimmungen sollten unbedingt direkt beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei der ägyptischen Botschaft oder dem ägyptischen Konsulat geprüft werden. Für Reisende aus Österreich und der Schweiz gelten teils ähnliche, aber im Detail abweichende Regelungen, weshalb auch hier die jeweiligen Außenministerien die erste Anlaufstelle sein sollten. - Zeitzone
Ägypten liegt in der Osteuropäischen Zeitzone. Gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt die Zeitverschiebung in der Regel +1 Stunde, gegenüber der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) ist der Unterschied häufig null oder +1 Stunde, abhängig von saisonalen Regelungen. Da Staaten ihre Sommerzeitregelungen gelegentlich ändern, empfiehlt es sich, vor der Reise einen aktuellen Blick auf die Zeitzoneninformationen zu werfen oder einfach auf dem Smartphone die Zeitzone „Kairo“ zu prüfen.
Warum Saqqara auf jede Gizeh-Reise gehört
Wer von Deutschland aus nach Gizeh reist, hat meist die weltberühmten Pyramiden und die Sphinx auf der Liste. Doch viele erfahrene Reisende und Fachleute, darunter Autorinnen und Autoren von GEO und Merian, betonen, dass Saqqara mindestens ebenso eindrucksvoll sein kann – wenn auch leiser, zurückhaltender. Statt eines einzigen riesigen Monumentes bietet Sakkara eine ganze Landschaft aus Geschichte: königliche Pyramiden, Künstlerwerkstätten, Priestergräber, Tierfriedhöfe.
Die Atmosphäre unterscheidet sich deutlich von Gizeh. Während sich am Fuß der Cheops-Pyramide Busse, Händler und Kamelreiter drängen können, verteilen sich die Besucherströme in Sakkara oft über ein weitläufiges Areal. Wer früh morgens oder am späten Nachmittag kommt, erlebt nicht selten Momente, in denen man in einem Grab fast allein vor den Reliefs steht – eine Erfahrung, die in modernen Museen mit langen Warteschlangen selten geworden ist. Gerade für Reisende aus Deutschland, die das Alte Ägypten aus Schulbüchern, Dokumentationen und Museumsbesuchen kennen, kann dieses unmittelbare Erleben eine besondere emotionale Tiefe entfalten.
In vielen deutschsprachigen Reiseberichten wird empfohlen, Sakkara nicht nur als „Ausflug von Gizeh“ zu betrachten, sondern als eigenständigen Höhepunkt. Wer zwei oder drei Tage in Kairo und Umgebung verbringt, kann einen Tag für Gizeh und einen Tag für Saqqara einplanen – vielleicht in Kombination mit Dahschur, wo die Knickpyramide und die Rote Pyramide stehen. Damit entsteht eine Art Zeitreise: von den ersten Pyramidenentwürfen über die ausgereiften Monumente von Gizeh bis zu den reich dekorierten Gräbern späterer Dynastien.
Für kulturinteressierte Besucher aus Deutschland spielen zudem die wissenschaftlichen Verbindungen eine Rolle. Deutsche Archäologen sind seit Jahrzehnten in Ägypten aktiv, und ihre Forschungsergebnisse werden regelmäßig in deutschen Medien, Ausstellungen und Büchern aufbereitet. Wenn man in Sakkara vor einer Pyramide oder einem Grab steht, die in Katalogen deutscher Museen oder in Berichten des Deutschen Archäologischen Instituts ausführlich beschrieben wurden, schließt sich ein Kreis zwischen heimischer Kulturvermittlung und dem originalen Ort.
Darüber hinaus eignet sich Sakkara auch für Reisende, die den Blick über die Monumente hinaus richten möchten. Vom Rand des Plateaus fällt der Blick auf das fruchtbare Niltal mit Palmen, Feldern und Dörfern. In der Ferne zeichnen sich die Konturen von Kairo ab, während hinter einem die Wüste beginnt. So wird Sakkara zu einem Ort der Übergänge: zwischen Stadt und Wüste, Leben und Tod, Vergangenheit und Gegenwart. Diese Spannungen machen einen Besuch oft nachhaltiger eindrucksvoll als ein reines „Abhaken“ von Sehenswürdigkeiten.
Sakkara in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den letzten Jahren haben soziale Medien dazu beigetragen, Sakkara stärker ins Bewusstsein jüngerer Reisender zu rücken. Videos und Fotos – ob auf YouTube, Instagram oder TikTok – zeigen nicht nur klassische Ansichten der Stufenpyramide, sondern auch kurze Einblicke in farbige Reliefs, enge Grabkammern, Sonnenuntergänge über der Wüste und Begegnungen mit lokalen Guides. Internationale Medien wie BBC und Deutsche Welle haben mehrfach Videoreportagen produziert, die wiederum in sozialen Netzwerken weiterverbreitet wurden. So entsteht ein digitales Mosaik, das Sakkara als lebendigen Ort zeigt, an dem Geschichte nicht im Museum hinter Glas endet, sondern in der Landschaft weiterlebt.
Sakkara — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Sakkara
Wo liegt Sakkara genau?
Sakkara liegt südlich von Gizeh und Kairo auf dem westlichen Nilufer in Ägypten. Das archäologische Areal erstreckt sich am Rand der Wüste und ist von Kairo aus in einer Fahrzeit von etwa einer Stunde erreichbar, abhängig vom Verkehr.
Was macht Saqqara so besonders im Vergleich zu Gizeh?
Saqqara ist der älteste weitläufige Totenbezirk des Alten Ägypten und beherbergt nicht nur eine, sondern mehrere Pyramiden, Hunderte von Gräbern und Heiligtümer aus verschiedenen Epochen. Die Stufenpyramide des Djoser gilt als wichtiger Vorläufer der Pyramiden von Gizeh. Viele Reisende empfinden Sakkara als ruhiger und atmosphärischer, weil sich die Besucher auf einem größeren Gebiet verteilen.
Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?
Für einen ersten Eindruck empfiehlt sich mindestens ein halber Tag. Wer mehrere Gräber und Pyramiden ausgiebig besichtigen und vielleicht im Anschluss noch Dahschur besuchen möchte, sollte besser einen ganzen Tag einplanen. Aufgrund der Entfernungen im Gelände – die man teilweise zu Fuß zurücklegt – vergeht die Zeit schneller, als man erwartet.
Ist Sakkara für Familien mit Kindern geeignet?
Grundsätzlich kann Sakkara auch mit Kindern besucht werden, da die weitläufigen Flächen Raum zum Bewegen bieten. Allerdings sollten Eltern auf Sonne, Hitze und unebenes Gelände achten, ausreichen Wasser mitführen und kleinere Kinder in engen Gräbern gut im Blick behalten. Kinderwagen sind auf den sandigen Wegen oft schwer zu schieben; eine Trage kann praktischer sein.
Wann ist die beste Reisezeit für Sakkara aus deutscher Sicht?
Aus klimatischer Sicht eignen sich vor allem die Monate von Herbst bis Frühjahr, wenn es nicht so heiß ist wie im Hochsommer. Viele Reisende aus Deutschland bevorzugen November bis März, um die Anlage bei moderaten Temperaturen zu erkunden. Unabhängig von der Jahreszeit bieten sich morgens und später nachmittags als angenehmere Besuchszeiten an.
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