Salar de Uyuni, Reise

Salar de Uyuni: Boliviens endloser Spiegel der Anden

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 17:53 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Salar de Uyuni bei Uyuni in Bolivien: Wo sich Himmel und Erde zu einem gigantischen Spiegel vereinen. Warum dieses Salzmeer Reisende aus Deutschland magisch anzieht – und wie Sie es sicher und klug erleben.

Salar de Uyuni, Reise, Wahrzeichen, Illustration mit AI erstellt.
Salar de Uyuni, Reise, Wahrzeichen, Illustration mit AI erstellt.

Wenn sich in der Trockenzeit vor Uyuni in Bolivien ein weißes Meer bis zum Horizont spannt und in der Regenzeit die Wolken wie in einem gigantischen Spiegel zu Ihren Füßen liegen, dann stehen Sie auf dem Salar de Uyuni (auf Deutsch sinngemäß „Salzebene von Uyuni“). Der Salar de Uyuni gilt als größte Salzpfanne der Erde und als eine der surrealsten Landschaften Südamerikas – ein Naturwahrzeichen, das mehr an ein anderes Planetensystem als an unsere Welt erinnert.

Salar de Uyuni: Das ikonische Wahrzeichen von Uyuni

Der Salar de Uyuni liegt im Südwesten Boliviens nahe der Kleinstadt Uyuni in der Hochebene des Altiplano auf rund 3.650 m Höhe. Die Salzebene bedeckt ein Gebiet von etwa 10.000 bis 11.000 km² und ist damit deutlich größer als beispielsweise die Fläche von Zypern. Die Ebene ist nahezu vollkommen flach; aus der Luft wirkt sie wie eine geometrisch exakte, glänzende Platte, die sich zwischen den Andengipfeln ausbreitet.

FĂĽr die Region rund um Uyuni ist der Salar de Uyuni ein kulturelles, wirtschaftliches und touristisches HerzstĂĽck. Er zieht jedes Jahr Hunderttausende Reisende aus aller Welt an, darunter zunehmend auch Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, Ă–sterreich und der Schweiz. Viele kombinieren den Aufenthalt mit einer Rundreise durch Bolivien oder mit Abstechern nach Chile und Peru.

Was den Salar de Uyuni einzigartig macht, ist die Kombination aus extremem Hochlandklima, der schieren Größe und der besonderen Reflexionsfähigkeit der Oberfläche. In der Trockenzeit leuchten die kristallinen Salzpolygonen strahlend weiß, in der Regenzeit verwandelt eine dünne Wasserschicht die Ebene in einen Spiegel, der Himmel und Wolken nahtlos vervielfacht. Diese Szenen sind inzwischen zu ikonischen Bildern in internationalen Reisemagazinen und Naturdokumentationen geworden.

Geschichte und Bedeutung von Salar de Uyuni

Geologisch geht der Salar de Uyuni auf prähistorische Seen zurück, die sich vor Zehntausenden von Jahren auf dem Altiplano ausbreiteten. Wissenschaftliche Untersuchungen ordnen die Entstehung der Salzpfanne vor allem den ehemaligen Seen Lago Minchín und Lago Tauca zu, die im Zuge klimatischer Veränderungen austrockneten und hinterlassene Salz- und Gipsablagerungen bildeten. Die heutige Ebene ist das Endstadium einer langen Verdunstungs- und Sedimentationsgeschichte.

Für die indigenen Gemeinschaften der Region – darunter Aymara und Quechua – war die Salzebene über Jahrhunderte ein wichtiger Rohstofflieferant und zugleich ein spirituell bedeutsamer Ort. Salz wurde traditionell mit einfachen Mitteln abgebaut und als Tauschgut genutzt. Die Salzkarawanen über die Hochlandebenen sind in der lokalen Erinnerung fest verankert; auch heute noch wird in Teilen der Fläche handwerklich Salz gewonnen, wenngleich moderne Infrastruktur und Fahrzeuge die Arbeitsweise verändert haben.

Mit der Kolonialzeit und der späteren Eingliederung der Region in den Nationalstaat Bolivien verschob sich der wirtschaftliche Fokus. Der Salar de Uyuni rückte zunächst als Rohstoffquelle, später als potenzielles Zentrum für den Abbau von Lithium in den Blick. Lithium ist ein wesentlicher Bestandteil moderner Batterietechnologie; in den Salzschichten unter dem Salar liegen große Lithiumvorkommen. Über ihren Abbau, die wirtschaftliche Chance und die ökologischen Risiken wird in Bolivien seit Jahren intensiv diskutiert, wobei die konkrete Ausgestaltung dieser Industrie im Wandel ist und sich vor allem langfristig entfaltet.

Parallel dazu wuchs die kulturelle und touristische Bedeutung. Bolivianische und internationale Medien sowie Reiseführer wie der deutschsprachige Marco-Polo- und der GEO-Saison-Reiseführer zu Bolivien beschreiben den Salar de Uyuni als eines der eindrucksvollsten Reiseziele des Landes. Bildbände und Dokumentationen betonen sowohl die Ästhetik der Landschaft als auch die Lebensrealität der Menschen in den umliegenden Dörfern, die zunehmend vom Tourismus leben.

Obwohl der Salar de Uyuni aktuell nicht als UNESCO-Weltnaturerbe eingestuft ist, wird er von Expertinnen und Experten häufig in einem Atemzug mit anderen außergewöhnlichen Hochlandlandschaften wie dem chilenischen Altiplano oder dem peruanischen Titicacasee genannt. Naturschutzorganisationen und Geowissenschaftler sehen in der Salzpfanne ein bedeutendes Naturlabor für Klima-, Hydrologie- und Gesteinsforschung, das weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit verdient.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Der Salar de Uyuni ist vor allem ein Naturphänomen und weniger ein klassisches Bauwerk. Dennoch finden sich am Rand der Ebene und in ihrer Mitte einige markante von Menschen geschaffene Elemente, die die Wahrnehmung des Ortes prägen. Besonders bekannt sind die sogenannten „Salzhotels“, deren Wände, Möbel und zum Teil sogar Dekoration überwiegend aus Salzblöcken bestehen. Diese Gebäude nutzen den lokalen Rohstoff und verwandeln ihn in eine Art Landschaftsarchitektur, die die ästhetische Wirkung des Umfelds verstärkt.

Die geometrischen Salzpolygonen selbst gelten bei vielen Reisenden als natürliche Kunstwerke: Durch die Verdunstung und Kristallisation bilden sich an der Oberfläche regelmäßige sechseckige Muster, die sich kilometerweit wiederholen. Diese Struktur ist im Hochlicht der Sonne besonders deutlich zu erkennen und macht die Ebene wie ein riesiges Mosaik. Naturfotografen nutzen diese Textur, um Perspektivspielereien zu inszenieren – etwa Miniatur-Illusionen, bei denen Personen scheinbar auf Händen balancieren oder kleine Objekte riesig wirken.

Ein weiterer besonderer Punkt ist die sogenannte „Isla Incahuasi“, eine Insel aus vulkanischem Gestein, die sich mitten im Salar erhebt. Sie ist übersät mit riesigen Säulenkakteen, die in manchen Fällen mehrere Hundert Jahre alt sein sollen. Von ihrem Aussichtspunkt bietet sich ein 360-Grad-Blick über die Salzfläche. Ähnlich geprägt sind andere Inseln im Salar, etwa die Isla del Pescado, die mit ihrer Vegetation und ihrem Relief wie grüne Flecken in der weißen Fläche wirken.

In der Nähe von Uyuni befindet sich außerdem der sogenannte Eisenbahn-Friedhof (Cementerio de trenes). Hier rosten alte Lokomotiven und Waggons aus der Zeit, als die Region ein wichtiger Eisenbahnknoten war. Viele Touren kombinieren den Besuch des Salar mit diesem Freilichtensemble, das industriellen Charme und morbide Ästhetik mit der offenen Hochlandlandschaft verbindet.

Künstlerisch spielt der Salar de Uyuni in der zeitgenössischen Fotografie und in der digitalen Popkultur eine große Rolle. Bildserien aus der Regenzeit, in der die Ebene als „größter Spiegel der Welt“ bezeichnet wird, finden sich in internationalen Medien und auf Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube. Sie inspirieren Reisende zu Inszenierungen, die zwischen Land-Art, Performance und Urlaubsschnappschuss oszillieren. Kulturjournalistische Beiträge aus Häusern wie der Deutschen Welle oder großen Tageszeitungen beschreiben den Salar oft als Bühne, auf der Natur und Mensch sich gegenseitig in Szene setzen.

In der Diskussion um Lithiumabbau und Ressourcennutzung wiederum tritt eine andere Art von „Architektur“ auf: Provisorische und teils permanente Anlagen zur Salz- und Solegewinnung, Becken für die Lithiumkonzentrierung und einfache Versorgungsgebäude. Sie sind funktional und wenig spektakulär, stehen jedoch symbolisch für den Spannungsbogen zwischen Naturschutz, wirtschaftlicher Entwicklung und globaler Energiewende, der die Zukunft der Region prägen dürfte.

Salar de Uyuni besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Der Salar de Uyuni liegt im SĂĽdwesten Boliviens nahe der Stadt Uyuni auf dem Altiplano. FĂĽr Reisende aus Deutschland ist er in der Regel ĂĽber internationale Flugverbindungen erreichbar. Ăśbliche Routen fĂĽhren von Flughäfen wie Frankfurt (FRA), MĂĽnchen (MUC) oder Berlin (BER) zunächst nach groĂźe Drehkreuze in Europa oder Nordamerika und von dort weiter nach Bolivien, häufig nach La Paz oder Santa Cruz de la Sierra. Von La Paz aus bestehen InlandsflĂĽge nach Uyuni, auĂźerdem Busverbindungen, die jedoch einen längeren Reisezeitraum erfordern. Die reine Flugzeit von Europa nach Bolivien liegt je nach Verbindung im Bereich von deutlich ĂĽber zehn Stunden, hinzu kommen Umstiegszeiten und Inlandsreisen.
  • Fortbewegung vor Ort: Vor Ort wird der Salar de Uyuni fast ausschlieĂźlich im Rahmen organisierter Touren mit Geländewagen bereist. Lokale Agenturen in Uyuni, teilweise auch in La Paz oder San Pedro de Atacama (Chile), bieten Halbtages-, Ganztages- und mehrtägige Touren an. Die Fahrzeuge sind fĂĽr die Bedingungen im Hochland und auf der Salzfläche ausgelegt; selbstständige Fahrten ohne Ortskenntnis werden angesichts von Orientierungsschwierigkeiten und Witterungsbedingungen nicht empfohlen.
  • Ă–ffnungszeiten: Die Salzebene selbst ist ein freies Naturgebiet und kennt keine klassischen Ă–ffnungszeiten. Zugänge werden ĂĽber StraĂźen und Pisten geregelt, die je nach Wetterlage – besonders während der Regenzeit – vorĂĽbergehend gesperrt oder eingeschränkt befahrbar sein können. Organisierte Touren starten ĂĽblicherweise am Morgen oder Vormittag. Ă–ffnungszeiten und Zugänglichkeit können variieren – aktuelle Informationen sollten direkt bei Touranbietern oder der lokalen Touristeninformation in Uyuni geprĂĽft werden.
  • Eintritt: FĂĽr die reine Befahrung der Salzfläche im Rahmen einfacher Touren wird häufig kein gesonderter Eintrittsgeldbetrag fĂĽr das Gebiet selbst erhoben, allerdings können einzelne Inseln wie die Isla Incahuasi oder andere Aussichtspunkte lokale GebĂĽhren verlangen. Da Preise und Modalitäten sich verändern können, sollte mit variablen Kosten gerechnet werden, die in der Regel im Tourpreis enthalten oder vor Ort zu entrichten sind. Konkrete Beträge lassen sich besser kurz vor Reiseantritt ĂĽber aktuelle Anbieterinformationen ermitteln, da Wechselkurse und lokale Regelungen schwanken.
  • Beste Reisezeit: FĂĽr den Salar de Uyuni gibt es im Grunde zwei „Erlebniszeiten“. In der Trockenzeit, typischerweise etwa von Mai bis Oktober, zeigt sich die Salzfläche klar, trocken und schneeweiĂź; die geometrischen Muster sind deutlich sichtbar und die Sicht ist meist ausgezeichnet, obwohl die Nächte sehr kalt sein können. In der Zeit, in der es mehr regnet – grob etwa zwischen Dezember und März – sammelt sich Wasser auf der Ebene und verwandelt sie in den berĂĽhmten Spiegel. Wer gezielt diesen Effekt erleben möchte, plant in diese Monate, muss jedoch mit möglicherweise eingeschränkter Befahrbarkeit, mehr Bewölkung und WetterumschwĂĽngen rechnen. Die Ăśbergangszeiten dazwischen können eine Mischung aus trockenen und spiegelnden Abschnitten bieten.
  • Gesundheit und Höhe: Der Salar de Uyuni liegt auf ĂĽber 3.600 m Höhe. Viele Menschen, die aus dem Flachland in Deutschland anreisen, spĂĽren die Höhenlage deutlich. Kopfschmerzen, MĂĽdigkeit und leichte Atemnot sind typische Zeichen der Höhenanpassung. Es empfiehlt sich, nicht direkt nach der Ankunft aus Europa auf eine Hochlandtour zu gehen, sondern ein bis zwei Tage in einer höhergelegenen Stadt zur Akklimatisierung einzuplanen. Langsames Gehen, ausreichende FlĂĽssigkeitszufuhr und das Meiden von Alkohol am ersten Tag helfen. Vor der Reise sollte geklärt werden, ob gesundheitliche Einschränkungen bestehen; auĂźerhalb Europas ist eine Auslandskrankenversicherung dringend angeraten.
  • Sprache vor Ort: Amtssprache in Bolivien ist Spanisch, daneben sind indigene Sprachen wie Aymara und Quechua in der Region verbreitet. In Tourismusbetrieben in Uyuni und bei vielen Reiseanbietern wird zumindest grundlegendes Englisch gesprochen, doch sollte nicht darauf vertraut werden, dass alle Details in deutscher Sprache erklärt werden. Ein wenig Spanischkenntnisse – zumindest grundlegende Höflichkeitsfloskeln – erleichtern den Kontakt und werden geschätzt.
  • Zahlung und Trinkgeld: In Uyuni und der Umgebung ist Bargeld nach wie vor wichtig. Die Landeswährung ist der bolivianische Boliviano; Beträge werden oft in der lokalen Währung angegeben. FĂĽr Reisende bietet es sich an, einen Grundstock an Bargeld vor Ort abzuheben. Kartenzahlung ist in groĂźen Städten weiter verbreitet als im Hochland, kann aber in kleineren Betrieben und unterwegs eingeschränkt sein. Trinkgeld ist in der Tourismusbranche ĂĽblich, etwa fĂĽr Fahrer und Guides, und wird oft am Ende der Tour in bar gegeben. Die Höhe ist abhängig von der Tourdauer und Zufriedenheit; feste Regeln gibt es nicht, doch kleine Beträge haben im lokalen Kontext eine größere Bedeutung als in Deutschland.
  • Kleiderordnung und AusrĂĽstung: FĂĽr den Besuch des Salar de Uyuni sollte auf Zwiebelprinzip und Sonnen- wie Kälteschutz geachtet werden. TagsĂĽber kann die Sonne trotz kĂĽhler Luft sehr stark sein, bedingt durch die Höhenlage und die Reflexion des Lichts an der weiĂźen Fläche. Sonnenbrille mit hohem UV-Schutz, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Kopfbedeckung und Lippenpflege sind sinnvoll. Gleichzeitig können Temperaturen morgens und abends stark fallen; eine warme Jacke, Handschuhe und feste Schuhe werden empfohlen. Die starke Reflexion kann Fotos und Sicht beeinflussen, daher ist auch fĂĽr Kameras ein geeigneter Schutz hilfreich.
  • Fotografieregeln: Der Salar de Uyuni ist ein beliebter Fotospot, und Guides kennen oft typische Perspektiven. Es empfiehlt sich, respektvoll mit anderen Besucherinnen und Besuchern umzugehen, keine Salzformationen unnötig zu beschädigen und auf geschĂĽtzte Bereiche zu achten. Drohnen-Einsatz kann lokal geregelt oder eingeschränkt sein; entsprechende Vorschriften sollten vorab erfragt werden. Zudem ist bei der Fotografie von Menschen – etwa indigenen Bewohnern der Region – um Zustimmung zu bitten.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung: Bolivien liegt in einer Zeitzone, die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um mehrere Stunden nachgeht. Je nach Jahreszeit – ob in Deutschland MEZ oder MESZ gilt – ergibt sich ein Zeitunterschied von typischerweise etwa fĂĽnf bis sechs Stunden. Diese Differenz wirkt sich auf FlĂĽge, Kommunikationszeiten und den persönlicher Tag-Nacht-Rhythmus aus und sollte bei der Reiseplanung berĂĽcksichtigt werden.
  • Einreisebestimmungen: FĂĽr deutsche StaatsbĂĽrger können sich Einreisebestimmungen in Bolivien im Laufe der Zeit ändern. Visaregeln, Dauer des erlaubten Aufenthalts und Anforderungen an Reisedokumente wie Reisepass und eventuell nötige Impfungen werden durch das Auswärtige Amt und bolivianische Behörden festgelegt. Deutsche StaatsbĂĽrger sollten aktuelle Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂĽfen und sich bei Unsicherheiten an die zuständige diplomatische Vertretung wenden.

Warum Salar de Uyuni auf jede Uyuni-Reise gehört

Für viele Reisende aus Deutschland ist der Salar de Uyuni mehr als nur ein Programmpunkt; er wird zum Höhepunkt einer Südamerika-Reise, der lange im Gedächtnis bleibt. Die Ebene bietet eine Atmosphäre, die sich in Worten nur schwer fassen lässt: Das beinahe absolute Fehlen von Orientierungspunkten, die grenzenlose Weite und die klare Luft schaffen ein Gefühl von Schwerelosigkeit und Zeitlosigkeit. Wer auf der Salzfläche steht, erlebt eine eigentümliche Ruhe, die nur von Wind und gelegentlichen Fahrzeugen unterbrochen wird.

In der Regenzeit lässt der Spiegel-Effekt die Grenzen zwischen Himmel und Erde verschwimmen. Fußschritte scheinen gleichzeitig über Wasser und Salz zu gehen, Wolken reflektieren sich, und Fotografien lassen die Frage nach oben und unten offen. Dieser Eindruck von Surrealität macht den Salar de Uyuni zu einem beliebten Motiv in sozialen Medien und in Bildbänden, aber auch zu einem Ort der Kontemplation und des Staunens, der Reisende innehalten lässt.

Für eine Uyuni-Reise bietet der Salar außerdem einen guten Ausgangspunkt, um die weitere Region kennenzulernen. Mehrtägige Touren führen vom Salzmeer zu farbigen Lagunen, geothermalen Feldern, Steinwüsten und Vulkanen im Grenzgebiet zu Chile. Die intensive Farbpalette – weißer Salzgrund, rote und grüne Lagunen, dunkelbraune Felsen, tiefblauer Himmel – steht in starkem Kontrast zu mitteleuropäischen Landschaften und erweitert den Blick auf die Vielfalt unseres Planeten.

Für deutschsprachige Reisende, die häufig aus urbanen Räumen wie Berlin, München oder Zürich kommen, bietet der Salar de Uyuni eine radikal andere Erfahrung von Raum und Natur. Viele berichten von einem Gefühl der Entschleunigung; der Alltag mit seinen Terminen tritt auf dieser Ebene spürbar zurück. Gleichzeitig fordert die Höhenlage ein bewusstes Tempo und Achtsamkeit für den eigenen Körper – eine Erinnerung daran, dass große Naturerlebnisse auch physische Vorbereitung und Respekt verlangen.

In Kultur- und Reisemagazinen wird der Salar oft als „andere Wirklichkeit“ beschrieben. Diese Bezeichnung hilft, das Erlebnis in Worte zu fassen: Es ist nicht nur die majestätische Weite, sondern auch die Begegnung mit Menschen, die in dieser Landschaft leben und arbeiten. Ihre Perspektive, ihr Wissen um Wetter, Salz und Boden, und ihre Rolle als Gastgeber oder Guides geben dem Besuch eine soziale Dimension. Wer mit Offenheit reist, gewinnt über die spektakulären Bilder hinaus Einblicke in Lebenswelten, die sich von der deutschen Realität deutlich unterscheiden.

Für die Natur- und Reise-Redaktion von AD HOC NEWS gehört der Salar de Uyuni deshalb zu den Orten, die eine Reise nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich prägen können. Er zeigt, wie sich Natur, Gesellschaft und globale Entwicklungen – Stichwort Lithium und Mobilitätswende – auf engstem Raum überlagern. Eine sorgfältig geplante Reise dorthin lohnt sich insbesondere für Menschen, die sich für Geografie, Fotografie, indigene Kulturen und Zukunftsfragen interessieren.

Salar de Uyuni in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Netzwerken zählt der Salar de Uyuni zu den international sichtbaren Naturwahrzeichen Südamerikas. Reisende teilen Spiegelbilder, Perspektivenspiele und Zeitraffer-Videos von Sonnenauf- und -untergängen, die die Salzfläche in unterschiedliche Lichtstimmungen tauchen. Die Plattformen dienen zugleich als Inspirationsquelle und Diskussionsraum über nachhaltiges Reisen in fragilen Ökosystemen.

Häufige Fragen zu Salar de Uyuni

Wo liegt der Salar de Uyuni genau?

Der Salar de Uyuni befindet sich im Südwesten Boliviens auf dem Altiplano, nahe der Stadt Uyuni. Die Salzebene liegt auf über 3.600 m Höhe und ist von mehreren Andenketten eingerahmt. Sie ist Teil einer Hochlandszenerie, die sich bis an die Grenze zu Chile und Peru erstreckt.

Wie ist der Salar de Uyuni entstanden?

Der Salar de Uyuni geht auf prähistorische Seen zurück, die im Verlauf von Klima- und Landschaftsveränderungen im Hochland von Bolivien austrockneten. Aus ihren Resten entstanden Sedimente aus Salz und anderen Mineralien, die im Zusammenspiel mit Verdunstung und geologischen Prozessen die heutige Salzpfanne formten.

Wie besucht man den Salar de Uyuni am besten?

Üblich ist der Besuch im Rahmen organisierter Touren von Uyuni oder anderen Hochlandorten aus. Geländewagen bringen kleine Gruppen auf die Salzfläche, zu Inseln in der Ebene und zu weiteren Natursehenswürdigkeiten. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt sich eine sorgfältige Reiseplanung mit ausreichend Zeit für Anreise, Akklimatisierung und die Auswahl seriöser Anbieter.

Was macht den Salar de Uyuni so besonders?

Außergewöhnlich sind Größe, Höhenlage und visuelle Effekte. Die Ebene ist extrem flach, die Salzstruktur bildet geometrische Muster, und in der Regenzeit verwandelt eine Wasserschicht die Fläche in einen gigantischen Spiegel. Diese Kombination macht den Salar zu einer Landschaft, die weltweit ihresgleichen sucht.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr den Salar de Uyuni?

Wer die klaren weißen Salzflächen erleben möchte, wählt eher die trockenen Monate des Jahres. Für den berühmten Spiegel-Effekt eignen sich die regenreicheren Monate, in denen Wasser auf der Ebene steht. Da Wetter und Jahresverläufe im Detail variieren können, bietet sich ein Blick auf langjährige Klimadaten und aktuelle Reiseberichte an, um persönliche Vorlieben mit den Bedingungen vor Ort abzugleichen.

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