Sassi di Matera, Matera

Sassi di Matera: Stadtlandschaft aus Fels und Höhlen in Italien

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 06:10 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Sassi di Matera in Matera in Italien ist ein historisches Felsviertel mit Höhlenwohnungen und Kirchen, das die Stadt bis heute prÀgt.

Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Sassi di Matera, Matera Italien
Extreme Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Sassi di Matera in Matera Italien, taktile Struktur und, Illustration mit AI erstellt.

Die Sassi di Matera sind der historische Kern von Matera in Italien und bilden eine Stadtlandschaft aus Fels, Höhlenwohnungen und steilen Gassen, die sich wie ein Amphitheater ĂŒber den HĂ€ngen einer tief eingeschnittenen Schlucht ausbreitet. Als Teil des UNESCO-Welterbes „Die Sassi und der Park der Rupestrianischen Kirchen von Matera“ zeigen sie ein ĂŒber Jahrtausende gewachsenes Zusammenleben von Mensch und Kalksteinfelsen, das noch heute in der Struktur der HĂ€user und Wege sichtbar ist.

Sassi di Matera: Felsviertel ĂŒber der Gravina-Schlucht

Unter dem Namen Sassi werden in Matera zwei historische Viertel zusammengefasst, Sasso Caveoso und Sasso Barisano, die sich beidseitig eines FelsrĂŒckens rund um den Ă€ltesten Stadtkern, die Civita, an den HĂ€ngen der Gravina-Schlucht ausbreiten.Die beiden Viertel Sasso Caveoso und Sasso Barisano bestehen aus in den Tuffstein der Murgia eingeschnittenen HöhlenrĂ€umen, ĂŒberbauten HĂ€usern, kleinen PlĂ€tzen und Treppengassen, die sich terrassenartig ĂŒbereinanderschichten.Der Tuffstein der Murgia und die terrassenartige Struktur

Die Gravina, ein Fluss, der sich tief in den Kalkstein eingegraben hat, bildet die natĂŒrliche Kulisse, vor der sich die Fassaden der HöhlenhĂ€user ĂŒbereinander staffeln. Von oben betrachtet wirkt der Hang wie ein dichtes GefĂŒge aus DĂ€chern, Mauern und FelswĂ€nden, in das Kirchen, Klöster und kleinere Höfe eingelagert sind. Die Hanglage zwingt die Bebauung in ein System aus Stufen und schmalen Wegen, die oft direkt am Fels verlaufen und immer wieder den Blick auf die Schlucht öffnen.

Von prÀhistorischen Höhlen zu einem UNESCO-Welterbe

Die Nutzung der FelswĂ€nde rund um Matera reicht bis in die Vorgeschichte zurĂŒck; in den Höhlen der Umgebung finden sich Spuren menschlicher Anwesenheit aus sehr frĂŒhen Epochen.Die lange Besiedlungsgeschichte der Höhlen rund um Matera Über viele Jahrhunderte entstanden in den Sassi aus einfachen FelsunterstĂ€nden komplexe Wohn- und Wirtschaftsstrukturen, in denen WohnrĂ€ume, LagerrĂ€ume, Zisternen und StĂ€lle dicht nebeneinander lagen. Besonders im Mittelalter und in der frĂŒhen Neuzeit wurden in den Fels auch zahlreiche Kirchen und Eremitenanlagen geschlagen, deren InnenrĂ€ume mit Wandmalereien versehen sind.Höhlenkirchen, Klöster und Eremitenanlagen im Fels

1993 wurden die Sassi di Matera gemeinsam mit dem Park der Rupestrianischen Kirchen als Kulturlandschaft in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.Die Aufnahme als UNESCO-Welterbe im Jahr 1993 Der Titel hebt die Sassi als herausragendes Beispiel einer Felsensiedlung hervor, in der sich ĂŒber mehr als zwei Jahrtausende eine organische Stadtstruktur an die Geomorphologie der Murgia angepasst hat.Die Beschreibung als Kulturlandschaft durch die UNESCO Die Anerkennung als Welterbe bildet heute den formellen Rahmen fĂŒr den Schutz der historischen Bausubstanz und der besonderen Beziehung zwischen Stadt und Felslandschaft.

Architektur, Höhlenwohnungen und rupestrische Kirchen

Die Architektur der Sassi di Matera folgt keinem einheitlichen Stil, sondern ergibt sich aus der Verbindung von FelsrĂ€umen und aufgesetzten Mauern, die sich ĂŒber die HĂ€nge verteilen.Die organische Anpassung der Bebauung an den Hang Viele HĂ€user bestehen aus einem vorderen, gemauerten Raum mit Fassade zur Gasse und einem dahinterliegenden Bereich, der direkt in den Fels hineinreicht. DachflĂ€chen ĂŒbernehmen oft gleichzeitig die Funktion von Terrassen und Wegen fĂŒr darĂŒber liegende GebĂ€ude, sodass Wohnen und Erschließung eng miteinander verwoben sind.

Charakteristisch sind die sogenannten vicinati, kleine Nachbarschaftshöfe, um die sich mehrere HĂ€user gruppieren und die den Bewohnern als gemeinsame FreiflĂ€chen dienen. Zwischen den Höfen verlaufen schmale Gassen, die sich mit Treppenstaffeln und DurchgĂ€ngen durch die Schichten der Bebauung ziehen. In vielen Mauernöffnungen liegen rupestrische Kirchen, deren InnenrĂ€ume in den Fels gehauen und mit einfachen Fassaden nach außen geschlossen sind; sie bilden mit ihren KultrĂ€umen, Klöstern und Eremitenzellen ein dichtes Netz religiöser Architektur innerhalb des Felsviertels.Das Nebeneinander von WohnrĂ€umen und rupestrischen Kirchen

Sassi di Matera besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Sassi liegen unmittelbar an der historischen Altstadt von Matera im SĂŒden Italiens, oberhalb der Gravina-Schlucht, die die Stadt von einem gegenĂŒberliegenden Felsplateau trennt.
  • Das GelĂ€nde der Sassi ist stark terrassiert; Wege verlaufen ĂŒber Treppen, unregelmĂ€ĂŸige Stufen und schmale Gassen, die zum Teil direkt am Fels entlangfĂŒhren.
  • Wer in die unteren Bereiche der Schlucht hinabsteigt, trifft auf unbefestigte Pfade ĂŒber Fels und Geröll, die eine trittsichere Fortbewegung verlangen.
  • In der Umgebung der Sassi liegen der Park der Rupestrianischen Kirchen und weitere Felsformationen der Murgia, die den Blick auf das gesamte Felsviertel öffnen.
  • Amtssprache ist Italienisch, gezahlt wird in Euro.

Sassi di Matera auf Social-Media-Plattformen

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Sassi di Matera: hÀufige Fragen

Wo liegen die Sassi di Matera?

Die Sassi di Matera liegen in der Stadt Matera in der Region Basilikata im SĂŒden Italiens und erstrecken sich ĂŒber die HĂ€nge der Gravina-Schlucht.

Was bietet ein Besuch der Sassi di Matera?

Ein Besuch fĂŒhrt durch ein historisches Felsviertel mit Höhlenwohnungen, rupestrischen Kirchen, treppenreichen Gassen und weiten Blicken ĂŒber die Schluchtlandschaft der Murgia.

Was kennzeichnet die Sassi di Matera besonders?

Besonders kennzeichnend ist die enge Verzahnung von Fels, WohnrĂ€umen, Höfen und Kirchen, die seit 1993 als UNESCO-Welterbe geschĂŒtzt ist und eine organisch gewachsene Felsstadt sichtbar macht.

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