Schwarze Kirche Brasov: Gotisches Herz von Transsilvanien neu entdecken
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 20:20 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)Wer in die Altstadt von Brasov einbiegt, sieht sie schon von weitem: die wuchtigen Mauern und das dunkle Dach der Schwarze Kirche Brasov, lokal „Biserica Neagra“ („Schwarze Kirche“) genannt. Zwischen farbigen Bürgerhäusern und engen Gassen erhebt sich das gotische Gotteshaus wie ein steinerner Anker – ein Ort, an dem deutsche, ungarische und rumänische Geschichte über Jahrhunderte ineinandergegriffen haben.
Schwarze Kirche Brasov: Das ikonische Wahrzeichen von Brasov
Die Schwarze Kirche Brasov dominiert den Hauptplatz der Altstadt und gilt als eines der wichtigsten gotischen Sakralbauwerke in Südosteuropa. Für viele Rumänien-Reisende ist sie das unübersehbare Wahrzeichen von Brasov – ähnlich prägend für die Silhouette der Stadt wie der Kölner Dom für Köln. Wer vom Marktplatz Piata Sfatului zum Kirchenportal hinübergeht, spürt sofort die besondere Atmosphäre: Kopfsteinpflaster, Bergkulisse der Karpaten, Turmglocken und das tiefe Läuten aus dem Inneren schaffen ein eindrucksvolles Zusammenspiel.
Typisch für die Stadt Brasov ist der starke deutschsprachige Einfluss: Die Schwarze Kirche war jahrhundertelang das geistliche Zentrum der Siebenbürger Sachsen, einer deutschsprachigen Minderheit, die in Siebenbürgen (Transsilvanien) ab dem Mittelalter ansässig war. Bis heute finden hier evangelisch-lutherische Gottesdienste statt, geführt von einer deutsch geprägten Gemeinde, während die Kirche gleichzeitig eine der bekanntesten Touristenattraktionen Rumäniens ist.
Der Name „Biserica Neagra“ geht auf ein Feuer zurück, bei dem die Außenmauern des Bauwerks stark verrußt und verdunkelt wurden. Dieses dramatische Ereignis hat sich so tief ins kollektive Gedächtnis der Stadt eingeschrieben, dass der Spitzname „Schwarze Kirche“ den ursprünglichen Patroziniumsnamen verdrängte. Heute ist die Fassade gereinigt und restauriert, der historische Name aber geblieben – ein sprechendes Symbol für Katastrophen, Wiederaufbau und die Widerstandskraft der Stadt.
Geschichte und Bedeutung von Biserica Neagra
Die Geschichte der Biserica Neagra reicht zurück in eine Zeit, in der Siebenbürgen ein Schnittpunkt zwischen dem Königreich Ungarn, dem Osmanischen Reich und später der Habsburgermonarchie war. Der Bau der Kirche begann im späten Mittelalter; verschiedene Quellen ordnen den Start in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts ein, also in eine Epoche, in der gotische Kathedralen in ganz Europa entstanden. Die Fertigstellung zog sich über viele Jahrzehnte hin, was sich noch heute an stilistischen Unterschieden und baulichen Erweiterungen erkennen lässt.
Damals trug die Kirche noch den Namen einer Heiligen, da sie ursprünglich als katholisches Gotteshaus erbaut wurde. Mit der Reformation im 16. Jahrhundert wurde die Gemeinde jedoch evangelisch-lutherisch. Damit gehört die Schwarze Kirche zu jenen bedeutenden Kirchen in Europa, die ihre konfessionelle Ausrichtung im Zuge der Reformation grundlegend verändert haben – ähnlich wie etwa die Nikolaikirche in Leipzig oder zahlreiche Kirchen in Norddeutschland.
Das vielleicht prägendste Ereignis in der Geschichte der Kirche war ein verheerender Stadtbrand im 17. Jahrhundert, bei dem große Teile Brasovs zerstört wurden. Auch das Dach und Teile des Innenraums der Kirche wurden schwer beschädigt, und die Mauern schwärzten unter den Flammen und Rauchschwaden. Aus diesem Brand entwickelte sich die Bezeichnung „Schwarze Kirche“, die sich im Rumänischen als „Biserica Neagra“ eingebürgert hat. Selbst nach Restaurierungen blieb der Name bestehen und wurde zum Markenzeichen.
Über Jahrhunderte war die Kirche nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch Ausdruck der Selbstbehauptung der städtischen Bürgerschaft. Die Siebenbürger Sachsen, die als Handwerker, Kaufleute und Stadträte großen Einfluss hatten, investierten beträchtliche Mittel in den Ausbau des Bauwerks. Die Kirche fungierte als Ort für Gottesdienste, Ratsfeiern, Predigten, aber auch als sichtbares Zeichen der wirtschaftlichen und kulturellen Stärke der Stadt im Handelsnetz zwischen Mitteleuropa und dem Schwarzen Meer.
Mit der Eingliederung Siebenbürgens in das moderne Rumänien und den politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts wandelte sich auch die Rolle der Kirche. Teile der deutschsprachigen Bevölkerung wanderten aus, und die Gemeinde wurde kleiner. Gleichzeitig gewann die Schwarze Kirche als nationales Kulturgut und als touristische Sehenswürdigkeit an Bedeutung. Heute ist sie ein Symbol für das multiethnische Erbe Brasovs und für den Dialog zwischen den Kulturen – ein Thema, das gerade für Besucher aus Deutschland mit Interesse an Geschichte und Minderheitenkulturen besonders spannend ist.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch gehört die Schwarze Kirche Brasov zu den bedeutendsten gotischen Hallenkirchen in Osteuropa. Der massive Baukörper, die steilen Dächer und der markante Turm sind typische Elemente der Hoch- und Spätgotik. Im Inneren erwartet Besuchende eine weit gespannte, lichtdurchflutete Hallenstruktur mit mächtigen Pfeilern, Spitzbogenarkaden und einem langgestreckten Schiff, das auf die Sakristei und den Chorbereich zuläuft.
Für deutsche Leserinnen und Leser hilft zur Einordnung: Während Kathedralen wie der Kölner Dom eine stark vertikale Wirkung entfalten, wirkt die Schwarze Kirche etwas gedrungener, aber sehr kraftvoll. Die Proportionen erinnern eher an einige große Hallenkirchen in Süddeutschland, etwa in Augsburg oder Ulm, wobei das rumänische Bauwerk in eine Berglandschaft eingebettet ist, die an Schweizer oder österreichische Alpenstädte erinnert.
Besonders hervorgehoben wird in vielen Fachpublikationen die große Orgel der Kirche. Sie gilt als eine der bedeutendsten sakralen Orgeln in der Region und zieht Organisten sowie Musikliebhaber aus aller Welt an. In der Kirche finden regelmäßig Orgelkonzerte statt, bei denen die herausragende Akustik und die Klangfülle des Instruments im Fokus stehen. Für Besucher aus Deutschland ist dies ein vertrauter Zugang: ähnlich wie in vielen deutschen Stadt- und Domkirchen ist auch hier die Orgel ein zentraler Teil des kulturellen Erlebnisses.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal sind die historischen Teppiche aus dem Osmanischen Raum, die im Innenraum der Kirche ausgestellt sind. Viele dieser Teppiche kamen durch Handel und Schenkungen nach Brasov und wurden über Jahrhunderte hinweg als wertvolle liturgische Ausstattung und Statussymbole genutzt. Sie zeugen von der engen Verzahnung der Stadt mit Handelsrouten, die weit über die Grenzen Europas hinausreichten. Kunsthistoriker verweisen häufig darauf, dass diese Sammlung orientalischer Teppiche in einer christlichen Kirche ein eindrucksvolles Beispiel für kulturellen Austausch und wechselseitige Einflüsse ist.
Auch die Ausstattung mit Altären, Skulpturen und Epitaphien ist bemerkenswert. In der Kirche befinden sich zahlreiche Grabplatten und Gedenkinschriften, oft mit deutschen oder lateinischen Texten, die an Mitglieder der Bürgerschaft, Handwerker oder Geistliche erinnern. Diese steinernen Dokumente machen die Schwarze Kirche zu einem lebendigen Geschichtsbuch: Wer genau hinsieht, entdeckt Jahreszahlen, Familiennamen und Zunftzeichen, die von der vielschichtigen Vergangenheit Brasovs erzählen.
An der Außenfassade fallen die Strebepfeiler, Maßwerkfenster und das Reliefschmuckwerk auf. Einige Figuren und Details wurden im Zuge von Restaurierungen ergänzt oder konserviert. Der Turm, der über den Dächern Brasovs aufragt, ist weithin sichtbar und fungiert im Stadtbild als Orientierungspunkt. Zusammen mit den umliegenden Bürgerhäusern und dem Rathaus am Piata Sfatului bildet die Schwarze Kirche ein Ensemble, das viele Reiseführer als eines der stimmungsvollsten Stadtbilder Rumäniens beschreiben.
Die Lichtstimmung im Inneren variiert mit der Tageszeit: Morgens durchfluten schräge Sonnenstrahlen die hohen Fenster, am späten Nachmittag taucht das gedämpfte Licht die Sandsteinpfeiler in warme Töne. Diese Atmosphäre wird von vielen Besucherinnen und Besuchern als besonders eindrucksvoll beschrieben – vor allem in Momenten, wenn die Orgel zu spielen beginnt oder der Raum in Stille gehüllt ist.
Schwarze Kirche Brasov besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise: Die Schwarze Kirche liegt im historischen Zentrum von Brasov, direkt südlich des Hauptplatzes Piata Sfatului. Brasov befindet sich in der Region Siebenbürgen im Zentrum von Rumänien, umgeben von den Karpaten. Von Deutschland aus ist die Anreise in der Regel per Flug nach Bukarest möglich, dem größten internationalen Flughafen Rumäniens. Von Frankfurt, München oder Berlin dauern Direkt- oder Umsteigeverbindungen nach Bukarest meist um die 2,5 bis 3 Stunden reine Flugzeit, je nach Route. Von Bukarest aus gelangt man mit dem Zug oder Fernbus in mehreren Stunden nach Brasov; die Fahrt führt durch hügelige Landschaften und bergige Abschnitte und gilt bei vielen Reisenden als besonders reizvoll. Für Urlauber, die einen Roadtrip planen, ist auch die Anreise per Pkw über Ungarn und Siebenbürgen möglich, erfordert aber je nach Startpunkt in Deutschland mehrere Reisetage.
- Vor Ort in Brasov: Innerhalb Brasovs ist die Schwarze Kirche bequem zu Fuß erreichbar, wenn man in oder nahe der Altstadt übernachtet. Öffentliche Busse verbinden die Wohnviertel und den Bahnhof mit dem Zentrum. Viele Reisende nutzen Taxis oder Fahrdienste, die in rumänischen Städten verbreitet sind. Für Fußgänger ist der Bereich um den Piata Sfatului weitgehend verkehrsberuhigt, sodass der Weg zur Kirche entspannt zu bewältigen ist.
- Öffnungszeiten: Die Schwarze Kirche öffnet üblicherweise tagsüber für Besucher, wobei die genauen Zeiten je nach Saison, Wochentag und liturgischen Anforderungen variieren können. In den Sommermonaten sind die Besuchszeiten oft ausgedehnter, um dem höheren Touristenaufkommen Rechnung zu tragen. Da Gottesdienste, Konzerte und Sonderveranstaltungen Vorrang haben, empfiehlt es sich, die jeweils aktuellen Öffnungszeiten unmittelbar vor dem Besuch direkt bei der Schwarzen Kirche Brasov oder bei der Tourismusinformation von Brasov zu prüfen. Hinweis: Öffnungszeiten können sich kurzfristig ändern, etwa an Feiertagen oder bei Restaurierungsarbeiten.
- Eintritt: Für die Besichtigung der Kirche wird in der Regel ein moderater Eintritt erhoben, der dem Erhalt des Bauwerks und der Finanzierung von Restaurierungen sowie kulturellen Angeboten dient. Der Betrag liegt meist im für deutsche Reisende gut überschaubaren Rahmen; teilweise werden ermäßigte Tickets für Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Gruppen angeboten. Da Preise im Laufe der Zeit angepasst werden können, sollten Besucher die aktuellen Eintrittsgebühren vor Ort oder über offizielle Informationskanäle prüfen. Üblicherweise kann sowohl in rumänischer Landeswährung als auch mit gängigen Kartenzahlungsmitteln gezahlt werden.
- Beste Reisezeit: Brasov ist zu allen Jahreszeiten reizvoll. Viele Besucher aus dem deutschsprachigen Raum schätzen vor allem das späte Frühjahr und den frühen Herbst: Dann sind die Temperaturen mild, die Stadt wirkt lebendig, aber nicht überfüllt, und die umliegenden Wälder färben sich je nach Saison in frischem Grün oder warmen Herbsttönen. Im Sommer kann es in der Stadt lebhafter und touristischer werden, während der Winter besondere Reize durch mögliche Schneefälle und winterliche Stimmung mitbringt. Für ausgiebige Innenbesichtigungen, einschließlich der Schwarzen Kirche, sind auch kühlere oder regnerische Tage gut geeignet, da der Aufenthalt im Kircheninneren wetterunabhängig ist.
- Sprache vor Ort: Amtssprache in Rumänien ist Rumänisch. In Brasov, insbesondere im touristischen Zentrum, kommen viele Menschen mit Englisch gut zurecht, und teilweise werden auch Deutschkenntnisse anzutreffen sein, nicht zuletzt aufgrund der historischen Präsenz der Siebenbürger Sachsen und der hohen Zahl an Besuchern aus dem deutschsprachigen Raum. In der Kirche selbst sind Beschilderungen und Informationen häufig mehrsprachig gestaltet. Es ist dennoch hilfreich, einige grundlegende rumänische Begriffe oder Höflichkeitsfloskeln zu kennen.
- Zahlung und Währung: Die lokale Währung in Rumänien ist der Leu (Plural Lei). Für Reisende aus Deutschland empfiehlt es sich, kleinere Beträge in Landeswährung mitzuführen, etwa für kleinere Einkäufe oder Trinkgelder. In Brasov – insbesondere in der Altstadt – werden Kreditkarten in Hotels, vielen Restaurants und größeren Geschäften in der Regel akzeptiert. Der Einsatz von EC-/Debitkarten und Mobile-Payment-Lösungen kann je nach Anbieter variieren; es lohnt sich, vor der Reise bei der eigenen Bank zu prüfen, welche Karten und Verfahren im außereuropäischen Ausland beziehungsweise in Nicht-Euro-Ländern unterstützt werden. Preise werden von deutschen Besucherinnen und Besuchern oft als vergleichsweise moderat empfunden, wobei touristisch geprägte Lokale etwas teurer sein können.
- Trinkgeld-Gepflogenheiten: In Rumänien ist Trinkgeld im Dienstleistungsbereich üblich. In Restaurants gilt ein Aufschlag von etwa 5–10 % des Rechnungsbetrags als gängige Größenordnung, sofern der Service zufriedenstellend war. Auch Taxifahrer, Reiseleiter oder Hotelpersonal freuen sich über ein kleines Trinkgeld. In der Kirche selbst werden häufig Spendenboxen für Erhaltungsmaßnahmen bereitgestellt; hier sind freiwillige Beiträge willkommen, aber nicht verpflichtend.
- Kleiderordnung und Verhalten: Die Schwarze Kirche ist ein aktives Gotteshaus. Besucherinnen und Besucher sollten sich entsprechend respektvoll kleiden: Schultern und Knie sollten idealerweise bedeckt sein, insbesondere während Gottesdiensten. Laute Gespräche und Telefonate sind im Innenraum unangebracht. Während liturgischer Feiern kann der touristische Besuch eingeschränkt oder anders organisiert sein – es ist ratsam, Hinweise des Personals zu beachten.
- Fotografieregeln: In historischen Kirchen – auch in der Schwarzen Kirche – können spezielle Regelungen für das Fotografieren gelten. Mancherorts wird das Fotografieren im Innenraum eingeschränkt oder nur ohne Blitz erlaubt, teilweise ist es nur gegen eine zusätzliche Gebühr gestattet. Das dient dem Schutz der Kunstwerke, der Wahrung der Andacht und dem geordneten Besucherfluss. Aktuelle Hinweise können vor Ort oder an der Kasse der Kirche erfragt werden.
- Zeitzone und Einreise: Rumänien liegt in der Osteuropäischen Zeit (EET) und ist damit in der Regel eine Stunde vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ); während der Sommerzeit bleibt der Zeitabstand in der Regel bei +1 Stunde gegenüber der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Für deutsche Staatsbürger gilt Rumänien als EU-Mitgliedstaat; Einreisebestimmungen können sich dennoch ändern. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Hinweise zur Sicherheit beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für Reisende empfiehlt sich zudem der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung, insbesondere wenn zusätzliche Leistungen über die übliche europäische Gesundheitskarte hinaus gewünscht sind.
Warum Biserica Neagra auf jede Brasov-Reise gehört
Die Biserica Neagra ist weit mehr als ein eindrucksvolles Fotomotiv. Sie bündelt wie ein Brennglas die komplexe Geschichte Siebenbürgens – von der mittelalterlichen Stadtgründung über Handelskontakte in den Orient bis hin zu den konfessionellen Umbrüchen der Reformation und den politischen Veränderungen des 20. Jahrhunderts. Wer die Kirche betritt, betritt zugleich ein Kapitel europäischer Kulturgeschichte.
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland eröffnet sich dabei ein besonderer Zugang: Die Tradition der Siebenbürger Sachsen, ihre Sprache, ihre religiöse Praxis und ihre Baukunst bilden eine vertraute, aber zugleich fremd anmutende Brücke zwischen Mitteleuropa und den Karpaten. In den Inschriften, Grabplatten und historischen Dokumenten der Schwarzen Kirche klingt diese Verbindung deutlich an; nicht selten stoßen Gäste auf Namen und Begriffe, die an süddeutsche, österreichische oder sogar rheinische Stadt- und Familiennamen erinnern.
Gleichzeitig ist der Besuch der Kirche ein sinnliches Erlebnis. Die kühle Luft im Inneren, das gedämpfte Licht, der Geruch von Stein und Holz, die farbigen Glasfenster und die Ornamente der orientalischen Teppiche lassen eine Atmosphäre entstehen, die sich von modernen Kirchenräumen deutlich unterscheidet. Wer an einem Orgelkonzert teilnimmt, erlebt die Schwarze Kirche noch einmal anders: Der Klang füllt das hohe Gewölbe, und das Zusammenspiel von Architektur und Musik macht deutlich, dass diese Kirche über Jahrhunderte als kulturelles Zentrum gedacht war.
Der Standort mitten in der Altstadt von Brasov bietet zudem die Möglichkeit, den Besuch im Gotteshaus mit einem Spaziergang durch die umliegenden Gassen, einen Aufstieg zur Stadtmauer oder zu einem Aussichtspunkt zu verbinden. Viele Reisende kombinieren die Besichtigung der Biserica Neagra mit einem Rundgang über den Hauptplatz, einem Besuch des alten Rathauses oder einem Ausflug mit der Seilbahn auf den Hausberg Tampa, von dem aus man eine eindrucksvolle Panoramaansicht von Stadt und Kirche hat.
Auch für Familien und kulturinteressierte Jugendliche kann der Besuch spannend sein: Die Schwarze Kirche bietet einen greifbaren Zugang zur Frage, wie Menschen in früheren Jahrhunderten gebaut, geglaubt und gelebt haben. Führungen – sofern in deutscher oder englischer Sprache verfügbar – können dabei helfen, Details zu entdecken, die man beim individuellen Rundgang vielleicht übersehen würde: etwa die Geschichten hinter einzelnen Epitaphien, die Bedeutung bestimmter Maßwerke oder die Herkunft der Teppiche.
Wer im Rahmen einer Rumänien-Reise mehrere Orte besucht – etwa Sibiu (Hermannstadt), Sighisoara (Schäßburg) oder Cluj-Napoca (Klausenburg) – wird feststellen, dass die Schwarze Kirche eine Art Referenzpunkt ist: Sie gehört zu den bekanntesten sakralen Wahrzeichen der Region und wird in vielen Reiseführern und Artikeln als „Pflichtstopp“ für Kulturreisende empfohlen. Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass man die historische Altstadt von Brasov erst dann wirklich verstanden hat, wenn man einige Zeit in der Biserica Neagra verbracht hat.
Schwarze Kirche Brasov in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke
In den sozialen Medien ist die Schwarze Kirche Brasov längst eine feste Größe: Reisende teilen Fotos von der Fassade im Abendlicht, Videos von Orgelkonzerten und Eindrücke von Stadtführungen, bei denen die Biserica Neagra als Höhepunkt gilt. Besonders beliebt sind Perspektiven vom Piata Sfatului aus, Aufnahmen bei winterlichem Schnee oder gegen den dramatischen Hintergrund der Karpaten.
Schwarze Kirche Brasov — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Schwarze Kirche Brasov
Wo genau liegt die Schwarze Kirche Brasov?
Die Schwarze Kirche Brasov befindet sich im historischen Zentrum der Stadt Brasov in der Region Siebenbürgen in Rumänien. Sie liegt unmittelbar südlich des Hauptplatzes Piata Sfatului und ist von dort in wenigen Schritten erreichbar. Umgeben ist sie von engen Gassen, Bürgerhäusern und weiteren historischen Gebäuden, die zusammen die Altstadt von Brasov bilden.
Was macht die Biserica Neagra so besonders?
Die Biserica Neagra ist eine der bedeutendsten gotischen Hallenkirchen Osteuropas und vereint mehrere Besonderheiten: Sie war über Jahrhunderte geistliches Zentrum der deutschsprachigen Siebenbürger Sachsen, besitzt eine bemerkenswerte Orgel und beherbergt eine außergewöhnliche Sammlung orientalischer Teppiche. Hinzu kommt ihre Geschichte als „Schwarze Kirche“, deren Name auf einen verheerenden Brand zurückgeht. Diese Kombination aus Architektur, Geschichte und Kunst macht sie zu einem einzigartigen Kulturdenkmal.
Wie viel Zeit sollte man fĂĽr einen Besuch einplanen?
Für einen ersten Eindruck inklusive Rundgang durch das Innere, das Betrachten der architektonischen Details und der Kunstwerke sowie ein Innehalten in der Kirchenhalle sollten Reisende mindestens 45–60 Minuten einplanen. Wer sich intensiver mit Inschriften, Teppichen und historischen Hintergründen beschäftigen oder an einer Führung oder einem Orgelkonzert teilnehmen möchte, sollte entsprechend mehr Zeit einrechnen.
Eignet sich die Schwarze Kirche auch fĂĽr Familien mit Kindern?
Ja, ein Besuch kann auch für Familien interessant sein, insbesondere wenn Kinder ein gewisses Interesse an Geschichte, Architektur oder Musik mitbringen. Die imposante Größe des Raums, die farbigen Fenster und die Orgel beeindrucken viele junge Besucher. Eltern sollten jedoch darauf achten, dass in der Kirche Ruhe und respektvolles Verhalten erwartet werden und gegebenenfalls Pausen im Freien auf dem Platz vor der Kirche einplanen.
Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr Brasov und die Schwarze Kirche?
Als besonders angenehm gelten für viele Reisende das späte Frühjahr und der frühe Herbst, wenn das Klima mild ist und sich die Stadt in lebendiger, aber nicht überfüllter Stimmung präsentiert. Im Sommer ist mit mehr touristischem Andrang zu rechnen, während der Winter eine besondere Atmosphäre mit Schnee und winterlicher Beleuchtung bieten kann. Für den Besuch der Schwarze Kirche selbst ist die Jahreszeit weniger entscheidend, da die Besichtigung im Innenraum stattfindet.
Mehr zu Schwarze Kirche Brasov auf AD HOC NEWS
Mehr zu Schwarze Kirche Brasov auf AD HOC NEWS:
Alle Beiträge zu „Schwarze Kirche Brasov" auf AD HOC NEWS ansehen ?Alle Beiträge zu „Biserica Neagra" auf AD HOC NEWS ansehen ?
