Senso-ji-Tempel Tokio: Zwischen Räucherduft und Neonlicht
20.05.2026 - 01:32:14 | ad-hoc-news.deWer vom trubeligen Tokio in wenigen Schritten in eine andere Welt eintauchen möchte, steht früher oder später vor dem Senso-ji-Tempel Tokio. Der buddhistische Tempel Senso-ji (wörtlich etwa „Tempel der vergänglichen Weisheit“) ist der älteste Großtempel der japanischen Hauptstadt – und bis heute einer ihrer meistbesuchten spirituellen und kulturellen Mittelpunkte.
Senso-ji-Tempel Tokio: Das ikonische Wahrzeichen von Tokio
Der Senso-ji-Tempel Tokio liegt im historischen Stadtteil Asakusa. Wo einst das alte Edo begann, treffen heute Räucherstäbchen, Omikuji-Loskästen und Selfiesticks aufeinander. Nach Angaben der offiziellen Tourismusorganisation Tokios besuchen jedes Jahr viele Millionen Menschen die Anlage – Einheimische, Pilger und internationale Gäste gleichermaßen.
Der Tempel ist der Göttin Kannon gewidmet, einer Bodhisattva-Gestalt des Mitgefühls, die in Japan sehr verehrt wird. Schon der Weg zum Hauptgebäude ist ein Erlebnis: Vom gewaltigen Donner-Tor Kaminari-mon mit seiner ikonischen roten Rieslaterne führt eine geschäftige Einkaufsstraße, die Nakamise-dori, direkt in das Herz der Anlage. Die Atmosphäre erinnert mehr an ein Fest als an einen stillen Gebetsort – und gerade darin liegt für viele Besucherinnen und Besucher aus Deutschland der besondere Reiz.
Japanische und internationale Reiseführer wie das „Japan National Tourism Organization“-Material und deutschsprachige Verlage wie Marco Polo oder DuMont heben übereinstimmend hervor, dass der Senso-ji zu den eindrücklichsten Orten gehört, um in Tokio traditionelle Architektur, religiöse Praxis und Alltagsleben zugleich zu erleben. Im Gegensatz zu vielen modernisierten Vierteln blieb Asakusa vergleichsweise kleinteilig und menschlich, was den Tempelbesuch besonders zugänglich macht.
Geschichte und Bedeutung von Senso-ji
Die Ursprünge des Senso-ji reichen mehr als 1.300 Jahre zurück. Laut offiziellen Informationen des Tempels und der Stadt Tokio soll eine Statue der Kannon im Jahr 628 von zwei Fischern im Sumida-Fluss gefunden worden sein. Ein lokaler Dorfvorsteher erkannte ihre spirituelle Bedeutung und verwandelte sein Haus in einen Schrein. Wenige Jahrzehnte später wurde ein erster Tempelbau errichtet. Damit ist der Senso-ji deutlich älter als die meisten heute bekannten Wahrzeichen Japans und entstand lange vor der Gründung des Deutschen Reiches im 19. Jahrhundert.
Im Verlauf der Jahrhunderte wuchs der Tempel zu einem wichtigen religiösen Zentrum der Region Edo heran. Unter der Tokugawa-Shogunatsherrschaft (17. bis 19. Jahrhundert) wurde Senso-ji privilegiert und weiter ausgebaut. Historikerinnen und Historiker betonen, dass der Tempel nicht nur religiöse, sondern auch soziale Funktionen hatte: Märkte, Theater und Volksfeste entwickelten sich rund um die Anlage. Asakusa galt bereits in der Edo-Zeit als lebendiger Vergnügungs- und Pilgerbezirk.
Die Anlage erlitt schwere Schäden während des Zweiten Weltkriegs. Tokio wurde mehrfach bombardiert, und auch Senso-ji blieb nicht verschont. Große Teile der historischen Gebäude brannten aus. Nach Kriegsende wurde der Tempel jedoch schrittweise wiederaufgebaut. Dieser Wiederaufbau ist laut offiziellen japanischen Stellen bewusst als Symbol für Frieden und Wiedergeburt verstanden worden. Heute sind der Haupttempel (Hondo), die fünfstöckige Pagode und das Kaminari-mon relativ junge Rekonstruktionen im traditionellen Stil – eine Information, die etwa die Deutsche Welle und japanische Kulturinstitutionen übereinstimmend nennen.
Religiös ist Senso-ji dem buddhistischen Tendai- und später dem unabhängigen Senso-ji-Zweig zuzuordnen, im Alltag vermischen sich jedoch oft buddhistische und shintoistische Elemente. Für deutsche Besucher ist wichtig zu wissen, dass die Japaner religiöse Identität meist weniger exklusiv verstehen: Man kann an Silvester in einem Shinto-Schrein beten, buddhistische Trauerfeiern haben und gleichzeitig christlich inspirierte Hochzeiten feiern. Diese pragmatische Haltung spiegelt sich auch im Tempelalltag von Senso-ji wider.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Auch wenn ein Großteil der Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg rekonstruiert wurde, orientiert sich die Architektur von Senso-ji an historischen Vorbildern. Dominant sind die kräftigen Rot- und Goldtöne sowie das geschwungene Dach des Haupttempels, das in Japan typisch für große buddhistische Anlagen ist. Die Deutsche Zentrale für Tourismus und japanische Behörden heben hervor, dass sich hier klassischer Baustil und moderne Technik verbinden: Stahlbeton-Konstruktionen sind häufig mit traditionellen Holzverkleidungen kombiniert, um sowohl Erdbebensicherheit als auch historische Wirkung zu gewährleisten.
Ein zentrales Wahrzeichen ist das Kaminari-mon, das „Donner-Tor“, mit seiner monumentalen roten Laterne. Sie wiegt mehrere hundert Kilogramm und wird regelmäßig erneuert. Links und rechts des Torbogens wachen Statuen der Götter Raijin (Donner) und Fujin (Wind). Viele Reisende aus Deutschland kennen diese Figuren aus Reiseführern oder Social-Media-Fotos, bevor sie sie im Original sehen. Der Durchgang durch das Tor markiert symbolisch den Übergang aus der hektischen Großstadt in den sakralen Bereich des Tempels – auch wenn die lebhafte Nakamise-dori dazwischen noch einmal ganz eigene Reize hat.
Die Nakamise-dori selbst ist eine der ältesten Einkaufsstraßen Tokios und wird von dutzenden kleiner Läden gesäumt. Hier werden traditionelle Süßigkeiten wie Ningyo-yaki (kleine Kuchen in Form von Tempelmotiven), Reiskekse, Fächer, Yukata (leichte Sommerkimono) und Souvenirs verkauft. Stadtführer wie der offizielle Stadtplan von Taito City und deutschsprachige Reisemagazine betonen, dass viele Geschäfte seit Generationen in Familienhand sind. Die Straße dient auch als wirtschaftliche Grundlage für die Nachbarschaft – und als visuelle Einstimmung auf den Tempel.
Im Innenhof des Tempels dominiert die HauptÂhalle, der Hondo. Im Inneren wird die Kannon-Statue verehrt, die der Legende nach im Sumida-Fluss gefunden wurde. Sie ist fĂĽr die Ă–ffentlichkeit nicht sichtbar; statt ihrer sieht man eine symbolische Figur. Typisch ist die groĂźe Spendenbox, in die Besucher MĂĽnzen werfen, bevor sie ein Gebet sprechen: Ein leichter Verbeugung, zweimaliges Klatschen, ein stilles Gebet – dann erneut eine Verbeugung. Diese Rituale können auch von Nicht-Buddhisten respektvoll nachvollzogen werden. ReisefĂĽhrer empfehlen, sich an den Einheimischen zu orientieren.
Ein auffälliges Element ist der Rauchkessel – ein großer bronzener Behälter, in dem Räucherstäbchen glimmen. Nach verbreiteter Vorstellung hat der Rauch eine reinigende und heilende Wirkung. Viele Menschen führen ihn über Kopf, Schultern oder schmerzende Körperteile. Dieses Schauspiel, zusammen mit dem Duft der Räucherstäbchen und den tiefen Schlaggeräuschen großer Tempelglocken, prägt die sinnliche Erfahrung von Senso-ji stark.
Neben der HauptÂhalle steht die fĂĽnfstöckige Pagode, eine typisch ostasiatische Turmstruktur. Laut mehrsprachigen Infomaterialien wurde die heutige Pagode in den 1960er-Jahren neu errichtet. In Japan sind Pagoden oft reliquienhaltig oder symbolisch dem Buddha gewidmet. FĂĽr deutsche Besucher bietet die Pagode ein wichtiges Orientierungselement in der Skyline von Asakusa, zumal im Hintergrund der ultramoderne Fernsehturm Tokyo Skytree aufragt. Der Kontrast zwischen traditioneller Pagode und Hochtechnologie-Bauwerk gehört zu den beliebtesten Fotomotiven.
Innerhalb der Tempelanlage finden sich zahlreiche kleinere Schreine, Statuen und Gärten. Besonders erwähnenswert ist der Asakusa-Schrein, ein Shinto-Schrein, der direkt neben dem buddhistischen Tempel steht. Er erinnert an die Gründerfiguren des Tempels – die Fischerbrüder und den Dorfvorsteher – und steht sinnbildlich für das Nebeneinander von Shintoismus und Buddhismus in Japan. Für deutsche Reisende, die meist eine klarere Trennung von Konfessionen kennen, ist diese Nähe zweier Religionen oft überraschend.
Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker betonen, dass Senso-ji nicht nur architektonisch, sondern auch ikonografisch interessant ist: Die vielen Holzschnitzereien, Deckenmalereien, Kalligraphien und Laterneninschriften erzählen Geschichten aus der buddhistischen und lokalen Mythologie. Offizielle Informationsmaterialien des Tempels verweisen darauf, dass einige Kunstwerke Spenden wohlhabender Kaufmannsfamilien oder Zünfte sind – ein Hinweis darauf, wie eng in Japan Religion, Bürgertum und Stadtgeschichte verwoben sind.
Senso-ji-Tempel Tokio besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise innerhalb Tokios: Senso-ji liegt im Stadtteil Asakusa im Bezirk Taito im Nordosten der Innenstadt. Die Anlage ist hervorragend an den öffentlichen Verkehr angebunden. Offizielle Verkehrsverbünde und Reiseführer nennen vor allem die Station Asakusa an der Ginza-Linie (Tokyo Metro), der Asakusa-Linie (Toei Subway) sowie der Tobu Skytree Line. Von den Metro-Ausgängen sind es nur wenige Gehminuten zum Kaminari-mon.
- Anreise aus Deutschland – Flug: Von Deutschland aus erfolgt die Anreise in der Regel per Flug nach Tokio. Von Frankfurt am Main (FRA) und München (MUC) gibt es meist Direktverbindungen zu den Flughäfen Tokio-Haneda (HND) oder Tokio-Narita (NRT). Die Flugzeit liegt je nach Route grob zwischen 11 und 13 Stunden. Von Berlin (BER), Düsseldorf (DUS) oder Hamburg (HAM) führen die gängigsten Verbindungen mit Umstieg über große Drehkreuze wie Helsinki, Istanbul, Dubai, Frankfurt oder München. Konkrete Flugpläne ändern sich regelmäßig, daher sollten aktuelle Verbindungen direkt bei Airlines oder Reiseportalen geprüft werden.
- Weiterreise vom Flughafen: Von Haneda aus ist Asakusa mit Bahn und Metro in der Regel in rund 40 bis 60 Minuten zu erreichen, von Narita aus je nach Verbindung in etwa 60 bis 90 Minuten. Offizielle Tourismusinformationen empfehlen oft eine Kombination aus Airport-Zug (z. B. Keisei oder JR) und Metro.
- Einreise und Visum: Für deutsche Staatsbürger gilt: Japan erlaubt in der Regel visumfreies Kurzzeitreisen für touristische Zwecke bis zu einer bestimmten Dauer. Die konkreten Bestimmungen können sich jedoch ändern. Es ist daher wichtig, vor Abreise die aktuellen Hinweise und Einreisevorschriften beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) sowie bei der japanischen Botschaft zu überprüfen.
- Zeitzone: Tokio liegt in der Zeitzone Japan Standard Time (JST), die in der Regel 8 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) liegt, während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) meist 7 Stunden. Japan stellt seine Zeit nicht auf Sommerzeit um.
- Ă–ffnungszeiten: Der äuĂźere Bereich der Tempelanlage von Senso-ji ist ganzjährig frei zugänglich. Die HauptÂhalle hat dagegen feste Ă–ffnungszeiten, die je nach Saison variieren können. Offizielle Informationsquellen geben fĂĽr viele Tage morgendliche Ă–ffnung in den FrĂĽhstunden und SchlieĂźung am späten Nachmittag oder frĂĽhen Abend an. Da sich Zeiten ändern können, sollten Reisende die aktuellsten Ă–ffnungszeiten direkt auf der offiziellen Website des Senso-ji-Tempels oder bei der Tourismusinformation Tokios prĂĽfen.
- Eintritt: Der Besuch der Tempelanlage und der HauptÂhalle ist ĂĽblicherweise kostenfrei, wodurch Senso-ji auch fĂĽr budgetbewusste Reisende attraktiv ist. FĂĽr bestimmte Sonderausstellungen, Museen oder Aussichtspunkte in der Umgebung können jedoch GebĂĽhren anfallen. Offizielle Kommunal- und Tourismusstellen weisen darauf hin, dass Spenden und der Kauf von Amuletten oder Omikuji-Losen wichtige Einnahmequellen fĂĽr den Tempel sind.
- Beste Reisezeit: Senso-ji kann ganzjährig besucht werden. Viele deutsche Reisende bevorzugen das Frühjahr (März bis Mai) zur Kirschblüte oder den Herbst (Oktober und November) für mildes Wetter und Herbstfärbung. Sommermonate können heiß und sehr feucht sein, der Winter ist oft sonnig, aber kühl. Für den Tempelbesuch selbst empfehlen Reiseführer die frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden, da der Andrang tagsüber – besonders an Wochenenden und Feiertagen – sehr groß ist. Speziell an Neujahr und während größerer Feste sind Wartezeiten einzuplanen.
- Sprache: Die Hauptsprache ist Japanisch. In touristischen Bereichen wie Asakusa sind englische Beschilderungen weit verbreitet, und viele Mitarbeiter in Hotels oder großen Läden sprechen Englisch. Deutschkenntnisse sind selten. Für deutsche Reisende kann eine Übersetzungs-App hilfreich sein, besonders für Speisekarten oder einfache Rückfragen. Höfliche Grundfloskeln auf Japanisch – etwa „Arigatou gozaimasu“ (Vielen Dank) – werden sehr geschätzt.
- Zahlung und Währung: In Japan wird mit Yen bezahlt. Die Kurse schwanken, daher lohnt ein Blick auf aktuelle Wechselkurse, um grobe Umrechnung in Euro vorzunehmen. In Tokio sind Kreditkarten (z. B. Visa, Mastercard) häufig akzeptiert, insbesondere in Hotels, größeren Restaurants und Kaufhäusern. Kleinere Läden oder Tempelstände bevorzugen jedoch oft Bargeld. Mobile Payment (z. B. Suica- oder Pasmo-Karten, teils Apple Pay/Google Pay) gewinnt an Bedeutung. Deutsche Girocards werden nicht immer akzeptiert, daher ist eine Kreditkarte plus etwas Bargeld empfehlenswert.
- Trinkgeld: Anders als in Deutschland ist Trinkgeld in Japan unüblich und kann sogar als irritierend empfunden werden. Der Service ist in der Regel im Preis inbegriffen. Dank auszudrücken erfolgt eher durch höfliche Worte als durch Geld. Ausnahmen sind internationale Hotelketten, in denen Trinkgeld teilweise toleriert wird. Am Senso-ji-Tempel selbst wird kein Trinkgeld gegeben, Spenden erfolgen durch Münzgaben in die dafür vorgesehenen Spendenkästen.
- Kleiderordnung und Verhalten: Es gibt keine strenge Kleiderordnung wie in manchen Kirchen oder Moscheen, dennoch ist respektvolle, nicht zu freizügige Kleidung angemessen. In Tempelgebäuden sollten Mützen abgenommen werden. Beim Betreten bestimmter Innenräume müssen Schuhe ausgezogen werden; entsprechende Hinweise sind meist klar ersichtlich. Fotografieren im Außenbereich ist generell erlaubt, in Innenräumen können Einschränkungen gelten. Es ist ratsam, sich an Beschilderungen und Hinweise des Personals zu halten.
- Fotografieregeln: Der Senso-ji-Tempel Tokio ist eines der meistfotografierten Motive der Stadt. Offizielle Hinweise und ReisefĂĽhrer betonen, dass zwar viel fotografiert wird, aber Gebetsbereiche und Personen beim Beten mit Respekt behandelt werden sollten. In manchen Hallen ist Fotografieren ausdrĂĽcklich verboten. Drohnen sind in der Regel nicht gestattet.
- Gesundheit und Sicherheit: Tokio gilt als sehr sichere Metropole mit niedriger Kriminalitätsrate. Für Reisende aus Deutschland besteht innerhalb der EU ein anderer Versicherungsschutz als in Japan; daher ist eine Auslandskrankenversicherung für den Aufenthalt in Japan dringend zu empfehlen. Informationen zu Gesundheitsrisiken und empfohlenen Impfungen gibt das Auswärtige Amt und das Robert Koch-Institut.
- Barrierefreiheit: Viele Bereiche des Tempels sind relativ gut erschlossen, und es gibt Rampen oder Aufzüge. Wie bei historischen Anlagen üblich, können jedoch nicht alle Bereiche vollständig barrierefrei sein. Offizielle Tourismusstellen empfehlen, sich bei spezifischen Anforderungen vorab zu informieren.
- Einreisebestimmungen: Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise, Sicherheitsinformationen und etwaige gesundheitliche Vorgaben für Japan vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen, da sich Vorschriften – etwa bezüglich Einreisedokumenten, Impfungen oder Zollbestimmungen – ändern können.
Warum Senso-ji auf jede Tokio-Reise gehört
Für viele Reisende aus Deutschland ist der Senso-ji-Tempel Tokio der erste Berührungspunkt mit der spirituellen Seite Japans. Im Unterschied zu ländlichen Schreinen oder abgelegenen Klöstern ist der Tempel mit der Metro leicht erreichbar und lässt sich problemlos in einen städtischen Sightseeing-Tag integrieren. Trotzdem gelingt hier eine eindrucksvolle Entschleunigung: Wer früh am Morgen kommt, erlebt Mönche bei Ritualen, ältere Menschen bei stillen Gebeten und die Anlage in einem vergleichsweise ruhigen Zustand.
Im Laufe des Tages verwandelt sich das Gelände in eine Art riesigen Jahrmarkt mit spirituellem Kern. Familien kaufen Glücksbringer für Prüfungen oder Gesundheit, junge Paare ziehen Omikuji-Lose, die ihnen Glücksprognosen geben, und Touristinnen und Touristen probieren regionale Snacks. Reisemagazine wie „GEO Saison“ oder „Merian“ betonen regelmäßig, dass Senso-ji zu den Orten gehört, an denen Tokio sich am intensivsten anfühlt – nicht steril und futuristisch, sondern bunt, laut und voller Kontraste.
Rund um den Tempel liegen zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Nur wenige Minuten entfernt bietet der Sumida-Park Aussicht auf den Fluss und den Tokyo Skytree. Eine Bootsfahrt auf dem Sumida-Fluss lässt sich gut mit einem Tempelbesuch verbinden. In den schmalen Seitenstraßen von Asakusa finden sich kleine Izakaya (japanische Kneipen), Handwerksläden und traditionelle Ryokan-Gasthäuser. Damit eignet sich der Tempelbereich hervorragend als Ausgangspunkt, um Tokio jenseits der Hochhausviertel Shinjuku oder Shibuya kennenzulernen.
Für deutsche Besucher ist zudem die historische Dimension interessant: Während in Europa viele religiöse Bauwerke wie der Kölner Dom oder der Stephansdom in Wien mittelalterlichen Ursprungs sind und als steinerne Monumente überdauern, ist Senso-ji ein Beispiel für die japanische Tradition des Erneuerns. Gebäude werden im Lauf der Jahrhunderte immer wieder erneuert, erweitert oder rekonstruiert – das Heiligtum lebt sozusagen mit der Stadt und ihren Bewohnern. Dieser dynamische Umgang mit Geschichte kann inspirierend wirken und den Blick auf eigene Denkmäler verändern.
Nicht zuletzt ist der Tempel auch fotografisch ein Highlight: Die Kombination aus der roten Pagode, den hohen Toren, der geschäftigen Nakamise-dori und dem entfernten Skytree liefert Motive, die sich sowohl für klassische Reisefotografie als auch für Social-Media-Posts eignen. Viele deutsche Besucherinnen und Besucher berichten in Medieninterviews und Reiseberichten, dass der erste Moment vor dem Kaminari-mon mit der riesigen Laterne zu den eindrucksvollsten Erinnerungen ihrer Tokio-Reise zählt.
Senso-ji-Tempel Tokio in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke
Digitale Plattformen spielen bei der Wahrnehmung des Senso-ji-Tempels eine wichtige Rolle. Auf Instagram, TikTok, YouTube und anderen Netzwerken finden sich unzählige Fotos und Videos von Sonnenaufgängen über Asakusa, nächtlich beleuchteten Pagoden und Streetfood-Ständen auf der Nakamise-dori. Diese Inhalte prägen die Erwartungen vieler deutscher Reisender, lange bevor sie selbst vor Ort sind.
Senso-ji-Tempel Tokio — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Senso-ji-Tempel Tokio
Wo liegt der Senso-ji-Tempel Tokio genau?
Der Senso-ji-Tempel liegt im Stadtteil Asakusa im Bezirk Taito im Nordosten der Innenstadt von Tokio, Japan. Die nächstgelegene große Haltestelle ist die Station Asakusa, die von mehreren Metro- und Bahnlinien angefahren wird. Von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zum eindrucksvollen Kaminari-mon, dem Eingangstor zum Tempelgelände.
Wie alt ist der Senso-ji und warum ist er so bedeutend?
Die Tempeltradition des Senso-ji geht der Legende nach auf das Jahr 628 zurück, als eine Statue der Kannon im Sumida-Fluss gefunden wurde. Damit ist Senso-ji der älteste große buddhistische Tempel Tokios und war über Jahrhunderte Zentrum religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in der Region. Seine Bedeutung liegt heute sowohl in der spirituellen Funktion als Pilgerort als auch in der Rolle als Wahrzeichen der Stadt und Symbol ihres Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg.
Was kostet der Besuch des Senso-ji-Tempels?
Der Zugang zur Tempelanlage und zum Hauptgebäude ist üblicherweise kostenfrei. Besucher können jedoch freiwillige Spenden geben oder kleine Glücksbringer, Talismane und Wahrsage-Lose erwerben, die wenige Euro (umgerechnet einige Hundert Yen) kosten. Für bestimmte Sonderbereiche oder Museen in der Umgebung können separate Eintrittsgebühren erhoben werden.
Wann ist die beste Zeit fĂĽr einen Besuch des Senso-ji?
Der Tempel kann ganzjährig besucht werden. Für angenehmes Wetter bieten sich insbesondere Frühling und Herbst an. Unabhängig von der Jahreszeit empfehlen Reiseführer oft frühe Morgenstunden oder spätere Abendstunden, um den größten Besucherandrang zu vermeiden und eine ruhigere Atmosphäre zu erleben. Zu Jahreswechsel, an Wochenenden und an Feiertagen ist mit besonders vielen Besucherinnen und Besuchern zu rechnen.
Wie verhalte ich mich als deutscher Tourist respektvoll im Senso-ji?
Respektvolles Verhalten umfasst vor allem: angemessene Kleidung (nicht zu freizügig), leise Stimme im Gebetsbereich, das Befolgen von Hinweisen zum Fotografieren sowie das Einhalten der Tempelrituale, wenn man aktiv teilnehmen möchte (z. B. Spende einwerfen, kurz verbeugen, Hände zum Gebet zusammenlegen). Schuhe werden nur dort ausgezogen, wo es ausdrücklich verlangt wird. Trinkgeld wird nicht gegeben; wer den Tempel unterstützen möchte, kann eine Spende hinterlassen oder einen Glücksbringer kaufen.
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