Sete Cidades, Portugal

Sete Cidades und die zwei Farben eines Kratersees

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 09:27 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Sete Cidades bei Ponta Delgada verbindet einen vulkanischen Krater mit blauen und grĂŒnen Seen – und einer Landschaft voller GegensĂ€tze

Isometrisches Diorama von Sete Cidades Azoren in Ponta Delgada, Portugal in Pastell
Isometrisches Diorama von Sete Cidades Azoren und Umgebung in Ponta Delgada Portugal, verspielte Low-Poly-Kulisse in, Illustration mit AI erstellt.

Sete Cidades liegt am westlichen Ende der portugiesischen Azoreninsel São Miguel. Im Zentrum der vulkanischen Caldera liegen Lagoa Azul und Lagoa Verde, zwei miteinander verbundene WasserflÀchen mit unterschiedlichen Farbtönen.

Sete Cidades: zwei Seen in einer vulkanischen Caldera

Die Landschaft von Sete Cidades wird von einer großen Einbruchcaldera geprĂ€gt. Ihre WĂ€nde steigen rund um den Talboden an und schließen eine Landschaft ein, in der Wasser, KraterhĂ€nge und Vulkanformen eng zusammenliegen. Die Caldera besitzt einen durchschnittlichen Durchmesser von etwa 5,3 Kilometern und erreicht eine maximale Tiefe von ungefĂ€hr 630 Metern. Die Caldera von Sete Cidades entstand vor rund 36.000 Jahren.

Auf ihrem Grund liegt die Lagoa das Sete Cidades. Der See gliedert sich in die Lagoa Azul und die Lagoa Verde, die durch einen schmalen Durchlass miteinander verbunden sind. Eine StraßenbrĂŒcke quert diese Verbindung. Von Aussichtspunkten am Kraterrand erscheinen die beiden WasserflĂ€chen als blau-grĂŒnes Paar innerhalb des weitlĂ€ufigen Vulkankessels.

Lagoa Azul und Lagoa Verde im Wechselspiel des Lichts

Die Namen der beiden Teilseen beziehen sich auf ihre sichtbaren Farbtöne. Die Lagoa Azul liegt im grĂ¶ĂŸeren nördlichen Bereich und wird als blauer See bezeichnet. Die Lagoa Verde nimmt den sĂŒdlichen Bereich ein und trĂ€gt den Namen des grĂŒnen Sees. Zwischen beiden WasserflĂ€chen verlĂ€uft die schmale Verbindung, die den See rĂ€umlich teilt.

Das Farbspiel gehört zur unmittelbaren Erscheinung von Sete Cidades. Himmel, Vegetation und WasserflĂ€chen treffen im Kraterbecken aufeinander. Die HĂ€nge sind von dichtem GrĂŒn bedeckt, wĂ€hrend die Seen in der Mitte der Caldera große offene FlĂ€chen bilden. Die Kombination aus dunklen VulkanhĂ€ngen, hellen HĂ€usern und unterschiedlich gefĂ€rbtem Wasser prĂ€gt den Blick auf die Ortschaft.

Die Seen sind Teil eines grĂ¶ĂŸeren vulkanischen Systems. Innerhalb der Caldera liegen außerdem die kleineren Seen Lagoa de Santiago und Lagoa Rasa. Am Rand des Vulkankessels befinden sich weitere Kraterformen, darunter Schlackenkegel, Tuffringe und Lavadome. Das vulkanische Becken von Sete Cidades gehört damit zu einer vielgestaltigen Landschaft aus Lava, Asche und pyroklastischen Ablagerungen.

Vulkanische Geschichte zwischen Kraterrand und Talboden

Der Vulkan von Sete Cidades ist ein polygenetischer Stratovulkan. Er besteht aus ĂŒbereinanderliegenden Lavaströmen und pyroklastischen Schichten. Die Ă€ltesten datierten Laven des Vulkans sind etwa 210.000 Jahre alt. Die heutige Caldera formte sich in mehreren Entwicklungsphasen, deren wichtigste vor ungefĂ€hr 22.000 Jahren stattfand.

Nach der Ausbildung der Caldera kam es innerhalb des Vulkans zu weiteren AusbrĂŒchen. Die jĂŒngste der in der Schutzgebietsverwaltung genannten Eruptionen fand um 1439 in der Caldeira Seca statt. Die vulkanische Geschichte bleibt im GelĂ€nde durch Kraterseen, Kegel und unterschiedlich gefĂ€rbte Gesteine sichtbar. Die Entstehung der Caldera steht im Zusammenhang mit mĂ€chtigen Ablagerungen aus Bimsstein und weiteren pyroklastischen Materialien.

Sete Cidades liegt im Kreis Ponta Delgada und gehört zur westlichen Landschaft von São Miguel. Das Schutzgebiet umfasst rund 2.173 Hektar. Die FlÀche ist als Ramsar-Gebiet ausgewiesen und Teil des UNESCO Global Geoparks der Azoren. Damit verbindet der Ort einen See, eine bewohnte Ortschaft und ein geologisches Schutzgebiet.

Sete Cidades besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Sete Cidades liegt im Westen von SĂŁo Miguel, westlich von Ponta Delgada. Die Zufahrt fĂŒhrt ĂŒber die Straßen der Insel zum Kraterrand und in die Ortschaft am See.
  • Die Landschaft umfasst steile CalderawĂ€nde, Aussichtspunkte am Kraterrand und Wege entlang der WasserflĂ€chen. Zwischen den Höhenlagen und dem Talboden bestehen deutliche Steigungen.
  • Die StraßenbrĂŒcke quert den schmalen Durchlass zwischen Lagoa Azul und Lagoa Verde. Der Übergang verbindet die beiden Uferbereiche innerhalb der Caldera.
  • Amtssprache ist Portugiesisch, gezahlt wird in Euro.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Sete Cidades auf Social-Media-Plattformen

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Sete Cidades: hÀufige Fragen

Wo liegt Sete Cidades?

Sete Cidades liegt am westlichen Ende der Insel São Miguel im Kreis Ponta Delgada. Die Ortschaft befindet sich innerhalb einer großen vulkanischen Caldera.

Was bietet ein Besuch in Sete Cidades?

Zu sehen sind die Lagoa Azul und die Lagoa Verde, Aussichtspunkte am Kraterrand, die Ortschaft am Talboden und weitere vulkanische Formen.

Was kennzeichnet Sete Cidades?

Der Ort verbindet eine große Einbruchcaldera mit zwei benannten Teilseen. Lagoa Azul und Lagoa Verde bilden ein blau-grĂŒnes Wasserpaar innerhalb des Vulkankessels.

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