Sphinx von Gizeh, Abu al-Hawl

Sphinx von Gizeh: Abu al-Hawl und das Rätsel der Wüste

24.05.2026 - 01:08:42 | ad-hoc-news.de

Die Sphinx von Gizeh, lokal Abu al-Hawl genannt, bewacht seit Jahrtausenden die Pyramiden von Gizeh in Ägypten – ein Monument voller Rätsel, Restaurierungen und Detailwissen, das viele Reisende aus Deutschland übersehen.

Sphinx von Gizeh, Abu al-Hawl, Ägypten
Sphinx von Gizeh, Abu al-Hawl, Ägypten

Am Rand der Sahara, dort, wo der Sand direkt an den Stadtrand von Gizeh stößt, taucht sie aus dem gelblichen Dunst auf: die Sphinx von Gizeh, auf Arabisch „Abu al-Hawl“ („Vater des Schreckens“). Der riesige Löwenkörper mit menschlichem Kopf scheint seit Jahrtausenden auf die Ebene vor den Pyramiden zu blicken – und übt bis heute eine Faszination aus, die kaum ein anderes Bauwerk in Ägypten erreicht.

Sphinx von Gizeh: Das ikonische Wahrzeichen von Gizeh

Für viele Reisende aus Deutschland ist die Sphinx von Gizeh der Moment, in dem sich ein Kindheitstraum erfüllt: Plötzlich steht man vor dem monumentalen Steinwesen, das man zuvor nur aus Schulbüchern, Filmen und Dokumentationen kannte. Der Kopf mit der königlichen Nemes-Kopfbinde, der mächtige Löwenkörper, die tiefen Erosionsspuren – alles wirkt gleichzeitig vertraut und doch überraschend fremd.

Die Sphinx bildet mit den Pyramiden von Gizeh eines der bekanntesten Ensembles des UNESCO-Welterbes. Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) bezeichnet das Plateau von Gizeh als herausragendes Zeugnis der altägyptischen Hochkultur. Internationale Fachmedien wie „National Geographic“ und „GEO Epoche“ betonen immer wieder, dass gerade Abu al-Hawl dem Areal eine fast theatralische Inszenierung verleiht: Die Sphinx ist das „Gesicht“ der Königsnekropole.

Wer aus Kairo nach Gizeh fährt, erlebt zudem einen starken Kontrast: dichter Verkehr, hupende Autos, moderne Apartmentblöcke – und plötzlich öffnet sich der Blick auf die Pyramiden und die Sphinx. Diese unmittelbare Nähe zwischen Millionenmetropole und antikem Monument sorgt gerade bei Besuchenden aus Mitteleuropa für Staunen. Anders als abgelegene Burgen oder Schlösser in Deutschland steht dieses monumentale Relikt der Frühgeschichte praktisch direkt am Stadtrand.

Geschichte und Bedeutung von Abu al-Hawl

Die genaue Entstehungszeit der Sphinx von Gizeh ist bis heute Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Diskussionen. Die meisten Ägyptologinnen und Ägyptologen datieren die Figur in die Zeit der 4. Dynastie des Alten Reiches, also etwa in das 26. Jahrhundert vor Christus. Nach Angaben des Ägyptischen Antikenministeriums und Darstellungen in Referenzwerken wie der „Encyclopaedia Britannica“ wird sie überwiegend mit der Regierungszeit von Pharao Chephren (auch Khafre geschrieben) in Verbindung gebracht, dem Erbauer der mittleren der drei großen Pyramiden von Gizeh.

Ein zentrales Indiz ist die Lage der Sphinx im direkten Achsenbezug zum Taltempel Chephrens und zur Chephren-Pyramide. Zudem weist die Gesichtszüge-Diskussion darauf hin, dass die Sphinx wahrscheinlich das Antlitz dieses Königs trägt. Deutsche Ägyptologen, etwa in Publikationen des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und im Magazin „Antike Welt“, ordnen die Sphinx daher weitgehend konsensual in die Chephren-Zeit ein, warnen aber zugleich davor, offene Detailfragen vorschnell als gelöst zu betrachten.

Über die ursprüngliche religiöse Funktion des Monuments herrscht mehr Klarheit: Die Sphinx verkörpert die Macht des Pharaos als göttlicher Herrscher, der in Löwengestalt seinen Totentempel und das gesamte Plateau schützt. In altägyptischen Vorstellungen symbolisiert der Löwe Kraft und königliche Autorität. Der menschliche Kopf mit königlicher Kopfbinde (Nemes) unterstreicht diese Deutung. In Kombination mit dem Sonnenkult von Heliopolis wurde die Sphinx später teilweise mit dem Sonnengott Re-Harachte verbunden – eine Verbindung, die sich etwa in Inschriften aus dem Neuen Reich widerspiegelt, auf die renommierte Forschungseinrichtungen wie das British Museum hinweisen.

Im Verlauf der Jahrtausende geriet Abu al-Hawl immer wieder in Vergessenheit, wurde vom Sand verschüttet und später neu entdeckt. Schon im Neuen Reich ließen Pharaonen wie Thutmosis IV. Teile der Sphinx freilegen und restaurieren. Die berühmte sogenannte Traumstele zwischen den Pranken – heute stark verwittert – berichtet, dass Thutmosis im Traum von der halb verschütteten Sphinx den Auftrag bekam, sie zu befreien, wofür ihm die Königswürde verheißen wurde. Diese Erzählung ist nach Einschätzung von Fachleuten zwar propagandistisch, bestätigt aber, dass die Sphinx bereits in der Antike als Heiligtum verehrt wurde.

In der Neuzeit weckten vor allem die napoleonischen Ägypten-Expeditionen und die frühen Reisen europäischer Forscher das Interesse an Abu al-Hawl. Historische Stiche und Zeichnungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, etwa in Sammlungen des Louvre oder der Bibliothèque Nationale de France, zeigen eine Sphinx, deren Körper weitgehend im Sand versinkt, nur Kopf und Teile des Oberkörpers ragen heraus. Erst im 20. Jahrhundert wurden großangelegte Ausgrabungs- und Restaurierungskampagnen durchgeführt, koordiniert von ägyptischen Behörden in Zusammenarbeit mit internationalen Teams.

Besonders in den 1920er- und 1930er-Jahren sowie erneut in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es zu umfangreichen Freilegungen und Stabilierungsmaßnahmen. Fachartikel in „Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo“ und Stellungnahmen des „Supreme Council of Antiquities“ in Ägypten betonen, dass die Sphinx heute als überaus fragiles Objekt gilt: Wind- und Sandkorrosion, Luftverschmutzung aus dem Großraum Kairo und Grundwasserveränderungen setzen dem Kalksteinkörper kontinuierlich zu.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

In architektonischer Hinsicht ist die Sphinx von Gizeh eine Besonderheit: Sie wurde nicht aus Einzelblöcken errichtet, sondern direkt aus einem natürlichen Kalksteinrücken herausgemeißelt. Besucherinnen und Besucher sehen damit in gewisser Weise einen geformten Hügel, dessen weiche Gesteinsschichten noch heute an manchen Stellen erkennbar sind. Fachbeiträge von Institutionen wie dem DAI und der UNESCO heben hervor, dass die Sphinx eine Gesamtlänge von rund 73 m und eine Höhe von etwa 20 m erreicht – Zahlen, die in verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen übereinstimmend genannt werden. Zum Vergleich: Der Kölner Dom ist deutlich höher (rund 157 m), doch die horizontale Ausdehnung der Sphinx und ihr kompaktes Volumen machen das Monument vor Ort äußerst eindrucksvoll.

Besonders auffällig sind der Kopf und das Gesicht. Die Sphinx trägt die für altägyptische Könige typische Nemes-Kopfbinde, die in Streifen über Schultern und Brust fällt. In der Antike schmückte die Stirn vermutlich ein Uräus – eine aufgerichtete Kobra als Schutzsymbol –, der heute nicht mehr erhalten ist. Auch die Nase fehlt, was in der Populärkultur zu zahlreichen Mythen geführt hat. Während ältere Geschichten teilweise Mamelucken oder napoleonische Soldaten verantwortlich machten, deuten kunsthistorische Studien und frühe Zeichnungen eher auf eine schrittweise Zerstörung durch Erosion und möglicherweise gezielte Beschädigungen in verschiedenen Epochen hin. Eindeutig belegte Einzeltäter oder -ereignisse gibt es dafür jedoch nicht.

Archäologische Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass Teile des Körpers mit zusätzlichen Kalksteinblöcken verkleidet wurden, um Form und Stabilität zu verbessern. Restaurierungsberichte des Ägyptischen Antikenministeriums beschreiben, dass diese Verkleidungen im Laufe der Jahrtausende mehrfach ergänzt und ausgebessert wurden. Moderne Restaurierungen nutzen teils andere Materialien, was Fachleute kritisch begleiten, um den ursprünglichen Charakter nicht zu verfälschen. In deutschen Fachmagazinen wird diese Restaurierungsgeschichte häufig als Beispiel dafür genannt, wie komplex die Bewahrung ikonischer Monumente im Spannungsfeld zwischen Authentizität und Sicherheit ist.

Künstlerisch ist Abu al-Hawl auch ein Schlüsselwerk für die Entwicklung der Sphinx-Darstellung im alten Ägypten. Spätere Sphingen, etwa im Tempel von Karnak in Luxor, sind deutlich kleiner, oft in Reihen angeordnet und meist besser erhalten. Sie greifen aber das gleiche Grundmotiv auf: eine Mischgestalt, die göttliche und königliche Macht vereint. Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker betonen, dass die monumentale Größe der Gizeh-Sphinx die Einzigartigkeit des Königs Chephren und die Bedeutung der Gizeh-Nekropole unterstreichen sollte.

Auch aus geologischer Perspektive ist die Sphinx interessant. Untersuchungen von Gesteinsproben, unter anderem diskutiert in internationalen Zeitschriften zur Archäologie und Geologie, zeigen unterschiedliche Härtegrade innerhalb des Kalksteins. Härtere Schichten blieben besser erhalten, weichere verwitterten stärker – was die unregelmäßige Oberflächenstruktur und die tiefen Erosionsspuren am Körper erklärt. Diese geologischen Faktoren erschweren die Restaurierung und erfordern kontinuierliche Überwachung durch Expertenteams.

Heute ist die Sphinx Teil des „Giza Plateau“-Projekts, in dessen Rahmen ägyptische Behörden und internationale Partner versuchen, Forschung, Tourismusmanagement und Denkmalschutz besser aufeinander abzustimmen. Berichte von Organisationen wie der UNESCO und dem „Giza Project“ der Harvard University weisen darauf hin, dass digitale 3D-Dokumentation, Laserscans und klimatische Messungen helfen sollen, das Monument dauerhaft zu schützen.

Sphinx von Gizeh besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Sphinx von Gizeh liegt am westlichen Nilufer auf dem Gizeh-Plateau, unmittelbar neben den drei großen Pyramiden von Gizeh. Von Kairo-Zentrum sind es je nach Verkehrslage etwa 15 bis 20 km. Für Reisende aus Deutschland bieten sich meist Flüge nach Kairo (CAI) ab großen Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg an. Direktverbindungen werden von verschiedenen Airlines zeitweise angeboten; die Flugzeit liegt – je nach Route – grob bei 4 bis 5 Stunden. Vor Ort geht es typischerweise mit Taxi, vorab gebuchtem Transfer, App-basierten Fahrdiensten oder im Rahmen einer organisierten Tour weiter nach Gizeh. Deutsche Reisende sollten bei der Planung berücksichtigen, dass der Verkehr im Großraum Kairo sehr dicht sein kann, weshalb zusätzliche Pufferzeiten sinnvoll sind.
  • Öffnungszeiten
    Das Gizeh-Plateau, zu dem die Sphinx von Gizeh gehört, ist grundsätzlich tagsüber zugänglich, meist von den frühen Morgenstunden bis in den späten Nachmittag. Exakte Öffnungszeiten können saisonal und organisatorisch variieren; die offiziellen Angaben der ägyptischen Antikenbehörden und der Tourismusbehörden verweisen darauf, dass Besucherinnen und Besucher die jeweils aktuellen Zeiten direkt bei den ägyptischen Antiquities-Authorities oder auf offiziellen Tourismuswebseiten prüfen sollten. Auch die Kasse vor Ort informiert über tagesaktuelle Regelungen.
  • Eintritt
    Der Besuch der Sphinx erfolgt in der Regel mit einem Gesamtticket für das Gizeh-Plateau, dessen Preisstruktur gelegentlich angepasst wird. Offizielle Stellen weisen darauf hin, dass es unterschiedliche Tarife für das Plateau, den Eintritt in Pyramidenkammern und weitere Museen in der Umgebung geben kann. Da sich Ticketpreise und Leistungsumfang ändern, empfiehlt es sich, vor der Reise die aktuellen Angaben bei der ägyptischen Tourismusbehörde oder direkt vor Ort zu prüfen. Bei grober Orientierung lässt sich sagen, dass Eintrittspreise in Ägypten im Vergleich zu vielen großen europäischen Attraktionen für Besucher aus Deutschland oft moderat wirken, Wechselkursschwankungen jedoch einzuplanen sind. Bezahlt wird vor Ort meist in ägyptischen Pfund; zur Orientierung können Reisende grob umrechnen, dass sich Beträge häufig im Bereich von einigen bis wenigen Dutzend Euro (in ägyptischen Pfund) bewegen, genaue Summen sollten aber aktuell recherchiert werden.
  • Beste Reisezeit
    Ägypten hat ein heißes, trockenes Wüstenklima. Für den Besuch der Sphinx von Gizeh empfehlen Reiseführer wie der ADAC Reiseführer, Marco Polo oder Merian in der Regel die Monate von Herbst bis Frühjahr, also grob von Oktober bis April. In dieser Zeit sind die Temperaturen häufig angenehmer als im Hochsommer, wenn es tagsüber deutlich über 35 °C werden kann. Auch innerhalb eines Tages lohnt sich Planung: Frühmorgens ist es oft noch vergleichsweise kühl und die Lichtstimmung auf Sphinx und Pyramiden besonders eindrucksvoll, während es zur Mittagszeit sehr heiß und voll werden kann. Der Nachmittag bietet oft warmes, goldenes Licht, allerdings auch wieder stärkeren Besucherandrang. Für Fotografie und persönliches Erleben sind frühe oder spätere Tageszeiten meist ideal.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotos
    In Kairo und Gizeh wird Arabisch gesprochen; im touristischen Umfeld sind Englischkenntnisse weit verbreitet, während Deutsch eher vereinzelt anzutreffen ist. Viele Hotels, Reiseleiterinnen und Reiseleiter sowie Mitarbeitende an größeren Sehenswürdigkeiten beherrschen zumindest grundlegendes Englisch. Wer einige arabische Floskeln lernt, wird dies meist mit einem Lächeln honoriert bekommen.
    Zahlungen erfolgen vor Ort traditionell häufig in bar, in der Landeswährung Ägyptisches Pfund (EGP). In Hotels, größeren Restaurants und bei etablierten Reiseveranstaltern werden in der Regel internationale Kreditkarten akzeptiert. Girocard (ehemals EC-Karte) kann, je nach Bank, an vielen Geldautomaten eingesetzt werden, ist aber als direkte Bezahlkarte weniger verbreitet. Mobile Payment wie Apple Pay oder Google Pay ist im touristischen Alltagsgebrauch noch nicht durchgängig etabliert; Verfügbarkeit kann sich jedoch dynamisch entwickeln, weshalb aktuelle Einschätzungen vor Abreise sinnvoll sind.
    Trinkgeld („Bakschisch“) ist im ägyptischen Alltag üblich und wird insbesondere von Servicepersonal, Fahrern, Guides und Sicherheitskräften erwartet, wenn zusätzliche Hilfe geleistet wird. Reiseführer empfehlen meist kleine Beträge in lokaler Währung und ein respektvoll-selbstbewusstes Auftreten, um unangemessene Forderungen höflich zurückzuweisen.
    Für den Besuch der Sphinx empfiehlt sich leichte, luftige, aber die Schultern und Knie bedeckende Kleidung – vor allem im Hinblick auf Sonne, Hitze und kulturelle Sensibilität. Feste oder geschlossene Schuhe sind ratsam, da Wege staubig, uneben und steinig sein können. Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor sind nahezu unverzichtbar. Fotografieren ist auf dem Plateau üblicherweise erlaubt, für professionelle Ausrüstung oder Dreharbeiten können jedoch besondere Genehmigungen und Gebühren fällig werden. Hinweise vor Ort und Anweisungen des Personals sollten respektiert werden.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit
    Für deutsche Staatsbürger gelten für Ägypten eigene Einreisebestimmungen, die von der Regierung des Landes festgelegt und gelegentlich angepasst werden. In der Regel ist für touristische Aufenthalte ein Visum erforderlich, das entweder vorab oder bei Ankunft (je nach aktueller Regelung) beantragt werden kann. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Hinweise und Sicherheitsempfehlungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich auch Hinweise zu Reisesicherheit, regionalen Besonderheiten und Gesundheitsaspekten. Für Aufenthalte außerhalb der EU wird generell empfohlen, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, die einen medizinisch sinnvollen Rücktransport abdeckt.
    Ägypten liegt in der Zeitzone Osteuropäische Zeit (OEZ), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in der Regel um eine Stunde voraus ist. Bei mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) kann sich der Unterschied abhängig von etwaigen Zeitumstellungsregelungen im Zielland verändern. Verlässliche Angaben für den konkreten Reisezeitraum bietet etwa der Zeitrechner der Deutschen Welle oder entsprechende Zeitdienste.

Warum Abu al-Hawl auf jede Gizeh-Reise gehört

Viele Reisende kommen wegen der Pyramiden nach Gizeh – und bleiben wegen der Sphinx länger als geplant. Während die Pyramiden vor allem durch ihre Größe und geometrische Klarheit beeindrucken, wirkt Abu al-Hawl unmittelbarer: Das Gesicht ist auf Augenhöhe erlebbar, der Körper erinnert an ein lebendiges Wesen, das aus dem Fels geboren wurde. Wer in einiger Entfernung steht, spürt die monumentale Ruhe; wer näher herangeht, sieht die feinen Details – Erosionsrillen, restaurierte Blöcke, alte Risse.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland bietet die Sphinx zudem einen besonderen historischen Kontrast. Während viele bekannte deutsche Denkmäler – vom Brandenburger Tor bis zum Kölner Dom – mehrere hundert oder knapp tausend Jahre alt sind, blickt Abu al-Hawl auf eine Geschichte von rund 4.500 Jahren zurück. Kulturmagazine wie „GEO“ oder „National Geographic Deutschland“ weisen gern darauf hin, dass die Sphinx bereits mehrere Auf- und Abstiegphasen großer Reiche überstanden hat, lange bevor es den modernen Nationalstaat Deutschland gab.

Ein weiterer Grund, warum die Sphinx in keine Gizeh-Besichtigung fehlen sollte, ist ihre Rolle als Panorama-Knotenpunkt. Von vielen Standpunkten aus eröffnet sich ein Blick, bei dem die Sphinx im Vordergrund, die Cheops- und Chephren-Pyramide im Hintergrund stehen. Dieser Bildaufbau ist zu einem weltweit bekannten Motiv geworden – in Reiseführern, Filmen und Social-Media-Posts. Dennoch berichten Reisende häufig, dass das Live-Erlebnis intensiver ist, als das berühmte Foto vermuten lässt: Die Geräusche der Stadt im Hintergrund, das Stimmengewirr der Besuchergruppen, das Rufen der Händler, der Geruch von Staub und manchmal Kamel – all das lässt das Monument als Teil eines lebendigen Umfelds erscheinen.

Wer etwas mehr Zeit einplant, kann den Besuch der Sphinx mit weiteren Stationen in Gizeh kombinieren. Dazu gehören etwa der Besuch des Solarbootes in der Nähe der Cheops-Pyramide (je nach aktueller Ausstellungssituation, da das originale Boot in ein neues Museum umzieht bzw. umgezogen ist) oder ein Abstecher in kleinere Gräber und Mastabas am Rande des Plateaus, die oftmals weniger frequentiert sind und einen tieferen Einblick in das Alltagsleben der altägyptischen Elite geben. Reiseverlage betonen, dass ein strukturierter Rundgang – idealerweise mit fachkundiger Führung – das Verständnis für die Sphinx deutlich vertieft.

Auch aus pädagogischer Sicht ist ein Besuch für Familien mit Kindern lohnend. Viele Kinder kennen die Sphinx aus Bilderbüchern oder Filmen, und vor Ort wird Geschichte unmittelbar begreifbar. Für Schulklassen oder Studienreisen aus dem deutschsprachigen Raum kann die Sphinx ein Einstiegspunkt sein, um über Themen wie frühe Hochkulturen, Technikgeschichte, Schriftentwicklung oder Religion zu sprechen. Bildungseinrichtungen wie die Deutsche Evangelische Oberschule Kairo oder Goethe-Institute in der Region nutzen kulturelle Exkursionen häufig, um Brücken zwischen deutscher und ägyptischer Kultur zu schlagen.

Sphinx von Gizeh in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Auf Social-Media-Plattformen ist die Sphinx von Gizeh seit Jahren ein Dauerbrenner: Fotos mit kreativen Perspektiven, Zeitraffer von Sonnenauf- und -untergängen sowie kurze Clips von Kamelritten mit Sphinx-Panorama gehören zu den beliebtesten Motiven aus Ägypten. Reiseinfluencerinnen und -influencer aus Deutschland kombinieren ihre Beiträge häufig mit praktischen Tipps zu Besuchszeiten und seriösen lokalen Anbietern, während Kulturkanäle auf Hintergründe, Restaurierungsfragen und historische Fakten eingehen.

Häufige Fragen zu Sphinx von Gizeh

Wo genau liegt die Sphinx von Gizeh?

Die Sphinx von Gizeh befindet sich auf dem Gizeh-Plateau am westlichen Nilufer, direkt neben den drei großen Pyramiden von Gizeh und etwa 15 bis 20 km vom Zentrum Kairos entfernt. Sie bildet zusammen mit den Pyramiden einen der wichtigsten Teile des UNESCO-Welterbes im Großraum Kairo.

Wie alt ist Abu al-Hawl ungefähr?

Die meisten Fachleute datieren die Entstehung der Sphinx in die 4. Dynastie des Alten Reiches, etwa in das 26. Jahrhundert vor Christus. Damit ist Abu al-Hawl ungefähr 4.500 Jahre alt und gehört zu den ältesten monumentalen Steinfiguren der Welt.

Kann man die Sphinx von Gizeh aus nächster Nähe sehen?

Besucherinnen und Besucher können die Sphinx aus relativ kurzer Distanz betrachten, allerdings schützen Absperrungen das Monument vor direktem Betreten oder Berühren. Ausgewiesene Besucherwege und Plattformen ermöglichen gute Sicht- und Fotopositionen, ohne die Substanz des Denkmals zu gefährden.

Was ist das Besondere an der Sphinx im Vergleich zu den Pyramiden?

Während die Pyramiden vor allem als geometrische Grabmonumente beeindrucken, ist die Sphinx eine monumentale Mischgestalt aus Löwenkörper und Menschenkopf, die direkt aus dem Fels herausgemeißelt wurde. Sie verkörpert den göttlichen Pharao als Wächter des Plateau und ist eines der ältesten erhaltenen Großplastiken der Menschheit.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch der Sphinx von Gizeh?

Als besonders angenehm gelten die Monate von Herbst bis Frühjahr, grob von Oktober bis April, wenn die Temperaturen meist moderater sind als im heißen Sommer. Innerhalb eines Tages bieten frühe Morgenstunden und spätere Nachmittage meist das beste Zusammenspiel aus Licht, Temperatur und Besucherandrang.

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