Stufenpyramide des Djoser: Ägyptens radikale Stein-Revolution
20.05.2026 - 20:37:05 | ad-hoc-news.deDie Wüste liegt still, nur der Wind streicht über den Sand – und plötzlich steht sie vor einem: die Stufenpyramide des Djoser, im Englischen Step Pyramid of Djoser genannt. Kein polierter Bilderbuch-Pyramidenkegel wie in Gizeh, sondern ein kraftvolles, terrassenförmig aufgetürmtes Monument, das aussieht wie eine Treppe in den Himmel. Wer aus Deutschland anreist, spürt hier in Saqqara unmittelbar, wie vor über 4.600 Jahren ein radikaler architektonischer Neuanfang begann.
Stufenpyramide des Djoser: Das ikonische Wahrzeichen von Saqqara
Die Stufenpyramide des Djoser erhebt sich im nördlichen Bereich der Nekropole von Saqqara, rund 30 km südlich von Kairos Zentrum. Sie ist eines der markanten Wahrzeichen Ägyptens und gilt laut dem ägyptischen Antikenministerium und Fachmagazinen wie „GEO Epoche“ als das älteste bekannte Großbauwerk aus Stein in dieser Form weltweit. Statt einzelner Mastabas – flacher Grabbauten – entstand hier ein gestufter, über 60 m hoher Turm aus Kalksteinblöcken, der eine ganze Epoche prägte.
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Saqqara oft ein zweiter oder dritter Stopp nach Gizeh. Viele Reiseführer, darunter der deutschsprachige „Marco Polo Ägypten“, empfehlen die Stufenpyramide des Djoser ausdrücklich, weil sie den Übergang von den frühen Königsgräbern zu den klassischen Pyramiden anschaulich macht. Anders als die ikonischen Pyramiden von Cheops, Chephren und Mykerinos wirkt das Djoser-Monument roher, experimenteller – und gerade deshalb so faszinierend.
Die Atmosphäre ist intensiver als in Gizeh, wo sich Busse, Kamele und Fototouren drängen. Saqqara präsentiert sich vergleichsweise ruhig. Zwischen Kalksteinmauern, Toranlagen und unterirdischen Gängen lässt sich spüren, wie hier das pharaonische Ägypten seine monumentale Sprache gefunden hat. Laut der ägyptischen Tourismusbehörde besuchen deutlich weniger Menschen Saqqara als Gizeh – ein Vorteil für alle, die Geschichte in Ruhe erleben wollen.
Geschichte und Bedeutung von Step Pyramid of Djoser
Historiker datieren die Stufenpyramide des Djoser in die 3. Dynastie des Alten Reiches, etwa in die Zeit um 2.700–2.640 v. Chr. Die Anlage war Teil des Totenkomplexes von König Djoser, der auch als Netjerichet („göttlicher Körper“) bezeichnet wird. Laut dem „Ägyptischen Museum in Kairo“ und wissenschaftlichen Veröffentlichungen von Institutionen wie der Universität Tübingen gilt Djoser als einer der ersten Herrscher, der seine Grabstätte in einer großformatigen, geplanten Anlage errichten ließ, statt in einem isolierten Grab.
Der verantwortliche Baumeister war nach übereinstimmender Fachmeinung der legendäre Imhotep. In Inschriften und späteren Quellen wird er als hoher Beamter, Architekt und Priester beschrieben. Die Encyclopaedia Britannica und das „Göttinger Forum für Ägyptologie“ betonen, dass Imhotep nicht nur als Architekt, sondern auch als Gelehrter und Heiler verehrt wurde. Jahrhunderte später wurde er sogar vergöttlicht – ein bemerkenswerter Aufstieg für einen nicht-königlichen Beamten.
Ursprünglich war Djosers Grab als einfache Mastaba geplant. Archäologische Rekonstruktionen, wie sie von Ägyptologen in Fachzeitschriften und durch das ägyptische Antikenministerium veröffentlicht wurden, zeigen, dass diese Mastaba mehrfach erweitert wurde, bis schließlich eine Pyramide aus sechs übereinander gestapelten Stufen entstand. Jede Erweiterung erhöhte die Höhe und symbolische Strahlkraft des Königsgrabes.
Die Step Pyramid of Djoser ist für die Geschichte der Architektur so bedeutsam, weil sie an der Schwelle zwischen einfachen Lehmziegelbauten und monumental geplanten Steinarchitekturen steht. Fachautoren in „National Geographic Deutschland“ und „Merian“ weisen darauf hin, dass hier erstmals ein Großprojekt vollständig in Stein durchdacht und konstruiert wurde – lange bevor in Europa auch nur an vergleichbare Bauwerke zu denken war. Zum Vergleich: Die Pyramide ist mehr als 4.000 Jahre älter als der Kölner Dom.
Die gesamte Anlage des Djoser-Komplexes umfasst nicht nur die Pyramide selbst, sondern auch Höfe, symbolische Gebäude und lange Kolonnaden. Diese Architektur diente nicht praktischen Zwecken, sondern hatte vor allem rituelle und symbolische Funktion. Der König sollte hier im Jenseits Feste feiern, Rituale vollziehen und seine Macht auch nach dem Tod demonstrieren. Die Anlage war damit eine Art steinernes Abbild des königlichen Hofes, übertragen in eine Ewigkeitsperspektive.
Die UNESCO hat Saqqara im Rahmen des Welterbes „Memphis und seine Nekropolen – Pyramidenfelder von Gizeh bis Dahschur“ als Teil des Weltkulturerbes anerkannt. In der Begründung, auf die sich auch die Deutsche UNESCO-Kommission bezieht, wird ausdrücklich hervorgehoben, dass die Stufenpyramide des Djoser den Beginn einer architektonischen Entwicklung markiert, die schließlich zu den perfekt proportionierten Pyramiden der 4. Dynastie führte.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Die Stufenpyramide des Djoser besteht aus sechs deutlich erkennbaren Terrassen, die übereinander geschichtet sind. Die heutige Höhe wird von Fachinstitutionen wie dem ägyptischen Antikenministerium und Archäologen-Teams, die in Fachjournalen publizieren, mit rund 60–62 m angegeben. Die Grundfläche der Pyramide misst etwa 121 m × 109 m. Damit ist sie zwar niedriger als die Große Pyramide von Gizeh, aber dennoch ein monumentales Bauwerk, das deutlich höher ist als viele europäische Kirchtürme der frühen Neuzeit.
Die Pyramide wurde aus lokalem Kalkstein errichtet, der aus Steinbrüchen in der Umgebung von Saqqara stammt. Anders als bei späteren Pyramiden ist der Kernbau hier nicht von einer glatten Verkleidung überzogen, sondern die gestufte Form ist Teil des architektonischen Konzeptes. Studien ägyptischer Archäologen zeigen, dass einzelne Blöcke bei der Stufenpyramide kleiner sind als die riesigen Steinquader der Gizeh-Pyramiden – ein Hinweis darauf, dass man erst am Anfang der Erfahrung mit Großsteinbauten stand.
Unter der Pyramide befindet sich ein weit verzweigtes System von Gängen und Kammern. Fachveröffentlichungen des „Supreme Council of Antiquities“ und Berichte in Medien wie „Der Spiegel“ schildern, dass dieses unterirdische Labyrinth eine Länge von mehreren Kilometern erreicht. Es diente als Grab- und Kultbereich, in dem sich einst Sarkophage, Opfergaben und kostbare Dekorationen befanden. Viele dieser Funde sind heute im Ägyptischen Museum in Kairo oder im Grand Egyptian Museum ausgestellt.
Besonders beeindruckend sind die Reliefs und Blausteinfliesen, die in einigen der unterirdischen Räume gefunden wurden. Laut Ausstellungen und Katalogen des Ägyptischen Museums imitieren diese Fliesen Schilfbündel und Matten – typische Materialien der frühen ägyptischen Architektur aus Holz und Pflanzenfasern. Stein übernimmt hier die Rolle vergänglicher Materialien, was Kulturhistoriker in Publikationen der Deutschen Orient-Gesellschaft als bewusste Übersetzung von Alltagsarchitektur in die „Sprache der Ewigkeit“ deuten.
Ein Highlight des Djoser-Komplexes ist der so genannte Hebsed-Hof. Das Hebsed-Fest war ein Erneuerungsritual für den König, das traditionell nach 30 Regierungsjahren begangen wurde. Im Pyramidenkomplex existieren Höfe und symbolische Gebäude, in denen dieses Fest im Jenseits wiederholt werden sollte. Säulenhallen mit Papyrus- und Lotoskapitellen, von denen einige restauriert wurden, zeigen anschaulich, wie früh klassische Motive der ägyptischen Kunst in Stein umgesetzt wurden.
In seiner heutigen Form ist die Step Pyramid of Djoser auch ein Beispiel für moderne Denkmalpflege. Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung wurde die Pyramide seit den 2000er-Jahren in mehreren Kampagnen gesichert und restauriert. Das ägyptische Antikenministerium und internationale Partnerorganisationen berichteten in Pressemitteilungen und Fachberichten über Arbeiten an der Außenhaut, an der Stabilisierung der inneren Kammern und an der Besucherführung. 2020 wurde nach einer längeren Restaurierungsphase eine umfassende Wiedereröffnung kommuniziert, worüber unter anderem „BBC“ und „Associated Press“ berichteten.
Architekturhistoriker betonen, dass die Stufenpyramide stilistisch zwischen verschiedenen Welten steht: Einerseits finden sich noch Formen und Dekors der frühen Lehmziegelarchitektur, andererseits deutet die strenge Geometrie der Stufen bereits auf die präzise Formenlehre der späteren Pyramiden hin. Für Reisende mit Interesse an Architektur, etwa Leserinnen und Leser von „Bauwelt“ oder „Detail“, bietet Saqqara damit eine seltene Gelegenheit, Architekturgeschichte an einem einzigen Ort über Jahrhunderte hinweg nachvollziehen zu können.
Stufenpyramide des Djoser besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
-
Lage und Anreise ab Deutschland
Saqqara liegt südlich von Kairo, am westlichen Nilufer. Von Kairos Zentrum bis zur Nekropole sind es je nach Route rund 25–35 km. Die Fahrzeit beträgt mit dem Taxi oder einem privaten Fahrer typischerweise 45–60 Minuten, abhängig vom Verkehr.
Für Reisende aus Deutschland bieten Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC), Berlin (BER) und Düsseldorf (DUS) regelmäßig Verbindungen nach Kairo (CAI) über Linienfluggesellschaften. Die reine Flugzeit beträgt meist rund 4 bis 4,5 Stunden bei Direktflügen. Viele Pauschalreisen kombinieren Kairo mit Nilkreuzfahrten oder Badeaufenthalten am Roten Meer, wobei Saqqara als Ausflug von Kairo aus organisiert wird.
Vor Ort fahren keine regulären Stadtbusse direkt in die Nekropole; meist wird ein Taxi, ein vorab gebuchter Fahrer oder eine geführte Tour genutzt. Reiseführer wie der ADAC-Reiseführer Ägypten empfehlen aus Sicherheits- und Komfortgründen eine organisierte Tour, insbesondere für Erstbesucher. -
Öffnungszeiten
Offizielle Angaben des ägyptischen Antikenministeriums und Hinweise in etablierten Reiseführern nennen tagsüber geöffnete Zeiten, üblicherweise vom Morgen bis zum späten Nachmittag. Konkrete Uhrzeiten können je nach Saison und Verwaltung variieren. Daher sollte der aktuelle Stand kurz vor dem Besuch auf offiziellen Seiten zur Stufenpyramide des Djoser oder über das ägyptische Tourismusministerium geprüft werden. Formulierungen wie „täglich geöffnet“ sind bewusst zu vermeiden, weil kurzfristige Änderungen möglich sind. -
Eintrittspreise
Die Eintrittspreise für Saqqara und die Stufenpyramide des Djoser werden regelmäßig angepasst und unterscheiden oft zwischen verschiedenen Zonen und optionalen Zusatzbereichen (z. B. Zugang zu bestimmten Grabkammern). Seriöse Quellen weisen darauf hin, dass es getrennte Tickets für Saqqara, möglicherweise kombinierte Pässe für mehrere Pyramidenfelder und reduzierte Tarife für Studierende gibt. Da sich Beträge und Wechselkurse ändern, sollten aktuelle Preise kurz vor Reiseantritt auf offiziellen Seiten des ägyptischen Antikenministeriums oder bei anerkannten Reiseveranstaltern geprüft werden. Reisende können grob mit einem zweistelligen Betrag in ägyptischen Pfund rechnen, der im Vergleich zu europäischen Museumsbesuchen eher moderat ist. Zur Orientierung: 10 € entsprechen aktuell etwa mehreren Hundert ägyptischen Pfund (EGP), wobei Kurse schwanken. -
Beste Reisezeit und Tageszeit
Klimatabellen des Deutschen Wetterdienstes und touristische Empfehlungen der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) zum Reisekorridor Nordafrika zufolge gelten die Monate Oktober bis April als angenehmere Zeit für Kulturreisen nach Ägypten. Dann bewegen sich die Tagestemperaturen häufig zwischen 20 und 30 °C, während es im Sommer deutlich heißer wird und Werte jenseits von 35–40 °C erreichen kann.
Für den Besuch der Step Pyramid of Djoser empfehlen viele Reiseexperten, die Morgenstunden zu nutzen, wenn die Sonne noch tiefer steht und die Schatten die Stufen plastisch hervorheben. Auch der späte Nachmittag bietet beeindruckende Lichtstimmungen, allerdings sollten die Schließzeiten bedacht werden. Die Mittagszeit kann in den Sommermonaten wegen Hitze und hoher UV-Strahlung anstrengend sein. -
Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
In und um Kairo wird Arabisch gesprochen. In touristischen Bereichen, darunter Saqqara, kommen viele Mitarbeitende mit Englisch zurecht; gelegentlich sind auch deutschsprachige Guides verfügbar, insbesondere über größere Reiseveranstalter. Für Besucher aus Deutschland ist Englisch die verlässlichste Fremdsprache vor Ort.
In Kairo sind Kreditkarten (insbesondere Visa und Mastercard) weit verbreitet, bei kleineren Anbietern und an den Ticketkassen von archäologischen Stätten ist Bargeld in ägyptischen Pfund üblich. EC-/Girocards funktionieren nicht immer zuverlässig. Es empfiehlt sich, einen gewissen Betrag in Bar (EGP) dabei zu haben. Mobile Payment wie Apple Pay oder Google Pay setzt meist eine hinterlegte Kreditkarte und entsprechende Infrastruktur voraus, die nicht überall vorhanden ist.
Trinkgeld (Bakschisch) ist kulturüblich und wird für kleine Dienstleistungen wie Fotos, Hilfe beim Orientieren oder kurze Führungen erwartet. Deutsche Reisende sollten sich darauf einstellen, kleinere Scheine griffbereit zu haben und Trinkgeld in angemessenen Grenzen zu geben. Reiseführer raten zu Gelassenheit: Freundliche, klare Absagen sind meist ausreichend, wenn kein Service gewünscht wird. -
Kleiderordnung und Fotografieren
Für den Besuch der Stufenpyramide des Djoser empfiehlt sich leichte, aber respektvolle Kleidung: Schultern und Knie sollten idealerweise bedeckt sein, auch zum Schutz vor Sonne. Ein Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor sind angesichts der intensiven Strahlung sinnvoll. Feste Schuhe oder Sandalen mit gutem Profil erleichtern das Gehen auf unebenem Untergrund.
Das Fotografieren ist im Außenbereich üblicherweise gestattet. In Innenräumen, Gräbern oder Museen können Einschränkungen gelten, zum Teil mit separaten Fototickets oder Verbot von Blitzlicht. Vor Ort sollte auf Beschilderung und Hinweise des Aufsichtspersonals geachtet werden. -
Gesundheit, Einreise, Sicherheit
Saqqara liegt in einem Wüstenklima; ausreichend Trinkwasser ist wichtig, ebenso ein gewisser Sonnenschutz und, je nach Jahreszeit, eine Kopfbedeckung. Eine Reiseapotheke mit Basis-Medikamenten gegen Magen-Darm-Beschwerden gehört für viele Ägyptenreisende dazu, da sich das Essen und Wasser von den gewohnten Verhältnissen in Deutschland unterscheiden können.
Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisebestimmungen, Visaregeln und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Ägypten liegt außerhalb der EU; eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption wird ausdrücklich empfohlen. Die Sicherheitslage kann sich ändern, daher sind tagesaktuelle Hinweise und eine Registrierung in Krisenvorsorgelisten sinnvoll.
Zeitlich liegt Ägypten in der Regel eine Stunde vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ); während der europäischen Sommerzeit (MESZ) kann der Unterschied je nach Regelungen variieren, da Ägypten seine Zeitumstellung in der Vergangenheit mehrmals geändert hat. Ein kurzer Check vor Reisebeginn vermeidet Missverständnisse bei Flug- und Tourterminen.
Warum Step Pyramid of Djoser auf jede Saqqara-Reise gehört
Wer von Deutschland nach Ägypten reist, verbindet das Land häufig zunächst mit den Pyramiden von Gizeh, Luxor und vielleicht mit den Tempeln von Abu Simbel. Saqqara und die Stufenpyramide des Djoser stehen oft erst an zweiter Stelle auf der Wunschliste – zu Unrecht. Zahlreiche Reiseberichte in etablierten Medien wie „Süddeutsche Zeitung“ und „Die ZEIT“ betonen, dass der Besuch in Saqqara zu den eindrücklichsten Erlebnissen einer Ägyptenreise gehören kann.
Das hat mehrere Gründe. Zum einen ist die Step Pyramid of Djoser deutlich weniger überlaufen als Gizeh, obwohl sie architektonisch und historisch mindestens ebenso spannend ist. Zum anderen liegt Saqqara am Übergang zwischen grünem Niltal und Wüste. Bei klarem Wetter eröffnet sich von der Nekropole aus ein weiter Blick über das Flusstal, der die besondere Lage der antiken Hauptstadt Memphis erahnen lässt. Die Verbindung von Landschaftserlebnis und Kulturgeschichte ist hier besonders intensiv.
Darüber hinaus bietet Saqqara ein regelrechtes Freilichtmuseum zur Entwicklung der altägyptischen Kunst. Neben der Stufenpyramide des Djoser liegen mehrere weitere Pyramiden, Mastabas und Gräber, in denen teils hervorragend erhaltene Reliefs und Malereien zu sehen sind. Berühmt sind etwa die Grabreliefs aus der 5. und 6. Dynastie, die Alltagsszenen, Handwerk, Tierwelt und religiöse Rituale darstellen. Wer Saqqara besucht, kann so an einem Tag mehrere Jahrhunderte ägyptischer Geschichte durchwandern.
Für viele deutsche Reisende ist auch die Kombination aus Saqqara, Memphis und Dahschur attraktiv. Dahschur mit der Knickpyramide und der Roten Pyramide liegt nur einige Kilometer weiter südlich. Reiseführer wie „DuMont Richtig reisen“ empfehlen, einen ganzen Tag für den Süden Kairos einzuplanen und die drei Pyramidenfelder zu kombinieren: Morgens Saqqara mit der Stufenpyramide des Djoser, mittags eine kurze Station in Memphis und am Nachmittag Dahschur. So erschließt sich die Entwicklung der Pyramiden von den ersten Versuchen bis zur ausgereiften Form.
Die Stufenpyramide selbst wirkt aus der Nähe zugleich monumental und überraschend filigran. Die erodierten Stufen, die Fugen zwischen den Steinen und die Spuren der Restaurierung machen deutlich, wie viel Arbeit in den Erhalt des Bauwerks geflossen ist. Wer sich Zeit nimmt, erkennt an der Oberfläche unterschiedliche Bauphasen und Reparaturen – ein Steinarchiv im wahrsten Sinne des Wortes.
Reisende aus Deutschland berichten immer wieder, dass ihnen gerade Saqqara geholfen hat, Ägypten in seiner historischen Tiefe zu begreifen. Die Pyramiden von Gizeh sind weltweit bekannt, ikonisch und fast allgegenwärtig in Medien und Schulbüchern. Die Step Pyramid of Djoser dagegen wirkt intimer und „archäologischer“ – weniger Postkarte, mehr Entdeckung. Diese Mischung aus weltgeschichtlicher Bedeutung und vergleichsweise ruhiger Besuchssituation macht Saqqara zu einem idealen Ziel für alle, die sich ernsthaft für Geschichte, Archäologie und Kultur interessieren.
Stufenpyramide des Djoser in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Medien taucht die Stufenpyramide des Djoser immer häufiger als eigenständiges Motiv auf – nicht nur als „Extra“ neben Gizeh. Reise-Vlogger auf YouTube, Fotograf:innen auf Instagram und kurze Clips auf TikTok zeigen die Step Pyramid of Djoser aus immer neuen Perspektiven, etwa im Morgenlicht oder vor dramatisch aufziehenden Wolken. Für viele Nutzerinnen und Nutzer aus der DACH-Region ist Saqqara dadurch erst zu einem bewussten Reiseziel geworden.
Stufenpyramide des Djoser — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Stufenpyramide des Djoser
Wo liegt die Stufenpyramide des Djoser genau?
Die Stufenpyramide des Djoser befindet sich in der Nekropole von Saqqara, südlich von Kairo im Niltal. Sie gehört zum weiteren Umfeld der antiken Hauptstadt Memphis und liegt auf dem Westufer des Nils, ungefähr 25–35 km vom Zentrum Kairos entfernt. Für Besucher aus Deutschland ist sie am besten im Rahmen eines Tagesausflugs von Kairo aus erreichbar.
Wie alt ist die Step Pyramid of Djoser?
Archäologische und historische Forschungen datieren die Step Pyramid of Djoser in die Zeit der 3. Dynastie des Alten Reiches, etwa um 2.700–2.640 v. Chr. Damit ist sie über 4.600 Jahre alt und gehört zu den ältesten Großsteinbauten der Welt. Fachinstitutionen wie die UNESCO und renommierte Museen stufen sie als frühesten Vorläufer der späteren klassischen Pyramiden ein.
Kann man die Stufenpyramide des Djoser von innen besichtigen?
Die Zugänglichkeit der inneren Bereiche der Stufenpyramide des Djoser hat sich in der Vergangenheit mehrfach geändert und hängt von laufenden Restaurierungen und Sicherheitsbewertungen ab. Zeitweise waren bestimmte Gänge und Kammern im Rahmen geführter Besichtigungen geöffnet, zeitweise blieben sie für Besucher gesperrt. Vor einer Reise sollten aktuelle Informationen über offizielle Kanäle des ägyptischen Antikenministeriums, anerkannte Reiseveranstalter oder große Museumsinstitutionen eingeholt werden.
Worin unterscheidet sich die Stufenpyramide des Djoser von den Pyramiden in Gizeh?
Die Stufenpyramide des Djoser ist eine gestufte Pyramide mit sechs Terrassen, während die Pyramiden von Gizeh glatte Seitenflächen besitzen und geometrisch vollendet wirken. Djosers Pyramide ist älter und gilt als experimentelle Vorstufe, in der viele architektonische Lösungen erstmals erprobt wurden. Besucher erleben in Saqqara daher eine „frühe Version“ der Pyramidenidee, die noch sehr nah an den Mastaba-Bauten liegt.
Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch der Stufenpyramide des Djoser?
Für Kulturreisen nach Ägypten empfehlen sich im Allgemeinen die Monate Oktober bis April, wenn die Temperaturen milder sind. Im Sommer kann es sehr heiß werden, insbesondere mittags. Wer die Stufenpyramide des Djoser besucht, profitiert von den frühen Morgenstunden oder dem späten Nachmittag, wenn das Licht weich ist und die Hitze geringer. Unabhängig von der Jahreszeit sind Sonnenhut, Wasser und Sonnenschutz dringend zu empfehlen.
Mehr zu Stufenpyramide des Djoser auf AD HOC NEWS
Mehr zu Stufenpyramide des Djoser auf AD HOC NEWS:
Alle Beiträge zu „Stufenpyramide des Djoser" auf AD HOC NEWS ansehen ?Alle Beiträge zu „Step Pyramid of Djoser" auf AD HOC NEWS ansehen ?
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
