Teatro Colon, Buenos Aires

Teatro Colon in Buenos Aires: Argentiniens Klangkathedrale

20.05.2026 - 06:28:40 | ad-hoc-news.de

Das Teatro Colon in Buenos Aires gilt als eines der besten Opernhäuser der Welt – akustisch auf Weltklasseniveau, architektonisch ein Prachtbau. Warum der Besuch für Reisende aus Deutschland weit mehr ist als ein Konzertabend.

Teatro Colon, Buenos Aires, Reise
Teatro Colon, Buenos Aires, Reise

Wenn sich im Teatro Colon (auf Deutsch sinngemäß „Kolumbus-Theater“) in Buenos Aires der rote Vorhang hebt, wird es so still, dass man eine Stecknadel fallen hören könnte – und genau das ist Teil der Magie. Das berühmte Opernhaus, das Argentinierinnen und Argentinier schlicht Teatro Colon nennen, verbindet die Pracht europäischer Operntradition mit der leidenschaftlichen Energie Südamerikas.

Teatro Colon: Das ikonische Wahrzeichen von Buenos Aires

Das Teatro Colon liegt im Herzen von Buenos Aires an der breiten Avenida 9 de Julio, unweit des Obelisken, und gilt als eines der akustisch besten Opernhäuser der Welt. Medien wie die argentinische Tageszeitung „La Nación“ und internationale Kulturmagazine beschreiben den Saal regelmäßig als Referenz für Opern- und Konzertakustik; auch der britische Sender BBC führte den Bau in Rankings der bedeutendsten Opernhäuser. Der klassische Reiseführer „National Geographic Traveler“ und deutschsprachige Verlage wie Marco Polo stellen das Teatro Colon seit Jahren als wichtigste Kulturadresse der Stadt vor.

Für ein Publikum aus Deutschland wirkt das Haus vertraut und exotisch zugleich: Die Architektur erinnert an große Opernhäuser in Europa, doch die Atmosphäre vor und hinter der Bühne ist deutlich südamerikanisch – von der leidenschaftlichen Publikumsreaktion bis zum späten Vorstellungsbeginn. Wer Buenos Aires besucht und Kultur liebt, wird an diesem Opernhaus kaum vorbeikommen, egal ob bei einer Führung, einem Konzert oder einer Opernaufführung.

Fachmagazine für klassische Musik verweisen immer wieder auf die besondere Rolle, die das Teatro Colon für den lateinamerikanischen Musikbetrieb spielt: Es ist nicht nur Aufführungsort, sondern auch Ausbildungsstätte, Festivalzentrum und Symbol der kulturellen Selbstbehauptung Argentiniens. Damit ist es weit mehr als eine Sehenswürdigkeit – es ist ein lebendiger Kulturmotor.

Geschichte und Bedeutung von Teatro Colon

Die Geschichte des Teatro Colon spiegelt die Aufstiegsphase Argentiniens Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wider. Buenos Aires entwickelte sich damals zu einer der reichsten Metropolen der südlichen Hemisphäre, mit engen wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen nach Europa. In diesem Kontext entstand der Wunsch, ein Opernhaus zu errichten, das mit Mailand, Wien oder Paris konkurrieren konnte.

Das ursprüngliche Teatro Colon eröffnete Mitte des 19. Jahrhunderts an einem anderen Standort nahe der Plaza de Mayo. Das heutige Gebäude an der Calle Tucumán wurde nach längerer Planungs- und Bauphase in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts fertiggestellt und im Juni 1908 mit einer Aufführung von Giuseppe Verdis „Aida“ eröffnet. Diese Eröffnung wird von argentinischen Kulturinstitutionen wie dem Teatro Colon selbst sowie von internationalen Kulturportalen übereinstimmend als symbolischer Höhepunkt der argentinischen Operntradition bewertet.

Mehrere Architekten prägten den Bau in verschiedenen Phasen, darunter europäisch ausgebildete Planer, was in der Mischung aus italienischen, französischen und deutschen Einflüssen sichtbar wird. Fachartikel in Architekturzeitschriften betonen, dass dies typisch für die damalige „Belle Époque“ von Buenos Aires ist: Die Stadt sah sich als „Paris des Südens“ und wollte dies auch mit ihren Kulturgebäuden demonstrieren.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde das Teatro Colon zum Schauplatz bedeutender Opern- und Ballettaufführungen. Internationale Stars wie Enrico Caruso, Maria Callas, Plácido Domingo oder Luciano Pavarotti sind hier aufgetreten; seriöse Biographien und Konzertchroniken führen das Haus in ihren Auftrittslisten. Zugleich war das Opernhaus auch politisch immer wieder ein Symbol – etwa für den Stolz der argentinischen Mittelschicht oder für den Anspruch der Stadt, kulturelles Zentrum des Kontinents zu sein.

Zwischen Anfang der 2000er Jahre und dem Ende der 2000er Jahre wurde das Teatro Colon umfassend restauriert und modernisiert. Laut Berichten der Nachrichtenagentur Reuters und des argentinischen Kulturministeriums wurden dabei technische Anlagen erneuert, die historische Innenausstattung konserviert und der Saal behutsam restauriert. Nach Abschluss der Arbeiten öffnete das Haus wieder mit einem Programm, das sowohl klassische Oper als auch Symphonik und moderne Produktionen umfasst.

Bis heute gilt das Teatro Colon als kulturelles Aushängeschild Argentiniens. Die Deutsche Welle bezeichnete das Opernhaus in einem Beitrag über Buenos Aires als „Prestigeprojekt“, an dem sich der Anspruch des Landes auf kulturelle Weltgeltung ablesen lässt. Damit steht es in einer Reihe mit europäischen Kulturinstitutionen wie der Mailänder Scala oder der Staatsoper in Wien, wird aber als südamerikanische Variante dieser Tradition wahrgenommen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist das Teatro Colon ein typischer Vertreter des eklektizistischen Stils des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts: Es kombiniert Elemente der Neorenaissance, des Neobarock und klassizistische Details. Deutsche Reiseverlage wie Baedeker beschreiben das Gebäude als repräsentativen Steinbau mit reich dekorierten Fassaden, hohem Mansarddach und markantem Eingangsportikus, der direkt auf einen kleinen Platz zum Stadtzentrum hin öffnet.

Im Inneren beeindruckt das Opernhaus mit einem hufeisenförmigen Zuschauerraum, der in seiner Grundform an europäische Opernhäuser wie die Wiener Staatsoper erinnert. Die offizielle Website des Teatro Colon verweist auf eine Kapazität von knapp 2.500 Sitzplätzen, zu denen noch Stehplätze kommen – damit zählt der Saal zu den größeren Opernbühnen weltweit. Ein Vergleich: Der Kölner Dom ist zwar deutlich höher als der Innenraum des Teatro Colon, doch was die Raumwirkung betrifft, sprechen Architekturkritiker ebenfalls von einer „Kathedrale der Musik“.

Der Zuschauerraum ist reich mit Goldornamenten, rotem Samt und aufwendigen Stuckarbeiten ausgestattet. Ein besonderer Blickfang ist die große Kuppel mit einem kreisrunden Deckenbild, geschaffen von einem argentinischen Künstler des frühen 20. Jahrhunderts. Kunsthistorische Publikationen zur Architektur von Buenos Aires heben hervor, dass diese Malerei sowie die filigranen Balkone und Logen einen bewussten Dialog mit europäischen Opernhäusern führen, aber lokale Motive und Künstler integrieren.

Die Akustik des Teatro Colon gilt als herausragend. Sowohl die offizielle Verwaltung des Hauses als auch externe Akustikexperten, die in Fachartikeln in internationalen Musikzeitschriften zitiert wurden, betonen die nahezu ideale Mischung aus Klarheit, Wärme und Tragfähigkeit des Klanges. In mehreren Rankings – etwa einem Artikel des italienischen Reisemagazins „Travel365“, auf den argentinische Kulturportale verweisen – wird das Teatro Colon unter den führenden Opernhäusern der Welt genannt, teilweise sogar auf Platz eins. Diese Einschätzungen werden von Rezensionen renommierter Orchester und Dirigenten gestützt, die nach Gastspielen die Akustik ausdrücklich loben.

Bemerkenswert ist auch der „Salón Dorado“, ein prunkvoller Goldsaal, der für Kammerkonzerte, Empfänge und kleinere Veranstaltungen genutzt wird. Mit seinen Spiegeln, Kristalllüstern und Blattgoldverzierungen erinnert er an die Prunkräume europäischer Residenzen, etwa im Schloss Versailles oder in der Münchner Residenz. Reiseführer wie „Merian“ und „GEO Saison“ nehmen den Saal regelmäßig in Bildstrecken über Buenos Aires auf, weil er die Pracht der Belle Époque exemplarisch zeigt.

Hinter den Kulissen beeindruckt das Teatro Colon mit einer komplexen Technik: Unter- und Hinterbühne, Werkstätten für Bühnenbild, Requisite, Kostüm und Schuhmacherei sind im Gebäudekomplex integriert. Laut offiziellen Angaben des Theaters finden hier nicht nur Produktionen für die eigene Bühne statt, sondern auch Ausbildungsprogramme für junge Künstlerinnen und Künstler. Darunter fällt etwa ein Opernstudio, das Nachwuchssängerinnen und -sänger auf den Beruf vorbereitet – ähnlich wie es etwa an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin oder an der Bayerischen Staatsoper in München entsprechende Programme gibt.

Künstlerisch deckt das Programm des Teatro Colon das klassische Opernrepertoire von Mozart, Verdi, Puccini und Wagner ebenso ab wie moderne Opern, zeitgenössische Musik und Ballett. Laut Programmankündigungen, die über die offizielle Website und argentinische Medien verbreitet werden, werden regelmäßig Koproduktionen mit europäischen Opernhäusern realisiert. Gastspiele internationaler Orchester und Solisten ergänzen den Spielplan, sodass das Haus einen kontinuierlichen Austausch mit der Welt der klassischen Musik pflegt.

Teatro Colon besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Reisende aus Deutschland ist das Teatro Colon ein gut planbarer Fixpunkt bei einem Aufenthalt in Buenos Aires. Neben Opern- und Konzertaufführungen bietet das Haus täglich Führungen an, bei denen Besucherinnen und Besucher die Säle, Foyers und teilweise die Bühnenbereiche kennenlernen. Die offiziellen Informationen des Theaters sowie deutschsprachige Reiseportale betonen, dass diese Führungen eine der besten Möglichkeiten sind, die Atmosphäre und Geschichte des Hauses in relativ kurzer Zeit zu erleben.

  • Lage und Anreise innerhalb von Buenos Aires
    Das Teatro Colon befindet sich an der Calle Tucumán, Ecke Libertad, im Zentrum von Buenos Aires (Stadtteil San Nicolás), nur wenige Gehminuten vom Obelisken an der Avenida 9 de Julio entfernt. Von vielen Hotels im Microcentro oder in Recoleta ist das Opernhaus zu Fuß erreichbar. Öffentliche Buslinien („Colectivos“) und die U-Bahn („Subte“) bedienen Stationen in der Nähe; eine gängige Station ist beispielsweise „Tribunales“ oder eine Station entlang der Linie D, von der aus man zu Fuß zum Theater gelangt. Taxis und App-basierte Fahrdienste sind in Buenos Aires weit verbreitet und werden von vielen Reisenden genutzt.
  • Anreise aus Deutschland nach Buenos Aires
    Direktflüge von Deutschland nach Buenos Aires können je nach Saison und Flugplan variieren; häufig führen Verbindungen über große internationale Drehkreuze wie Madrid, São Paulo oder andere europäische und südamerikanische Hubs. Die reine Flugzeit liegt in der Regel bei rund 13 bis 14 Stunden, je nach Route und Zwischenstopp. Große Abflughäfen sind Frankfurt (FRA), München (MUC) oder Berlin (BER). Da Flugpläne sich ändern können, sollten Reisende immer aktuelle Informationen bei den Airlines oder Reiseanbietern prüfen.
  • Einreise und formale Hinweise
    Argentinien liegt außerhalb der EU und des Schengen-Raums. Deutsche Staatsbürger sollten vor der Reise die aktuellen Einreisebestimmungen, Visaregeln und eventuelle Impfempfehlungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Auch Hinweise zu Sicherheit, Gesundheit und Geldversorgung werden dort regelmäßig aktualisiert. Da Argentinien nicht der Eurozone angehört, empfiehlt sich zudem eine Auslandskrankenversicherung.
  • Zeitzone und Tagesrhythmus
    Buenos Aires liegt in der Regel drei bis fünf Stunden hinter Mitteleuropa, je nachdem, ob in Deutschland gerade Winter- oder Sommerzeit gilt. Die lokale Zeit ist „Argentina Time“ (ART). Der Tagesrhythmus in der Stadt ist deutlich später als in Deutschland: Abendessen findet oft erst ab 21:00 Uhr statt, und Opernaufführungen im Teatro Colon beginnen dementsprechend eher am späten Abend. Die Programmseiten des Theaters geben genaue Beginnzeiten an, die Reisende bei der Planung berücksichtigen sollten.
  • Öffnungszeiten und Führungen
    Das Teatro Colon bietet ganzjährig Führungen an, die in der Regel tagsüber in mehreren Sprachen stattfinden. Spanisch und Englisch werden am häufigsten angeboten; laut Theaterinformationen gibt es gelegentlich auch Führungen mit deutschsprachiger Begleitung, dies ist aber nicht durchgehend garantiert. Öffnungszeiten und Tourzeiten können sich saisonal ändern oder aufgrund von Proben und Veranstaltungen verschieben. Daher empfiehlt das Haus selbst, die exakten Zeiten kurz vor dem Besuch direkt auf der offiziellen Website oder über die Servicekanäle des Theaters zu prüfen. Viele Reiseführer empfehlen, Tickets für Führungen möglichst früh am Tag oder im Voraus zu besorgen, da die Kontingente begrenzt sein können.
  • Eintrittspreise
    Die Eintrittspreise für Führungen und Vorstellungen hängen von der Kategorie, dem Programm und der Sitzplatzwahl ab. Da Argentinien in den letzten Jahren teils starke Währungsschwankungen erlebt hat, geben seriöse Reiseportale selten feste Eurobeträge an. In der Praxis liegen Tickets für Standardführungen nach Angaben des Theaters und verschiedener Reiseanbieter im Bereich eines moderaten zweistelligen Eurobetrags, umgerechnet in die lokale Währung Argentinischer Peso (ARS). Für Opern- und Konzertkarten reicht die Preisspanne von günstigen Plätzen in den oberen Rängen bis zu höherpreisigen Logenplätzen. Es empfiehlt sich, aktuelle Preise auf der offiziellen Website abzurufen und gegebenenfalls in Euro umzurechnen; bei Zahlung mit Karte erfolgt die Umrechnung in der Regel automatisch.
  • Zahlung und Währung
    In Buenos Aires wird mit Argentinischen Pesos bezahlt. Kreditkarten (vor allem Visa und Mastercard) werden im städtischen Bereich, in Hotels, Restaurants und an offiziellen Ticketkassen meist akzeptiert. Aufgrund von Währungsschwankungen nutzen Reisende häufig die Möglichkeit, direkt vor Ort mit Karte zu bezahlen, statt große Bargeldbeträge zu tauschen. Abhebungen am Geldautomaten sind möglich, jedoch können Gebühren anfallen. Die in Deutschland verbreitete Girocard (EC-Karte) wird nicht überall akzeptiert, während internationale Kreditkarten größere Chancen haben. Mobile Payment wie Apple Pay oder Google Pay wird zunehmend eingesetzt, ist aber außerhalb moderner Geschäfte und Gastronomiebetriebe noch nicht flächendeckend verbreitet.
  • Sprache und Kommunikation
    Amtssprache in Argentinien ist Spanisch. Im Umfeld des Teatro Colon, insbesondere an der offiziellen Kasse und bei Führungen, wird häufig auch Englisch gesprochen. Deutschsprachige Angebote sind möglich, aber nicht der Standard. Für Reisende mit Grundkenntnissen in Spanisch oder Englisch ist die Kommunikation im Alltag meist gut zu bewältigen. Hilfreich ist es, wichtige Begriffe wie „entrada“ (Eintrittskarte), „visita guiada“ (Führung) oder „función“ (Vorstellung) zu kennen.
  • Trinkgeldkultur
    In der argentinischen Gastronomie ist ein Trinkgeld von etwa 10 % des Rechnungsbetrags üblich, sofern kein Servicezuschlag ausgewiesen ist. Im Teatro Colon selbst gibt es keine Pflicht zum Trinkgeld, doch Garderobenpersonal oder Platzanweiser freuen sich über kleine Anerkennungen, wenn ein besonderer Service erbracht wurde. Trinkgeld wird in der Regel in bar gegeben.
  • Kleiderordnung
    Für Führungen gibt es im Allgemeinen keine formelle Kleiderordnung; ordentliche Freizeitkleidung ist ausreichend. Für Abendvorstellungen wählen viele Einheimische elegante Kleidung, vom Business-Look bis zum Abendkleid oder Anzug, wobei strenge Vorgaben eher selten sind. Seriöse Reiseführer empfehlen, sich an einem gehobenen Theaterbesuch in Deutschland zu orientieren: keine Strandkleidung, geschlossene Schuhe, gepflegtes Erscheinungsbild. Wer sich kleidungsmäßig leicht „über“ dem Durchschnitt bewegt, ist im Zweifel angemessen angezogen.
  • Fotografie
    Während Führungen ist Fotografieren in vielen Bereichen des Opernhauses erlaubt, allerdings häufig ohne Blitz, um Kunstwerke und Stuckarbeiten zu schonen. Während laufender Vorstellungen ist das Fotografieren in der Regel verboten. Die offiziellen Hinweise des Theaters sowie die Anweisungen der Guides sollten unbedingt beachtet werden.
  • Sicherheit und Umgebung
    Das Viertel rund um das Teatro Colon ist tagsüber stark belebt; am Abend gilt wie in vielen Großstädten: Wertsachen möglichst nah am Körper tragen, offensichtlichen Schmuck eher zurückhaltend einsetzen und Taxis oder registrierte Fahrdienste direkt zum Hotel nutzen. Das Auswärtige Amt gibt hierzu aktuelle Empfehlungen, die Reisende in ihre Planung einbeziehen sollten.

Warum Teatro Colon auf jede Buenos Aires-Reise gehört

Für viele Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist das Teatro Colon ein Höhepunkt der Reise nach Buenos Aires – selbst dann, wenn sie sonst eher selten in die Oper gehen. Der Grund liegt in der Kombination aus Architektur, Akustik und Atmosphäre: Schon der erste Schritt in das Foyer vermittelt das Gefühl, einen Raum zu betreten, in dem Geschichte geschrieben wurde. Der Duft von Holz, poliertem Marmor und leichtem Parfüm, das Rascheln von Abendroben und das Stimmengewirr in Spanisch, Englisch und vielen anderen Sprachen schaffen eine Stimmung, die an ein internationales Festival erinnert.

Wer eine Führung bucht, erlebt das Opernhaus in seinem Tagesgesicht: leere Reihen, in denen das Licht auf dem roten Samt glitzert, Guides, die mit Anekdoten über berühmte Aufführungen und skurrile Pannen aufwarten, und Einblicke in technische Bereiche, die normalerweise verborgen bleiben. Viele deutsche Reiseberichte schildern die Überraschung darüber, wie groß und gleichzeitig intim der Saal wirkt – von den Logen aus scheint die Bühne zum Greifen nah, selbst in den höheren Rängen bleibt die Sicht oft erstaunlich gut.

Ein echtes Erlebnis ist der Besuch einer Abendvorstellung. Wenn das Licht gedimmt wird und der Dirigent den ersten Einsatz gibt, wird die vielzitierte Akustik unmittelbar spürbar: Orchester und Stimmen füllen den Raum, ohne ihn zu überwältigen. Musikjournalisten, die das Haus für deutsche und internationale Medien besucht haben, vergleichen die Klangqualität mit der der großen europäischen Häuser und betonen, dass das Teatro Colon in dieser Hinsicht völlig gleichberechtigt in der „Champions League“ mitspielt.

Ein weiterer Reiz liegt in der lokalen Operntradition. Argentinische Sängerinnen und Sänger, oft in Europa ausgebildet, bringen eine besondere, emotional direkte Interpretation auf die Bühne. Programme kombinieren mitunter bekannte Werke des europäischen Kernrepertoires mit Stücken lateinamerikanischer Komponisten, etwa aus Argentinien oder Brasilien. So bietet ein Besuch im Teatro Colon auch die Chance, Musik kennenzulernen, die in deutschen Häusern seltener gespielt wird.

Für Reisende, die Buenos Aires auf eigene Faust erkunden, lässt sich der Opernhausbesuch ideal mit weiteren Sehenswürdigkeiten verbinden: In Laufweite liegen der Obelisk, die Einkaufsstraße Calle Florida, das historische Teatro Gran Rex mit seinen Art-Déco-Elementen sowie zahlreiche Cafés und Restaurants. Tagsüber bietet sich die Kombination mit einem Bummel durch Recoleta an, abends mit einem Dinner in der Nähe der Avenida Corrientes, die für ihr Theater- und Kinoangebot bekannt ist.

Auch wer mit Kindern oder Jugendlichen unterwegs ist, kann das Teatro Colon als „Türöffner“ zur Welt der klassischen Musik nutzen. Viele Führungen sind so gestaltet, dass sie Laien verständlich bleiben und auf visuelle Eindrücke setzen. In Medienberichten wird immer wieder hervorgehoben, dass der Besuch des Opernhauses eine leicht zugängliche Möglichkeit ist, ein Stück argentinische Kultur zu erleben, ohne Vorkenntnisse in Oper oder Ballett mitbringen zu müssen.

Verglichen mit anderen internationalen Reisezielen bietet sich das Teatro Colon als authentische Alternative zu bekannten Programmpunkten wie Tango-Shows oder Fußballspielen an: Während diese ebenfalls fest zur Kultur von Buenos Aires gehören, erlaubt das Opernhaus einen Blick auf die bürgerliche, bildungsorientierte Seite der Stadt, die oft weniger im Fokus steht. Für kulturinteressierte Reisende aus der DACH-Region ist das eine seltene Gelegenheit, die Vielfalt der argentinischen Gesellschaft an einem Ort zu erfahren.

Teatro Colon in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist das Teatro Colon eine der am häufigsten geteilten Sehenswürdigkeiten von Buenos Aires: Reisende posten Bilder aus dem prunkvollen Saal, kurze Videoclips von Proben oder Ausschnitten aus Aufführungen und persönliche Eindrücke von Führungen hinter die Kulissen. Besonders beliebt sind „Vorher-nachher“-Perspektiven, die den unscheinbaren Straßenblick auf das Gebäude mit dem opulenten Innenraum kontrastieren.

Häufige Fragen zu Teatro Colon

Wo liegt das Teatro Colon genau?

Das Teatro Colon befindet sich im Zentrum von Buenos Aires, unweit der Avenida 9 de Julio und des Obelisken, im Stadtteil San Nicolás. Die Adresse ist Calle Tucumán, Ecke Libertad; das Opernhaus ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxi oder zu Fuß aus dem Microcentro und Recoleta erreichbar.

Was macht das Teatro Colon so besonders?

Das Teatro Colon gilt wegen seiner außergewöhnlichen Akustik, der prachtvollen Architektur aus der Belle Époque und seiner mehr als hundertjährigen Musiktradition als eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt. Internationale Rankings und Fachkritiken heben es regelmäßig in eine Reihe mit europäischen Spitzenhäusern wie der Mailänder Scala oder der Wiener Staatsoper.

Kann man das Teatro Colon auch ohne Opernkenntnisse besuchen?

Ja. Neben Opern- und Ballettaufführungen bietet das Haus Führungen an, die sich ausdrücklich auch an Menschen ohne Vorkenntnisse richten. Dabei werden Geschichte, Architektur und Funktion des Opernhauses anschaulich erklärt; für viele Reisende ist dies die bequemste Art, einen intensiven Eindruck vom Teatro Colon zu bekommen.

Wie komme ich aus Deutschland zum Teatro Colon?

Reisende fliegen in der Regel von Flughäfen wie Frankfurt, München oder Berlin über große internationale Drehkreuze nach Buenos Aires. Die Flugzeit liegt meist bei rund 13 bis 14 Stunden, abhängig von Route und Zwischenstopp. Vom internationalen Flughafen Ezeiza gelangt man mit Taxi, Transferdiensten oder Linienbussen ins Stadtzentrum, von wo aus das Teatro Colon leicht erreichbar ist.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch des Teatro Colon?

Das Teatro Colon hat während der argentinischen Spielzeit, die sich über große Teile des Jahres erstreckt, regelmäßig Programm. Für Reisende aus Deutschland empfehlen sich die klimatisch angenehmen Monate des argentinischen Frühlings und Herbstes, grob zwischen September und November sowie März und Mai. Führungen werden jedoch ganzjährig angeboten; für konkrete Spielpläne und Uhrzeiten sollte man die offizielle Website kurz vor der Reise konsultieren.

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