Totes Meer Jordanien: Schweben, Stille und Salz am Al-Bahr al-Mayyit
31.05.2026 - 08:13:03 | ad-hoc-news.deWer zum Totes Meer Jordanien reist, an die jordanische Uferzone des Al-Bahr al-Mayyit (arabisch für „das tote Meer“), erlebt einen Moment, den viele nie vergessen: Man legt sich in das warme Wasser – und der Körper schwebt scheinbar mühelos auf der Oberfläche, umgeben von kristallisierten Salzrändern und der stillen Kulisse der Wüste.
Totes Meer Jordanien: Das ikonische Wahrzeichen von Sweimeh
Das Totes Meer Jordanien ist weit mehr als ein berühmter Salzsee: Es ist eine landschaftliche Ikone des Nahen Ostens, ein Bade- und Kurziel sowie ein Ort, an dem sich Naturgeschichte, biblische Überlieferungen und moderne Wellness-Hotellerie unmittelbar berühren. Entlang des jordanischen Nordostufers liegen Resorts und öffentliche Strandabschnitte rund um die Ortschaft Sweimeh, etwa 55 km südwestlich von Amman.
Der See ist der tiefstgelegene, dauerhaft zugängliche Punkt der Erdoberfläche: Die Wasseroberfläche liegt rund 430 m unter dem Meeresspiegel, der Boden des Beckens fällt noch deutlich tiefer ab. Dieser enorme Höhenunterschied ist durch tektonische Prozesse entlang des Jordangrabens entstanden, eines Abschnittes des Ostafrikanischen Grabenbruchs, der sich vom Libanon bis in das Rote Meer und weiter nach Afrika zieht. Für Besucher:innen aus Deutschland bedeutet das: Schon die Anfahrt von Amman oder vom Queen Alia International Airport führt spektakulär in Serpentinen durch das Bergland hinab – fast so, als würde man in eine andere Welt eintauchen.
Charakteristisch für das Totes Meer Jordanien ist die extreme Salz- und Mineralstoffkonzentration. Der Salzgehalt liegt grob beim Zehnfachen normaler Meere, was die berühmte Auftriebskraft erklärt. Der See besitzt zudem keinen natürlichen Abfluss; Wasser verdunstet in der trockenen Hitze, während gelöste Minerale zurückbleiben. In der Küstenzone bei Sweimeh bilden sich so markante, weiße Salzkrusten und Terrassen, die auf Fotos und in sozialen Medien zum visuellen Markenzeichen geworden sind.
Geschichte und Bedeutung von Al-Bahr al-Mayyit
Der Al-Bahr al-Mayyit ist seit Jahrtausenden ein Orientierungspunkt und Projektionsflächenraum für Religion, Handel und Wissenschaft. Bereits in antiken Quellen des Nahen Ostens wird der Salzsee erwähnt, und auch in der jüdisch-christlichen Tradition spielt die Region eine Rolle, etwa im Zusammenhang mit Sagen um die Städte Sodom und Gomorra, deren genaue historische Verortung allerdings noch immer Gegenstand archäologischer Debatten ist. Für ein deutschsprachiges Publikum ist wichtig: Viele dieser Bezüge entstammen religiösen und literarischen Überlieferungen, nicht gesicherten archäologischen Belegen.
In der hellenistischen und römischen Antike wurden die Mineralien und Salze des Toten Meeres wirtschaftlich genutzt, etwa für Balsame, Dünger und Konservierungsstoffe. Händlerrouten führten durch das Jordantal, und der See diente als naturräumliche Grenze. Später machten byzantinische und frühislamische Geografen die Region in ihren Beschreibungen für die Gelehrtenwelt sichtbar. In europäischen Reiseberichten taucht das Totes Meer ab der frühen Neuzeit auf: Pilger und Forschungsreisende schilderten die extreme Salzkonzentration, die eigenartige Vegetationsarmut am Ufer und den unverkennbaren Geruch von Mineralien – Eindrücke, die sich bis heute kaum verändert haben.
Im 20. Jahrhundert rückte Al-Bahr al-Mayyit in einen neuen Fokus: Medizinische und klimatologische Studien begannen, das besondere Mikroklima und die potenziellen Heilwirkungen von Schlick, Salz und Luft zu erforschen. Kurkliniken und Hotels auf jordanischer wie israelischer Seite nutzten diese Eigenschaften für Gesundheitstourismus. Gleichzeitig gewann der See geopolitische Bedeutung, da er an die Grenze zwischen Jordanien, Israel und den palästinensischen Gebieten grenzt. Für Reisende aus Deutschland ist daher ein Grundverständnis der politischen Lage in der Region hilfreich, auch wenn das jordanische Ufer bei Sweimeh seit vielen Jahren als vergleichsweise stabil und touristisch erschlossen gilt.
Experten internationaler Organisationen und Umweltforschungsinstitute warnen seit geraumer Zeit vor der schwindenden Wasserfläche. Der Zufluss aus dem Fluss Jordan ist durch intensive Nutzung stromaufwärts stark reduziert, zudem werden Wasserressourcen für Landwirtschaft und Versorgung entnommen. In den letzten Jahrzehnten ist der Pegel des Toten Meeres deutlich gesunken, Küstenlinien wandern, und es entstehen Senklöcher im Uferbereich. Diese Entwicklungen sind Thema von Umweltkonferenzen und Planungsprojekten in der Region und verdeutlichen, wie fragil dieses Naturphänomen ist.
Architektur, Natur und besondere Merkmale
Auch wenn das Totes Meer Jordanien kein klassisches Bauwerk im Sinne eines einzelnen Monumentes ist, hat sich rund um Sweimeh eine eigene architektonische und infrastrukturelle Landschaft entwickelt. Entlang der Küste reihen sich Resorts, Spa-Hotels und Beach Clubs, die das Naturerlebnis mit Komfort verbinden. Viele Anlagen sind terrassenartig angelegt, um den Höhenunterschied zum Wasser auszugleichen und zugleich einen freien Blick auf den See zu ermöglichen. Die Architektur mischt moderne Resort-Ästhetik mit regionalen Motiven, etwa Natursteinfassaden, sandfarbenen Tönen und begrünten Innenhöfen, die in der kargen Umgebung wie Oasen wirken.
Für Besucher:innen bemerkenswert ist die Gestaltung der Strandbereiche: Häufig führen kurze Wege oder Treppen von Pool- und Gartenanlagen hinunter zu kleinen Badebuchten am See. Dort findet man teils hölzerne Sonnendecks, Duschen zum Abspülen des Salzwassers und ausgewiesene Zonen, in denen man bedenkenlos ins Wasser gehen kann. Öffentliche Strände werden von der lokalen Verwaltung und touristischen Betreibern bewirtschaftet; sie bieten einfache Infrastruktur wie Umkleiden, Liegen und gastronomische Stände.
Naturräumlich ist Al-Bahr al-Mayyit ein Paradebeispiel für ein endorheisches Becken, also ein abflussloses Binnengewässer. Die Wasseroberfläche schimmert je nach Tageszeit von tiefblau bis türkis, während die Salzkrusten am Ufer weiß leuchten. Die Luft ist wegen der Tieflage besonders dicht und weist eine im Vergleich zu höher gelegenen Regionen erhöhte Konzentration bestimmter Spurengase und Mineralpartikel auf. Viele Besucher berichten von einem „weicheren“ Sonnenlicht; der etwas dickere Luftmantel filtert einen Teil der UV-Strahlung, was jedoch keinen konsequenten Sonnenschutz ersetzt.
Bekannt ist das Totes Meer Jordanien auch für seinen schwarzen Mineralschlamm, der am Ufer und in den flachen Zonen gewonnen wird. Dieser Schlamm wird in vielen Hotels, Spas und Kureinrichtungen als Körpermaske angeboten und auch exportiert. Dermatologische Studien sehen mögliche positive Effekte bei bestimmten Hauterkrankungen wie Psoriasis, doch handelt es sich nicht um allgemeingültige Heilversprechen; medizinischer Rat im Einzelfall bleibt entscheidend. Für einen Reisebericht ist wichtig: Das Einreiben mit Schlamm, ein Foto mit salzverkrusteten Füßen und das anschließende Schweben im Wasser gehören für viele Gäste zum klassischen Ritual am Al-Bahr al-Mayyit.
Offizielle Tourismusorganisationen Jordaniens stellen das Totes Meer regelmäßig als „natürliches Spa“ und als Ort für Konferenzen und Wellnessreisen dar. Internationale Reiseverlage wie GEO Saison oder Merian betonen in ihren Reportagen die Kontraste: die Nähe zu biblischen Stätten wie dem Berg Nebo oder Bethanien jenseits des Jordan, die moderne Resort-Welt von Sweimeh und die stille, beinahe entrückte Atmosphäre am Seeufer.
Totes Meer Jordanien besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise: Sweimeh liegt am jordanischen Ostufer des Toten Meeres, etwa 55 km von Amman entfernt. Von Deutschland aus führen keine Nonstop-Linienflüge direkt an das Ufer; typische Route ist ein Flug von Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf nach Amman (Queen Alia International Airport) mit einer Flugzeit von rund 4 bis 5 Stunden, abhängig von Verbindung und Airline. Von dort sind es bei normaler Verkehrslage etwa 1 bis 1,5 Stunden Fahrt mit dem Auto oder Transfer über gut ausgebaute Straßen hinunter zum See. Wer mit Mietwagen unterwegs ist, fährt ab Amman in Richtung Dead Sea Road; alternativ organisieren viele Hotels Transfers oder es stehen Taxis und private Fahrer zur Verfügung. Bahnverbindungen spielen in Jordanien für den Personenverkehr nur eine sehr untergeordnete Rolle; Fernbusse verkehren vor allem zwischen größeren Städten, während Resorts am Toten Meer hauptsächlich per Auto erreichbar sind.
- Öffnungszeiten und Zugänglichkeit: Das Totes Meer Jordanien als Naturgewässer ist grundsätzlich rund um die Uhr vorhanden, doch Strandbereiche, Hotelpools und Spa-Anlagen haben feste Öffnungszeiten. Viele Resort-Strände sind für Hausgäste reserviert, teilweise können aber externe Besucher Tagespässe erwerben. Öffentliche Strände und Beach Clubs öffnen häufig am Vormittag und schließen bei Sonnenuntergang oder am frühen Abend. Öffnungszeiten können saisonal und je nach Betreiber variieren – es empfiehlt sich, die Informationen direkt beim gewählten Hotel, Beach Club oder bei der regionalen Tourismusorganisation zu prüfen. Bei temporären Sperrungen (etwa wegen Wetterbedingungen oder infrastrukturellen Arbeiten) geben die jeweiligen Einrichtungen entsprechend Auskunft.
- Eintrittspreise: Es gibt keinen einheitlichen Eintrittspreis für das gesamte Gebiet des Toten Meeres in Jordanien. Öffentliche Strände erheben meist eine moderate Tagesgebühr, Resorts verlangen für Tagesgäste mit Zugang zu Strand, Pools und ggf. Mittagessen oder Spa-Nutzung deutlich höhere Pauschalen. Da Preise je nach Kategorie, Saison und Leistung stark schwanken und sich immer wieder ändern können, ist eine konkrete Nennung ohne aktuelle Tariflisten kaum verlässlich. Reisende sollten daher mit einem Rahmen von einfachen Budgetstränden bis hin zu gehobenen Day-Use-Paketen rechnen und die aktuellen Konditionen direkt bei der gewählten Einrichtung einholen.
- Beste Reisezeit: Das Klima am Totes Meer Jordanien ist wüstenhaft mit sehr heißen Sommern und milden Wintern. Für viele deutsche Reisende gelten Frühling (etwa März bis Mai) und Herbst (etwa Oktober bis November) als besonders angenehm, da die Lufttemperaturen tagsüber warm, aber nicht extrem sind und das Wasser eine komfortable Badetemperatur bietet. Im Hochsommer von Juni bis September können die Temperaturen deutlich über 35 °C steigen; wer Hitze schlecht verträgt, wählt besser die Übergangszeiten oder plant Badegänge in die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag. Im Winter sinken die Temperaturen selten unter etwa 15 °C am Tag, das Schwimmen im Toten Meer ist dann möglich, aber weniger verbreitet. Niederschläge sind insgesamt gering, doch gelegentlich können im Winterhalbjahr kurzzeitige Unwetter und Flash-Flood-Ereignisse in der Region auftreten – Informationen der lokalen Behörden und des Hotels sind dann maßgeblich.
- Praxis-Tipps: Baden, Sicherheit und Gesundheit: Wegen des hohen Salzgehaltes sollten Besucher:innen nur auf ausgewiesenen Abschnitten baden und Sicherheitsanweisungen der Rettungskräfte beachten. Es ist wichtig, den Kopf möglichst nicht unter Wasser zu tauchen; Spritzer in den Augen können stark brennen. Frisch rasierte oder verletzte Haut reagiert ebenfalls empfindlich. Die Aufenthaltsdauer im Wasser sollte moderat gehalten werden, oft werden 10 bis 20 Minuten pro Badegang empfohlen, gefolgt von einer gründlichen Dusche mit Süßwasser. Kinder und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten vorab Rücksprache mit medizinischen Fachpersonen halten. Auch wenn die erhöhte Luftdichte und das besondere Klima für manche Atemwegserkrankungen als angenehm beschrieben werden, ersetzt dies keine medizinische Behandlung.
- Sprache und Kommunikation: Amtssprache in Jordanien ist Arabisch. In den Hotels, Resorts und touristischen Einrichtungen am Totes Meer Jordanien wird in der Regel gut Englisch gesprochen. Deutschsprachige Mitarbeiter:innen sind vereinzelt in internationalen Häusern zu finden, sollten aber nicht vorausgesetzt werden. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, einige englische Grundbegriffe parat zu haben; ein paar arabische Höflichkeitsfloskeln werden von Gastgebern erfahrungsgemäß positiv aufgenommen.
- Zahlung und Trinkgeld: In Jordanien ist der Jordanische Dinar (JOD) die Währung. In den größeren Hotels, Beach Resorts und touristischen Einrichtungen am Totes Meer sind Kreditkarten wie Visa und Mastercard weit verbreitet; Bargeld wird insbesondere an kleineren Ständen, in Taxis und bei lokalen Dienstleistern benötigt. Das deutsche Girocard-System ist im Ausland nicht einheitlich nutzbar; internationale Debit- oder Kreditkarten eignen sich besser. Trinkgeld ist üblich, ähnlich wie in anderen Teilen des Nahen Ostens: Im Restaurant werden etwa 10 % als angemessen angesehen, sofern kein Servicezuschlag bereits inkludiert ist. Zimmer- und Servicepersonal freut sich über kleinere Beträge in lokaler Währung. In Spa- und Wellnessbereichen sind Tips für Behandlungen ebenfalls üblich, wenn die Leistung zufriedenstellend war.
- Kleiderordnung und kultureller Respekt: Jordanien ist ein mehrheitlich muslimisch geprägtes Land mit moderaten, aber respektierten gesellschaftlichen Normen. In Resorts und an privaten Stränden sind westliche Badebekleidung und Sommerkleidung gängig. Beim Verlassen der Hotelanlagen – etwa für Ausflüge in nahegelegene Ortschaften oder nach Amman – empfiehlt sich dezente, nicht zu freizügige Kleidung: Schultern und Knie sollten idealerweise bedeckt sein, insbesondere in ländlichen Gebieten und bei Besuchen religiöser Stätten. Für deutsche Reisende ist dieser Wechsel zwischen Bade- und Stadtkleidung leicht umzusetzen, wenn eine leichte lange Hose, ein Tuch und ein Oberteil mit längeren Ärmeln mitgeführt werden.
- Fotografie und Drohnen: Das Totes Meer Jordanien ist ein beliebtes Fotomotiv, und das Fotografieren der Landschaft, des Wassers und der Salzformationen ist in touristischen Bereichen grundsätzlich erlaubt. Wie überall ist jedoch der Respekt vor der Privatsphäre anderer Gäste wichtig. Das Filmen von Sicherheitskontrollen, militärischen Einrichtungen oder Grenzanlagen ist untersagt und kann zu Problemen führen. Der Einsatz von Drohnen unterliegt in Jordanien strengen Vorschriften und Genehmigungspflichten; spontane Drohnenflüge sind für Privatreisende in der Regel nicht gestattet.
- Einreisebestimmungen und Gesundheit: Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen, Visaregeln und Sicherheitshinweise für Jordanien beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. In der Regel reisen Tourist:innen mit einem noch ausreichend gültigen Reisepass ein; Details zu Gebühren und zur Ausstellung von Visa können sich jedoch ändern. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport-Komponente ist in Nicht-EU-Ländern besonders empfehlenswert. Für Impf- und Gesundheitsfragen sind die Hinweise des Auswärtigen Amtes sowie Beratungen bei reisemedizinischen Einrichtungen in Deutschland maßgeblich.
- Zeitzone und Zeitverschiebung: Jordanien liegt in der Regel eine Stunde vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ); während der europäischen Sommerzeit können je nach Regelung im Land zeitweise identische oder leicht abweichende Zeitverschiebungen gelten. Für konkrete Reisezeiträume sollten Reisende die aktuelle Differenz zur deutschen Zeit vor dem Abflug prüfen, insbesondere wenn es um Anschlussflüge, Transfers oder digital gebuchte Termine geht.
Warum Al-Bahr al-Mayyit auf jede Sweimeh-Reise gehört
Für viele Menschen aus Deutschland steht eine Reise nach Jordanien zuerst im Zeichen von Petra, Wadi Rum oder der Hauptstadt Amman. Wer das Land jedoch umfassend erleben möchte, sollte das Totes Meer Jordanien unbedingt einplanen. Al-Bahr al-Mayyit ist einer dieser Orte, an denen sich Natur und Mythos so stark überlagern, dass schon die bloße Anwesenheit als Erfahrung empfunden wird. Das Schweben im dichten Wasser, das Trocknen der salzverkrusteten Haut in der warmen Luft und der Blick auf das gegenüberliegende Ufer lassen den geografischen Begriff „tiefster Punkt der Erde“ emotional greifbar werden.
Hinzu kommt die Nähe zu weiteren Highlights im Westen Jordaniens. Von Sweimeh aus lassen sich Ausflüge zum Berg Nebo organisieren, von dem aus laut biblischer Überlieferung Moses das Gelobte Land erblickt haben soll. Ebenso erreichbar ist Bethanien jenseits des Jordan, die Taufstelle, an der Johannes der Täufer tätig gewesen sein soll und die von Kirchen unterschiedlicher Konfessionen als Pilgerort gepflegt wird. Wer Geschichte, Religion und Landschaft miteinander verbinden möchte, findet hier eine dichte Konzentration von Orten, die in religiösen Traditionen Europas tief verankert sind.
Auch für erholungssuchende Gäste ist Sweimeh ein attraktiver Standort: Die Resorts bieten Pools, Spas, Restaurants und oft auch familienfreundliche Infrastruktur. Das tote Meer eignet sich aufgrund seiner fehlenden Wellen und der speziellen Auftriebskraft vor allem zum entspannten Treibenlassen, weniger zum sportlichen Schwimmen. Viele Hotels kombinieren das mit Wellness-Angeboten, Massagen und Behandlungen mit Schlamm- und Salzprodukten. Wer schon einmal in einem klassischen Kurort in Deutschland war – etwa in Bad Reichenhall oder Bad Nauheim – wird Parallelen erkennen, doch die Landschaftskulisse und die salzhaltige Wüste verleihen dem Gesundheits- und Wohlfühlabenteuer am Al-Bahr al-Mayyit eine vollkommen andere Dimension.
Für Fotografiebegeisterte bietet das Totes Meer Jordanien besondere Lichtstimmungen, vor allem in den Stunden rund um Sonnenauf- und -untergang. Dann spiegelt sich der Himmel im ruhig daliegenden Wasser, und die konturierte Wüstenkulisse rückt in warmes Abendlicht. Die salzbedeckten Steine, die sich überall am Ufer finden, liefern Motive, die sich deutlich von mitteleuropäischen Landschaften unterscheiden. Auch wer sich für Geologie interessiert, findet in der Region spannende Anknüpfungspunkte: Exkursionen in nahegelegene Wadis und Felsformationen machen die tektonische Geschichte des Jordangrabens sichtbar.
Totes Meer Jordanien in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien ist das Totes Meer Jordanien längst zu einem wiederkehrenden Motiv geworden: Reisende teilen Aufnahmen vom schwerelosen Treiben, vom Einreiben mit schwarzem Schlamm und von den dramatischen Farbkontrasten zwischen Wasser, Salz und Wüste. Hashtags rund um „Dead Sea Jordan“, „Al-Bahr al-Mayyit“ oder „Totes Meer Jordanien“ bündeln Erfahrungsberichte aus aller Welt – von spontanen Tagesausflügen bis zu luxuriösen Wellnesswochenenden.
Totes Meer Jordanien — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Totes Meer Jordanien
Wo liegt das Totes Meer Jordanien genau?
Das Totes Meer Jordanien liegt im Westen des Landes an der Grenze zu Israel und den palästinensischen Gebieten. Die touristisch stark erschlossene jordanische Uferzone konzentriert sich rund um den Ort Sweimeh, etwa 55 km südwestlich von Amman. Die Region ist über den Queen Alia International Airport und anschließend mit dem Auto oder Transferfahrzeug gut zu erreichen.
Warum schwebt man im Al-Bahr al-Mayyit so leicht?
Die Auftriebskraft im Toten Meer ist außergewöhnlich, weil der Salz- und Mineralgehalt des Wassers etwa zehnmal höher ist als in den meisten Weltmeeren. Dadurch steigt die Dichte der Wasserlösung, der menschliche Körper wird relativ leichter und wird stärker nach oben gedrückt. Man kann sich auf den Rücken legen und nahezu mühelos lesen oder die Landschaft betrachten, sollte aber aus Sicherheitsgründen den Kopf möglichst nicht unter Wasser tauchen.
Ist das Baden im Totes Meer Jordanien gesund?
Viele Menschen empfinden das Baden im Totes Meer Jordanien und Anwendungen mit dem Mineralschlamm als wohltuend für Haut und Wohlbefinden. Studien beschreiben mögliche positive Effekte bei bestimmten Haut- und Gelenkerkrankungen, doch sind dies keine allgemein gültigen Heilversprechen. Wer Vorerkrankungen hat, sollte vor der Reise oder vor intensiven Anwendungen ärztlichen Rat einholen. Wichtig ist zudem, die Aufenthaltsdauer im Wasser zu begrenzen, ausreichend zu trinken und sich nach dem Bad gründlich abzuduschen.
Wann ist die beste Reisezeit für das Totes Meer Jordanien?
Für Reisende aus Deutschland gelten vor allem Frühjahr (März bis Mai) und Herbst (Oktober bis November) als besonders angenehm. Dann sind die Temperaturen warm, aber nicht extrem, und das Wasser ist angenehm temperiert. Im Hochsommer kann es sehr heiß werden, was kürzere Aufenthalte im Freien nötig macht, während der Winter zwar milder ist, das klassische Badeerlebnis aber weniger verbreitet ist. Wer Hitze liebt, kann den Sommer nutzen, sollte sich jedoch konsequent vor Sonne und Dehydrierung schützen.
Wie sicher ist eine Reise zum Totes Meer Jordanien?
Das westliche Jordanien rund um Sweimeh gilt seit Jahren als touristisch erschlossene Region mit etablierten Hotelanlagen und Infrastruktur. Wie bei jeder Reise in den Nahen Osten sollten deutsche Staatsbürger jedoch die aktuellen Sicherheits- und Reisehinweise des Auswärtigen Amtes konsultieren, da sich Bewertungen aufgrund regionaler Entwicklungen ändern können. Innerhalb der Resorts ist die Sicherheitslage nach Erfahrung viele Reiseveranstalter geordnet; bei Ausflügen in entlegene Gebiete ist es ratsam, organisierte Touren oder ortskundige Fahrer zu nutzen.
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