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Transfagarasan: Rumäniens dramatischste Passstraße im Fokus

20.05.2026 - 15:06:52 | ad-hoc-news.de

Die Transfagarasan bei Curtea de Arges in Rumänien gilt als eine der spektakulärsten Straßen Europas. Warum sie Reisende aus Deutschland magisch anzieht – und was es aktuell zur Schneeräumung zu wissen gibt.

Transfagarasan, Rumänien, Reise, Curtea de Arges, Wahrzeichen, Tourismus, Kultur, Natur, Hochgebirgsstraße
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Wenn sich die Serpentinen der Transfagarasan (auf Deutsch sinngemäß „Transfogarascher Hochgebirgsweg“) in kühnen Schleifen durch die Fagarascher Alpen bei Curtea de Arges winden, wirkt Rumänien plötzlich wie eine Filmkulisse: schroffe Felswände, tief eingeschnittene Täler, Schneewände von mehreren Metern Höhe selbst im späten Frühjahr und darüber eine Straße, die sich scheinbar widerspenstig gegen die Natur behauptet.

Genau hier, auf dem berühmten Gebirgspass DN 7C, erleben Reisende eine der eindrucksvollsten Panoramastrecken Europas – ein Ziel, das auch für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland zunehmend auf der Bucket List steht.

Transfagarasan: Das ikonische Wahrzeichen von Curtea de Arges

Die Transfagarasan beginnt unweit der Kleinstadt Curtea de Arges in der rumänischen Region Walachei und führt in spektakulären Kehren über das Fagaras-Gebirge, einen Teil der Südkarpaten. Mit einer maximalen Höhe von rund 2.040 m über dem Meeresspiegel gehört sie zu den höchstgelegenen und landschaftlich eindrucksvollsten Straßen Osteuropas. Die rumänische Straßenverwaltung und Tourismusorganisationen positionieren sie seit Jahren als „Panoramastrecke“ und als eine Art nationales Symbol für Ingenieurskunst in der sozialistischen Ära.

Für deutsche Reisende ist die Transfagarasan vor allem aus zwei Gründen spannend: Zum einen bietet sie ein Gebirgserlebnis, das sich deutlich vom Alpenraum unterscheidet – wilder, ursprünglicher, weniger durch Skitourismus überformt. Zum anderen ist sie im Vergleich zu spektakulären Straßen weltweit noch immer ein vergleichsweise „geheimer Tipp“, der mit dem Auto, Motorrad oder im Rahmen einer organisierten Tour von Curtea de Arges aus gut erreichbar ist.

Die Strecke verbindet die historische Region Walachei im Süden mit Siebenbürgen (Transsilvanien) im Norden und kreuzt dabei massive Staumauern, Bergseen und Tunnel. Nach Angaben der rumänischen Straßenbaubehörde Compania Na?ional? de Administrare a Infrastructurii Rutiere (CNAIR) verläuft der Pass über eine Gesamtlänge von mehr als 150 km zwischen der Nähe von Pitesti/Curtea de Arges im Süden und der Umgebung von Sibiu im Norden. Medien wie das rumänische öffentlich-rechtliche Radio („Radio România Actualit??i“) weisen darauf hin, dass die Straße nur wenige Monate im Jahr vollständig befahrbar ist, weil der Winter in den Höhenlagen lange anhält.

Geschichte und Bedeutung von Transfagarasan

Die Entstehung der Transfagarasan ist eng mit der politischen Geschichte Rumäniens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbunden. Der Bau der Straße begann Anfang der 1970er Jahre unter dem kommunistischen Staatschef Nicolae Ceau?escu. Offiziell sollte sie eine strategische Nord-Süd-Verbindung schaffen, die im Fall einer militärischen Intervention aus dem Westen oder aus der Sowjetunion als Versorgungs- und Rückzugsroute dienen konnte.

Seriöse Quellen wie der britische Sender BBC und die rumänische Nachrichtenagentur Agerpres betonen, dass der Bau vor allem eine politische Demonstration war: Ceau?escu wollte mit dem Projekt die technische Leistungsfähigkeit des Landes und seine Entschlossenheit unterstreichen. Rumänische Historiker und Zeitzeugen, etwa in Beiträgen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens TVR, erinnern daran, dass vor allem Soldaten und Wehrpflichtige am Bau beteiligt waren, häufig unter extremen Bedingungen in großer Höhe.

Der Bau begann Anfang der 1970er Jahre, ein konkretes exaktes Einweihungsdatum wird in unterschiedlichen Quellen teils abweichend angegeben. Mehrere rumänische Medien nennen die Mitte der 1970er Jahre als Zeitpunkt, zu dem der Pass für den Verkehr geöffnet wurde. Klar ist: Die Arbeiten zogen sich über mehrere Jahre, und größere Baumaßnahmen und Sicherungsarbeiten dauerten auch später noch an. Gerade im hochalpinen Abschnitt waren Sprengungen und aufwendige Stützkonstruktionen nötig, um die Straße überhaupt trassieren zu können.

Die Bedeutung der Transfagarasan wandelte sich seit dem Fall des Kommunismus 1989 deutlich. Was einst als militärisch motivierte Infrastruktur geplant war, entwickelte sich zu einer touristischen Ikone. Reise- und Automagazine weltweit – etwa die BBC-Produktion „Top Gear“ mit ihrer bekannten Folge über die Straße – priesen die Strecke als „eine der großartigsten Straßen der Welt“. In deutschsprachigen Medien wie GEO Saison und verschiedenen Automobilmagazinen wird die Transfagarasan regelmäßig in einem Atemzug mit alpinen Traumstraßen genannt, gleichzeitig aber als deutlich rauer und naturbelassener beschrieben.

Die Straße ist heute nicht nur Verkehrsverbindung, sondern auch Symbol für einen Teil der rumänischen Geschichte: Sie erinnert an die Ära Ceau?escu, an die Härten des Infrastrukturbaus in der sozialistischen Zeit und an den Wandel zu einem offenen, touristisch orientierten Rumänien, das seine Naturschönheiten zunehmend selbstbewusst präsentiert.

Architektur, Ingenieurkunst und besondere Merkmale

Die Transfagarasan ist in erster Linie eine Ingenieursleistung – vergleichbar mit Passstraßen in den Alpen, aber in einem deutlich weniger erschlossenen Hochgebirge. Die rumänische Straßenverwaltung CNAIR gibt für den höchsten Punkt der Fahrbahn in der Nähe des Bâlea-Sees eine Höhe von etwa 2.040 m an. Dort verläuft die Straße durch ein besonderes Bauwerk: den Straßentunnel unterhalb des Paltinu-Gipfels, der zu den längsten Straßentunneln Rumäniens zählt.

Mehrere rumänische Quellen wie die Regionaldirektion für Straßen und Brücken Bra?ov (DRDP Bra?ov) und Berichte in nationalen Medien bezeichnen diesen Tunnel als den längsten Straßentunnel des Landes. Seine genaue Länge wird in verschiedenen Quellen leicht abweichend angegeben; übereinstimmend ist, dass er mehrere hundert Meter lang ist und die höchste Sektion der Passstraße ganzjährig besonders wartungsintensiv macht.

Charakteristisch für die Transfagarasan sind die extremen Serpentinen und der starke Höhenunterschied: Ausgehend von der südlichen Rampe bei Curtea de Arges verläuft die Straße zunächst durch tiefe Wälder und entlang des Arges-Flusses, bevor sie über aufgestaute Seen wie den Vidraru-See in hochalpines Gelände aufsteigt. Der Vidraru-Stausee wird durch eine bogenförmige Staumauer abgeschlossen, die in den 1960er Jahren errichtet wurde und selbst als technisches Wahrzeichen Rumäniens gilt. Rumänische Ingenieurverbände verweisen darauf, dass hier bereits vor dem Bau der Transfagarasan ein Großteil der Energieversorgung der Region gesichert wurde.

Oberhalb des Stausees wechselt die Landschaft: Die Straße verengt sich, die Wälder werden lichter, Felsen und Geröll dominieren. In manchen Abschnitten schmiegt sich die Fahrbahn an steile Hänge, in anderen sind Stützmauern und Lawinengalerien nötig. Nach Angaben der DRDP Bra?ov befindet sich an der Nordseite der Transfagarasan einer der größten Lawinenkorridore Rumäniens. Medienberichte von Mitte Mai 2026, unter anderem von „Radio România Bra?ov FM“ und dem landesweiten Programm „Radio România Actualit??i“, schildern, dass dort beim jährlichen Schneeräumen Schneehöhen von über 5 m erreicht wurden – mit meterhohen Schneewänden rechts und links der Fahrbahn.

Die DRDP Bra?ov betont in aktuellen Stellungnahmen, dass jährlich etwa 10 km der Hochgebirgstrasse besonders stark von Schnee und Lawinenablagerungen betroffen sind. In einem Interview erklärte der Leiter der Regionaldirektion, Tudor Du?u, Mitte Mai 2026, die Schneeräumung sei in diesem Abschnitt am schwierigsten; der Plan sei, bis zur Mitte des Juni zumindest eine Fahrspur zu räumen und anschließend die Straße zu verbreitern und zu sichern. Diese Informationen wurden von mehreren rumänischen Medien parallel aufgegriffen, was als seriöse Bestätigung der Angaben gewertet werden kann.

Neben der Ingenieurkunst spielt die Ästhetik der Strecke eine große Rolle. Luftaufnahmen, wie sie etwa von der rumänischen Tourismusorganisation und in internationalen Reisereportagen genutzt werden, zeigen die endlosen Kehren auf der Nordseite in Richtung Bâlea-See. Dieser hochgelegene Bergsee, der häufig bis in den Frühsommer hinein von Schneefeldern eingerahmt ist, gilt als einer der fotogensten Punkte der Transfagarasan. In der Nähe befinden sich einfache Berghotels, Restaurants und im Winter ein saisonales Eis-Hotel, das in einigen Jahren betrieben wurde, wenn die Bedingungen es erlaubten.

Gestalterisch ist die Straße weniger von architektonischer Verspieltheit geprägt als von Funktionalität. Betonschutzmauern, einfache Brückenkonstruktionen und der vielfach geflickte Straßenbelag erinnern daran, dass die Streckenführung in erster Linie den topografischen Zwängen folgt. Kultur- und Architekturzeitschriften aus Rumänien und Deutschland ordnen die Transfagarasan daher eher als Symbol für den „heroischen“ Ingenieurbau der 1970er Jahre ein, weniger als klassisches Designobjekt.

Transfagarasan besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Transfagarasan liegt im südlichen Teil des rumänischen Karpatenbogens und verbindet die Gegenden um Curtea de Arges und Pitesti im Süden mit der Region Sibiu im Norden. Für Reisende aus Deutschland bieten sich mehrere Anreisewege an, die von Flug, Bahn und Auto sinnvoll kombiniert werden können.

    Am schnellsten ist in der Regel ein Flug nach Bukarest (Flughafen Henri Coand?, OTP). Von Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf bestehen – je nach Saison – Nonstop-Verbindungen großer europäischer Airlines und Low-Cost-Carrier. Die reine Flugzeit liegt meist zwischen 2 und 2,5 Stunden. Ab Bukarest sind es mit dem Auto etwa 150 bis 180 km bis Curtea de Arges; je nach Route und Verkehr sollte man mit rund 2,5 bis 3 Stunden Fahrzeit rechnen. Von dort beginnt der klassische Südanstieg zur Transfagarasan in Richtung Vidraru-Stausee und Bâlea-See.

    Alternativ ist die Anreise über Sibiu im Norden möglich. Sibiu verfügt über einen kleineren internationalen Flughafen, der zeitweise Direktverbindungen aus Deutschland anbietet; verlässlicher sind oft Umsteigeverbindungen über Wien oder Bukarest. Von Sibiu aus sind es etwa 75 km bis zur nördlichen Rampe der Transfagarasan. Wer lieber mit dem eigenen Auto fährt, reist meist über Ungarn und Arad oder Oradea nach Rumänien ein und erreicht die Region dann über das gut ausgebaute nationale Straßennetz. Für die Anreise über Land sollte genügend Fahrzeit eingeplant werden, da Autobahnabschnitte in Rumänien noch lückenhaft sind und Landstraßenabschnitte die Reise verlangsamen können.

    Bahnreisende können zunächst mit dem ICE oder EuroCity nach Wien oder Budapest fahren und von dort mit Nachtzügen oder Tagesverbindungen nach Bukarest und weiter nach Curtea de Arges oder Sibiu reisen. Die genauen Fahrpläne ändern sich jedoch regelmäßig; aktuelle Informationen bieten die Deutsche Bahn und die rumänische Bahn CFR C?l?tori.
  • Öffnungszeiten und saisonale Sperren
    Die Transfagarasan ist keine Sehenswürdigkeit mit Kassenhäuschen, sondern eine öffentliche Nationalstraße. Ihr besonderes Merkmal: Die Hochgebirgssektion zwischen Bâlea-See und dem Vidraru-Stausee ist nur wenige Monate im Jahr geöffnet. Laut offiziellen Mitteilungen der rumänischen Straßenverwaltung CNAIR und regionaler Direktionen wie DRDP Bra?ov ist die Passhöhe in der Regel zwischen späten Herbst und Frühsommer wegen Schnees und Lawinengefahr gesperrt. Üblicherweise wird der Hochabschnitt etwa Ende Juni oder Anfang Juli für den Verkehr freigegeben und im Oktober wieder geschlossen. Die genauen Daten variieren jedoch von Jahr zu Jahr, abhängig von Wetter und Schneelage.

    Besonders anschaulich zeigen das die aktuellen Schneeräumarbeiten im Mai 2026: Mehrere rumänische Nachrichtenportale berichten übereinstimmend, dass die Schneehöhe an exponierten Stellen über 5 m erreicht und die Räumung in Lawinenkorridoren sehr aufwendig ist. DRDP Bra?ov nennt als Ziel, die Straße bis zur Monatsmitte Juni auf einer Spur zu räumen; die vollständige Freigabe für den Publikumsverkehr erfolgt jedoch erst, wenn alle Sicherungsarbeiten abgeschlossen sind. Reisende sollten daher unbedingt kurz vor Antritt der Fahrt die aktuelle Lage auf den offiziellen Seiten der Straßenverwaltung oder bei der rumänischen Verkehrspolizei prüfen.

    Für die ganzjährig befahrbaren niedrigeren Abschnitte gibt es keine festen Öffnungszeiten. Auch dort können aber kurzfristige Sperrungen aufgrund von Bauarbeiten, Steinschlag oder Unwettern auftreten.
  • Eintritt und Gebühren
    Für die Befahrung der Transfagarasan selbst wird nach übereinstimmenden Angaben rumänischer Tourismusverbände und Medien derzeit keine spezielle Maut erhoben. Rumänien verfügt jedoch über ein elektronisches Vignetten-System („Rovinieta“) für die Nutzung nationaler Straßen. Reisende mit eigenem Auto oder Mietwagen sollten prüfen, ob ihr Fahrzeug über eine gültige Vignette verfügt. Die Kosten hängen von Fahrzeugtyp und Gültigkeitsdauer ab und liegen – je nach Kurs – im niedrigen zweistelligen Eurobereich. Genaue aktuelle Preise können sich ändern und sollten bei offiziellen Stellen oder bei Anbietern, die als Vertriebspartner der rumänischen Straßenverwaltung auftreten, nachgesehen werden.

    Parkgebühren können an einzelnen Aussichtspunkten, Parkplätzen am Bâlea-See oder an der Vidraru-Staumauer anfallen. Deren Höhe wird von lokalen Betreibern festgelegt und variiert.
  • Beste Reisezeit
    Die Hochsaison für die Transfagarasan liegt im Hochsommer, wenn der komplette Pass üblicherweise geöffnet ist. Juli und August bieten die beste Chance, die Strecke durchgehend zu befahren. Allerdings ist dann auch der Andrang am größten: An Wochenenden und in den rumänischen Ferien kann es zu Staus, besonders im Bereich des Bâlea-Sees, kommen. Wer flexibel ist, sollte daher Werktage und frühe Morgenstunden oder den späten Nachmittag bevorzugen.

    Im Juni und September ist es meist ruhiger, das Wetter kann aber unbeständiger sein. Auch kurzfristige Sperrungen bei starkem Schneefall oder Unwettern sind selbst in diesen Monaten nicht ausgeschlossen, wie die Erfahrungen vergangener Jahre zeigen. Im späten Frühjahr kann die Straße bis zu bestimmten Höhen bereits geöffnet sein, die Passhöhe aber noch gesperrt – dann ist die Fahrt zwar landschaftlich trotzdem faszinierend, die komplette Überquerung jedoch nicht möglich. Im Winter ist die Hochgebirgssektion grundsätzlich geschlossen; Skitourengeher und Winterwanderer nutzen dann teilweise die Region, bewegen sich aber zumeist abseits der Straße.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld und Sicherheit
    In der Region um Curtea de Arges und entlang der Transfagarasan wird Rumänisch gesprochen. In touristisch geprägten Bereichen, insbesondere an Hotels, größeren Restaurants und Tankstellen, wird häufig auch Englisch verstanden; Deutschkenntnisse sind in Rumänien in einigen Regionen verbreitet, können aber nicht überall vorausgesetzt werden. Ein paar rumänische Wörter oder die Nutzung einer Übersetzungs-App helfen im Alltag sehr.

    Bezahlen ist in Rumänien in der Landeswährung Leu (RON) üblich. In Städten und an größeren Tankstellen werden internationale Kreditkarten meist problemlos akzeptiert, während in kleineren Pensionen oder an Straßenständen Bargeld sinnvoll ist. Euro werden in ländlichen Regionen nur selten direkt als Zahlungsmittel angenommen. EC-/Girokarten funktionieren je nach Bank und Kartenmarke; Visa- und Mastercard-Logos sind ein guter Hinweis auf akzeptierte Karten. Mobile Payment über Apple Pay oder Google Pay wird in größeren Städten zunehmend verbreitet, kann in den Bergen jedoch nicht überall genutzt werden.

    Trinkgeld ist in Rumänien im Servicebereich üblich. In Restaurants sind 5 bis 10 % des Rechnungsbetrags ein gängiger Richtwert, sofern kein Servicezuschlag ausgewiesen ist. Auch Taxifahrer und Hotelpersonal freuen sich über ein kleines Trinkgeld. Einheimische Reiseführerinnen und Reiseführer erhalten bei Gruppen- oder Privattouren ebenfalls üblicherweise ein Trinkgeld, wenn die Leistung überzeugt hat.

    Sicherheit auf der Transfagarasan erfordert Aufmerksamkeit. Die Straße ist kurvenreich, teils eng, und der Belag kann durch Frostschäden und Bauarbeiten beeinträchtigt sein. Der rumänische Automobilclub und internationale Automobilclubs empfehlen, die Strecke nur bei guter Sicht und trockenem Wetter zu befahren. Wildtiere, vor allem Bären, können in den Karpaten vorkommen; Hinweisschilder machen auf entsprechende Gefahr aufmerksam. Fahrzeugtüren sollten in Haltebuchten nicht mit offen liegenden Lebensmitteln locken, und Begegnungen mit Wildtieren sollten grundsätzlich aus sicherer Entfernung bleiben.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheitsvorsorge
    Rumänien ist Mitglied der Europäischen Union. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich rechtliche Rahmenbedingungen und Praktiken verändern können, sollten Reisende die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.

    Für EU-Bürger ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) grundsätzlich gültig; sie wird von deutschen Krankenkassen auf der Rückseite der Versichertenkarte bereitgestellt. Dennoch empfehlen viele Verbraucherzentralen und Automobilclubs eine ergänzende Auslandskrankenversicherung, insbesondere wenn Aktivitäten im Hochgebirge geplant sind. Die Zeitverschiebung zu Deutschland beträgt in Rumänien in der Regel +1 Stunde gegenüber Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). In der Phase der Sommerzeit (MESZ) bleibt dieser Abstand meist bestehen, sodass Rumänien praktisch immer eine Stunde vor Deutschland liegt.

Warum Transfagarasan auf jede Curtea de Arges-Reise gehört

Eine Reise nach Curtea de Arges, eine der historischen Städte der Walachei, verbindet sich für viele Rumänienbesucher fast automatisch mit einem Ausflug auf die Transfagarasan. Während Curtea de Arges mit seiner berühmten Kathedrale – einer wichtigen Grabstätte rumänischer Könige – vor allem kulturell und historisch geprägt ist, eröffnet die Passstraße das Tor zu den dramatischen Landschaften der Karpaten.

Der Kontrast ist reizvoll: Unten im Tal barocke und orthodoxe Architektur, farbige Fresken, Klöster und die Atmosphäre einer alten Fürstenresidenz; oben im Gebirge kühle Bergluft, karge Felsen, eiskalte Seen und das Gefühl, auf einer der großen Panoramastraßen Europas unterwegs zu sein. Viele Reiseberichte deutscher Magazine betonen genau diese Kombination aus Kultur und Natur als besonderen Mehrwert einer Rumänienreise.

Wer die Transfagarasan befährt, kann unterwegs zahlreiche Stopps einlegen: an der imposanten Staumauer des Vidraru-Sees, wo eine Statue des mythologischen Helden Prometheus mit Blitz in der Hand auf die Kraft der Wasserkraftwerke verweist; an Aussichtspunkten, von denen aus das Arges-Tal tief unterhalb sichtbar wird; oder an kleinen Imbissbuden, an denen lokale Spezialitäten wie „Mici“ (gegrillte Hackröllchen) oder Käse aus der Region angeboten werden.

Ob man mit dem Motorrad die Kurven dynamisch auskostet, mit dem eigenen Auto in aller Ruhe Panorama-Fotostopps einlegt oder sich einer organisierten Tagestour von Bukarest oder Sibiu anschließt: Die Transfagarasan vermittelt ein intensives Naturerlebnis, das sich deutlich von klassischen Alpenpässen wie dem Großglockner oder dem Stilfser Joch unterscheidet. Nicht besser oder schlechter, sondern anders – ursprünglicher, mit etwas weniger touristischer Infrastruktur, aber umso mehr Weite und Wildheit.

Gerade deutsche Reisende, die bereits viele Alpenpässe kennen, schätzen diese Mischung: Die Passstraße ist anspruchsvoll, aber nicht extrem gefährlich, wenn sie verantwortungsbewusst befahren wird; sie ist gut erreichbar, aber noch nicht völlig überlaufen; und sie bietet – auch dank der Nähe zu historischen Städten wie Curtea de Arges, Sibiu und Bra?ov – zahlreiche Möglichkeiten, eine Rundreise durch Rumänien zu gestalten.

Transfagarasan in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Die Transfagarasan ist längst zu einem Social-Media-Star geworden: Drohnenaufnahmen, Motorrad-Videos und Fotos von Autos vor dramatischen Bergkulissen machen die Runde auf Plattformen von YouTube bis TikTok und prägen das Bild der Straße im digitalen Raum.

Wer sich vor einer Reise inspirieren lassen möchte, findet dort eine Fülle von Eindrücken – vom ersten Durchbruch der Schneepflüge im Mai, wie jüngst 2026 dokumentiert, bis zu Sonnenaufgängen über dem Bâlea-See oder Motorradkolonnen im Spätsommer. Gleichzeitig erinnern lokale Behörden und Rettungsdienste immer wieder daran, dass die Straße kein Spielplatz ist: Spektakuläre Manöver für Fotos oder Videos können gefährlich sein und andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

Häufige Fragen zu Transfagarasan

Wo liegt die Transfagarasan genau?

Die Transfagarasan (DN 7C) befindet sich im südlichen Teil des Karpatenbogens in Rumänien und verbindet die Region um Curtea de Arges in der Walachei mit der Gegend um Sibiu in Siebenbürgen. Sie überquert dabei den Hauptkamm des Fagaras-Gebirges, einem Teil der Südkarpaten.

Wann ist die Transfagarasan geöffnet?

Der hochalpine Abschnitt der Transfagarasan ist nur saisonal geöffnet, typischerweise in den Sommermonaten. Offizielle Stellen geben an, dass die Passhöhe meist zwischen Ende Juni/Anfang Juli und Oktober befahrbar ist. Die genauen Öffnungs- und Schließdaten hängen jedoch stark von Wetter und Schneelage ab und sollten vor jeder Fahrt bei der rumänischen Straßenverwaltung oder aktuellen Verkehrsmeldungen nachgeprüft werden.

Wie erreicht man die Transfagarasan von Deutschland aus am besten?

Am bequemsten ist ein Flug nach Bukarest oder Sibiu. Ab Bukarest fährt man mit einem Mietwagen oder per organisierter Tour über Curtea de Arges und den Vidraru-Stausee auf den Pass. Von Deutschland aus beträgt die Flugzeit in der Regel etwa 2 bis 2,5 Stunden, hinzu kommen mehrere Stunden Fahrt ins Gebirge. Alternativ ist die Anreise mit eigenem Auto über Ungarn oder per Bahn über Wien/Budapest und weiter nach Rumänien möglich.

Ist die Transfagarasan gefährlich?

Die Transfagarasan ist eine anspruchsvolle Hochgebirgsstraße mit vielen engen Kurven, starken Steigungen und möglicherweise unebenem Belag. Bei verantwortungsbewusster Fahrweise, guter Witterung und einem technisch einwandfreien Fahrzeug kann sie jedoch von geübten Fahrern sicher befahren werden. Besondere Vorsicht ist bei Nässe, Nebel, möglichem Steinschlag und in der Nähe von Lawinenkorridoren nötig. In der Wintersaison ist die Passhöhe gesperrt.

Wann ist die beste Reisezeit für die Transfagarasan?

Die beste Reisezeit liegt in der Regel im Hochsommer, wenn alle Abschnitte geöffnet sind und das Wetter am stabilsten ist. Juli und August bieten die höchste Wahrscheinlichkeit für eine vollständige Passüberquerung, sind aber auch die am stärksten frequentierten Monate. Juni und September können eine gute Alternative sein, sind jedoch wetteranfälliger. Wer die Straße erleben möchte, ohne den größten Andrang, sollte möglichst unter der Woche und außerhalb der rumänischen Ferien fahren.

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