Varanasi Ghats, Varanasi

Varanasi Ghats: steinerne Stufen zwischen Fluss und Ritual

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 09:32 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Varanasi Ghats am Ganges in Varanasi verbinden steinerne Uferstufen mit religiösen Ritualen und jahrhundertealter Pilgertradition.

Schwarzweiss-Reportage vom Wahrzeichen Ghats von Varanasi in Varanasi, Indien
Schwarzweiss-Reportagebild vom Wahrzeichen Ghats von Varanasi in Varanasi Indien, dokumentarische Reisefotografie mit starken Kontrasten, Illustration mit AI erstellt.

Die Varanasi Ghats bilden am Ufer des Ganges in Varanasi eine Folge von steinernen Treppenanlagen, auf denen sich rituelles Baden, Tempelarchitektur und alltägliches Leben unmittelbar begegnen. An diesen Stufen zum Fluss liegen Badeplätze, Schreine und Verbrennungsplätze dicht nebeneinander und machen die Ghats zu einem der prägendsten Pilgerorte des hinduistischen Nordindiens.

Varanasi Ghats: Treppenlandschaft am Gangesufer

Unter den Varanasi Ghats erstreckt sich eine Kette von mehreren Dutzend einzelnen Treppenanlagen, die als direkte Zugänge vom dicht bebauten Stadtquartier hinunter zum Ganges dienen.Mehrere Dutzend Treppenanlagen Der Begriff „Ghat“ bezeichnet in diesem Zusammenhang die Folge von Stufen, die auf ein Flussufer führen, und in Varanasi sind sie besonders eng mit religiösen Handlungen verbunden.Der Begriff Ghat für Stufen am Flussufer

Ein Teil der Ghats dient vor allem als Badeplatz, an dem Gläubige den Ganges für rituelle Waschungen nutzen, während andere Bereiche als Plätze für Feuerbestattungen ausgewiesen sind.Bade- und Verbrennungsplätze an verschiedenen Ghats Zwischen den Treppenabschnitten stehen Tempel, Wohnhäuser und kleinere Plattformen, die sich stufenartig über dem Wasser staffeln und die Uferfront von Varanasi zu einer vielschichtigen Stadtlandschaft machen.Stufen, Plattformen und Gebäude am Flussufer

Dashashwamedh Ghat: Treppen und Legenden im Zentrum der Stadt

Zu den bekanntesten Varanasi Ghats gehört Dashashwamedh Ghat, dessen Name auf die Vorstellung eines Opferrituals mit zehn Pferden zurückgeht und auf Sanskrit-Wörter für „zehn“, „Pferd“ und „Opfer“ verweist.Namensdeutung mit zehn Pferden In Überlieferungen ist Dashashwamedh Ghat mit Brahma verbunden, der hier Shiva begrüßt oder ein Opferritual durchgeführt haben soll, wodurch der Ort eng mit bekannten Göttergestalten des Hinduismus verknüpft ist.Legenden um Brahma und Shiva

Die heute sichtbare Treppenanlage von Dashashwamedh Ghat geht auf Bauarbeiten des 18. Jahrhunderts zurück, als Peshwa Balaji Baji Rao einen gemauerten Ghat errichten ließ und einige Jahrzehnte später Ahilyabai Holkar weitere Umbauten vornahm.Bauarbeiten im 18. Jahrhundert Mehrere Quellen nennen für Balaji Baji Rao das Jahr 1748 oder die Zeit zwischen 1738 und 1740 sowie für Ahilyabai Holkar einen Umbau im Jahr 1774.Datierte Bauphasen unter Balaji Baji Rao und Ahilyabai Holkar

Manikarnika Ghat: Verbrennungsplatz am Flussufer

Manikarnika Ghat bildet innerhalb der Varanasi Ghats einen der wichtigsten Verbrennungsplätze und liegt am westlichen Ufer des Ganges zwischen anderen Treppenanlagen wie Scindia Ghat und Dashashwamedh Ghat.Lage von Manikarnika Ghat am Flussufer Der Ort wird als einer der ältesten und heiligsten Verbrennungsplätze der Stadt beschrieben und gehört zu den Ghats, an denen Feuerbestattungen als sichtbarer Bestandteil des religiösen Lebens stattfinden.Heiliger Verbrennungsplatz am Gangesufer

Nach Überlieferung bringen Hindus ihre Verstorbenen seit langer Zeit an Manikarnika Ghat, weil die Verbrennung am Ufer von Varanasi mit der Hoffnung auf moksha verbunden ist, also auf die Erlösung aus dem Kreislauf von Tod und Wiedergeburt.Moksha-Vorstellung an Manikarnika Ghat Manikarnika Ghat wird in verschiedenen Darstellungen als einer der wichtigsten Verbrennungsplätze Indiens genannt, an dem die Feuerbestattungen durchgehend stattfinden und die Flusslandschaft eine besondere Verbindung von Ritual und Stadtbild zeigt.Bedeutung als Verbrennungsplatz und kontinuierliche Feuerbestattungen

Varanasi Ghats besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Varanasi Ghats liegen am östlichen Rand der Altstadt von Varanasi direkt am Ufer des Ganges und sind über die engen Gassen der Stadt sowie per Boot auf dem Fluss erreichbar.
  • Zwischen den einzelnen Treppenanlagen wechseln steile Stufen und breite Podeste, und manche Wege führen über unregelmäßige Steinbeläge und durch dicht bebaute Quartiere.
  • In der Umgebung der Ghats liegen zahlreiche Tempel und Wohnhäuser dicht an den Treppen, und von den höher gelegenen Bereichen besteht Sichtbezug zum Fluss und zu den gegenüberliegenden Uferbereichen.
  • Amtssprache ist Hindi, gezahlt wird in Indischen Rupien.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Varanasi Ghats auf Social-Media-Plattformen

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Varanasi Ghats: häufige Fragen

Wo liegen die Varanasi Ghats?

Die Varanasi Ghats ziehen sich am Gangesufer entlang der Altstadt von Varanasi im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh und bilden die unmittelbare Verbindung zwischen Stadt und Fluss.

Was bietet ein Besuch der Varanasi Ghats?

Ein Besuch der Varanasi Ghats führt über steinerne Treppen zu Badeplätzen, Tempeln und Verbrennungsplätzen und vermittelt die Nähe zwischen alltäglichem Stadtleben und religiösen Ritualen am Flussufer.

Was kennzeichnet die Varanasi Ghats besonders?

Die Varanasi Ghats sind durch die Vielzahl einzelner Treppenanlagen, die historische Prägung von Orten wie Dashashwamedh Ghat und die Verbrennungsplätze von Manikarnika Ghat gekennzeichnet.

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