Vasa-Museum Stockholm, Vasamuseet

Vasa-Museum Stockholm: Das versunkene Kriegsschiff als Zeitkapsel

20.05.2026 - 06:46:44 | ad-hoc-news.de

Im Vasa-Museum Stockholm, dem Vasamuseet in Schweden, steht ein originales Kriegsschiff von 1628 fast vollständig erhalten – warum dieser Ort deutsche Besucher so fesselt, erschließt sich erst beim Eintauchen in seine Geschichte.

Vasa-Museum Stockholm, Vasamuseet, Stockholm
Vasa-Museum Stockholm, Vasamuseet, Stockholm

Ein dunkler Museumssaal, der nach Holz und Meer riecht, gedämpftes Licht – und mitten darin ragt der gewaltige Rumpf eines Kriegsschiffs fast bis unter die Decke. Das Vasa-Museum Stockholm, lokal Vasamuseet („Vasa-Museum“), gehört zu den wenigen Orten auf der Welt, an denen ein nahezu vollständig erhaltenes Kriegsschiff des 17. Jahrhunderts im Original erlebt werden kann.

Vasa-Museum Stockholm: Das ikonische Wahrzeichen von Stockholm

Das Vasa-Museum Stockholm auf der Insel Djurgården ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Schwedens und laut der offiziellen schwedischen Tourismusorganisation Visit Sweden eines der meistbesuchten Museen des Landes. Im Zentrum steht die „Vasa“, ein 69 Meter langes Kriegsschiff aus dem Jahr 1628, das nach nur kurzer Fahrt in Stockholms Hafen sank und erst im 20. Jahrhundert spektakulär geborgen wurde. Für Besucher aus Deutschland ist das Museum eine seltene Gelegenheit, Seefahrtsgeschichte nicht als Rekonstruktion, sondern als echtes, historisches Objekt zu erleben.

Der Bau des Museumsgebäudes wurde so konzipiert, dass das Schiff auf mehreren Ebenen umrundet werden kann. Die Atmosphäre erinnert eher an eine Kathedrale als an ein klassisches Museum: hohe Decken, gedämpftes Licht zum Schutz des Holzes und ein zum Teil sakraler Ernst, den viele Reiseführer betonen. Das renommierte Reisemagazin GEO und der schwedische Museumsführer der Stadt Stockholm heben übereinstimmend hervor, dass der Anblick des originalen Rumpfes die meisten Besucher in den ersten Minuten schlicht sprachlos macht.

Ein weiterer Grund, warum das Vasa-Museum Stockholm für Reisende aus der DACH-Region so spannend ist: Die Geschichte der Vasa berührt Themen, die auch aus deutscher Perspektive vertraut klingen – Machtpolitik im 17. Jahrhundert, technische Überheblichkeit eines Herrschers, und der Umgang der heutigen Gesellschaft mit historischen Symbolen.

Geschichte und Bedeutung von Vasamuseet

Die Vasa wurde im frühen 17. Jahrhundert im Auftrag des schwedischen Königs Gustav II. Adolf gebaut, einem zentralen Herrscher des schwedischen Großmachtzeitalters. Zu dieser Zeit war Schweden eine aufstrebende Militärmacht in Nordeuropa und mischte maßgeblich im Dreißigjährigen Krieg mit, der auch das Gebiet des heutigen Deutschlands verwüstete. Nach Angaben des Vasa-Museums und des Schwedischen Nationalen Maritimen und Transportmuseums sollte das Schiff die Macht des Königs demonstrieren: stark bewaffnet, reich geschmückt, ein schwimmendes Machtsymbol.

Doch am 10. August 1628, nach nur rund 1,3 Kilometern Fahrt von der Werft, sank die Vasa im Stockholmer Hafen. Untersuchungen moderner Marinearchäologen, über die unter anderem das Vasa-Museum sowie die BBC berichten, sehen die Hauptursache in einer instabilen Konstruktion: Das Schiff war zu hoch gebaut, zu schwer beladen mit Kanonen und Aufbauten und hatte nicht genug Ballast im Rumpf. Ein starker Windstoß genügte, um es zum Kentern zu bringen. Dass ein königliches Prestigeprojekt schon bei der Jungfernfahrt scheiterte, war damals ein politischer Skandal.

Die Vasa versank in einer Tiefe von rund 30 Metern im brackigen Wasser von Stockholm, wo die niedrigen Salzgehalte und Temperaturen entscheidend dazu beitrugen, dass das Holz über Jahrhunderte relativ gut erhalten blieb. Nach historischen Aufzeichnungen, auf die sich das Museum und die schwedische Denkmalpflege berufen, wurden bereits im 17. Jahrhundert einige Kanonen geborgen. Dann geriet das Wrack weitgehend in Vergessenheit, bis der private Forscher Anders Franzén in den 1950er-Jahren gezielt danach suchte.

1956 bestätigte eine Tauchmission die Entdeckung der Vasa. Der spektakuläre Hebungsvorgang wurde 1961 abgeschlossen, begleitet von internationalen Medien und Fachleuten des schwedischen Marinehistorischen Museums. Ausstellungen von BBC und Berichten in der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge war dies eines der aufwendigsten Bergungsprojekte seiner Zeit. Die Vasa wurde zunächst in einer provisorischen Halle ausgestellt, wo sie mit dem Konservierungsmittel Polyethylenglykol (PEG) behandelt wurde, um das Wasser im Holz langsam zu ersetzen und es vor Zerfall zu schützen.

Das heutige Vasamuseet wurde 1990 eröffnet. Laut Angaben des Museums und der schwedischen Tourismusbehörden besuchen jährlich über eine Million Menschen die Ausstellung, womit das Vasa-Museum Stockholm regelmäßig an der Spitze der schwedischen Museumsstatistik steht. Die Institution gilt international als Vorzeigeprojekt moderner Konservierung und Vermittlung maritimer Geschichte; fachliche Beiträge in „National Geographic“ und Fachartikeln zur Unterwasserarchäologie verweisen wiederholt auf Vasamuseet als Referenzfall.

Für Besucher aus Deutschland bietet die Vasa zudem einen historischen Brückenschlag: Die Zeit, in der die Vasa gebaut wurde, fällt mitten in den Dreißigjährigen Krieg (1618–1648). Schweden war darin ein wichtiger Akteur, der auch auf deutschem Boden kämpfte. Das Schiff ist somit ein materielles Zeugnis derselben Epoche, die in Deutschland mit Namen wie Wallenstein oder dem Westfälischen Frieden verbunden ist.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist das Vasa-Museum Stockholm ein moderner Museumsbau, der sich bewusst um das Exponat herum entwickelt. Der schwedische Architektenwettbewerb in den 1980er-Jahren führte zu einem charakteristischen Gebäude mit markanten Masten, die an Decksaufbauten eines Schiffes erinnern. Nach Angaben von Visit Stockholm und offiziellen Informationen der Stadt wurde das Museum so konzipiert, dass Besucher das Schiff von insgesamt sieben Ebenen aus betrachten können, von der Kielhöhe bis zur Mastspitze.

Das Innere der Ausstellungshalle ist dunkel gehalten, um das empfindliche Holz vor UV-Strahlung zu schützen. Laut dem Vasa-Museum werden Temperatur und Luftfeuchtigkeit streng kontrolliert, um Schäden zu vermeiden. Der konservatorische Ansatz wird regelmäßig in Fachkreisen diskutiert; das Schwedische National Maritime Museum veröffentlicht dazu Studien, in denen neue Herausforderungen wie Rissbildung im Holz oder chemische Reaktionen in den Konservierungsmitteln beschrieben werden. Dies unterstreicht, dass es sich beim Vasamuseet nicht nur um ein Besucherhighlight, sondern auch um ein aktives Forschungszentrum handelt.

Künstlerisch beeindruckend sind die mehr als 500 skulpturalen Verzierungen am Rumpf der Vasa. Der Schiffsrumpf ist über und über mit geschnitzten Figuren, Wappen und Ornamenten bedeckt, die politische Botschaften der schwedischen Monarchie transportieren sollten. Kunsthistoriker, auf die etwa die „Neue Zürcher Zeitung“ und schwedische Kulturinstitutionen verweisen, sehen in den Schnitzereien eine Mischung aus Renaissance- und frühbarockem Stil. Viele Motive stammen aus der antiken Mythologie, darunter Löwen, Meerwesen und Krieger, die Stärke und göttliche Legitimation symbolisieren sollten.

Ein besonderes Merkmal des Museums ist die Rekonstruktion der ursprünglichen Farbgebung. Moderne Besucher nehmen das Schiff meist als dunklen Holzkörper wahr, doch wissenschaftliche Analysen von Farbresten zeigen, dass die Vasa einst in kräftigen Farben bemalt war. Mithilfe dieser Befunde wurden Teilbereiche für Besucher farbig rekonstruiert. Laut offiziellen Museumstexten möchte Vasamuseet damit die Vorstellung korrigieren, historische Schiffe seien schlicht und naturbelassen gewesen.

Das Museum arbeitet stark multimedial. Audio-Guides stehen in mehreren Sprachen zur Verfügung, darunter Deutsch und Englisch. Offizielle Angaben von Vasamuseet betonen, dass eine große Zahl der Informationen auch auf Deutsch bereitsteht, was Besucher aus Deutschland spürbar entlastet. Interaktive Stationen erläutern den Bau des Schiffs, den Alltag an Bord oder den Hebungsprozess. Ein vielzitierter Punkt in Reiseführern wie „Marco Polo Stockholm“ und „Merian Stockholm“ ist, dass die Ausstellung für unterschiedliche Altersgruppen verständlich gestaltet ist: von kindgerechten Elementen bis zu detailreichen technischen Infos.

Ein weiterer Fokus liegt auf den Menschen, die mit der Vasa verbunden waren. Archäologische Funde aus dem Wrack – etwa Schuhe, Kleidung, Alltagsgegenstände und Knochen von Besatzungsmitgliedern – werden behutsam präsentiert. Laut dem Museum und wissenschaftlichen Veröffentlichungen wurden mit modernen Methoden wie DNA-Analysen und forensischer Rekonstruktion einige Besatzungsmitglieder zumindest in ihren Lebensumständen näher bestimmt. Dies verleiht der Ausstellung eine menschliche Dimension: Es geht nicht nur um Technik, sondern um reale Biografien in einer gefährlichen Zeit.

Vasa-Museum Stockholm besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise ab Deutschland
    Das Vasamuseet befindet sich auf der Insel Djurgården, einer zentral gelegenen Museums- und Freizeitinsel in Stockholm. Vom Stockholmer Stadtzentrum (z. B. vom Hauptbahnhof „Stockholm Centralstation“) ist das Museum mit der Straßenbahn, dem Bus, per Fähre oder zu Fuß erreichbar. Viele Besucher kombinieren den Weg mit einem Spaziergang durch die Altstadt Gamla Stan und entlang der Uferpromenaden.

Für Reisende aus Deutschland ist die Anreise meist per Flugzeug am bequemsten. Stockholm-Arlanda (ARN) wird regelmäßig von größeren deutschen Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin und Düsseldorf bedient, häufig mit Direktflügen großer Linien- und Low-Cost-Airlines. Die Flugzeit liegt je nach Abflugort grob zwischen 2 und 2,5 Stunden. Von Arlanda fährt der schnelle Arlanda Express-Zug in rund 20 Minuten ins Zentrum; Alternativen sind Pendlerzüge und Fernbusse, was unter anderem die Deutsche Welle und gängige Reiseführer hervorheben.

Aus Norddeutschland ist auch die Anreise per Auto und Fähre möglich, etwa über Fährverbindungen von Deutschland oder Dänemark nach Südschweden, und von dort weiter auf schwedischen Autobahnen nach Stockholm. Dabei ist zu beachten, dass in Schweden Geschwindigkeitsbegrenzungen strikt kontrolliert werden. Die Deutsche Zentrale für Tourismus und der ADAC empfehlen, sich vor Reiseantritt über aktuelle Routen und eventuelle Mautregelungen in Skandinavien zu informieren.

  • Öffnungszeiten
    Das Vasa-Museum Stockholm ist ganzjährig geöffnet, die genauen Öffnungszeiten variieren jedoch nach Saison. In der Regel gelten längere Öffnungszeiten im Sommerhalbjahr und etwas verkürzte Zeiten im Winter. Da diese sich ändern können, weist das Museum ausdrücklich darauf hin, dass Besucher die aktuellen Öffnungszeiten direkt auf der offiziellen Website von Vasamuseet prüfen sollten.
  • Eintrittspreise
    Das Museum erhebt Eintrittsgebühren, die nach Altersgruppen gestaffelt sind. Kinder und Jugendliche haben häufig ermäßigten oder in bestimmten Altersbereichen freien Eintritt, Erwachsene zahlen einen regulären Tarif. Da sich Preise im Laufe der Zeit ändern können, empfiehlt die Kultur-Redaktion von AD HOC NEWS, die jeweils gültigen Eintrittspreise unmittelbar vor dem Besuch auf der offiziellen Seite des Vasa-Museums Stockholm einzusehen. Als grobe Orientierung geben schwedische Tourismusinformationen an, dass der Eintritt für Erwachsene im Bereich von mehreren hundert schwedischen Kronen liegt, was je nach Wechselkurs mehreren Dutzend Euro entsprechen kann (Wechselkurse schwanken).
  • Beste Reisezeit und Tageszeit
    Stockholm ist ein klassisches Sommerziel, doch das Vasa-Museum Stockholm lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Im Sommer (Juni bis August) ist mit den meisten Besuchern und teilweise längeren Wartezeiten zu rechnen, insbesondere zur Mittagszeit und am Wochenende. Wer die Vasa in ruhigerer Atmosphäre erleben möchte, plant den Besuch am besten früh am Vormittag oder am späteren Nachmittag und, wenn möglich, unter der Woche. Im Winter, wenn es draußen früh dunkel wird und die Temperaturen häufig um oder unter 0 °C liegen, bietet das Museum eine wetterunabhängige Attraktion und ist meist weniger überlaufen.
  • Sprachen, Führungen und Barrierefreiheit
    Englisch ist in Schweden weit verbreitet, und in Stockholm sprechen viele Menschen auch Deutsch auf Grundkenntnisniveau. Das Vasamuseet stellt laut eigenen Angaben umfangreiche Informationen in mehreren Sprachen zur Verfügung, darunter Deutsch. Audio-Guides und Beschilderungen erleichtern es deutschen Besuchern, den Rundgang ohne sprachliche Hürden zu genießen. Geführte Touren werden regelmäßig auf Schwedisch und Englisch angeboten; zusätzliche Sprachen können saisonal hinzukommen. Für Personen mit eingeschränkter Mobilität bietet das Museum Aufzüge und Rampen, sodass die meisten Ebenen des Schiffs zugänglich sind. Exakte Details sollten auf der Museumswebsite geprüft werden.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Schweden gilt als eines der am stärksten digitalisierten Länder Europas, was auch Stockholm und das Vasa-Museum Stockholm prägt. Kartenzahlung ist Standard, selbst für kleinere Beträge; gängige Kreditkarten werden akzeptiert, ebenso mobile Bezahldienste. Bargeld spielt eine deutlich geringere Rolle als in Deutschland; einige Einrichtungen sind praktisch bargeldlos. Trinkgeld ist in Schweden nicht so ausgeprägt wie in Deutschland; in Restaurants reicht es oft, den Betrag aufzurunden. Für Museumsbesuche wird in der Regel kein Trinkgeld erwartet.
  • Fotografieren, Garderobe und Aufenthaltsdauer
    Das Vasa-Museum erlaubt nach eigenen Angaben das Fotografieren für private Zwecke ohne Blitz, um das Holz zu schützen. Stative und professionelles Equipment können Beschränkungen unterliegen. Größere Taschen und Rucksäcke werden meist an der Garderobe oder in Schließfächern verstaut. Für einen vollständigen Besuch inklusive Ausstellungen, Filmvorführung und Museumsshop sollten Besucher je nach Interesse etwa 2 bis 3 Stunden einplanen. Viele Reisende kombinieren die Besichtigung mit weiteren Attraktionen auf Djurgården, etwa dem Freilichtmuseum Skansen oder dem Freizeitpark Gröna Lund.
  • Einreisebestimmungen und Zeitverschiebung
    Schweden gehört zum Schengen-Raum. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Dennoch sollten Reisende vor Antritt der Reise die aktuellen Einreisebestimmungen und eventuelle Hinweise des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de prüfen, da sich Regelungen ändern können. Zeitlich liegt Stockholm in derselben Zeitzone wie Deutschland: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) und Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ), es besteht somit keine Zeitverschiebung.
  • Gesundheit, Versicherung und Sicherheit
    Innerhalb der EU gilt grundsätzlich, dass deutsche gesetzliche Krankenkassen im Notfall medizinische Basisleistungen erstatten können; die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bzw. deren Nachfolgerfunktion auf der Krankenkassenkarte sollte mitgeführt werden. Dennoch empfehlen Verbraucherzentralen und der ADAC häufig eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung, die etwa Rücktransporte abdeckt. Stockholm gilt nach Einschätzung verschiedener europäischer Sicherheitsberichte als relativ sichere Großstadt, übliche Vorsicht vor Taschendiebstahl in touristischen Bereichen ist aber ratsam. Das Vasa-Museum Stockholm selbst verfügt über Sicherheitspersonal und moderne Evakuierungs- und Brandschutzkonzepte.

Warum Vasamuseet auf jede Stockholm-Reise gehört

Für viele Besucher aus Deutschland ist der Besuch des Vasa-Museum Stockholm der emotionale Höhepunkt einer Stockholm-Reise. Reiseführer wie „Marco Polo“, „Merian“ und Berichte großer Medien wie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ beschreiben die Vasa übereinstimmend als „Zeitkapsel“, die ein ganzes Jahrhundert einfriert. Weil das Schiff so kurz nach seiner Fertigstellung sank, ist es gewissermaßen ein eingefrorener Moment der Geschichte. Anders als bei Bauwerken, die über Jahrhunderte umgestaltet wurden, spiegelt die Vasa sehr genau den Stand der Technik und Kultur einer konkreten Epoche wider.

Hinzu kommt die dramatische Geschichte des Scheiterns. Für ein Königreich, das sich als Großmacht inszenieren wollte, war die Havarie der Vasa ein Demütigungssymbol. Heute aber wird das Schiff zu einem Lernobjekt über die Grenzen menschlicher Hybris: zu schwer, zu hoch, zu ehrgeizig – und letztlich nicht seetüchtig. In vielen pädagogischen Programmen des Museums wird genau dieser Aspekt betont. Laut dem offiziellen Museumsprogramm sollen Schulklassen und junge Besucher verstehen, wie technische Entscheidungen, politische Erwartungen und menschliche Fehlbarkeit zusammenwirken.

Der Besuch bietet auch einen direkten Kontakt zur skandinavischen Kulturgeschichte. Neben der Vasa selbst präsentiert das Museum Ausstellungen zu Handel, Alltag an Bord, zu Handwerk und Kunst der damaligen Zeit. Wer sich für nordische Mythen interessiert, wird in den Schnitzereien viele vertraute Motive entdecken. Gleichzeitig bietet die moderne Museumsdidaktik einen angenehmen Kontrast zum historischen Objekt: Filme, Modelle, rekonstruiertes Innenleben und interaktive Karten verbinden Vergangenheit und Gegenwart.

Ein weiterer Vorteil für Besucher aus der DACH-Region ist die Lage: Djurgården lässt sich gut in einen Spaziergang integrieren, bei dem sich kulturelle und naturnahe Eindrücke abwechseln. In unmittelbarer Nähe liegen das ABBA-Museum, das Nordiska museet (Nordisches Museum) und das schon erwähnte Freilichtmuseum Skansen. Wer Stockholm nur für ein bis zwei Tage besucht, kann durch geschickte Planung einen ganzen Kulturtag auf Djurgården verbringen – mit der Vasa als zentralem Programmpunkt.

Im Vergleich zu anderen europäischen Museumsikonen wie dem Louvre in Paris oder dem Pergamonmuseum in Berlin ist das Vasamuseet wesentlich überschaubarer, zugleich aber sehr fokussiert. Statt einer überwältigenden Fülle an Exponaten konzentriert sich die Ausstellung auf ein einziges, umso eindrucksvolleres Objekt. Dies macht den Besuch auch für Reisende attraktiv, die sonst von großen Museen eher abgeschreckt sind. Laut Erfahrungsberichten, die in deutschsprachigen Qualitätsmedien zitiert werden, sind selbst Museumsmuffel nach dem Anblick der Vasa meist beeindruckt.

Wer Stockholm als Städtereise plant, sei es übers Wochenende oder im Rahmen einer Skandinavien-Rundreise, sollte das Vasa-Museum Stockholm daher fest einplanen. Für Familien, Geschichtsinteressierte, Technikfans und Kreuzfahrtgäste gleichermaßen ist der Besuch ein starker Ankerpunkt im Reiseprogramm. Und nicht zuletzt: Die Vasa ist extrem fotogen – dennoch bleibt selbst das beste Foto hinter dem Eindruck zurück, den die reale Begegnung mit dem 17. Jahrhundert im Halbdunkel des Museums hinterlässt.

Vasa-Museum Stockholm in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken ist das Vasamuseet längst ein wiederkehrendes Motiv: Reisende posten beeindruckende Perspektiven aus der zentralen Ausstellungshalle, Detailaufnahmen der Schnitzereien oder Zeitraffer-Videos ihres Rundgangs. Die offizielle Kommunikation des Museums sowie zahlreiche Reiseprofile sorgen dafür, dass die Vasa weit über Schweden hinaus bekannt ist. Für die Reiseplanung aus Deutschland können solche Eindrücke hilfreiche Ergänzungen zu klassischen Reiseführern sein – etwa um ein Gefühl für Lichtstimmung, Besucherandrang oder mögliche Foto-Spots zu bekommen.

Häufige Fragen zu Vasa-Museum Stockholm

Wo liegt das Vasa-Museum Stockholm genau?

Das Vasa-Museum Stockholm (Vasamuseet) liegt auf der Insel Djurgården im inneren Stockholmer Schärengarten. Die Insel ist vom Stadtzentrum aus schnell erreichbar, etwa mit Straßenbahn, Bus, Fähre oder zu Fuß. In der Nähe befinden sich weitere große Attraktionen wie Skansen, das Nordische Museum und das ABBA-Museum.

Was macht die Vasa so besonders im Vergleich zu anderen historischen Schiffen?

Die Vasa ist ein originales Kriegsschiff aus dem Jahr 1628, das nach seiner Bergung zu rund 98 Prozent aus Originalteilen besteht, wie das Museum und internationale Fachkreise betonen. Anders als bei vielen anderen Museumsschiffen handelt es sich nicht um eine Rekonstruktion oder moderne Nachbildung, sondern um ein vollständig erhaltenes Holzschiff der frühen Neuzeit, das dadurch einzigartige Einblicke in Schiffbau, Kunsthandwerk und Alltagsleben jener Epoche bietet.

Wie viel Zeit sollte für den Besuch des Vasamuseet eingeplant werden?

Für einen entspannten Besuch mit Rundgang um das Schiff auf mehreren Ebenen, die Besichtigung der begleitenden Ausstellungen, einen Film über die Bergung und eventuell eine Pause im Museumscafé sollten Besucher mindestens 2 Stunden einplanen. Wer sich intensiv mit den Hintergründen beschäftigen oder an einer Führung teilnehmen möchte, kann auch 3 Stunden und mehr im Vasa-Museum Stockholm verbringen.

Ist das Vasa-Museum für Kinder und Familien geeignet?

Ja, laut Museum und zahlreichen Familienreiseführern ist Vasamuseet ausdrücklich familienfreundlich konzipiert. Es gibt kindgerecht aufbereitete Informationen, anschauliche Modelle, interaktive Stationen und oft besondere Programme in den Ferien. Das spektakuläre Erscheinungsbild des Schiffes fasziniert erfahrungsgemäß auch Kinder, sodass der Museumsbesuch gut in einen Familienurlaub oder eine Städtereise mit Nachwuchs integriert werden kann.

Wann ist die beste Reisezeit, um das Vasa-Museum Stockholm zu besuchen?

Das Vasa-Museum ist ganzjährig attraktiv. Wer Stockholm im Sommer besucht, profitiert von langen Tagen und einem reichen Kulturprogramm, muss aber mit mehr Andrang rechnen. Im Winter ist das Museum eine wetterunabhängige Alternative zu Outdoor-Aktivitäten und oft etwas weniger voll. Unabhängig von der Jahreszeit bieten sich Vormittage direkt zur Öffnung oder spätere Nachmittage an, um den größten Besucherströmen auszuweichen.

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