Victoria Falls – der größte Wasservorhang Afrikas
Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 20:36 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Victoria Falls am Sambesi zwischen Simbabwe und Sambia gehört zu den eindrucksvollsten Wasserfällen Afrikas und bildet mit seiner großen Breite und Fallhöhe einen geschlossenen Vorhang aus Wasser über einer tief eingeschnittenen Basaltschlucht. Seit 1989 ist die unter dem Doppelnamen „Mosi-oa-Tunya / Victoria Falls“ geführte Landschaft als Weltnaturerbe der UNESCO eingetragen und verbindet spektakuläre Geologie mit einem außergewöhnlichen Flusslauf.
Victoria Falls: Wasserfall am Sambesi in der Basaltschlucht
Die Victoria Falls liegen am Sambesi auf der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia, unmittelbar bei der Stadt Victoria Falls auf der simbabwischen Seite und der gegenüberliegenden Stadt Livingstone in Sambia.Grenzlage am Sambesi Der Fluss strömt hier über eine lange Strecke auf nahezu ebenem Untergrund, bevor er sich schlagartig in eine quer zum Flusslauf angeordnete Schlucht aus Basaltgestein ergießt, deren steile Wände den Fallraum der Wassermassen bilden.Schlucht aus Basalt
Die Wasserfallkante umspannt den Sambesi auf einer Breite von rund 1.708 Metern und bildet damit eine lange, nahezu geschlossene Linie, über die der Fluss in die Tiefe stürzt.Breite von etwa 1.708 Metern Der Einbruch in die Schlucht erreicht je nach Abschnitt Fallhöhen von deutlich über 60 Metern und reicht bis zu etwa 100 Metern Tiefe, an einzelnen Stellen werden knapp über 100 Meter gemessen.Fallhöhen bis über 100 Meter Über der Schlucht bildet sich eine ausgeprägte Sprühnebelzone, in der sich dichter, immergrüner Wald entwickelt hat, während das umgebende Hochland vom trockeneren Savannenklima geprägt ist.Sprühnebel und Regenwald
Mosi-oa-Tunya: Name, Entdeckungsgeschichte und UNESCO-Welterbe
In der Sprache der Lozi ist der Wasserfall als „Mosi-oa-Tunya“ bekannt, was mit „der Rauch, der donnert“ wiedergegeben wird.Bezeichnung Mosi-oa-Tunya Diese Bezeichnung nimmt Bezug auf die hoch aufsteigende Gischt, die über weite Entfernungen sichtbar ist, und das laute Donnern des herabfallenden Wassers. Der heutige Name Victoria Falls geht auf den schottischen Missionar und Afrikaforscher David Livingstone zurück, der den Wasserfall in der Mitte des 19. Jahrhunderts als erster Europäer beschrieben und zu Ehren der britischen Königin Victoria benannt hat.Benennung durch David Livingstone
Die UNESCO führt Mosi-oa-Tunya / Victoria Falls seit 1989 als Weltnaturerbestätte, die sowohl die Fälle selbst als auch die angrenzenden Schluchten, Wälder und Flusslandschaften auf beiden Seiten der Grenze umfasst.Eintragung als Weltnaturerbe 1989 Die Auszeichnung begründet sich mit der außergewöhnlichen natürlichen Schönheit und der geologischen Bedeutung der Basaltschluchten, in denen der Sambesi eine Folge von Verwerfungen und Klüften genutzt hat, um mehrere hintereinander gestaffelte Schluchten auszubilden.Basaltschluchten des Sambesi Entlang der Fallkante tragen einzelne Abschnitte eigene Namen, darunter Devil’s Cataract, Main Falls, Rainbow Falls und Eastern Cataract, die sich in Höhe und Wasserführung unterscheiden.Abschnitte wie Main Falls und Rainbow Falls
Erlebnisraum Victoria Falls: Pfade, Aussichten und umgebende Schutzgebiete
Auf beiden Seiten der Grenze ist der Bereich um die Victoria Falls als Schutzgebiet ausgewiesen, in Simbabwe als Nationalpark Victoriafälle und in Sambia als Mosi-oa-Tunya-Nationalpark.Nationalpark Victoriafälle und Mosi-oa-Tunya-Nationalpark Wege und Aussichtspunkte führen entlang der gegenüberliegenden Schluchtkanten und bieten sehr unterschiedliche Blickwinkel auf den Wasserfallvorhang, von frontalen Ansichten bis zu Seitenperspektiven entlang des Flusslaufes. Rund um die Schlucht ist die Landschaft durch den Wechsel von dichtem Gischtwald und offenem Buschland geprägt, in dem sich die Tierwelt des südlichen Afrikas beobachten lässt.
Die Grenzstadt Victoria Falls in Simbabwe liegt auf einem Hochplateau mit einer Höhe von etwa 1.200 Metern über dem Meeresspiegel und bildet den wichtigsten Ausgangspunkt für Besuche der Wasserfälle auf dieser Seite.Hochlage der Stadt Victoria Falls Auf sambischer Seite eröffnet die Stadt Livingstone den Zugang zur Fallkante und zu den Flusspassagen oberhalb der Schlucht. Neben dem eigentlichen Wasserfall sind die in den Sprühnebel eingebetteten Waldflächen, die tief eingeschnittenen Schluchten und der ruhiger verlaufende Sambesi oberhalb der Kante prägende Bestandteile des Landschaftsbildes.
Victoria Falls besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Victoria Falls liegt am Sambesi an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia; Anreisepunkte sind vor allem der Flughafen in der Stadt Victoria Falls auf simbabwischer Seite und der Flughafen in Livingstone in Sambia.
- Das Gelände an der Schlucht ist stellenweise stark gestuft, mit Wegen, die über Treppen und unebene Pfade nahe an die Abbruchkante führen.
- Im unmittelbaren Bereich des Sprühnebels ist mit durchnässten Wegen und Vegetation zu rechnen, während außerhalb der Gischtzone trockenes Savannenklima vorherrscht.
- Amtssprachen sind unter anderem Englisch in Simbabwe und Sambia, gezahlt wird in Landeswährungen wie dem Simbabwe-Dollar und der sambischen Kwacha.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Victoria Falls auf Social-Media-Plattformen
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Victoria Falls: häufige Fragen
Wo liegen die Victoria Falls genau?
Die Victoria Falls liegen am Sambesi auf der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia, nahe den Städten Victoria Falls in Simbabwe und Livingstone in Sambia.
Was bietet ein Besuch der Victoria Falls?
Ein Besuch führt an Wege und Aussichtspunkte entlang der Basaltschlucht, von denen sich der breite Wasserfallvorhang, die Sprühnebelzone mit Regenwald und der Sambesi oberhalb der Kante beobachten lassen.
Was kennzeichnet die Victoria Falls im Vergleich zu anderen Wasserfällen?
Kennzeichnend ist die Kombination aus einer Fallbreite von über 1.700 Metern, Fallhöhen von bis zu rund 100 Metern, dem geschlossenen Wasserfallvorhang und der Lage in einer tief eingeschnittenen Basaltschlucht.
