Wat Xieng Thong in Luang Prabang: Laots Schatz am Mekong entdecken
20.05.2026 - 00:11:52 | ad-hoc-news.deWenn morgens der Nebel über dem Mekong hängt und die ersten Sonnenstrahlen die goldenen Dachkanten von Wat Xieng Thong zum Leuchten bringen, wird klar, warum dieser „Tempel der goldenen Stadt“ viele Reisende noch lange nach ihrer Laos-Reise begleitet. Wat Xieng Thong in Luang Prabang ist nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern ein stilles Bilderbuch der laotischen Geschichte – und eines der atmosphärisch dichtesten Ensembles buddhistischer Kunst in Südostasien.
Wat Xieng Thong: Das ikonische Wahrzeichen von Luang Prabang
Wat Xieng Thong (laotisch etwa „Tempel der goldenen Stadt“) ist das wohl berühmteste Wahrzeichen von Luang Prabang, der ehemaligen Königsstadt im Norden von Laos. Die Anlage liegt malerisch am Nordende der Altstadt, direkt am Zusammenfluss von Mekong und Nam Khan. Die UNESCO bezeichnet Wat Xieng Thong als eines der bedeutendsten Beispiele traditioneller laotischer Sakralarchitektur innerhalb des Weltkulturerbes „Stadt Luang Prabang“, das seit 1995 auf der Welterbeliste steht.
Die charakteristischen, weit hinuntergezogenen Dächer des Haupttempels, die reich verzierten Holzschnitzereien und glitzernden Mosaiken machen die Anlage zu einem visuellen Höhepunkt jeder Reise nach Laos. Reiseführer wie der „Marco Polo Laos“ und das „GEO Special Südostasien“ heben übereinstimmend hervor, dass Wat Xieng Thong für das Selbstverständnis des Landes eine ähnliche Rolle spielt wie der Wat Phra Kaew in Bangkok für Thailand – als nationale Ikone und spirituelles Zentrum.
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland bietet der Tempel nicht nur fotogene Motive, sondern auch einen seltenen Einblick in ein Königreich, das bis weit ins 20. Jahrhundert hinein relativ abgeschieden blieb. Wer hier eintritt, taucht ein in eine Welt aus Legenden, Ritualen und Kunst, die zugleich streng formal und erstaunlich verspielt ist.
Geschichte und Bedeutung von Wat Xieng Thong
Die Geschichte von Wat Xieng Thong ist eng mit dem Königreich Lan Xang („Land der Millionen Elefanten“) verknüpft, aus dem das heutige Laos hervorgegangen ist. Laut UNESCO-Dossiers und der Tourismusbehörde von Laos wurde der Tempel im 16. Jahrhundert während der Herrschaft von König Setthathirat I. gegründet. Häufig wird das Jahr 1560 genannt, einzelne wissenschaftliche Publikationen verweisen allgemein auf die Zeit um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Sicher ist: Wat Xieng Thong entstand in einer Epoche, in der Lan Xang einen kulturellen Höhepunkt erreichte.
Der Tempel diente über Jahrhunderte als königlicher Klosterkomplex. Krönungszeremonien der Könige von Luang Prabang fanden hier statt, und die Anlage war ein Ort, an dem sich religiöse und politische Macht symbolisch überlagerten. In zeitgenössischen Berichten französischer Kolonialbeamter aus dem 19. Jahrhundert – etwa in Dokumenten, die heute im französischen Kolonialarchiv und in Studien zur Geschichte Indochinas ausgewertet werden – wird Wat Xieng Thong als „Haupttempel des Königreiches“ beschrieben.
Besonders bemerkenswert ist, dass Wat Xieng Thong, anders als viele andere laotische Tempel, mehrere Kriege weitgehend unbeschadet überstanden hat. Während der siamesischen Invasion von 1887 wurde Luang Prabang schwer getroffen, doch der Tempel blieb nach übereinstimmenden historischen Darstellungen von laotischen und internationalen Historikern verschont. Vermutlich spielte seine religiöse Bedeutung eine Rolle: Plünderungen fanden zwar statt, aber die Bausubstanz des Haupt-sim (Ordinationshalle) blieb erhalten.
Im 20. Jahrhundert war Wat Xieng Thong Zeuge tiefgreifender Umbrüche: vom Ende der französischen Kolonialherrschaft über die kurze Phase des Königreichs Laos bis zur Gründung der Demokratischen Volksrepublik Laos 1975. Trotz politischer Veränderungen blieb der Tempel religiös aktiv und wurde zugleich zu einem Symbol für die laotische Identität im internationalen Kontext. Mit der Aufnahme der Altstadt von Luang Prabang in die UNESCO-Welterbeliste 1995 rückte Wat Xieng Thong endgültig ins Bewusstsein eines weltweiten Publikums.
Restaurierungsarbeiten, die seit den 1990er-Jahren in Kooperation zwischen laotischen Behörden, internationalen Experten und Organisationen wie der UNESCO und ICOMOS durchgeführt wurden, konzentrierten sich darauf, die historische Substanz zu sichern und traditionelle Handwerkstechniken zu bewahren. Fachartikel in Fachzeitschriften zur Denkmalpflege betonen, dass dabei laotische Handwerkerinnen und Handwerker eine Schlüsselrolle spielten, um Wissen über Holzschnitzerei, Blattgoldauflagen und Mosaiktechniken an jüngere Generationen weiterzugeben.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architekturhistoriker beschreiben Wat Xieng Thong als Musterbeispiel der klassischen Architektur von Luang Prabang. Das Herzstück ist der Haupt-sim mit seinem markant gestuften Dach, das auf mehreren Ebenen weit nach unten reicht und an den Enden elegant aufschwingt. Dieses Dach, so erklärt die UNESCO in ihren Dokumenten zur Altstadt, vermittelt in idealtypischer Weise den „schwebenden“ Charakter laotischer Tempelarchitektur.
Die Wände des Hauptgebäudes sind außen mit dunklem Lack versehen und reich mit goldenen Flachreliefs verziert, die Szenen aus dem Leben Buddhas, mythologische Wesen und florale Ornamente zeigen. Innen dominieren ein großer, reich vergoldeter Buddha und zahlreiche kleinere Statuen. Die Atmosphäre ist – trotz vieler Besucher – überraschend ruhig: Duft von Räucherstäbchen, leises Murmeln von Mönchen, gedämpftes Licht und das tiefe Rot und Gold der Wanddekorationen schaffen eine Stimmung, die viele Reisende als kontemplativ beschreiben.
Besonders berühmt ist die Rückwand des Haupt-sim, auf der ein großes Baum-Mosaik zu sehen ist. Es stellt den „Lebensbaum“ dar, dessen Äste sich über die gesamte Fläche ausbreiten und von kleinen Mosaikfiguren – Tieren, Fabelwesen und Menschen – umgeben sind. Die Tourismusbehörde von Laos und Publikationen wie „National Geographic Traveler Laos“ heben dieses Mosaik als ikonisches Motiv hervor, das in zahllosen Reisefotos wiederkehrt.
Zur Anlage gehören mehrere Nebengebäude, unter anderem:
- ein Kapellenbau, in dem ein reich verzierter Bestattungswagen (Königswagen) und königliche Urnen aufbewahrt werden,
- kleinere Schreine mit Buddha-Statuen und Wandmalereien,
- Stupas und kleinere Chedis, die teils Angehörigen der Königsfamilie gewidmet sind.
Der Pavillon mit dem Bestattungswagen beeindruckt durch seine dichten roten und goldenen Reliefs, die fast jede freie Fläche bedecken. Reiseführer wie der „Stefan Loose Travel Guide Laos“ weisen darauf hin, dass die in Gold gehaltenen Figuren, Elefanten und Naga-Schlangen (mythische Wasserschlangen) hier nicht nur dekorativ sind, sondern Schutz- und Segenssymbole darstellen.
Ein weiteres Charakteristikum von Wat Xieng Thong ist die Kombination verschiedener Kunstformen: Holzschnitzerei, Goldlackarbeiten, Glas- und Keramikmosaike sowie klassisch-laotische Malerei. Kunsthistorische Studien, auf die etwa die Deutsche Welle in Hintergrundberichten verweist, betonen, dass in Luang Prabang Einflüsse aus Thailand, Vietnam und China sichtbar sind – die Stadt lag jahrhundertelang an einer wichtigen Handelsroute. In Wat Xieng Thong verschmelzen diese Einflüsse mit lokalen Traditionen zu einem eigenständigen Stil.
Im Vergleich zu europäischen Sakralbauten wie dem Kölner Dom wirkt Wat Xieng Thong klein und intim. Gerade diese Maßstäblichkeit macht den Reiz aus: Anstatt in einer monumentalen Kathedrale zu stehen, bewegt man sich durch einen überschaubaren, hofartigen Komplex, in dem Details eine größere Rolle spielen als schiere Größe. Für Besucher aus Deutschland kann dieser Maßstab überraschend vertraut wirken – eher wie ein süddeutsches Kloster im Hofensemble, nur mit einer vollkommen anderen Bildsprache.
Wat Xieng Thong besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Wat Xieng Thong liegt am nördlichen Ende der Altstadt von Luang Prabang, auf einer kleinen Landzunge zwischen Mekong und Nam Khan. Der Tempel ist von den meisten Unterkünften in der Altstadt bequem zu Fuß erreichbar – in der Regel sind es 5 bis 15 Minuten Spaziergang durch schmale Gassen mit traditionellen Holzhäusern und Kolonialbauten.
Für Reisende aus Deutschland führt der Weg nach Wat Xieng Thong in der Regel über den internationalen Flughafen von Luang Prabang (Luang Prabang International Airport). Direkte Linienflüge aus Deutschland gibt es derzeit nicht; üblich sind Umsteigeverbindungen über große Drehkreuze in Asien, zum Beispiel Bangkok, Hanoi, Vientiane oder Kuala Lumpur, je nach Airline. Von Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf aus ist mit einer Gesamtflugzeit (inklusive Umsteigen) von meist 14 bis über 20 Stunden zu rechnen, abhängig von Verbindung und Wartezeiten.
Vom Flughafen zum Tempel sind es nur rund 4 bis 5 km. Mit Taxi oder Tuk-Tuk dauert die Fahrt in die Altstadt etwa 15 bis 20 Minuten. Viele Unterkünfte organisieren auf Anfrage Transfers. Wer bereits in der Region unterwegs ist, erreicht Luang Prabang auch per Inlandsflug oder überland per Bus; aufgrund von Straßenverhältnissen und Entfernungen ist dies jedoch zeitintensiv und sollte sorgfältig geplant werden.
- Öffnungszeiten
Seriöse Reiseführer und die Tourismusinformation von Luang Prabang geben für Wat Xieng Thong im Regelfall Tagesöffnungszeiten an, die morgens beginnen und bis in den späten Nachmittag oder frühen Abend reichen. Exakte Zeiten können sich jedoch ändern, etwa an Feiertagen oder während besonderer Zeremonien. Es empfiehlt sich daher, kurz vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten direkt vor Ort, über Unterkünfte oder bei der offiziellen Tourismusinformation von Luang Prabang zu prüfen. Ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag ist häufig angenehmer, da es kühler und weniger voll ist.
- Eintritt
Für Wat Xieng Thong wird üblicherweise eine moderate Eintrittsgebühr erhoben, die der Erhaltung der Anlage dient. Die genaue Höhe kann sich in unregelmäßigen Abständen ändern. Häufige Angaben in Reiseführern bewegen sich im niedrigen einstelligen Euro-Bereich. Da Wechselkurse schwanken und Gebühren angepasst werden können, sollten Besucher kurzfristig vor Ort oder über aktuelle Informationsquellen prüfen, welche Beträge in Landeswährung (Laotischer Kip) und umgerechnet in Euro aktuell sind. Es ist ratsam, etwas Bargeld bereitzuhalten, da kleine Bargeldbeträge oft bevorzugt werden.
- Beste Reisezeit
Luang Prabang liegt in einem tropischen Klima mit ausgeprägter Trocken- und Regenzeit. Reiseinformationsdienste und Klimatabellen, auf die unter anderem die Deutsche Zentrale für Tourismus und internationale Wetterdienste verweisen, nennen für den Besuch der Region insbesondere die Monate November bis Februar als angenehm, mit vergleichsweise moderaten Temperaturen und geringerer Luftfeuchtigkeit. In dieser Zeit sind auch Besuche in Wat Xieng Thong meist besonders stimmungsvoll, da die Sicht klarer ist und die Hitze weniger drückend.
In der Regenzeit (ungefähr Mai bis Oktober) kann es zu heftigen, aber meist kurzen Schauern kommen. Der Tempel ist auch dann geöffnet, doch Besuchende sollten rutschfestes Schuhwerk und eventuell einen leichten Regenschutz einplanen. Unabhängig von der Jahreszeit lohnt es sich, Wat Xieng Thong früh am Tag oder in den späten Nachmittagsstunden zu besuchen, wenn das Licht weicher und der Andrang geringer ist. Mittags kann es sehr heiß werden, was besonders für Reisende, die nicht an tropische Temperaturen gewöhnt sind, anstrengend sein kann.
- Sprache vor Ort
Amtssprache in Laos ist Lao. In Luang Prabang als touristischem Zentrum sprechen jedoch viele Menschen in Hotels, Restaurants und Reiseagenturen zumindest grundlegendes Englisch. Deutschkenntnisse sind selten. Für den Besuch von Wat Xieng Thong reicht es in der Regel, einfache englische Begriffe zu kennen; Beschilderungen sind teilweise zweisprachig (Lao und Englisch). Ein einfaches laotisches Dankeschön – „khop chai“ – wird von Einheimischen geschätzt, ist aber für den Besuch nicht zwingend erforderlich. - Zahlung und Trinkgeld
Landeswährung ist der Laotische Kip (LAK). In Luang Prabang sind klassische Kreditkarten (Visa, Mastercard) in vielen Hotels, gehobenen Restaurants und einigen Geschäften verbreitet. Für kleinere Ausgaben – Tuk-Tuk, kleine Läden, Straßenstände oder Tempelspenden – ist Bargeld wichtig. Geldautomaten sind in der Altstadt vorhanden, die Gebühren können jedoch variieren.
Trinkgeld ist in Laos nicht so fest institutionalisiert wie in manchen westlichen Ländern, wird aber in touristischen Regionen zunehmend erwartet oder zumindest dankbar angenommen. In Restaurants sind 5 bis 10 Prozent üblich, wenn kein Servicezuschlag ausgewiesen ist. Für Führungen oder Fahrer wird je nach Dauer und Leistung ein kleines zusätzliches Trinkgeld geschätzt. Im Tempel selbst sind Spenden freiwillig; wer ein paar Kip in die Spendenbox gibt, unterstützt die Klostergemeinschaft und die Erhaltung der Anlage.
- Kleiderordnung und Verhalten im Tempel
Wat Xieng Thong ist ein aktives buddhistisches Kloster, kein Freilichtmuseum. Entsprechend wichtig ist respektvolle Kleidung. Internationale und laotische Tourismusinformationen empfehlen, Schultern und Knie zu bedecken – für Männer und Frauen gleichermaßen. Leichte, lange Hosen oder Röcke und T-Shirts mit Ärmeln sind ideal bei tropischem Klima. In den wichtigsten Innenräumen müssen häufig die Schuhe ausgezogen werden; praktische Sandalen mit Schnalle oder Schlappen erleichtern das An- und Ausziehen.
Buddhistische Regeln sehen vor, dass Besucher beim Betreten von Tempelräumen ruhig sprechen, nicht auf Buddha-Statuen zeigen und sich beim Sitzen nicht mit den Fußsohlen direkt zu Buddha-Figuren ausrichten. Körperkontakt mit Mönchen – insbesondere zwischen Frauen und Mönchen – sollte vermieden werden; dies ist eine Frage religiöser Reinheitsvorstellungen. Wer sich unsicher ist, orientiert sich am Verhalten der Einheimischen. Unsere Redaktion empfiehlt, mögliche Hinweistafeln vor Ort aufmerksam zu lesen; sie erklären meist kurz die wichtigsten Do’s and Don’ts.
- Fotografieren
Fotografieren ist im Außenbereich von Wat Xieng Thong in der Regel erlaubt und dank der markanten Architektur auch sehr beliebt. In Innenräumen und bei laufenden Zeremonien können Einschränkungen gelten. Seriöse Reiseführer wie der „Lonely Planet Laos“ (deutschsprachige Ausgabe) weisen darauf hin, dass Blitzlicht in vielen Tempelräumen unerwünscht ist, um Gemälde und Golddekorationen zu schützen. Wer Menschen fotografieren möchte, insbesondere Mönche, sollte vorher freundlich um Erlaubnis fragen. - Zeitzone und Gesundheit
Laos liegt in der Zeitzone Indochina Time (ICT), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) im Winter um +6 Stunden und der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) im Sommer um +5 Stunden voraus ist. Für Reisende aus Deutschland bedeutet das einen gewissen Jetlag, der bei der Planung der ersten Tage berücksichtigt werden sollte.
Laos ist kein EU-Mitglied. Für deutsche Besucher wird daher dringend empfohlen, eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport abzuschließen. Innerhalb Luang Prabang gibt es medizinische Einrichtungen und Kliniken, doch die Versorgungsqualität entspricht nicht in allen Bereichen westeuropäischen Standards. Eine kleine Reiseapotheke (Sonnenschutz, Mückenschutz, Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden) ist sinnvoll, wie auch das Trinken von abgefülltem oder gefiltertem Wasser.
- Einreisebestimmungen
Deutsche Staatsbürger benötigen für Laos grundsätzlich ein gültiges Reisedokument und je nach Aufenthaltsdauer ein Visum. Die Regelungen können sich ändern. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen sowie Hinweise zur Sicherheitslage und zu Impfempfehlungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.
Warum Wat Xieng Thong auf jede Luang-Prabang-Reise gehört
Viele Reisende verbinden Luang Prabang mit der berühmten morgendlichen Almosenzeremonie der Mönche, mit Kolonialarchitektur und Sonnenuntergängen auf dem Phou-Si-Hügel. Wat Xieng Thong schafft es, all diese Elemente symbolisch an einem Ort zu bündeln: Hier treffen Geschichte, Spiritualität und lebendiger Alltag aufeinander.
Wer früh morgens kommt, erlebt, wie die Anlage langsam erwacht: Mönche in safranfarbenen Roben gehen ihren Aufgaben nach, gelegentlich sind leise Gebete zu hören, während erste Besucher eintrudeln. Tagsüber sorgen die intensiven Farben und die feinen Details der Dekoration dafür, dass sich immer neue Perspektiven öffnen – vom Spiegelglanz der Mosaike bis zu den filigranen Holzreliefs. Am späten Nachmittag schließlich taucht das warme Licht der sinkenden Sonne die goldenen Ornamente in eine fast unwirkliche Atmosphäre.
Für Reisende aus Deutschland bietet Wat Xieng Thong mehrere Ebenen der Erfahrung:
- Kulturelle Tiefe: Wer sich für Geschichte interessiert, kann hier sehr konkret nachvollziehen, wie das ehemalige Königreich Lan Xang seine religiöse Identität inszenierte und welche Rolle der Buddhismus als Staatsreligion spielte.
- Ästhetik: Fotografiebegeisterte finden unzählige Motive, von spiegelnden Mosaiken bis zu Schattenrissen der Dächer vor dem Abendhimmel.
- Spirituelle Ruhe: Selbst ohne buddhistischen Hintergrund erleben viele Besucher den Tempel als Ort der Sammlung – ein Gegenpol zur Beschleunigung europäischer Großstädte.
- Alltagsbezug: Anders als in rein musealen Kontexten bleibt Wat Xieng Thong ein lebendiger Ort. Mönche wohnen hier, Rituale finden statt, Familien kommen zum Beten – dies ermöglicht authentische Einblicke, solange man respektvoll auftritt.
In Kombination mit anderen Sehenswürdigkeiten von Luang Prabang – etwa dem Nationalmuseum im ehemaligen Königspalast, den Wasserfällen Kuang Si und Tad Sae oder abendlichen Bootstouren auf dem Mekong – bildet Wat Xieng Thong einen Fixpunkt, um den sich ein gut strukturierter Aufenthalt planen lässt. Viele Reiseautorinnen und -autoren empfehlen, den Tempel nicht am ersten, sondern am zweiten oder dritten Tag zu besuchen: Wer sich bereits etwas an das Tempo der Stadt gewöhnt hat, kann die feinen Nuancen besser wahrnehmen.
Auch Nachhaltigkeit spielt eine Rolle: Besuchende, die lokale Führer buchen, achtsam fotografieren, sich an Verhaltensregeln halten und gegebenenfalls lokale Projekte unterstützen, tragen dazu bei, dass Wat Xieng Thong als lebendiger Kulturschatz erhalten bleibt – nicht nur als Fotokulisse. In Zeiten, in denen Massentourismus viele Orte in Südostasien verändert, ist dieser bewusste Umgang ein wichtiger Beitrag.
Wat Xieng Thong in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Netzwerken taucht Wat Xieng Thong regelmäßig als Highlight von Laos-Reisen auf – oft mit stimmungsvollen Aufnahmen bei Morgennebel oder in der goldenen Stunde. Die Hashtags zu Luang Prabang zeigen, dass der Tempel besonders bei Reisenden beliebt ist, die abseits klassischer Großstadtmetropolen in die Tiefe einer Region eintauchen möchten.
Wat Xieng Thong — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Wat Xieng Thong
Wo liegt Wat Xieng Thong genau?
Wat Xieng Thong liegt am nördlichen Ende der Altstadt von Luang Prabang in Laos, auf einer Landspitze zwischen dem Fluss Mekong und dem Nebenfluss Nam Khan. Die Altstadt ist kompakt; von vielen Hotels und Gästehäusern lässt sich der Tempel bequem zu Fuß erreichen.
Wie alt ist Wat Xieng Thong und warum ist der Tempel so wichtig?
Wat Xieng Thong wurde im 16. Jahrhundert während der Blütezeit des Königreichs Lan Xang gegründet. Er diente über Jahrhunderte als königlicher Haupttempel und Ort von Krönungszeremonien. Heute gilt er als eines der bedeutendsten Beispiele laotischer Sakralarchitektur und spielt im UNESCO-Welterbe „Stadt Luang Prabang“ eine Schlüsselrolle.
Wie erreicht man Wat Xieng Thong von Deutschland aus?
Von Deutschland aus führen Flüge mit mindestens einem Umstieg, etwa über Bangkok, Hanoi, Vientiane oder andere asiatische Drehkreuze, zum internationalen Flughafen von Luang Prabang. Von dort sind es wenige Kilometer per Taxi oder Tuk-Tuk in die Altstadt und zum Tempel. Eine Gesamtreisezeit von 14 bis über 20 Stunden ist realistisch, abhängig von der gewählten Verbindung.
Welche Kleiderordnung gilt beim Besuch von Wat Xieng Thong?
Als aktiver buddhistischer Tempel verlangt Wat Xieng Thong respektvolle Kleidung. Schultern und Knie sollten bedeckt sein; ärmellose Tops, kurze Shorts oder sehr knappe Röcke gelten als unpassend. In vielen Tempelräumen müssen Schuhe ausgezogen werden. Leichte, lange Kleidung ist angesichts des tropischen Klimas angenehm und schützt zugleich vor Sonne und Mücken.
Wann ist die beste Reisezeit für Wat Xieng Thong und Luang Prabang?
Für Luang Prabang empfehlen viele Reiseexperten die Trockenzeit von etwa November bis Februar, wenn Temperaturen und Luftfeuchtigkeit moderater sind. Innerhalb eines Tages bieten sich die frühen Morgenstunden oder der späte Nachmittag für einen Besuch an – dann ist das Licht besonders stimmungsvoll und der Andrang geringer.
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