Zikkurat von Ur, Irak

Zikkurat von Ur: Mesopotamiens Stufentempel nahe Nasiriya entdecken

20.05.2026 - 07:06:17 | ad-hoc-news.de

Die Zikkurat von Ur (Ziggurat of Ur) bei Nasiriya im Süden des Irak ist einer der eindrucksvollsten Stufentempel der Antike. Warum dieses Monument deutsche Reisende fasziniert – und was Sie für einen Besuch wissen sollten.

Zikkurat von Ur, Irak, Reise
Zikkurat von Ur, Irak, Reise

Wenn sich in der Ebene südlich von Nasiriya ein massiger Stufenturm aus dem Wüstenstaub schält, stehen Sie vor einem der ikonischsten Bauwerke des alten Mesopotamien: der Zikkurat von Ur, international meist als Ziggurat of Ur (auf Deutsch sinngemäß „Stufentempel von Ur“) bezeichnet. Der gewaltige Lehmziegel-Turm ist eines der am besten erhaltenen Monumente aus der Zeit der sumerischen Stadtstaaten – und ein seltener Ort, an dem sich die Anfänge urbaner Zivilisation bis heute körperlich erfahren lassen.

Zikkurat von Ur: Das ikonische Wahrzeichen von Nasiriya

Die Zikkurat von Ur liegt rund 20 km sĂĽdwestlich der heutigen Stadt Nasiriya im SĂĽden des Irak, in einer flachen Landschaft, die einst vom Euphrat geprägt war. Wo heute trockene, staubige Ebenen dominieren, befand sich vor etwa 4.000 Jahren eine der bedeutendsten Städte der sumerischen Welt. Die Ziggurat of Ur war ihr religiöses und symbolisches Zentrum.

Archäologen und Historiker verweisen immer wieder auf die herausragende Bedeutung dieses Bauwerks: Die irakische Antikenverwaltung und das britische Museum in London beschreiben die Zikkurat von Ur übereinstimmend als eine der am besten erhaltenen großen Zikkurate Mesopotamiens. Sie stand im Mittelpunkt des Heiligtums für den Mondgott Nanna (auch Sin genannt), der in der Religion der Sumerer eine ähnlich zentrale Rolle spielte wie später Zeus im antiken Griechenland.

Für Reisende aus Deutschland ist die Stätte nicht nur ein spektakuläres Fotomotiv, sondern auch ein Schlüssel, um die Wurzeln vieler uns vertrauter Konzepte zu verstehen: Städte, Schrift, codifiziertes Recht und organisierte Religion entwickelten sich im alten Ur in Formen, die Europa erst Jahrtausende später erreichten. Vor der Zikkurat von Ur zu stehen heißt, an den Anfängen der uns bekannten Geschichtsschreibung zu stehen.

Geschichte und Bedeutung von Ziggurat of Ur

Die Stadt Ur war eines der wichtigsten Zentren der sumerischen Kultur im sĂĽdlichen Mesopotamien, im Gebiet des heutigen Irak. Fachinstitutionen wie das British Museum und die Deutsche Orient-Gesellschaft ordnen die BlĂĽtezeit von Ur in die sogenannte Ur-III-Zeit ein, etwa um 2100–2000 v. Chr. In dieser Phase herrschte die sogenannte dritte Dynastie von Ur ĂĽber weite Teile Mesopotamiens.

Nach ĂĽbereinstimmender Einschätzung archäologischer Fachliteratur wurde die Zikkurat von Ur unter König Ur-Nammu begonnen und unter seinem Sohn Shulgi vollendet. Zeitlich liegt diese Bauphase ungefähr 1.700 Jahre vor dem Baubeginn des Parthenon in Athen und rund 3.000 Jahre vor der Errichtung des Kölner Doms. Die Zikkurat war der monumentale Kern eines größeren Tempelbezirks, der dem Mondgott Nanna / Sin geweiht war, einer der wichtigsten Gottheiten im sumerischen Pantheon.

Die Bedeutung von Ur und seiner Zikkurat erschließt sich auch aus den schriftlichen Quellen. Keilschrifttexte, die in Ur und anderen Städten gefunden wurden und heute unter anderem im Vorderasiatischen Museum in Berlin, im Louvre in Paris und im British Museum liegen, bezeugen die Rolle der Stadt als religiöses, wirtschaftliches und administratives Zentrum. Die Ziggurat of Ur wird in diesen Quellen als Heiligtum beschrieben, das zugleich politische Macht verkörperte: Wer hier opfern durfte, zeigte, dass er die göttliche Legitimation zur Herrschaft besaß.

Im Lauf der Jahrtausende erlebte die Stadt mehrere Aufstiege und Niedergänge. In der altbabylonischen Zeit wurde die Zikkurat von Ur noch genutzt und teilweise restauriert. Später überlagerten neue Machtzentren wie Babylon und Ninive die Bedeutung Urs. Der Euphrat verlagerte seinen Lauf, die Region verödete teilweise, und die Zikkurat siltete zu. Dennoch blieb der Kern des Bauwerks erhalten, verborgen unter Schutt und Sand.

Erst im 19. und frĂĽhen 20. Jahrhundert rĂĽckte Ur wieder in den Fokus der Forschung. Die Ausgrabungen des britischen Archäologen Sir Leonard Woolley in den 1920er- und 1930er-Jahren, gestĂĽtzt von Institutionen wie dem British Museum und der University of Pennsylvania, legten groĂźe Teile der Zikkurat und der umgebenden Stadt frei. Woolley dokumentierte die Struktur des Stufentempels detailliert und sorgte dafĂĽr, dass Ur in westlichen Medien als eine Art „Wiege der Zivilisation“ bekannt wurde – ein Narrativ, das bis heute in ReisefĂĽhrern und kulturhistorischen Publikationen aufgegriffen wird.

Im 20. Jahrhundert spielte die Zikkurat von Ur auch politisch eine Rolle. In den 1980er-Jahren veranlasste die irakische Regierung Restaurierungen des vorderen Treppenaufgangs und der Fassade, um das Monument als Symbol einer langen irakischen Geschichte zu inszenieren. Internationale Fachinstitutionen wie UNESCO und ICOMOS diskutieren die Eingriffe kritisch, betonen aber zugleich, dass die Zikkurat dadurch stärker ins öffentliche Bewusstsein rĂĽckte.

Heute gilt die Ziggurat of Ur als eine der Schlüsselstätten für das Verständnis der sumerischen Kultur und der frühen Urbanisierung im Zweistromland. Die irakische Antikenverwaltung führt sie als nationales Kulturdenkmal von höchster Kategorie. Fachkreise bereiten seit Jahren eine mögliche Nominierung für die UNESCO-Welterbeliste vor; unabhängig vom formalen Status unterstreichen UNESCO und Deutsche Welle in ihren Berichten regelmäßig den außergewöhnlichen universellen Wert der Stätte.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist die Zikkurat von Ur ein typischer Stufentempel Mesopotamiens – und doch in ihrem Erhaltungszustand außergewöhnlich. Nach rekonstruierten Plänen und archäologischen Studien bestand das Bauwerk ursprünglich aus drei gestuften Terrassen, die sich wie ein mächtiger Pyramidenstumpf übereinander schoben. Die Grundlage bildete ein massiver Kern aus luftgetrockneten Lehmziegeln, ummantelt von gebrannten Ziegeln, die für Stabilität und Witterungsschutz sorgten.

Die heute sichtbare Basis misst etwa 60 m auf 45 m; die ursprĂĽngliche Höhe wird von Fachleuten in der Regel auf 20 bis 30 m geschätzt. Damit war die Ziggurat of Ur zwar nicht so hoch wie moderne Hochhäuser, dominierte aber die flache Flusslandschaft des sĂĽdlichen Irak so deutlich, dass sie schon aus groĂźer Entfernung sichtbar war. Der Eindruck fĂĽr Besucherinnen und Besucher bleibt bis heute monumental – zumal der Baukörper fast unvermittelt aus der flachen Ebene aufragt.

Charakteristisch ist der dreiteilige Treppenaufgang an der Hauptfassade. Drei breite Treppenläufe fĂĽhren von einem gemeinsamen unteren Podest zu einem mittleren Plateau, von dem aus eine weitere Treppe zur oberen Terrasse emporstieg. Dieser Aufbau ist in zahlreichen Rekonstruktionszeichnungen zu sehen, die Museen wie das Vorderasiatische Museum in Berlin und das British Museum publizieren. Die heutige sichtbare Treppenkonstruktion wurde im 20. Jahrhundert teilweise rekonstruiert, orientiert sich aber an den archäologischen Befunden.

Die äußere Hülle aus gebrannten Ziegeln zeigt noch heute Reste von Bitumenfugen – ein früher Einsatz von Asphalt als Bindemittel, den bereits antike Quellen aus Mesopotamien beschreiben. Nach Angaben von Fachpublikationen zur altorientalischen Architektur wurden solche Ziegel häufig mit Stempelinschriften versehen, in denen Ur-Nammu und Shulgi als Bauherren genannt sind. Vergleichbare Inschriften finden sich in Museen weltweit und bestätigen die historische Zuschreibung.

Auf der obersten Terrasse befand sich einst ein Tempelhaus, in dem der Kult für den Mondgott Nanna / Sin vollzogen wurde. Dieses Gebäude ist heute nicht mehr erhalten; seine Grundform ist jedoch durch Fundamente und Parallelen an anderen Orten rekonstruierbar. In der sumerischen Vorstellungswelt fungierte die Zikkurat als eine Art künstlicher Berg: ein aufgestufter Weg in die Sphäre der Götter. Ähnliche Ideen finden sich später in anderen Kulturen – etwa in den mesoamerikanischen Pyramiden von Teotihuacán oder in den hinduistischen Tempelbergen Südostasiens.

Kunsthistorisch ist die Zikkurat von Ur weniger fĂĽr figĂĽrliche Dekoration als fĂĽr ihre reine, kraftvolle Form bekannt. Dennoch ist der Ort von reicher materieller Kultur umgeben. Die berĂĽhmten Königsgräber von Ur – eine Nekropole mit aufwendig ausgestatteten Bestattungen aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. – liegen in unmittelbarer Nähe. Goldschmuck, Musikinstrumente (darunter die bekannte „Lyra von Ur“) und prächtige Gefäße, die dort gefunden wurden, sind heute unter anderem im Irak-Museum in Bagdad, im British Museum und im Penn Museum in Philadelphia zu sehen.

Fachleute betonen, dass die Zikkurat von Ur als Teil dieses größeren Ensembles verstanden werden muss: als sakrales Zentrum einer hochentwickelten Stadt mit komplexem Sozialgefüge, arbeitsteiliger Wirtschaft und weitreichenden Handelskontakten. Handelsdokumente aus Ur belegen Verbindungen bis nach Anatolien, den Iran und an den Persischen Golf.

Zikkurat von Ur besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Ein Besuch der Zikkurat von Ur ist für Reisende aus Deutschland noch immer ein eher ungewöhnliches, aber eindrückliches Erlebnis. Die Sicherheitslage und die touristische Infrastruktur im Irak haben sich in den vergangenen Jahren in einigen Regionen verbessert, bleiben aber volatil. Vor einer konkreten Reiseplanung sollten deutsche Staatsbürger unbedingt die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de prüfen.

  • Lage und Anreise
    Die Zikkurat von Ur liegt nahe der Stadt Nasiriya in der Provinz Dhi Qar im SĂĽdirak. Von Nasiriya sind es etwa 20 km bis zur archäologischen Stätte. FĂĽr Reisende aus Deutschland erfolgt die Anreise in der Regel ĂĽber Flughäfen wie Bagdad oder Basra, mit möglichen Inlandsverbindungen oder organisiertem Transfer nach Nasiriya. Direkte LinienflĂĽge von Deutschland in den Irak können sich je nach Saison und Angebot ändern; häufig fĂĽhren Verbindungen ĂĽber groĂźe Drehkreuze im Nahen Osten, etwa Istanbul, Doha oder Dubai. Die reine Flugzeit von Frankfurt oder MĂĽnchen in den Irak liegt – je nach Route – grob zwischen 5 und 7 Stunden, zuzĂĽglich Umsteigezeiten.
  • Transport vor Ort
    Vor Ort sind Besuche der Zikkurat von Ur oft nur im Rahmen geführter Touren oder mit lokalem Fahrer sinnvoll. Öffentlicher Nahverkehr zur Stätte ist begrenzt und unregelmäßig. Spezialisierte Reiseveranstalter, die Kultur- und Archäologiereisen in den Irak anbieten, arbeiten meist mit lokalen Partnern und Guides zusammen, die die Region und die aktuellen Sicherheitsanforderungen kennen.
  • Ă–ffnungszeiten
    Konkrete, international verlässlich kommunizierte Öffnungszeiten sind für die Zikkurat von Ur nur begrenzt einheitlich abrufbar und können sich in Abhängigkeit von Sicherheitslage, Jahreszeit und lokalen Feiertagen ändern. In der Praxis ist die Stätte häufig tagsüber zugänglich, Besuche finden meist zwischen dem frühen Vormittag und dem späten Nachmittag statt. Es empfiehlt sich, Öffnungszeiten und Zugangsmodalitäten im Vorfeld über Reiseveranstalter oder direkt bei lokalen Behörden und der Verwaltung der archäologischen Stätte zu erfragen. Generell gilt: Öffnungszeiten können variieren – aktuelle Informationen sollten unmittelbar vor dem Besuch bei der Zikkurat von Ur eingeholt werden.
  • Eintritt
    In vielen Berichten von Reiseveranstaltern und Besuchern wird eine Eintrittsgebühr erwähnt, die vor Ort in der Landeswährung erhoben wird. Da sich Preise und Zahlungsmodalitäten jedoch ändern können und verlässliche, doppelt verifizierte aktuelle Beträge nicht einheitlich veröffentlicht sind, ist es sinnvoll, mit einem moderaten Bargeldbetrag in irakischen Dinar (IQD) zu rechnen und gegebenenfalls zusätzlich in Euro (€) oder US-Dollar (USD) wechselbares Geld mitzuführen. Verbindliche Summen sollten vor Ort oder über den Reiseanbieter erfragt werden.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima im SĂĽden des Irak ist ĂĽberwiegend heiĂź und trocken. Laut klimatologischen Ăśbersichten irakischer und internationaler Wetterdienste liegen die Tagestemperaturen im Sommer nicht selten deutlich ĂĽber 40 Â°C. FĂĽr Besuche der Ziggurat of Ur bieten sich daher vor allem die Monate mit milderen Temperaturen an – typischerweise der späte Herbst, der Winter und das zeitige FrĂĽhjahr. Wer die Stätte besucht, sollte, wenn möglich, die frĂĽhen Morgenstunden oder den späten Nachmittag wählen, um die starke Mittagshitze zu meiden und das warme, flache Licht fĂĽr Fotos zu nutzen.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Der Irak liegt meist zwei Stunden vor der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ). In der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt der Unterschied in der Regel eine Stunde. Da sich Regelungen zur Sommerzeit ändern können, ist vor der Reise ein aktueller Blick auf die Zeitangaben seriöser Zeitzonen-Datenbanken oder Fluggesellschaften sinnvoll.
  • Sprache und Kommunikation
    Amtssprachen im Irak sind Arabisch und Kurdisch, in der Region um Nasiriya dominiert Arabisch. Englisch wird in größeren Städten und von touristisch orientierten Dienstleistern teilweise gesprochen, im ländlichen Raum ist die Verständigung auf Englisch jedoch nicht selbstverständlich. Deutschkenntnisse sind selten. Für Besuche der Zikkurat von Ur empfiehlt sich daher ein lokaler Guide, der wenigstens Englisch spricht. Ein kleiner Grundwortschatz an arabischen Höflichkeitsfloskeln wird vor Ort positiv aufgenommen.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeld
    Die Landeswährung ist der irakische Dinar (IQD). Internationale Kreditkarten werden in groĂźen Hotels und manchen Restaurants in größeren Städten akzeptiert, nicht jedoch flächendeckend. An archäologischen Stätten wie der Zikkurat von Ur ist Barzahlung in der Landeswährung ĂĽblich. Reisende aus Deutschland sollten ausreichend Bargeld mitfĂĽhren und sich auf eine eher bargeldorientierte Kultur einstellen. Trinkgeld wird, ähnlich wie in vielen Ländern der Region, geschätzt: FĂĽr Guides und Fahrer sind kleine Beträge ĂĽblich, in Restaurants wird häufig aufgerundet oder etwa 10 % gegeben, sofern kein Serviceaufschlag enthalten ist.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Der Irak ist überwiegend muslimisch geprägt, gesellschaftlich konservativ. Besucherinnen und Besucher sollten sich respektvoll und eher zurückhaltend kleiden: Schultern und Knie sollten bedeckt sein, für Frauen sind lockere, nicht zu körperbetonte Kleidung und ein Tuch für konservative Regionen empfehlenswert. An der Ziggurat von Ur gibt es keine aufwendigen religiösen Rituale mehr, dennoch gilt der Ort vielen Irakern als Kulturschatz mit spiritueller Dimension. Lärm, respektlose Gesten und das Betreten sensibler Bereiche abseits der Wege sollten vermieden werden.
  • Fotografie
    Die Zikkurat von Ur ist ein dankbares Motiv für Fotografie und Film. In der Regel ist das Fotografieren im Außenbereich erlaubt, es können aber lokale Einschränkungen gelten – etwa, wenn Militär- oder Polizeiposten in der Nähe sind. Drohnenaufnahmen sind in vielen Ländern der Region genehmigungspflichtig oder generell untersagt; im Zweifel sollten Reisende vorab und vor Ort nach den aktuellen Bestimmungen fragen. Rücksicht auf andere Besucher und die archäologische Substanz ist selbstverständlich.
  • Gesundheit und Versicherung
    Für Reisen in den Irak ist eine belastbare Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption dringend empfehlenswert. Die medizinische Versorgung ist in größeren Städten vorhanden, erreicht oft jedoch nicht das Niveau, das Reisende aus Deutschland erwarten. Vor Reiseantritt sollten Standardimpfungen überprüft und gegebenenfalls Empfehlungen von Tropeninstituten eingeholt werden. Innerhalb der EU gültige Krankenversicherungskarten (EHIC) gelten im Irak nicht, weshalb eine separate Police wichtig ist.
  • Einreisebestimmungen
    Die Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern. Fragen der Visumspflicht, der Gültigkeit von Reisepässen und gegebenenfalls zusätzlichen Genehmigungen für bestimmte Regionen sollten unbedingt vorab geklärt werden. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisehinweise und Sicherheitsempfehlungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.

Warum Ziggurat of Ur auf jede Nasiriya-Reise gehört

Wer sich für den Süden des Irak interessiert, wird kaum einen eindrucksvolleren Ort finden als die Zikkurat von Ur. Anders als viele antike Ruinen, die nur noch in Fundamenten oder Grundrissen erhalten sind, vermittelt die Ziggurat of Ur noch immer ein starkes räumliches Erlebnis: Man steigt die breiten Treppen empor, blickt über das flache Umland und kann sich vorstellen, wie hier einst Priester, Beamte und Händler unterwegs waren.

Für Kultur- und Geschichtsinteressierte aus Deutschland ist die Stätte ein einzigartiger Kontrapunkt zu vertrauten europäischen Denkmälern. Während das Alte Ägypten mit seinen Pyramiden sehr präsent ist, bleibt das alte Mesopotamien oft abstrakt. In Ur, in Sichtweite der Zikkurat, wird dieses „Land zwischen den Flüssen“ plötzlich greifbar. Keilschrifttafeln, Stadtmauern, Wohnhäuser und Tempelreste – all das fügt sich zu einem Bild, das von vielen Historikern als Ursprung urbaner Zivilisation beschrieben wird.

Eine Reise nach Nasiriya und zur Zikkurat von Ur ist auch eine Möglichkeit, die Gegenwart des Irak differenzierter wahrzunehmen. Neben den Bildern von Konflikten existiert eine lebendige Gesellschaft mit einem wachsenden Interesse an Kulturtourismus. Lokale Führerinnen und Führer berichten stolz von den Leistungen der sumerischen Vorfahren; Universitäten und Museen arbeiten gemeinsam mit internationalen Partnern an Schutz und Erforschung der Stätte.

Zudem lässt sich der Besuch sinnvoll mit anderen Sehenswürdigkeiten in der Region kombinieren, etwa mit dem antiken Eridu, das von manchen Forschern als eine der frühesten Städte der Welt angesehen wird, oder mit dem nahegelegenen Sumpfgebiet der irakischen Marschen, das als UNESCO-Weltnatur- und -kulturerbe gelistet ist. So entsteht ein Reiserlebnis, das Natur, Archäologie und moderne Kultur miteinander verbindet.

Natürlich erfordert eine Reise in den Irak sorgfältige Vorbereitung, Geduld und Bereitschaft zur Anpassung an lokale Gegebenheiten. Für viele, die den Schritt wagen, bleibt der Moment, in dem sie vor der Zikkurat von Ur stehen, jedoch einer der eindrucksvollsten ihrer Reisebiografie – ein stiller, fast archaischer Augenblick an einem Ort, der mehr als vier Jahrtausende überdauert hat.

Zikkurat von Ur in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien taucht die Zikkurat von Ur immer wieder als Geheimtipp für Kulturreisende auf: Fotos im Morgenlicht, Drohnenperspektiven von geführten Touren und kurze Erklärvideos von Archäologinnen und Guides vermitteln einen Eindruck der besonderen Atmosphäre vor Ort. Wer sich inspirieren oder die aktuelle Stimmung rund um das Monument einfangen möchte, kann entsprechende Hashtags und Kanäle durchstöbern.

Häufige Fragen zu Zikkurat von Ur

Wo liegt die Zikkurat von Ur genau?

Die Zikkurat von Ur befindet sich im SĂĽden des Irak, nahe der heutigen Stadt Nasiriya in der Provinz Dhi Qar. Die Stätte liegt in einer flachen WĂĽsten- und Schwemmlandlandschaft, unweit des historischen Euphratverlaufs. Von Nasiriya aus ist sie ĂĽber eine StraĂźe in etwa 20 km Entfernung erreichbar, häufig im Rahmen gefĂĽhrter Touren.

Wie alt ist die Ziggurat of Ur?

Die Ziggurat of Ur wurde nach ĂĽbereinstimmenden archäologischen Einschätzungen zur Zeit der dritten Dynastie von Ur im späten 3. Jahrtausend v. Chr. gebaut, etwa um 2100–2000 v. Chr. Damit ist sie rund 4.000 Jahre alt und gehört zu den ältesten groĂźen Monumentalbauten der Menschheitsgeschichte, die heute noch in wesentlichen Teilen erhalten sind.

Kann man die Zikkurat von Ur besteigen?

Besucherinnen und Besucher können in der Regel die rekonstruierten Treppenaufgänge der Zikkurat von Ur erklimmen und von den höheren Terrassen auf das Umland blicken. Der Zugang kann jedoch aus Sicherheits- oder Konservierungsgründen zeitweise eingeschränkt sein. Vor Ort ist den Anweisungen von Guides und der Aufsicht der archäologischen Stätte Folge zu leisten, um die Substanz des Bauwerks zu schützen.

Was macht die Ziggurat of Ur so besonders?

Die Ziggurat of Ur ist eines der am besten erhaltenen Beispiele einer mesopotamischen Zikkurat und steht an einem Ort, der als eines der frühesten urbanen Zentren der Welt gilt. Das Monument verbindet religiöse, politische und architektonische Bedeutung: Es war Heiligtum des Mondgottes Nanna, Symbol königlicher Macht und dominierendes Wahrzeichen der Stadt Ur. Für heutige Besuchende bietet es ein selten direktes, räumlich erfahrbares Fenster in die Frühgeschichte komplexer Gesellschaften.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr einen Besuch aus Deutschland?

Aufgrund der sehr heißen Sommer im Süden des Irak bieten sich für einen Besuch der Zikkurat von Ur vor allem die Monate mit moderaten Temperaturen an – in der Regel der späte Herbst, der Winter und das frühe Frühjahr. Innerhalb eines Tages sind die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag empfehlenswert, um Hitze und starke Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Vor Planung einer Reise sollten deutsche Reisende neben der Witterung auch die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts berücksichtigen.

Mehr zu Zikkurat von Ur auf AD HOC NEWS

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
de | unterhaltung | 69379324 |