GefĂ€lschte Labubus und Co. â mehr Produktwarnungen in der EU
Veröffentlicht am: 05.03.2026 um 14:25 Uhr | dpa.de
Die EuropĂ€ische Kommission hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg an Warnmeldungen fĂŒr Verbraucherprodukte registriert. Laut dem Bericht des europĂ€ischen Warnsystems Safety Gate gingen im vergangenen Jahr 13 Prozent mehr Meldungen ein als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2022 hat sich die Anzahl der Warnmeldungen sogar verdoppelt. In dem Bericht werden keine Meldungen fĂŒr Arzneimittel, medizinische GerĂ€te, Lebens- und Futtermittel aufgelistet.
Viele betroffene Produkte kommen aus China
Europaweit waren 2025 am hĂ€ufigsten Kosmetikprodukte betroffen. Auf den PlĂ€tzen zwei und drei folgten Spielzeug sowie ElektrogerĂ€te und Zubehör. Ein Beispiel fĂŒr gefĂ€hrliche Produkte sind gefĂ€lschte Labubus: chinesische PlĂŒschtierfiguren, die 2025 weltweit bekannt wurden, bei denen sich im Test die FĂŒĂe lösten, die Kinder leicht verschlucken könnten. Michael McGrath, EU-Kommissar fĂŒr Verbraucherschutz, sprach auf der Pressekonferenz zudem ĂŒber MĂ€hmesser fĂŒr die Gartenarbeit, bei denen sich wĂ€hrend der Nutzung die Klingen lösen könnten.
Mit rund 43 Prozent komme ein groĂer Teil solcher gemeldeter Produkte aus China. Um die Produktsicherheit bei Importen zu verbessern, plant die EU laut McGrath eine engere Zusammenarbeit mit China. Zudem gebe es ein umfassendes Schulungskonzept, um das Bewusstsein fĂŒr europĂ€ische Vorschriften zu schĂ€rfen.
Deutschland und die Autos
In Deutschland zeigt sich ein anderes Bild: Etwa die HĂ€lfte aller Warnmeldungen aus der Bundesrepublik betraf Kraftfahrzeuge. WĂ€hrend die Anzahl der Meldungen stabil blieb, stieg die Zahl der FolgemaĂnahmen deutlich an.
Darunter fallen die Reaktionen oder Handlungen von nationalen Behörden, nachdem eine Warnmeldung ĂŒber ein gefĂ€hrliches Produkt veröffentlicht wurde. Warnmeldungen werden von den MarktĂŒberwachungsbehörden der jeweiligen EU-Mitgliedstaaten sowie der EWR-LĂ€nder (Norwegen, Island, Liechtenstein) erstellt.
