Frauen, Ostdeutschland

In Ost und West: Mehr Frauen sind erwerbstÀtig

01.10.2025 - 09:18:35

35 Jahre nach der deutschen Einheit gibt es immer noch deutliche Unterschiede in der Wirtschaftskraft der einzelnen BundeslÀnder. Statistisch lÀsst sich aber auch manche Angleichung feststellen.

Im wiedervereinten Deutschland gehen immer mehr Frauen im Alter zwischen 15 und 65 Jahren einer ErwerbstÀtigkeit nach. Die gesamtdeutsche Quote ist seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 von 57 Prozent auf 74 Prozent angestiegen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Auch im Osten stieg der Anteil der erwerbstÀtigen Frauen noch an: von 66 Prozent im Einheitsjahr auf nun 74,4 Prozent. Das sind nur noch 0,3 Punkte mehr als in den westlichen LÀndern. 

Geblieben ist im Osten der geringere Verdienstabstand zu den MÀnnern: Dieser sogenannte Gender Pay Gap betrÀgt den Berechnungen zufolge im Osten 5 Prozent, wÀhrend in den westlichen BundeslÀndern Frauen im Schnitt 16 Prozent weniger verdienen als ihre mÀnnlichen Kollegen. 

Höhere Löhne im Westen 

Allerdings sind im Osten auch die durchschnittlichen Brutto-Durchschnittslöhne weiterhin deutlich geringer. Seit 1990 haben sie sich im Osten zwar mehr als vervierfacht auf 3.973 Euro im Monat. Mit 4.810 Euro gibt es im Westen aber immer noch deutlich mehr Lohn, wenngleich sich die GehÀlter seid 1990 nur in etwa verdoppelt haben. 

Auch bei der wirtschaftlichen Leistungskraft haben die OstlĂ€nder deutlich aufgeholt, aber nicht aufgeschlossen. So steigerte ThĂŒringen sein preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt pro Kopf um 163 Prozent deutlich stĂ€rker als im Bundesschnitt, der nur 40 Prozent zugelegt hat. Pro Kopf ist die Wirtschaftskraft der östlichen BundeslĂ€nder insgesamt um mehr als 130 Prozent gewachsen. Allerdings mussten die LĂ€nder auch deutliche Bevölkerungsverluste hinnehmen, wĂ€hrend im Westen die Zahl der Menschen seit der Einheit gewachsen ist.

@ dpa.de