Abschiebungen, DrittlÀnder

Abschiebungen in DrittlÀnder - US-Regierung zieht vor Supreme Court

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 06:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die US-Regierung von PrÀsident Donald Trump will vor dem Obersten Gerichtshof die beschleunigte Abschiebung von Migranten in sogenannte Drittstaaten erwirken.

Dabei geht es um die Frage, ob Einwanderer in ein Land abgeschoben werden dĂŒrfen, das nicht ihr Heimatland ist, ohne vorher EinwĂ€nde dagegen vorbringen zu können. Der Supreme Court bestĂ€tigte den Eingang eines entsprechenden Antrags.

Die Abschiebung in DrittlĂ€nder ist fĂŒr die US-Regierung ein Weg, unkooperative Heimatstaaten zu umgehen. Die Trump-Regierung schloss dafĂŒr Abkommen mit mehreren Aufnahmestaaten, vor allem in Afrika und Lateinamerika. FrĂŒhere AbschiebeflĂŒge in Nicht-HeimatlĂ€nder gingen unter anderem in den SĂŒdsudan. ZustĂ€ndig fĂŒr die umstrittenen Abschiebungen ist das US-Heimatschutzministerium.

Viele Einwanderer zu Prozessbeginn schon abgeschoben

Im Februar ordnete ein Bundesrichter allerdings den Stopp der Praxis an. Er untersagte die Abschiebungen in Drittstaaten zwar nicht per se. Allerdings mĂŒssten die Einwanderer die Chance haben, gegen das Abschiebeziel EinwĂ€nde zu erheben. Nur so könne gewĂ€hrleistet werden, dass ihnen dort weder Folter noch Verfolgung drohten.

Die Regierung Trumps versucht seit dessen Amtsantritt ihre Abschiebebefugnisse auf teils beispiellose Weise auszuweiten. Daraus folgt eine Flut von Gerichtsprozessen - in manchen FĂ€llen sind die Einwanderer zu Prozessbeginn allerdings schon abgeschoben worden. Insbesondere das umstrittene Vorgehen der Migrationsbehörde ICE und tödliche SchĂŒsse von Bundesbeamten auf Migranten und US-BĂŒrger sorgten fĂŒr Aufsehen und Kritik.

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